Buch

Auch Halle Berry in X‑MEN: DAYS OF FUTURE PAST

Es war im Prin­zip zu erwar­ten, aber man weiß ja nie. Für die Fort­set­zung X‑MEN: DAYS OF FUTURE PAST wird Ex-Bond­girl und Ex-CAT­WO­MAN Hal­le Ber­ry ihre Rol­le als Storm wie­der auf­neh­men und die­se mit Sicher­heit eben­falls auf einer zer­stör­ten Erde der Zukunft spie­len. Von dort wird ein Bote in die Ver­gan­gen­heit geschickt, um eine Robo­ter-Macht­über­nah­me zu ver­hin­dern. Mög­li­cher­wei­se sind die Sze­nen in die­ser dys­to­pi­schen Zukunft aller­dings eher kurz, denn haupt­säch­lich dreht sich der Strei­fen um die Cha­rak­te­re, wie wir sie aus X‑MEN: FIRST CLASS ken­nen.

Es spie­len neben Ber­ry unter ande­rem James McA­voy, Micha­el Fass­ben­der, Jen­ni­fer Law­rence, Nicho­las Hoult, Patrick Ste­wart, Ian McKel­len, Hugh Jack­man, Anna Paquin, Ellen Page und Shawn Ashmo­re.

US-Kino­start soll am 18. Juli 2014 sein, ich gehe stark davon aus, dass der bei uns zeit­gleich anlau­fen wird.

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Bild: Hal­le Ber­ry im Okto­ber 2012, von Tom Soren­sen, aus der Wiki­pe­dia, CC BY-SA

Gibt es Alternativen beim Online-Buchkauf?

Ich stell­te mir um Zusam­men­hang mit der Ama­zon-Dis­kus­si­on die Fra­ge: gibt es gang­ba­re Alter­na­ti­ven zu Ama­zon für mich? Ja, ich bezie­he die­se Fra­ge auf mich, der ich gern Phan­tas­tik, sowie eng­lisch­spra­chi­ge Ori­gi­na­le lese, und der ich auf eBooks ste­he. Und obwohl ich auch regel­mä­ßig Elek­tro­nik oder Games bei Ama­zon orde­re, habe ich die­se Waren aus­ge­las­sen, um halb­wegs Chan­cen­gleich­heit her­zu­stel­len. Unter die­sen Aspek­ten (aber auch in Hin­sicht auf Kun­den­freund­lich­keit und Ver­sand­kos­ten) habe ich deut­sche Online­shops mit Schwer­punkt »Bücher« unter­sucht und in vie­len Fäl­len Gru­se­li­ges ent­deckt. Ich wun­de­re mich bereits lan­ge nicht mehr, war­um Ama­zon mit den hie­si­gen Anbie­tern einer trä­gen und kon­ser­va­ti­ven Bran­che den Boden wischt – nach den Ergeb­nis­sen mei­ner Tests schon gar nicht mehr …

Die Arti­kel (wird ergänzt, wenn neue Tests hin­zu kom­men):

buch​han​del​.dekoh​li​bri​.deosi​an​der​.deleh​manns​.debol​.delibre​ka​.de

Wei­ter­hin: Betrach­tun­gen zu den Mond­prei­sen für eng­li­sche eBooks.

Alternativen beim Online-Kauf, gibt es die? bol​.de

Via Goog­le+ wur­de ich auf bol​.de hin­ge­wie­sen. Bol​.de und buch​.de gehö­ren zum sel­ben Anbie­ter (näm­lich der buch​.de inter­nets­to­res AG). Des­we­gen zeig­te sich bei Stich­pro­ben, dass das Ange­bot nahe­zu iden­tisch ist, ich wür­de mal davon aus­ge­hen, dass bei­de Por­ta­le auf die­sel­ben Daten­ban­ken zurück grei­fen und nur das Front­end unter­schied­lich gestal­tet wur­de. Ich habe mich des­we­gen bei mei­nem Test auf bol​.de beschränkt.
Auf den ers­ten Blick fällt mir auf der Start­sei­te auf, dass die Haupt­na­vi­ga­ti­on nach Kate­go­rien, die man oben hori­zon­tal fin­det, an der lin­ken Sei­te ver­ti­kal noch­mal wie­der­holt wird. Das wirkt selt­sam red­un­dant. Wenn man aller­dings eine Kate­go­rie anklickt, erscheint inner­halb des gewähl­ten Kon­texts links eine Sub­na­vi­ga­ti­on – und das macht natür­lich Sinn. Die Gestal­tung der Start­sei­te ist … hm … mini­ma­lis­tisch und auch hier fin­det man den gesam­ten Con­tent­block an die lin­ke Brow­ser­sei­te geku­schelt. War­um das heu­te noch der­art vie­le Sei­ten­be­trei­ber so machen, ist mir völ­lig unver­ständ­lich.

Auf der Start­sei­te wer­den diver­se Medi­en vor­ge­stellt, jeweils drei unter den Labels »Tipps der Redak­ti­on«, »Aktu­el­les« und »Best­sel­ler«. Das geht völ­lig in Ord­nung und ist auch immer eine gute Idee, um Ver­käu­fe zu gene­rie­ren, wenn­gleich auch hier die Tipps der Redak­ti­on jeg­li­che Begrün­dung feh­len las­sen, war­um es sich gera­de bei die­sem Arti­kel um eine Emp­feh­lung han­delt.
Die Haupt­me­nü­punk­te klap­pen in Form eines soge­nann­ten »Megamenüs« auf und offen­ba­ren ihre Sub­ka­te­go­rien. Das ist bequem. Erfreu­li­cher­wei­se gibt es sowohl unter »Bücher« wie auch unter »eBooks & eRea­der« den Ein­trag »Sci­ence Fic­tion & Fan­ta­sy« (unter eBooks heisst der wit­zi­ger­wei­se »Fan­ta­sy & Sci­ence-Fic­tion«, war­um hier die Rei­hen­fol­ge eine ande­re ist, weiß ver­mut­lich bei Bol kei­ner). Wählt man eine der Haupt­ka­te­go­rien, öff­net sich links eine Sub­na­vi­ga­ti­on, die mehr Ein­trä­ge umfasst als das eben ange­spro­che­ne Megamenü. Äußerst über­sicht­lich und so oder ähn­lich muss das gemacht wer­den.

