eBook

Facepalm des Tages: Börsenblatt – Kindle ist nur aufgrund von »bizarren Literaturpornos« erfolgreich

Börsenblatt-Erotik

Das neben­ste­hen­de Bild zeigt einen Kom­men­tar auf der Face­book-Sei­te des Bör­sen­blat­tes vom heu­ti­gen Tag, der auf einen Spie­gel-Arti­kel von Frank Pata­long ver­weist. Ich möch­te einen Satz noch­mal ganz beson­ders her­vor­he­ben:

Der Kind­le ist nur erfolg­reich, weil Self­pu­blisher bizar­re Lite­ra­tur­por­nos unters Volk brin­gen.

Tja, lie­be Kind­le-Nut­zer, das Bör­sen­blatt (Maga­zin des Bör­sen­ver­eins des Deut­schen Buch­han­dels) hat euch gna­den­los ent­tarnt. Ihr hat das Ding vom Beel­ze­bub Ama­zon nur des­we­gen gekauft, damit ihr euch hau­fen­wei­se bizar­re Dino­sau­ri­er- und ande­re Soft- bis Mit­tel­por­nos rein­pfei­fen könnt. Leug­nen ist zweck­los, ihr könnt es jetzt ein­fach zuge­ben.

Es ist natür­lich völ­lig abwe­gig, dass der Kind­le so erfolg­reich ist, weil die Nut­zung im Ver­gleich zu dem DRM-ver­seuch­ten eBooks der deut­schen Ver­la­ge so unend­lich viel ein­fa­cher ist. Oder weil das Ange­bot gera­de im Bereich Self­pu­bli­shing gigan­tisch daher kommt. Oder weil eng­lisch­spra­chi­ge eBooks nur ein Drit­tel des Prei­ses kos­ten, den deut­sche eBook-Por­ta­le ansa­gen. Oder weil Ama­zon kun­den­ori­en­tiert, kun­den­freund­lich und kulant ist.

Nein, alles falsch. Der Erfolg des Kind­le liegt gemäß Bör­sen­blatt ein­zig und allein an »bizar­ren Lite­ra­tur­por­nos«.

Das kann man sich nicht aus­den­ken …

(Ach ja, das SpOn-Trak­tat könn­te man übri­gens inhalt­lich mal mit zwei Arti­keln aus der Huff­Post ver­glei­chen …)

Dank an Cynx für den Hin­weis.

Ich bin jetzt weg. Habe kei­ne Zeit, muss noch schnell ein paar usbe­ki­sche Kon­ti­nen­tal­ver­schie­bungs-Por­nos bei Ama­zon kau­fen …

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K. H. Scheers Science Fiction-Serie ZBV jetzt komplett als eBook erhältlich

Cover ZBV

Die Serie ZBV (ZUR BESONDEREN VERWENDUNG) des deut­schen Sci­ence Fic­tion-Autoren und PERRY RHO­DAN-Mit­er­fin­ders Karl Her­bert Scheer liegt nun zum ers­ten Mal voll­stän­dig als eBook vor. ZBV erschien erst­ma­lig als gebun­de­nes Leih­buch im Balowa Gebrü­der Zim­mer­mann Ver­lag. Ein Heft­nach­druck wur­de ab 1957 ver­legt. Eine Neu­auf­la­ge und auch Fort­füh­rung erschien ab dem Jahr 1972 beim Pabel Moe­wig-Ver­lag, neben Scheer arbei­te­ten auch  Kurt MahrH. G. Fran­cis und Wil­liam Voltz an der Serie mit. Sie wur­de 1980 mit Erschei­nen des Ban­des 50 ein­ge­stellt.

