Chris Roberts macht sich erneut lächerlich: SQUADRON 42 wird verschoben – mal wieder

Squadron42-Logo und schriftzug

Ich kann es gar nicht mehr nach­voll­zie­hen, wie oft das Release des WING COM­MAN­DER-Nach­fol­gers SQUADRON 42 jetzt bereits ver­scho­ben wur­de. Bei SQUADRON 42 han­delt es sich um das Kam­pa­gnen­spiel zum Space-Open-World-Game STAR CITIZEN, an dem man jetzt nach dem erfolg­rei­chen Kick­star­ter seit 12 Jah­ren arbei­tet, ohne irgend­was Sinn­vol­les vor­wei­sen zu kön­nen. Erst neu­lich hat­ten sich die Ent­wick­ler mit einem Stream, in dem hau­fen­wei­se Bugs zu sehen waren, ordent­lich lächer­lich gemacht. Nach all den Jah­ren Ent­wick­lungs­zeit ist das in mei­nen Augen ein Armuts­zeug­nis.

Und auch SQUADRON 42, das angeb­lich fer­tig sein soll, wur­de immer und immer wie­der ver­scho­ben, inzwi­schen die ver­mut­lich größ­te Vapor­wa­re der Spie­le­ge­schich­te.

Zuletzt hieß es, dass SQUADRON 42 nach all den Jah­ren des War­tens auf jeden Fall (!!!) in 2026 erschei­nen soll­te. Doch auch den Ter­min hält Robert wie­der nicht. Und die neue Aus­re­de aus dem aktu­el­len »Let­ter from the chair­man« ist an Pein­lich­keit kaum zu über­bie­ten:

At Citi­zen­Con 2024 we announ­ced we would ship in 2026. Our plan was to release in Q4 around IAE. But much like the rest of the indus­try the­re is no way I want to launch my spi­ri­tu­al suc­ces­sor to Wing Com­man­der, a game that has had twel­ve years of blood, sweat and tears inves­ted into it (we star­ted Squa­dron 42 deve­lo­p­ment in 2014 as 2013 was ope­ning stu­di­os, hiring peo­p­le and get­ting the Han­gar modu­le out for Star Citi­zen) laun­ching into the atten­ti­on buzz saw of GTA6. While GTA6 isn’t laun­ching on PC this Novem­ber, pret­ty much all out­lets and most con­tent crea­tors will be all over it, not lea­ving a lot of room for other covera­ge.

We have taken a look at the release win­dows at the start of 2027, and deci­ded that Q2 pro­vi­des a bet­ter time for Squa­dron 42 to release.

Auf der Citi­zen­Con 2024 haben wir ange­kün­digt, dass wir das Spiel 2026 ver­öf­fent­li­chen wer­den. Unser Plan war es, das Spiel im vier­ten Quar­tal rund um die IAE zu ver­öf­fent­li­chen. Aber genau wie der Rest der Bran­che möch­te ich auf kei­nen Fall mei­nen spi­ri­tu­el­len Nach­fol­ger von „Wing Com­man­der“ – ein Spiel, in das zwölf Jah­re lang Blut, Schweiß und Trä­nen inves­tiert wur­den (wir began­nen 2014 mit der Ent­wick­lung von „Squa­dron 42“, wäh­rend wir 2013 noch Stu­di­os eröff­ne­ten, Mit­ar­bei­ter ein­stell­ten und das „Hangar“-Modul für „Star Citi­zen“ her­aus­brach­ten) – mit­ten in den Medi­en­rum­mel um „GTA 6“ auf den Markt brin­gen. Auch wenn „GTA 6“ die­sen Novem­ber nicht auf dem PC erscheint, wer­den sich so gut wie alle Medi­en und die meis­ten Con­tent-Erstel­ler inten­siv damit beschäf­ti­gen, sodass für ande­re The­men kaum Platz bleibt.

Wir haben uns die Ver­öf­fent­li­chungs­zeit­räu­me zu Beginn des Jah­res 2027 ange­se­hen und ent­schie­den, dass das zwei­te Quar­tal ein bes­se­rer Zeit­punkt für die Ver­öf­fent­li­chung von „Squa­dron 42“ ist.