Das "Megamenü"
Das »Megamenü«

Höchst erfreu­lich ist, dass es hier sogar meh­re­re Unter­ka­te­go­rien gibt, näm­lich »Fan­ta­sy«, »nach Rei­hen«, »Sci­ence Fic­tion«, »Vam­pir­ro­ma­ne« (seufz) und »Nach Autoren«. Das ist vor­bild­lich. Wei­ter­hin besteht die Mög­lich­keit, die ange­zeig­ten Ergeb­nis­se nach ver­schie­de­nen Kri­te­ri­en neu zu sor­tie­ren: »bes­te Tref­fer«, »»auf­stei­gend nach Ver­kaufs­rang«, »abstei­gend nach Erschei­nungs­jahr«, »auf- und abstei­gend nach Preis« sowie »»auf- und abstei­gend alpha­be­tisch«. Das sind Optio­nen, wie ich sie auf den ande­ren Shop­sei­ten bis­her ver­geb­lich gesucht habe und das erin­nert alles schon sehr deut­lich an Ama­zon – man hat sich zwei­fel­los an die­sem Vor­bild ori­en­tiert.

Seitenmenü
Sei­ten­me­nü

Wäh­le ich die Sub­ka­te­go­rie »fremd­spra­chi­ge Bücher« ver­än­dert sich erneut das Sei­ten­me­nü und ich kann zwi­schen ver­schie­de­nen Spra­chen wäh­len. Ich kli­cke auf »Eng­li­sche Bücher« – und bin ver­blüfft, denn sogar hier wer­den noch­mals Unter­ka­te­go­rien ange­zeigt. Das wäre für mich ange­sichts der ande­ren getes­te­ten Platt­for­men an die­ser Stel­le fast ein Grund, eine Fla­sche Scham­pus auf­zu­ma­chen und zu fei­ern, nur lei­der, lei­der ver­mis­se ich hier die Kate­go­rie »SF & Fan­ta­sy«. Doch halt … Nach einem Klick auf »Bel­le­tris­tik« erscheint noch­mals ein Sub­me­nü und dort gibt es auch einen Ein­trag dafür. Okay, her mit dem Scham­pus und das obwohl es jetzt kei­ne Unter­tei­lung zwi­schen den bei­den Gen­res mehr gibt. Unter­halb der Haupt­na­vi­ga­ti­on fin­de ich sogar einen soge­nann­ten »Bread­crumb«, der mir anzeigt, wie tief und wo in der Navi­ga­ti­ons­struk­tur ich mich befin­de – bei denen scheint es sich obwohl sie bei der Nut­zung von kom­ple­xen Web­sei­ten über­aus hilf­reich sind, um eine arka­ne oder okkul­te Kunst zu han­deln, denn sie inzwi­schen sel­ten irgend­wo zu fin­den.

Aber im Ernst: das ist bis­her bei Wei­tem die bes­te Lösung, die ich bis jetzt gese­hen habe und sie ist höchst ergo­no­misch und bequem. Durch die Men­ge an Sub­ka­te­go­rien kann man sich rela­tiv schnell genau dort­hin han­geln, wohin man möch­te. Ande­re Anbie­ter soll­ten sich hier schnell ein paar pla­ne­ten­gro­ße Schei­ben abschnei­den, denn es zeigt, was mög­lich ist, wenn man jeman­den beauf­tragt, der sich mit sowas aus­kennt und das Wort »Usa­bi­li­ty« nicht für eine sel­te­ne Erb­krank­heit hält. Ich bin an die­ser Stel­le äußerst gepannt, ob der posi­ti­ve Ein­druck so bestehen blei­ben wird.

Auch hier ist wie­der die ers­te Suche die nach BLOOD RITES von Jim But­cher. Es gibt meh­re­re Tref­fer, das Orbit-Taschen­buch, sowie Soft- und Hard­co­ver von Roc. Das Roc-Taschen­buch wird als Son­der­an­ge­bot mit »-10%« ange­prie­sen, damit kos­tet es mit 7,10 Euro genau soviel wie bei Ama­zon; es ist lie­fer­bar. Das Hard­co­ver ist mit 19,20 sogar preis­wer­ter als bei Ama­zon, dort wer­den 20,99 Euro ange­sagt. Ich wäre schwer beein­druckt, lei­der ist es bei Bol aber nicht sofort lie­fer­bar, son­dern erst in »1 – 2 Wochen«. Scha­de. Ama­zon kann lie­fern.

Wei­ter mit CHANGES, auch hier muss ich auf­grund der vie­len Tref­fer das Such­ergeb­nis mit dem Autoren­na­men ver­fei­nern. Gefun­den wird nur ein Taschen­buch, das von Roc, der Preis beträgt 7,40 Euro, es ist sofort lie­fer­bar. Bei Ama­zon wer­den 7,20 Euro ange­sagt, da ist es eben­falls lie­fer­bar und die haben zudem das Hard­co­ver.

Im Ver­gleich zu den bis­he­ri­gen Shops fällt mir übri­gens auf, dass ich bei den eng­li­schen Bücher bei jedem ein­zel­nen Cover­bil­der ange­zeigt bekom­men habe, das ist deut­lich bes­ser als bei den ande­ren Anbie­ter, wo es zu oft nur Platz­hal­ter zu sehen gibt. Ich wür­de gern über irgend etwas mot­zen, aber bis­her ist alles in Ord­nung bis gut.

Die Suche nach REDSHIRTS för­dert Soft- und Hard­co­ver von Tor Books und Gol­lan­cz ans Licht des Bild­schirms, lie­fer­bar ist lei­der kei­nes davon. Das trübt das Ergeb­nis, denn REDSHIRTS ist ein durch­aus aktu­el­ler Roman. Die Prei­se sind wie folgt:

  • Gol­lan­cz Hard­co­ver: 17,40 EUR
  • Gol­lan­cz Soft­co­ver: 9,30 EUR
  • Tor Hard­co­ver: 18,30 EUR
  • Tor Soft­co­ver: 11,00 EUR

Zum Ver­gleich die Prei­se bei Ama­zon:

  • Gol­lan­cz Hard­co­ver: 17,00 EUR
  • Gol­lan­cz Soft­co­ver: 9,00 EUR
  • Tor Hard­co­ver: 17,90 EUR
  • Tor Soft­co­ver: 10,70 EUR

Hier also nur mini­ma­le Unter­schie­de beim Preis, aller­dings kann Ama­zon lie­fern, Bol nicht. Nicht lie­fer­bar ist hier übri­gens in bei­den Fäl­len die Taschen­buch­aus­ga­be bei Gol­lan­cz, aber das ist kein Wun­der: die erscheint erst im Mai.