Aus der Wiki­pe­dia:

ZBV gilt als Vor­läu­fer der Sci­ence-Fic­tion-Serie Per­ry Rho­dan, da sie deut­li­che Gemein­sam­kei­ten mit deren ers­ten Bän­den hat. Sche­ers Autor­schaft in der Rho­dan-Serie wird bei den Taschen­buch­aus­ga­ben des Pabel-Ver­la­ges auf deren Titel­sei­te auch beson­ders her­aus­ge­stellt. Eben­so wur­den zahl­rei­che iden­ti­sche Cha­rak­te­re, Hand­lungs­strän­ge und tech­ni­sche Ent­wick­lun­gen vor­weg­ge­nom­men. Dazu zählt bei­spiels­wei­se der Auf­bruch ins All mit Hil­fe außer­ir­di­scher Tech­nik. Auch gibt es in der ZBV-Serie bereits Aben­teu­er in der Ver­gan­gen­heit, in denen das sagen­um­wo­be­ne Atlan­tis exis­tiert.
[…]
Nach und nach ent­wi­ckelt sich die Serie von futu­ris­ti­schen Spio­na­ge-Geschich­ten, die ab dem Jahr 2002 spie­len, mehr und mehr zur Sci­ence-Fic­tion. Ab Band 8 wird nach der Ent­de­ckung von ver­ges­se­ner Tech­nik vom Mars auch gegen außer­ir­di­sche Gefah­ren gekämpft. Die Erde wird in der ZBV-Serie vor 187.000 Jah­ren von den Mars­be­woh­nern als Außen­stütz­punkt bewohnt, wel­che die Vor­fah­ren der Mensch­heit zu Hand­lan­gern her­an­zo­gen und schul­ten. Die Mensch­heit fin­det nach der ers­ten Ent­de­ckung auf dem Mond wei­te­re Tech­nik auf der Erde und dem Mars sowie den Hin­weis auf ihre Her­kunft. Der tech­ni­sche Fort­schritt schrei­tet mit Hil­fe der Mars-Tech­nik sehr schnell vor­an, was jedoch auch außer­ir­di­sche Mäch­te anlockt und für neue Gefah­ren sorgt.

Alle 50 Roma­ne lie­gen ab sofort als eBook vor, der Preis beträgt 2,99 pro Band. Im Moment erhält man die eBooks nur bei Rea­ders­pla­net, ich wür­de mich aber sehr wun­dern, wenn sie nicht in Kür­ze auch anders­wo zu kau­fen wären. Gerüch­ten zufol­ge soll es Band eins mit dem Titel ZUR BESONDEREN VERWENDUNG dem­nächst zum Anfüt­tern even­tu­ell kos­ten­los geben.

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Cover ZBV Copy­right VPM

Gerade entdeckt: A STUDY IN SILKS von Emma Jane Holloway

Cover A Study In Silks

A STUDY IN SILKS ist ein Steam­punk-Roman (der ers­te einer Rei­he) um die Aben­teu­er von Sher­lock Hol­mes´ Nich­te Eve­li­na Coo­per. Die Zusam­men­fas­sung des Ver­lags ist zumin­dest äußerst viel­ver­spre­chend:

Eve­li­na Coo­per, the nie­ce of the gre­at Sher­lock Hol­mes, is poi­sed to enjoy her first Sea­son in Lon­don Socie­ty. But there’s a mur­de­rer to deal with—not to men­ti­on miss­ing auto­ma­tons, a sorce­rer, and a tal­king mou­se.
In a Vic­to­ri­an era ruled by a coun­cil of ruthl­ess steam barons, mecha­ni­cal power is the real mon­arch and sorcery the demon ene­my of the Empire. Nevert­hel­ess, the most cove­ted wea­pon is magic that can run machines—something Eve­li­na has secret­ly mas­te­red. But rather than making her for­tu­ne, her spe­cial talents could mean death or an eter­ni­ty as a guest of Her Majesty’s secret labo­ra­to­ries. What’s a poli­te young lady to do but mind her man­ners and pray she’s never found out?
But then there’s that mur­der. As Sher­lock Holmes’s nie­ce, Eve­li­na should be able to find the ans­wers, but she has a lot to learn. And the first decis­i­on she has to make is whe­ther to trust the hand­so­me, cle­ver rake who makes her breath come fas­ter, or the dashing trick rider who would dare any­thing for her if she would only just ask.

