Was ist besser als ein Superheld? Richtig: ein Haufen Superhelden im Sparpack. Der aufmerksame Leser wird es gemerkt haben: es geht nich nicht um John Steed und Emma Peel sondern um die Spandexträger aus dem Hause Marvel. Seit heute gibt es einen offiziellen Kinotrailer zum Spektakel AVENGERS unter der Regie von Joss Whedon:
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Kaum war die letzte Ausgabe von Erik Schreibers »Phantastischem Bücherbrief« online, gibt es bereits einen neuen. In dieser »Sonderausgabe« dreht sich alles um die amerikanische Autorin Susan Beth Pfeffer. Erik hat sie ausführlich interviewt und zudem eine Rezension ihres Romans DIE VERLORENEN VON NEW YORK (THE DEAD AND THE GONE) verfasst.
Klappentext von DIE VERLORENEN VON NEW YORK:
Ob es jemals wieder so wird wie früher? Täglich stellt sich Alex diese Frage. Denn seit der Mond aus seiner Umlaufbahn verschoben wurde, geht es im New Yorker Alltag ums nackte Überleben. In den Fenstern der Hochhäuser brennt kein Licht mehr; kaputte Autos verstopfen die Kreuzungen; Plünderer ziehen durch die Straßen auf der Suche nach den letzten Lebensmitteln. New York ist eine Insel der Armen geworden – wer konnte, hat die Stadt längst verlassen. Verzweifelt kümmert sich Alex um seine Schwestern Briana und Julie. Doch eine Frage wagt er nicht zu stellen: Was, wenn ihre Eltern nicht nur vermisst sind, sondern Schlimmeres passiert ist?
DER VERLORENEN VON NEW YORK
(THE DEAD AND GONE)
Susan Beth Pfeffer
deutsch von Annette von der Weppen
Hardcover, SF, Dystopie
April 2011
352 Seiten, 16,90 Euro
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre
ISBN-10: 355158219X
ISBN-13: 978–3551582195
Carlsen
»Oaschloch!«
Als Jimmy der Mops mein Büro entert, bin ich gerade dabei, die letzte Kiste auszupacken. (…) Wie ein Poller steht er mitten im Raum, klein und gedrungen, die Hände in die Seiten gestützt. Sein Gesicht ist mit roten Flecken übersät und er scheint kurz vor der Explosion zu stehen.
»So a bleeds Oaschloch!«, bellt er noch einmal für den Fall, dass ich schwerhörig bin.
Für Lucio Verdict, Ex-Spion, passionierten Koch und Ich-Erzähler von ISAR 2066, der neuen Krimireihe von Miriam Pharo, versprechen die ersten Minuten im frisch renovierten Büro interessant zu werden. In der Brust seines Klienten steckt ein fünf Zentimeter dicker Bolzen, der zu explodieren droht, sobald dieser mit normaler Stimme spricht. Bei seinen Nachforschungen betritt Verdict eine bizarre Welt, in der nichts ist, wie es scheint. Ein Security, der sich als Blumenmädchen ausgibt, ein Musiker, der seine Seele verkauft hat und ein Coiffeur, der auf den Hund gekommen ist, stellen noch die geringsten seiner Probleme dar.
Miriam Pharos ISAR 2066 entführt den Leser erneut in eine fiktive Zukunft, doch im Gegensatz zu ihren Hanseapolis-Romanen ist nicht Norddeutschland Schauplatz des Geschehens, sondern das Münchner Umland. Leser ihrer Bücher »Schlangenfutter« und »Schattenspiele« kennen die Hauptfigur bereits. Alle anderen können aber problemlos in Pharos neue Geschichte eintauchen. Während die Hanseapolis-Romane weiterhin als gedruckte Bücher erscheinen werden, ist ISAR 2066 als eBook-Serie konzipiert. Pro Jahr sollen mehrere Episoden erscheinen. Auf die Frage, was Miriam Pharo zu diesem Schritt bewegt hat, antwortet sie: »Zu meinen Romanen existieren bereits Illustrationen und Musikstücke, warum also nicht das Hanseapolis-Universum um ein weiteres Puzzlestück erweitern?« eBooks sind für die Wahlmünchnerin kein Neuland, denn bereits im Jahr 2008 brachte sie als eine der ersten Autoren in Deutschland ein Buch in digitaler Form heraus.
Am 17. Oktober 2011 erscheint die erste Episode »Jimmy der Mops« in den Formaten ePub, PDF und MobiPocket für Smartphones, Tablets, Mac und Windows PC und wird auf allen wichtigen Buchhandelsplattformen erhältlich sein.
