Film, TV & Stream

Der Phantastische Bücherbrief 620

Cover Phantastischer Bücherbrief 620

Soeben ist Erik Schrei­bers Phan­tas­ti­scher Bücher­brief für den Juni 2015 erschie­nen. Es han­delt sich mit einer Dicke von 68 Sei­ten um einen der umfang­reichs­ten je erschie­ne­nen Bücher­brie­fe. Und den­noch schreibt Erik, dass aus Zeit­grün­den noch nicht mal alles drin ist, was rein soll­te.

Neben einem Nach­ruf auf Wolf­gang Jesch­ke fin­den sich im Bücher­brief wie immer hau­fen­wei­se Bespre­chun­gen zu deut­scher und inter­na­tio­na­ler Phan­tas­tik, Jugend­li­te­ra­tur, sowie Kri­mi und Thril­ler in den Dar­rei­chungs­for­men Buch, Heft­ro­man, Film und Comic.

Den Phan­tas­ti­schen Bücher­brief kann man hier kos­ten­los als PDF her­un­ter laden.

Phan­tas­ti­scher Bücher­brief 620 Juni 2015 (PDF, ca. 1,7 MB)

 

 

Kommentar: Immer diese doofen Spezialeffekte!!!einself!

Poster Jurassic World

Zuerst wur­de es in die­sem You­tube-Video the­ma­ti­siert, in die­sel­be Ker­be schlägt die­ser Blog­bei­trag. Das möch­te ich im Fol­gen­den kom­men­tie­ren. Ein­zen­tra­ler Satz aus dem Blog:

Die unsäg­li­che Trüm­mer­flut der über­züch­te­ten Hol­ly­wood-Block­bus­ter-Maschi­ne ist nur noch lang­wei­lig und meist nar­ra­tiv dumm.

Das sehe ich völ­lig anders. Lei­der wird das auch inhalt­lich nicht belegt, son­dern ein­fach mal so als Fakt auf­ge­stellt. Des­we­gen klingt das aus mei­ner Sicht wie ein­fa­ches Hol­ly­wood-Gebas­he, das ist im Moment gera­de auch bei gewis­sen Film­krit­kern der Feuil­le­tons gera­de en vogue – wobei man natür­lich über­sieht, dass die deut­schen Stu­di­os und Ver­lei­her im Phan­tas­tik-Bereich nicht nur nicht das Was­ser rei­chen kön­nen, son­dern sie seit Jah­ren kein Was­ser mehr sehen. Weil sie phan­tas­ti­schen Stof­fen noch nicht mal eine Chan­ce geben, Zuschau­er zu fin­den, und alles als Kin­der­kram eti­ket­tie­ren – wäh­rend Hol­ly­wood-Fil­me nach Comic­vor­la­gen auch durch Erwach­se­ne Rekord­ein­nah­men ver­zeich­nen. Spiel­berg, lass Hirn reg­nen.

Gegen­bei­spie­le gibt es reich­lich, ins­be­son­de­re AVENGERS 1 (und das gan­ze Cine­ma­tic Uni­ver­se von Mar­vel), nimmt sich ja sogar die Zeit, Hin­ter­grün­de und Cha­rak­te­re gleich in meh­re­ren Fil­men mit zum Teil sogar inein­an­der­flie­ßen­den Hand­lungs­bö­gen auf­zu­bau­en. Gera­de Joss Whe­don vor­zu­wer­fen, er wür­de nar­ra­tiv dum­me Fil­me machen, ist in mei­nen Augen so dane­ben, dass ich die­sel­ben rol­len muss.

Ich habe mir gera­de JUPITER ASCENDING ange­se­hen. Gran­di­os. Sicher hat das Ding Plot­lö­cher, so groß, dass Jupi­ter durch­pas­sen wür­de, und ja, sicher ist die Sto­ry an den Haa­ren hebei­ge­zo­gen. Ja und? So einen Spaß hat­te ich beim Anse­hen eines Films seit GUARDIANS OF THE GALAXY nicht mehr. Weil sie mir mit den epi­schen und visu­ell äußerst beein­dru­cken­den Spe­zi­al­ef­fek­ten einen gigan­ti­schen sen­se of won­der gelie­fert haben. Und da liegt mei­ner Ansicht auch ein zen­tra­ler Punkt bei der Kri­tik: Man muss sich auf das Gebo­te­ne ein­las­sen kön­nen und wol­len. Wenn das nicht von vor­ne­her­ein vor­han­den ist, wird natür­lich jeder Film sub­jek­tiv zu einer Anein­an­der­rei­hung von plat­ten Spe­zi­al­ef­fek­ten.

