Heute erscheint die Ausgabe 2013 von MAGIRA – JAHRBUCH ZUR FANTASY.
Seit 2001 informiert MAGIRA – Jahrbuch zur Fantasy zuverlässig über mainstreamige und randseitige Aspekte der Fantasy in Deutschland. Auch die Ausgabe 2013, zusammengestellt von den Herausgebern Hermann Ritter und Michael Haitel, nimmt das ganze Bild ins Auge. Zahlreiche Rezensionen und Artikel blicken auf das Fantasy-Jahr. Dazu: Interviews mit Tamara Garcia, Philipp Fabian Kölmel, Janina Robben, Sarah Richter, Thomas Franke, Lothar Bauer. Ein Nachruf auf Jack Vance. »Mortal? Postmortal? Scheißegal! Die Fantastik und der Tod« von Johannes Rüster.
Aus dem Inhalt:
- No Trainspotting. Vorwort von Hermann Ritter und Michael Haitel
– Fantasy in deutschen Worten. Buchbesprechungen, zusammengestellt von Hermann Ritter
– Plaudereien am Kamin. Fantasy-Neuerscheinungen 2012/2013 von und mit Karl E. Aulbach
– Auf den Schirm! Fantasy, Horror und Fantastisches für den Monitor von Gerd Frey
– Von mächtigen Zauberern, zynischen Untoten und dämonischen Riesenpinguinen. 10 Jahre Age of Wonders: Shadow Magic von Alessandra Ress
– Wo die Fantasy laufen lernt. Fantasy im Kino von Jörg Krömer
– Rubinrot. Der Komponist Philipp Fabian Kölmel im Interview mit Stefanos Tsarouchas
– Ich bin ein Detailfanatiker. Janina Robben im Interview mit Michael Haitel
– Ein Projekt aus der Familie. Emmerichs Books & Media von Peter Emmerich
– Da bin ich mein eigener Chef. Sarah Richter im Interview mit Michael Haitel
u.v.a.m.
MAGIRA 2013 umfasst 420 Seiten, davon zehn in Farbe. Das Paperback ist zum Preis von 14,90 EUR auf Amrun-Markt.de und im Buchhandel erhältlich.
Michael Haitel & Hermann Ritter (Hrsg.)
MAGIRA – JAHRBUCH ZUR FANTASY
Ausgabe 2013
Fantasy Club e.V., Darmstadt, Oktober 2013, 420 Seiten, Paperback
ISBN 978 3 935913 13 3 – EUR 14,90 (DE)
Ursprünglich hätte das Angebot bis zum Ende November gelten sollen: Prime-Kunden bei Amazon hätten den neuen Kindle Paperwhite bis zu diesem Zeitpunkt für 99 Euro statt dem Normalpreis von 129 Euro kaufen können sollen. Das wurde gestern heimlich still und leise beendet, den zugehörigen Gustscheincode kann man nicht mehr anwenden, damit zahlt wieder jeder den Normalpreis. Die Kunden reagieren in den Amazon-Foren und auf anderen Plattformen ungehalten.
Irgendeine Ankündigung gab es nicht, auch eine offizielle Stellungnahme Amazons steht aus. Angeblich bekommt man auf Anfragen beim Support unterschiedliche Antworten – das wundert aber auch nicht, die Qualität Aussagen des Amazon-Kundendienstes hängen schwer davon ab, mit wem man dort kommuniziert und die erste Stufe (offenbar nach Indien oder sonstwohin outgesourced) kann man ohnehin vergessen, da man von denen quasi nie eine sinnvolle Antwort bekommt.
Eine der Antworten ist: »das Kontingent ist aufgebraucht«, das halte ich allerdings für eine lahme Ausrede, denn man kann den neuen Paperwhite nach wie vor bestellen und erhält ihn auch sofort. Man kann nur vermuten, dass tatsächlich deutlich mehr der Geräte abgesetzt wurden, als Amazon das vorhergesehen hatte. Diese Vorstellung dürfte dem Buchhandel nicht behagen.
