OMNI war ein erfolgreiches Magazin für populäre und spekulative Wissenschaft, das sich aber auch mit Science Fiction beschäftigte bei dem auch SF-Shortstories ein zentraler Punkt des Inhalts waren. Es wurde von 1978 bis 1995 in den USA und Großbritannien heraus gegeben, es gab aber auch einen deutschen Ableger. Gestartet wurde das Projekt von Kathy Keeton und Penthouse-Chef Bob Guccione. Chefredakteure waren beispielsweise Frank Keding, der bekannte Autor Ben Bova, Richard Teresi, Gurney Williams III, Patrice Adcroft, Keith Ferrell und Pamela Weintraub. Nach der Einstellung als Printmagazin im Jahr 1996 existierte es noch bis 1998 als Webausgabe weiter.
OMNI war eins der ersten Magazine, das wissenschaftliche Themen für »nicht-professionelle« Leser aufbereitete und startete eine Welle ähnlich gelagerter Publikationen.
Ab sofort gibt es alle Ausgaben zum kostenlosen Nachlesen der zahllosen hochkarätigen SF-Stories (mit Namen wie Alan Dean Foster, Harlan Ellison, Orson Scott Card, Stephen King oder William Gibson) und zum Schwelgen in den wissenschaftlichen Artikeln jener Zeit kostenlos und völlig legal im Internet Archive.
Vorhanden sind die OMNIs in zahlreichen Formaten für Computer und eReader: PDF, ePub, Kindle, Daisy, Reintext oder DiVu.
Hach, OMNI, ich kann mich noch an die deutsche Ausgabe erinnern. Und wieder mal eine neue Zeitsenke …
Wer noch keinen Kindle hat, aber damit liebäugelt, sich einen anzuschaffen, der könnte heute zuschlagen, denn Amazon bietet den eReader in der WLAN-Variante statt für 79 Euro für 59 Euro an – allerdings nur am 04.02.2013.
Der Kindle hat neben WLAN ein sechs Zoll eInk-Display und wiegt gerade mal 170 Gramm. Für Prime-Kunden könnte interessant sein, dass man das Verleihangebot mit Zugriff auf ca. 200000 eBooks nur mit einem »echten« Kindle nutzen kann, nicht aber mit einer der Apps.
Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass es sich bei den Kindle-eBooks um ein proprietäres Format handelt, das man nicht auf anderen Lesegeräten nutzen kann, weiterhin hat Amazon Zugriff auf die Daten auf dem Gerät und könnte erworbene Bücher löschen, wenn es damit beispielsweise Rechteprobleme gibt, das ist so auch im Jahr 2009 bereits geschehen.
Wen das nicht stört, der findet das Sonderangebot auf Amazons Webseite.
Erik Schreibers Phantastischer Bücherbrief mit der Nummer 590 ist die Ausgabe für den Januar und beschäftigt sich wieder einmal mit zahllosen Genre-Publikationen in den verschiedenen Medien.
Im Bereich deutsche Phantstik findet man unter anderem Besprechungen zu Christoph Marzis GRIMM, Diethmar Daths PULSARNACHT oder HUNGER von David Grashoff und Pascal Kamp.
Die internationale Phantastik wird vertreten durch Jack McDevitts MELVILLE AUF IAPETUS, Zoe Archers EIN UNWIDERSTEHLICHER SCHURKE oder Gavin Smiths DER VETERAN – und viele weitere. Im Bereich Heftromane konzentriert sich alles auf verschiedene Facetten rund um den dienstaltesten SF-Helden aus deutschen Landen: PERRY RHODAN.
Der Phantastische Bücherbrief liegt wie immer als PDF vor und hat eine Dateigröße von knapp 300 Kilobyte.
