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Fantasy Filmfest 2015: STUNG

Poster Stung

STUNG – Bun­dess­start 29.10.2015

Deutsch­land und sei­ne Gen­re-Fil­me. Mit gro­ßem Bud­get wer­den sie in Deutsch­land erst gar nicht pro­du­ziert. Aber das muss es auch gar nicht, wenn man eine gute Idee hat. Wie Adam Ares­ty, der sei­nen Geist sprü­hen ließ, als das Fan­ta­sy Film­fest einen Schreib­wett­be­werb aus­lob­te. Rat­Pack Enter­tain­ment und XYZ Films nah­men sich des Dreh­buchs an und pro­du­zier­ten. Und was will man sagen, außer dass auf­re­gen­de und über­zeu­gen­de Gen­re-Film auch in Deutsch­land rea­li­siert wer­den kön­nen. Nur darf man sie danach nicht stief­müt­ter­lich behan­deln. MARA UND DER FEUERBRINGER war jüngst ein Opfer einer ver­fehl­ten Ver­leih­po­li­tik. Wie es nun mit STUNG lau­fen wird, bleibt span­nend. Denn der Film kur­siert seit einem Jahr über ein paar Fes­ti­vals, wo er wohl­wol­lend auf­ge­nom­men wur­de. Vom Fan­ta­sy Film­fest bis zum geplan­ten deut­schen Film­start sind es mehr als zwei Mona­te. Also noch kei­ne Zeit, ner­vös zu wer­den. Aber ob Sple­ndid oder Rat­Pack und XYZ sich wirk­lich ins Zeug legen, um die­sen Fun-Splat­ter ange­mes­sen zu ver­mark­ten, bleibt abzu­war­ten.

Fantasy Filmfest 2015: DEMONIC

Poster Demonic

DEMONIC – Ab 5. Novem­ber in Deutsch­land und 7. Sep­tem­ber in Groß­bri­tan­ni­en auf DVD /​ Blu­Ray

Es beginnt, wie jeder Film beginnt, der David Fin­chers SEVEN ver­ehrt. Ein wüst blin­ken­der und zap­peln­der Vor­spann, mit ver­zerr­ten Bil­dern, vie­len Unschär­fen, und auf­blit­zen­den Moti­ven zum The­ma. Es gibt nicht viel, was ein neu­er Geis­ter­haus-Thril­ler ande­ren Geis­ter­haus-Thril­lern vor­aus haben könn­te. Es ist ein Sub-Gen­re, bei dem man denkt, bereits alles gese­hen zu haben. Und in gewis­ser Wei­se bestä­tigt DEMONIC die­se The­se. Ein guter Film, durch­aus, aber auch nur, weil er sämt­li­che Ver­satz­stü­cke bemüht. Zudem ver­webt er geschickt ver­schie­de­ne Erzähl­for­men. Regis­seur Will Canon hat zusam­men mit Doug Simon und Max La Bel­la auch das Dreh­buch ver­fasst. Und man merkt, dass DEMONIC eine Her­zens­an­ge­le­gen­heit war.  

Sechs Freun­de, gleich­sam selbst­er­nann­te Geis­ter­jä­ger, möch­ten im berüch­tig­ten Living­ston Haus dem Para­nor­ma­len nach­ge­hen. Vor Jah­ren fand dort ein schreck­li­ches Mas­sa­ker statt. Wenig spä­ter trifft die Poli­zei am Haus ein. Denn drei der jun­gen Erwach­se­nen sind tot und zwei ver­misst. Nur Anfüh­rer John hat trau­ma­ti­siert über­lebt. Detec­ti­ve Lewis ermit­telt mit einem Team vor Ort, wäh­rend zeit­gleich, eben­falls vor Ort, die Psy­cho­lo­gin Eliza­beth Klein ver­sucht John die Ereig­nis­se des Abends zu ent­lo­cken.

