Buch

Grady Hendrix – HORRORSTÖR

Cover Horrorstör

Unheim­li­ches geht vor im Möbel­haus ORSK in Cleve­land: Unbe­kann­te zer­trüm­mern nachts die aus­ge­stell­ten Bücher­re­ga­le, und die auf­ge­stell­ten Über­wa­chungs­ka­me­ras kön­nen kei­ne Spu­ren der Täter aus­fin­dig machen. Als eines Mor­gens eins der Sofas mit Fäka­li­en beschmutzt wird, ist für Fili­al­lei­ter Basil das Maß voll: Er ver­don­nert die Ange­stell­te Amy zusam­men mit zwei Kol­le­gen zu einer Nacht­wa­che, um die Übel­tä­ter end­gül­tig zu ent­lar­ven und ding­fest zu machen. Zunächst kön­nen die drei nichts fest­stel­len.

Das ers­te, was sie ent­de­cken, sind zwei wei­te­re Kol­le­gen, die für eine Para­nor­mal-Rea­li­ty-Show heim­lich Film­auf­nah­men machen wol­len, um damit Geld zu ver­die­nen. Gelang­weilt las­sen sich die fünf auf eine Schein-Séan­ce ein. Doch was dann geschieht, ist schlim­mer, als Amy es sich vor­ge­stellt hat.

Leseempfehlung: A DARKER SHADE OF MAGIC – V. E. Schwab

Cover A Darker Shade Of Magic

Fan­ta­sy. Wenn man etwas in dem Gen­re lesen möch­te, bekommt man es lei­der oft mit abge­stan­de­nen Epi­go­nen bekann­ter Wer­ke zu tun. Sei­en es Autoren, die die Hel­den­rei­se aus Tol­ki­ens HERR DER RINGE nach­ah­men, oder sei­en es die dar­aus ent­lie­he­nen Völ­ker, die gegen­ein­an­der vor­ge­hen, Elfen gegen Zwer­ge, Orks gegen Elfen, Zwer­ge gegen Toma­ten. Die ande­re Vari­an­te ist Urban-Fan­ta­sy. Hier fin­det man in letz­ter Zeit zu vie­le Har­ry Dres­den-Kopien, etli­che davon schlecht. Und wenn man viel Pech hat, dann stol­pert man aus Ver­se­hen über irgend­ei­nen Roman­t­a­sy-Schmonz, wie er seit TWILIGHT lei­der boomt, und der sich haupt­säch­lich dar­um dreht, wie die Haupt­dar­stel­le­rin was mit irgend­wel­chen Fan­ta­sy­we­sen anfängt. Oder von der Vam­pir­jä­ge­rin zur Vam­pir­ma­trat­ze wird …

Ori­gi­nel­les zu fin­den ist schwie­rig. Umso erfreu­ter war ich, so etwas in V. E. Schwabs Roman A DARKER SHADE OF MAGIC zu ent­de­cken. Ja, ich weiß, auch hier kom­men einem Ver­satz­stü­cke bekannt vor, aber es gibt tat­säch­lich neue Ideen, und Sto­ry wie Prot­ago­nis­ten wis­sen zu über­zeu­gen.

Hin­weis: Die­se Bespre­chung kann Spoi­ler ent­hal­ten.

Steampunk als Wortmarke – Kommentar und Fragen an Stefan Arbes

Free Steampunk

Per Email hat­te sich Ste­fan Arbes bei mir gemel­det und ange­bo­ten, auf even­tu­el­le Fra­gen mei­ner­seits zu sei­ner Bean­tra­gung der Ein­tra­gung einer Wort­mar­ke des Begrif­fes »Steam­punk« zu ant­wor­ten. Dem kom­me ich selbst­ver­ständ­lich ger­ne nach, denn ich hal­te sei­ne Stel­lung­nah­me inhalt­lich für zumin­dest frag­wür­dig, denn sie geht mei­ner Ansicht nach von fal­schen Vor­aus­set­zun­gen aus. Mei­ne Ant­wort an ihn, die er auch per Email erhal­ten hat, kann man unten lesen. Wenn ich dar­auf eine Reak­ti­on bekom­me, wird die selbst­ver­ständ­lich eben­falls hier auf Phan­ta­News ver­öf­fent­licht (dazu gibt er ja aus­drück­lich sein Ein­ver­ständ­nis).

