Buch

Neues zu SIN CITY: A DAME TO KILL FOR

Bereits am letz­ten Mon­tag star­te­te in Aus­tin, Texas, die Pro­duk­ti­on zur SIN CITY-Fort­set­zung A DAME TO KILL FOR. Vor der Kame­ra ste­hen dabei erneut Mickey Rour­ke, Jes­si­ca Alba, Jai­me King und Rosa­rio Daw­son. Ersetzt wur­de Devon Aoki, für die spielt nun Jamie Chung die Kata­na-schwen­ken­den Ass­as­si­nin auf Rol­ler-Skates, Miho.

Auch Ange­li­na Jolies Rol­le – Eva – muss­te neu besetzt wer­den, hier gibt es noch kei­ne Infor­ma­tio­nen, wer die Figur über­neh­men wird.

Der Film basiert auf dem gleich­na­mi­gen Comic von Frank Mil­ler, der im Jahr 1993 bei Dark Hor­se Comics erschie­nen ist.

Viel Zeit hat Regis­seur Robert Rodri­guez nicht, denn bereits in weni­ger als einem Jahr, am 4. Okto­ber 2013, soll A DAME TO KILL FOR in die US-Kin­mos kom­men. Das wird aber klap­pen, denn Rodri­guez ist dafür bekannt, schnell zu arbei­ten, er hat­te gera­de erst die Arbei­ten an MACHETE KILLS abge­schlos­sen. Das Dreh­buch stammt von ihm, Frank Mil­ler und Wil­liam Mona­han.

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Kino­pla­kat SIN CITY: A DAME TO KILL FOR Copy­right Dimen­si­on Films

Buchpreisbindung auf Nutzungslizenzen?

Neu­lich war hier auf Phan­ta­News The­ma, dass man an eBooks kei­ne Besitz­rech­te erwirbt, son­dern nur Nut­zungs­li­zen­zen. Bei­spiel war Ama­zons Kind­le-Shop, in des­sen Nut­zungs­be­din­gun­gen das auch so ein­deu­tig zu lesen ist. Dadurch stell­te sich für mich die Fra­ge, ob das die Buch­preis­bin­dung auf eBooks nicht in Fra­ge stellt, denn tat­säch­lich ent­steht dadurch ja eine deut­li­che Unter­schei­dung zum Print­buch. Denn dar­an erwirbt man defi­ni­tiv ein dau­er­haf­tes, nicht zeit­lich beschränk­tes Besitz­recht – wenn auch nicht am urhe­ber­recht­lich geschütz­ten Text dar­in, aber wenigs­tens am phy­si­ka­li­schen Objekt Print­buch. Ist klar: Wenn Ama­zon oder ein Ver­lag das Nut­zungs­recht an einem Buch zurück zie­hen woll­ten, müss­ten sie in mei­ne Woh­nung ein­drin­gen und es phy­si­ka­lisch aus dem Regal neh­men – das ist dann doch höchst unwahr­schein­lich.

Es war also wie­der ein­mal an der Zeit, die Rechts­ab­tei­lung des Bör­sen­ver­eins des deut­schen Buch­han­dels  nach einer Ein­schät­zung zu die­sem The­ma zu fra­gen. Die Ant­wort fiel für mich nicht uner­war­tet aus …

NAUTILUS 104: Das Ende der Romantasy

Haben sich die Schmu­se-Vam­pi­re, Kuschel-Wer­wöl­fe und Bett­kan­ten-Engel gegen­sei­tig tot­ge­bis­sen? In der Aus­ga­be 104, 11/​2012, des monat­li­chen Fan­ta­sy-Maga­zins NAUTILUS – Aben­teu­er & Phan­tas­tik dis­ku­tie­ren Mys­tery-Autoren und Ver­lags­lek­to­ren über das Ende der Roman­t­a­sy-Wel­le.

