Meist harmloser Nerd mit natürlicher Affinität zu Pixeln, Bytes, Buchstaben und Zahnrädern. Konsumiert zuviel SF und Fantasy und schreibt seit 1999 online darüber.
Zu Disneys Realverfilmung von ALADDIN gibt es einen neuen Trailer. Nachdem Will Smith als Djinn beim letzten Mal sehr knapp weggekommen ist, sieht man diesmal deutlich mehr vom blauen Flaschengeist.
Dass die deutschsprachige Wikipedia insbesondere in Sachen Popkultur eine größere Katastrophe ist und bei weitem hinter der englischsprachigen Ausgabe hinterherhinkt, ist begründet im Relevanzfetisch etlicher dort agierender Administratoren und Moderatoren. Das ist so weit nichts Neues und hat dazu geführt, dass ich die deutsche Ausgabe der Wikipedia inzwischen weitestgehend meide. Erstens findet man die gesuchten Informationen zu Filmen, Serien, Comics oder Computerspielen dort nicht und zweitens hat man auch keine Chance sie hinzuzufügen, denn es wird garantiert sofort ein größenwahnsinniger Admin mit Blockwart-Mentalität kommen und den Text wegen Relevanz auf die Löschliste stellen. Deswegen verlinke ich bei den entsprechenden Themen hier auf PhantaNews auch so oft auf die englischsprachige Ausgabe: weil die Informationen auf der deutschen Fassung unzureichend oder schlicht nicht vorhanden sind.
Dass die deutsche Wikipedia ein Problem mit Mansplainern sowie alten weißen Männern hat, und Frauen dort erheblich unterrepräsentiert sind, ist leider nichts Neues, und das zeigt auch wieder ein aktueller Fall:
Es wird eine Liste deutschsprachiger SF-Autorinnen erstellt und keine zehn Stunden später kommt der Löschantrag wegen »Irrelevanz«. Siehe den Beitrag und die zugehörige Diskussionsseite des Löschantrags. Es gibt bisher noch nicht einmal eine Möglichkeit, nach Autorinnen zu filtern.
Die Begründung für den Löschantrag lässt einen sprachlos zurück:
Überflüssige Liste, die Redundanzen schafft, vom Inhalt her unklar und vom Konzept her dubios ist. – Wolfgang Rieger(Diskussion) 22:53, 12. Mär. 2019 (CET)
»Wer entscheidet, was für eine Gesellschaft relevant ist?«, fragt die Initiatorin Theresa Hanning auf ihrer Webseite und ich möchte mich dieser Frage zum einen anschließen, und zum anderen hinzufügen: »Wikipedia-Admins mit Relevanzfetisch sollten es ganz sicher nicht sein«. Wenn man sich manche in der »Diskussion« vorgebrachten »Argumente« ansieht, hilft nur noch ein doppelter Facepalm.
Wie alt muss man im Kopf sein, wie rückständig und reaktionär muss man sein, um dort solch einen Löschantrag für diese absolut relevante Liste zu stellen? Leider zeigt das erneut deutlich auf, was in der deutschen Wikipedia falsch läuft und warum man sie meiden sollte.
Bitte sucht die Löschungs-Diskussionsseite auf, nehmt an der Diskussion teil und sagt den vorgestrigen Admins ausdrücklich, dass wir im 21. Jahrhundert leben, Frauen schon länger das Wahlrecht besitzen und Teil unserer Gesellschaft sind, das haben die da in der Provinz-Wikipedia offensichtlich nicht mitbekommen, wenn sie SF-Autorinnen in dieser Form diskriminieren.
Danke.
Edit: Ich wurde darauf hingewiesen, dass es sich möglicherweise auch um picklige Jünglinge statt alter weißer Männer handeln könnte.
Edit 2: Wenn man ohnehin gerade dabei ist, könnte man gleich auch noch »divers« als »Geschlecht« für Autor*Innen aufnehmen.
Edit 3: Ich wurde als »uninformierter Flegel« tituliert. Ich nehme das als Auszeichnung gern an. Danke.
Edit 4: Der Löschantrag wurde in angepisst klingendem Ton zurückgenommen.
Edit 5:Artikel zum Thema bei Vice. Da wird unter anderem auch darauf eingagengen, dass man sich bei der deutschen Wikipedia mit Händen und Füßen gegen Beiträge über Selfpublisher wehrt, was auch nicht wirklich ins 21. Jahrhundert passt. Im Text steht desweiteren:
Feministische Themen würden von bestimmten Nutzergruppen bewusst an den Rand gedrängt, zusammengekürzt oder direkt gelöscht … , sagte eine deutsche Wikipedia-Editorin gegenüber netzpolitik.org.
