Von Master Key Films stammt der SF-Kurzfilm SEAM. Der zeigt eine nicht zu ferne Zukunft, in der ein brüchiger Frieden zwischen den Menschen und erstaunlich menschenähnlichen Maschinen besteht, von denen einige noch nicht einmal wissen, dass sie solche sind. Es kommt zu einer Zerreißprobe, als manche dieser Synthetics ohne offensichtlichen Grund explodieren. Ein militärisches Team beginnt nach diesen unwissenden Selbstmordattentätern zu suchen.
Regie führten die Brüder Élan und Rajeev Dassani, es spielen unter anderem Oded Fehr, Rakeen Saad, Khaled al Ghwairi, Ulka Simone Mohanty und Stephen Au.
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Auch angesichts zahlloser Film-Blockbuster aus dem Bereich Science Fiction ist man doch immer wieder dankbar, wenn man mal etwas anderes entdeckt, das ein Kleinod sein könnte. Das trifft definitiv auf den Indie-Film INFINITY CHAMBER zu, der eine Art kafkaesker Mindfuck zu sein scheint.
Beschreibung: Ein Mann der in einem automatisierten Gefängnis feststeckt, muss einen Computer austricksen, um frei zu kommen und seinen Weg zurück in eine Welt zu finden, die bereits zerstört sein könnte.
Der Film tingelt seit 2016 über diverse Filmfestivals und kommt Mitte September in die US-Kinos. Einen Termin für den Deutschlandstart gibt es nicht, ich würde mich nicht wundern, wenn das hier leider nur direkt auf Silberscheibe veröffentlicht werden würde.
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Gestern hatte ich auf die Netflix-SF-Produktion WHATEVER HAPPENED TO MONDAY mit Noomi Rapace und Willem Dafoe hingewiesen und den Trailer gezeigt. Ursprünglich hieß es seitens des Anbieters, dass der Streifen ab August auf dem Streamingdienst zu sehen sei.
Doch Netflixens deutsche Pressagentur die Presseagentur des Verleihers Splendid Film hat mich heute per Email eines Besseren belehrt. Tatsächlich wird der Film in deutschen Kinos gezeigt werden (das ist grundsätzlich für Cineasten erstmal eine gute Nachricht), allerdings erst am 12. Oktober 2017, also zwei Monate nach dem Start auf dem Streamingdienst im Rest der Welt. Das ist schlecht.
Ob und wann der Film dann hierzulande doch bei Netflix zu sehen sein wird, ging aus der Pressemitteilung leider nicht hervor.
Ehrlich gesagt kann ich das nicht nachvollziehen, und fühle mich als Kunde vera…lbert. Netflix sollte sich an die eigene Politik halten, und selbstproduzierte Filme auch wie angekündigt für die zahlende Kundschaft auf dem eigenen Dienst bereitstellen, statt zu versuchen, über eine Lizensierung an einen Kinoverleiher nochmal extra Einnahmen zu generieren.
Nach dem unsinnigen Absetzen von SENSE8 erneut ein Grund, sein Abo nicht zu verlängern. Wenn der angepriesene Service, zu dem auch exklusive Filme gehören, ohnehin nicht eingehalten wird …
Hier mal ein Trailer zu einem ziemlich ungewöhnlichen SF-Film mit dem Titel MARJORIE PRIME. Es geht um künstliche Intelligenz, das Älterwerden und ob KIs vielleicht die besseren Menschen sind.
Der Film lief gerade auf dem Sundance-Festival, Termine für einen Deutschlandstart gibt es bisher nicht. Wie man deutsche Verleiher kennt, gibt’s den vielleicht irgendwann mal auf Konserve oder als Stream.
ATTRACTION ist ein bei capelight pictures direct auf Silberscheibe und als Stream erscheinendes Science Fiction-Spektakel aus Russland. Wieder einmal besuchen Aliens die Erde, diesmal spielt sich das Ganze allerdings nicht in den USA ab, sondern in den desolaten Vorstädten der Metropole Moskau.