Mei­ne Güte, ist das pein­lich. Als ob Redak­tio­nen und Spieler°Innen nicht in der Lage wären, auch noch über ande­re Games als GTA VI zu berich­ten. Und es soll auch Leu­te geben, die inter­es­siert GTA nicht im gerings­ten. Die­se Aus­re­de für das erneu­te Ver­schie­ben von SQUADRON 42 ist so der­ma­ßen bil­lig, dass es fast schon weh tut.

Nach dem desas­trö­sen Deve­lo­per-Stream mit den unzäh­li­gen Bugs und nicht funk­tio­nie­ren­den Sys­te­men ist ein ande­rer Grund sehr viel wahr­schein­li­cher: SQUADRON 42 ist nicht bereit zur Aus­lie­fe­rung, zumin­dest nah­me ich das stark an.

An eine jahr­zehn­te­lan­ge Rei­he von Pein­lich­kei­ten im Zusam­men­hang mit STAR CITIZEN und SQUADRON 42 reiht sich somit eine wei­te­re. Ich bin schon sehr gespannt, was im zwei­ten Quar­tal 2027 dann die nächs­te Aus­re­de sein wird, war­um SQUADRON 42 erneut ver­scho­ben wer­den wird.

Das Hea­der­bild die­ses Arti­kels stammt übri­gens von der offi­zi­el­len SQUADRON 42-Web­sei­te. Da haben sie offen­bar von der Ankün­di­gung ihres Chefs noch nichts mit­be­kom­men …

Eigent­lich woll­te ich die­sen Text unter »Games­com« labeln, aber da trau­en sich die STAR CITI­ZEN-Ent­wick­ler schon seit Jah­ren nicht mehr hin …

Logo Squa­dron 42 Copy­right Cloud Impe­ri­um Rights LLC and Cloud Impe­ri­um Rights Ltd.

Trailer: AHSOKA Season 2

Und gleich noch ein Trai­ler, eben­falls für eine Serie bei Dis­ney+, aller­dings aus einem ande­ren Uni­ver­sum. Am 20. Janu­ar 2027 bekom­men STAR WARS-Anhän­ge­rin­nen ein ver­spä­te­tes Weih­nachts­ge­schenk, näm­lich die zwei­te Staf­fel um Ana­kin Sky­wal­kers Pada­wan AHSOKA. Und fol­ge­rich­tig gibt es offen­bar Auf­trit­te von Hay­den Chris­ten­sen.

Eben­falls bereits ganz kurz zu sehen ist Baylan Skoll, des­sen Schau­spie­ler Ray Ste­ven­son bei der Fan­ge­mein­de gut ankam, der aber lei­der ver­starb und durch Rory McCann ersetzt wur­de. Rosa­rio Daw­son über­nimmt wie­der die Titel­rol­le und es gibt natür­lich auch ein Wie­der­se­hen mit dem Rest der Crew aus Staf­fel eins.

So wie es aus­sieht, will der zurück­ge­kehr­te Admi­ral Thrawn der neu­en Repu­blik den Gar­aus machen. Alles ande­re wäre auch merk­wür­dig gewe­sen. Der Trai­ler sieht schon sehr nach STAR WARS aus und macht zumin­dest mir eine Men­ge Spaß.

eng­lisch

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Trailer: VISIONQUEST

Aha, es war also eine Seri­en-Tri­lo­gie. Wor­über ich rede? WANDAVISION, AGATHA ALL ALONG und VISIONQUEST sind laut dem neu­en Trai­ler eine Tri­lo­gie. Nun bin ich noch mehr gespannt dar­auf, was uns in der neu­en Mar­vel-Serie erwar­ten wird, die am 14. Okto­ber 2026 auf Dis­ney+ star­tet, denn die bei­den Vor­gän­ger­se­ri­en fand ich in ihrer Skur­ri­li­tät ziem­lich groß­ar­tig – und es sieht so aus, als wür­den sie das hier fort­füh­ren.

