Demnächst erscheint: SF-Roman SQUARE³ von Mira Grant

Mira Grant ist ein Pseud­onym von Seanan McGui­re, unter dem sie Sci­ence Fic­tion schreibt, ansons­ten ist sie eher durch (Urban) Fan­ta­sy bekannt (z.B. die OCTOBER DAYE-Rei­he). Die Inhalts­be­schrei­bung des neu­en Buchs SQUARED³ liest sich sehr viel­ver­spre­chend, es geht um Geschwis­ter die durch phy­si­ka­li­sche Phä­no­me­ne getrennt wer­den und in ver­schie­de­nen Rea­li­tä­ten leben:

We think we under­stand the laws of phy­sics. We think rea­li­ty is an immu­ta­ble mono­lith, con­sis­tent from one end of the uni­ver­se to the next. We think the square/​cube law has actu­al rele­van­ce.
We think a lot of things. It was per­haps ine­vi­ta­ble that some of them would turn out to be wrong.
When the gre­at incur­si­on occur­red, no one was pre­pared. How could they have been? Of all the things phy­si­cists had pre­dic­ted, “the fabric of rea­li­ty might rip open and giant mons­ters could come pou­ring through” had not made the list. But somehow, on a fine mor­ning in May, that was pre­cis­e­ly what hap­pen­ed.
For sis­ters Sus­an and Katha­ri­ne Black, the day of the incur­si­on was the day they lost ever­y­thing. Their home, their par­ents, their sen­se of nor­mal­cy… and each other, becau­se when the rift ope­ned, Sus­an was on one side and Katha­ri­ne was on the other, and each sis­ter was stran­ded in a sepa­ra­te form of rea­li­ty. For Sus­an, it was sci­ence and stu­dy and the strugg­le to sol­ve the mys­tery of the alte­red phy­sics insi­de the zones trans­for­med by the incur­si­on. For Katha­ri­ne, it was mons­ters and may­hem and the fight to stay ali­ve in a world unli­ke the world of her birth.
The world has chan­ged. The laws of phy­sics have chan­ged. The girls have chan­ged. And the one uni­ver­sal truth of all sta­tes of chan­ged mat­ter is that not­hing can be com­ple­te­ly res­to­red to what it was ori­gi­nal­ly, no mat­ter how much you might wish it could be.

Not­hing goes back.

SQUARE³ erscheint am 31. Dezem­ber 2021, wer schnell ist, oder über eine Zeit­ma­schi­ne ver­fügt, kann es also noch in 2021 fer­tig lesen. ;) Aller­dings soll­te man viel­leicht lie­ber etwas war­ten, oder das Buch aus der güns­ti­ge­ren Zukunft holen, denn es erscheint offen­bar erst­mal nur als Print und man soll für die nur 144 Sei­ten star­ke Hard­co­ver­aus­ga­be wege­la­ge­ri­sche 34,99 Euro zah­len (WTF?). Da meint man offen­bar beim Ver­lag , mit dem bekann­ten Namen ordent­lich Koh­le machen zu kön­nen. Ein eBook wird noch nicht gelis­tet. Dem­nach also bes­ser war­ten, bis es güns­ti­ger wird, oder als eBook ver­füg­bar.

Cover­ab­bil­dung Copy­right Sub­ter­ra­ne­an Press

IN 80 TAGEN UM DIE WELT mit David Tennant jetzt in der ZDF-Mediathek

Das ZDF möch­te offen­bar an alte Weih­nachts­mehr­tei­ler-Zei­ten anknüp­fen und hat bei einer BBC-Mini­se­ri­en-Neu­auf­la­ge von Jules Ver­nes IN 80 TAGEN UM DIE WLT mit­pro­du­ziert. Die Haupt­rol­le des Rei­sen­den Phi­leas Fogg über­nimmt der Ex-Doc­tor und Fan-Lieb­ling David Ten­n­ant. In wei­te­ren Rol­len sind zu sehen: Leo­nie Benesch als Abi­ga­il Fix, Ibra­him Koma als Pas­se­par­tout, Peter Sul­li­vanAntho­ny Fla­na­ganShi­vaa­ni Ghai als Aou­da, Evan Hengst u.v.a.m.