ATTRACTION erscheint am 25. August 2017 auf DVD, Blu-Ray und als Stream.
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Es scheint noch Erklärungsbedarf zur Ausschreibung zu REISEZIEL UTOPIA zu geben, denn es tauchten diverse Fragen auf, die ich im Folgenden zu klären versuche.
Nein, es muss nicht alles »Friede, Freude, Eierkuchen« sein. Es geht um eine grundsätzlich positive Gesellschaft in der Zukunft. Dass auch die nicht ohne Konflikte auskommt, erklärt sich von selbst. Zwei Beispiele:
In STAR TREK handelt es sich fraglos um eine positive Utopie. Der größte Teil der Menscheit und der Förderation ist tolerant und offen. Eigenheiten unterschiedlicher Spezies innerhalb der Völkergemeinschaft sieht man als Bereicherung und versucht, auch mit den schwierigeren davon zurecht zu kommen. Dass es dennoch Reibungen geben kann und wird, wenn beispielsweise ein logischer Vulkanier auf einen emotionalen Menschen trifft, ist klar und war Grundlage diverser Plots. Ebenso klar ist, dass es äußere Gegenspieler wie Klingonen, Romulaner, Borg oder Ferengi gibt – und selbst bei denen bemüht man sich eher um Verständnis und friedliches Zusammenleben. Das klappt aber nicht immer, und dann sprechen auch mal die Waffen. Trotzdem ist STAR TREK in der Prime-Zeitlinie geradezu ein Paradebeispiel für eine positive Utopie. nein, es darf leider keine Fanfiction eingereicht werden.
Ebenfalls zu nennen wären Alan Dean Fosters Romane aus dem Humanx-Universum. Menschen und insektoide Thranx haben es geschafft, trotz anfänglich schwerer Ressentiments und Urängsten eine gemeinsame Zivilisation aufzubauen, die auf den ersten Blick positiv utopisch ist. Dass es auf Hinterwäldlerplaneten anders aussehen kann, ist in einem SF-Setting so, aber dann werden halt Inspektoren (Polizisten) geschickt, die nach dem Rechten sehen. Und auch da gibt es Antagonisten in Form der biestigen Echsenrasse A´Ann oder Komplikationen durch planetare Besonderheiten oder kosmische Phänomene.
Hintergrund der Idee ist die Science Fiction, die geschrieben wurde, bevor Dystopien en vogue wurden: eine positive Sicht auf die Zukunft, auf die gesellschaftliche und persönliche Entwicklung und die Technik. Oder neue Modelle des Zusammenlebens.
Keine Utopien sind beispielsweise Gesellschaften die komplett glücklich sind, weil sie im Dauerdrogenrausch existieren, oder weil sie von irgendwelchen religiösen Kasten unterdrückt werden, die ihnen aufoktroieren, dass sie toootal glücklich sind, weil Gott das so will.
Die Utopie sollte schon echt sein. Utopien müssen nicht konfliktfrei sein. Konflikte könnten beispielsweise auch daraus entstehen, dass jemand versucht, die Gesellschaft zum Schlechteren zu verändern, und dass es dagegen Widerstand gibt. Oder dass eine utopische Gesellschaft auf eine Probe gestellt wird, weil sie nicht von ihren Prinzipien lassen will, obwohl das Nachteile bedeuten könnte – aber auch da kommt man am Ende gestärkt heraus hervor.
Mit DIE AUSERWÄHLTEN ist der zweite Band aus der Science Fiction-Reihe ARMATIN von Mathias Leopold erschienen.