Paul Bet­ta­ny über­nimmt erneut die Rol­le von Visi­on. Seri­en­schöp­fer und Show­run­ner ist Ter­ry Mata­l­as, dem ich nach der letz­ten Staf­fel Picx­ard eine Men­ge zutraue, er hat auch aus­füh­rend pro­du­ziert. neben Bet­ta­ny spielt Ruar­idh Mol­li­ca als Tom­my Maxim­off aka Tho­mas She­perd. James Spa­der spricht erneut Ultron (und spielt ihn dies­mal auch).

Der Trai­ler sieht so aus, als wäre das von der Mach­art ähn­lich abge­fah­ren, wie WANDAVISION  und AGATHA, aber wenn das eine Tri­lo­gie ist, gehört das selbst­ver­ständ­lich auch so.

eng­lisch

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Wizards-of-the-Coast-Chef John Hight tritt zum 1. September zurück

Wizards of the Coast Logo

Erst vor einem Monat habe ich hier über die Rück­kehr von DRAGONLANCE zu Wizards of the Coast geschrie­ben und dar­über, dass sich beim Rech­te­inha­ber von DUNGEONS & DRAGONS und MAGIC: THE GATHERING gera­de eini­ges zum Posi­ti­ven zu wen­den schien. Wer wie ich in den 1980ern und frü­hen 1990ern D&D gespielt hat, ver­folgt so etwas mit einem gewis­sen Wohl­wol­len. Jetzt kommt aller­dings eine Mel­dung, die deut­lich weni­ger nach Auf­bruch klingt: Der Prä­si­dent des Ver­lags nimmt sei­nen Hut.

John Hight tritt zum 1. Sep­tem­ber 2026 als Prä­si­dent von Wizards of the Coast zurück, nach gut zwei Jah­ren im Amt. Bekannt wur­de das über eine Anmel­dung bei der US-Bör­sen­auf­sicht, weni­ge Tage vor der Gen Con 2026 und der D&D Visi­on Key­note, die für den 30. Juli ange­setzt ist. Der Zeit­punkt ist bemer­kens­wert und eher uner­war­tet, denn der Rück­tritt folgt kurz auf aus­ge­spro­chen gute Quar­tals­zah­len: MAGIC: THE GATHERING und DUNGEONS & DRAGONS lie­fen zuletzt her­vor­ra­gend, für MTG wur­den sogar Rekord­um­sät­ze gemel­det.

Par­al­lel dazu hat­te Has­bro aller­dings eine Wert­be­rich­ti­gung von rund 56 Mil­lio­nen US-Dol­lar auf sein Video­spiel­port­fo­lio ver­bucht (die Redak­ti­on von The­Gamer nann­te abwei­chend 58 Mil­lio­nen), nach­dem meh­re­re geplan­te Spie­le gestri­chen wor­den waren. Hier set­zen Spe­ku­la­tio­nen an, denn Hight kam aus der Video­spiel­bran­che. Rund zwölf Jah­re arbei­te­te er bei Bliz­zard, zuletzt als Gene­ral Mana­ger der WAR­CRAFT-Rei­he, bevor er 2024 zu WotC wech­sel­te. Sei­ne Beru­fung galt sei­ner­zeit als Signal, dass Has­bro stär­ker ins digi­ta­le Geschäft ein­stei­gen wol­le.

In der offi­zi­el­len Mit­tei­lung heißt es ledig­lich, Hight wer­de ande­re krea­ti­ve und beruf­li­che Mög­lich­kei­ten ver­fol­gen, für die er sich begeis­te­re. Auf einen Zusam­men­hang zwi­schen Wert­be­rich­ti­gung und Rück­tritt woll­te man sich bei Has­bro aus­drück­lich nicht fest­na­geln las­sen. Gegen­über PC Gamer erklär­te der Kon­zern:

The $56 mil­li­on impair­ment and John Hight’s depar­tu­re are in no way con­nec­ted. Any impli­ca­ti­on that the two are con­nec­ted is inac­cu­ra­te.