Ja, rich­tig gele­sen: Abi­ga­il Fix, aus dem Detek­tiv wur­de eine Frau und Jour­na­lis­tin, was bereits dar­auf hin­deu­tet, dass man rela­tiv frei mit dem Ori­gi­nal­stoff umge­gan­gen ist, was Puris­ten nicht erfreu­en dürf­te. Ich fin­de das völ­lig in Ord­nung, wenn es gut gemacht ist, denn ers­tens schrei­ben wir das 21. Jahr­hun­dert und zwei­tens kennt man so nicht schon den gesam­ten Plot.

Ab dem 21. Dezem­ber kann man IN 80 DAYS AROUND THE WORLD im ZDF sehen, seit dem 11. Dezem­ber steht die gesam­te Mini­se­rie aber bereits in der ZDF-Media­thek zur Ver­fü­gung. Erfreu­li­cher­wei­se auch im Ori­gi­nal­ton, denn David Ten­n­ant muss man in eng­li­scher Spra­che sehen.

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Computerspiel: STAR TREK: RESURGENCE

Im Rah­men der The Game Awards wur­de ein Com­pu­ter­spiel namens STAR TREK: RESURGENCE ange­kün­digt, das auch Fans zufrie­den­stel­len könn­te, die mit den neue­ren Inkar­na­tio­nen des Fran­chise in Film und Fern­se­hen frem­deln.

Denn RESURGENCE spielt in der TNG-Ära, so wie es aus­sieht ist die Hand­lung zeit­lich nach VOYAGER ange­sie­delt. Die Haupt­fi­gu­ren sind neu, ers­te Offi­zie­rin Jara Rydek und Ensign Car­ter Diaz von der U.S.S. Reso­lu­te (NCC-92317), es sol­len aber auch bekann­te Figu­ren aus den Seri­en in Erschei­nung tre­ten, im Trai­ler kann man schon mal Mr. Spock sehen. Es geht dar­um, einen Krieg zwi­schen zwei Ali­en-Spe­zi­es zu ver­hin­dern.

Rea­li­siert wird STAR TREK: RESURGENCE von Dra­ma­tic Labs, das Stu­dio besteht unter ande­rem aus ehe­ma­li­gen Mit­ar­bei­tern von Tell­ta­le Games. Letz­te­re zeich­ne­ten für diver­se Sto­rytel­ling-Games ver­ant­wort­lich, bevor sie plei­te gin­gen.

RESURGENCE soll im Früh­jahr 2022 erschei­nen und da es in der Unre­al Engi­ne umge­setzt wird, soll man die PC-Ver­si­on im Epic Game Store bekom­men kön­nen. Das Ein­zel­spie­ler-Game soll voll­stän­dig und eigen­stän­dig ver­öf­fent­lich wer­den, also ohne irgend­wel­che Extra­kos­ten durch Mikro­trans­ak­tio­nen oder DLCs. Soll­te es erfolg­reich wer­den, dürf­ten Fort­set­zun­gen aber im Bereich des Mög­li­chen lie­gen.

Mehr Infor­ma­tio­nen fin­det man auf der Web­sei­te zum Spiel.

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Beeindruckend: Cinematic Reveal Trailer – STAR WARS ECLIPSE

Trai­ler kön­nen sie ja! Das unten ist der »Cine­ma­tic Reve­al Trai­ler« für das kom­men­de Com­pu­ter­spiel STAR WARS: ECLIPSE aus dem Hau­se Quan­tic Dream. Dabei han­delt es sic um ein ein fran­zö­si­sches Com­pu­ter­spie­le­stu­dio, bekannt für Pro­duk­tio­nen wie bei­spiels­wei­se BEYOND: TWO SOULS oder DETROID: BECOME HUMAN.

STAR WARS ECLIPSE spielt offen­bar im Hand­lungs­bo­gen HIGH REPUBLIC und damit hun­der­te von Jah­ren vor den Fil­men. In deren rah­men wur­den bekann­ter­ma­ßen bereits meh­re­re Roma­ne und Comics ver­öf­fent­licht (ich war nach dem ers­ten Buch ziem­lich under­whel­med, ich hat­te mir mehr davon ver­spro­chen). Auf­grund der zeit­li­chen Ein­ord­nung muss man sich aller­dings über man­che Auf­trit­te im Trai­ler wun­dern.