A STUDY IN SILKS stammt von Emma Jane Hol­lo­way, ist bei Del Rey erschie­nen und liegt als Paper­back und als eBook vor. Der Preis bei Ama­zon für das Taschen­buch beträgt der­zeit ca. 5,70 Euro, für die Kind­le-Fas­sung wer­den gera­de mal EUR 4,25 fäl­lig.

Buch zwei ist eben­falls bereits erschei­nen, der drit­te Teil kommt erfreu­li­cher­wei­se schon im Dezem­ber. Wann soll ich das nur alles lesen?

A STUDY IN SILKS
Emma Jane Hol­lo­way
Steam­punk-Roman
24. Sep­tem­ber 2013
Taschen­buch und eBook
560 Sei­ten
Taschen­buch: EUR 5,70
eBook (Kind­le): EUR 4,25
ISBN (Taschen­buch): 978–0345537188
ASIN (eBook): B00C4BA48G
Del Rey

Cover­ab­bil­dung Copy­right Del Rey/​Random House

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Tolino bleibt elitär – Buchhandel ist raus

Tolino

Da hat­te sich die »Toli­no-Alli­anz« mit ihrer neu­en Rei­he von eRea­dern laut und deut­lich und mit viel Wer­be-Tam­tam als die groß­ar­ti­ge Alter­na­ti­ve zu Ama­zons Kind­le prä­sen­tiert. Das kam in der Buch­bran­che natür­lich gut an, denn die sieht den Onlin­ever­käu­fer aus den USA nicht zu Unrecht als den ganz gro­ßen Kon­kur­ren­ten und ver­passt kei­ne Gele­gen­heit, Ama­zon und Jeff Bezos als die Urbö­sen dar­zu­stel­len. Die Hoff­nung lag also auf dem Toli­no in sei­nen ver­schie­de­nen Inkar­na­tio­nen als eRea­der und neu­er­dings auch Tablet.

Doch nun muss der sta­tio­nä­re Buch­han­del fest­stel­len, dass man sich zu früh gefreut hat und die Toli­no-Alli­anz (bestehend aus den Schwer­ge­wich­ten Tha­lia, Welt­bild, Hugen­du­bel, Club Ber­tels­mann und Tele­kom) auch nicht bes­ser ist, denn die Gesprä­che, um die Toli­nos als die eRe­a­ding-Platt­form auch für den Buch­han­del abseits der Groß­kop­fer­ten Alli­anz­ler zu eta­blie­ren, sind geschei­tert.

Eine genann­te Begrün­dung lau­tet:

»wirt­schaft­lich nicht trag­fä­hig«

Das bedeu­tet: die von der Toli­no-Alli­anz ein­ge­räum­ten Kon­di­tio­nen waren zu schlecht für die Buch­händ­ler, die Mar­gen mise­ra­bel. Wo da jetzt die deut­li­che Ver­bes­se­rung gegen­über Ama­zon sein soll, erschließt sich mir ehr­lich gesagt über­haupt nicht. Ob nun der eine oder der ande­re Qua­si-Mono­po­list, sie wer­den immer die Vor­ga­ben dik­tie­ren. Angeb­lich sol­len das Toli­no-Impe­ri­um (passt viel bes­ser als »Alli­anz«) sogar gefor­dert haben, dass man neben ihrem Pro­dukt kei­ne ande­ren eRea­der ver­kau­fen darf. Unfass­bar.

Das Pro­blem ist aber erneut: der Buch­han­del hat wie­der ein­mal auf einen neu­en Mes­si­as gewar­tet und wie­der ein­mal hat sich der als Popanz her­aus gestellt. Die­se Blau­äu­gig­keit ist in ihrer Hilf­lo­sig­keit fast schon nied­lich. MVB und Bör­sen­ver­ein täten gut dar­an, zusam­men mit dem Buch­han­del end­lich ein eige­nes Sys­tem zu instal­lie­ren (das gerä­te­un­ab­hän­gig ist), statt sich dar­auf zu ver­las­sen, dass Drit­te das schon machen wer­den. Denn Drit­te wol­len auch nur so viel wie mög­lich ver­die­nen.

