Gestern wurden auf der 69. World Science Fiction Convention in Reno, Nevada, die diesjährigen Hugo Awards vergeben.
Wie bereits bei den Nebula Awards gewannen BLACKOUT/ALL CLEAR von Connie Willis die Auszeichnung für den besten Roman (das ist bereits ihr elfter Hugo…), als beste Novelle (also für Werke, die länger als Kurzgeschichten aber kürzer als Romane sind) wurde Ted Chiangs THE LIFECYCLE OF SOFTWARE OBJECTS mit dem Preis bedacht. Als bester Comic wurde die zehnte Ausgabe des Steampunk-Comics GIRL GENIUS von Phil und Kaja Foglio geehrt. In Sachen Film griff wieder einmal INCEPTION den Preis ab und DR. WHO kann sich über eine Ehrung in Sachen TV freuen.
Die komplette Liste der Gewinner wie immer im vollständigen Artikel.
Der erste GHOST RIDER-Film nach den gleichnamigen Marvel-Comics war nicht sonderlich erfolgreich, deswegen waren die meisten Fans wahrscheinlich recht verwundert darüber, dass es eine Fortsetzung unter dem Titel SPIRIT OF VENGEANCE geben sollte. Erneut schlüpft Nic Cage in die Rolle des Motorrad-fahrenden Kopfgeldjägers des Teufels, Regie führen Mark Neveldine und Brian Taylor (CRANK, JONAH HEX).
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Guten Morgen, liebe Redakteure des Börsenblatts, aufgewacht? Was? Abgebrochen? Das hatte ich mir gedacht, denn besonders ausgeschlafen seid ihr wohl nicht, oder? Na gut, ich meine, es grenzt ja fast an ein Wunder, dass ihr eine Liste, einen Überblick, veröffentlicht (PDF), in der der Freund phantastischer Literatur mal sehen kann, was in Deutschland im Herbst so alles auf den Markt kommt. Habt ihr also auch schon festgestellt, dass solcherlei hierzulande ganz gern gelesen wird, was? Hat ja auch kaum Jahrzehnte gedauert, aber zum einen kann ich verstehen, dass man in einer derart konservativen Branche so schnell nicht ist (jaja, ich weiß, die Liste gab es in den letzten beiden Jahren auch schon – geschenkt!) und zum anderen mussten wohl erst die Schmusevampire kommen und euch Geld zuhauf in die Taschen spülen. Harry Potter gehörte ja leider nur einem Verlag, verdammt aber auch!
Ich hätte mich über die Liste vielleicht sogar gefreut, obwohl ich die überteuerten und miserabel übersetzten Pamphlete der deutschen Publikumsverlage schon lange nur noch im Original lese – wenn es ein Original gibt.
Gut: das Programm ist ausführlich, zu jedem Verlag führt ihr nicht nur einzelne Autoren und Romane sondern sogar Genres wie »Mystery« oder »Urban Fantasy« auf – weil ihr nunmal auf Schubladen steht – zudem wird bei vielen Verlagen deren Programm zumindest in kurzen Worten vorgestellt. Löblich, löblich…
Doch wenn ich dann in der Liste bis zu »Feder & Schwert« herunterscrolle reibe ich mir verwundert die Augen. Wo bei anderen Verlagen detailliert jeder Schmonzes gelistet wird, lese ich hier ein lakonisches
»Hat Phantastik im Programm«
In der Tat. Schön, dass ihr das gemerkt habt. Seid ihr da von alleine drauf gekommen? Mal im Ernst und unter uns: ja, Feder & Schwert hat Phantastik im Programm, ist sogar einer der renommiertesten Verlage hierzulande auf diesem Sektor – man könnte das wissen – allerdings nur wenn man sich für die Thematik tatsächlich interessiert…
Warum listet ihr dann die kommenden Neuerscheinungen nicht wie bei den anderen Verlagen detailliert auf? Taten die Finger vom Tippen schon weh? Habt ihr vielleicht Angst vor Vampiren die nicht schmusig sind, die soll es da ja geben? Konnte man nicht mal eben die Webseite des Verlags aufsuchen und nachsehen? Oder rasch mal anrufen und fragen, was erscheinen wird? Email? Ist das wirklich so schwer?