Während es im ersten Band, DIE ORLASIER, um die Erforschung einer nahezu erloschenen Spezies von genialen Gentechnikern ging, wendet sich Leopold im zweiten Band dem gesamten Völkerbund »Gemeinschaft« zu: Es geht jetzt nicht mehr nur um eine Mission oder eine Verteidigung, alles scheint auf dem Spiel zu stehen. Mit den »Auserwählten«, einer Gruppe von nicht näher bezeichneten übermächtigen Wesen, wird eine der Parteien vorgestellt, die die Geschicke des Bundes lenken und die Macht an sich reißen wollen. Ihr Motto ist die Errettung der Gemeinschaft, aber ihre Methoden passen nicht dazu. Den Auserwählten, die im Verborgenen arbeiten, gelingt es mehr und mehr, das Gefüge zu destabilisieren und ihre eigenen Leute an die Macht zu bringen, im Versuch, eine neue Gesellschaft zu erschaffen. Den Toach, einer technische Lebensform und Gründungsmitglied der klassischen Gemeinschaft, kommt dabei eine besondere Rolle zu, aber auch die Machtverschiebung auf der Heimatwelt der Menschen, Armatin, geht auf das Konto der Auserwählten.
Das Buch begleitet erneut das gigantische Raumschiff Pulsar auf verschiedenen Missionen wie zum Beispiel der Verteidigung gegen die vorrückenden Fenor oder Rettungsmissionen für die Dijyu. Die Pulsar ist dabei immer im Zentrum der Macht und Kapitänin Migaschscher wird mehr und mehr zu einer der engsten Vertrauten der neuen Regierung.
Angesichts des ungebrochenen Interesses an GAME OF THRONES wundert es nicht, dass auch andere Stoffe des Autoren George R. R. Martin umgesetzt werden sollen. Nach all den Jahren seines Schaffens gibt es wirklich genug Stoff.
SyFy wird die Novelle NIGHTFLYERS als Fernsehserie umsetzen. Dabei handelt es sich um eine Kurzgeschichte, die 1980 erschien. Sie wurde bereits 1987 in einen eher trashigen B‑Film umgesetzt.
Diesmal hat SyFy sich mit Universal Cable Productions zusammen getan. Das Produktionsteam besteht aus einer Menge Leuten: Doug Liman (EDGE OF TOMORROW), Gene Klein und David Bartis von Hypnotic, Alison Rosenzweig und Michael Gaeta of Gaeta Rosenzweig Films, Lloyd Ivan Miller und Alice P. Neuhauser von Lloyd Ivan Miller Productions und Jeff Buhler (MEAT TRAIN) – letzterer schreibt auch die Drehbücher.
Die Zusammenfassung lautet wie folgt:
Nightflyers is a science fiction tale set in the future on the eve of Armageddon. A crew of explorers escape Earth’s destruction by boarding the Nightflyer, a highly advanced space ship that is run by an artificial intelligence and has a captain that the explorers never get to see. The mission has them rendezvousing with a mysterious alien spacecraft, but as the journey continues question arise about just where the Nightflyer is really going.
NIGHTFLYERS ist eine Science Fiction-Geschichte, die in der Zukunft am Vorabend der Apokalypse handelt. Eine Gruppe von Forschern entkommt der Zerstörung der Erde in der Nightflyer, einem hochmodernen Raumschiff, das von einer künstlichen Intelligenz domioniert wird, das Kommando hat ein Captain, den sie nie zu sehen bekommen. Ihre Mission ist es, sich mit einem mysteriösen Alienschiff zu treffen, doch während der Reise stellen sich Fragen, wohin die Nightflyer tatsächlich fliegt.
Einen Starttermin gibt es noch nicht.
Cover Nightflyers Copyright 1985 St Martins Press
Neben Computerspielen bringt Humble Bundle auch immer wieder mal eBook-Pakete heraus. Jetzt gibt es ein neues und das ist sehenswert, denn es enthält ausschließlich Bücher von SF-Autoren, die schon mal den Nebula Award gewonnen haben.
Und das liest sich wie ein Who Is Who, denn dabei sind unter anderem:
George R.R. Martin, Sheila Finch, Howard Waldrop, Elizabeth Ann Scarborough, Kelly Link, Harlan Ellison, Ray Bradbury, Neil Gaiman, John Brunner, Roger Zelazny, Frank Herbert und noch diverse andere mehr.
Wer das komplette Paket aller eBooks haben möchte, muss 20 Dollar ausgeben und erhält dafür ganze 40 (!) bemerkenswerte Bücher aus dem Bereich SF und Phantastik. Man kann aber auch deutlich weniger ausgeben und dann eben nur Teile des Gesamtpakets bekommen.