Man kann die Autorin auf der Buchmesse treffen, unter anderem auf einer Veranstaltung zum Thema »eBook und Print aus einer Quelle«.
ISAR 2066 – JIMMY DER MOPS
Größe: 185 KB
Zeichenanzahl: 59.036
Preis: 1,99 Euro
ISBN: 978–3‑00–036179‑1
Quelle der Pressemeldung: Miriam Pharo, Cover ISAR 2066 – JIMMY DER MOPS Copyright 2011 Miriam Pharo
Während viele etablierte Verlage noch mehr als zögerlich sind, was eBooks angeht und die wahrscheinlich meisten Buchhändler (die nicht einer Kette angehören) noch darüber lamentieren, dass dieser Markt wahrscheinlich an ihnen vorbei gehen wird, zeigt erneut ein vergleichsweise kleiner Anbieter, wie es gehen muss – und wie einfach das sein kann. Warum von den üppig bezahlten »Marketing-Fachleuten« der Branche niemand darauf verfallen ist, wissen wohl nur diese selbst…
Epidu ist dafür bekannt, dass sie eine Webseite aus der Taufe gehoben haben, auf der der Leser bestimmen kann, welche Bücher heraus gegeben werden. Hierzu nutzt man selbstverständlich und wie selbstverständlich die Möglichkeiten des Webs: es werden Konzepte vorgestellt und die Leser stimmen dann ab, welches davon zu einem Buch wird. Der zweite Coup des Epidu-Verlags ist die Webseite »Blogg Dein Buch«. Hier können sich Blogger auf Rezensionsexemplare bewerben und erhalten diese – als Gegenleistung bloggen sie darüber. Auch da könnte man sich fragen, warum niemand aus der alteingesessenen Buchbranche auf diese Idee verfallen ist.
Die neueste Idee des umtriebigen Verlags sind die »eBookCards«: im Prinzip handelt es sich bei diesen Postkarten-ähnlichen Medien um Gutscheine für eBooks. Sie sind mit dem Buchcover ausgestattet, auf der Rückseite findet man weitere Informationen zum Buch und im Innenteil Codes, mit dessen Hilfe man das eBook herunter laden kann. Beispielsweise ein QR-Code, mit dem das gewünschte Buch direkt auf´s Smartphone kommt.
Der Vorteil für den Buchhändler: auf diese simple Art und Weise, kann er die eigentlich nicht physikalisch existierenden eBooks im Laden präsentieren und zum Verkauf anbieten. Nicht nur eingedenk der Tatsache, dass Bücher immer noch eines der beliebtesten Geschenke sind, eine grandiose Idee.
Der Barsortimenter Umbreit, die eBook-Plattform Ceebo und Media Control haben die eBook-Cards bereits in ihr Programm aufgenommen, mit im Boot sind auch die Verlage Franzis, Klett-Cotta und Thienemann, mit anderen steht man in Verhandlungen.
Grandiose Sache, genau so muss das gehen! Und ohne völlig überflüssige Speichermedien die nur sinnlosen Müll erzeugen würden, wie anderswo aus der Branche heraus als Lösung kolportiert.
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Bild: Mockup Display für eBookCards, Copyright Epidu
Es ist überaus selten, dass so etwas geschieht: Pete Travis, der Regisseur der neuen Verfilmung des Comics JUDGE DREDD mit Karl Urban in der Titelrolle, hat das Projekt verlassen. Interessanterweise geschah dies, nachdem die Dreharbeiten abgeschlossen wurden und die Post-Production begann. Es gibt auch Quellen, die vermuten lassen, dass er weniger genagen ist, als vielmehr gefeuert wurde. Die Los Angeles Times spricht von den beliebten »kreativen Differenzen«.
Drehbuchautor und Produzent Alex Garland wird den Job des Regisseurs für den Rest des Produktionsprozesses des Lionsgate-Films übernehmen. Wie man vernehmen kann, wird das explizit auch Neuaufnahmen beinhalten. Geplant war für die modernisierte Fassung des Comichelden ein US-Kinostart im nächsten September, ob es dabei bleiben kann, werden wir wahrscheinlich demnächst erfahren. Ob trotz dieser Querelen noch ein brauchbarer Film heraus kommt, sehen wir dann im nächsten Jahr.