Das Spiel befin­det sich in einer frü­hen Ent­wick­lungs­pha­se, des­we­gen gibt es noch kei­nen Release­ter­min und der Trai­ler lässt auch kei­ne Rück­schlüs­se dar­auf zu, wie das Game aus­se­hen wird. Beein­dru­ckend ist er alle­mal.

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Unreal Engine 5 Techdemo: THE MATRIX AWAKENS

In Kür­ze kommt der vier­te Teil der MATRIX-Tri­lo­gie in die Licht­spiel­häu­ser (falls die in die­ser Rea­li­tät dann noch geöff­net haben soll­ten), er trägt den Titel MATRIX: RESURRECTIONS. Eben­falls dem­nächst erscheint mit Unre­al Engi­ne 5 die nächs­te Ite­ra­ti­on der ver­meint­li­chen Game Engi­ne, die inzwi­schen auch erfolg­reich in Film- und  Fern­seh­pro­jek­ten ein­ge­setzt wird, bei­spiels­wei­se bei THE MANDALORIAN. Es ist ein­fach unschlag­bar schnell, bequem und kos­ten­güns­tig, VFX in Echt­zeit in einer Spie­leen­gi­ne zu rea­li­sie­ren, statt zeit­auf­wen­dig in Ren­der-Engi­nes.

Die MATRIX-Tech­de­mo gibt es lei­der nur für Besit­zer einer Play­sta­ti­on 5 oder einer XBox X/​S – und wir wis­sen, dass die nicht lie­fer­bar sind. Eigent­lich soll­te das aber auch pro­blem­los auf einem aktu­el­len PC lau­fen.

An THE MATRIX AWAKENS, so der Titel, wirk­ten Regis­seu­rin Lana Wachow­ski und ihr Film­team mit.

Unten sieht man einen Trai­ler, wei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­det man bei Unre­al in einem Blog­post. Einen Release­ter­min für Enre­al Engi­ne 5 gibt es der­zeit aller­dings immer noch nicht, es exis­tiert aber ein Ear­ly Access-Pro­gramm.

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Morgen erscheint: ABSYNTHE von Brendan P. Bellecourt

ABSYNTHE ist ein Roman von Brendan P. Bel­le­court, der sich Gen­re-Gren­zen ver­sagt. Es ist eine Art-Par­al­lel­uni­ver­sums-His­to­ri­en-Retro-Sci­ence-Fic­tion-Geschich­te, die in alter­na­ti­ven 1920ern han­delt. Die offi­zi­el­le Beschrei­bung liest sich wie folgt:

In his sci-fi debut, Bel­le­court explo­res an alter­na­te roaring 20s whe­re a shell-sho­cked sol­dier must unco­ver latent tele­pa­thic abili­ties to save hims­elf and the peo­p­le around him.
Liam Mul­ca­hey, a reclu­si­ve, shell-sho­cked vete­ran, remem­bers litt­le of the Gre­at War. Ten years later, when he is caught in a bru­tal attack on a Chi­ca­go spea­k­ea­sy, Liam is saved by Grace, an allu­ring hei­ress who’s able to cast illu­si­ons. Though the attack appears to have been com­mit­ted by the hated Upri­sing, Grace belie­ves it was orchestra­ted by Leland De Pere—Liam’s for­mer com­man­der and the cur­rent Pre­si­dent of the United Sta­tes.
Mee­ting Grace unearths long-buried memo­ries. Liam’s for­mer squad, the Devil’s Hench­men, was given a serum to allow tele­pa­thic com­mu­ni­ca­ti­on, trans­forming them into a uni­fied kil­ling machi­ne. With Grace’s help, Liam beg­ins to regain his abili­ties, but when De Pere lear­ns of it, he orders his militia to eli­mi­na­te Liam at any cost.
But Liam’s abili­ties are expan­ding quick­ly. When Liam turns the tables and digs deeper into De Pere’s plans, he dis­co­vers a ter­ri­ble secret. The same expe­ri­ment that gran­ted Liam’s abili­ties was bent toward dar­ker pur­po­ses. Liam must navi­ga­te both his enemies and sup­po­sed allies to stop the President’s nefa­rious plans befo­re they’re unleas­hed on the world. And Grace is hiding secrets of her own, secrets that could pro­ve every bit as dan­ge­rous as the President’s.