FANTASTIC FOUR

Poster Fantastic Four

FANTASTIC FOUR – Bun­des­start 13.08.2015

Als die Fan­tas­ti­schen Vier 2005 auf die Lein­wand los­ge­las­sen wur­den, ori­en­tier­te man sich schon stark am Erfolg von X‑MEN. Eine sau­be­re, auf­ge­räum­te Hand­lung, alles eine Spur zu glatt, viel­leicht auch etwas brav. Der Unter­hal­tungs­wert war bei X‑MEN aber durch­weg gege­ben. Und so ging es dann auch bei den FANTASTISCHEN VIER, aller­dings etwas sau­be­rer, auch etwas bra­ver. Gut gemacht, unter­halt­sam, kurz­wei­lig. Aber nicht wirk­lich der durch­schla­gen­de Erfolg. Erst drei Jah­re spä­ter wür­de die Film­welt erfah­ren, wie eine erfolg­rei­che, auf ein brei­tes Publi­kum aus­ge­leg­te Comic-Ver­fil­mung aus­zu­se­hen hat. Doch da war das The­ma schon durch, weil RISE OF THE SILVER SURFER als zwei­ter Teil bei nicht weni­gen Zuschau­ern und Kri­ti­kern eine Men­ge Scha­den ange­rich­tet hat­te. Jetzt, da die Rech­te der Vier bald aus­ge­lau­fen wären, hat sich 20th Cen­tu­ry Fox gedacht, doch noch ein­mal einen Vor­stoß zu wagen. Irgend­wann muss die Mar­vel-Nuss doch geknackt wer­den kön­nen. Also alles zurück auf Anfang.

MISSION: IMPOSSIBLE – ROGUE NATION

Poster Rogue Nation

MISSION: IMPOSSIBLE – ROGUE NATION – Bun­des­start 06.08.2015

Das Ent­set­zen war groß, als Bri­an De Pal­ma 1996 nicht nur den Tod von Jim Phelps insze­nier­te, son­dern ihn auch noch als Ver­rä­ter zeig­te. Über 171 Fol­gen war Jim Phelps das Herz und der Ver­stand der Impos­si­ble Mis­si­on Force, und ret­te­te mit sei­nem Team meh­re­re Male die Welt. Wie konn­te man an die­ser Iko­ne eigent­lich der­art krat­zen? Tom Crui­se war ein gro­ßer Fan der Show, und er woll­te sei­ne eige­ne IMF. Da Para­mount nicht in der Lage war, eine Neu­auf­la­ge zu kre­ieren, grün­de­te Crui­se sei­ne eige­ne Pro­duk­ti­ons­fir­ma und kon­zi­pier­te eine Film­fas­sung. Über­zeugt inves­tier­te Para­mount schließ­lich ein 70 Mil­lio­nen Dol­lar Bud­get. Den­noch war der Weg noch ein lan­ger. Sei­ne Part­ne­rin Pau­la Wag­ner und Sid­ney Pol­lack arbei­te­ten wei­ter am Kon­zept, schließ­lich kam De Pal­ma dazu, der eine weit kla­re­re Vor­stel­lung davon hat­te, wie der Film funk­tio­nie­ren soll­te. Der neue Held hieß Ethan Hunt, und Jim Phelps muss­te weg. Das woll­te man Crui­se und De Pal­ma nicht wirk­lich ver­zei­hen. Aber das fil­mi­sche Ergeb­nis war nicht nur finan­zi­ell erfolg­reich, es begeis­ter­te Kri­ti­ker und Publi­kum glei­cher­ma­ßen.

HORNS überzeugt

Poster Horns

HORNS – Bun­des­start 06.08.2015

Die Bespre­chung basiert auf der bri­ti­schen Blu­Ray-Fas­sung.

Es war zu befürch­ten, dass es Dani­el Rad­clif­fe schwer haben wür­de, in sei­ner Post-HAR­RY POT­TER-Zeit in ande­ren Rol­len Akzep­tanz zu fin­den. DECEMBER BOYS war dafür ein gutes Bei­spiel. Doch dann kam die FRAU IN SCHWARZ, ein klei­ner, fei­ner Hor­ror-Scho­cker aus den Ham­mer-Stu­di­os. Der Erfolg war natür­lich dem alt­ba­cke­nen Charme der Insze­nie­rung geschul­det. Doch Rad­clif­fe wur­de jen­seits des Zau­ber­lehr­lings wahr­ge­nom­men. Nur ein Jahr spä­ter folg­te ein wei­te­rer Hor­ror-Film. Ein Film der merk­wür­dig lan­ge brauch­te, um in die deut­schen Kinos zu kom­men. Aber auf der ande­ren Sei­te ist HORNS auch nicht der gewöhn­lich gestrick­te  Hor­ror­film. Und in vie­len Pas­sa­gen darf man sich sogar fra­gen, ob Alex­and­re Ajas HORNS über­haupt in ein Gen­re passt.