Soeben weist mich Cynx auf eine aufsehenerregende Pressemitteilung von Amazon hin. Der Onlineversender bietet Buchhändlern an, dass sie Kindles verkaufen können. Auf alle über die jeweiligen Geräte verkauften eBooks erhält der Buchhändler danach für zwei Jahre einen Anteil von 10% des (Netto-) Verkaufspreises. Alternativ kann man auch die eReader und Tablets günstiger erhalten (und somit mehr über den Verkauf verdienen), bekommt dann aber keine eBook-Absatzbeteiligung.
Dabei ist die Erstbestellung von Kindles für die Buchhändler völlig problemlos, denn Amazon nimmt sie innerhalb von sechs Monaten zum vollen Preis zurück, damit können die Betreiber der Buchläden somit ohne Risiko testen, ob der Absatz funktioniert.
Derzeit gibt es dieses Beteiligungsmodell vorerst nur in den USA, aber es ist abzusehen, dass Amazon es mit Sicherheit auch hier in Deutschland einführen wird. Ist das der Ausweg aus dem eBook-Dilemma der Buchhändler? Erneut muss man dem Onlineversender zugestehen, der Konkurrenz nicht um Jahre, sondern um Äonen voraus zu sein. Zweck der Aktion ist es natürlich, die eigene Vormachtstellung noch weiter auszubauen, allerdings ist das Konzept nicht anders als bahnbrechend zu nennen.
Würde das auch in Deutschland eingeführt, wäre das Zeter und Mordio-Geschrei insbesondere des Groß- und Zwischenhandels sicherlich tosend, denn das bräche uralte, starre (und zu nicht geringen Teilen inzwischen auch überflüssige) Buchhandelsstrukturen auf. Für den Buchhändler ist das im Prinzip eine feine Sache: nach dem Verkauf verdient er an jedem abgesetzten eBook mit, ohne auch nur einen Finger zu rühen.
Ich bin schon sehr gespannt, wie die hiesige Branche darauf reagieren wird, die alles andere als agil ist – erfahrungsgemäß mit Gezeter … :)
Das nebenstehende Bild zeigt einen Kommentar auf der Facebook-Seite des Börsenblattes vom heutigen Tag, der auf einen Spiegel-Artikel von Frank Patalong verweist. Ich möchte einen Satz nochmal ganz besonders hervorheben:
Der Kindle ist nur erfolgreich, weil Selfpublisher bizarre Literaturpornos unters Volk bringen.
Tja, liebe Kindle-Nutzer, das Börsenblatt (Magazin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels) hat euch gnadenlos enttarnt. Ihr hat das Ding vom Beelzebub Amazon nur deswegen gekauft, damit ihr euch haufenweise bizarre Dinosaurier- und andere Soft- bis Mittelpornos reinpfeifen könnt. Leugnen ist zwecklos, ihr könnt es jetzt einfach zugeben.
Es ist natürlich völlig abwegig, dass der Kindle so erfolgreich ist, weil die Nutzung im Vergleich zu dem DRM-verseuchten eBooks der deutschen Verlage so unendlich viel einfacher ist. Oder weil das Angebot gerade im Bereich Selfpublishing gigantisch daher kommt. Oder weil englischsprachige eBooks nur ein Drittel des Preises kosten, den deutsche eBook-Portale ansagen. Oder weil Amazon kundenorientiert, kundenfreundlich und kulant ist.
Nein, alles falsch. Der Erfolg des Kindle liegt gemäß Börsenblatt einzig und allein an »bizarren Literaturpornos«.
Das kann man sich nicht ausdenken …
(Ach ja, das SpOn-Traktat könnte man übrigens inhaltlich mal mit zweiArtikeln aus der HuffPost vergleichen …)
Die Serie ZBV (ZUR BESONDEREN VERWENDUNG) des deutschen Science Fiction-Autoren und PERRY RHODAN-Miterfinders Karl Herbert Scheer liegt nun zum ersten Mal vollständig als eBook vor. ZBV erschien erstmalig als gebundenes Leihbuch im Balowa Gebrüder Zimmermann Verlag. Ein Heftnachdruck wurde ab 1957 verlegt. Eine Neuauflage und auch Fortführung erschien ab dem Jahr 1972 beim Pabel Moewig-Verlag, neben Scheer arbeiteten auch Kurt Mahr, H. G. Francis und William Voltz an der Serie mit. Sie wurde 1980 mit Erscheinen des Bandes 50 eingestellt.
