Wenn Netflix Filme produziert dann muss man sich oft wundern. Darsteller, die Geschichten, der Aufwand, die Qualität. Wenn Netflix Filme ins Programm nimmt, dann muss man sich oft wundern, warum man die ein oder andere Produktion nicht im Kino sehen kann. Wie BEASTS OF NO NATION, der erste Film dieser Firma der gleichzeitig im Kino und im Fernsehen startete, und für sehr viele Preise nominiert war. Nun kommt THE SILENCE, der weltweit auf dem Abo-Kanal startet. Mit Ausnahme von Deutschland, wo der Film in den Kinos seine Première feiern soll. Regisseur John R. Leonetti ist im Horror- und Fantasy-Genre auch als Kameramann heimisch. Also muss irgendwo in diesem Bereich eine Kino-Auswertung ihre Rechtfertigung finden.
Im Jahre 1935 waren sie noch die Größten. Andere hatten zu kämpfen, aber das Duo überstand den Wechsel vom Stumm- zum Tonfilm ohne Rückschlag. Sie gingen sogar so weit ihre Dialoge für ausländische Kopien in diversen Landessprachen selbst aufzunehmen, indem sie den Text rein phonetisch auswendig lernten. Erst ab 1932 wurden die Produktionen schließlich synchronisiert. Doch wie immer bei großen Erfolgen mischten sich letztendlich auch hier die alten Freunde Hochmut, Misstrauen und Raffgier mit ein. Die hellen Sterne begannen zu verblassen, unter anderem auch wegen der Konkurrenz, die das Konzept eines Komiker-Duos gerne kopierte. Wegen unterschiedlicher Verträge kam es zu einem kurzen Bruch, bis sie ihre gemeinsame Arbeit wieder aufnahmen. Stan Laurel und Oliver Hardy waren aber längst dabei, in die Belanglosigkeit abzurutschen, weil die Qualität ihrer Filme immer mehr nachließ.
Eine alleinerziehende Mutter und ein junger Sohn. Das Haus fernab der nächsten Siedlung. Der angrenzende Wald in all seiner Düsternis. Ganz offensichtlich ist die Frau dabei, etwas hinter sich zu lassen, etwas zu entkommen. Was bleibt sind Spekulationen. Aber Sarah und Chris geht es gut, sie leben sich ein, sie arbeitet am Haus, der Kleine spielt mit seiner favorisierten Action-Figur. Natürlich auf die Dauer zu schön um wahr zu sein. Eine irische Produktion von und mit einer komplett irischen Mannschaft. Das lässt jeden verwöhnten Genre-Freund des gepflegten Horrors sofort die Ohren spitzen. Man denke an WAKE WOOD oder THE HALLOW. Nicht zu vergessen, der blutige Spaß bei CRABBERS. Und da sind die Spanier und die Mexikaner. Wer das Besondere sucht wird dort im Horror immer fündig. Dabei wurden die Skandinavier noch nicht einmal erwähnt.
Gerade mal ein Jahr vor diesem Film brillierte Michael Caine in ABGANG MIT STIL. Er brillierte nicht alleine, an seiner Seite waren Morgan Freeman und Alan Arkin. Dieses Remake des Klassikers von 1979 zeichnet sich ebenfalls durch ein starkes Ensemble aus. Und ohne eine perfekt funktionierende Gruppe kommt auch EIN LETZTER JOB nicht aus. Wieder wird sie von Michael Caine angeführt. Und wieder geht es um in die Jahre gekommene Männer, die einen großen Raub planen und ausführen. Man darf sich nicht wundern, aber es ist eine Geschichte die tatsächlich auf wahren Ereignissen beruht. Weiterhin sollte man sich nicht wundern, dass auch EIN LETZTER JOB ein Remake ist. Der Einbruch ins Hatton Garden-Tresordepot war bereits bei zwei Filmen das Thema. Schließlich war es mit geschätzten 200 Millionen Pfund der ergiebigste Raub in der Geschichte Großbritanniens.
Kann Spurenelemente von Spoilern enthalten, aber nix Schlimmes. Ehrlich.
Er ist das Ergebnis einer Reihe von mehr als 20 Filmen (plus Fernsehserien) über einen Zeitraum von elf Jahren. Ein gigantisches Experiment, das so vorher noch niemand gemacht hatte: Ein zusammenhängendes Kinouniversum, in dem die Filme zwar im Prinzip unabhängig sind, aber doch alle zusammenhängen. Nach AVENGERS: INFINITY WAR musste Marvel liefern, die Fortsetzung und damit auch der abschließende Teil deser Phase des Marvel Cinematic Universe wurde sehnsüchtig erwartet und die Macher hätten das übel in den Sand setzen können, denn wie soll man derart viel Erwartungshaltung erfüllen können? Muss ein derart gehypter Film nicht beinahe zwangsläufig sein Ziel nicht erreichen und die Erwartungen nicht erfüllen?
Ja, AVENGERS: ENDGAME hätte übel ins Auge gehen können, aber eben nicht bei Marvel, denn die wissen ganz offensichtlich was sie tun. Und dazu gehört eben auch an erster Stelle die Zuschauer zu überraschen und sie trotzdem zufriedenzustellen.