Das Gan­ze wird beschrie­ben als »INCEPTION meets METROPOLIS« und bei so einer Beschrei­bung wer­de ich natür­lich sofort hell­hö­rig, das ist genau mein lite­ra­ri­sches Beu­te­sche­ma. Erhält­lich wird es ab dem 9. Dezem­ber 2021 in zwei For­ma­ten sein, ein­mal als Hard­co­ver zum Preis von ca. 24 Euro und als eBook, das die Geld­bör­se mit gera­de mal ca. 7,50 Euro belas­tet (vor­sich­tig sein, es gibt den Roman als eBook von meh­re­ren Anbie­tern, mal für 7,50 und mal für 10,00 Euro).

Übri­gens auch ein sehr gei­les Cover bei DAW Books (das von Head Of Zeus bei der eng­li­schen Lizenz­aus­ga­be ist eher unin­spi­riert).

ABSYNTHE
Brendan P. Bel­le­court
Alter­na­tiv­his­to­ri­en-SF
Dezem­ber 2021
400 Sei­ten, eng­lisch
Hard­co­ver:
ISBN: 978–0756416775, ca.24 Euro
eBook:
ASIN B08QXN6X3D, ca. 7,50 Euro
DAW Books/​Head Of Zeus

Cover­ab­bil­dung Copy­right DAW Books

Trailer – DOCTOR WHO: EVE OF THE DALEKS

DOCTOR WHO: FLUX, die 13. Staf­fel der Neu­erfin­dung der alt­ge­dien­ten BBC-Sci­ence Fic­tion-Serie lief gera­de über die Flim­mer­kis­ten. Wer ange­nom­men hat­te, es sei die letz­te mit Jodie Whit­taker, liegt nicht ganz falsch. Es wird in 2022 noch drei Spe­cials geben, das ers­te davon ist DOCTOR WHO: EVE OF THE DALEKS, das am 1. Janu­ar 2023 aus­ge­strahlt wer­den soll, und in dem offen­bar alte Lieb­lings­fein­de des Doc­tors mal wie­der her­vor­ge­kramt wur­den: Die Daaaal­eks.

Ab 2023 soll dann Rus­sell T. Davies wie­der als Show­run­ner über­neh­men, der war der Kopf hin­ter dem erfolg­rei­chen Neu­start in 2005 und der Mann hin­ter den Aben­teu­ern von Chris­to­pher Eccle­s­ton und Fan-Favo­rit David Ten­n­ant in der Titel­rol­le. Und dann wird es auch eine°n neue°n Schauspieler°In in der Rol­le geben. Man darf also davon aus­ge­hen, dass die Rege­ne­ra­ti­on im drit­ten Spe­cial statt­fin­den wird.

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Neuer Trailer: THE MATRIX RESURRECTIONS

A déjà vu is usual­ly a glitch in the Matrix. It hap­pens when they chan­ge some­thing.

Der neue Trai­ler, der alte und neue Sze­nen mischt, scheint anzu­deu­ten, wor­um es im vier­ten Teil der … ähem … MATRIX-Tri­lo­gie zu gehen scheint: Um Ver­än­de­rung. Ich muss zuge­ben, dass ich über­aus gespannt bin, was die­ser Film uns brin­gen wird, die Trai­ler sehen bis­her jeden­falls sehr viel­ver­spre­chend aus.

Regie führt Lana Wachow­ski nach einem Dreh­buch von ihr, David Mit­chell und Alek­sand­ar Hemon. Es spie­len u.a. Kea­nu Ree­vesCar­rie-Anne MossChris­ti­na Ric­ciPri­y­an­ka Chop­ra JonasJes­si­ca Hen­wickJona­than GroffNeil Patrick Har­ris und Jada Pin­kett Smith.