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Bild Toli­no Shi­ne von Wosch21149, aus der Wiki­pe­dia, CC BY, Bear­bei­tung von mir

Snapload: Bahnbrechendes Konzept – Plastikmüll zum eBook

Snapload-Cards

Zeit für die nächs­te Gesichts­pal­me:

Auf der Suche nach Metho­den, um eBooks auch im Buch­la­den ver­kau­fen zu kön­nen, ver­steigt sich die Bran­che in immer abstru­se­re Kon­zep­te. Zuletzt soll man eBooks nur dann im Laden kau­fen kön­nen, wenn man über einen ganz bestimm­ten eRea­der ver­fügt, jetzt will man völ­lig über­flüs­si­gen Plas­tik­müll erzeu­gen.

Eigent­lich wäre es doch so ein­fach: Im Prin­zip benö­tigt man kei­ne Wer­be­trä­ger für eBooks im Laden. War­um nicht? Offen­sicht­li­cher kann es kaum sein: die Wer­be­trä­ger für eBooks sind die Papier­bü­cher, die dort ohne­hin bereits in rau­hen Men­gen her­um ste­hen. Dazu ein paar Schil­der instal­liert: »Sie möch­ten die­ses Buch als eBook kau­fen? Wen­den Sie sich an unse­re Mit­ar­bei­ter«. Die dru­cken dann einen Bon mit einem Code aus – das Kon­zept funk­tio­niert bei Pre-Paid-Kar­ten seit Jah­ren tadel­los -, den gibt man dann zu Hau­se ein und lädt das Buch auf den eRea­der. Opti­ma­ler­wei­se kann man den Code in WLAN-taug­li­chen Lese­ge­rä­ten direkt ein­ge­ben und das Buch her­un­ter laden.

Will man so etwas ver­schen­ken, druckt die Buch­hand­lung nach dem Kauf eine ver­klei­ner­te Ver­si­on des Covers aus, dar­auf der Code, und klebt das in eine Geburts­tags­kar­te, die man auf die­sem Wege gleich mit ver­kau­fen kann. Alle sind glück­lich. Es könn­te so ein­fach sein. Doch in der Buch­bran­che ist offen­sicht­lich nichts ein­fach.

eReader-Facepalm

Denn tat­säch­lich beharrt man dar­auf, dass eBooks im Laden »prä­sen­tiert« wer­den müs­sen. Zum einen erschließt sich mir nicht mal ansatz­wei­se, war­um man die ohne­hin aus­ge­stell­ten Bücher in elek­tro­ni­scher Form noch­mal aus­stel­len muss. Zum ande­ren bestehen die soge­nann­ten »Snap­Cards« nicht etwa umwelt­freund­lich aus recy­cel­tem Papier, son­dern aus – man fasst es nicht! – Plas­tik­kar­ten, in der Art von Gut­ha­ben­kar­ten für iTu­nes und Co. Ist es denn wirk­lich nötig, auf die­sem Wege noch mehr völ­lig über­flüs­si­gen Plas­tik­müll zu erzeu­gen? Hat es sich noch nicht bis zu den Sna­pload-Betrei­bern her­um gespro­chen, dass Res­sour­cen begrenzt sind und Müll­ver­mei­dung ange­sagt? Offen­bar nicht, statt­des­sen schrei­ben sie Codes für eine vir­tu­el­le Ware auf Plas­tik­kar­ten, die kei­ner­lei ande­ren Zweck erfül­len und danach weg­ge­wor­fen wer­den. Eine gigan­ti­sche, umwelt­feind­li­che Saue­rei!

