Film, TV & Stream

Bandit bespricht: THE HOLE IN THE GROUND

Bun­des­start 02.05.2019

Eine allein­er­zie­hen­de Mut­ter und ein jun­ger Sohn. Das Haus fern­ab der nächs­ten Sied­lung. Der angren­zen­de Wald in all sei­ner Düs­ter­nis. Ganz offen­sicht­lich ist die Frau dabei, etwas hin­ter sich zu las­sen, etwas zu ent­kom­men. Was bleibt sind Spe­ku­la­tio­nen. Aber Sarah und Chris geht es gut, sie leben sich ein, sie arbei­tet am Haus, der Klei­ne spielt mit sei­ner favo­ri­sier­ten Action-Figur. Natür­lich auf die Dau­er zu schön um wahr zu sein. Eine iri­sche Pro­duk­ti­on von und mit einer kom­plett iri­schen Mann­schaft. Das lässt jeden ver­wöhn­ten Gen­re-Freund des gepfleg­ten Hor­rors sofort die Ohren spit­zen. Man den­ke an WAKE WOOD oder THE HALLOW. Nicht zu ver­ges­sen, der blu­ti­ge Spaß bei CRABBERS. Und da sind die Spa­ni­er und die Mexi­ka­ner. Wer das Beson­de­re sucht wird dort im Hor­ror immer fün­dig. Dabei wur­den die Skan­di­na­vi­er noch nicht ein­mal erwähnt.

Bandit bespricht: EIN LETZTER JOB

KING OF THIEVES – Bun­des­start 25.04.2019

Gera­de mal ein Jahr vor die­sem Film bril­lier­te Micha­el Cai­ne in ABGANG MIT STIL. Er bril­lier­te nicht allei­ne, an sei­ner Sei­te waren Mor­gan Free­man und Alan Arkin. Die­ses Remake des Klas­si­kers von 1979 zeich­net sich eben­falls durch ein star­kes Ensem­ble aus. Und ohne eine per­fekt funk­tio­nie­ren­de Grup­pe kommt auch EIN LETZTER JOB nicht aus. Wie­der wird sie von Micha­el Cai­ne ange­führt. Und wie­der geht es um in die Jah­re gekom­me­ne Män­ner, die einen gro­ßen Raub pla­nen und aus­füh­ren. Man darf sich nicht wun­dern, aber es ist eine Geschich­te die tat­säch­lich auf wah­ren Ereig­nis­sen beruht. Wei­ter­hin soll­te man sich nicht wun­dern, dass auch EIN LETZTER JOB ein Remake ist. Der Ein­bruch ins Hat­ton Gar­den-Tres­or­de­pot war bereits bei zwei Fil­men das The­ma. Schließ­lich war es mit geschätz­ten 200 Mil­lio­nen Pfund der ergie­bigs­te Raub in der Geschich­te Groß­bri­tan­ni­ens.

AVENGERS: ENDGAME

Kann Spu­ren­ele­men­te von Spoi­lern ent­hal­ten, aber nix Schlim­mes. Ehr­lich.

Er ist das Ergeb­nis einer Rei­he von mehr als 20 Fil­men (plus Fern­seh­se­ri­en) über einen Zeit­raum von elf Jah­ren. Ein gigan­ti­sches Expe­ri­ment, das so vor­her noch nie­mand gemacht hat­te: Ein zusam­men­hän­gen­des Kino­uni­ver­sum, in dem die Fil­me zwar im Prin­zip unab­hän­gig sind, aber doch alle zusam­men­hän­gen. Nach AVENGERS: INFINITY WAR muss­te Mar­vel lie­fern, die Fort­set­zung und damit auch der abschlie­ßen­de Teil deser Pha­se des Mar­vel Cine­ma­tic Uni­ver­se wur­de sehn­süch­tig erwar­tet und die Macher hät­ten das übel in den Sand set­zen kön­nen, denn wie soll man der­art viel Erwar­tungs­hal­tung erfül­len kön­nen? Muss ein der­art gehyp­ter Film nicht bei­na­he zwangs­läu­fig sein Ziel nicht errei­chen und die Erwar­tun­gen nicht erfül­len?

Ja, AVENGERS: ENDGAME hät­te übel ins Auge gehen kön­nen, aber eben nicht bei Mar­vel, denn die wis­sen ganz offen­sicht­lich was sie tun. Und dazu gehört eben auch an ers­ter Stel­le die Zuschau­er zu über­ra­schen und sie trotz­dem zufrie­den­zu­stel­len.