Mit BREAKING DAWN: BISS ZUM ENDE DER NACHT – Teil 2 kommt im Novem­ber das gro­ße Fina­le der TWI­LIGHT-Saga in unse­re Kinos: Vam­pi­re und Wer­wöl­fe lie­fern sich eine epi­sche Schlacht um die Lie­be zwi­schen Men­schen, Vam­pi­ren und wöl­fi­schen Gestalt­wand­lern. Für das soeben vom Publi­kum mit dem »Deut­schen Phan­tas­tik Preis 2012« als »Bes­tes Sekun­där­werk« prä­mier­te Fan­ta­sy-Maga­zin ist dies der Anlaß, die aktu­el­le Situa­ti­on der Roman­t­a­sy-Geschöp­fe aus­führ­lich zu beleuch­ten und ihre Zukunft zu hin­ter­fra­gen. Dazu lie­fert die aktu­el­le Novem­ber-Aus­ga­be im Kino­t­eil neben einer Vor­stel­lung des kom­men­den letz­ten Films der BISS-Saga eine Über­sicht zu den vor­her­ge­hen­den vier TWI­LIGHT-Fil­men sowie eine Bil­der-Gale­rie zu allen Figu­ren der fünf Fil­me. Im Lite­ra­tur-Block fin­den sich Roman­emp­feh­lun­gen zu Vam­pi­ren und Wer­wöl­fen sowie ein Making Of-Besuch im Hör­buch-Stu­dio zur Pro­duk­ti­on von Mag­gie Stief­va­ters roman­ti­scher MERCY FALLS-Wer­wolf-Tri­lo­gie, die u.a von den bekann­ten TWI­LIGHT-Syn­chron­spre­chern von Bel­la, Edward und Jacob ein­ge­le­sen wur­de. Und im Sach­teil des Hef­tes gibt es nicht nur Fak­ten und Mythen, Inter­views und Rezen­sio­nen rund um den mehr­fach ver­film­ten und in Roma­nen umge­setz­ten his­to­ri­schen Wer­wolfs­fall der »Bes­tie vom Gévau­dan«, son­dern auch eine abschlie­ßen­de Unter­su­chung über die tief­grei­fen­de Wand­lung des moder­nen Vam­pir­bil­des vom ursprüng­lich töd­li­chen Mons­ter aus der Gruft zum nacken­bei­ßen­den Schmacht-Idol der Pop­kul­tur.
The­men-Kern­punkt des Hef­tes ist eine Dis­kus­si­ons­run­de unter bekann­ten Gen­re-Ken­nern: Inter­na­tio­na­le Mys­tery-Autoren wie Nan­cy A. Coll­ins, Lynn Raven, Tanya Car­pen­ter, Jea­ni­ne Krock, Ulri­ke Schwei­kert, Bian­ka Min­te-König, Fran­ka Rubus, Mar­kus Heitz, Kim New­man und Mar­cus Sedgwick sowie Lek­to­ren der deut­schen Gen­re-Ver­la­ge Hey­ne, Piper, Knaur, Lyx, Sie­ben und Ubooks spre­chen dar­über, ob die Roman­t­a­sy durch den Hype um TWILIGHT und Co. letzt­lich tot­ge­schrie­ben wur­de. Die Exper­ten sind sich weit­ge­hend einig: Die ero­tisch-glit­zern­den Blut­sauger und ihre wöl­fi­schen Vet­tern wer­den der­zeit mas­siv aus den Bet­ten ihrer Roman­t­a­sy-Fans geschubst. Die Wel­le der Kuschel-Roman­t­a­sy mit Vam­pi­ren und Wer­wöl­fen hat ein Ende erreicht. Kom­men­de Nacht­ge­schöp­fe wer­den wie­der zu den gru­se­li­gen, fins­te­ren und mor­bi­den Unge­heu­ern, die sie ein­mal waren – aber aus­ster­ben wer­den sie auf kei­nen Fall.
Einen ähn­li­chen Absturz aus dem Him­mel der Roman­t­a­sy wer­den viel­leicht bald auch die sexy Bett­kan­ten-Engel erle­ben. Obwohl sie der­zeit noch tap­fer flat­tern, müs­sen auch sie Federn las­sen, wie eine Roman-Über­sicht zu aktu­el­len und kom­men­den Fan­ta­sy-Roma­nen um die geflü­gel­ten Gotes­bo­ten zeigt. Und im Inter­view mit dem Mys­tery-Autor Ror­an Drven­kar erweist sich, dass in sei­nem epi­schen, in diver­sen Epo­chen ange­sie­del­ten Roman buch­stäb­lich DER LETZTE ENGEL um sein Schick­sal kämp­fen muß.