Ich war in der Zwi­schen­zeit eben­falls nicht untä­tig, und habe mich hin­sicht­lich der Mar­ken­ein­tra­gun­gen schlau­er gemacht, als ich es vor dem Zuta­ge­tre­ten der Sach­la­ge am Frei­tag war. Gleich vor­ne­weg: Der zen­tra­le Punkt ist, dass über eine sol­che Bean­tra­gung der Mar­ken­ein­tra­gung und einem even­tu­el­len Wider­spruch dage­gen, gar nicht, wie in sei­ner Stel­lung­nah­me fälsch­lich ange­deu­tet, sicher­ge­stellt wer­den kann, dass die Wort­mar­ke »Steam­punk« in Zukunft nicht von irgend­wem geschützt wird oder wer­den kann. Und damit fällt Ste­fan Arbes´ Argu­men­ta­ti­ons­ket­te lei­der wie ein Kar­ten­haus in sich zusam­men.

Sind eBooks Telemedien? Eine Anfrage bei der Landesmedienanstalt NRW

FSK18 eBook

Aus­ge­löst durch meh­re­re Behaup­tun­gen aus Rich­tung des Bör­sen­ver­eins des Deut­schen Buch­han­dels, eBooks sei­en Tele­me­di­en, müss­ten zwin­gend mit einer Alters­kenn­zeich­nung ver­se­hen wer­den und vor allem dürf­ten nur zwi­schen 22:00 und 6:00 ver­kauft wer­den, ging in den ver­gan­ge­nen Wochen eini­ges Rau­schen durch den vir­tu­el­len Blät­ter­wald.

Lei­der ver­säum­te es der Bör­sen­ver­ein bis­her, sei­ne Aus­sa­gen zu unter­mau­ern und zu kon­kre­ti­sie­ren. Es wur­de in der Online-Ver­si­on des Bör­sen­blat­tes ledig­lich nebu­lös behaup­tet, irgend­wer habe gegen einen eBook-Online­shop »geklagt« (war­um genau blieb offen) und es wur­de zudem die Behaup­tung auf­ge­stellt eBooks sei­en Tele­me­di­en, ohne dies auch nur ansatz­wei­se nach­voll­zieh­bar zu begrün­den.

Um hier kon­kre­te­re Aus­sa­gen zu erhal­ten, habe ich mich per Email an die Lan­des­me­di­en­an­stelt NRW gewandt und die­ser eini­ge Fra­gen gestellt. Mein Schrei­ben gebe ich im Fol­gen­den wie­der. Sobald ich eine Ant­wort habe, wer­de ich auch die­se hier auf Phan­ta­News ver­öf­fent­li­chen.

Kommentar: Der Börsenverein und Altersbeschränkung auf eBooks

FSK18 eBook

Als ich vor ein paar Tagen über die­ses The­ma auf der Onlin­ever­si­on des Bör­sen­blat­tes las, hat­te ich zuerst Griffspu­ren vom Gesichts­pal­mie­ren im Gesicht und dann sofort den Gedan­ken, mal wie­der einen Rant vom Sta­pel zu las­sen. Es macht Spaß die zu ver­fas­sen und Klicks sind eben­falls gesi­chert. Ich habe aber davon abge­se­hen und lie­ber erst ein­mal ein wenig nach­ge­dacht. Die Ergeb­nis­se die­ses Den­kens möch­te ich im vor­lie­gen­den Kom­men­tar prä­sen­tie­ren, sie mögen in Tei­len etwas unge­ord­net sein, das ist dem schlicht­weg unbe­greif­li­chen The­ma abseits media­ler Rea­li­tä­ten geschul­det. Und selbst wenn das kein Rant wird, mag man Spu­ren von Sati­re, Iro­nie und mög­li­cher­wei­se auch Sar­kas­mus dar­in ent­de­cken.

Was war pas­siert? Der Bör­sen­ver­ein des deut­schen Buch­han­dels hat­te kürz­lich eine der regel­mä­ßi­gen Sit­zun­gen ihres Ver­le­ger­aus­schus­ses. Nach dem, was man dar­über so lesen kann (und auch den Bil­dern nach zu urtei­len), dis­ku­tie­ren dort alte Män­ner mit Kugel­schrei­bern und Fax­ge­rä­ten, wie es mit der Bran­che, dem Drum­her­um und die­sem neu­mo­di­schen Schnick­schnack wei­ter zu gehen hat. Einer der Punk­te war nun, dass Chris­ti­an Sprang, Jus­ti­zi­ar des Bör­sen­ver­eins, den Anwe­sen­den eröff­ne­te, es müs­se ab 2017 zwin­gend eine Alters­kenn­zeich­nung, ähn­lich der FSK (frei­wil­li­gen Selbst­kon­trol­le) bei Fil­men, auf eBooks geben. Denn die­se sei­en Tele­me­di­en.

