Wenn mir ein Roman als Science Fiction Story im Noir-Stil angedient wird, dann muss ich natürlich sofort einen zweiten Blick werfen, das hört sich genau nach meinem Beuteschema an.
Und der Anfang des Romans macht dem dann auch sofort alle Ehre und zumindest ich stellte mir das Geschehen am Anfang vor dem inneren Auge in hartkontrastigen Schwarzweißtönen vor.
Im weiteren Verlauf des Buches tendiert das dann allerdings mehr in Richtung herkömmlicherer SF, auch wenn der Autor der Idee eigentlich treu bleibt.
Die Frage ist durchaus gerechtfertigt: Wann ist das Publikum der Superheldenfilme überdrüssig? Für den gemeinen Konsumenten wird es wohl so sein, dass »dieser eine« noch geht, denn geschadet hat noch keiner aus dem Marvel Cinematic Universe. Nur, um dann die Notwendigkeit des nächsten anstehenden Films wieder in Frage zu stellen. Mit der kinematografischen Besonderheit WAKANDA FOREVER ist es nicht anders. Während der alles umfassende Geek langsam die Geduld mit DCs Filmreihe verliert, überrascht Marvel immer wieder. Nicht, dass diese immer neue Meisterwerke produzieren würden, aber der konstante Unterhaltungswert und die tonalen Variationen geben, was dem Otto-Normal-Kinogänger weiterhin ins Kino geleitet. Deswegen wird es weiterhin Superheldenfilme für eine nicht abschätzbare Zeit geben.
Der Name Butcher kommt einem merkwürdig bekannt vor, wenn es um Urban Fantasy geht. Und das auch nicht ganz zufällig, ist Jim Butcher doch der Autor der vermutlich erfolgreichsten Genre-Reihe überhaupt, die Dresden Files um den Chicagoer Magier Harry Copperfield Blackstone Dresden.
Der hat einen Sohn. Der hat nicht etwa ein Pseudonym gewählt, das seine Herkunft verschleiert, sondern schreibt als James J. Butcher. Was aus Verlags‑, oder vermutlich eher Marketingsicht, sicherlich eine Menge Sinn ergibt, sorgt natürlich auch dafür, dass große Fußspuren auszufüllen sind.
Kann Spuren von Spoilern enthalten, allerdings nichts, was man nicht durch die Trailer eh gewusst hätte.
Dem Vernehmen aus dem virtuellen Blätterwald nach hat Kultregisseur Quentin Tarantino kürzlich zu Protokoll gegeben, dass er keine Superheldenfilme mag und »ganz Hollywood« darauf wartet, dass dieser Hype endlich zu Ende ist, damit man wieder »richtige Filme« machen kann (nachdem Martin Scorsese neulich noch gerantet hatte, dass Superheldenfilme gar kein Kino seien – was Myriaden von Kinobesuchern offensichtlich ganz anders sehen). Tarantino verstieg sich sogar zu der Aussage, dass es einen »Krieg« zwischen »originellen« und Superheldenfilmen gäbe. Etwa einen Infinity War? Oder eher einen Civil War? (sncr)
Mal abgesehen davon, dass ich daraus ein klein wenig Neid herauszuhören vermeine, habe ich ziemlich schlechte Nachrichten für Quentin T. und Martin S.
»Metaverse« ist eins der aktuellen Buzzwörter, die vielleicht noch nicht überall angekommen sein mögen (insbesondere nicht in Schland). Aber spätestens seit Facebook-Chef Zuckerberg das zur Chefsache erklärt und seinen Konzern deswegen sogar in Meta umbenannt hat, bekommt so manch eine mit, dass da was am Kochen ist.
Eine Beschreibung was dieses Metaverse eigentlich ist, stellt sich immer noch als komplex dar, manche nennen es zudem auch noch Web3, was das ganze nicht erleichtert.
Nachdem ich Patrick S. Tomlinsons GATE CRASHERS und STARSHIP REPO gelesen hatte (beide Funny SF im Stil erinnernd beispielsweise an Robert Asprins Chaos-Kompanie, beide äußerst unterhaltsam, wenn man auf das Genre steht und auch mit ein wenig Klamauk leben kann, der zweite noch mehr als der erste), war mir umgehend klar, dass ich von dem Autor noch mehr lesen möchte, denn die beiden Romane waren schon mal der Knüller.
Eines der Themen, die bei Science Fiction-Romanen immer wieder mal auftauchen ist es, bekannte Versatzstücke aus dem Heute in die Zukunft zu versetzen. Genau das tut Tomlinson in THE ARK, denn es gilt einen klassischen Kriminalfall durch einen Polizisten zu lösen, allerdings in einem ganz anderen Umfeld als bei Krimis sonst üblich, SF eben.