ES IST KOMPLIZIERT

Poster Man Up

MAN UP – Bun­des­start 30.07.2015

Nan­cy ist 34 und allein­ste­hend. Bekannt­schaf­ten zu schlie­ßen fällt ihr schwer. Über­haupt sind Bezie­hun­gen kei­ne Kom­fort­zo­ne für Nan­cy. Was Hand in Hand geht mit ihrer leich­ten Frus­tra­ti­on, aus­ge­löst durch ihre Bezie­hungs­lo­sig­keit. Jetzt ist Lake Bell nicht die klas­si­sche Schön­heit für das typisch kom­mer­zi­el­le Kino, was sich aber auch für den Stil des Fil­mes bezahlt macht. Spä­tes­tens mit ES IST KOMPLIZIERT müss­te der Kno­ten für mehr Haupt­rol­len und grö­ße­re Fil­me plat­zen. Lake Bell macht die­se roman­ti­sche Komö­die zu dem, was sie auch ist, näm­lich ein nicht abrei­ßen­der Strom von erhei­tern­der Ehr­lich- und Glaub­wür­dig­keit. Die Che­mie zwi­schen ihr und Simon Pegg stimmt auf den Punkt. Pegg selbst füllt sei­ne Figu­ren in den meis­ten Fil­men per­fekt aus, ist stets der hei­te­re Sun­ny­boy mit viel Sym­pa­thie. Aber so sehr die­se Che­mie auch stim­men mag, geht die Ener­gie ein­deu­tig von Bell aus, der man nicht nur jede Dia­log­zei­le abkauft, son­dern die spür­bar den Film trägt.  

SLOW WEST

PosterSlowWest

SLOW WEST – Bun­des­start 30.07.2015

Der Wes­tern ist ein Gen­re, wel­ches im Kino nie bestän­dig war. Als zum Bei­spiel THE WILD BUNCH den Wes­tern als Hel­den­er­zäh­lung end­gül­tig demon­tier­te. Bereits neun Jah­re vor­her wur­de die hei­le Welt des auf­rech­ten Cow­boys in Fra­ge gestellt. DENEN MAN NICHT VERGIBT war die unge­wohnt offe­ne Abrech­nung mit dem Han­deln wei­ßer Sied­ler. In ZWEI RITTEN ZUSAMMEN stell­te Jim­my Ste­wart die gna­den­lo­se Gewis­sens­fra­ge in der India­ner-Pro­ble­ma­tik. Dann kam kurz vor WILD BUNCH Sid­ney Pol­lacks MIT EISERNEN FÄUSTEN, eine unkom­pli­zier­te Komö­die die unver­hoh­len anpran­ger­te, was der wei­ße Mann alles falsch gemacht hat­te. Mit weni­gen Aus­nah­men war es für fast zwei Jahr­zehn­te ruhig im Gen­re. SILVERADO war viel­leicht noch ein Bei­trag, der die unbe­schwer­te Pio­nier-Roman­tik zele­brier­te. East­woods ERBARMUNGSLOS und Cos­t­ners DER MIT DEM WOLF TANZT stell­ten die­se Roman­tik erbar­mungs­los in Fra­ge, und bil­de­ten so etwas wie ein fil­mi­sches Gewis­sen gegen­über einer oft ver­klär­ten Ver­gan­gen­heit.

