Nunmehr im dritten Jahr vergibt die Phantastische Akademie e. V. in Kooperation mit den Stadtwerken Leipzig und der Leipziger Buchmesse den Förderpreis für Phantastische Literatur – SERAPH.
Für die bevorstehende Preisverleihung zur Leipziger Buchmesse haben über 40 Verlage aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ihre Titel eingesendet. In der Kategorie »Bestes Buch« haben es in diesem Jahr zwölf Titel und in der Kategorie »Bestes Debüt« sieben Titel auf die Longlist geschafft.
Bis Mitte Februar wird nun eine 14-köpfige Expertenjury die Shortlists aus beiden erarbeiten. Aus diesen ergeben sich schließlich die Sieger in beiden Kategorien, die am 13.03.2014 im Rahmen der Leipziger Buchmesse gekürt werden.
Longlist des SERAPH 2014
»Bestes Debüt«
Calie, Edie: 3 a.m. (Edition Roter Drache)
Eliott, Dana S.: Taberna Libraria – Die magische Schriftrolle (DroemerKnaur)
Hartwell, Katharina: Das Fremde Meer (Berlin Verlag)
Meister, Tara C.: Siran – Die Königskinder (BVK Buch Verlag)
Röder, Alexander: Der Mönch in Weimar (Feder&Schwert)
Springorum, Björn: Herbstbringer (Baumhaus)
van Org, Luci: Frau Hölle – Ragnarök‘ Deine Mudda! (Ubooks)
»Bestes Buch«
Corvus, Robert: Feind – Die Schattenherren Bd. 1 (Piper)
Fink, Torsten: Der Prinz der Skorpione – Der Schattenprinz Bd. 3 (Blanvalet)
Gläser, Mechthild: Nacht aus Rauch und Nebel (Loewe)
Honisch, Ju: Schwingen aus Stein (Feder&Schwert)
Jeltsch, Christian/Kraemer, Olaf: Abaton 3 – Im Bann der Freiheit (mixtvision Verlag)
Marzi, Christoph: Die wundersame Geschichte der Faye Archer (Heyne)
Meißner, Tobias O.: Klingenfieber (Piper)
Plaschka, Oliver: Das Licht hinter den Wolken (Klett-Cotta)
Simon, Cordula: Ostrov Mogila (Picus Verlag)
Simon, Stefanie: Feuer der Götter (DroemerKnaur)
Winter, Maja: Die Säulen der Macht (Blanvalet)
Winterfeld, Daniela: Der geheime Name (DroemerKnaur)
Michael Stühr ist der Geschäftsführer von MarkStein, die bringen unter dem Namen Tango verschieden Lösungen für Satz und eBook-Erstellung auf den Markt. Im Tango-Publishing-Blog sowie zweitverwertet im Buchreport-Blog schwadroniert der darüber, dass eBooks uuuuunbedingt ein Qualitätssiegel benötigen.
Fällt erst einmal positiv auf, dass er auch bei den Verlagen ein deutliches Abnehmen der Qualität erkennt, werden seine Ausführungen danach eher abstrus. Da wird doch tatsächlich gefordert, dass es irgendwelche wie auch immer gearteten Dienstleister geben muss, die eBooks (und nur eBooks) darauf überprüfen, ob sie qualitativ okay sind:
Zu beurteilen wäre die Form (Cover, Inhaltsverzeichnis, Register), das sachliche Lektorat und selbstverständlich Rechtschreibung und Nutzbarkeit (Querverweise, Links etc.).
Ein solches Gütesiegel muss ja nicht kostenfrei abgegeben werden, der Aufwand sollte schon vergütet werden. Die Leser sollten von jedem Verlag oder Self-Publisher einfordern, dass er seine digitalen Werke prüfen lässt, um sicherzustellen, dass bestimmte Qualitätsstandards eingehalten wurden.