Hin­zu kommt, dass bei allen vor­ge­stell­ten Kon­zep­ten noch jemand mit­ver­die­nen möch­te, sei­en es Umbreit, Epi­du oder in die­sem Fall Sna­pload. War­um wird nicht eine anbie­ter­un­ab­hän­gi­ge Struk­tur bereit gestellt, um allen Buch­händ­lern eine ein­fa­che Lösung wie den Kas­sen­bon­aus­druck (der sich als Code­aus­druck auch außer­halb von Kas­sen­sys­te­men ein­fach rea­li­sie­ren lie­ße, wenn die Ein­bin­dung für klei­ne­re Buch­hand­lun­gen zu auf­wen­dig ist – es reicht im Prin­zip ein pass­wort­ge­schütz­ter Inter­net­zu­gang zu einem Code­ser­ver) bereit­zu­stel­len? Statt gesun­dem Men­schen­ver­stand setzt man auf Müll­erzeu­gung. Unfass­bar …

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Pro­mo­fo­to Sna­pload-Cards Coyp­right sna­pload GmbH, Illus­tra­ti­on: eRea­der von mir, Face­palm von Fabio Ven­ni auf flickr, CC BY-SA

Die öffentlichen Bibliotheken und die (fehlenden) eBooks

Bibliothek

Öffent­li­che Biblio­the­ken sind eine fei­ne Sache – und das nicht erst seit ges­tern. Sie ermög­li­chen finanz­schwa­chen Bür­gern (bei­spiels­wei­se Arbeits­lo­sen oder Kin­dern) kul­tu­rel­le Teil­ha­be und Bil­dung. Sie ermög­li­chen es zudem, Bücher test­zu­le­sen, die man ansons­ten mög­li­cher­wei­se nie erwor­ben hät­te. Halt! Ist letz­te­res nicht etwas ganz ähn­li­ches wie Sei­ten, die eBooks kos­ten­los anbie­ten? Nicht? Nur weil man die Bücher der Biblio­thek wie­der zurück­ge­ben muss? Na gut, dar­über kann man dis­ku­tie­ren, aber manch einer scheint Biblio­the­ken in die­sel­be Kate­go­rie ein­zu­ord­nen wie Tausch­bör­sen..

Denn: Etli­chen Ver­la­gen sind die Onlei­hen der öffent­li­chen Büche­rei­en ein Dorn im Auge. Sie über­zie­hen die Anbie­ter mit uner­füll­ba­ren Lizenz­for­de­run­gen oder ver­bie­ten eine Nut­zung ihrer Wer­ke in den Büche­rei­en gleich voll­stän­dig.

Mit wel­cher inhalt­li­chen Begrün­dung wür­de mich aller­dings wirk­lich mal inter­es­sie­ren, denn inhalt­lich unter­schei­den sich Bücher nicht von eBook. In der Nut­zungs­form natür­lich schon, denn bei einem Buch erwirbt man die­ses (aber kei­ne Rech­te am Inhalt), bei einem eBook erwirbt man aus­schließ­lich eine Nut­zungs­li­zenz, die theo­re­tisch jeder­zeit wie­der ent­zo­gen wer­den kann (und das auch tat­säch­lich wird, wie jeder weiß, der nach Jah­ren noch­mal ver­sucht hat, esei­ne eBooks bei bestimm­ten Anbie­tern abseits von Ama­zon her­un­ter zu laden. Prüft mal die Nut­zungs­be­din­gun­gen eures eBook-Anbie­ters, wie lan­ge die Bücher dort für euch zum erneu­ten Down­load bereit gestellt wer­den). Den­noch: die Ein­rich­tun­gen stel­len nach mei­nem Wis­sen sicher, dass immer nur ein Leser das eBook aus­leiht (auch wenn sich das aus tech­ni­scher Sicht kaf­ka­esk und mit­tel­al­ter­lich aus­nimmt).

Das Unter­bin­den der Nut­zung von eBooks in Biblio­the­ken durch die Ver­la­ge ist in mei­nen Augen ein uner­träg­li­ches, kul­tur­feind­li­ches und aso­zia­les Unding. Ins­be­son­de­re, da die­se Ver­la­ge sich immer wie­der gern mal als Schüt­zer der Kul­tur und des Urhe­ber­rech­tes gerie­ren und immer wie­der gen Ama­zon als »das Urbö­se« wet­tern. Ich kann an der­Wei­ge­rung, eBooks für die öffent­li­chen Büche­rei­en bereit zu stel­len, nichts Kul­tur­schüt­zen­des sehen und wenn man nach »den Bösen« der Bran­che suchen möch­te, soll­te man mal bei die­sen Ver­la­gen nach­se­hen. Mich wür­de zudem wirk­lich inter­es­sie­ren, wie der Bör­sen­ver­ein sich in die­ser Cau­sa posi­tio­niert.