Über meh­re­re Epo­chen ent­wi­ckelt sich auch die ver­schlun­ge­ne Hand­lung des als unver­film­bar gel­ten­den Phan­tas­tik-Romans WOLKENATLAS vom bri­ti­schen Autor David Mit­chell, des­sen Fil­mum­set­zung nun im Novem­ber unter dem Ori­gi­nal-Titel CLOUD ATLAS in die Kinos kommt. Der NAUTILUS erzählt der deut­sche Regis­seur Tom Tykwer, wie er das Pro­jekt, das sechs Geschich­ten vom 19. Jah­rund­ert bis in eine post­apo­ka­lyp­ti­sche Zukunft mit­ein­an­der ver­webt, zusam­men mit den MATRIX-Fil­me­ma­chern, den Geschwis­tern Wachow­ski, und Dar­stel­lern wie Tom Hanks, Hugo Wea­ving und Hal­le Ber­ry in diver­sen Rol­len ver­wirk­licht hat.
Wei­te­re Inhal­te der Novem­ber-Aus­ga­be sind eine Lese­pro­be zu Dami­an Dib­bens his­to­ri­scher Zeit­rei­se-Geschich­te JAKE JONES UND DIE HÜTER DER ZEIT, eine Vor­stel­lung des kom­men­den anrüh­ren­den Fan­ta­sy­films DAS WUNDERSAME LEBEN VON TIMOTHY GREEN um einen Wech­sel­balg der beson­de­ren Art, der SF-Action­film DREDD sowie ein Werk­statt­be­richt von Tho­mas und Ste­phan Orgel zum Fan­ta­sy-Roman ORKS VS. ZWERGE.

Die Gebrü­der Orgel lei­ten qua­si the­ma­tisch über zur im Novem­ber erschei­nen­den nächs­ten Aus­ga­be NAUTILUS 105, die ganz im Zei­chen von Mit­tel­er­de, Halb­lin­gen, Elfen, Zwer­gen, Trol­len, Dra­chen und Zau­be­rern steht, denn der Eine Ring und die Ver­fil­mung von J.R.R. Tol­ki­ens DER HOBBIT durch Regis­seur Peter Jack­son wirft sei­nen Schat­ten vor­aus: Inter­views mit Dar­stel­lern des Films, eine Rei­se zu den Schau­plät­zen von DER HOBBIT TEIL 1: EINE UNERWARTETE REISE, Sach­ar­ti­kel zur Evo­lu­ti­on des Halb­lings in der Fan­ta­sy, eine Bes­ten­lis­te zu emp­feh­lens­wer­ten Dra­chen-Roma­nen sowie Gesprä­che und Dis­kus­si­ons­run­den mit zahl­rei­chen Fan­ta­sy-Autoren über die Wesen Mit­tel­er­des bestim­men die­se Aus­ga­be. Auf www​.fan​ta​sy​m​a​ga​zin​.de gibt es einen Trai­ler zu den Inhal­ten der Aus­ga­be. Dort läßt sich die aktu­el­le Novem­ber-Aus­ga­be natür­lich bereits seit Anfang Okto­ber kom­plett und kos­ten­los online durch­blät­tern. Und anläß­lich der Prä­mie­rung mit dem »Deut­schen Phan­tas­tik Preis« gibt es beson­de­re Prä­mi­en für Bestel­ler des Print­ma­ga­zins wie z.B. Frei-Abos. Oder wer auf der Platt­form www​.pres​se​ka​ta​log​.de ein Abo der Print-Aus­ga­be abschließt, bekommt die ers­te Aus­ga­be als digi­ta­les ePa­per gra­tis dazu. Und nicht zuletzt bekommt die NAUTILUS sogar eine eige­ne App fürs iPho­ne und den iPad spen­diert.