Eine Suche nach »Alan Dean Fos­ter« funk­tio­niert genau­so gut wie eine nach »Alan Dearn Fos­ter«, die Such­ma­schi­ne kann also »fuz­zy«. Bei einer Ein­schrän­kung auf eng­lisch­spra­chi­ge Bücher muss man lei­der fest­stel­len, dass der größ­te Teil nicht sofort lie­fer­bar ist. Die Prei­se sind im direk­ten Ver­gleich zum Kon­kur­ren­ten im gro­ßen und gan­zen in Ord­nung.

Kom­men wir zu den eBooks.

Die auf eng­li­sche eBooks beschränk­te Suche nach Alan Dean Fos­ter bringt nur fünf Ergeb­nis­se, das ist bei einem der­art flei­ßi­gen Autor ziem­lich erbärm­lich. Für ICERIGGER in der Gate­way-Aus­ga­be soll man 10,99 Euro berap­pen, Ama­zon sagt dafür nur 6,49 Euro an (ICERIGGER stammt übri­gens aus dem Jahr 1974 … wie die bei Bol auf die­se Prei­se kom­men, weiß wohl nur der Q). Charles Stross´ HIDDEN FAMILY wird nicht gefun­den, eben­so wenig wie Scal­zis REDSHIRTS. Der Best­sel­ler THE HUNGER GAMES von Suzan­ne Coll­ins kos­tet 8,99 Euro, bei Ama­zon nur 5,65. Geor­ge R. R. Mar­tins A DANCE WITH DRAGONS wird für 27,79 ange­bo­ten, hier ist der Preis bei Ama­zon mit 13,99 Euro schon hoch. Das Taschen­buch bekommt man dort übri­gens für ver­gleichs­wei­se läp­pi­sche 5,99 Euro, das ist der­sel­be Preis wie bei Bol.
Es sind hier auch ein paar sehr preis­wer­te Lizenz-eBooks zu fin­den, wie bei­spiels­wei­se WORLD OF WARCRAFT: DAWN OF THE ASPECTS PART I für 2,70, das ist beim Kon­kur­ren­ten aller­dings auch für 2,21 zu haben.

Bei den eBooks sind die­Preis­un­ter­schie­de nicht ganz so krass wie auf manch ande­ren Por­ta­len, aber immer noch deut­lich und die­se bewe­gen sich in vie­len Fäl­len um den dop­pel­ten Preis her­um. Erfreu­lich ist, dass auch Bol​.de im eBook-Bereich gemein­freie Klas­si­ker kos­ten­los im Pro­gramm hat, das ist die ers­te Platt­form neben Ama­zon, die so etwas anbie­tet. Dau­men hoch.

Zwi­schen­durch sei ange­merkt, dass bei der Titel­de­tail­an­sicht wie bei Ama­zon Vor­schlä­ge im Stil von »Kun­den die dies kauf­ten, haben auch das erwor­ben« ein­ge­blen­det wer­den. Das ist aus mei­ner Sicht zuerst ein­mal sehr ange­nehm und hilf­reich, aller­dings war die Qua­li­tät die­ser Vor­schlä­ge durch­wach­sen. Man könn­te natür­lich argu­men­tie­ren, dass Bol nichts dafür kann, wenn die Kun­den so erra­tisch ein­kau­fen … ;)

Zum Ver­sand: Bücher wer­den inner­halb Deutsch­lands ver­sand­kos­ten­frei gelie­fert, das ist ange­nehm. Aller­dings gilt das wirk­lich nur für rei­ne Buch­be­stel­lun­gen. Bei soe­gannn­ten Misch­be­stel­lun­gen (also Buch und noch was ande­res) fal­len unter 20 Euro Bestell­wert drei Euro Ver­sand­kos­ten an, Büro­be­darf wird erst ab 45 Euro ohne Ver­sand­kos­ten ver­schickt. Das ist weni­ger schön. Als Lie­fer­frist wird »ein bis drei Tage« ange­ge­ben, also nor­ma­le Post­lauf­zeit. Ein Grund, war­um Misch­sen­dun­gen nicht eben­falls kos­ten­frei aus­ge­lie­fert wer­den, will mir nicht ein­fal­len.

Grö­ße­re Abson­der­lich­kei­ten in den All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen sind mir nicht auf­ge­fal­len, aller­dings ist es schon ein star­kes Stück, dass man Ver­sand­kos­ten nach­zah­len soll, wenn auf­grund einer Stor­nie­rung oder eines Wider­rufs der Bestell­be­trag unter die Por­to­frei­gren­ze fällt. Außer­dem soll­te man bei Bol​.de die AGBs mal auf Feh­ler in der Zei­chen­co­die­rung über­prü­fen, ein paar der Umlau­te wer­den mal nicht kor­rekt dar­ge­stellt, mal schon.

Alles in allem wird auf Bol​.de eine Men­ge bes­ser gemacht als auf den ande­ren bis­lang getes­te­ten Platt­for­men. Auch hier sind aller­dings die eng­li­schen eBooks deut­lich teu­rer als bei Ama­zon und auch hier sind zahl­lo­se eng­lisch­spra­chi­ge Bücher nicht vor­rä­tig (oder gar nicht erst gelis­tet) und kön­nen erst nach »ein bis zwei Wochen« ver­sandt wer­den. Eine ech­te Alter­na­ti­ve in Bezug auf eng­lisch­spra­chi­ge Bücher und eBooks ist also trotz vie­ler posi­tiv zu bewer­ten­der Punk­te auch Bol​.de nicht, aller­dings in allen ande­ren Punk­ten durch­aus, zumal man hier auch bei­spiels­wei­se Com­pu­ter- und Kon­so­len­spie­le oder DVDs und Blu­Rays bekommt. Die aller­dings nicht ver­sand­kos­ten­frei – das gilt jedoch auch für Ama­zon, es sei denn, man ist dort Prime-Kun­de.