Das Bör­sen­blatt selbst ver­wen­de­te dazu die For­mu­lie­rung:

Was zunächst wie ein ver­spä­te­ter April­scherz klingt …

Und dem ist eigent­lich schon wenig hin­zu­zu­fü­gen, ich wer­de es aber den­noch tun. Aus­gie­big.

Becky Chambers – THE LONG WAY TO A SMALL, ANGRY PLANET

Cover The Long Way

Ich bin ein alter Sci­ence Fic­tion-Fan. Ich habe SF gele­sen, lan­ge bevor ich die Fan­ta­sy ent­deck­te und eigent­lich – auch wenn es Fan­ta­sy gibt, die ich lie­be – ist die SF nach wie vor mein Ding. Das ist der ers­te Punkt, den ich hier vor­an­schi­cken muss.

Der Zwei­te ist wie­der ein­mal, dass die Autorin Becky Cham­bers ihr Buch THE LONG WAY TO A SMALL, ANGRY PLANET ursprüng­lich nicht mit einem Ver­le­ger rea­li­siert hat, son­dern über eine Crowd­fun­ding-Kam­pa­gne via Kick­star­ter im Jahr 2012. In der Rück­schau wun­dert mich das auch kaum, denn es hat zu vie­le Para­me­ter, bei denen soge­nann­te pro­fes­sio­nel­le Ver­la­ge gern abwin­ken. Es ist unter ande­rem deut­lich zu umfang­reich und zudem noch gegen jede Men­ge vor­geb­li­che Regeln der Schrift­stel­le­rei geschrie­ben. Und das ist eins der Pro­ble­me mit den gro­ßen Ver­la­gen heut­zu­ta­ge: Da sit­zen Leu­te, die mei­nen die Weis­heit, wie man Bücher schreibt, mit schau­fel­gro­ßen Löf­feln gefres­sen zu haben. Und wenn wir immer nur auf die hören wür­den, dann ent­wi­ckel­te sich das Schrei­ben nie wei­ter.

Selfpublisherplattform Tolino Media: Die Antworten

Logo Tolino Media

Als neu­lich ruch­bar wur­de, dass die Toli­no-Alli­anz (oder was noch davon übrig ist) eine Self­pu­blisher-Platt­form ganz ähn­lich wie Ama­zon ins Netz brin­gen will, wur­de ich natür­lich hell­hö­rig. Ich hat­te um Infor­ma­ti­ons­ma­te­ri­al gebe­ten und die­ses auch bekom­men. Da stand aller­dings nicht mehr drin, also ohne­hin bereits bekannt war. Des­we­gen frag­te ich nach. Die Fra­gen und Ant­wor­ten kann man im Fol­gen­den lesen.

Der Börsenverein, MVB, das Bundeskartellamt und die ISBN

isbn_janein

An ande­rer Stel­le hat­te ich the­ma­ti­siert, dass die MVB, Toch­ter des Bör­sen­ver­eins des deut­schen Buch­han­dels und allei­ni­ge Aus­ga­be­stel­le von ISBNs in Deutsch­land, sich wei­gert, Num­mern­kon­tin­gen­te an Ein­zel­per­so­nen abzu­ge­ben – und die ange­bo­te­nen ein­zel­nen Num­mern zudem noch mas­siv über­teu­ert sind. Da ich das für eine Aus­nut­zung einer markt­be­herr­schen­den Posi­ti­on hielt (und noch immer hal­te), frag­te ich beim Bun­des­kar­tell­amt nach. Die wider­um wand­ten sich an die MVB bzw. den Bör­sen­ver­ein und die haben dann natür­lich ihre Sicht mit den übli­chen Pla­ti­tü­den ver­tei­digt. Dafür benö­tig­ten sie etli­che Wochen. Lei­der wur­de mir die MVB-Replik nicht zur Ver­fü­gung gestellt, des­we­gen kann ich aus dem Schrei­ben des Bun­des­kar­tell­am­tes nur spe­ku­lie­ren, was genau vor­ge­bracht wur­de. Die Ant­wort des Amtes gebe ich im Fol­gen­den wie­der.

McGyver trifft Robinson auf dem Mars: Andy Weir – THE MARTIAN

Cover The Martian

War­nung: Ent­hält mini­ma­le Spoi­ler.