Das Maga­zin NAUTILUS erscheint im Aben­teu­er Medi­en-Ver­lag, man kann es über­all im Zeit­schrif­ten­han­del erwer­ben. Wie oben bereits ange­deu­tet erhält man es auch bei Ama­zon (dort aller­dings nur im Abo) und beim Pres­se­ka­ta­log.

Cover NAUTLIUS 104 Copy­right Aben­teu­er Medi­en Ver­lag

Was haben Bond und Cotton gemeinsam?

Heu­te wur­de hier auf Phan­ta­News über James Bond berich­tet: Alex schrieb über zwei bei Cross Cult neu erschie­ne­ne Fle­ming-Roma­ne. Danach wies ich auf das JERRY COT­TON-Reboot hin. Beim Titel­bild von COTTON RELOADED beschlich mich bereits ein eigen­ar­ti­ges Gefühl, ich konn­te den Fin­ger aber nicht so recht dar­auf legen, was mich stör­te. Als mein Blick dann noch­mal über die Bond-Cover schweif­te, fiel es mir wie Schup­pen von den Augen:

Da will man offen­bar von der Popu­la­ri­tät des bri­ti­schen Agen­ten eben­so pro­fi­tie­ren, wie von der Tat­sa­che, dass SKYFALL im Kino star­tet. Mei­ne per­sön­li­che Mei­nung ist: selbst wenn Lueb­be das Bild lizen­siert haben soll­te, hal­te ich ein der­art plum­pes Pla­gi­at, ein so pri­mi­ti­ves Nach­äf­fen eines gro­ßen Vor­bilds, für äußerst pein­lich. Wobei man natür­lich weiß, dass sol­cher­lei bei Bas­tei Lueb­be lang­jäh­ri­ge Tra­di­ti­on hat. Das macht es aber nicht bes­ser, war­um erschafft man nicht eine neue iko­ni­sche Dar­stel­lung, ein Allein­stel­lungs­merk­mal? Weil das teu­rer ist, als Dani­el Craig in schwarz­weiß 1:1 nach­zu­zeich­nen. Mög­li­cher­wei­se. Dass Cover­ge­stal­tung bei manch einem deut­schen Ver­lag eher stief­müt­ter­lich behan­delt wird, ist lei­der nichts Neu­es. Dass (Bastei-)Luebbe sei­ne Kopie­num­mer auch heu­te noch durch­zieht ist aber … schräg.

Update: wie Alex soeben anders­wo kor­rekt anmerk­te, ist das Trau­ri­ge dar­an, dass JERRY COTTON selbst schon lan­ge eine Iko­ne ist und Unter­stüt­zung durch einen Bri­ten gar nicht benö­tigt.

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Kino­pla­kat CASINO ROYALE Copy­right Colum­bia Pic­tures, Cover COTTON RELOADED Copy­right Lueb­be

COTTON RELOADED

Im Kino wür­de man so etwas einen »Reboot« nen­nen und viel­leicht hat Lueb­be sich bei sei­nem Neu­start der JERRY COT­TON-Rei­he auch ein wenig vom Erfolg der Kon­kur­renz mit dem Start von PERRY RHODAN NEO »inspi­rie­ren las­sen«. Über JERRY COTTON muss man ver­mut­lich nicht vie­le Wor­te ver­lie­ren, es han­delt sich hier­bei um eine lang­le­bi­ge Kri­mi­rei­he um den FBI-Mann glei­chen Namen – die ver­mut­lich kom­mer­zi­ell erfolg­reichs­te Kri­mi­se­rie im deutsch­spra­chi­gen Raum über­haupt. Erson­nen wur­de die Rei­he von Del­fried Kauf­mann, der ers­te Roman erschien bei Bas­tei im Jahr 1954.

