Es war zwar schon länger bekannt, dass es (mindestens) einen dritten Teil der TRON-Reihe geben sollte, bisher kam das aber nicht so richtig in Gang. Regisseur Joseph Kosinski sprach aber immer wieder darüber, was er sich für eine Fortsetzung so vorstellen könnte.
Jetzt scheint das Ding Fahrt aufzunehmen. Angeblich ist der Drehbeginn für den Herbst 2015 geplant, der einzige bereits bestätigte Schauspieler ist Garrett Hedlund. Gedreht werden wird in Kanada, genauer Vancouver. Ich würde mal darauf wetten, dass man möglicherweise auch Olivia Wilde und Bruce Boxleitner wiedersehen dürfte. Und vielleicht bekommt man auch irgendwie Flynn, den Schöpfer des Grids, alias Jeff Bridges, irgendwie wieder mit ins Spiel.
Kosinski sagte, dass TRON 3 so etwas wie DAS IMPERIUM SCHLÄGT ZURÜCK werden soll, so dass man ein düsteres, offenes Ende erwarten könnte, das dann auf eine weitere Fortsetzung hinausläuft.
Disney hat zwar einige heiße Kino-Eisen im Feuer, gerade in diesem Jahr sind die AVENGERS und STAR WARS EPISODE VII im Rennen, aber es macht eine Menge Sinn, auch TRON nicht zu vergessen, insbesondere, da auch hier die Zweitverwertungs- und Merchandising-Möglichkeiten gigantisch sind. TRON: LEGACY spielte weltweit 400 Millionen Dollar ein – und ist auch schon wieder über vier Jahre her.
Was die Überschrift uns sagen soll? Das habe ich mich auch gefragt. Der Buchreport schrieb in einem Artikel mit dem Titel ANGRIFF AUF AMAZON wörtlich:
Der Tolino-Verbund schiebt Ende April ein eigenes Selfpublishing-Portal.
Weiter heißt es (Hervorhebungen von mir):
Dort können Autoren können eigene E‑Books erstellen und verkaufen.
Dem Artikel zufolge sollen die Konditionen zumindest was die Tantiemen angeht so sein wie bei Amazon, nämlich 70% für den Selfpublisher.
Auch wenn es zu begrüßen ist, dass sich eine Plattform neben Amazon bildet, möge man mir verzeihen, wenn ich skeptisch bin. Hinter tolino-media.de stehen Weltbild, Hugendubel, Bertelsmann, Thalia und Libri, »und andere«, also Anbieter, die tief und fest in der Buchbranche mit ihren uralten Riten verankert sind. Man wird die Nutzungsbedingungen abwarten müssen, um zu sehen, ob sich die Verlagsableger wieder (wie immer) unmäßige Nutzungsrechte einräumen wollen – ich gehe davon aus, dass es so sein wird. Amazon räumt sich gar nichts ein, nur das Recht, die eBooks verkaufen zu dürfen.
Zudem geht es offenbar nur um eBooks, via Amazon kann man auf vergleichsweise einfache Art und Weise auch Printbücher anbieten.
Ende April wissen wir mehr, falls sie den Termin tatsächlich einhalten.
[Update 11:25 Uhr:] Ergänzende Informationen bei Matthias Matting. Da heißt es sogar, dass die Selfpublishing-Bücher »in den Regalen der Buchhändler stehen sollen« und es ISBNs kostenlos dazu geben wird.
Screenshot Buchreport Copyright Buchreport, Illustration Copyright Tolino Media GmbH
Tja, schade. Da hat man immer gedacht, Bücher unterscheiden sich von eBooks nur durch die Darreichungsform – und dann müssen einen doch tatsächlich die Damen und Herren vom Europäischen Gerichtshof eines Besseren belehren. Ich gehe stark davon aus, dass die Richter da üblicherweise Kugelschreiber jonglieren, sich das Internet von ihren Sekretärinnen ausdrucken lassen und länger überlegen, wie herum man eine Maus halten muss. Oder dass sie sich einfach an eine EU-Richtlinie halten mussten, was es nicht besser macht.