Ich fin­de in dem Zusam­men­hang übri­gens wit­zig, dass bei­spiels­wei­se STAR WARS und damals auch JURASSIC PARK schon das­sel­be vor­ge­wor­fen wur­de. Angeb­lich nur Spe­zi­al­ef­fek­te ohne tie­fe­ren Sinn. Übri­gens gab es ganz ähn­li­che Argu­men­te auch bei der Ein­füh­rung des Ton­films und des Farb­films.

Sicher gibt es Fil­me, bei denen es mit GCI über­trie­ben wird, aber das als all­ge­mei­nes Pro­blem dar­zu­stel­len ist in mei­nen Augen dane­ben. Außer­dem kön­nen mit den moder­nen Mög­lich­kei­ten Rea­li­tä­ten im Kino erschaf­fen wer­den, die es frü­her so nie gege­ben hät­te. Zudem gibt es auch Fil­me, die ohne CGI schlecht sind. Und abschlie­ßend: Ich bezah­le auch gern Geld für einen Kino­be­such, wenn der Film mir aus­schließ­lich Pop­corn-Eye­can­dy um die Ohren haut. Immer irgend­ei­nen nebu­lö­sen Anspruch in Fil­men suchen zu müs­sen, erscheint mir irgend­wie typisch deutsch. Der über­ra­gen­de Erfolg von JURASSIC WORLD an den Kino­kas­sen spricht eben­falls eine ande­re Spra­che. Die Kino­be­su­cher schei­nen das alles anders zu sehen, zumin­dest könn­te man das aus den Boxof­fice-Zah­len ent­neh­men. Immer wie­der.

Pos­ter JURASSIC WORLD Copy­right Uni­ver­sal In­ter­na­tio­nal Pic­tures

Derbe: STARCRAFT-Fanfilm THE RUSH

Ich weiß, Phan­ta­News ist im Moment etwas video­las­tig, aber das wird auch wie­der anders. Der You­tube-Kanal Rocket­Jump macht immer wie­der Fil­me um Com­pu­ter­spie­le. Dies­mal haben sie sich STARCRAFT vor­ge­nom­men – und das auf dras­ti­sche Art und Wei­se. Man zeigt, was pas­siert, wenn die Zerg einen Pla­ne­ten ein­neh­men. Mein lie­ber Herr Gesangs­ver­ein …

Es könn­te sein, dass das Video für Per­so­nen irgend­ei­nes Altern nicht geeig­net ist (wobei kon­kret eigent­lich nix Schlim­mes gezeigt wird), die dür­fen sich das dann mög­li­cher­wei­se erst nach 22:00 Uhr Orts­zeit Nie­der­wunsen anse­hen. Oder so.

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Fanfilm: MEGA MAN X

Nin­ten­do­ni­ans ken­nen natür­lich die Video­spiel­rei­he um MEGA MAN, den ursprümglich als Labor­as­sis­ten­ten erschaf­fe­nen Andro­iden, der von sei­nem Schöp­fer Dr. Light in einen Kampf­ro­bo­ter umge­baut wird, um die Machen­schaf­ten des bösen Dr. Wily zu unter­bin­den. Die lang­le­bi­ge Rei­he hat es seit 1987 auf diver­se Inkar­na­tio­nen gebracht und MEGA MAN-Spie­le erschie­nen auf fast allen maß­geb­li­chen Platt­for­men.

Regis­seur Olan Rogers hat gera­de mal 700 Dol­lar in die Hand genom­men und einen MEGA MAN X‑Fanfilm rea­li­siert. Er sagt zu sei­nem Film:

This isn’t a per­fect video I under­stand this, this is all inde­pendent­ly made I did­n’t have a lot of money but I deci­ded to do it any­way I had 700 dol­lars, two green sheets, an ama­zing prop maker, two actors who work­ed for free becau­se I did­n’t have enough money to pay them, they still gave 110% and one awe­so­me fri­end who bus­ted his butt on the ani­ma­ti­on side.

MEGA MAN X zeigt wie­der ein­mal, was im Indie- und No Bud­get-Bereich heut­zu­ta­ge mög­lich ist.

https://www.youtube.com/watch?v=kZ2NA–PFbE

 

TV-Spot: ANT-MAN

Es gibt mal wie­der einen neu­en Spot zu Mar­vels ANT-MAN. Der weist erneut dar­auf hin, dass man wie auch in ande­ren Fil­mes des Comic­stu­di­os war zu lachen haben wird.