Ihr Redakteure solltet wissen, wie das geht, es handelt sich um ein uraltes, fast vergessenes journalistisches Handwerkszeug. Man nennt es »Recherche«… Schon mal gehört das Wort? Steht im Journalisten-Lexikon garantiert irgendwo ganz in der Nähe des Begriffes »Qualitätsjournalismus«…
Ich grüble nun intensiv darüber nach, was Feder & Schwert verbrochen haben mögen, dass sie von euch so stiefmütterlich behandelt werden. Habt ihr die nicht mehr lieb? Sind sie hübscher als ihr? Haben sie nicht genug Werbeanzeigen im Börsenblatt geschaltet? Waren deren Weihnachtsgeschenke an euch im letzten Jahr nicht üppig genug? Sind Feder & Schwert etwa gar am suboptimalen Wetter dieses Sommers schuld? Ist das eine Verschwörung der »Großen Alten« der Buchbranche?
Fragen über Fragen…
Zum Abschluß, liebe Börsenblatt-Redakteure, ein ganz heißer Tipp, aber das bleibt bitte unter uns, ja?:
(ja, ich weiß, es wird Werbung vor den eigentlichen Video eingeblendet – das greift leider um sich…)
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Bei OTHERLAND handelt es sich um vierteilige Romanserie von Tad Williams, der erste Roman CITY OF GOLDEN SHADOW (dt. STADT DER GOLDENEN SCHATTEN) erschien 1996. Die Handlung spielt in der zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts. Durch Implantate und ähnliche Technologien sind die Menschen in der Lage, sich vollständig in die virtuellen Realitäten und Simulationen des Netzes (einer Art Weiterentwicklung des Internet) einzuklinken. Viele Menschen verbringen den Großteil ihres Lebens in virtuellen Umgebungen, einige haben sich fast völlig aus der realen Welt zurückgezogen.
Wikipedia:
Der Zugang zum Netz und die Qualität der Instrumente und Implantate, die die Nutzung virtueller Realitäten ermöglichen, sind ein wesentliches soziales Statusmerkmal.
Otherland, eine Sammlung virtueller Welten, wurde von einigen der reichsten und mächtigsten Menschen der Welt geschaffen. Sie nennen sich selbst die Gralsbruderschaft. Die Technik, die dieser virtuellen Welt zugrunde liegt, ist weitaus fortgeschrittener als alle anderen bekannten Welten im Netz. Im Gegensatz zum Rest des virtuellen Raums bedient sich Otherland auch der Nutzung des menschlichen Bewusstseins. Hierdurch kommt es im Verlauf der Handlung dazu, dass Kinder im virtuellen Raum gefangen werden und nicht mehr in die reale Welt zurückkehren können, was die Handlung des ersten Buchs bestimmt. Das Ziel der Gralsbruderschaft ist es mit Hilfe von Otherland unsterblich zu werden.
Mit diesem Hintergrund entwickelt RealU aus Singapur ein MMO, das von den im Bereich free2play immer umtriebigeren Gamigo vertrieben werden soll. Das Spiel basiert auf der Unreal Engine 3 und soll die verschiedenen virtuellen Welten des Multi-Versums aus der OTHERLAND-Quadrologie für die Spieler bzw. deren Avatare umsetzen – das bedeutet, dass Fantasy-Umgebungen ebenso möglich sind, wie SF oder völlig andere Genres oder Simulationen, darunter auch aus den Romanen bekannte Gegenden wie Lambda Mall, 8 Squared oder Mylands. Hinzu kommen aber natürlich auch völlig neue Aspekte, die man aus den Büchern nicht kennt.
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Grundsätzlich arbeitet man hierbei gegen die OTHERLAND beherrschende Bruderschaft des Grals, allerdings ist das Spiel als Sandbox gedacht, man kann den Plot also auch einfach links liegen lassen und tun was man will. In welchem Rahmen das möglich sein kann, wird man abwarten müssen. Als Konzept finde ich das mit diesem Hintergrund aber mal erfrischend anders als andere MMOs.