Bild: San Die­go City Col­lege Lea­ring Recour­ce City, von Joe Craw­ford, aus der Wiki­pe­dia, CC BY

Neu bei Acabus: CHRONIKEN VON CHAOS UND ORD­NUNG – THORN GANDIR

Cover Thorn Gandir

Soeben ist bei Aca­bus der ers­te Band der Soeben ist bei Aca­bus der ers­te Band der CHRONIKEN VON CHAOS UND ORDNUNG erschie­nen. Er wur­de von J.H. Praßl ver­fasst und trägt den Titel THORN GANDIR. Hin­ter dem Namen J.H. Praßl ver­birgt sich das öster­rei­chi­sche Autoren­ehe­paar Judith und Heinz Praßl. Zusam­men schrei­ben sie bereits seit Jah­ren an dem Fan­ta­sy-Epos.

Ama­lea im Jah­re 340 nGF, fünf­hun­dert und sech­zig Jah­re nach dem Höhe­punkt der Cha­os­herr­schaft:
»Die Zeit der Dun­kel­heit ist vor­über. Die Völ­ker Ama­leas sind im Begriff, die Welt von den letz­ten Cha­o­san­hän­gern zu befrei­en und den Göt­tern der Ord­nung zu neu­er Macht zu ver­hel­fen …«
Thorn Gan­dir, Wald­läu­fer und Krie­ger, ver­liert wäh­rend der Skla­ven­auf­stän­de im Ein­satz für den Senats­vor­sit­zen­den Anto­ni­us Vir­gil Testace­us alles, was je Bedeu­tung für ihn hat­te. Trotz­dem lässt er sich dazu hin­rei­ßen, für sei­nen macht­hung­ri­gen Mäzen Vali­ans Zep­ter zu fin­den, das Gerüch­ten zufol­ge von einem mäch­ti­gen Feind des Impe­ri­ums ent­wen­det wur­de. Beglei­tet von der Söld­ne­rin Cha­ra Vio­la Lukul­lus, dem Kriegs­pries­ter Telos Malakin und dem Bar­ba­ren Bargh Bar­row­søn macht er sich auf die gefähr­li­che Rei­se durch die aschra­ni­sche Wüs­te. Doch Thorn kann sich nicht sicher sein, wer Freund oder Feind ist … und wel­che Rol­le er selbst dabei spielt, denn das Cha­os ist gera­de erst dabei, aus dem Ver­bor­ge­nen ans Licht zu tre­ten.

Zwer­ge und Elfen, Orks, Ken­tau­ren, Tha­nata­nen, Kil­ra­thi, Men­schen … Göt­ter und Dämo­nen bele­ben die fan­tas­ti­sche Welt Ama­lea. Aus­ge­hend vom römisch antik anmu­ten­den Valia­ni­schen Impe­ri­um decken Thorn und sei­ne Mit­strei­ter nach und nach das ver­lo­re­ne Wis­sen um die Alte Welt auf. Wäh­rend die Mäch­te des Cha­os und der Ord­nung um die Vor­herr­schaft rin­gen, ste­hen die Hel­den die­ser Geschich­te einer uralten fins­te­ren Macht gegen­über. Um Ama­lea vor dem Unter­gang zu bewah­ren, müs­sen sie die Gren­zen der bekann­ten Welt über­schrei­ten. Dabei wan­deln sie auf dem schma­len Grat zwi­schen Gut und Böse.

Die Zukunft Ama­leas hängt von ihrer Ent­schei­dung ab – Cha­os oder Ord­nung?

Der Roman ist ges­tern bei Aca­bus erschie­nen, er liegt als Buch und eBook vor, letz­te­res in den For­ma­ten PDF und ePub. Der Preis für die Print­ver­i­on beträgt 16,90 Euro, der für die eBook-Fas­sung erfreu­lich nied­ri­ge 5,99 Euro.