Was ist passiert, dass ich hier auf der virtuellen Palme sitze und mit grünen Flecken im Gesicht mit der Schnapsflasche wedle (sorry, aber ich muss mir das Urteil schönsaufen, schade um meine Leber)? In einem aktuellen Urteil entschieden die Richter vom Europäischen Gerichtshof, dass verminderte Mehrwertsteuersätze auf eBooks nicht zulässig sind. Auf Printbücher und Hörbücher fallen hierzulande sieben statt 19 Prozent MWSt an, weil Bücher ein kulturelles, zu unterstützendes Gut sind. Und wenn diese Bücher dann nicht mehr auf tote Bäume gedruckt, sondern stattdessen auf einem Bildschirm gelesen werden, dann sind sie keine Bücher mehr. Sondern Dienstleistungen. Und die haben keinen verminderten Satz.
Die Erklärung und Begründung dafür (Pressemitteilung des Gerichts, PDF) ist meiner Ansicht nach so dermaßen idiotisch, hanebüchen und an den Haaren herbeigezogen, dass ich es kaum fassen und nur akute Realitätsverluste vermuten kann: eBooks sind laut der Richter keine »greifbaren Dinge«. Sie können erst zusammen mit einem eReader dargestellt werden. Deswegen stellen sie eine Dienstleistung dar, die erst auf dem Reader wie durch Magie zum Buch wird und deswegen fallen halt 19 Prozent MWSt an, wie bei Dienstleistungen üblich.
Ich war erst einmal sprachlos ob dieser Interpretation aus dem finstersten Mittelalter. Das ist an so vielen Stellen falsch, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Das Buch verändert also seinen Status nach dem Medium, auf dem es dargeboten wird? Ernsthaft? ERNSTHAFT? Der Goethe ist nur auf Papier Kultur, auf einem Bildschirm isser so etwas ähnliches wie an den Tisch gebrachtes Gyros/Pommes mit Pils und Ouzo?
Für den Konsumenten ist der Unterschied nonexistent – am Ende liest man immer einen Text, ob nun auf Papier oder eInk (Junkies, die gern giftige Druckerschwärze schnüffeln, lassen wir an dieser Stelle mal außen vor, ebenso wie die »aber Papierbücher haben doch soooo eine tolle Haptik!!!einsölf!!«-Spinner). Dasselbe übrigens bei Hörbüchern: Wenn ich eins auf CD kaufe, zahle ich 7 Prozent USt, bei einem Download werden 19 % fällig. Will man bei den Organen der EU »moderne« Medien (die gemessen in Internet-Zeitaltern jedoch schon uralt sind) mit Gewalt unterdrücken? Will man gezielt dafür sorgen, dass Europa hinter dem Rest der Welt herschleicht, was Internet und verwandte Medien angeht? Will man Innovation als unerwünscht wegboxen? Oder sind die einfach nur bekloppt?
Die Ökobilanz von eBooks ist laut einer Studie deutlich besser als die von Printbüchern. Sie müssen nicht gedruckt werden, sie müssen nicht gelagert werden, sie müssen nicht mit Lastwagen von A nach B gekarrt werden. Alles prima für den CO2-Footprint und weniger Feinstaub in der Luft. Hatte sich nicht irgendwer Umweltfreundlichkeit auf die Fahne geschrieben? Ich komm jetzt nicht drauf, wer es war. Fängt mit E an und hört mit uropa auf. Ja. Ur-Opa passt irgendwie …
Und was ist mit der Buchpreisbindung? Ja, ich weiß, die allgemeine Lesart von Börsenverein und dessen Treuhändern ist, dass die auch für Medien gilt, die »im Prinzip so was ähnliches wie Bücher« sind (auf Legalesisch: »Preiszubinden sind solche E‑Bücher, die einem gedruckten Buch im Wesentlichen entsprechen«). Nach der Begründung des Gerichtes sind eBooks aber so lange gar keine Bücher, bis sie sich auf meinem eReader befinden, also im Moment des Kaufs noch nicht. Wäre ich Amazon, würde ich die Buchpreisbindung auf eBooks sofort in den Wind schießen, genau so argumentieren und die Abmahnungen und Klagen entspannt auf mich zukommen lassen. Die Kohle, ein paar Runden mit Justizia zu drehen, zahlt Jeff Bezos doch aus der Kaffeekasse. Irgendwann landet das dann vor genau demselben Gericht. Und dann müssen die Hosen runter. Und dann stellt sich raus, dass Amazon zwar keine 3% USt auf eBooks mehr nehmen darf (ist seit dem ersten Januar 2015 eh vorbei, aber das ist eine andere Gruselgeschichte), aber dafür die Preise beliebig festlegen kann. Und das schadet so ziemlich jedem – außer Amazon.