Man sollte sich den Artikel mal durchlesen, um zu verstehen, wovon er da redet. Also: nicht nur Selfpublisher, sondern auch Verlage sollen gegen teuer Geld ihre Produkte auf Qualität prüfen lassen, weil nur dann der Kunde Qualität bekommt? Das ist ja eine großartige Idee! Pure Geldmacherei, denn wie wird sicher gestellt, dass die Inquisitoren ihre Arbeit gut machen? Wie bekloppt müsste ich sein, einem solchen Dienstleister ein Buch einzureichen, der sackt meine Kohle ab und weist das Buch dann zurück – aus welchen Gründen auch immer? Woher weiß ich, wie kompetent der Dienstleister ist? Was, wenn da ein von sich selbst überzeugter kulturchauvinistischer Anspruchsmutant mit Orthografie-Fetisch sitzt, der alles ablehnt, was nicht aus literarisch wertvollen, aber leider stinklangweiligen Schachtelsätzen besteht?
Warum sollten wir uns die gerade entstehende Freiheit des Publizierens mit Abschaffung der alten Torwächter in den Verlagen, die gerade in den letzten Jahren nur noch das verlegen, was sich auch »drehen« lässt, durch die Hintertür in ganz ähnlicher Form wieder einführen? Ja, es ist nicht ganz einfach, sich durch den Wust an Bullshit zu wühlen, der im Bereich Selfpublishing, aber genauso von den Publikumsverlagen veröffentlicht wird. Aber das gilt für zahllose andere Bereiche des Lebens ganz genauso und ohne ein wenig Eigeninitiative bei der Suche wird man möglicherweise prima Lesestoff verpassen, insbesondere, wenn man sich ausschließlich auf angeblich »professionelle« Veröffentlichungen verlässt. Dumm gelaufen. Selbst schuld.
Und vor allem: Warum bezieht er das nur aufs eBook? Hat er noch nichts von CreateSpace oder Print On Demand gehört? Ist ihm nicht klar, dass die von ihm bemängelten Qualitätsverluste bei den »professionellen« Verlagen sich nicht aufs eBook beschränken, sondern selbstverständlich auch im Printbuch zu finden sind? Kann ich mir nicht vorstellen, aber warum reitet er so ausdauernd ausschließlich auf dem Elektrobuch herum?
Es ist ihm zudem offensichtlich entgangen, dass sich mit Qindie bereits ein Gütesiegel zumindest für Selfpublisher etabliert hat, in dem Autoren darüber entscheiden, ob die Qualität von Werken stimmt, statt irgendeiner übergeordneten Inquisition, die ein Interesse daran hat, Bücher abzulehnen, damit diese immer und immer wieder eingereicht werden müssen, und man prima Kohle abseihen kann. Oder die – da verlagsnah – Verlagsbücher durchwinken und solche von Indie-Autoren blockieren; und es soll mir keiner erzählen, dass es nicht so kommen würde.
Und dann folgt ein zwingendes Qualitätssiegel dem nächsten und irgendwann musst Du so viele davon auf Deinem Cover kleben haben, dass man das Titelbild nicht mehr sieht.
Und tatsächlich gibt es kaum etwas überflüssigeres als solche erzwungenen »Qualitätssicherungsdienstleistungen«. Man kann sich als Indie freiwillig an Lektoren und Korrektoren wenden, muss es aber nicht. Verlage könnten Lektoren und Übersetzern angemessene Gehälter zahlen, um die Qualität zu verbessern, müssen es aber nicht (und viele tun es auch nicht mehr). Um herauszufinden, ob ein Buch lesenswert ist – und das völlig unabhängig, ob es sich um ein Verlagsbuch oder ein selbstverlegtes, um Print oder eBook handelt – braucht man keine kostenpflichtige Dienstleistung. Man kann sich gerade in Zeiten des Internets zahlloser Quellen bedienen, um heraus zu finden, ob man ein Buch wirklich lesen möchte und ob es handwerklich gut ist: Leseproben, Besprechungen, Empfehlungen in sozialen Medien oder durch unabhängige Gruppen wie Qindie (völlig kostenlos) und ähnliche – und was weiß ich nicht noch mehr.