Jetzt gibt es einen Neu­start als COTTON RELOADED, der Titel des ers­ten Ban­des lau­tet DER BEGINN; die Hand­lung wird ins Heu­te ver­legt und beginnt neu, Jere­mi­ah ist also noch nicht der aus­ge­buff­te FBI-Agent, als den man ihn kennt, zudem – Schock, und für Alt­le­ser ver­mut­lich ein Sakri­leg! – ist Phil Decker jetzt eine Frau namens Phil­ip­pa. Die neue Serie erscheint ab dem 13. Okto­ber in monat­li­chem Abstand. Beson­ders erstaun­lich dar­an ist, dass sie in aus­schließ­lich digi­ta­ler Form vor­liegt, also als eBook. Ent­ge­gen den Gepflo­gen­hei­ten frü­he­rer Zei­ten nennt man nun offen­bar sogar den Namen der Roman­au­to­ren, im Fall von DER BEGINN lau­tet die­ser Mario Giord­a­no – und der ist kein Sam­mel­pseud­onym.

New York City, 2012. Der bru­ta­le Mord an einer Chi­ne­sin lässt Jere­mi­ah Cot­ton, einem jun­gen Cop beim NYPD, kei­ne Ruhe. Er ver­mu­tet, dass die Frau das Opfer eines Seri­en­tä­ters ist, der seit lan­gem sein Unwe­sen treibt. Doch nie­mand glaubt ihm; er wird von dem Fall abge­zo­gen. Als Cot­ton eigen­mäch­tig Nach­for­schun­gen anstellt, stößt er auf eine Abtei­lung des FBI, von deren Exis­tenz nie­mand weiß: das »G‑Team«. Stur und hart­nä­ckig stellt Cot­ton unbe­que­me Fra­gen über die mys­te­riö­se Ein­heit – und bringt Spe­cial Agent Phil­ip­pa »Phil« Decker gegen sich auf. Als er nur knapp einem Mord­an­schlag ent­geht, ver­steht Cot­ton, dass er kei­nen gewöhn­li­chen Seri­en­kil­ler jagt. Denn das G‑Team scheint in den Fall ver­strickt zu sein …

Die eBook-Fas­sung ist erhält­lich via Goog­le Play sowie App­les iBook­s­to­re und kos­tet EUR 1,99. Zusätz­lich gibt es eine »Read & Listen«-Version, die­se jedoch nur bei Apple. Und schließ­lich als Hör­buch im MP3-For­mat für 1,99 Euro, auch die erhält man nur via iTu­nes.

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Cover COTTON RELOADED – DER BEGINN Copy­right Lueb­be

Die »Verkindlichung« der Literatur …

In der Zeit hat sich mal wie­der einer der Anspruchs­fa­na­ti­ker aus dem Fens­ter gelehnt. Ulrich Grei­ner moniert, dass es der­art vie­le »Kin­der­bü­cher« in den Best­sel­ler­lis­ten gibt – und ob das denn sein muss.

An die­ser Stel­le könn­te ich natür­lich wie­der ein­mal vom Leder zie­hen und poin­tiert zum Aus­druck brin­gen, was ich von der­lei eng­stir­ni­gen Sprü­chen hal­te. Kurz­fas­sung: pseu­do-intel­lek­tu­el­les Gewäsch. Muss ich aber gar nicht, denn Jugend­buch­au­to­rin Jut­ta Wil­ke hat in einem offe­nen Brief im Gro­ßen und Gan­zen bereits zum Aus­druck gebracht, was auch ich in ähn­li­cher Form sagen wür­de.

Eins noch zum unter­schied­li­chen Lese­ver­hal­ten von Kin­dern und Erwach­se­nen:
Kin­der lesen Bücher, weil sie von ihnen gefes­selt wer­den. Nicht weil sie auf Best­sel­ler­lis­ten ste­hen oder irgend­wo nomi­niert wor­den sind.

Ich möch­te aller­dings noch Fol­gen­des ergän­zen: es sind die Kin­der- und Jugend­bü­cher, die aus jun­gen Men­schen über­haupt erst ein­mal Leser machen. Die dann spä­ter in ihrem Leben viel­leicht auch mal zu etwas Anspruchs­vol­le­rem grei­fen. Oder auch nicht, aber das ist zweit­ran­gig: ohne les­ba­re Kin­der- und Jugend­li­te­ra­tur kei­ne erwach­se­nen Leser. Des­halb fin­de ich es umso unver­ständ­li­cher, wie die­se Lite­ra­tur­form so unüber­legt her­un­ter gemacht wird.

