Die Geheimorganisation MEN IN BLACK, die die Erde vor dem Abschaum des Universums schützt, eignet sich aufgrund des Themas natürlich perfekt für eine Filmreihe, bei der auch mal die Hauptfiguren wechseln können. Nachdem wir Tommy Lee Jones zweieinviertelmal und Will Smith dreimal im schwarzen Anzug sehen konnten, bekommen wir es diesmal mit Tessa Thompson und Chris Hemsworth als … äh … Women In Black zu tun.
Und – soviel will ich vorwegnehmen – auch wenn der Film nicht der ganz große Wurf ist, habe ich mich über die gesamte Laufzeit ausgesprochen gut unterhalten gefühlt.
110 Kulissen für 65 Drehorte. Das ist selbst für einen kalkulierten Blockbuster eine beachtliche Menge. Zeichentrick und am Computer animierte Filme tun sich hierbei auch – verhältnismäßig – einfach. Die Figuren wurden 20% kleiner modelliert, als in Stop-Motion Filmen üblich ist, damit die größte Figur, mit vierzig Zentimetern, noch gut zu handhaben war. Manchmal waren bis zu 91 Teams waren gleichzeitig mit ständig 47 Motion-Control Kameravorrichtungen im Einsatz. Von den 1500 Kameraeinstellungen, war der Computer bei 460 Einstellungen vonnöten, um diverse Sets optisch zu vergrößern, ebenso viele wurden für Effekte gebraucht, und 320 für Animationen. Aber kein Computer bei den Figuren, da ist alles gute alte Handarbeit. Willkommen in der Welt von Mister Link, der gerne Susan genannt werden möchte.
Liebhaber des Genres sind intelligenter Science Fiction nie abgeneigt. Hier und da sind Weltraumschlachten sehr schön anzusehen, oder man lässt sich durch futuristische Gedankenspiel herausfordern. HIGH LIFE fordert heraus. Er könnte auf hoher See spielen, oder irgendwo in der Wüste, in einem Hochhaus, oder auf dem Mond. Die Figuren könnten allesamt Akademiker sein, oder römische Legionäre. Die Räumlichkeiten könnten ein Penthouse sein, oder eine verfallene Blockhütte. Die Experimente könnten das Wachstum von Gräsern erforschen, oder das tragen von Angora-Socken. Aber HIGH LIFE spielt im Weltraum, in einem heruntergekommenen Raumschiff, mit ausschließlich hochgradig Kriminellen, die Experimenten zur menschlichen Fortpflanzung ausgesetzt sind. Das eherne Ziel der Reise ist letztendlich der Flug in ein schwarzes Loch.
Für die Nerds eine kleine Auswahl von Titanen die in GODZILLA erscheinen, anwesend aber nicht zu sehen sind, oder als mögliche Gegner für weitere Filmen in Frage kommen: Anguirus, Baragon, Battra, Biolante, Destoroyah, Dogora, Ebirah, Gigan, Godzilla, Gorosaurus, Hedorah, Kamacuras, King Caesar, King Ghidorah, King Kong, Kumonga, Manda, Megaguirus, Megalon, Mothra, Ookondoru, Orga, Rodan, Rokmutul, SpaceGodzilla, Spiga, Titanosaurus, und/oder Varan. Auch in Deutschland, genauer bei München, ist ein Titan verborgen. Für den Film vollkommen irrelevant, aber für Interessierte könnte es vielleicht Rokmutul sein, oder sogar Anguirus. Der Trailer ist dafür zu ungenau.
Es gibt Filme, die nur wenige Zwecke erfüllen müssen. Sie sollen Spaß machen, sie sollen die selbst gestellten Ansprüche liefern, sie müssen keinen tieferen Sinn ergeben. Popcorn-Kino vom Feinsten. Mehr als zwei Stunden einfach abschalten können und dürfen. Überhaupt nicht mehr, aber dafür auch nicht weniger, erwartet man von einem Film, dessen Hauptdarsteller von Computern animiert wurde, größer als manches Hochhaus ist, und sich mit gleich großen Fieslingen ordentlich in die Wolle kriegt. Bei solch einleitenden Worten ist vorauszulesen, dass hier noch ein ganz großes »Aber« folgen wird. Doch wo fängt man da an? Godzilla ist ja schließlich nicht irgendein Hollywood-Schnellschuss. Im Abspann kann man sogar lesen, dass es extra einen Beauftragten für das sogenannte »MonsterVerse« gibt.
Wenn Netflix Filme produziert dann muss man sich oft wundern. Darsteller, die Geschichten, der Aufwand, die Qualität. Wenn Netflix Filme ins Programm nimmt, dann muss man sich oft wundern, warum man die ein oder andere Produktion nicht im Kino sehen kann. Wie BEASTS OF NO NATION, der erste Film dieser Firma der gleichzeitig im Kino und im Fernsehen startete, und für sehr viele Preise nominiert war. Nun kommt THE SILENCE, der weltweit auf dem Abo-Kanal startet. Mit Ausnahme von Deutschland, wo der Film in den Kinos seine Première feiern soll. Regisseur John R. Leonetti ist im Horror- und Fantasy-Genre auch als Kameramann heimisch. Also muss irgendwo in diesem Bereich eine Kino-Auswertung ihre Rechtfertigung finden.