Ich hätte angesichts des Monatsersten damit rechnen sollen: heute ist die Ausgabe 284 des Magazins FANDOM OBSERVER auf die Netzgemeinde losgelassen worden. Unter der redaktionellen Aufsicht von Martin Kempf enthalten die 18 Seiten folgende Themen:
* Fanzine Kurier: Armin Möhle und seine Mannen besprechen Fanzines
* Buch, Bücher, am Büchesten: Die Rezensenten hatten offenbar über Weihnachten viel Zeit zum Lesen
* Zurück im Kino: ist Robert Musa vor der Leinwand und Bruce Willis auf der Leinwand
Besprochen wird unter anderem Scalzis REDSHIRTS, Sean O´Connells TÚATHA DÉ DANANN – NEKROPOLIS und Dan Simmons´ Thriller EISKALT ERWISCHT.
Nicht so schön ist für den Fan des Magazins allerdings die Ankündigung im Vorwort, dass der FANDOM OBSERVER mit der Nummer 300 im Juni 2014 nach sagenhaften 25 Jahren eingestellt werden wird … Mir wird er fehlen.
Die Dreharbeiten am zweiten Teil der SIN CITY-Verfilmung laufen schon ein paar Monate und inzwischen wurden die meisten der daran teilnehmenden Schauspieler und ihre Charaktere vorgestellt. Was bisher noch unklar war: wer ist die »dame to kill for« aus dem Titel?
Auch das wurde jetzt bekannt gegeben: laut Regisseur Robert Rodriguez wird Eva Green (CASINO ROYALE, DARK SHADOWS) diese Rolle übernehmen. Frank Miller beschreibt den Charakter Ava als »der wundervolle, wahr gewordene Traum eines jeden Mannes, aber gleichzeitig vielleicht auch sein größter Alptraum«.
Rodriguez sagte zum Green-Casting:
Ava Lord ist eine der tödlichsten und faszinierendsten Bewohnerinnen von Sin City. Wir wussten von Anfang an, dass die Schauspielerin in der Lage sein müsste, die facettenreichen Charakteristiken dieser Femme Fatale darstellen zu können und wir haben eine solche Akteurin in Eva Green gefunden. Wir finden es großartig, dass sie zu uns gestoßen ist.
Mein erster Eindruck: Gute Wahl. SIN CITY – A DAME TO KILL FOR startet in den US-Kinos im Oktober 2013, für Deutschland konnte ich noch keinen Termin finden.
[cc]
Bild: Eva Green 2010, von Dan Shao, aus der Wikipedia, [sb name=»cc-by-sa-de«]
Regisseur Robert Rodriguez bestätigte soeben gegenüber MTV, dass Bruce Willis seine Rolle des Hartigan auch im zweiten SIN CITY-Teil mit dem Titel A DAME TO KILL FOR wieder aufnehmen wird. Das wurde zwar vermutet, war bisher noch nicht in dieser Deutlichkeit gesagt worden.
Neben Willis spielen Josh Brolin als Dwight, Mickey Rourke als Marv, Jessica Alba als Nancy, Rosario Dawson als Gail, Jaime King als Goldie/Wendy, Joseph Gordon-Levitt als Johnny, Dennis Haysbert als Manute, Jamie Chung als Miho, sowie Ray Liotta, Jeremy Piven, und Juno Temple.
Sean O´Connell kennt der regelmäßige PhantaNews-Leser durch meine Berichterstattung über seine Werke TÍR NA NÓG und TÚATHA DÉ DANANN. Dieselben aufmerksamen Leser wissen auch, dass ich von den Werken sehr angetan war. Die neueste, sich derzeit in Arbeit befindende Kreation von Sean trägt noch keinen Titel, aber den Oberbegriff JOE & CRAIG – und bisher waren die Informationen eher spärlich bis sehr spärlich. Bekannt war, dass es sich um Dieselpunk handelt. Doch ganz frisch finden sich auf Seans Webseite Wortwellen neue Details:
Am Vorabend des zweiten großen Krieges erleben Joe und Craig sagenhafte Abenteuer in einem Europa, in dem übernatürliche Fähigkeiten, finstere Kreaturen und wolkenkratzerhohe Roboter an der Tagesordnung sind und in der die Nazis mit dämonenhaften Armeen die Macht an sich reißen wollen, und nichts und niemand scheint sie aufhalten zu können, außer ein kleiner, schmächtiger Ire und ein großmäuliger Schotte.