Und dem muss man kei­nes­falls »Ein­halt gebie­ten«, wie es der Autor ger­ne hät­te, zumin­dest lässt sich das sei­nem Arti­kel ent­neh­men, son­dern im Gegen­teil muss man gute Kin­der- und Jugend­li­te­ra­tur sogar drin­gend för­dern, statt sie in der vor­lie­gen­den Form als ner­vend oder qua­li­ta­tiv min­der­wer­tig zu dekla­rie­ren.

Oder räu­men wir sol­chen Dünn­brett­boh­re­rei­en mit unse­rem Kom­men­ta­ren zuviel Gewicht ein und soll­ten sie eigent­lich bes­ser igno­rie­ren?

Dank an Alex Jahn­ke und Tom Orgel für den Hin­weis auf den offe­nen Brief

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Bild »blät­tern« von Nevit Dil­men, aus der Wiki­pe­dia, GFDL

Kostenlos bei Amazon: FLUCHT VON FANFASL

Heu­te und die nächs­ten bei­den Tage ist die Novel­le FLUCHT VON FANFASL aus der Meis­ter­de­tek­ti­ve-Rei­he mit den Prot­ago­nis­ten Sun­ny und Pol­li bei Ama­zon kos­ten­los als eBook her­un­ter zu laden. Anlass dafür ist eben das Erschei­nen des von Joa­chim Sohn ver­fass­ten Wer­kes in elek­tro­ni­scher Form.

Die Kater Sun­nie und Pol­li flüch­ten vor den schwer bewaff­ne­ten Häschern des Kochs Phil­ipp, dem sie als Küchen­skla­ven die­nen soll­ten. Ange­fan­gen hat jedoch alles mit dem Auf­trag eines mys­te­riö­sen, drei­di­men­sio­na­len Schat­tens, dem der Koch angeb­lich sei­ne Toma­ten­kern­öl­pres­se gestoh­len hat. Der Schat­ten bringt die Meis­ter­de­tek­ti­ve in sei­nem flie­gen­den Haus­boot zur Insel Fan­fasl, die der Koch aus Küchen­res­ten hat auf­schüt­ten las­sen. Doch dort erle­ben sie eine Über­ra­schung.
FLUCHT VON FANFASL ist eine abge­schlos­se­ne Kurz­ge­schich­te inner­halb des in Ent­ste­hung befind­li­chen Romans: SUNNIE UND POLLI – BEI DEN MONATEN.
Der Roman beginnt mit dem Absturz der Kater in ihrem flie­gen­den Haus­boot im Land der Mona­te. Die Kater erwar­ten, dass die Mona­te jeden Moment an ihre Tür klop­fen. Aus Furcht davor gefragt zu wer­den, wie sie zu die­sem wun­der­schö­nen Flug­ge­rät gekom­men sind, den­ken sie sich FLUCHT VON FANFASL aus.

Joa­chim Sohn wur­de 1968 in Wies­ba­den gebo­ren. Er stu­dier­te in Mainz, Kon­stanz und Ber­lin Ver­glei­chen­de Sprach­wis­sen­schaf­ten, Roma­nis­tik und Theater‑, Film und Fern­seh­wis­sen­schaft. In Ham­burg qua­li­fi­zier­te er sich an der ani­ma­ti­on-school zum Ani­ma­ti­ons­de­si­gner und arbei­te­te meh­re­re Jah­re frei­be­ruf­lich bei deut­schen Trick­film­pro­duk­tio­nen mit. Seit 2004 ist er Flash-Desi­gner und Ani­ma­ti­on-Direc­tor in einer Inter­net-Wer­be­agen­tur in Düs­sel­dorf. Mehr über den Autor und sei­ne Krea­tio­nen fin­det man auf wal​king​mills​.de

FLUCHT VON FANFASL
Joa­chim Sohn
phan­tas­ti­sche Geschich­te
eBook, ca. 191 kB
nor­ma­ler­wei­se 0,89 Cent
ASIN: B009VI9ECW
Pink-Paw­nee Edi­ti­ons

Cover­ab­bil­dung Copy­right Joa­chim Sohn /​ Pink-Paw­nee Edi­ti­ons

[aartikel]B009VI9ECW[/aartikel]

Neu als Taschenbuch: Michael Sullivans INDIANERSOMMER

Bei Emme­rich Books & Media ist das zwei­te Taschen­buch erschie­nen, das via Crea­teSpace pro­du­ziert wird und über Ama­zon bestellt wer­den kann. Der Titel des von Micha­el Sul­li­van ver­fass­ten Romans lau­tet INDIANERSOMMER. Illus­tra­tio­nen steu­er­te Syl­via Koch bei, das Cover stammt von Bea­te Roc­holz.