Man nehme eine Legende. Mixt verschiedene Varianten davon zusammen und ehe man sich versieht hat man etwas Neues geschaffen, das eigentlich altbekannt ist. Artus und die Ritter der Tafelrunde. Eine nie enden wollende Auseinandersetzung mit Mythos und Historie, bekannt aus Film und Fernsehen. Natürlich auch bekannt aus Büchern. In einer Zeit, da für das Kino alte Stoffe auf sehr modern getrimmt werden, bleibt wenig Spielraum für ein junges Publikum. Blutig muss es heute sein, brutal und extrem actionbetont. Die moralischen und charakterlichen Aspekte werden erwähnt, dienen aber lediglich als Übergang zur nächsten Effekteinlage. Die Artussage war dahingehend noch einigermaßen milde behandelt worden, aber kindgerecht blieb es nicht. Und Joe Cornish wollte scheinbar etwas dagegen halten.
Eigentlich sollte man Verständnis dafür haben, wenn die Rufe immer lauter werden, wann denn mit den Superhelden-Filmen endlich Schluss ist. Verständlich, wenn man gesehen hat, wie sich die Starttermine um den letzten AVENGERS ausgedünnt haben, nur um den eigenen Kassenerfolg nicht zu gefährden. Und da beißt sich die Katze in den Schwanz, oder bedeckt sich der Held mit Kryptonit, oder so ähnlich. Denn der Superheld hat immer Vorrang, an Beliebtheit, mittlerweile auch im Feuilleton, oder bei Einspielergebnissen. Trotz des angeblichen Überdrusses. Und wer nimmt Hawkeye schon den Bogen, wenn er noch immer trifft? Auf Gedeih und Verderb will DC Comics da noch einiges nachholen, geht aber doch immer wieder als Zweiter ins Ziel. An der Kasse, wie beim Publikum. Daran wird SHAZAM! nichts ändern. Dafür hat er viel mehr Unterhaltungswert als seine Konkurrenten, oder die Hasen aus dem eigenen Stall.
Fünf Jahre hat es gedauert, um WUNDER PARK zu realisieren. Gelinde gesagt, hat sich die Mühe kaum gelohnt. Appelbaums und Nemecs Drehbuch ist selbst für seine mittlerweile ungewöhnlich kurzen 85 Minuten sehr dünn. Dem Film fehlt die Substanz für etwas Tiefgründigeres, selbst für ein Publikum welches noch bereit sein dürfte, sich mit blankem Spektakel zufrieden zu geben. Die Regie legt die Geschichte an die kurze Leine, und treibt das Geschehen schnell voran. Gerade so, als ob man sich der Dürftigkeit des Inhaltes durchaus bewusst gewesen wäre.
Dicke, gut platzierte Nebelschwaden, sehr starkes Gegenlicht, schon ist sie fertig, die althergebrachte Gruselstimmung. Effekte fast so alt wie das Kino selbst. Und noch immer funktioniert es.
Da hätte sich die Familie Creed vorher besser umsehen sollen. Von Boston ziehen sie in das beschauliche Ludlow, Maine. Ein Städtchen mit schönen Einfamilienhäusern und bezaubernden Vorgärten. Endlich diese Ruhe und Behaglichkeit, um dem Großstadtrummel zu entfliehen. Wäre da nicht unweit von Ludlow die Chemiefabrik von Orinco, deren Trucks ungebremst die Landstraße 15 herunter gedonnert kommen. Selbst die betulichste Kleinstadt hat eben so ihre Schönheitsfehler, Ludlow die Straße und sehr viel Wald im Hinterland. Und beides geht scheinbar Hand in Hand.
Es war der beste Tag meines Lebens, nach Süden zu reisen und den Tag mit Paul Newman zu verbringen. Nur reden über alle möglichen Dinge. Er ist ein erstaunlicher Typ. Es wäre mit Sicherheit ein interessantes Gespann gewesen, die beiden zum dritten mal zusammen. John Lee Hancock in Entertainment Weekly
Redford hat sofort unterzeichnet, und ist nach Connecticut geflogen um es seinem CLOU und BUTCH CASSIDY AND THE SUNDANCE KID Mitstreiter anzupreisen. Newman war mit an Bord, und beide arbeiteten sechs Monate selbstständig an der Entwicklung des Drehbuchs. Dann schlug der Krebs zu. John Fusco nach Zitaten aus Vanity Fair
Dies ist eine Geschichte, die kaum in Geschichtsbüchern zu finden ist. Eine Welt im Umbruch. Amerika erlebt das in verschiedenen Epochen immer wieder. Miriam »Ma« Ferguson wurde 1925 der erste weibliche Gouverneur im Staate Texas. Sie war es, welche die Division der Texas Ranger abschaffte. Zu selbstständig, nicht zimperlich, meist unberechenbar, und sie wollten sich nicht unterordnen. Doch dann kam ein junges Pärchen welches sich ob ihrer Skrupellosigkeit der modernen Strafverfolgung vollkommen entzog. Und so erfordern drastische Gegebenheiten eben drastische Maßnahmen. Da es die Texas Ranger nicht mehr geben sollte, wurden zwei von ihnen wieder rekrutiert, als Autobahnpolizisten. Frank Hamer und Maney Gault, längst in Rente, viel zu alt, aber vom alten Schlag. Ihr nicht offizieller Auftrag: Bonnie und Clyde regelrecht auszulöschen.
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