ZBV gilt als Vorläufer der Science-Fiction-Serie Perry Rhodan, da sie deutliche Gemeinsamkeiten mit deren ersten Bänden hat. Scheers Autorschaft in der Rhodan-Serie wird bei den Taschenbuchausgaben des Pabel-Verlages auf deren Titelseite auch besonders herausgestellt. Ebenso wurden zahlreiche identische Charaktere, Handlungsstränge und technische Entwicklungen vorweggenommen. Dazu zählt beispielsweise der Aufbruch ins All mit Hilfe außerirdischer Technik. Auch gibt es in der ZBV-Serie bereits Abenteuer in der Vergangenheit, in denen das sagenumwobene Atlantis existiert.
[…]
Nach und nach entwickelt sich die Serie von futuristischen Spionage-Geschichten, die ab dem Jahr 2002 spielen, mehr und mehr zur Science-Fiction. Ab Band 8 wird nach der Entdeckung von vergessener Technik vom Mars auch gegen außerirdische Gefahren gekämpft. Die Erde wird in der ZBV-Serie vor 187.000 Jahren von den Marsbewohnern als Außenstützpunkt bewohnt, welche die Vorfahren der Menschheit zu Handlangern heranzogen und schulten. Die Menschheit findet nach der ersten Entdeckung auf dem Mond weitere Technik auf der Erde und dem Mars sowie den Hinweis auf ihre Herkunft. Der technische Fortschritt schreitet mit Hilfe der Mars-Technik sehr schnell voran, was jedoch auch außerirdische Mächte anlockt und für neue Gefahren sorgt.
Alle 50 Romane liegen ab sofort als eBook vor, der Preis beträgt 2,99 pro Band. Im Moment erhält man die eBooks nur bei Readersplanet, ich würde mich aber sehr wundern, wenn sie nicht in Kürze auch anderswo zu kaufen wären. Gerüchten zufolge soll es Band eins mit dem Titel ZUR BESONDEREN VERWENDUNG demnächst zum Anfüttern eventuell kostenlos geben.
Der Kampf gegen das Böse in Filmen, Romanen und Hörspielen ist angesagt in der aktuell erschienenen November-Ausgabe des monatlichen F&SF-Magazin NAUTILUS – Abenteuer & Phantastik. Das Böse präsentiert sich hübsch-häßlich herausgeputzt, maskiert oder ganz offen in Form von dystopischen Terror-Regimes, uralten Mächten, befremdlichen Außerirdischen, umstürzlerischen Totenbeschwörern und mörderischen Rachegeistern und manchmal auch ganz einfach nur als bitter-böser Irrtum.