Erneut ein grandioses Bundle – eine Aktion, die in Deutschland dank der fossilen Buchpreisbindung leider unmöglich wäre.
Jeder, der sich intensiver mit Science Fiction beschäftigt, weiß was Fanzines sind. Fanzines sind von Fans herausgegebene Magazine, die sich mit Aspekten der SF und verwandten Gebieten beschäftigen. Die gibt es seit vielen, vielen Jahren, seit man als Sterblicher abseits von Verlagen halbwegs brauchbaren Zugriff auf Vervielfältigungsmethoden für Totholz bekam. Ich kann mich noch an Fanzines erinnern, die vor dem großflächigen Entstehen von Copyshops mit Spiritus-Umdruck entstanden sind. Mit Stückzahlen, die man an vier Händen abzählen konnte. Oder drei. Oder 20. Es gab Fanzines mit den verschiedensten Inhalten, manche befassten sich sekundärliterarisch mit dem Gerne, andere brachten selbstverfasste Stories, wieder andere waren reine Egozines, die vermutlich meisten ein Mix aus all dem. Fanzines waren ein Aspekt des Genres und des Hobbies, das nicht wegzudenken war – und streng genommen bis heute ist.
Aber wenn wir das mal mit etwas Abstand und objektiv betrachten, dann waren das Publikationsformen für jedermann, lange bevor so etwas wie das Internet oder Selfpublishing allgemein verfügbar waren. Magazine, die in ebenfalls einer Art von Selfpublishing erschienen sind.
Und da kommen wir zum Punkt: Angesichts dieser jahrzehntelangen Historie des Selfpublishings im deutschen SF-Fandom kann ich absolut nicht nachvollziehen, warum etliche Protagonisten dieses Gerontenstadls dieser Gruppierung heutzutage via Selfpublishing veröffentlichte Werke oder Kurzgeschichtensammlungen pauschal als »Mist« ablehnen, ohne auch nur mal ein Blick hinein geworfen zu haben? Warum finden Selfpublishing-Werke keinerlei Berücksichtigung, wenn es um Preise aus dem Dunstkreis »deutsches SF-Fandom« geht, Veröffentlichungen in Fanzines – die heute bisweilen noch wie mit Spiritusumdruck hergestellt wirken, selbst wenn sie eine Webpräsenz sind – aber schon? Wird da mit zweierlei Maß gemessen? Weil »wir das noch nie so gemacht haben«? Warum? Ich kann es einfach nicht nachvollziehen, denn es gibt fraglos im Bereich SF via Selfpublishing haufenweise bemerkenswerte Veröffentlichungen, sogar welche, die anderswo Preise einheimsen können. Warum werden die nicht zur Kenntnis genommen? Weil gerade die Juroren für SF-Preise eine neue Technologie wie eBooks und eBook-Reader als neumodisches Teufelswerk ablehnen und lieber verzückt an Druckerschwärze und Buchrückenklebstoff von bedrucktem Totholz schnüffeln? Und weil sie nicht erkennen, dass Selfpublishing so weit vom Fandom-Klassiker Fanzine nicht entfernt ist? Oder sind sie vergrätzt, dass wir heute in der Lage sind, Storysammlungen via Amazon großflächig unters Volks zu bringen, statt nur zwei Handvoll handgeklammerter nach Sprit riechender Umdruck-Hefte verteilen oder per Post verschicken zu können? Warum lehnen Urgesteine, die uns früher mit mehr oder weniger schlecht kopierten Fanzines zweifelhaften Inhalts gequält haben (die aber dennoch als Fan-Arbeit selbstverständlich liebens- und bemerkenswert waren), heute andere Fans ab, die eigentlich genau dasselbe tun?
Ich verstehe es nicht. Ich verstehe es wirklich nicht.
p.s.: Nein, es geht diesmal nicht um den DPP, selbst wenn der sich auch jahrelang mit Händen und Füßen gegen Selfpublishing gewehrt hat.
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