Man kann den Selfpublishern nur eine Warnung aussprechen: lasst euch von solchen Bauernfängern nicht beeindrucken, die behaupten, Bücher wären nur dann gut, wenn sie ein völlig überflüssiges aber teuer bezahltes Qualitätssiegel aufweisen. Und: auch mit der Qualität von Verlagsbüchern steht es leider allzu oft und immer öfter nicht zum Besten.
Deswegen weiter oben schon mal mein völlig kostenloses und frei verwendbares Qualitätssiegel für Indie-Autoren: garantiert verlagsfrei!
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Qualitätssiegel von Stefan Holzhauer CC‑0, eReader-Faceplam: eReader von Stefan Holzhauer, Facepalm von Fabio Venni auf flickr, CC BY-SA
Noch ein Tipp zur Weihnachtszeit: vermutlich werden auch in diesem Jahr bei Vielen eReader oder Tablets unter dem Baum liegen. Zum Ausprobieren kann man natürlich bei einem der einschlägigen Onlineanbieter was erwerben, aber es gibt auch noch andere Wege, legal an Lesestoff zu kommen.
Feedbooks ist ein französischer Anbieter, dessen Webseite allerdings auch in Englisch und Deutsch vorliegt (auch wenn man bei letzterem bisweilen ulkige Übersetzungspatzer findet). Der Clou: neben kommerziellen eBook-Angeboten findet man hier zum einen auch Public Domain ohne Ende und zum anderen werden kostenlose Elektrobücher angeboten.
Die Aufmachung der Webseite ist angenehm übersichtlich und einfach, auch die Navigationspunkte nach Genres und anderen Kriterien links sorgen für eine angenehme Navigation und Handhabung der Seite.
Und jetzt noch der Knüller: Bei manchen kommerziellen eBooks in englischer Sprache ist Feedbooks sogar noch günstiger als Platzhirsch Amazon. Ein Beispiel gefällig? Bitte: John Scalzis REDSHIRTS – das deutsche Shops in Englisch meist gar nicht anboten, und wenn, dann völlig überteuert – kostet bei Amazon 6,49 Euro. Das wäre schon ein guter Preis, aber Feedbooks sagt dafür gerade mal 5,49 Euro an, also einen sagenhaften Euro preiswerter!
Wer also Futter für den neuen eReader oder das Tablet sucht, der sollte ruhig mal bei Feedbooks vorbei surfen. Die bieten übrigens auch Webseitevarianten für mobile Geräte an, so dass man direkt vom Mobiltelefon dort einkaufen und gleich darauf lesen kann. Einziger Nachteil: zahlen kann man ausschließlich via Kreditkarte, PayPal und Co sind nicht vorgesehen.
Übrigens kann man via Feedbooks auch eBooks veröffentlichen, damit werde ich mich demnächst auch mal beschäftigen.
[Sponsored Post] Mit APOCALYPSIS III erscheint bei Bastei Lübbe soeben die dritte Staffel des Serienromans, der in Form einer App, speziell auf digitale Endgeräte abgestimmt ist. Audiovisuelle Elemente, Texte sowie Illustrationen verschmelzen damit zu einem Leseerlebnis. Der Verlag schreibt dazu:
Man befindet sich ständig im Zentrum des Geschehens und fühlt sich den Ereignissen extrem nah. Mario Giordano hat es geschafft einen packenden Endzeitthriller zu schaffen, der durch seine multimediale Erscheinungsform das Leseerlebnis noch einmal intensiviert.
Auch die dritte Staffel der Bestseller-Serie um die Hauptfigur Peter Adam geht packend weiter. Papst Johannes Paul III. ist zurückgetreten und spurlos verschwunden. Der Collegeprofessor Peter Adam verliert seine Frau sowie seine kleine Tochter Maya bei einem Flugzeugabsturz. Sein Bruder Nikolas eröffnet ihm, dass ihr Tod im Zusammenhang mit den Aktivitäten eines okkulten Ordens stehe. Peter stößt bei seinen Nachforschungen auf einen mysteriösen Orden, der sich dem Weltuntergang verschrieben hat. Dabei ahnt er nicht welche Bedeutung er für den Orden hat. Als selbst der neue Papst, Petrus II., von Dämonen besessen ist, scheinen Peters rätselhafte Tätowierungen die letzte Hoffnung gegen die drohende Apokalypse zu sein. Kann er das Ende der Welt noch aufhalten?