Offizieller Deutschlandstart: 05.05.2022, in Kinos ab dem 04.05.2022
Spoilerfrei
Was gab es für einen Vorab-Hype um diesen nächsten Film aus der Reihe des Marvel Cinematic Universe (oder heißt das jetzt schon »Marvel Cinematic Multiverse«?). Der zum Kult-Studio gewordene Verlag und Disney wussten wieder einmal, wie man die Fans so richtig anheizen kann, mit Trailern in denen unzählige Ostereier versteckt waren und über die man frei drehend abspekulieren konnte. Und so wurde jeder Trailer im Netz von Eingeweihten bis fast auf Einzelbildebene seziert und jedes Detail mit Spekulationen versehen, die auf fundiertem Wissen der bereits bekannten Filme und Serien und natürlich auch insbesondere der Comics beruhten (denn Marvel bedient sich gern bei sich selbst). Da fragte sich dieser Rezensent unwillkürlich, ob ein Film einer derart großen Erwartungshaltung überhaupt jemals gerecht werden kann.
Eins kann ich gleich vorneweg schicken: Marvel gibt sich gar keine Mühe mehr, Filme für den durchschnittlichen Kinogänger zu machen, sondern produzierte MULTIVERSE OF MADNESS einfach mal konsequent für die Fans.
Die titelgebenden Geheimnisse sind eigentlich in den ersten zehn Minuten erzählt. Der dritte Film in der Tierwesen-Reihe und elfte im Potterversum, welches hier nur aus sarkastischer Respektlosigkeit gegenüber dieser Manie so genannt wird, hat inhaltlich erstaunlich wenig Überraschendes zu offerieren. Die Hintergründe der meisten Figuren aus der Wizarding World, die nun wirkliche Bezeichnung dieses Universums, weil ja aus Gründen der Einfallslosigkeit jedes Filmstudio ein Universum braucht … – die Hintergründe der meisten Figuren ist durch die Harry Potter-Bücher vorgegeben. Die endlos scheinenden Charaktervorstellungen und ‑ausarbeitungen in Teil 2 GRINDELWALDS VERBRECHEN eröffneten gleichzeitig unablässig Handlungsstränge die vorerst ins Nichts führten.
Grusel- oder Horrorstoffe sind abseits der Klassiker nicht so mein Ding. Allzu oft versuchen zeitgenössische Autoren mangelnde Phantasie durch Splatter zu ersetzen. Trotzdem, als mir Peter Clines THE BROKEN ROOM als »Cthulhu-Mythos-artig« empfohlen wurde, musste ich dann doch mal einen Blick darauf werfen.
Und das war auch gut so, denn die Leserin bekommt ein Roadmovie mit übernatürlichen Komponenten, das sehr lesenswert ist.
Ich habe in meinem Leben schon so einige BATMAN-Interpretationen im Kino gesehen, angefangen mit Michael Keaton im Jahr 1989, der Fortsetzung (1992), dann Val Kilmer (1995), George Clooney (1997). Es folgte Christopher Nolans zu recht gefeierte Trilogie mit Christian Bale (2005, 2008 und 2012). Danach zog sich Batfleck 2016 in BATMAN V SUPERMAN und JUSTICE LEAGUE das Cape über – und obwohl es vorab viel Fankritik gab, fand ich, dass Affleck in der Rolle sogar noch das Gute an diesen Filmen war. Deswegen hielt ich mich für eine weitere Interpretation für gut gerüstet, das macht mich zwar nicht zu einem Batman-Spezialisten, aber zumindest habe ich hinreichend Vorkenntnisse zum Thema im Kino.
Als bekannt wurde, dass Robert Pattinson, für manche wohl auf immer als Glitzervampir gebrandmarkt, die Rolle in einem neuen Film übernehmen sollte, kochten etliche Fanseelen, offenbar traute man ihm den Caped Crusader nicht zu; ich hingegen hatte den Schauspieler inzwischen schon in so mancher Rolle gesehen und wusste, dass er deutlich mehr auf dem Kasten hat, als Schmusevampire und fand die Besetzung deswegen schon in Ordnung.
Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies und von eingebundenen Skripten Dritter zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest (Navigation) oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst Du Dich damit einverstanden. Dann können auch Cookies von Drittanbietern wie Amazon, Youtube oder Google gesetzt werden. Wenn Du das nicht willst, solltest Du entweder nicht auf "Akzeptieren" klicken und die Seite nicht weiter nutzen, oder Deinen Browser im Inkognito-Modus betreiben, und/oder Anti-Tracking- und Scriptblocker-Plugins nutzen.
Mit einem Klick auf "Akzeptieren" werden zudem extern gehostete Javascripte freigeschaltet, die weitere Informationen, wie beispielsweise die IP-Adresse an Dritte weitergeben können. Welche Informationen das genau sind liegt nicht im Einflussbereich des Betreibers dieser Seite, das bitte bei den Anbietern (jQuery, Google, Youtube, Amazon, Twitter *) erfragen. Wer das nicht möchte, klickt nicht auf "akzeptieren" und verlässt die Seite.
Wer wer seine Identität im Web schützen will, nutzt Browser-Erweiterungen wie beispielsweise uBlock Origin oder ScriptBlock und kann dann Skripte und Tracking gezielt zulassen oder eben unterbinden.