Außer­dem soll­te man beden­ken: wer eine Alter­na­ti­ve zu Ama­zon sucht, weil man Angst vor Mono­po­len oder inter­na­tio­nal agie­ren­den Groß­kon­zer­nen hat, der treibt mit Bol mög­li­cher­wei­se den Teu­fel mit dem Beel­ze­bub aus, denn dahin­ter stand ursprüng­lich zu 100% der Medi­en­rie­se Ber­tels­mann, der sich immer wie­der aus den ver­schie­dens­ten Grün­den Kri­tik aus­ge­setzt sieht. Zwar wur­de die Platt­form 2002 an die »buch​.de inter­nets­to­res AG« ver­kauft, Ber­tels­mann hält jedoch immer noch Antei­le von 26,7 %.  Mit dem gleich­na­mi­gen nie­der­län­di­schen Inter­net­händ­ler bol​.com hat bol​.de übri­gens trotz des iden­ti­schen Logos nichts zu tun, denn der Hol­län­der gehört zu Holtz­brinck und Welt­bild. Den wer­de ich mir aller­dings even­tu­ell eben­falls ein­mal anse­hen, denn auch er hat eng­lisch­spra­chi­ge (und sogar deut­sche) Bücher (A DANCE WITH DRAGONS: 10,99 Euro, THE HUNGER GAMES aller­dings mit 9,99 Euro sogar teu­rer als bei bol​.de)

Dem­nächst mehr.

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Nach­trag: ich bin gera­de auf­grund posi­ti­ver Rück­mel­dun­gen auf die Idee ver­fal­len, mir das Adven­ture-Spiel NI NO KUNI für die Play­sta­ti­on 3 zu kau­fen. bol​.de: EUR 58,99. Ama­zon: 49,99 … (Game­Stop: 59,99, Osi­an­der: 59,99, Leh­manns: 59,99, Koh­li­bri: 59,99, buch​han​del​.de: nicht vor­han­den).

Neuer Trailer: IRON MAN 3

Es gibt einen neu­en Trai­ler zum drtit­ten Teil der Super­hel­den-Ver­fil­mun­gen um Mar­vels IRON MAN und des­sen »Inhalt« Tony Stark, gege­ben von Robert Dow­ney jr. Und erfreu­li­cher­wei­se unter­schei­det sich die­ser Vor­gu­cker deut­lich vom ers­ten.

Es spie­len Ro­bert Dow­ney Jr., Gwy­neth Palt­row, Don Chead­le, Guy Pear­ce, Re­becca Hall, Ste­pha­nie Szost­ak, Ja­mes Badge Dale, Jon Fav­reau und Ben Kings­ley. Re­gie führt Shane Black.

Deut­scher Ki­no­start wird am 1. Mai 2013 sein.

http://www.youtube.com/watch?v=0W7sXg5pA‑s

X‑FILES Staffel zehn kommt als Comic

Wir erin­nern uns dar­an, dass es eine ach­te Staf­fel der Serie BUFFY THE VAMPIRE SLAYER in Form von Comics gab, an denen der Seri­en­er­fin­der Joss Whe­don per­sön­lich inten­siv mit­ge­wirkt hat­te. Das­sel­be wird nun mit X‑FILES ali­as AKTE X gesche­hen.

Shock Till You Drop mel­det, dass der Ver­lag IDW Publi­shing eine zehn­te Staf­fel der von Chris Car­ter erschaf­fe­nen Mys­tery­se­rie her­aus brin­gen wird, Car­ter wird als »aus­füh­ren­der Pro­du­zent« auf­tre­ten. Die­se Rol­le soll angeb­lich auch eine höchst akti­ve sein. Ob das erfolg­reich sein wird? X‑FILES ist lan­ge her und die letz­te Staf­fel war nicht eben her­aus­ra­gend, eben­so wenig wie der letz­te Film. Wird die Serie über die Comics noch­mals ihren Weg in die Pop­kul­tur fin­den?

Geschrie­ben wird X‑FILES: SEASON 10, so der offi­zi­el­le Titel, von Joe Har­ris (GREAT PACIFIC), die Zeich­nun­gen und Far­be kom­men von Micha­el Walsh, beim Kolo­rie­ren wird der unter­stützt von Jor­die Bel­lai­re. Das ers­te Heft wird den Titel BELIEVERS tra­gen und am 19. Juni 2013 bei IDW erschei­nen.

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Logo X‑Files Copy­right Fox Tele­vi­si­on

Börsenblatt feiert eBookCards – warum?

Ich kom­me heu­te aus den Face­palms wie­der mal gar nicht mehr raus. Auf der Online-Ver­si­on des Bör­sen­blat­tes fei­ert der Bör­sen­ver­ein heu­te ab, dass sage und schrei­be 300 Buch­hand­lun­gen bun­des­weit Epi­dus eBooksCards anbie­ten.

Um mit Lou­is de Funès zu spre­chen: »Nein! Doch! Ahh!«

300 Buch­hand­lun­gen? Und das ist ernst­haft eine Nach­richt wert? Es gibt unge­fähr 8000 Buch­hand­lun­gen in Deutsch­land, damit sind die 300 teil­neh­men­den gera­de mal lächer­li­che 3,75 Pro­zent. Das ist kein Grund zum fei­ern oder für eine News­mel­dung, son­dern viel­mehr ein Grund sich zu schä­men, da hilft auch der Ver­weis auf Epi­dus inter­ak­ti­ve Kar­te auf Goog­le Maps-Basis nicht wei­ter, die mir zeigt, dass es in mei­ner Nähe kei­nen sol­chen Händ­ler gibt.

Mein Arti­kel zu Epi­dus eBook­Cards ist vom Okto­ber 2011 und bis heu­te haben es gera­de mal 300 Buch­hand­lun­gen geschafft, die in ihr Sor­ti­ment auf­zu­neh­men? Das sind Zah­len die der­art lächer­lich sind, dass man sie bes­ser ver­schwei­gen soll­te, statt damit in einem Arti­kel anzu­ge­ben.

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Bild: Dis­play für eBooksCards, Pres­se­fo­to Copy­right Epi­du

Alternativen beim Online-Buchkauf, gibt es die?

Kürz­lich hat ein ARD-Bei­trag die Kun­den ver­schreckt. Von unhalt­ba­ren Arbeits­be­din­gun­gen beim Online-Ver­sen­der Ama­zon war die Rede. Es erhob sich ein Schrei­en und Weh­kla­gen und gar vie­le ver­spra­chen hoch und hei­lig, nie wie­der beim Anti­chris­ten zu kau­fen. Klein­ver­la­ge erho­ben schein­bar mutig ihr Haupt und ver­lie­ßen laut lamen­tie­rend die Rei­hen der­je­ni­gen, die ihre Ware bei Darth Bezos feil boten.