THORN GANDIR – AUFBRUCH
CHRONIKEN VON CHAOS UND ORDNUNG Band 1
J.H. Praßl
Fan­ta­sy-Roman
Paper­back und eBook
13,8 x 21 cm
Buch: ISBN 978–3‑86282–210‑2
PDF-ebook: ISBN 978–3‑86282–211‑9
Epub-ebook: 978–3‑86282–212‑6
Buch-VP: 16,90 EUR
ebook-VP: 5,99 EUR
Aca­bus-Ver­lag

Cover Copy­right Aca­bus-Ver­lag

[aartikel]3862822109[/aartikel]

3862822109

Erschienen: Hugh Walkers DORF DES GRAUENS

Cover "Dorf des Grauens"

Aus der Rei­he der Neu­auf­la­gen von Hugh Wal­ker-Roma­nen ist bei EMMERICH Books & Media soeben Band zwei erschie­nen. Er trägt den Titel DORF DES GRAUENS.

Frank Urban ver­schlägt es in ein Dorf, das auf kei­ner Kar­te ver­zeich­net ist. Ent­setzt erkennt er, dass die Bewoh­ner unter einem rät­sel­haf­ten Bann zu ste­hen schei­nen. Urbans Tele­fo­na­te nach ‘drau­ßen’ wer­den unter­bro­chen, sein Auto springt nicht mehr an und sein ver­zwei­fel­ter Ver­such, von die­sem unheim­li­chen Ort zu ent­kom­men, miss­lingt unter mys­te­riö­sen Umstän­den …

Das beklem­men­de Gefühl, beob­ach­tet zu wer­den, lässt ihn auch dann nicht los, als die Dorf­be­woh­ner aus ihrer Star­re erwa­chen. Eine unbe­kann­te Macht in den umlie­gen­den Wäl­dern ver­än­dert die Men­schen in beun­ru­hi­gen­der Wei­se. Frank Urban ahnt nicht, dass sich das wah­re Grau­en erst noch offen­ba­ren wird!

In DORF DES GRAUENS wer­den erst­mals die zwei Ein­zel­ro­ma­ne IM WALD DER VERDAMMTEN und KREATUREN DER FINSTERNIS, 1978 als VAMPIR HOR­ROR-Roman 261 & 262 beim Erich-Pabel-Ver­lag erschie­nen, zu einem Buch zusam­men­ge­fasst. Zusätz­lich fin­det der Leser die Kurz­ge­schich­te GE-FANGGEN aus dem Jahr 1996, the­ma­tisch mit dem Roman ver­wo­ben, und eine um die fani­schen Publi­ka­tio­nen Hugh Wal­kers erwei­ter­te Bio­gra­fie. Das Vor­wort ver­fass­te der Her­aus­ge­ber Peter Emme­rich, das Titel­bild und Cover­lay­out ist von Bea­te Roc­holz und den Text­satz erstell­te Jörg Schukys.

Das eBook ist ab sofort zu 4,95€ als Kind­le-Ver­si­on bei Ama­zon (http://​www​.ama​zon​.de/​g​p​/​p​r​o​d​u​c​t​/​B​0​0​G​1​R​F​F​2E/) erhält­lich; das Taschen­buch mit 268 Sei­ten wird ab Ende Okto­ber zum Preis von 12,95€ eben­falls bei Ama­zon oder direkt beim Ver­lag erhält­lich sein. Bis zum 25. Okto­ber kann die Print­aus­ga­be zu einem Sub­skrip­ti­ons­preis von 11,50€ bei EMMERICH Books & Media vor­be­stellt wer­den.

Eine aus­führ­li­che Lese­pro­be steht eben­falls zur Ver­fü­gung.

Cover­ab­bil­dung DORF DES GRAUENS Copy­right EMMERICH Books & Media

[aartikel]B00G1RFF2E[/aartikel]

Heute erschienen: DER GOTTBETTLER von Michael Marcus Thurner

Cover Der Gottbettler

Bei Blan­va­let ist soeben der »düs­te­re Fan­ta­sy-Roman« DER GOTTBETTLER aus der elek­tri­schen Feder von PERRY RHO­DAN-Autor Micha­el Mar­cus Thur­ner erschie­nen.