Das Böse demaskiert zwar auf dem Coverbild der NAUTILUS 116 sein Gesicht, doch in den Geschichten versucht es zumeist, sich zu verbergen: Die Jugendlichen Katniss und Peta kämpfen gegen das ausbeuterische Kapitol in der Verfilmung von DIE TRIBUTE VON PANEM: CATCHING FIRE nach dem Dystopie-Roman von Suzanne Collins, denn sie werden von den Machthabern eines künftigen Amerikas erneut als die Tribute ihrer Distrikte zur Teilnahme an den tödlichen Hungerspielen gezwungen, nachdem sie gerade noch in schönen Kleidern für Propagandazwecke herausgeputzt den Medien vorgeführt worden waren. Der Donnerkönig Thor aus Asgard kämpft in der spektakulären neuen Marvel-Verfilmung THOR: THE DARK KINGDOM gegen eine Invasion der finsteren Schwarzalben, die aus Rache für ihren gescheiterten Krieg nun das ganze Universum der Neun Reiche in ewige Finsternis stürzen wollen, gegen die fiesen Intrigen seines heimtückischen Bruders Loki und für sein eigenes Liebesglück auf der Erde. Der von Kindesbeinen an mit einem Sender im Nacken überwachte und manipulierte Militärakademie-Schüler Ender muß in der Verfilmung und im Hörspiel ENDER´S GAME nach dem SF-Roman von Orson Scott Card auf Druck eines dystopischen Regimes einen simulierten totalen Vernichtungskrieg gegen außerirdische Insektenwesen führen, und erst zu spät erkennt er, wie bitterlich er getäuscht wurde. Im Roman THE LEGION: DER KREIS DER FÜNF der US-amerikanischen Fantasy-Autorin Kami Garcia kämpfen Jugendliche als Mitglieder eines Geheimbundes gegen einen bösen Dämonen, der unheimliche Rachegeister zu ihrer Ermordung aussendet, bereits ihre Eltern tötete und die ganze Welt versklaven will. Und in den SKULDUGGERY PLEASANT-Romanen von Derek Landy kämpfen ein Skelettdetektiv und eine Magierschülerin in einem alternativen Irland gegen schwarzmagische Kultisten, Totenbeschwörer und das Böse schlechthin.
Zudem im Heft sind Features zum oscar-reifen Historien-Drama 12 YEARS A SLAVE nach der wahren Geschichte um den im Jahr 1841 in Washington von Häschern entführten und illegal in die Slaverei verkauften Afroamerikaner Solomon Northup, zum Action-Film ESCAPE PLAN, in dem Sylvester Stallon und Arnold Schwarzenegger gemeinsam aus einem Hochsicherheitsgefängnis ausbrechen sowie zum neuen Studio Ghibli-Film DER MONDBLUMENBERG. Das Magazin präsentiert neben den Features zu den Filmen und Romanen Interviews mit Autoren, Hörspiel- und Filmemachern: Der Hörspiel-Regisseur Balthasar von Weymarn berichtet aus Anlass des Magazinbesuchs im Tonstudio über die Produktion von ENDER´S GAME als dramatisches Hörspiel mit ingesamt 101 Sprechern. Der Drehbuch-Autor Michael Hirst gibt einen intensiven Einblick in die Entstehung von historischen TV-Serien wie VIKINGS und DIE TUDORS. Derek Landy erzählt über modernes Drehbuchschreiben und den Status der anstehenden Verfilmung seiner Romane. Die Autorin Ursula Poznanski verrät, dass sie trotz der düsteren Perspektiven in ihrem Dystopie-Romanen DIE VERRATENEN und DIE VERSCHWORERENEN eine überzeugte Optimistin ist. Und Kami Garcia erzählt, warum sie Fantasy und Übernatürliches mag und wie sie von der Autorenkollegin Holly Black und ihrer Co-Autorin Margaret Stohl aus der BEAUTIFUL CREATURES-Saga dazu gedrängt wurde, mit THE LEGION endlich ihre eigene Romanwelt zu verwirklichen. Dazu kommen Hintergrund-Artikel zum Thema Dystopie, eine Vorschau auf kommende Dystopie-Filme, eine Übersicht der lesenswertesten aktuellen Dystopie-Romane sowie eine Galerie der besten Filme zum Gefängnis-Thema. Weriterhin gibt es Werkstattberichte, die monatliche Fantasy-Romanvorschau mit den Stimmen der Autoren, DVD- Roman- und Hörbuch-Besprechungen sowie als Gimmick zwei große Leseproben in der Heftmitte.
NAUTILUS erscheint monatlich beim Abenteuer Medien-Verlag und kann im gutsortierten Zeitschriftenhandel erworben werden. Bei Amazon erhält man das Magazin ebenfalls, dort allerdings nur im Abo. Weiterhin gibt es auch elektronische Fassungen: als ePaper sowie als Apps für iOS und Android.