Jetzt mal Klar­text: Acht Euro fuff­zich ist für Hilfs­ar­bei­ter ein Traum-Stun­den­lohn; die Mär, dass Ama­zon schlecht bezahlt mag aus der Sicht eines fest ange­stell­ten Aka­de­mi­kers so sein. Aus­ge­bil­de­te Fach­kräf­te wie Fri­seu­rin­nen oder Bäcke­rei­fach­ver­käu­fe­rin­nen habe einen gerin­ge­ren Ver­dienst – dank des von der SPD durch Hartz IV geschaf­fe­nen und von der CDU gehät­schel­ten Bil­lig­lohn­seg­ments des Arbeits­mark­tes. Der gera­de von der CDU ange­sag­te ange­peil­te Min­dest­lohn liegt bei 8,50 Euro. Noch Fra­gen? Die im ARD-Bericht dar­ge­stell­te Spa­nie­rin sagt inzwi­schen, dass ihre Aus­sa­gen aus dem Zusam­men­hang geris­sen und ver­fälscht wur­den. Sogar ver­di-Funk­tio­nä­re (!) sagen aus, dass das alles über­zo­gen dar­ge­stellt wor­den sei. Auf kon­kre­te Anfra­gen hin hält sich der Hes­si­sche Rund­funk bedeckt. Aber alle kau­fen dem ach so neu­tra­len öffent­lich-recht­li­chen Sen­der die Pro­pa­gan­da ab, ohne mal eine Sekun­de nach­zu­den­ken oder die angeb­li­chen Fak­ten zu hin­ter­fra­gen. Und es ent­steht der Shit­s­torm des mani­pu­lier­ten Fern­seh­viehs, der Sym­pto­me ver­teu­felt, statt in der Poli­tik die Aus­lö­ser zu kri­ti­sie­ren.

Sicher ist bei Ama­zon nicht alles toll. Im Gegen­teil. Aber man soll­te auf tat­säch­li­che Pro­ble­me hin­wei­sen, nicht wel­che erfin­den und nicht in RTL-Manier mit dra­ma­ti­scher Musik unter­le­gen und rei­ße­risch Pro­ble­me erfin­den oder auf­bau­schen, wo es gar kei­ne gibt.

Den­noch stell­te ich mir in die­sem Zusam­men­hang die Fra­ge: kann es gang­ba­re Alter­na­ti­ven zu Ama­zon für mich geben? Ja, ich bezie­he die­se Fra­ge auf mich, der ich gern Phan­tas­tik, sowie eng­lisch­spra­chi­ge Ori­gi­na­le lese, und der ich auf eBooks ste­he. Und obwohl ich auch regel­mä­ßig Elek­tro­nik oder Games bei Ama­zon orde­re, habe ich die­se Waren aus­ge­las­sen, um halb­wegs Chan­cen­gleich­heit her­zu­stel­len. Unter die­sen Aspek­ten (aber auch in Hin­sicht auf Kun­den­freund­lich­keit und Ver­sand­kos­ten) habe ich deut­sche Online­shops mit Schwer­punkt »Bücher« unter­sucht und in vie­len Fäl­len Gru­se­li­ges ent­deckt. Ich wun­de­re mich schon lan­ge nicht mehr, war­um Ama­zon mit den hie­si­gen Anbie­tern einer trä­gen und kon­ser­va­ti­ven Bran­che den Boden wischt – nach den Ergeb­nis­sen mei­ner Tests schon gar nicht mehr …

Die Arti­kel (wird ergänzt, wenn neue Tests hin­zu kom­men):

buch​han​del​.dekoh​li​bri​.deosi​an​der​.deleh​manns​.debol​.de

Isaac Asimov, die Borniertheit der Verlage im eBook-Zeitalter und das fossile Urheberrecht

- Ein Robo­ter darf kei­nen Men­schen ver­let­zen oder durch Untä­tig­keit zu Scha­den kom­men las­sen.

- Ein Robo­ter muss den Befeh­len eines Men­schen gehor­chen, es sei denn, sol­che Befeh­le ste­hen im Wider­spruch zum ers­ten Gesetz.

- Ein Robo­ter muss sei­ne eige­ne Exis­tenz schüt­zen, solan­ge die­ser Schutz nicht dem Ers­ten oder Zwei­ten Gesetz wider­spricht.

Das was da oben steht sind die drei »Geset­ze der Robo­tik«. So ziem­lich jeder, der sich mit Sci­ence Fic­tion befasst, kennt sie. Erson­nen wur­den sie von Isaac Asi­mov, wohl einer der größ­ten und bril­li­an­tes­ten Ver­fas­ser von SF-Geschich­ten über­haupt. Die Anzahl der von ihm geschaf­fe­nen Wer­ke geht in die Hun­der­te, sogar wenn man alle Publi­ka­tio­nen, abzieht, auf denen nur publi­kums­wirk­sam sein Name steht. Schon früh kam ich mit sei­nen Wer­ken in Berüh­rung, ich kann mich noch erin­nern, dass der ers­te Asi­mov den ich gele­sen habe, DER MANN VON DRÜBEN ali­as DIE STAHLHÖHLEN (THE CAVES OF STEEL) war. Wenn ich behaup­te, dass Asi­mov einer der größ­ten SF-Autoren über­haupt war, wür­de mir wohl kaum jemand wider­spre­chen (wol­len oder kön­nen).

Als ges­tern ein Freund auf Face­book frag­te …:

Ich ver­su­che gera­de, auf lega­lem Weg an eBooks von Isaac Asi­mov zu kom­men. Ein Groß­teil der Bücher ist offen­sicht­lich gar nicht digi­tal ver­füg­bar und ein paar weni­ge Aus­nah­men kos­ten das glei­che oder mehr als eine Taschen­buch­aus­ga­be (wir reden hier von recht kur­zen, teil­wei­se 50 Jah­re alten Roma­nen…).