Aus den guten, alten Tagen, als es Bücher ausschließlich in Totholzform gab, kennt man von den deutschen Verlagen den Trick der wundersamen Geldvermehrung, eine Magie auf die selbst Zauberlehrlinge wie Potter nur neidisch blicken können. Man nehme ein englisches Original, behaupte, dass es übersetzt am Stück viel zu dick werden würde und mache zwei Bücher daraus – die man dann natürlich jeweils zum vollen Preis verkaufen kann. Abracadabra! Bing! Kohle aus dem Nichts. Quasi so etwas wie der Stein der Weisen.
Knaur überträgt das Konzept jetzt »gekonnt« und völlig unauffällig auf´s eBook, und das sogar ohne Übersetzungsausrede: Der neue Roman jenes Autorenehepaares, das unter Iny Lorentz schreibt, trägt den Titel DIE WANDERAPOTHEKERIN und erscheint als »eBook-Serial«. Zwischen dem 31. Januar und dem 18 Februar wird es den Roman häppchenweise in sechs Teilen geben, jeder davon kostet 2,49 Euro (den »Prolog« gibt´s zum Anfixen für lau). Das Gesamtwerk kommt damit auf für ein eBook recht üppige 14,94 Euro. Und jetzt noch der Knaller: Die Gesamtausgabe wird am 28 Februar auf den Markt geworfen – jetzt würde jeder normale Mensch wohl annehmen, diese sei preiswerter als die Einzelstücke, aber dem ist mitnichten so, denn dessen Preis beträgt 14,99 Euro. Grandiose Idee: Immer wieder wird in letzter Zeit propagiert, was der Kunde für eBooks zu zahlen bereit ist. Statt das aber endlich mal anzuerkennen, verkauft man eBook häppchenweise, aber insgesamt dennoch immer noch hoffnungslos überteuert. Das ist keine Innovation, das ist Idiotie.
Man kanns ja mal versuchen, die Pseudo-Historien auf diesem Weg unter das lesende Volks zu bringen, ob diese Art der Geldschneiderei aber das eBook oder die Verlags- und Buchhandelslandschaft in Deutschland weiter bringen wird, wage ich stark zu bezweifeln … Vermutlich hält man sich im Verlag noch für besonders menschenfreundlich, weil für das Hardcover 25 Euro zu berappen gewesen wären. Ist der nächste zu erwartende logische Schritt, die Seiten einzeln zu verkaufen? Ich hab schon wieder Griffspuren im Gesicht vom intensiven an den Kopf fassen.
Demnächst dann im selben Stil vermutlich noch die Wanderastrologin, die Wanderfischerin, die Wanderpäpstin, die Wanderniere, die Wanderdüne und die Wanderwanderin …
Ergänzung: Ja, ich weiß. Andere machen das ganz ähnlich, aber ich sehe einen deutlichen Unterschied zwischen Reihen, die an den Stil und Umfang einer Heftromanserie bzw. deren Hefte angelehnt sind, und dem Versuch, einen offensichtlichen Roman scheibchenweise an den Leser zu bringen, weil man ihn dann vermeintlich teurer machen kann.
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Cover WANDERAPOTHEKERIN Teil eins Copyright Knaur
Im Buchreport wird aktuell Pierre Vroomen interviewt, der steht hinter dem niederländischen Anbieter Mijnbestseller.nl und möchte in Deutschland mit meinbestseller.de eine ähnliche Plattform etablieren. In diesem Interview nimmt er den Mund ziemlich voll und erläutert in blumigen Worten, warum man besser ist als Amazon. In meinen Augen ist das meiste leider Marketinggeschwurbel und stellt keine wirkliche Verbesserung zum Konkurrenten dar. Preislich sogar ganz im Gegenteil.