Kino­start ist Mit­te Juli.

https://​www​.you​tube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​O​3​Z​I​U​7​2​Q​Fok

Gerücht: HAWKGIRL-Serie für CW in Entwicklung

flasharrow

Der Sen­der The CW hat ab Ende des Jah­res sage und schrei­be drei Comic­se­ri­en nach DC-Hel­den in sei­nem Port­fo­lio – in einem gemein­sa­men Kon­text. Alles fing mit ARROW an, dann kam des­sen Spin­off FLASH und wahr­schein­lich ab dem Herbst wer­den wir auch die LEGENDS OF TOMORROW ein­mal in der Woche zu sehen bekom­men, im Mit­tel­punkt ver­mut­lich Ray Pal­mer ali­as ATOM.

Eben­falls mit bei den LEGENDS soll dem Ver­neh­men nach Hawk­girl sein, dar­ge­stellt von Cia­ra Renée. Für die­sen Cha­rak­ter hat man offen­bar gro­ße Plä­ne, denn angeb­lich befin­det sich eine eige­ne Fern­seh­se­rie in einer sehr frü­hen Vor­be­rei­tungs­pha­se. Ich wür­de mal davon aus­ge­hen, dass man sich die Opti­on offen hält und end­gül­tig ent­schei­det, falls der Cha­rak­ter gut ankommt.

Wir wer­den Hawk­girl ver­mut­lich in der Pre­miè­re zur zwei­ten Staf­fel FLASH im Herbst zum ers­ten Mal zu sehen bekom­men.

Inter­es­sant ist in die­sem Zusam­men­hang übri­gens auch noch, dass Greg Ber­lan­ti, der Macher hin­ter den drei Seri­en auch für CBS´ SUPERGIRL ver­ant­wort­lich ist, und aus­ge­sagt hat, dass die­se Show im glei­chen Uni­ver­sum spielt, in dem auch die Hel­den auf CW agie­ren.

Pro­mo­fo­to Copy­right The CW

GHOSTBUSTERS-Dreharbeiten haben begonnen

PaulFeigSlime

Die Dreh­ar­bei­ten zum neu­en GHOST­BUS­TERS-Film haben ges­tern begon­nen. Wie bereits bekannt, han­delt es sich dabei wohl nicht um einen drit­ten Teil und eine Fort­set­zung, son­dern um einen Reboot. Frü­her war immer die Rede davon, dass die alten Geis­ter­jä­ger die Fackel an eine neue Gene­ra­ti­on wei­ter­ge­ben soll­ten, aller­dings war Bill Mur­ray jah­re­lang nicht zu über­zeu­gen, mit­zu­ma­chen. Mit dem viel zu frü­hen Tod von Harold Ramis hat­te sich das dann offen­bar voll­stän­dig erle­digt und Sony und Colum­bia ent­schie­den sich einen ganz ande­ren Film zu machen – übri­gens auch ohne Dan Aykroyd, der bis­her die trei­ben­de Kraft bei einem neu­en GHOST­BUS­TERS-Film gewe­sen war (er und Reit­man wer­den zwar als Pro­du­zen­ten genannt, aber das hat wohl eher Höf­lich­keits­grün­de, bzw. weil sie Rech­te an gewis­sen Aspek­ten des Films haben).

Regie führt Paul Feig (SPY), der schrieb auch zusam­men mit Katie Dip­pold (TAFFE MÄDELS) das Dreh­buch. Kon­tro­vers wur­de dis­ku­tiert, dass die neue Crew der Geis­ter­jä­ger aus­schließ­lich aus Frau­en bestehen soll­te (aber wer sich über sowas auf­regt, soll­te sich eine Zeit­ma­schi­ne suchen und ins Mit­tel­al­ter gehen). Die neu­en GHOSTBUSTERS wer­den gespielt von Melis­sa McCar­thy, Kate McK­in­non, Les­lie Jones und Kris­ten Wiig. Mit dem Start der Dreh­ar­bei­ten gab es eine Beset­zungs­über­ra­schung, was die Rol­le der »Emp­fangs­da­me« angeht: Im Büro wird Chris Hems­worth ali­as Thor sit­zen.