… war mein ers­ter Gedan­ke: »Das kann doch kein Pro­blem sein!«. Auch wenn ich durch mei­ne Tests der deut­schen eBook-Shops in den letz­ten Tagen weiß, dass man eng­lisch­spra­chi­ge SF nur bei Ama­zon erwer­ben kann, weil die hie­si­gen Anbie­ter das dop­pel­te und drei­fa­che des dor­ti­gen Prei­ses ver­lan­gen, war ich doch über zwei Fak­ten ehr­lich gesagt geschockt:

  1. Selbst im Kind­le-Shop gibt es nur einen Bruch­teil der Asi­mov-Wer­ke im eBook-For­mat
  2. auf Deutsch ist offen­bar gera­de mal ein ein­zi­ges eBook erhält­lich

Die­ser trau­ri­ge Zustand zeigt ein Dilem­ma unse­rer Zeit: wenn ich einen gro­ßen Teil der Wer­ke von Isaac Asi­mov in Form von eBooks lesen möch­te, habe ich dank der non­e­xis­ten­ten Back­list im Prin­zip nur eine ein­zi­ge Chan­ce: sie mir irgend­wo ille­gal her­un­ter zu laden, denn lega­le Ange­bo­te gibt es weder in eng­li­scher, noch in deut­scher Spra­che.

Asi­mov ist lei­der im Jahr 1992 viel zu früh gestor­ben. Bei Wer­ken, die vor 1978 ver­öf­fent­licht wur­den, läuft das Urhe­ber­recht laut US-Gesetz 95 Jah­re nach sei­nem Tod ab. Bei Wer­ken, die danach ent­stan­den, 70 Jah­re nach sei­nem Able­ben. Frü­hes­tens 2034 wer­den also Tei­le sei­nes Schaf­fens gemein­frei, der Rest doch schon ent­spannt im Jahr 2063. Län­ger, falls es auch hier eine Aus­nah­me, also etwas wie ein »Lex Dis­ney«, geben soll­te. 2063 … Wenn das kei­ne Sci­ence Fic­tion ist …

Ich fin­de die­sen Zustand, dass ich von einem der renom­mier­tes­ten SF-Autoren über­haupt nahe­zu nichts aus sei­nem umfang­rei­chen Werk legal in eBook-Form erhal­ten kann, erbärm­lich. Und es zeigt all­zu deut­lich die Pro­ble­me der Bran­che und des mit­tel­al­ter­li­chen, nicht mehr zu den heu­ti­gen Medi­en pas­sen­den, Urhe­ber­rechts. Ich bin sicher, dass Goog­le die schon längst alle ein­ge­scannt hat, sie jedoch auf­grund der mit Sicher­heit völ­lig unüber­sicht­li­chen Lizen­sie­rungs­la­ge, nicht ohne wei­te­res ver­öf­fent­li­chen kann. Wir benö­ti­gen drin­gend neue Geset­ze, die sich um ver­wais­te Wer­ke dre­hen – und die soll­ten im Zwei­fels­fall auch Lizenz­in­ha­ber zwin­gen, Wer­ke als eBooks zur Ver­fü­gung zu stel­len, falls sie die Rech­te nicht frei­ge­ben wol­len. Denn Wer­ke die nie­mand kau­fen kann und bei denen die Rech­te in irgend­wel­chen Akten­ord­nern ver­schim­meln nut­zen nie­man­dem etwas und scha­den unse­rem kul­tu­rel­len Erbe. Und Asi­mov ist nur ein Bei­spiel von vie­len.

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Bild von Isaac Asi­mov: Zeich­nung von Rowe­na Mor­rill, aus der Wiki­pe­dia, GNU FDL

Alternativen beim Online-Buchkauf, gibt es die? Kurztest leh​manns​.de

Eben­falls völ­lig unbe­kannt war mir die Online-Buch­hand­lung leh​manns​.de, die ich mir an die­ser Stel­le vor­ge­nom­men habe. Auf den ers­ten Blick ist die Start­sei­te über­sicht­lich, erscheint aller­dings auf mich alt­ba­cken und kon­ser­va­tiv. Web­de­sign geht so seit ca. 10 Jah­ren nicht mehr, wirk­lich anspre­chend wirkt das nicht. Das könn­te man mit ein wenig css-Fu leicht ver­bes­sern.

Ein Blick ins Menü an der lin­ken Sei­te zeigt, dass die­ser Shop offen­bar einen Schwer­punkt auf Sach- und Fach­li­te­ra­tur legt, denn die­se bei­den Kate­go­rien neh­men die ers­ten Plät­ze in der Navi­ga­ti­ons­struk­tur ein. Die Haupt­punk­te sind als soge­nann­te Akkor­de­ons aus­ge­legt, die ihre Unter­punk­te offen­ba­ren, wenn man dar­auf klickt. Erfreut stel­le ich fest, dass es hier eine Abtei­lung »Fan­ta­sy /​ Sci­ence Fic­tion« gibt. Folgt man die­sem Link, ent­deckt man ober­halb des Inhalts eine wei­te­re Unter­tei­lung in »Fan­ta­sy« und »Sci­ence Fic­tion«. Im Prin­zip sehr schön und so, wie ich das in ande­ren Online­shops gern gehabt hät­te. Ergo­no­misch völ­li­ger Mum­pitz ist in mei­nen Augen aller­dings die Zer­split­te­rung der Menü­füh­rung: oben auf der Sei­te eine Aus­wahl für die Medi­en (also Buch, eBook, Hör­bü­cher und so wei­ter), links die Kate­go­rie­un­ter­tei­lung und dann noch ein wei­te­res Menü mit Sub­ka­te­go­rien ober­halb des Con­tents? Das gehört links mit in die Haupt­na­vi­ga­ti­on. Die bei­den klei­nen Links oben hät­te ich fast über­se­hen.

Auf der SF & F‑Startseite fin­den sich ein paar Bei­spie­le, da sie jeweils eige­ne Titel haben, han­delt es sich offen­bar um eine Art Emp­feh­lun­gen, ange­nehm fin­de ich, dass es hier schein­bar kei­ne Anspruchs-Stan­des­dün­kel gibt, denn auch ein Sach­buch zu STAR WARS ist dar­un­ter. Links füh­ren nicht nur zu den Print­aus­ga­ben, son­dern auch zu den eBooks der Bücher (falls vor­han­den).

Ein Klick auf »Sci­ence Fic­tion« führt zu einer Über­sicht, die ist angeb­lich nach »Rele­vanz« sor­tiert (sagt mir ein Drop­down am obe­ren Rand), was hier die Rele­vanz­kri­te­ri­en sind, erschließt sich mir aller­dings nicht. Immer­hin kann man auch nach »Autor«, »Titel« und »Jahr« sor­tie­ren. Die Suche fin­det nicht nur Print­ver­sio­nen, son­dern auch eBooks. Drit­ter Tref­fer ist John Scal­zis REDSHIRTS, das ich in mei­nen Tests immer als Bei­spiel ver­wen­det habe, doch dazu wei­ter unten mehr.