Edit 6: In den Kommentaren beschwerte man sich über meine harschen Worte im Text oben. Liest man sich das durch, was im vorstehend verlinkten Artikel bei Netzpolitik.org über das Mobbing von Wikipedia-Editorinnen durch männliche Volldeppen geschrieben wurde, und wie die deutsche Wikipedia aggressiv männerdominiert ist, waren meine Worte noch lange nicht harsch genug.
Das ist nicht gerade alltäglich: Wie der Hollywood Reporter berichtet produziert der US-Kabelkanal HBO, bekannt durch GAME OF THRONES, eine Fernsehserie, die auf dem Buch eines deutschen Autors basiert, nämlich QUALITYLAND von Marc-Uwe Kling.
Showrunner und Autor ist Mike Judge, den kennt man beispielsweise durch Arbeit an SILICON VALLEY, KING OF THE HILL oder IDIOCRACY, weiterer ausführender Produzent ist Etan Cohen (IDIOCRACY, MEN IN BLACK III). Die Serie ist eine Coproduktion von HBO und Lionsgate.
Das Buch QUALITYLAND erschien am 22. September 2017 bei Ullstein und das in zwei Versionen, hell und dunkel, welche sich durch Texte zwischen den Kapiteln unterscheiden, die beispielsweise fiktive Werbung enthalten. Es handelt sich um einen satirischen Blick auf die nahe Zukunft, eine Dystopie um Digitalisierung und Co.
Werbetext für den Roman:
Willkommen in QualityLand, in einer nicht allzu fernen Zukunft: Alles läuft rund – Arbeit, Freizeit und Beziehungen sind von Algorithmen optimiert. Trotzdem beschleicht den Maschinenverschrotter Peter immer mehr das Gefühl, dass mit seinem Leben etwas nicht stimmt. Wenn das System wirklich so perfekt ist, warum gibt es dann Drohnen, die an Flugangst leiden, oder Kampfroboter mit posttraumatischer Belastungsstörung? Warum werden die Maschinen immer menschlicher, aber die Menschen immer maschineller? Marc-Uwe Kling hat die Verheißungen und das Unbehagen der digitalen Gegenwart zu einer verblüffenden Zukunftssatire verdichtet, die lange nachwirkt. Visionär, hintergründig – und so komisch wie die Känguru-Trilogie.
Einen Starttermin gibt es aufgrund der frühen Projektphase noch nicht.
So etwas ist für einen deutschen Autor wie zwei Lottogewinne auf einmal …
THE ROOK tells the story of Myfanwy Thomas, a woman who wakes up in London with no memory of who she is and no explanation for the circle of dead bodies around her. When Myfanwy discovers she’s a high ranking official in Britain’s secret service for people with paranormal abilities, she’ll have to navigate the dangerous and complex world of the agency to uncover who wiped her memory and why.
THE ROOK erzählt die Geschichte von Myfanwy Thomas, einer Frau, die in London aufwacht, ohne Erinnerung daran, wer sie ist und ohne Erklärung für die Leichen um sie herum. Als Myfanwy entdeckt, dass sie eine hochrangige Beamtin im britischen Geheimdienst für Menschen mit paranormalen Fähigkeiten ist, muss sie durch die gefährliche und komplexe Welt der Agency navigieren, um herauszufinden, wer ihre Erinnerung gelöscht hat – und warum.
Ich hatte den ersten Roman vor einiger Zeit gelesen und er war ganz witzig, ich bin gespannt, wie Starz das fürs Pantoffelkino adaptiert hat.
Es war die Serie die für The CW das überaus erfolgreiche DC-Fernsehspektakel Arrowverse (THE FLASH, LEGENDS OF TOMORROW, SUPERGIRL) gestartet hat: ARROW.
Wie Hauptdarsteller Stephen Amell jetzt sagte, ist das Ende der Show beschlossen: Nach der aktuellen Season wird die Show noch einmal im Herbst 2019 für zehn Folgen zurück kehren. Es ist erfreulich zusehen, dass manche sender inzwischen offenbar dazu übergehen, abgesetzten Shows zumindest noch mal eine verkürzte Staffel zu genehmigen, um die Sache sauber und für die Fans zufriedenstellend abzuschließen.
Ersetzt werden wird ARROW vermutlich durch BATWOMAN, nach dem was man im letzten Crossover sehen konnte, könnte deren Stimmung ähnlich sein – also düster.
Was mit dem Charakter Oliver Queen passieren wird ist derzeit offen, aber es gibt da noch lose Enden aus dem Crossover CRISIS ON INFINITE EARTHS … Es ist in meinen Augen ebenso möglich, dass er sich in irgendeiner Form opfert (die letzte der zehn Folgen dürfte sich mit dem nächsten Crossover überschneiden), als auch zukünftige Gastauftritte in anderen Arrowverse-Serien.