Im Jahre 1935 waren sie noch die Größten. Andere hatten zu kämpfen, aber das Duo überstand den Wechsel vom Stumm- zum Tonfilm ohne Rückschlag. Sie gingen sogar so weit ihre Dialoge für ausländische Kopien in diversen Landessprachen selbst aufzunehmen, indem sie den Text rein phonetisch auswendig lernten. Erst ab 1932 wurden die Produktionen schließlich synchronisiert. Doch wie immer bei großen Erfolgen mischten sich letztendlich auch hier die alten Freunde Hochmut, Misstrauen und Raffgier mit ein. Die hellen Sterne begannen zu verblassen, unter anderem auch wegen der Konkurrenz, die das Konzept eines Komiker-Duos gerne kopierte. Wegen unterschiedlicher Verträge kam es zu einem kurzen Bruch, bis sie ihre gemeinsame Arbeit wieder aufnahmen. Stan Laurel und Oliver Hardy waren aber längst dabei, in die Belanglosigkeit abzurutschen, weil die Qualität ihrer Filme immer mehr nachließ.
Eine alleinerziehende Mutter und ein junger Sohn. Das Haus fernab der nächsten Siedlung. Der angrenzende Wald in all seiner Düsternis. Ganz offensichtlich ist die Frau dabei, etwas hinter sich zu lassen, etwas zu entkommen. Was bleibt sind Spekulationen. Aber Sarah und Chris geht es gut, sie leben sich ein, sie arbeitet am Haus, der Kleine spielt mit seiner favorisierten Action-Figur. Natürlich auf die Dauer zu schön um wahr zu sein. Eine irische Produktion von und mit einer komplett irischen Mannschaft. Das lässt jeden verwöhnten Genre-Freund des gepflegten Horrors sofort die Ohren spitzen. Man denke an WAKE WOOD oder THE HALLOW. Nicht zu vergessen, der blutige Spaß bei CRABBERS. Und da sind die Spanier und die Mexikaner. Wer das Besondere sucht wird dort im Horror immer fündig. Dabei wurden die Skandinavier noch nicht einmal erwähnt.
Gerade mal ein Jahr vor diesem Film brillierte Michael Caine in ABGANG MIT STIL. Er brillierte nicht alleine, an seiner Seite waren Morgan Freeman und Alan Arkin. Dieses Remake des Klassikers von 1979 zeichnet sich ebenfalls durch ein starkes Ensemble aus. Und ohne eine perfekt funktionierende Gruppe kommt auch EIN LETZTER JOB nicht aus. Wieder wird sie von Michael Caine angeführt. Und wieder geht es um in die Jahre gekommene Männer, die einen großen Raub planen und ausführen. Man darf sich nicht wundern, aber es ist eine Geschichte die tatsächlich auf wahren Ereignissen beruht. Weiterhin sollte man sich nicht wundern, dass auch EIN LETZTER JOB ein Remake ist. Der Einbruch ins Hatton Garden-Tresordepot war bereits bei zwei Filmen das Thema. Schließlich war es mit geschätzten 200 Millionen Pfund der ergiebigste Raub in der Geschichte Großbritanniens.
Kann Spurenelemente von Spoilern enthalten, aber nix Schlimmes. Ehrlich.
Er ist das Ergebnis einer Reihe von mehr als 20 Filmen (plus Fernsehserien) über einen Zeitraum von elf Jahren. Ein gigantisches Experiment, das so vorher noch niemand gemacht hatte: Ein zusammenhängendes Kinouniversum, in dem die Filme zwar im Prinzip unabhängig sind, aber doch alle zusammenhängen. Nach AVENGERS: INFINITY WAR musste Marvel liefern, die Fortsetzung und damit auch der abschließende Teil deser Phase des Marvel Cinematic Universe wurde sehnsüchtig erwartet und die Macher hätten das übel in den Sand setzen können, denn wie soll man derart viel Erwartungshaltung erfüllen können? Muss ein derart gehypter Film nicht beinahe zwangsläufig sein Ziel nicht erreichen und die Erwartungen nicht erfüllen?
Ja, AVENGERS: ENDGAME hätte übel ins Auge gehen können, aber eben nicht bei Marvel, denn die wissen ganz offensichtlich was sie tun. Und dazu gehört eben auch an erster Stelle die Zuschauer zu überraschen und sie trotzdem zufriedenzustellen.
Man nehme eine Legende. Mixt verschiedene Varianten davon zusammen und ehe man sich versieht hat man etwas Neues geschaffen, das eigentlich altbekannt ist. Artus und die Ritter der Tafelrunde. Eine nie enden wollende Auseinandersetzung mit Mythos und Historie, bekannt aus Film und Fernsehen. Natürlich auch bekannt aus Büchern. In einer Zeit, da für das Kino alte Stoffe auf sehr modern getrimmt werden, bleibt wenig Spielraum für ein junges Publikum. Blutig muss es heute sein, brutal und extrem actionbetont. Die moralischen und charakterlichen Aspekte werden erwähnt, dienen aber lediglich als Übergang zur nächsten Effekteinlage. Die Artussage war dahingehend noch einigermaßen milde behandelt worden, aber kindgerecht blieb es nicht. Und Joe Cornish wollte scheinbar etwas dagegen halten.
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