Bandit bespricht: WENN DU KÖNIG WÄRST

THE KID WHO WOULD BE KING – Bun­des­start 18.04.2019

Man neh­me eine Legen­de. Mixt ver­schie­de­ne Vari­an­ten davon zusam­men und ehe man sich ver­sieht hat man etwas Neu­es geschaf­fen, das eigent­lich alt­be­kannt ist. Artus und die Rit­ter der Tafel­run­de. Eine nie enden wol­len­de Aus­ein­an­der­set­zung mit Mythos und His­to­rie, bekannt aus Film und Fern­se­hen. Natür­lich auch bekannt aus Büchern. In einer Zeit, da für das Kino alte Stof­fe auf sehr modern getrimmt wer­den, bleibt wenig Spiel­raum für ein jun­ges Publi­kum. Blu­tig muss es heu­te sein, bru­tal und extrem action­be­tont. Die mora­li­schen und cha­rak­ter­li­chen Aspek­te wer­den erwähnt, die­nen aber ledig­lich als Über­gang zur nächs­ten Effekt­ein­la­ge. Die Artus­sa­ge war dahin­ge­hend noch eini­ger­ma­ßen mil­de behan­delt wor­den, aber kind­ge­recht blieb es nicht. Und Joe Cor­nish woll­te schein­bar etwas dage­gen hal­ten.

Bandit bespricht: SHAZAM!

SHAZAM! – Bun­des­start 04.04.2019

Eigent­lich soll­te man Ver­ständ­nis dafür haben, wenn die Rufe immer lau­ter wer­den, wann denn mit den Super­hel­den-Fil­men end­lich Schluss ist. Ver­ständ­lich, wenn man gese­hen hat, wie sich die Start­ter­mi­ne um den letz­ten AVENGERS aus­ge­dünnt haben, nur um den eige­nen Kas­sen­er­folg nicht zu gefähr­den. Und da beißt sich die Kat­ze in den Schwanz, oder bedeckt sich der Held mit Kryp­to­nit, oder so ähn­lich. Denn der Super­held hat immer Vor­rang, an Beliebt­heit, mitt­ler­wei­le auch im Feuil­le­ton, oder bei Ein­spiel­ergeb­nis­sen. Trotz des angeb­li­chen Über­drus­ses. Und wer nimmt Haw­keye schon den Bogen, wenn er noch immer trifft? Auf Gedeih und Ver­derb will DC Comics da noch eini­ges nach­ho­len, geht aber doch immer wie­der als Zwei­ter ins Ziel. An der Kas­se, wie beim Publi­kum. Dar­an wird SHAZAM! nichts ändern. Dafür hat er viel mehr Unter­hal­tungs­wert als sei­ne Kon­kur­ren­ten, oder die Hasen aus dem eige­nen Stall.

Bandit bespricht: WILLKOMMEN IM WUNDER PARK

WONDER PARK – Bun­des­start 11.04.2019

Fünf Jah­re hat es gedau­ert, um WUNDER PARK zu rea­li­sie­ren. Gelin­de gesagt, hat sich die Mühe kaum gelohnt. Appel­baums und Nemecs Dreh­buch ist selbst für sei­ne mitt­ler­wei­le unge­wöhn­lich kur­zen 85 Minu­ten sehr dünn. Dem Film fehlt die Sub­stanz für etwas Tief­grün­di­ge­res, selbst für ein Publi­kum wel­ches noch bereit sein dürf­te, sich mit blan­kem Spek­ta­kel zufrie­den zu geben. Die Regie legt die Geschich­te an die kur­ze Lei­ne, und treibt das Gesche­hen schnell vor­an. Gera­de so, als ob man sich der Dürf­tig­keit des Inhal­tes durch­aus bewusst gewe­sen wäre.

Bandit bespricht: FRIEDHOF DER KUSCHELTIERE

PET SEMATARY – Bun­des­start 04.04.2019

Dicke, gut plat­zier­te Nebel­schwa­den, sehr star­kes Gegen­licht, schon ist sie fer­tig, die alt­her­ge­brach­te Gru­sel­stim­mung. Effek­te fast so alt wie das Kino selbst. Und noch immer funk­tio­niert es.
Da hät­te sich die Fami­lie Creed vor­her bes­ser umse­hen sol­len. Von Bos­ton zie­hen sie in das beschau­li­che Lud­low, Maine. Ein Städt­chen mit schö­nen Ein­fa­mi­li­en­häu­sern und bezau­bern­den Vor­gär­ten. End­lich die­se Ruhe und Behag­lich­keit, um dem Groß­stadt­rum­mel zu ent­flie­hen. Wäre da nicht unweit von Lud­low die Che­mie­fa­brik von Orin­co, deren Trucks unge­bremst die Land­stra­ße 15 her­un­ter gedon­nert kom­men. Selbst die betu­lichs­te Klein­stadt hat eben so ihre Schön­heits­feh­ler, Lud­low die Stra­ße und sehr viel Wald im Hin­ter­land. Und bei­des geht schein­bar Hand in Hand.