Klap­pen­text:

Micha­el ist ein 15-jäh­ri­ger Jun­ge und besucht die Mit­tel­stu­fe sei­nes hei­mat­li­chen Jun­gen­gym­na­si­ums. Von Sta­tur aus eher ein Hänf­ling, hat er es schwer gegen die Rauf­bol­de der ‘Milch­geld­ban­de’, die ihm immer wie­der auf­lau­ern, um ihm sein Pau­sen­geld abzu­neh­men. Micha­el ist nun mal ein Träu­mer, eine Lese­rat­te und ein Hob­by­fil­mer. Sei­ne Dar­stel­ler sind Plas­tik-Spiel­fi­gu­ren, von denen er eine gan­ze Kis­te voll besitzt: Cow­boys, India­ner, Rit­ter und eini­ge Sol­da­ten. Mit ihnen erlebt er die Aben­teu­er, die ihm im rea­len Leben ver­sagt blei­ben.
Auf der Suche nach wei­te­ren Figu­ren erwirbt er auf einem Floh­markt etwas ganz ande­res: einen angeb­li­chen Medi­zin­beu­tel mit den Über­res­ten des Her­zens eines gewal­ti­gen Krie­gers. Als er dann abends bei schumm­ri­gem Licht wie­der mit sei­nen Figu­ren spie­len will und dabei beim Aus­wech­seln einer Glüh­lam­pe einen elek­tri­schen Schlag erhält, pas­siert es! Der Medi­zin­beu­tel platzt, ein selt­sa­mer Staub quillt her­aus, und Micha­el fin­det sich im Kör­per sei­nes Hel­den wie­der: Indi­go, ein mus­ku­lö­ser India­ner, in wel­chen Micha­el all das hin­ein­pro­ji­ziert hat, was er ger­ne wäre.
Das Aben­teu­er beginnt. Er muss einen Weg zurück in sei­nen Kör­per fin­den und dabei gegen alle ande­ren Spiel­fi­gu­ren kämp­fen, die nichts unver­sucht las­sen, ihm den Lebens­fun­ken aus­zu­bla­sen …

Das Taschen­buch mit 162 Sei­ten Umfang und im For­mat 20,3 x 12,7 x 1 cm kos­tet 7,51 Euro und ist in Ama­zons Online­shop erhält­lich.

INDIANERSOMMER
Micha­el Sul­li­van
phan­tas­ti­scher Roman
Taschen­buch, 162 Sei­ten
EUR 7,51
ISBN-10: 147829552X
ISBN-13: 978–1478295525
Emme­rich Books & Media

[aartikel]147829552X[/aartikel]

Noch ein eBook-Bundle mit freier Preiswahl: HALLOWEEN HORROR

Das ist aber auch ein Gebund­le im Moment … (zumin­dest in den USA, bei uns ja lei­der nicht). Auch bei Sto­ry­Bund­le erhält man der­zeit (und noch 15 Tage lang) einen Satz von eBooks mit phan­tas­ti­schen The­men. Anläss­lich des bevor­ste­hen­den Hal­lo­ween hat man dort ein pas­sen­des Bün­del geschnürt und bie­tet sechs Roma­ne aus den Berei­chen Hor­ror und Dark Fan­ta­sy – und auch hier natür­lich wie­der unter der Vor­aus­set­zung »zahl was Du willst«. Berappt man mehr als neun Dol­lar kom­men noch zwei Bonus-eBooks hin­zu.