Die ers­te Suche star­te ich wie immer mit dem Begriff BLOOD RITES, dem Titel eines Har­ry Dres­den-Romans von Jim But­cher. In der erschei­nen­den Lis­te ist der ers­te Tref­fer erst wei­ter unten, des­we­gen ver­fei­ne­re ich die Suche, indem ich den Autoren­nach­na­men anhän­ge. Das klappt bes­ser, es gibt fünf Tref­fer. Auch hier wer­den nicht bei allen Tref­fern Cover­bil­der ange­zeigt, gefun­den wer­den Soft- und Hard­co­ver von Roc und Orbit, aller­dings auch die von James Marst­ers ein­ge­spro­che­nen Hör­bü­cher. Zu den Prei­sen: das Roc-Taschen­buch kos­tet 8,22 Euro, der Ama­zon-Preis liegt bei 7,10 Euro – Ama­zon kann sofort lie­fern, Leh­manns eben­falls. Beim Roc-Hard­co­ver sagt Leh­manns 21,36 an, Ama­zon liegt bei 20,99, das wäre ein okay-Preis, lei­der kann Leh­manns nicht lie­fern, Ama­zon hat auf Lager.

Wei­ter mit CHANGES, auch hier muss ich die Suche mit dem Autoren­na­men erwei­tern, auch hier kom­men meh­re­re Ergeb­nis­se, die meis­ten ohne Cover­bild, die Roc-Taschen­buch­aus­ga­be fehlt eben­so wie das Hard­co­ver, das Orbit-Taschen­buch kos­tet 11,13, Euro und ist nicht lie­fer­bar. Bei Ama­zon zahlt man 10,99 Euro und kann es sofort bekom­men. Nimmt man die Roc-Aus­ga­be ist man sogar mit nur 7,00 Euro dabei. Anmer­kung zwi­schen­durch: Die Dres­den-Roma­ne erschei­nen bei Roc und Orbit, übli­cher­wei­se sind die Roc-Aus­ga­ben deut­lich preis­wer­ter als die des ande­ren Ver­lags, des­we­gen fokus­sie­re ich übli­cher­wei­se auf die­se.

Die Recher­che nach John Scal­zis REDSHIRTS för­dert sowohl die deut­schen wie auch die eng­li­schen Aus­ga­ben zuta­ge. Das Soft­co­ver von Tor Books wird für 12,34 Euro ange­bo­ten, ist aber wie­der mal nicht lie­fer­bar. Beim Kon­kur­ren­ten kos­tet die 10,70 Euro und ist  – ich möch­te fast anmer­ken: wie immer – lie­fer­bar. Cover gibt es manch­mal, manch­mal nicht.

Bevor ich das ver­ges­se: ich kann in der Sei­ten­leis­te nach einer durch­ge­führ­ten Suche die­se ein­schrän­ken, bei­spiels­wei­se nur auf eng­li­sche Bücher. Das ist genau das, was ich möch­te und wäre ein gran­dio­ses Fea­ture – nur lei­der steht bei gefühl­ten 90% der Bücher, dass sie »in zehn bis 20 Tagen lie­fer­bar« sind. Und das schmä­lert die Freu­de doch ganz erheb­lich. Beim Kon­kur­ren­ten kann ich die Wer­ke sofort bekom­men.

Eine Suche nach »Alan Dean Fos­ter« ist äußerst erfolg­reich, auch nach einer Ein­schrän­kung auf eng­li­sche Bücher. Wenn ich den Autoren­na­men falsch ein­ge­be, fin­det die Such­ma­schi­ne gar nichts. Das ist schlapp. Beim kor­rekt ein­ge­ge­be­nen Namen exis­tie­ren zwar beein­dru­cken­de 504 Tref­fer, aller­dings ist lei­der so gut wie kei­ner davon mit einem Cover geschmückt. Da ich Bücher die ich bereits besit­ze auch am Cover erken­ne, ist das wenig hilf­reich.

Ich bemü­he die erwei­ter­te Suche für eine Recher­che nach »Alan Dean Fos­ter« im Medi­en­be­reich »ebooks«, denn jetzt möch­te ich erneut der Fra­ge nach­ge­hen, ob ich hier eng­li­sche eBooks erwer­ben kann. Es wer­den hau­fen­wei­se elek­tro­ni­sche Bücher gefun­den. Der halb­wegs neue Roman »HUMAN BLEND« in der Del Rey-Aus­ga­be kos­tet – und ich traue mei­nen Augen kaum – 21,32 Euro. Hier muss man aller­dings zuge­ben, dass Ama­zon den über­haupt nicht als eBook lie­fern kann. Trotz­dem ist der Preis lach­haft.

Bei Charles Stross´ HIDDEN FAMILY bestä­tigt sich die Befürch­ung: eng­li­sche eBooks sind auch hier gera­de­zu aas­geie­rig teu­er, denn es wird ein Preis von unver­schäm­ten 12,36 Euro ange­sagt. Dafür wird dann aber auch mal vor­sichts­hal­ber kein Cover ange­zeigt. Ama­zon bie­tet eine Umschlag­ab­bil­dung und sagt nur 4,37 Euro an, also nur unge­fähr ein Drit­tel des Leh­manns-Prei­ses. Auch hier sind die eng­lisch­spra­chi­gen eBook-Ver­sio­nen durch die Bank weg viel zu teu­er, zum Teil muss man deut­lich mehr als den dop­pel­ten Preis bezah­len. Wür­feln die ihre Prei­se alle aus? Es kann mir nie­mand erzäh­len, dass Ama­zon die US-Ver­la­ge der­art unter Druck setzt, dass die ePub-Preis­an­ga­ben um soviel höher aus­fal­len, als die der Kind­le-Fas­sun­gen. Zudem lie­gen die Prei­se für die elek­tro­ni­schen Ver­sio­nen der Bücher sogar deut­lich über denen der Print­aus­ga­ben. Dass hier etwas ganz und gar nicht stim­men kann, soll­te sogar jeman­dem auf­fal­len, der glaubt, dass man die Bild­zei­tung für mehr als Fische ein­wi­ckeln gebrau­chen kann.