…
JOE & CRAIG ist von der Konzeption her eine hoffentlich kurzweilige, turbulente und spannende Serie, ein Werk für Fanboys. Ein Mix voller Magie, Kriminalistik, Technik, Superhelden, Spionage, Dämonen, großen Robotermaschinen, fliegenden Städten und vieles mehr.
Erscheinen wird das Ganze in Form einer Reihe von zusammenhängenden eBook-Novellen, ich nehme an, dass es später auch eine Zusammenfassung in Buchform geben könnte. Sehr spannendes Projekt, das ich weiter verfolgen werde. Besonders gern lese ich »ein Werk für Fanboys« im Zusammenhang mit einer Mischung aus Dieselpunk und Pulp. :)
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Bild: Sean O´Connell von mir, [sb name=»cc-by-nc-sa-de«]
Die Publikumsverlage sind dafür bekannt, sich bei der Übersetzung englischsprachiger Bücher Zeit zu lassen. Manchmal Jahre. Bei einem Erfolgsgaranten wie Dan Brown möchte man allerdings von Anfang an mitmischen (lies: mitverdienen), ich nehme an, dass man vermeiden will, dass die Fans den Roman in Ermangelung einer übersetzten Ausgabe in Englisch lesen (dass das inzwischen nicht mehr nur eine entfernte Möglichkeit ist, zeigte Harry Potter) und deswegen auf eine schnelle Veröffentlichung aus ist.
Wie schon die Vorgängerromane erscheint INFERNO bei Bastei Lübbe (aufgrund der geplanten Fusion zwischen Random House und Penguin hätte es auch sein können, dass INFERNO von einem der eigenen Verlage herausgegeben wird), die nach eigenen Aussagen bis zum Erscheinungstermin noch eine Menge Arbeit vor sich haben; die wird zudem als »sportlich« bezeichnet, da die Übersetzer erst ab Mitte Februar mit ihrer Arbeit werden anfangen können. Leider wird man angesichts des Zeitdrucks und der Aufteilung auf mehrere Übersetzer (mit unterschiedlichen Stilen) wahrscheinlich damit rechnen müssen, dass die Übersetzung qualitativ nicht optimal sein wird.
Das Original erscheint beim Random House-Ableger Doubleday. Erneut dreht sich das Buch um den »Symbolologen« Robert Langdon, den wir bereits aus früheren Romanen Browns kennen. Der bekommt es mit Dantes INFERO zu tun.
Ich lese den dann lieber mal im Original (allerdings lasse ich mir dafür Zeit, denn auch die Preise der englischen Ausgaben sind gepfeffert).
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Promobild INFERNO Copyright Random House / Doubleday
Die Zombie-Serie THE WALKING DEAD nach den gleichnamigen Comics hat bereits ihren zweiten Showrunner verschlissen. Nach Frank Darabont und Glen Mazzara ist nun Scott M. Gimple (GHOST RIDER: SPIRIT OF VENGEANCE) der neue Mann am Ruder. Man kann nun spekulieren, dass die Arbeit als Chef der Untoten-Serie keine leichte ist und möglicherweise die Verantwortlichen bei AMC auch nicht die Umgänglichsten. Wer weiß …
Hier allerdings eine weitere Promo zur Episode neun der Staffel drei mit dem Titel THE SUICIDE KING.
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Auch beim Buchreport ist das (angebliche?) Manipulieren von Rezensionen ein Thema. In einem Artikel berichtet man über Unregelmäßigkeiten bei den Besprechungen selbstpublizierter Bücher.