THE MATRIX: RESURRECTIONS soll kurz vor Weih­nach­ten in den Kinos star­ten (also knapp 22 Jah­re nach dem ers­ten), mit den übli­chen Caveats wegen … ihr wisst schon.

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Tom Holland bleibt Spider-Man

Dass Tom Hol­land in den Fil­men um das Mar­vel Cine­ma­tic Uni­ver­se den freund­li­chen Netz­schwin­ger aus der Nach­bar­schaft dar­stellt, ist einem beson­de­ren Deal zwi­schen Mar­vel und Sony zu ver­dan­ken, denn letz­te­re hal­ten seit 1998 die Rech­te an SPIDER-MAN und allen zu ihm gehö­ren­den wei­te­ren Figu­ren und Bös­wat­zen.

Mit SPIDER-MAN: NO WAY HOME kommt im Dezem­ber – so Covid will – der drit­te Spin­nen­mann-Film aus die­sem Umfeld in die Kinos, damit ist eine Tri­lo­gie abge­schlos­sen.

Amy Pas­cal, Pro­du­zen­tin bei Sony auch für das The­ma Spi­der-Man, sag­te gegen­über Fan­dan­go, dass es wei­te­re Fil­me zusam­men mit Mar­vel und mit Tom Hol­land in der Titel­rol­le geben wird:

This is not the last movie that we are going to make with Mar­vel – [this is not] the last Spi­der-Man movie. We are get­ting rea­dy to make the next Spi­der-Man movie with Tom Hol­land and Mar­vel, it just isn’t part of… we’­re thin­king of this as three films, and now we’­re going to go onto the next three. This is not the last of our MCU movies.

Dass sie bei Sony über drei Fil­me »nach­den­ken«, muss natür­lich nicht hei­ßen, dass es auch eine neue Tri­lo­gie wer­den wird, Mar­vel ist für Über­ra­schun­gen gut – und neben Peter Par­ker gibt es ja auch noch Miles Mora­les oder Spi­der-Gwen.

Dis­ney hat­te gera­de erst Cent­Fox gekauft, um (unter ande­rem) an Rech­te in Sachen STAR WARS, Fan­ta­stic Four und X‑Men zu kom­men. Dass sie auch noch Sony schlu­cken, um die Lizen­zen an Spi­der-Man und des­sen Umfeld zurück zu Mar­vel zu bekom­men, ist eher unwahr­schein­lich, da zu teu­er. Aller­dings könn­te man sich einen Rück­kauf der Rech­te durch­aus vor­stel­len, auch der ist aller­dings in mei­nen Augen unwahr­schein­lich, da sich Sony nicht die Lizenz zum Geld Dru­cken wird abneh­men las­sen wol­len.

Pro­mo­fo­to Tom Hol­land in SPIDER-MAN: NO WAY HOME Copy­right Mar­vel Stu­di­os & Colum­bia Pic­tures

Kurzbesprechung: HAWKEYE 1 & 2

Man traut es sich ja kaum noch zu schrei­ben, weil stän­di­ge Wie­der­ho­lun­gen eben ner­ven. Ich schrei­be es trotz­dem: Es ist erstaun­lich, wie man bei Mar­vel immer noch in der Lage ist, einem The­ma neue Facet­ten zu ent­lo­cken.

Das gilt auch wie­der für die neue Strea­ming­se­rie HAWKEYE, die seit ges­tern bei Dis­ney+ zu sehen ist.

Ging es in den bis­he­ri­gen Seri­en um epi­sche The­men, wie par­al­le­le, viel­leicht sub­jek­ti­ve, Rea­li­tä­ten (WANDAVISION), erwei­tert dann um das Mul­ti­ver­sum (LOKI) oder um ele­men­ta­re The­men wie Men­schen­rech­te und Peo­p­le Of Color und deren Stel­len­wert in der Gesell­schaft (THE FALCON AND THE WINTER SOLDIER) ist HAWKEYE the­ma­tisch schon wie­der eine ganz ande­re Num­mer.