Auch zur Sto­ry erfuhr man mehr: Das Gan­ze spielt wie­der in New York (auch wenn in Bos­ton gedreht wird). Die Figu­ren von Kris­ten Wiig und Melis­sa McCar­thy arbei­ten wäh­rend ihres Stu­di­ums zusam­men, um ein Buch zu ver­fas­sen, das die Rea­li­tät von Geis­tern bestä­tigt. Bei Ver­öf­fent­li­chung inter­es­siert sich kei­ner dafür, aber das ändert sich eini­ge Jah­re spä­ter. Nach­dem Wiigs Figur einen Lehr­job bei der Colum­bia Uni­ver­si­ty erhal­ten hat, ent­deckt man ihr Buch und sie wird »aus der Aka­de­mie gelacht«. Zu die­sem Zeit­punkt schließt sie sich wie­der mit ihrer Freun­din zusam­men, es kom­men noch zwei wei­te­re zukünf­ti­ge Ghost­bus­ters (Ghost­bus­te­rin­nen?) hin­zu (Kate McK­in­non and Les­lie Jones). Und selbst­ver­ständ­lich tau­chen dann Geis­ter auf und das gru­se­lig-wit­zi­ge Aben­teu­er geht los.

Inzwi­schen gibt es ers­te Bil­der vom Set und Paul Feig hat sich mit einem Becher Schleim foto­gra­fie­ren las­sen.

Bild: Paul Feig mit Schleim, Copy­right Paul Feig, von sei­nem Twit­ter-Kon­to

Trailer: THE SECRET LIFE OF PETS

Wahr­schein­lich habt ihr das schon alle gese­hen, es geht ja gera­de auf den sozia­len Medi­en rum wie ein Busch­feu­er. Von den Men­schen hin­ter ICH, EINFACH UNVERBESSERLICH (DESPICABLE ME) komt ein neu­er Ani­ma­ti­ons­film mit dem Titel THE SECRET LIFE OF PETS. Das erin­nert zwar alles ein wenig an TOY STORY, wo die Spiel­zeu­ge Din­ge tun, wenn der Mensch sich umdreht, aber was solls.

US-Start wird im Juli 2016 sein.

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Starz gibt grünes Licht für AMERICAN GODS Fernsehserie

Cover American Gods

Der Sen­der Starz hat grü­nes Licht für die Pro­duk­ti­on einer Fern­seh­se­rie nach Neil Gai­mans AMERICAN GODS  gege­ben. Show­run­ner und Autor wird Bryan Ful­ler (VOYAGER, DEAD LIKE ME, HANNIBAL) sein. Neil Gai­man ist eben­falls dabei, er ist eben­so wie Ful­ler, Craig Cegiel­ski und Ste­fa­nie Berk aus­füh­ren­der Pro­du­zent. Wie es in der Pres­se­mit­tei­lung wei­ter heißt, ist der Pro­duk­ti­ons­start davon abhän­gig, ob und wann man eine ange­mes­se­ne Beset­zung für Shadow Moon fin­den wird. Das bedeu­tet auch, dass man sich noch nicht zu sehr freu­en soll­te, das Pro­jekt ist nach wie vor in einem sehr frü­hen Sta­di­um.

Neil Gai­man sag­te:

I am thril­led, scared, deligh­ted, ner­vous and a ball of glo­rious anti­ci­pa­ti­on. The team that is going to bring the world of Ame­ri­can Gods to the screen has been assem­bled like the mas­ter cri­mi­nals in a caper movie: I’m reli­e­ved and con­fi­dent that my baby is in good hands. Now we final­ly move to the exci­ting busi­ness that fans have been doing for the last dozen years: cas­ting our Shadow, our Wed­nes­day, our Lau­ra …

Auch HBO woll­te vor ein paar Jah­ren zusam­men mit Tom Hanks eine Umset­zung als sechs­tei­li­ge Mini­se­rie machen, aber dar­aus wur­de nie etwas.

Und wor­um geht es in AMERICAN GODS? In der Wiki­pe­dia fin­det man fol­gen­des dazu:

Die zen­tra­le The­se des Buches ist, dass Göt­ter und mythi­sche Krea­tu­ren nur des­halb exis­tie­ren, weil Men­schen an sie glau­ben. Die Immi­gran­ten brach­ten also Zwer­ge, Elfen und unzäh­li­ge ande­re Geis­ter oder Göt­ter mit nach Ame­ri­ka. Mit der Zeit und mit dem schwin­den­den Glau­ben der Men­schen schwand auch die Macht die­ser mythi­schen Wesen. Ande­re, jün­ge­re Göt­ter erho­ben sich aus dem Bewusst­sein des Vol­kes: Die Medi­en, neue Tech­no­lo­gien, Dro­gen und nicht zuletzt der Kapi­tal­markt. Von der erbit­ter­ten Kon­kur­renz zwi­schen neu­en und alten Göt­tern berich­tet die­ses Buch.

Man darf gespannt sein, wie sich das Pro­jekt wei­ter ent­wi­ckelt und ob wir es tat­säch­lich irgend­wann auf dem Bild­schirm sehen wer­den.

Cover AMERICAN GODS Copy­right Har­per Torch

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