ANT-MAN in 3D

Poster Ant-Man

ANT-MAN – Bun­des­start 23.07.2015

Im Jah­re 2003 begann Regis­seur und Dreh­buch­au­tor Edgar Wright mit den Vor­be­rei­tun­gen für eine Ver­fil­mung von ANT-MAN. Es war das Jahr, als Ang Lee sei­ne Ver­si­on von HULK in die Kinos brach­te, der ganz weit hin­ter den Erwar­tun­gen von Uni­ver­sal blieb. Da dach­te noch kei­ner an das Mar­vel Cine­ma­tic Uni­ver­se. Da hat­te Mar­vel noch nicht ein­mal ein eige­nes Stu­dio. Wright woll­te einen per­fek­ten Film insze­nie­ren, und so nahm er sich auch die Zeit. Über Jah­re. 2008 bra­chen dann die Mar­vel Stu­di­os mit dem außer­ge­wöhn­lichs­ten Kino­pro­jekt der Geschich­te über die Film­welt her­ein. Ein Pro­jekt wel­ches mit sei­ner Idee auf­zu­ge­hen schien. Sechs Fil­me, wel­che die ers­te Pha­se im fri­schen Mar­vel Cine­ma­tic Uni­ver­se bil­de­ten. Kul­mi­nie­ren wür­de Pha­se Eins mit den AVENGERS. Das Pro­blem, Ant-Man war ein Mit­glied der Aven­gers. Edgar Wright muss­te Mar­vel und die ande­ren Fil­me­ma­cher davon über­zeu­gen, Ant-Man solan­ge aus dem MCU her­aus zu hal­ten, bis sein Film als allein­ste­hen­de Geschich­te erzählt war.

UNKNOWN USER

Poster Unknown User

UNFRIENDED – Bun­des­start 16.07.2015

Wie ver­bringt der moder­ne Teen­ager sei­ne Frei­zeit? Da ist die Mär von You­Tube, sozia­len Netz­wer­ken und Sky­pe. Wie dann wohl ein zeit­ge­mä­ßer, oder ange­mes­se­ner Kino­film aus­se­hen müss­te, erschließt sich somit von allei­ne. Zuerst ein­mal ist die Lein­wand ein gigan­ti­scher Com­pu­ter-Desk­top. Fens­ter wer­den geöff­net und Fens­ter wer­den geschlos­sen. Ein Film auf You­Tube wird ange­se­hen. Via Pri­vat-Mes­sen­ger wer­den ein paar Zei­len aus­ge­tauscht. Ein kur­zer Plausch im Video-Chat. Der jugend­li­che Zuschau­er sieht genau das, was er der Legen­de nach immer in sei­ner Frei­zeit sieht. Bringt man das Video, die Text­nach­rich­ten, und den Video-Chat irgend­wie in Zusam­men­hang, könn­te man damit eine Geschich­te erzäh­len. Eine cle­ve­re Idee, die man durch­aus als inno­va­tiv bezeich­nen muss. Alles was dem Zuschau­er noch fehlt, ist sich in die Geschich­te ein­zu­brin­gen.

TERMINATOR: GENISYS

Poster Genisys

TERMINATOR: GENISYS – Bun­des­start 09.07.2015

Wenn er sagt, er käme wie­der, dann kann man sich dar­auf ver­las­sen. Dass er sich dafür zwölf Jah­re Zeit ließ, kann von Vor­teil gewe­sen sein. Der nicht sehr löb­lich auf­ge­nom­me­ne TERMINATOR SALVATION bot ja nur eine leid­lich über­zeu­gen­de Com­pu­ter-Ani­ma­ti­on des öster­rei­chi­schen Action-Stars. Wie heut­zu­ta­ge alle Mul­ti-Mil­lio­nen-Dol­lar-Pro­duk­tio­nen, war auch SALVATION als Tri­lo­gie geplant. Ein frü­he­res Wie­der­se­hen mit Arnold Schwar­zen­eg­ger in sei­ner Para­de­rol­le, wäre also mög­lich gewe­sen. Für die Stu­di­os War­ner und Sony stand das welt­wei­te Ein­spiel­ergeb­nis von 370 Mil­lio­nen Dol­lar ein­fach zu nah am 200 Mil­lio­nen Bud­get. Das Umden­ken hielt solan­ge an, bis Para­mount die Zügel in die Hand nahm. Denn Eile war gebo­ten, weil die Rech­te 2019 an Erfin­der James Came­ron zurück fal­len. So ver­sprach Para­mount gleich zwei wei­te­re Tei­le, egal wie die Geschäf­te mit GENISYS lau­fen wür­den.

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