Bei den Büchern han­delt es sich um

* RIVERWATCH von Joseph Nas­sise
* TAKING ON THE DEAD von Annie Walls
* A LATENT DARK von Mar­tin Kee
* THE DROUGHT von Patri­cia Ful­ton
* BLAZE OF GLORY von Wes­t­on Och­se
* CICARIOUS von Jon F. Merz

die bei­den Bonus-eBooks sind

* COMING OF AGE: 3 von Dou­glas Clegg, sowie
* RESURRECTION INC. von Kevin J. Ander­son

Auch hier sind die eBooks expli­zit nicht DRM-ver­seucht, auch hier geht ein Teil der Ein­nah­men an wohl­tä­ti­ge Zwe­cke (die­se Opti­on kann man aller­dings deak­ti­vie­ren) und selbst­ver­ständ­lich erhält auch Sto­ry­Bund­le einen Obo­lus, den man aller­dings frei bestim­men kann. Zah­len kann man via Pay­Pal, über Goog­le Wal­let (soviel ich weiß aller­dings nicht in Deutsch­land) und mit­tels Ama­zon Pay­ments.

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Logo Hal­lo­ween Hor­ror Bund­le und Screen­shot von der Web­sei­te Copy­right Sto­ry­Bund­le Inc.

Humble eBook Bunde setzt mehr um als alle Bundles zuvor

Ges­tern hat­te ich mich in einem Arti­kel der Tat­sa­che gewid­met, dass eine Akti­on wie das Hum­ble eBook Bund­le in Deutsch­land auf­grund der weder zeit­ge­mä­ßen noch sinn­vol­len Anwen­dung des Buch­preis­bin­dungs­ge­set­zes nicht mög­lich wäre. Dazu heu­te die Mel­dung, dass das Hum­ble eBook Bund­le inner­halb von gera­de mal zwei Wochen mehr als 1.1 Mil­lio­nen Dol­lar ein­ge­nom­men hat – das ist laut Anga­ben der Anbie­ter weit jen­seits aller Erwar­tun­gen.

Hät­te man die Bücher im Bund­le ein­zeln gekauft, wäre ein Preis von ca. 157 Dol­lar zu berap­pen gewe­sen, der durch­schnitt­li­che gezahl­te Obo­lus lag bei »nur« 14,18 $, wer mehr auf den vir­tu­el­len Laden­tisch leg­te, erhielt Bonus-eBooks dazu.

Die Autoren sehen das Expe­ri­ment haupt­säch­lich als Wer­be­maß­nah­me, aber auch um ein­mal fest­zu­stel­len, was die Leser bereit sind, im Rah­men einer »zahl’ was Du willst«-Aktion zu zah­len. Davon abge­se­hen, dürf­ten aber auch die nicht uner­heb­li­chen Ein­nah­men inner­halb von zwei Wochen nicht unge­le­gen kom­men …

Hum­ble Bund­le Inc plant nun wei­te­re eBook-Aktio­nen. Busi­ness Deve­lo­p­ment Direc­tor Mar­ti­nez sag­te:

Es war her­aus­ra­gend, wie die­ses eBook-Bund­le ange­nom­men wur­de und wir sind ziem­lich begeis­tert. Der durch­schnitt­li­che Preis, der von Kun­den gezahlt wur­de lag bei über 14 Dol­lar, das ist bei wei­tem der höchs­te Durch­schnitts­preis den wir bis­lang für »pay what you want«-Promotionen hat­ten; und wir glau­ben das ist ein posi­ti­ves Vor­zei­chen für die Zukunft der eBooks und der Hum­ble Bund­les.

Autor John Scal­zi wies dar­auf hin, dass allein die Ver­kaufs­zah­len genü­gen soll­ten, alle ent­hal­te­nen Bücher auf die Best­sel­ler­lis­te der New York Times zu hie­ven.

Scha­de ins­be­son­de­re für deut­sche Autoren, aber auch für die Ver­la­ge, dass sol­che Mög­lich­kei­ten, wie in mei­nem gest­ri­gen Arti­kel beleuch­tet, hier­zu­lan­de lei­der nicht gege­ben sind. Will­kom­men im Tal der Ahnungs­lo­sen.

Mehr zum The­ma beim Guar­di­an (in eng­lisch) und bei Hei​se​.de

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