Bandit bespricht: THE HIGHWAYMEN

THE HIGHWAYMEN – seit 29.03.2019 auf Net­flix

Es war der bes­te Tag mei­nes Lebens, nach Süden zu rei­sen und den Tag mit Paul New­man zu ver­brin­gen. Nur reden über alle mög­li­chen Din­ge. Er ist ein erstaun­li­cher Typ. Es wäre mit Sicher­heit ein inter­es­san­tes Gespann gewe­sen, die bei­den zum drit­ten mal zusam­men.
John Lee Han­cock in Enter­tain­ment Weekly

Red­ford hat sofort unter­zeich­net, und ist nach Con­nec­ti­cut geflo­gen um es sei­nem CLOU und BUTCH CASSIDY AND THE SUNDANCE KID Mit­strei­ter anzu­prei­sen. New­man war mit an Bord, und bei­de arbei­te­ten sechs Mona­te selbst­stän­dig an der Ent­wick­lung des Dreh­buchs. Dann schlug der Krebs zu.
John Fus­co nach Zita­ten aus Vani­ty Fair

Dies ist eine Geschich­te, die kaum in Geschichts­bü­chern zu fin­den ist. Eine Welt im Umbruch. Ame­ri­ka erlebt das in ver­schie­de­nen Epo­chen immer wie­der. Miri­am »Ma« Fer­gu­son wur­de 1925 der ers­te weib­li­che Gou­ver­neur im Staa­te Texas. Sie war es, wel­che die Divi­si­on der Texas Ran­ger abschaff­te. Zu selbst­stän­dig, nicht zim­per­lich, meist unbe­re­chen­bar, und sie woll­ten sich nicht unter­ord­nen. Doch dann kam ein jun­ges Pär­chen wel­ches sich ob ihrer Skru­pel­lo­sig­keit der moder­nen Straf­ver­fol­gung voll­kom­men ent­zog. Und so erfor­dern dras­ti­sche Gege­ben­hei­ten eben dras­ti­sche Maß­nah­men. Da es die Texas Ran­ger nicht mehr geben soll­te, wur­den zwei von ihnen wie­der rekru­tiert, als Auto­bahn­po­li­zis­ten. Frank Hamer und Maney Gault, längst in Ren­te, viel zu alt, aber vom alten Schlag. Ihr nicht offi­zi­el­ler Auf­trag: Bon­nie und Cly­de regel­recht aus­zu­lö­schen.

SHAZAM!

Es ist eine alte Bin­sen­weis­heit: Nie­mals von einem Trai­ler auf den Film schlie­ßen. Wenn das irgend­wo zutrifft, dann bei SHAZAM!, denn die Vor­gu­cker haben viel Wert auf die Kalau­er und die her­um­al­bern­den Jugend­li­chen gelegt, die offen­sicht­lich nicht damit zurecht kom­men, dass einer von ihnen plötz­lich und uner­war­tet zu einem Super­hel­den wird – und die dann anfan­gen zu expe­ri­men­tie­ren und selbst­ver­ständ­lich auch Unfug zu trei­ben. Das alles ist streng genom­men auch kein Spoi­ler, denn das ist der zen­tra­le Punkt beim Hel­den SHAZAM!

Ja, das kommt alles tat­säch­lich im Film vor und es ergibt eine Men­ge gute Lacher, aber die Macher haben es geschafft, so viel mehr dar­aus zu machen, als eine plat­te Komö­die.

Bandit bespricht: WIR – US

US- & Bun­des­start 21.03.2019

Um es sich ein­fach zu machen, nennt man es Hor­ror. Doch wo bewegt sich Fil­me­ma­cher Jor­dan Pee­le tat­säch­lich, auch wenn es einem bei sei­nen Fil­men oft­mals eis­kalt den Rücken hin­un­ter läuft. Pee­le war haupt­säch­lich als Dar­stel­ler im Komö­di­en­fach unter­wegs, schrieb durch­aus auch mal Dreh­bü­cher für Dra­ma-Seri­en. Doch mit sei­ner vor zwei Jah­ren ein­ge­schla­ge­nen Rich­tung hat er so man­chen sei­ner Kol­le­gen wahr­lich über­rascht, als er sich mit sei­nem Regie-Debut für etwas ganz Eige­nes ent­schied. Nach nur zwei Fil­men, die bei Jor­dan Pee­le mit Buch und Regie ein­her gin­gen, macht er sein Gespür für das Erzäh­len deut­lich. Und auch wenn er dabei ger­ne das Kli­schee bedient, so hat dies durch­aus sei­ne Bedeu­tung. So führt er sein Publi­kum dahin, von wo es kein Zurück mehr gibt.

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