Abschließend möchte ich anmerken, dass ich in dieser Causa (Umsatzsteuer auf eBooks, nicht Buchpreisbindung) tatsächlich so ziemlich derselben Meinung wie der Börsenverein bin. Erschreckend …
Satire off. Nur zur Sicherheit. Nicht, dass sich noch irgendein europäisches Gericht angegriffen fühlt.
Und nach einigen kleinen Teasern ist er nun da: Der erste vollständige Trailer zu TOMORROWLAND aus dem Hause Disney. Er trägt den Titel A WORLD BEYOND Und das sieht mal richtig gut aus.
Es spielen unter anderem: Britt Robertson, George Clooney, Hugh Laurie, Raffey Cassidy, Tim McGraw, Judy Greer, Kathryn Hahn, Keegan-Michael Key und Thomas Robinson.
Regie führt Brad Bird, es produzieren Damon Lindelof, Brad Bird und Jeffrey Chernov. Ausführende Produzenten sind John Walker, Brigham Taylor, Jeff Jensen und Bernard Bellew.
Kinostart in Deutschland ist der 28. Mai 2015. Und der deutsche Verleihtitel ist möglicherweise PROJEKT: NEULAND. Sollte dem tatsächlich so sein, spendiere ich demjenigen, der sich das vermutlich im Racke Rauchzart-Rausch ausgedacht hat, die goldene Gesichtspalme von Cannes.
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Der Forscher Montgomery Clyde erkundet das dunkelste Peru, und entdeckt dabei ein Paar bisher unbekannter peruanische Bären. Doch anstatt einen Bären für das Naturkundemuseum zu schießen, freundet Clyde sich mit dem Pärchen an. Er bringt ihnen bei, Marmelade zu kochen und Englisch zu reden. Und als es wieder Zeit ist, in die Zivilisation zurück zu kehren, verabschiedet er sich mit den Worten: »und wenn ihre jemals nach London kommt, habt ihr bei mir immer ein Zuhause«. Und was danach folgt, ist einer der ehrlichsten und herzerwärmendsten Familienfilme, den man seit langem im Haifischbecken von Mainstream-Produktionen erleben durfte. Keine nach den Eltern schielenden popkulturellen Anspielungen. Keine abgeflachte, Rücksicht nehmende Handlung. Keine übertriebenen Zugeständnisse an die Möglichkeiten des modernen Kinos. Natürlich verfügt PADDINGTON über erstklassige Spezialeffekte, aber die bleiben immer im Rahmen des Notwendigen. Üblicherweise sagt man: wenn computeranimierte Figuren besser sind als die Schauspieler, dann hat der Film ein Problem. Hier kann man getrost sagen, der Film hätte ein sehr großes Problem ohne seine künstlich erschaffene Figur.
Found Footage, das leidige Thema. Es mag ein Trend sein, alle möglichen und unmöglichen Situationen im eigenen Leben mit dem Smartphone festzuhalten. Aber beim Aussteigen aus dem Auto, auf dem Weg zu Schule? Wenn jemand zu seinem Tisch in der Cafeteria geht? Wenn man auf dem Dachboden mit dem Bruder nach Schätzen aus der Kindheit stöbert? Es ist so mühselig, und nicht nachvollziehbar. Warum Found Footage, wenn PROJECT ALMANAC als normal gedrehter und aufgelöster Film sogar ein sehr angenehmer Spaß geworden wäre? Es ist nicht wirklich nachvollziehbar, aber sehr ärgerlich. Josh Trank hat mit CHRONICLE als einziger bewiesen, dass man das Format sehr schlau und auch gerechtfertigt einsetzen kann, wenn man die Vernunft und Logik in die Inszenierung mit einbezieht. Dean Israelite ist das bei PROJECT ALMANAC nicht gelungen, und einer vielversprechenden Prämisse, steht eine nicht nachvollziehbare Bildführung im Weg.
An anderer Stelle hatte ich thematisiert, dass die MVB, Tochter des Börsenvereins des deutschen Buchhandels und alleinige Ausgabestelle von ISBNs in Deutschland, sich weigert, Nummernkontingente an Einzelpersonen abzugeben – und die angebotenen einzelnen Nummern zudem noch massiv überteuert sind. Da ich das für eine Ausnutzung einer marktbeherrschenden Position hielt (und noch immer halte), fragte ich beim Bundeskartellamt nach. Die widerum wandten sich an die MVB bzw. den Börsenverein und die haben dann natürlich ihre Sicht mit den üblichen Platitüden verteidigt. Dafür benötigten sie etliche Wochen. Leider wurde mir die MVB-Replik nicht zur Verfügung gestellt, deswegen kann ich aus dem Schreiben des Bundeskartellamtes nur spekulieren, was genau vorgebracht wurde. Die Antwort des Amtes gebe ich im Folgenden wieder.