Die Wert­be­rich­ti­gung über 56 Mil­lio­nen Dol­lar und der Abgang von John Hight ste­hen in kei­ner­lei Zusam­men­hang. Jede Andeu­tung, dass bei­des mit­ein­an­der zu tun habe, ist unzu­tref­fend.

Man kann von sol­chen Demen­tis hal­ten, was man möch­te, auf­fäl­lig ist, dass der Pos­ten bei Wizards of the Coast zuletzt nicht son­der­lich sta­bil besetzt war. Chris Cocks führ­te den Ver­lag von 2016 bis 2022 und sitzt inzwi­schen im Chef­ses­sel bei Has­bro (ist also eher die Kar­rie­re­lei­ter hoch­ge­fal­len). Ihm folg­te Cyn­thia Wil­liams, die nach rund zwei Jah­ren im April 2024 ging. Hight über­nahm im Som­mer 2024 und ist nach eben­falls gut zwei Jah­ren schon wie­der weg. Die Fluk­tua­ti­on an der Stel­le ist schwer zu über­se­hen.

Dazu kommt, dass es intern zuletzt angeb­lich nicht span­nungs­frei zuging. Geekna­ti­ve berich­tet, die Entwickler°Innen von MAGIC: THE GATHERING – ARENA hät­ten im Juni die Gewerk­schaft United Wizards of the Coast gegrün­det (dazu gibt es bis­lang aller­dings nur eine ein­zel­ne Quel­le). An den Table­top-Mar­ken selbst soll sich der­weil nichts ändern. Has­bro gibt sich betont gelas­sen, das Kern­ge­schäft sei unbe­rührt, und die für 2027 geplan­ten Video­spie­le EXODUS und WARLOCK stün­den wei­ter­hin auf dem Plan. Nach dem 1. Sep­tem­ber bleibt Hight dem Ver­lag zudem in bera­ten­der Funk­ti­on erhal­ten.

Für Rollenspieler°Innen und Magic-Spieler°Innen ist die Per­so­na­lie an der Spit­ze am Ende weni­ger inter­es­sant als die Fra­ge, in wel­che Rich­tung Has­bro den Ver­lag steu­ern wird. Die ver­gan­ge­nen Jah­re haben mit der OGL-Pos­se und eini­gen ande­ren frag­wür­di­gen Ent­schei­dun­gen gezeigt, dass gute Quar­tals­zah­len und ein guter Umgang mit der Com­mu­ni­ty zwei völ­lig ver­schie­de­ne Din­ge sind – und dass mit die­ser Com­mu­ni­ty nicht zu spa­ßen ist. Ob die Rück­kehr von Weis, Hick­man und DRAGONLANCE für den ers­ten Punkt steht oder der neu­er­li­che Prä­si­den­ten­wech­sel für den zwei­ten, wird sich zei­gen. Bei der D&D Visi­on Key­note am 30. Juli dürf­ten zumin­dest die Pro­dukt­plä­ne kon­kre­ter wer­den.

Quel­len: Ner­dist, PC Gamer, Geekna­ti­ve, Logo Wizards Of The Coast Copy­right Wizards of the Coast/​Hasbro