Neuer Monat, neuer FANDOM OBSERVER. Mit nur minimaler Verspätung erschien die Ausgabe 293 bereits am Samstag und dass ich erst heute darüber berichte, ist allein meine Schuld. :) Diesmal hat der FO mit Antje Brand eine Gast-Chefredakteurin und die hat unter anderem folgende Themen zusammengestellt:
- Alles Gute, Doctor – 50 Jahre Zeitreisen mit dem Doctor und der Tardis
– Silbernes Jubiläum – 250 SF-Treffs München
– Kino satt – Bettina Petrik war für uns im Kino
Weiterhin finden sich in der recht lilalastigen Ausgabe Buchrezensionen, ein Führer über die Buchmesse in Frankfurt und der Fanzine-Kurier.
Der FANDOM OBSERVER kann wie immer auf der zugehörigen Webseite im Format PDF herunter geladen werden.
A STUDY IN SILKS ist ein Steampunk-Roman (der erste einer Reihe) um die Abenteuer von Sherlock Holmes´ Nichte Evelina Cooper. Die Zusammenfassung des Verlags ist zumindest äußerst vielversprechend:
Evelina Cooper, the niece of the great Sherlock Holmes, is poised to enjoy her first Season in London Society. But there’s a murderer to deal with—not to mention missing automatons, a sorcerer, and a talking mouse.
In a Victorian era ruled by a council of ruthless steam barons, mechanical power is the real monarch and sorcery the demon enemy of the Empire. Nevertheless, the most coveted weapon is magic that can run machines—something Evelina has secretly mastered. But rather than making her fortune, her special talents could mean death or an eternity as a guest of Her Majesty’s secret laboratories. What’s a polite young lady to do but mind her manners and pray she’s never found out?
But then there’s that murder. As Sherlock Holmes’s niece, Evelina should be able to find the answers, but she has a lot to learn. And the first decision she has to make is whether to trust the handsome, clever rake who makes her breath come faster, or the dashing trick rider who would dare anything for her if she would only just ask.
A STUDY IN SILKS stammt von Emma Jane Holloway, ist bei Del Rey erschienen und liegt als Paperback und als eBook vor. Der Preis bei Amazon für das Taschenbuch beträgt derzeit ca. 5,70 Euro, für die Kindle-Fassung werden gerade mal EUR 4,25 fällig.
Buch zwei ist ebenfalls bereits erscheinen, der dritte Teil kommt erfreulicherweise schon im Dezember. Wann soll ich das nur alles lesen?
A STUDY IN SILKS
Emma Jane Holloway
Steampunk-Roman
24. September 2013
Taschenbuch und eBook
560 Seiten
Taschenbuch: EUR 5,70
eBook (Kindle): EUR 4,25
ISBN (Taschenbuch): 978–0345537188
ASIN (eBook): B00C4BA48G
Del Rey
Coverabbildung Copyright Del Rey/Random House
Die aktuelle Ausgabe von Erik Schreibers Phantastischem Bücherbrief ist eine runde Nummer: 600 lautet die sagenhafte Nummer darauf. Das nebenstehende Coverbild stammt von der soeben im Verlag Saphir im Stahl erschienenen Kurzgeschichtensammlung DIE KATHEDRALE, dem vierten Band aus der Reihe GEHEIMNISVOLLE GESCHICHTEN. Im Bücherbrief liest man dazu:
Bei seiner Reihe GEHEIMNISVOLLE GESCHICHTEN gibt der Herausgeber immer eine bestimmte Vorgabe. Die Autorinnen und Autoren, die sich an der Ausschreibung beteiligen wollten mussten sich an die Vorgabe halten, dass mitten in einer nicht näher beschriebenen Umgebung eine Kathedrale steht. Dazu gehörte auch ein kleiner Fluss mit einer steinernen Rundbogenbrücke sowie eine Dombauhütte, die die Kathedrale Instand hält und ein Dorf, wo die Bewohner leben.