Es beginnt mit kleinen Wortfindungsstörungen, unauffällig und unproblematisch. Dass sie die neue Freundin des Sohnes zweimal hintereinander begrüßt, fällt kaum auf. Später wird sie perplex einen ihrer Vorträge unterbrechen, bis sie unvermittelt ihr Thema wiederfindet. Als schließlich der routinierte Jogging-Weg zu einem vollkommen fremden Ort wird, weiß Alice Howland dass ein Arztbesuch unausweichlich wird.
Fast 15 Millionen Menschen leiden weltweit an Alzheimer, was ungefähr 60 Prozent aller Demenzkrankheiten ausmacht. Bei der Altersgruppe der 65 jährigen sind etwa zwei Prozent von der Krankheit betroffen, um die Siebzig herum, sind es schon drei Prozent an Betroffenen. Alzheimer ist eine Krankheit des Alters, vornehmlich. Deshalb geht Alice mit dem unguten Gefühl zum Arzt, sie könnte einen Tumor oder eine Entzündung haben. Sie ist 50, erfolgreiche Sprachwissenschaftlerin, mit drei erwachsenen Kindern und einem treusorgenden Gatten. Das Leben hat es gut gemeint mit Alice Howland, und deswegen ist sie auch zuversichtlich, einen Tumor ohne weiteres überstehen zu können. Doch es gibt unrühmliche Ausnahmen in welchem Alter die Krankheit ausbricht. Und Alice gehört zu diesen Ausnahmen.
Mit waghalsigen Flugmanövern kennt Harrison Ford sich aus. Nicht nur, weil er als Han Solo oder Indiana Jones bereits das ein oder andere davon absolviert hat, sondern auch, weil er selbst ein ambitionierter Hobbyflieger ist. Und so ist auch sein aktueller Flugzeugabsturz natürlich außergewöhnlich: Er selbst flog ein altes Propellerflugzeug aus dem zweiten Weltkrieg, mit dem er kürzlich auf einem Golfplatz bei Los Angeles abstürzte. Außer ihm war niemand in der Maschine. Das ist der zweite Absturz aus dem er ohne größere Blessuren heraus kommt, bereits 1999 war er mit einem Hubschrauber abgeschmiert.
Glücklicherweise ist ihm offenbar nicht viel passiert, er liegt im Krankenhaus, aber eine Sprecherin sagte, es gehe ihm gut, und er werde sich vollständig erholen. Die Macht war mit ihm.
Sein Schauspielerkollege Peter Mayhew, vielleicht besser bekannt als Chewbacca, machte sich über die überschlagenden Pressemeldungen lustig, als er twitterte:
Bildgewaltig und mit allen technischen Finessen versehen, ist SEVENTH SON ein kurzweiliges Fantasy-Abenteuer, das nicht durch Originalität überzeugt, aber durch sein Bekenntnis zu den eigenen Restriktionen. SEVENTH SON will das Genre gar nicht neu erfinden, sondern sich in den Versatzstücken suhlen – und zumindest diese Rechnung ist aufgegangen.
Die Spooks sind ein alter Orden, der die Menschen vor allerlei bösen Auswüchsen beschützt. Leider ist der in die Jahre gekommene Gregory der vorerst letzte seiner Art, weil nur der siebte Sohn eines siebten Sohnes die Gabe hat, gegen Hexen, Gestaltwandler und Irrwichter zu bestehen. Und siebte Söhne sind leider selten geworden. Vor Jahren hatte Gregory die zerstörerische Hexe Malkin in ein Verlies verbannt, nun gelang ihr die Flucht, mit nichts weiter, als den Rachegedanken gegenüber dem Spook. Dabei kommt dessen Lehrling Bradley ums Leben. Doch in nicht all zu weiter Ferne gibt es den jungen unbedarften Farmerssohn Tom, einer der letzten siebten Söhne eines siebten Sohnes. Doch um einen Spook alles richtig beizubringen, bedarf es Jahre. Gregory ist auf Tom angewiesen, hat aber nur wenige Tage Zeit, ihn zu lehren. Denn dann wird Mutter Malkin alle boshaften, mörderischen Wesen loslassen, um Unheil über die Menschen zu bringen.
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