In DREDD spielen unter anderem Karl Urban, Olivia Thirlby and Lena Headey, die Story führt uns in die gefährlichen Strassen von Mega-City, den letzten Hort von annähernder Zivilisation auf einer verdammten Erde. Judge Dredd (Urban) ist einer der gefürchteten Straßen-Richter, die die Macht erhalten haben, das Gesetz aufrecht zu erhalten und ihre Urteile falls notwendig auch gleich zu vollstrecken.
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Promo-Foto: Karl Urban als DREDD, Copyright Lionsgate
Erneut hat sich Erik Schreiber durch einen Haufen Bücher gefräst und stellt diese in der Ausgabe 573 des Phantastischen Bücherbriefs vom September 2011 dem Leser vor. Diesmal finden sich unter anderem Rezensionen zu:
Thomas Elbel: Asylon
John Henry Eagle: Der eiserne König
Tad Williams: Das Herz
Greg Bear: Das Schiff
Steve Alten: 2012 – Die Prophezeiung
Arthur C. Clarke: Die Stadt und die Sterne
Kady Cross: Das Mädchen mit dem Stahlkorsett
Stephen Hunt: Das Königreich jenseits der Wellen
Jeff Vandermeer: Steampunk Bible
Gail Carriger: Entflammte Nacht
Besprochen werden aber auch Spiele, Hörbücher/Hörspiele und Comics, sowie der erste Band von PERRY RHODAN NEO, über den auch ich soeben schrieb.
Erneut erscheint ein schräger Phantastik-Roman von Walter Moers, der in seiner Welt Zamonien spielt. Und erneut geht es um träumende Bücher…
Über zweihundert Jahre ist es her, seit Buchhaim, die Stadt der Träumenden Bücher, von einem verheerenden Feuersturm zerstört worden ist. Der Augenzeuge dieser Katastrophe, Hildegunst von Mythenmetz, ist inzwischen zum größten Schriftsteller Zamoniens avanciert und erholt sich auf der Lindwurmfeste von seinem monumentalen Erfolg. Er gefällt sich im täglichen Belobhudeltwerden, als ihn eine verstörende Botschaft erreicht, die seinem Dasein endlich wieder einen Sinn gibt.
Verlockt durch einen rätselhaften Brief kehrt Hildegunst von Mythenmetz nach Buchhaim zurück. Die prächtig wiederaufgebaute Stadt ist erneut zur pulsierenden Metropole der Literatur und zum Mekka des Buchhandels geworden und wird durchströmt von Buchverrückten aller Art. Dem Rätsel auf der Spur gerät Mythenmetz, kaum hat er die Stadt betreten, in ihren abenteuerlichen Sog. Er begegnet alten Freunden wie der Schreckse Inazea Anazazi, den Buchlingen Ojahnn Golgo van Fontheweg, Dölerich Hirnfidler und Gofid Letterkerl, dem Eydeeten Hachmed Ben Kibitzer, aber auch neuen Bewohnern, Phänomenen und Wundern der Stadt, wie den mysteriösen Biblionauten, den obskuren Puppetisten und der jüngsten Attraktion Buchhaims, dem »Unsichtbaren Theater«. Dabei verirrt sich Mythenmetz immer tiefer im »Labyrinth der Träumenden Bücher«, das geheimnisvoll und unsichtbar die Geschicke Buchhaims zu bestimmen scheint. Bis er schließlich in einen unaufhaltsamen Strudel von Ereignissen gerät, der alle Abenteuer, die er je zu bestehen hatte, in jeder Hinsicht übertrifft.
Der neue Roman erschien am 5. Oktober 2011 und ist im Buchhandel sowie über die einschlägigen Buchversender erhältlich.
DAS LABYRINTH DER TRÄUMENDEN BÜCHER
Walter Moers
Gebundenes Buch
Pappband mit Schutzumschlag
432 Seiten, 17,0 x 24,0 cm, € 24,99
5. Oktober 2011
über 100 Illustrationen
ISBN: 978–3‑8135–0393‑7
Knaus
Cover DAS LABYRINTH DER TRÄUMENDEN BÜCHER Copyright 2011 Knaus/Random House
Auf dem PERRY RHODAN-Weltcon ging es auch um ATLAN alias Mascaren da Gonozal. Während eines Programmpunktes, der sich um den unsterblichen Arkoniden und »Beuteterraner« drehte, informierte die Redakteurin Sabine Kropp darüber, dass eine weitere Taschenbuch-Reihe erscheinen wird.