Ja, es kann durchaus sein, dass es hier Manipulationen gibt, ich kann allerdings nicht nachvollziehen, warum die Indie-Autoren mal wieder im Mittelpunkt stehen. Aussagekräftige Zahlen, die belegen würden, in welchem Umfang so etwas geschieht gibt es nicht, Buchreport spricht nur nebulös von »Insidern«, und so müssen alle Vorwürfe pure Spekulation bleiben und sollten deswegen auch deutlich als solche gekennzeichnet werden, statt pauschal in Richtung Selfpublisher zu pöbeln. Zudem ist es ein offenes Geheimnis, dass auch Verlage nicht davor zurückschrecken, Buchwertungen und Rezensionen zu ihren Gunsten zu »beeinflussen«, auch deswegen erscheint mir das »Einschießen« auf die Indies als arg manipulatorisch.
Das Problem manipulierter Bewertungen im Netz ist nun wirklich kein neues und es beschränkt sich auch nicht wirklich auf Amazon. Ähnliche Schwierigkeiten werden seit Jahren aus anderen Branchen berichtet, die ähnliche Crowd-Abstimmungssysteme nutzen (prominent sind hier Reisen und Hotels zu nennen, es sind aber bereits aus den guten alten Vinyl-Zeiten Vorkommnisse bekannt, in deren Rahmen Plattenfirmen ihre eigenen Produkte in großem Umfang kauften, um die Verkaufszahlen nach oben anzupassen und ihren Song damit in die Charts zu schaukeln).
Eine deutlich Verbesserung würde eintreten, wenn alle Anbieter (nicht nur Amazon) nur noch Besprechungen und Wertungen von Personen akzeptieren würden, die das Buch auch tatsächlich erworben haben. Das ist selbstverständlich ebenfalls kein Allheilmittel, gerade bei eBooks nicht, würde die Situation aber bereits deutlich verbessern. Amazon ist sogar den ersten Schritt bereits gegangen und markiert Wertungen mit »von Amazon bestätigter Kauf«.
Das grundsätzliche Problem wird sich nicht durch Lamentieren lösen lassen, ebenso wenig durch pauschales Fingerzeigen auf Independent-Autoren. Wenn die Branche ein Problem sieht, sollte sie auch auf ihren Online-Verkaufs-Plattformen dafür sorgen, dass nur Personen Wertungen abgeben können, die das Buch auch tatsächlich gekauft haben. Natürlich ist es viel schöner (und einfacher), wenn die vermeintlichen Kunden einem den Inhalt für die Webseite schreiben …
Onlinekäufer müssen sich selbstverständlich darüber im Klaren sein, dass man bei Besprechungen zweimal hinschauen muss, ob nun bei Büchern oder anderen Waren. Das sollte sich aber inzwischen herum gesprochen haben, oder? Bei Amazon beschränkt man sich halt auf Besprechungen bestätigter Käufer. Doch so einfach.
Und Asht wird sich vermutlich freuen, dass sein bekloppter Begriff »Rezensionsmafia« Einzug in die Branchennomenklatur findet (facepalm).
Nachtrag: was soll eigentlich dieses Herumreiten auf Andreas Adlon? Welchen Sinn hat es, einen Selfpublisher in dieser Form in dem Artikel heraus zu greifen und an den Pranger zu stellen? Um das zu beantworten: keinen, man hätte die Vermutungen auch ohne Namensnennung äußern können. In meinen Augen ist so etwas übelster Schmierenjournalismus.
Merkwürdig auch, dass man sich auf den Artikel bei literaturcafe.de bezieht, der ohne Quellen oder Zahlen vorzulegen behauptet hatte, Amazon habe die Bestsellerlisten »bereinigt«, und das in einer Form tut, der diese Behauptungen als Fakten verkaufen will. Beide Artikel kommen übrigens ohne Autorennennung daher. Sollte uns das zu denken geben? Mit Sicherheit!
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