Ver­blüfft musst ich zwi­schen­durch einen »zuletzt angesehen«-Balken ent­de­cken. Das ist ja mal ein Fea­ture. Nur lei­der wer­den hier fal­sche Hoff­nun­gen geweckt, denn es gab Preis­an­ga­ben von null Euro. Oh, dach­te ich, gibt es hier etwa Pro­mo­ti­on-Ange­bo­te für lau?

Doch beim Durch­kli­cken zu PULSARNACHT fand ich:

Oder bei REDSHIRTS:

War also nix mit Pro­mo-Ange­bo­ten, es han­del­te sich um irgend­ein tech­ni­sches Pro­blem.

Auch bei Leh­manns sind selbst­ver­ständ­lich, wie in der Bran­che bis auf löb­li­che Aus­nah­men üblich, alle eBooks mit Ado­be-DRM ver­seucht.

Noch ein Blick auf die Ver­sand­kos­ten: inner­halb Deutsch­lands lie­fert Leh­manns Bücher, CDs, Soft­ware und »Vide­os« ver­sand­kos­ten­frei, beim Ver­kauf an End­kun­den bleibt das Ver­sand­ri­si­ko bis zum Ein­gang beim Kun­den beim Ver­sen­der. Irgend­wel­che »schrä­gen« For­mu­lie­run­gen in den AGB fin­de ich nicht, lei­der auch kei­ne Anga­ben zur Ver­sand­dau­er.

Fazit: tech­nisch ganz gut gelöst, auch wenn die Such­funk­ti­on ein wenig bes­ser sein könn­te, was Ver­tip­per angeht. Das Sor­ti­ment ist durch­aus umfang­reich und auch älte­re eng­li­sche Bücher wer­den gelis­tet, eben­so wie ver­schie­de­ne eng­li­sche Ver­lags­va­ri­an­ten. Lei­der ist Leh­manns für mich aus zwei Grün­den den­noch nicht ein­mal ansatz­wei­se eine Alter­na­ti­ve: zum einen sind so gut wie kei­ne eng­li­schen Taschen­bü­cher sofort lie­fer­bar, alle Stich­pro­ben waren es bei Ama­zon. Zum ande­ren sind auch hier die Mond­prei­se für eng­li­sche eBooks mit »Unver­schämt­heit« noch äußerst zuvor­kom­mend umschrie­ben. Für mich trotz guter Ansät­ze kei­nes­falls eine Alter­na­ti­ve.

Nach­trag: ich wur­de auf Goog­le+ von Ron Mül­ler dar­auf hin­ge­wie­sen, dass es sich bei Leh­manns pri­mär um eine Fach­buch­hand­lung mit Spe­zia­li­sie­rung auf wis­sen­schaft­li­che Fach­li­te­ra­tur han­delt. Des­we­gen sei­en die Suchen außer­halb ihrer Fach­kom­pe­tenz. Das mag kor­rekt sein, ich ste­he aller­dings auf dem Stand­punkt: wenn man eine Bel­lestris­tik-Abtei­lung vor­hält, dann soll­te man die­se auch ernst­haft betrei­ben – sonst könn­te der Ein­druck ent­ste­hen, man wol­le das Seg­ment »noch eben« mit­neh­men.

Um der Fach­buchkomnpe­tenz nach­zu­ge­hen, habe ich mich zu ein paar Stich­pro­ben im Fach­buch­be­reich ent­schlos­sen (auch hier wie­der eng­lisch­spra­chig, da Ver­glei­che mit deut­schen Büchern auf­grund der Buch­preis­bin­dung kei­nen Sinn machen):

BLENDER FOR DUMMIES
Leh­manns: lie­fer­bar, EUR 29,17
Ama­zon: lie­fer­bar, EUR 27,10

MASTERING BLENDER
Leh­manns: lie­fer­bar, EUR 46,81
Ama­zon: lie­fer­bar, EUR 48,00

HTML 5 CANVAS (O’Reil­ly)
Leh­manns: lie­fer­bar, EUR 28,90
Ama­zon: lie­fer­bar, EUR 24,95

DEFINITIVE GUIDE TO HTML5
Leh­manns: nicht lie­fer­bar, EUR 42,46
Ama­zon: lie­fer­bar, EUR 33,80

ADOBE PHOTOSHOP CS6 CLASSROOM IN A BOOK
Leh­manns: lie­fer­bar, EUR 53,59
Amazon:lieferbar, EUR 36,95

Leh­manns kann bei eng­lisch­spra­chi­gen Fach­bü­chern offen­bar eine Alter­na­ti­ve sein, die letz­ten bei­den Bei­spie­le zei­gen aller­dings, dass man in Sachen Preis vor­sich­tig sein soll­te.

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Wei­tere Tests von Ama­zon-Alter­na­ti­ven:

Test buch​han​del​.de

Test koh​li​bri​.de

Test osi​an​der​.de

Der Phantastische Bücherbrief 591

Es ist Monats­an­fang und Erik Schrei­ber stellt einen neu­en Phan­tas­ti­schen Bücher­brief zur Ver­fü­gung. Logi­scher­wei­se han­delt es sich um die Febru­ar­aus­ga­be und sie trägt die Num­mer 591.

Den Auf­takt bil­det dies­mal eine Erin­ne­rung an den lei­der Mit­te Febru­ar ver­stor­be­nen Kin­der­buch­au­tor Otfried Preuß­ler.

Wei­ter­hin fin­den sich wie immer Bespre­chun­gen von deut­scher und inter­na­tio­na­ler Phan­tas­tik, unter ande­rem Wolf­gang Hoh­le­beins PESTMOND oder FEUER DER GÖTTER von Ste­fa­nie Simon. Im inter­na­tio­na­len Bereich begeg­nen einem bei­spiels­wei­se Umber­to Ecos DER FRIEDHOF IN PRAG, Ken­neth Oppels EIN DUNKLER WILLE oder DAS KALTE SCHWERT von Richard Mor­gan. Unter der Rubrik »Heft­ro­ma­ne« wird PERRY RHODAN NEO Num­mer 35 bespro­chen, der trägt den Titel GEISTER DES KRIEGES.

Der Bücher­brief 591 liegt wie immer als pdf-Datei vor und ist knapp 200 kB groß.

Bücher­brief 591 Febru­ar 2013

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