Bisher wurden die ATLAN-Taschenbücher von Fantasy Productions (»FanPro«) heraus gebracht, die nächste Trilogie erscheint bei Ulisses, dem Verlag, der auch andere Rechte von FanPro übernommen hat. Der Titel des geplanten Dreiteilers lautet wahrscheinlich POLYCHORA, es handelt sich allerdings dabei um einen Arbeitstitel, der sich noch ändern kann.. Taschenbuchformat und ‑Umfang sollen so sein, wie bei den FanPro-Ausgaben.
Der erste Band erscheint im Februar 2012 und wird vom Kölner Autor Achim Mehnert verfasst, der bereits mehrere Romane der Abenteuer des Arkoniden beigetragen hat, das Exposé der Trilogie stammt erneut von Götz Roderer.
Solbald es weitere Details zum Inhalt gibt, werde ich selbstverständlich berichten.
Nachdem ich mir heute morgen ausgiebig Mannheim angesehen habe, die Innenstadt kannte ich noch nicht, ging es nun pünktlich um 16:00 Uhr los mit dem Großereignis im Bereich deutsche Science Fiction: dem PERRY RHODAN Weltcon 2011.
Der Mannheimer Rosengarten wurde standesgemäß mit Flaggen bestückt, auf denen Perry und Mondra abgebildet sind und auch in den umliegenden Straßen wiesen bereits Hinweisflaggen aufs Congelände hin (siehe unten).
Es kann also los gehen und ich werde mich bei Gelegenheit (von der ich allerdings ehrlicherweise noch nicht weiß, wie häufig sie sich ergibt) wieder melden. Häufigere Updates als hier auf der Seite gibt es aber mit Sicherheit immer wieder auf Twitter unter @phantanews und auf Facebook unter http://www.facebook.com/PhantaNews.
Gerechnet wird mit insgesamt zwischen 2500 und 3000 Besuchern!
Große Cons werfen ihre Fahnen vorausDer Eingang des Rosengartens – Ruhe vor dem Sturm
Neben dem gerade erwähnten Tablet-PC »Kindle Fire«, hat Amazon heute auch noch neue Modelle seines eReaders Kindle vorgestellt. Auf die verschiedenen Varianten möchte ich an dieser Stelle nicht weiter eingehen, mehr darüber wird man in den nächsten Tagen ohnehin überall im Netz mehr als genug lesen können.
Worüber ich jedoch noch etwas schreibe, ist die Minimal-Variante: der kleinste Kindle soll in den USA gerade mal 80 Dollar kosten, das wären zum derzeitigen Kurs lumpige 59 Euro – dazu kommen natürlich bei einer Einfuhr nach Deutschland Zölle und Steuern.Das ist die »Special Offer-Version«, der Normalpreis beträgt 109 Dollar, bei uns soll diese Normalversion für 99 Euro angeboten werden, sie wird ab Mitte Oktober lieferbar sein. Das Einsteigermodell verzichtet auf eine Tastatur, hat aber natürlich ein eInk-Display mit sechs Zoll und verfügt über WLAN – in dieser Preisklasse bislang einzigartig.
Trotzdem ist auch das ein Kampfpreis und ein eindeutiges Signal nicht nur in Richtung der Mitbewerber, die ebenfalls Lesegeräte anbieten, sondern auch in Richtung Verlage: mit der Einführung eines preiswerten Readers werden noch mehr Kunden als bisher das noch vergleichsweise neue (oder zumindest neu ins Bewusstsein gekommene) Medium »eBook« wahrnehmen und zu nutzen beginnen. Meines Ansicht nach handelt es sich beim dem preiswerten »Volks-Kindle« um einen weiteren Durchbruch, der dem eBook weiteren Vorschub verschafft. Nach diesem Angriff Amazons werden die Chinesen nicht lange auf sich warten lassen und Geräte auf den Markt werfen, die den Kindle-Preis deutlich unterbieten. Und es ist davon auszugehen, dass Amazon eher über kurz als lang eBook-Abonnements verkaufen wird, die einen kostenlosen Einfach-Kindle beinhalten.
Für eBook-Fans und Selfpublisher sehr gute Nachrichten! Insbesondere die in Sachen eBook nach wie vor viel zu zögerliche deutsche Buchbranche wird allerdings nicht amüsiert sein…
[Update:] bei Thalia bekommt man den OYO jetzt ebenfalls für 99 Euro – sechs Zoll eInk mit WLAN. Vorteil: ePub-fähig und man ist nicht an Amazon gebunden.
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