Beispielsweise sagt er:
Das Angebot der Selfpublishing-Konkurrenz ist inzwischen interessanter als das von Amazon. Zwar kann man bei Amazon auf die gesamte Wertschöpfungskette zurückgreifen, aber dafür ist der Selfpublishung-Bereich (sic!) in zwei Marken gesplittet: Bei Kindle Direct Publishing kann man nur E‑Books veröffentlichen, bei CreateSpace gedruckte Bücher. Das ist für den Verbraucher kaum zu durchschauen und aus Marketingsicht nicht optimal.
Wie jetzt? Kinde Direct Publishing ist eine Amazon-Tool-Plattform auf der man seine eBooks hochladen und nach Parametrisierung veröffentlichen kann. Erwerben können die Leser diese dann über Amazon. CreateSpace ist eine Tochterfirma, die sich eben auf Printbücher spezialisiert hat. Beide Produkte können über Amazon erworben werden. Das kann jeder durchschauen, dessen Tageslektüre aus mehr als der Cornflakespackung und der Bildzeitung besteht. Warum das aus »Marketingsicht nicht optimal« sein soll, erschließt sich mir nicht, denn beide Versionen sind bei Amazon verknüpft. Man kann doch Werbung dafür machen und auf den Anbieter verlinken?
Zudem vertreibt Amazon nur über die eigenen Kanäle und bietet Autoren nicht unmittelbar die Möglichkeit, breiter im Markt präsent zu sein.
Das ist bei eBooks korrekt, bei Printbüchern allerdings falsch, da auch noch die Option »Expanded Distribution« existiert. In Deutschland kann man CreateSpace-Bücher jedoch leider nicht über den Buchhandel beziehen, das ist korrekt, aber das ist ein Problem, das hauptsächlich durch eben diesen Buchhandel entsteht, nicht durch den Anbieter. Davon abgesehen macht Amazon den Bärenanteil des online-Buchverkaufs in Deutschland aus. Den meisten dürfte das »breit« genug sein.
… die schwerfällige Covergestaltung
Was? Variante eins (Printbuch): Man erstellt ein PDF, lädt es hoch und fertig. Variante zwei: man nutzt den Coverdesigner. Beim eBook: Man erstellt eine Grafikdatei, lädt sie hoch und fertig. Was ist daran »schwerfällig«?
Auch ist der Autor nicht vertragsgebunden und kann sich jederzeit entscheiden, zu einem Verlag zu wechseln, wenn er den Eindruck hat, dort besser bedient zu werden oder mehr zu verdienen.
Bei Amazon ist der Autor ebenfalls nicht vertragsgebunden, demnach kein Unterschied zum Kokurrenzanbieter. Dieser Vorteil ist meiner Meinung nach reine Augenwischerei.
Doch machen wir mal die Probe aufs Exempel. Ich habe ein Taschenbuch in den Rechner auf meinbestseller.de eingegeben, das im Umfang GESCHICHTEN AUS DEM ÆTHER entspricht. Will ich dieses Buch nur für mich selbst bestelltbar machen, enstehen Kosten in Höhe von 11,52 Euro zuzüglich Versand. Bei CreateSpace erhalte ich dieses Buch für unter fünf Euro inklusive Expedited-Versand (innherhalb von sieben Tagen nach Druck) aus den USA. Ich muss allerdings, damit sich das lohnt mindestens zehn Stück bestellen. Wie rechtfertigt sich ein Preis, der mehr als doppelt so hoch ist? Ich habe inzwischen im europäischen Ausland eine Druckerei gefunden, die druckt mir das inklusive Versand noch deutlich preiswerter, dann fühle ich mich zudem auch noch wohler, was den CO2-Footprint angeht.