Clint Bar­ton ist einer, der zwar ziem­lich gut mit dem Bogen umge­hen kann, aber eben streng genom­men nicht über Super­kräf­te ver­fügt. Und so kommt die neue Show äußerst boden­stän­dig daher, ver­zich­tet auf welt­ret­ten­de Epik und man hat des­we­gen das Gefühl, als sei das alles ein paar Gän­ge zurück geschal­tet. Das ist aller­dings ein guter Kniff, um sich noch mehr auf die Figu­ren fokus­sie­ren zu kön­nen. Bar­ton ist nicht nur von den Kämp­fen der letz­ten Jah­re gegen über­mäch­ti­ge Geg­ner kör­per­lich gezeich­net, son­dern zusätz­lich offen­sicht­lich trau­ma­ti­siert durch den Tod von Nata­sha Roma­nov. Eigent­lich möch­te er nur mit sei­nen Kin­dern end­lich mal ruhi­ge Weih­nach­ten fei­ern, fern­ab von allen Super­hel­den-The­men.
Und dann ist da noch Kate Bishop, die beim Angriff auf New York im Jahr 2012 ein­schnei­den­de Din­ge erle­ben muss­te, wodurch sie nicht nur Haw­keye-Fan wur­de, son­dern auch moti­viert, es dem gro­ßen Vor­bild gleich­zu­tun.

Bemer­kens­wert fin­de ich wie Jere­my Ren­ner Bar­ton spielt. Stän­dig vom Gesche­hen min­des­tens leicht ange­nervt – und er kann vie­les von dem was pas­siert nach sei­nen über­le­bens­gro­ßen Erfah­run­gen im ver­gan­ge­nen Jahr­zehnt ein­fach nicht ernst neh­men. Wer mit Tha­nos und des­sen Armeen fer­tig gewor­den ist, für den sind ein paar tum­be rus­si­sche Mafio­si eben nur mikro­sko­pi­sche Schwie­rig­kei­ten. Zum Schie­ßen (excu­se the pun) sein Auf­ein­an­der­tref­fen mit LAR­Pern.

Und als direk­ter Kon­trast zum mehr oder weni­ger des­il­lu­sio­nier­ten (aber immer noch freund­lich-hilfs­be­rei­ten) Bar­ton die quir­li­ge, eigen­sin­ni­ge Kate Bishop, dar­ge­stellt von einer Hai­lee Stein­feld in Best­form, die sich trotz allem fan­gir­len nicht die But­ter vom Brot neh­men lässt, und die Bar­ton neben­bei noch zeigt, dass auch ver­meint­lich klei­ne Pro­ble­me der Nicht-Super­hel­den eben in einem klei­ne­ren Fokus immer noch Pro­ble­me sind.

Auch hier haben wir also wie­der ela­bo­rier­te Cha­rak­ter­zeich­nun­gen, die es bei DC ver­mut­lich lei­der nie geben wird.

Im direk­ten Ver­gleich zu den Leis­tun­gen der bei­den auf den Punkt gespiel­ten Haupt­fi­gu­ren fand ich Tony Dal­tons Dar­stel­lung des Schleim­beu­tels Jack Duques­ne aller­dings lei­der völ­lig über­zo­gen, over­ac­ted und – selbst im Rah­men einer Super­hel­din­nen­se­rie – unglaub­wür­dig.

Ich kann Mar­vel nur Hoch­ach­tung zol­len. Nicht nur, weil – sie­he am Anfang – son­dern ins­be­son­de­re auch, weil sie gera­de dabei sind, einen nicht gerin­gen Teil der Super­hel­den-Rie­ge des Mar­vel Cine­ma­tic Uni­ver­se gegen Super­hel­din­nen aus­zu­tau­schen. Thors Freun­din wird die neue THOR, IRONHEART wird die Erbin von IRON MAN, HAWKEYE wird, so wie es aus­sieht, Sen­s­ei-mäßig sei­ne Nach­fol­ge­rin aus­bil­den. Dazu SHE-HULK, MISS MARVEL als neue Hel­din­nen. Mar­vel adap­tiert kon­se­quent das in Kino und TV, was sie in den Comics ange­fan­gen haben. Groß­ar­tig.

Pro­mo­gra­fik Copy­right Dis­ney+

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