Klap­pen­text:

Er über­zieht die Welt mit Krieg, um ihr den Frie­den zu brin­gen
Wäh­rend die kräu­ter­kun­di­ge Ter­ca jeden Tag erneut einen Grund braucht, sich nicht umzu­brin­gen, sucht der Krie­ger Rudy­nar Pole das Ver­ges­sen im Alko­hol. Doch der jun­ge Magi­er Pir­men benö­tigt sie bei­de. Denn nur mit ihrer Hil­fe kann er die schreck­li­che Hor­de des Gott­bett­lers auf­hal­ten, die eine Stadt nach der ande­ren erobert und kurz davor ist, die gan­ze Welt zu beherr­schen. Pir­men weiß, dass die­se Auf­ga­be eigent­lich unmög­lich zu erfül­len ist. Aber nur wenn er Erfolg hat, kann er viel­leicht auch sei­ne eige­nen Dämo­nen über­win­den.
Düs­ter, hart und sehr rea­lis­tisch.

DER GOTTBETTLER liegt als Bro­schur-Paper­back mit einer Dicke von 512 Sei­ten und als eBook (ePub, Kind­le) vor. Der Preis für die Print­aus­ga­be beträgt 14 Euro, für die Elek­tro­buch-Fas­sung wer­den EUR 10,99 fäl­lig.

DER GOTTBETTLER
Micha­el Mar­cus Thur­ner
Fan­ta­sy-Roman
21. Okto­ber 2013
Bro­schur-Paper­back
Buch, 514 Sei­ten, EUR 14,00
eBook, EUR 10,99
ISBN (Print): 978–3‑442–26942‑6
ISBN eBook (ePub): 978–3‑641–10955‑4
ASIN (Kind­le): B00EGJSL1Q
Blan­va­let

Cover Copy­right Blan­va­let

[aartikel]B00EGJSL1Q[/aartikel][aartikel]3442269423[/aartikel]

Crowdfunding geht in Deutschland also doch! Printausgabe von EIS UND DAMPF finanziert

Promografik Eis und Dampf

Crowd­fun­ding ist in Deutsch­land lei­der noch nicht so recht ange­kom­men. Dass man aber mit Pro­jek­ten doch erfolg­reich sein kann, zeigt die Tat­sa­che, dass heu­te bei der Start­next-Finan­zie­rung für die Steam­punk-Antho­lo­gie EIS UND DAMPF, die bei Feder & Schwert erschei­nen wird, das Stretch­goal »Buch­aus­ga­be« erreicht wur­de. Zunächst war nur ange­strebt, dass es eine eBook-Ver­si­on geben soll­te, heu­te Mit­tag wur­de jedoch der Betrag über­schrit­ten, bei des­sen Errei­chen auch eine Print­ver­si­on pro­du­ziert wird.

Mei­nes Wis­sens nach ist das das ers­te erfolg­rei­che Crowd­fun­ding eines Buch­pro­jekts im Phan­tas­tik-Bereich in Deutsch­land (soweit ich weiß, gab es erfolg­rei­che Fun­dings für Sach­bü­cher, aber kei­ne bei phan­tas­ti­scher Bel­le­tris­tik).

Der Dank hat hier ganz klar der »Crowd« zu gel­ten, also den Fans, die an das Pro­jekt geglaubt haben und es durch ihre Bei­trä­ge ermög­lich­ten!

Es steht zu hof­fen, dass dies eine Art Initi­al­zün­dung war, die ech­tes Crowd­fun­ding (und nicht sol­che zer­stü­ckel­ten Fran­ken­stein-Ver­sio­nen wie die von »100 Fans«) end­lich einer grö­ße­ren Zahl von Men­schen in Deutsch­land bekannt macht.

Pro­mo­gra­fik EIS & DAMPF Copy­right Feder & Schwert

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