Es handelt sich dabei um eine Art »Basispreis«, der immer fällig wird, egal ob man das Buch nur für sich bestellen möchte, ob es über die Plattform meinbestseller.de vertrieben wird, oder auch über den Buchhandel. Das ist teurer, als der Verkaufspreis des Buches bei Amazon! Will man dann noch über sie verkaufen oder gar in den Buchhandel, wird das Ganze nochmal deutlich teurer. Würde ich beim Verkauf ausschließlich über meinbestseller.de dieselbe Marge haben wollen wie bei Amazon, müsste das Buch ganze drei Euro teurer sein, also fast ein Drittel. Der Unterschied ist aber: meinbestseller.de kennt keiner, Amazon jeder.
Beim eBooks sieht das Ganze ähnlich aus, die Preise und Tantiemen sind im Vergleich zum Selfpublishing über Amazon geradezu lächerlich. GESCHICHTEN AUS DEM ÆTHER wird bei Amazon für EUR 3,99 verkauft. Würde ich auf denselben Tantiemensatz kommen wollen, müsste ich bei meinbestseller 6,50 Euro verlangen – und auch dann wird das Buch nur über diese Plattform verkauft.
Die Preise erhöhen sich in beiden Fällen nochmals, will man das Buch/eBook zudem über die üblichen Plattformen und den Buchhandel verkaufen. Meiner Ansicht nach werden dabei Preise überschritten, die der Leser zu zahlen bereit ist.
Jetzt könnte man davon ausgehen, dass umfangreichere Dienstleistungen enthalten sind, die kann man zwar erhalten, wie bei der Konkurrenz auch, aber in der Basisfassung lädt man sein eigenes Manuskript und das Cover genauso selbst hoch, wie bei CreateSpace/Amazon. Auch die Gestaltung der Word- bzw. PDF-Datei liegt beim Nutzer.
Das einzige Argument, das ich vielleicht sehe, ist die Tatsache, dass man seine Bücher, sei es Print oder eBook, auch über weitere Schienen als Amazon vertreiben kann und es im Buchhandel erhältlich ist. Ob einem die deutlich höheren Endkundenpreise (bei ähnlichen Margen) als beim Onlineversender das wert sind, muss wohl jeder mit sich selbst ausmachen. Man sollte dabei bedenken: einmal im Buchhandel muss das Buch dank der Buchpreisbindung überall gleich viel kosten.
Fazit: Ein Großteil der markigen Worten im Interview entpuppt sich wie erwartet als Marketing-Luftschloss. Die Preise des Anbieters sind im Vergleich zu Amazon um ein Vielfaches zu hoch, ohne dass in der Basisversion umfangreichere Dienstleistungen angeboten werden. So wird das nichts. Halten die Selfpublisher für völlig verblödet? Wo genau soll das »Angebot der Konkurrenz interessanter« sein?
Bemerkung am Rande: meinbestseller.de hat als ladungsfähige Anschrift im Impressum eine Adresse einer niederländischen Firma aus Rotterdam und die Datenschutzhinweise entsprechen meiner Ansicht nach nicht deutschem Recht – müssten sie aber, da die Webseite eindeutig auf den deutschen Markt gezielt ist.
Ich würde mich ja über eine ernstzunehmende Konkurrenz zu Amazon in diesem Bereich sehr freuen, aber es gibt sie nach wie vor nicht.
[Update 15.01.2014] Aufgrund des Kommentars von Herrn Vroomen habe ich mir das Impressum nochmal angesehen. Die ladungsfähige Anschrift sicht jetzt rechtskonform aus. Ich gebe zu, dass ich die angenommenen Mängel detailliert im Artikel hätte beschreiben müssen; ich weiß nämlich aufgrund der vergangenen Zeit einfach nicht mehr, was zum Zeitpunkt meines damaligen Besuchs zu bemängeln war. Die Datenschutzinformationen halte ich nach wie vor für unzureichend, aber darüber streiten sich auch Rechtsanwälte regelmäßig.
