Trailer für einen außergewöhnlichen SF-Film: MARJORIE PRIME

Trailer für einen außergewöhnlichen SF-Film: MARJORIE PRIME

Hier mal ein Trai­ler zu ei­nem ziem­lich un­ge­wöhn­li­chen SF-Film mit dem Ti­tel MAR­JO­RIE PRIME. Es geht um künst­li­che In­tel­li­genz, das Äl­ter­wer­den und ob KIs viel­leicht die bes­se­ren Men­schen sind.

Es spie­len Lois Smith, Jon Hamm, Tim Rob­bins und Gee­na Da­vis, Re­gie führ­te Mi­cha­el Al­me­rey­da nach ei­nem mit dem Pu­lit­zer-Preis aus­ge­zeich­ne­ten Büh­nen­stück glei­chen Ti­tels von Jor­dan Har­r­i­son (in dem Lois Smith eben­falls die Haupt­rol­le spiel­te).

Der Film lief ge­ra­de auf dem Sundance-Fe­sti­val, Ter­mi­ne für ei­nen Deutsch­land­start gibt es bis­her nicht. Wie man deut­sche Ver­lei­her kennt, gibt’s den viel­leicht ir­gend­wann mal auf Kon­ser­ve oder als Stream.

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Ich hat­te nur die In­halts­an­ga­be für den Film ge­le­sen und ihn dann auf die Leih­lis­te mei­nes On­line-DVD-Ver­leihs ge­setzt. Als der Film ein­traf, wa­ren mei­ne Er­war­tun­gen nicht be­son­ders hoch – und wur­den mil­lio­nen­fach über­trof­fen!

Nicht in fer­ner Zu­kunft, nein, in ei­ner be­denk­lich na­hen Zu­kunft spielt die Hand­lung. An­fäng­li­che De­tails tra­gen zur ers­ten Fas­zi­na­ti­on bei: in den Städ­ten herrscht in­zwi­schen ein Misch­masch von Kul­tu­ren und Spra­chen, so dass trotz des Haupt­hand­lungs­or­tes Shang­hai lau­fend spa­ni­sche, fran­zö­si­sche, ita­lie­ni­sche und chi­ne­si­sche Flos­keln fal­len.

Doch die zu Me­ga­ci­ties aus­ge­bau­ten Städ­te be­her­ber­gen nicht die ge­sam­te Mensch­heit. Die Ge­sell­schaft hat sich im Film zu ei­nem zwei-Klas­sen-Sys­tem ent­wi­ckelt. Gut hat’s der, der »drin­nen« ist, also in der streng be­wach­ten Stadt woh­nen darf. Rich­tig dre­ckig geht’s de­nen, die »drau­ßen« sein müs­sen. »Drau­ßen«, also um die Me­ga­ci­tys her­um, gibt es – durch eine Kli­ma­ka­ta­stro­phe aus­ge­löst – nur trost­lo­se Wü­ste. Dort ve­ge­tie­ren alle un­ter­halb der Ar­muts­gren­ze vor sich hin. Es gibt kaum eine Chan­ce, in die si­che­re Zone ei­ner Stadt zu kom­men. Au­ßer auf il­le­ga­lem Weg…
Ohne ein gül­ti­ges »Pa­pel« kommt man in kei­ne Stadt und darf auch kei­ne Stadt ver­las­sen. Hin­zu kommt, dass man nach Aus­lau­fen ei­nes »Pa­pel« nicht mehr ver­si­chert ist. Das heißt al­les ist ab­ge­si­chert durch ir­gend­ei­ne Form von Ver­si­che­rung di­ver­ser Me­ga-Kon­zer­ne, in de­nen man Ar­beit fin­det (der Glo­ba­li­sie­rung sei Dank!). Ge­ra­de die­ses De­tail gibt eine zu­sätz­li­che Gän­se­haut, da eine solch ex­trem durch Rie­sen­kon­zer­ne »ab­ge­si­cher­te« Zu­kunft durch­aus im Be­reich des Mög­li­chen liegt(!).

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