Mit diesen Angaben erschöpfte sich der Herausgeber in seinen Vorgaben und hoffte auf spannende, humorvolle, liebevolle Geschichten. Der Kurzgeschichtenband enthält tatsächlich Geschichten mit Krimi‑, Science Fiction‑, Fantasy‑, Liebesroman‑, Thriller- und Historie-Einflüssen. Die Geschichten erzählen vom Reiz alltäglicher Begebenheiten, von geglückten oder gescheiterten Unternehmungen und von überraschenden Lebenswendungen.
Darüber hinaus findet man in der Jubelnummer des Phantastischen Bücherbriefs natürlich wie immer zahllose Besprechungen deutscher und internationaler Phantastik.
Den Bücherbrief 600 kann man hier im Format PDF herunter laden.
Da hatte sich die »Tolino-Allianz« mit ihrer neuen Reihe von eReadern laut und deutlich und mit viel Werbe-Tamtam als die großartige Alternative zu Amazons Kindle präsentiert. Das kam in der Buchbranche natürlich gut an, denn die sieht den Onlineverkäufer aus den USA nicht zu Unrecht als den ganz großen Konkurrenten und verpasst keine Gelegenheit, Amazon und Jeff Bezos als die Urbösen darzustellen. Die Hoffnung lag also auf dem Tolino in seinen verschiedenen Inkarnationen als eReader und neuerdings auch Tablet.
Doch nun muss der stationäre Buchhandel feststellen, dass man sich zu früh gefreut hat und die Tolino-Allianz (bestehend aus den Schwergewichten Thalia, Weltbild, Hugendubel, Club Bertelsmann und Telekom) auch nicht besser ist, denn die Gespräche, um die Tolinos als die eReading-Plattform auch für den Buchhandel abseits der Großkopferten Allianzler zu etablieren, sind gescheitert.
Das bedeutet: die von der Tolino-Allianz eingeräumten Konditionen waren zu schlecht für die Buchhändler, die Margen miserabel. Wo da jetzt die deutliche Verbesserung gegenüber Amazon sein soll, erschließt sich mir ehrlich gesagt überhaupt nicht. Ob nun der eine oder der andere Quasi-Monopolist, sie werden immer die Vorgaben diktieren. Angeblich sollen das Tolino-Imperium (passt viel besser als »Allianz«) sogar gefordert haben, dass man neben ihrem Produkt keine anderen eReader verkaufen darf. Unfassbar.
Das Problem ist aber erneut: der Buchhandel hat wieder einmal auf einen neuen Messias gewartet und wieder einmal hat sich der als Popanz heraus gestellt. Diese Blauäugigkeit ist in ihrer Hilflosigkeit fast schon niedlich. MVB und Börsenverein täten gut daran, zusammen mit dem Buchhandel endlich ein eigenes System zu installieren (das geräteunabhängig ist), statt sich darauf zu verlassen, dass Dritte das schon machen werden. Denn Dritte wollen auch nur so viel wie möglich verdienen.
Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies und von eingebundenen Skripten Dritter zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest (Navigation) oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst Du Dich damit einverstanden. Dann können auch Cookies von Drittanbietern wie Amazon, Youtube oder Google gesetzt werden. Wenn Du das nicht willst, solltest Du entweder nicht auf "Akzeptieren" klicken und die Seite nicht weiter nutzen, oder Deinen Browser im Inkognito-Modus betreiben, und/oder Anti-Tracking- und Scriptblocker-Plugins nutzen.
Mit einem Klick auf "Akzeptieren" werden zudem extern gehostete Javascripte freigeschaltet, die weitere Informationen, wie beispielsweise die IP-Adresse an Dritte weitergeben können. Welche Informationen das genau sind liegt nicht im Einflussbereich des Betreibers dieser Seite, das bitte bei den Anbietern (jQuery, Google, Youtube, Amazon, Twitter *) erfragen. Wer das nicht möchte, klickt nicht auf "akzeptieren" und verlässt die Seite.
Wer wer seine Identität im Web schützen will, nutzt Browser-Erweiterungen wie beispielsweise uBlock Origin oder ScriptBlock und kann dann Skripte und Tracking gezielt zulassen oder eben unterbinden.