In der Reihe von Neuauflagen der Romane von Hugh Walker alias Hubert Straßl erschien bei Emmerich Books & Media soeben DER OKKULTIST. Das Buch beinhaltet die Einzelromane »Die gelbe Villa der Selbstmörder«, »Hexen im Leib« und »Bestien der Nacht« sowie die Kurzgeschichte »Geliebtes Medium«. Alle Titel wurden von Hugh Walker nach Aufzeichnungen von Hans Feller (gest. 1974) in den 1970er-Jahren verfasst.
Das Vorwort, verfasst von Peter Emmerich, geht im übrigen sehr ausführlich auf die Person Hans Feller ein und bringt einige neue Erkenntnisse über den Okkultisten und Geisterjäger ans Licht. Das Titelbild und Coverlayout ist von Beate Rocholz, den Textsatz erstellte Jörg Schukys.
In »Die gelbe Villa der Selbstmörder« verschlägt es Hans Feller und sein Medium Klara Milletti in ein Dorf, in dem eine sehr hohe Selbstmordrate für Aufsehen sorgt. Darüber hinaus sind alle Kinder verschwunden. Und was hat es mit den ungewöhnlich heftigen Unwettern auf sich, die immer wieder ihre elementaren Gewalten auf das Dorf herabregnen lassen?
Das Gespann Feller/Milletti wird in »Hexen im Leib« mit einem Fluch aus der Vergangenheit konfrontiert. Das Mädchen Melissa ist vom Geist einer Hexe besessen, worunter sie entsetzliche Qualen zu erleiden hat. Klara Milletti setzt alles daran, das Mädchen von diesem Grauen zu befreien.
In »Bestien der Nacht« verschwindet eine Frau spurlos. Dem Verlobten wird bei seiner verzweifelten Suche Hilfe zuteil. Klara Milletti gelingt es Kontakt zu Michaela aufzunehmen … doch das ist erst der Beginn eines nicht enden wollenden Albtraums!
DER OKKULTIST ist als Kindle-eBook für EUR 5,95 bei Amazon erhältlich, dort bekommt man auch eine gedruckte Fassung, für diese muss man 15 Euro berappen. Das Taschenbuch hat einen Umfang von 380 Seiten und kann auch direkt beim Verlag bestellt werden – dort findet man zudem eine Leseprobe.
Das Rett-Syndrom ist eine Krankheit, die fast ausschließlich Mädchen befällt. Der Leser mag sich jetzt wundern, wass ein Hinweis auf diese derzeit leider nicht heilbare Krankheit auf PhantaNews zu suchen hat und was sie mit Steampunk zu tun hat.
Das will ich gern erläutern. Ich habe an dieser Stelle mehrfach auf die Storyanthologie EIS UND DAMPF hingewiesen. Diese erscheint bei Feder & Schwert und spielt in der Welt des ebenfalls dort heraus gegebenen Romans DIE ZERBROCHENE PUPPE, der von Judith und Christian Vogt verfasst wurde und in diesem Jahr mit dem Deutschen Phantastik-Preis ausgezeichnet wurde. Die Geschichtensammlung wurde via Startnext über Crowdfunding finanziert. Hierbei unterstützt man ein Projekt vor dessen Fertigstellung durch einen Obolus und erhält dafür als Dankeschön gewisse Gimmicks, beispielsweise ein Exemplar des eBooks oder Buches, oder ein Poster.
Eines dieser Gimmicks war es, dass der eigene Name in einer der Geschichten vorkommen sollte. Das fand der Vater der am Rett-Syndrom erkrankten Elisabeth prima, und er unterstützte das Projekt auf diese Weise und wollte, dass seine Tochter einen Platz in einer der Stories findet. Das ist auch selbstverständlich so geschehen und wir Autoren haben uns darauf geeinigt, dass wir Autoren (jetzt ist die Katze aus dem Sack: eine der Stories stammt von mir) zudem im Rahmen einer Rett-Awareness-Aktion auf die Krankheit aufmerksam machen wollen. Weiterhin haben wir Autoren uns entschieden, Elisabeth das Buch zu widmen. Da die Veröffentlichung von EIS UND DAMPF unmittelbar bevorsteht, haben wir diesen Termin für die Aufmerksamkeitsaktion gewählt. Wer sich über die Krankheit informieren möchte, der kann das zum einen in der Wikipedia tun, zum anderen auf der Webseite www.rett.de.