Das OTHERLAND-MMO wurde bereits im Jahr 2008 angekündigt und verschwand dann weitestgehend in der Versenkung, manche redeten bereits von Vaporware. Es sieht aber so aus, als hätten die Entwickler diese Zeit genutzt.
OTHERLAND soll im Jahr 2012 in Europa und Nordamerika als free2play an den Start gehen, über einen genauen Termin ist noch nichts bekannt, ich bleibe aber dran und berichte, wenn ich mehr erfahre. Bis dahin kann es lohnen, die offizielle Webseite zu beobachten (und eine geistige Notiz an mich selbst, das endlich mal zu lesen…)
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Der Sphera-Verlag schreibt erneut eine Kurzgeschichtensammlung aus. Diesmal ist das Thema »Wesen des Schlafs und Traums«. Auf der Seite zur Ausschreibung ist dazu zu lesen:
Denkbar sind hier jegliche Geschöpfe, die während des Schlafs erscheinen, den Menschen dabei manipulieren, sich in Träume einschleichen oder schon in ihnen vorhanden sind – beispielsweise der Sandmann, der Incubus, ein Traumfresserchen, sogar die Zahnfee ist möglich oder gänzlich neue Kreationen. Die Geschichten können humorvoll und verspielt sein, wobei wir auch hier wie immer am liebsten düstere Texte lesen.
Jeder Autor kann bis zu zwei Texte einsenden, von denen jedoch maximal einer für die Anthologie berücksichtigt werden wird.
Zudem wird auch ein Künstler gesucht, der eine Coverillustration beisteuert.
Alle Details finden sich auf der Webseite des Sphera-Verlags; Zeit um mitzumachen haben interessierte Autoren bis zum 30.11.2011.
Bild: Grandville – Dream of Crime and Punishment (1847), Public Domain
Das Schwesterprojekt DIE STEAMPUNK-CHRONIKEN geht in den Endspurt der ersten Phase – sagt man…
Zur Erinnerung: unter steampunk-chroniken.de habe ich eine Anthologie ausgelobt, die sich um Steampunk dreht. Das Neue daran: Die CHRONIKEN werden zuerst als eBook erscheinen und dieses eBook wird unter Creative Commons-Lizenz stehen. Das elektronische Buch wird nicht mit DRM verseucht sein und jeder kann es kostenlos in verschiedenen Formaten herunter laden – angeboten werden sollen mindestens ePub und PDF – lesen und weiter geben. Gefällt der Inhalt kann man einen beliebigen Betrag spenden. Zudem sollen die STEAMPUNK-CHRONIKEN in den Amazon-Store gestellt und damit auch die Kindle-Nutzer erreicht werden.
Die Ausschreibung läuft noch bis zum 31. August 2011 – das stand bereits im ursprünglichen Ausschreibungstext. Ich sagte aber bereits und sage es an dieser Stelle erneut: dieser Termin ist kein Naturgesetz. Wenn es Autoren gibt, die »noch ein wenig mehr Zeit benötigen« oder wenn jemand dieses Projekt erst spät gefunden haben sollte: wir können in einem gewissen Rahmen über alles reden! :o)
Es sind bereits einige Geschichten eingegangen (und es wird deswegen auf alle Fälle was erscheinen), aber wie immer könnten es noch mehr sein!
Deswegen: falls ihr noch Autoren wisst, die eventuell ein Interesse daran haben könnten, eine SF-Geschichte im Steampunk-Gewand zu erzählen, dann weist sie doch einfach auf die STEAMPUNK-CHRONIKEN hin! Danke!
Nach dem Abschluss des Storysammelns folgt dann die Sichtung, die Qual der Auswahl und danach die Überarbeitung der Geschichten. Ist das geschehen, werde ich das Ganze in die verschiedenen eBook-Formen gießen – all das wird ein wenig Zeit in Anspruch nehmen, deswegen bitte ich darum auch nach dem Termin nicht zu ungeduldig zu werden, es muss noch überarbeitet werden und es steckt dann noch einige Arbeit hinter den Kulissen an den CHRONIKEN. Ich werde die geneigten Leser selbstverständlich hier und auf der Projektseite auf dem Laufenden halten!