Seth MacFarlane kennen wir als den kreativen Kopf hinter der SF-Serie THE ORVILLE (sowie als Captain des gleichnamigen Schiffes), die nicht nur wenige Anleihen bei STAR TREK nimmt und offensichtlich eine Hommage ist. Dass MacFarlane ein Fan des Vorbilds ist, ist auch nichts Neues.
Hier ein grandioses Video, das ihn als Teenager in einem STAR TREK-Fanfilm zeigt. Ich würde wirklich gern wissen, wie das weiter geht …
Dank an Michael Keukert fürs Finden.
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Nintendo hat sich bisher aus dem Virtual Reality Geschäft ferngehalten – »Hype« kann man das nun wahrlich nicht nennen, weil es noch keine Killerapplikation gibt und die Brillen nach wie vor zu teuer und zu klobig sind. Was wir also brauchen sind Geräte und Anwendungen, die die Akzeptanz des grandiosen Mediums erhöhen. Bisher war so ziemlich jeder, dem ich die Technik demonstriert habe, von den Möglichkeiten begeistert.
Nintendo will jetzt eine Labo-Variante herausbringen, die die Switch zur Hilfs-VR-Brille macht. Man bekommt einen Pappkarton mit Linsen, in die man die Switch vorne einklemmt. Das funktioniert ähnlich wie die diversen Smartphone-Lösungen
Und es ist eine große Schnapsidee, denn die Auflösung von Nintendos Konsole ist viel zu gering für ein auch nur halbwegs brauchbares VR-Erlebnis, zudem kann ich mir nicht vorstellen, dass das Headtracking auch nur annähernd sinnvoll funktioniert, somit ist Simulator Sickness vorprogrammiert. Wenn ihr an Virtual Reality interessiert seid, dann haltet euch davon fern und besucht lieber eine Demo einer echten Lösung (HTV Vive, Oculus Rift, Oculus Go oder Playstation VR), oder eins der Holocafés, beispielsweise in Düsseldorf. Dort kann man ausprobieren, wie VR wirklich geht, statt solch eine halbgare Lösung zu kaufen, die aufgrund der technischen Unzulänglichkeiten eher abschrecken als begeistern wird.
Den Kit mit den Linsen bekommt man ab Mitte April für ca. 40 Euro. Lasst die Finger davon.
Es gibt mal wieder einen Trailer zur Amazon-BBC-Coproduktion GOOD OMENS nach dem Roman von Terry Pratchett und Neil Gaiman. Und im Vergleich zu früheren Vorguckern bekommt man diesmal tatsächlich was zu sehen.
Und aus dem was man da sehen kann erwächst bei mir doch Vorfreude, denn das Spiel zwischen Crowley (David Tennant) und Aziraphale (Michael Sheen) ist klasse, die Chemie großartig.
Aber auch ansonsten sieht das aus, als würde es ein ganz großer Spaß werden!
GOOD OMENS wird ab dem 31. Mai 2019 bei Amazon Prime Video zu sehen sein.
Eigentlich hätte der dritte Teil der Sherlock Holmes-Filme mit Robert Downey Jr. in der Titelrolle und Jude Law als Doktor Watson im Dezember 2020 in die Lichtspielhäuser kommen sollen, das hat Warner jetzt um ein volles Jahr verschoben.
Bisher wurde kein Regisseur für Teil drei gefunden, Guy Ritchie hat zu viele andere Projekte und deswegen keine Zeit. Downey hat vermutlich demnächst mit dem Marvel Cinematic Universe nicht mehr viel zu tun, dafür ist Law frisch als Mar-Vell eingestiegen, auch da könnte es möglicherweise Terminprobleme geben.
Immerhin gibt es bereits ein Drehbuch, das wurde von Chris Brancato (NARCOS, HANNIBAL TV) verfasst.
Teil eins und zwei haben zusammen über eine Milliarde Dollar eingespielt, deswegen dürfte Warner einiges Interesse daran haben, eine Fortsetzung auch tatsächlich zu realisieren. Bei dem Releasetermin kommt Teil drei sagenhafte zehn Jahre nach A GAME OF SHADOWS (ja, so lang ist das schon her).
Der Start der endgültig letzten Staffel der Erfolgs-Fantasyserie GAME OF THRONES nach den Romanen von George R. R. Martin steht an. Und selbstverständlich gibt es dazu auch einen Trailer.
Die erste Episode der achten Season läuft bei HBO am 14. April 2019, in Deutschland vermutlich einen Tag später.
Doch die Fans müssen sich nicht allzu sehr grämen: Weitere Serien stehen ins Haus, auch wenn die nicht auf Romanen von Martin direkt basieren und der Autor auch nur am Rande beteiligt ist.
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