Da haben wir wie­der ein­mal so einen Fall: Ein Autor schreibt ein bril­lan­tes Buch und blitzt bei allen ange­frag­ten Ver­le­gern gna­den­los ab. Dabei prei­sen sich die Publi­kums­ver­la­ge doch immer gern als die­je­ni­gen, die genau im Bil­de zu sein mei­nen, wie der Publi­kums­ge­schmack ist, und was die Leser lesen wol­len. Dass das Bull­shit ist, wis­sen wir nicht erst seit J. K. Row­lings Zau­ber­lehr­ling. Andy Weir mach­te aus der Not eine Tugend und ver­öf­fent­lich­te die Sto­ry des Astro­nau­ten, der auf dem Mars stran­det, 2012 kapi­tel­wei­se auf sei­ner Web­sei­te. Kos­ten­los. Die Fans über­re­de­ten ihn irgend­wann, das gesam­te Buch für 99 Cent auf Ama­zon als eBook anzu­bie­ten. Er woll­te einen noch nied­ri­ge­ren Preis anset­zen, aber das ist nicht mög­lich. Und dann ging das Ding ab – man ver­ge­be mir den fla­chen Witz – wie eine Rake­te. Inner­halb von drei Mona­ten wan­der­te THE MARTIAN 35000-mal über die vir­tu­el­le Laden­the­ke. Und wenn so etwas pas­siert kom­men natür­lich auch die vor­her so ableh­nen­den »Pro­fi-Ver­le­ger« aus ihrem Tief­schlaf. Zuerst ver­kauf­te er die Audio­book-Rech­te im Janu­ar 2013 an Podi­um Publi­shing und danach griff im März des­sel­ben Jah­res Crown zu – für einen sechs­stel­li­gen Betrag. Der Roman erschien im Febru­ar 2014 und lan­de­te aus dem Stand auf Platz 12 in der Kate­go­rie »Hard­co­ver« der New York Times Best­sel­ler­lis­te.

PhantaNews Selfpublisher-Leseproben: ALLERSEELENKINDER – Diandra Linnemann

Linnemann_Allerseelenkinder_Cover

Und hier ist sie die ers­te in der Rei­he von Self­pu­blisher-Lese­pro­ben auf Phan­ta­News.

Den Anfang macht die Autorin Dian­dra Lin­ne­mann mit ALLERSEELENKINDER, dem ers­ten Buch  aus einer Tri­lo­gie von Urban Fan­ta­sy-Roma­nen.

Man kann sich die Lese­pro­ben ent­we­der hier auf der Sei­te durch­le­sen, oder aber eine epub, mobi- oder pdf-Ver­si­on für das Lese­ge­rät der eige­nen Wahl her­un­ter laden. Die PDFs lie­gen im For­mat A5 vor und soll­ten somit auch auf Tablets gut les­bar sein.

Phan­ta­News wünscht gute Unter­hal­tung.

Dian­dra Lin­ne­mann – Aller­see­len­kin­der (epub)

Dian­dra Lin­ne­mann – Aller­see­len­kin­der (mobi)

Dian­dra Lin­ne­mann – Aller­see­len­kin­der (pdf)

Nach oben scrollen

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies und von eingebundenen Skripten Dritter zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest (Navigation) oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst Du Dich damit einverstanden. Dann können auch Cookies von Drittanbietern wie Amazon, Youtube oder Google gesetzt werden. Wenn Du das nicht willst, solltest Du entweder nicht auf "Akzeptieren" klicken und die Seite nicht weiter nutzen, oder Deinen Browser im Inkognito-Modus betreiben, und/oder Anti-Tracking- und Scriptblocker-Plugins nutzen.

Mit einem Klick auf "Akzeptieren" werden zudem extern gehostete Javascripte freigeschaltet, die weitere Informationen, wie beispielsweise die IP-Adresse an Dritte weitergeben können. Welche Informationen das genau sind liegt nicht im Einflussbereich des Betreibers dieser Seite, das bitte bei den Anbietern (jQuery, Google, Youtube, Amazon, Twitter *) erfragen. Wer das nicht möchte, klickt nicht auf "akzeptieren" und verlässt die Seite.

Wer wer seine Identität im Web schützen will, nutzt Browser-Erweiterungen wie beispielsweise uBlock Origin oder ScriptBlock und kann dann Skripte und Tracking gezielt zulassen oder eben unterbinden.

* genauer: eingebettete Tweets, eingebundene jQuery-Bibliotheken, Amazon Artikel-Widgets, Youtube-Videos, Vimeo-Videos

Schließen