Nachfolgend ein Text von Elisabeths Vater, der das Ganze noch einmal aus seiner Sicht erzählt.
Am Freitag erscheint in der Reihe der Neuauflagen von klassischen PERRY RHODAN-Planetenromanen bereit die Nummer 27. Sie stammt von Altmeister Hans Kneifel und trägt den Titel DESERTEUR DER USO. Der Roman führt ins 25. Jahrhundert und spielt zu einer Zeit, als das Solare Imperium es mit den Meistern der insel und der Ersten Schwingungsmacht zu tun hat. Bei der USO handelt es sich um eine Geheimorganisation, die sich dem Schutz der Menschheit verschrieben hat und an deren Spitze der Arkonide Atlan steht.
Klappentext:
Im frühen 25. Jahrhundert gärt es nach wie vor in der Galaxis. Zwar sind keine Angriffe von außen zu befürchten, aber immer wieder bedrohen Verbrecher die Sicherheit der Menschheit und ihrer Verbündeten.
Eine große Gefahr sind Piraten, die mit ihren modernen und gut ausgerüsteten Raumschiffen Händler im Weltraum überfallen und ausrauben. Sie unterwandern ganze Planetenregierungen und sind kaum zu fassen – niemand weiß, wo sie sich verstecken.
Atlan, der Arkonide, ist um diese Zeit Lordadmiral und Chef der USO, einer interstellaren Polizeitruppe. Im Auftrag der Menschheit setzt sich der Lordadmiral auf die Spur eines gewaltigen Verbrechersyndikates, das ganze Planeten unter seiner Kontrolle hat …
Der Roman wurde wie immer behutsam überarbeitet, ein Nachwort ordnet ihn ins Perryversum ein, damit finden sich auch Neuleser besser zurecht. Das Titelbild schuf erneut Dirk Schulz.
DESERTEUR DER USO erscheint am Freitag, 15. November 2013. Das Taschenheft ist 160 Seiten stark und kostet 3,90 Euro (in Österreich sind es 4,50 Euro, in der Schweiz 7,60 Franken). Selbstverständlich liegt der Roman auch als eBook vor, für dieses muss man 2,99 Euro berappen.
Ursprünglich hätte das Angebot bis zum Ende November gelten sollen: Prime-Kunden bei Amazon hätten den neuen Kindle Paperwhite bis zu diesem Zeitpunkt für 99 Euro statt dem Normalpreis von 129 Euro kaufen können sollen. Das wurde gestern heimlich still und leise beendet, den zugehörigen Gustscheincode kann man nicht mehr anwenden, damit zahlt wieder jeder den Normalpreis. Die Kunden reagieren in den Amazon-Foren und auf anderen Plattformen ungehalten.
Irgendeine Ankündigung gab es nicht, auch eine offizielle Stellungnahme Amazons steht aus. Angeblich bekommt man auf Anfragen beim Support unterschiedliche Antworten – das wundert aber auch nicht, die Qualität Aussagen des Amazon-Kundendienstes hängen schwer davon ab, mit wem man dort kommuniziert und die erste Stufe (offenbar nach Indien oder sonstwohin outgesourced) kann man ohnehin vergessen, da man von denen quasi nie eine sinnvolle Antwort bekommt.
Eine der Antworten ist: »das Kontingent ist aufgebraucht«, das halte ich allerdings für eine lahme Ausrede, denn man kann den neuen Paperwhite nach wie vor bestellen und erhält ihn auch sofort. Man kann nur vermuten, dass tatsächlich deutlich mehr der Geräte abgesetzt wurden, als Amazon das vorhergesehen hatte. Diese Vorstellung dürfte dem Buchhandel nicht behagen.
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