Auch in diesem Jahr wird der Phantastik-Freund wieder umfassend informiert: soeben ist MAGIRA – JAHRBUCH ZUR FANTASY 2011 erschienen und bietet zahllose interessante Inhalte rund um das Thema Fantasy und verwandte Gebiete.
Auf 404 Seiten geht es unter anderem um Comics, beispielsweise FABLEs von Bill Willingham oder das in Deutschland frisch erschienene THE UNWRITTEN.
Weiterhin steht ein besuch beim Altmeister Michael Moorcock an, man befasst sich mit Sherlock Holmes in der Phantastik, Julian Mays MOND-Trilogie, Vampire auf dem Mississippi und mit GHORMENGHAST.
Wie immer wird auch der Freund von Kurzgeschichten bedient: neben der deutschen Erstveröffentlichung der Gewinnergeschichte des WORLD FANTASY AWARDS 2010 DIE PELICAN-BAR von Karen J. Fowler finden sich Stories von Torben Schröder und Barbara Beyß.
Zahlreiche Rezensionen, zu Büchern, Hörbüchern und Filmen sowie der umfassende Marktüberblick von Hermann Urbanek runden den Band ab.
Das Titelbild steuerte Helge C. Balzer bei, der auch für zahlreiche weitere Farbillus im Innenteil verantwortlich ist.
MAGIRA 2011 kommt als Paperback, hat 404 Seiten im Format 17 x 22 cm und kostet 14,90 Euro. Das Jahrbuch kann im Buchhandel (ISBN 978–3‑935913–11‑9) oder direkt bei den Herausgebern bestellt werden.
Der auch im Phantastik-Bereich immer wieder umtriebige Pay-TV-Sender HBO (ich sage nur: GAME OF THRONES) erfreut die Vampirfans und bestellt eine weitere Staffel TRUE BLOOD. Die fünfte Season der von Alan Ball (SIX FEET UNDER) geschaffenen Serie wird wie immer 12 Episoden umfassen und im nächsten Jahr gesendet werden. Die Produktion soll später in diesem Jahr in Los Angeles beginnen.
HBO-Präsident Michael Lombardo sagte
Ich bin begeistert, dass TRUE BLOOD sich weiterhin eines phänomenalen Zuspruchs sowohl beim Publikum wie auch bei den Kritikern erfreut.
TRUE BLOOD basiert auf den Sookie Stackhouse-Romanen von Charlaine Harris und beschäftigt sich mit den Abenteuern der Kellnerin Sookie (Anna Paquin), die Feenblut in ihren Adern trägt und die sich in den Vampir Bill Compton (Stephen Moyer) verliebt ‑eine Beziehung, die erwartetermaßen nicht ganz ohne Probleme bleibt…
Das Autorenehepaar Susanne und Sean O´Connell kennen nicht nur Leser der PhantaNews durch meine Berichte über ihre Projekte wie beispielsweise das Hörbuch und den demnächst erscheinenden Roman TIR NA NOG (Sean) oder die Anthologie Avatare, Roboter & andere Stellvertreter (Susanne). Jetzt haben sich die beiden zusammen getan, um eine Kurzgeschichtensammlung heraus zu bringen – selbstverständlich aus dem Bereich Phantastik. Der Titel lautet VERLOREN IM INTERMUNDIUM.
In der Anthologie wird man neun Geschichten finden, die sich um Sternenreisen, Meeresbewohner, Monstren, mysteriöse Gimmicks, unheimliche Häuser, Untote und Götter drehen.
Erscheinen soll das Ganze Anfang September als eBook im Vertrieb von Chichili, der ersten Literatur-Agentur weltweit, die sich auf eBooks und mobileBooks spezialisiert hat.
Das finde gerade ich als ausgewiesener eBook-Fan natürlich sehr spannend und ich freue mich schon darauf!
Bild: Susanne und Sean O´Connell, Copyright Sean
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