Da klingelt der Spinnensinn: SPIDER-MAN – BRAND NEW DAY

Poster: Poster Spider-Man Brand New Day

SPIDER-MAN: BRAND NEW DAY – Deutsch­land­start am 29.07.2026

Es ist viel die Rede von Super­he­ro-Fati­gue. Gemeint ist damit, dass die Leu­te Super­hel­den-Fil­me leid sind. Mei­ner Ansicht nach ist das ein Buz­zword – und ein fal­sches. Tat­säch­lich gibt es kein Super­he­ro-Fati­gue, son­dern nur Bad Movie-Fati­gue. Denn Mar­vel hat­te zwi­schen­durch bekann­ter­ma­ßen geschlu­dert und Fil­me ins Kino gelas­sen, die zu wün­schen übrig lie­ßen. Zusätz­lich brach­ten sie Din­ge ins Strea­ming, bei denen man sich fra­gen muss­te, was sie bei Mar­vel rau­chen, bei­spiels­wei­se das KI-ver­seuch­te SECRET INVASION mit sei­nen hunds­mi­se­ra­blen Dreh­bü­chern, oder kürz­lich das halb­ga­re WONDER MAN, das man höchs­tens als skur­ri­les Expe­ri­ment gel­ten las­sen könn­te, wäre man wohl­wol­lend.
Zwi­schen­durch dann aber immer wie­der auch High­lights wie DEADPOOL & WOLVERINE, THUNDERBOLTS oder FANTASTIC FOUR. Oder im Strea­ming LOKI und AGATHA.

Wirft man nun einen Blick auf SPIDER-MAN: BRAND NEW DAY, dann muss man kon­sta­tie­ren, dass das dras­ti­sche Zurück­neh­men der Schlag­zahl eine aus­ge­spro­chen gute Idee war, wenn das zu Fil­men wie die­sem führt. Ande­rer­seits stan­den Sony und Colum­bia Pic­tures gefühlt bei der Kino­prä­sen­ta­ti­on im Vor­der­grund und weni­ger Mar­vel. Viel­leicht war auch das gut – und es fällt einem wie­der ein, dass Dis­ney gro­ße Tei­le des Mar­vel Stu­di­os Krea­tiv­teams gefeu­ert hat. Zu dem Zeit­punkt war aller­dings die­ser Film bereits wei­test­ge­hend fer­tig gestellt.

Trailer: JUMANJI – OPEN WORLD

Die letz­ten JUMAN­JI-Fil­me THE NEXT LEVEL und WELCOME TO THE JUNGLE waren ja nicht nur Über­ra­schungs­er­fol­ge, son­dern inner­halb ihres Video­spiel-Kon­texts auch über­ra­schend wit­zig und ziem­lich unter­halt­sam. Das lag unter ande­rem an der gran­dio­sen Beset­zung mit Dway­ne »The Rock« John­son, Kevin Hart, Jack Black und Karen Gil­lan, aber eben auch dar­an, dass man sich aus­gie­big über Video­spiel-Tro­pes lus­tig machen konn­te.

Wenn man sich den Trai­ler so ansieht, dann wird das Prin­zip dies­mal gedreht, denn es sieht so aus, als kämen die Video­spiel­fi­gu­ren in unse­re Welt. Da sehe ich eben­falls jede Men­ge Poten­ti­al für Gags.

Regie führt wie­der Jake Kas­dan, geschrie­ben haben er, Jeff Pin­k­ner und Scott Rosen­berg.

Deutsch­land­start von JUMANJI – OPEN WORLD ist vor­aus­sicht­lich am 25. Dezem­ber 2026, da ich nicht davon aus­ge­he, dass sie einen Kino­start auf den hei­li­gen Abend legen wer­den (haben da über­haupt Kinos geöff­net?).

eng­lisch:

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Trailer: CHILDREN OF BLOOD AND BONE

CHILDREN OF BLOOD AND BONE ist ein young adult Fan­ta­sy-Roman aus dem Jahr 2018 von der nige­ria­nisch-stäm­mi­gen US-ame­ri­ka­ni­schen Autorin Tomi Adey­e­mi. Es han­delt sich um das ers­te Buch aus der »Lega­cy of Orïsha«-Trilogie. Das gan­ze han­delt in einer Fan­ta­sy­welt, die durch west­afri­ka­ni­sche Mytho­lo­gie und der Kul­tur und Spra­che der Yoru­ba inspi­riert wur­de. Der Roman han­delt im fik­tio­na­len Land Orï­sha, das in einem prä­ko­lo­nia­len Nige­ria exis­tiert und dreht sich um magi­sche und nicht­ma­gi­sche Cha­rak­te­re.

Die Film­rech­te wur­den ursprüng­lich von Fox gekauft, Fox 2000 wur­de aller­dings nach der Über­nah­me durch Dis­ney auf­ge­löst und das Pro­jekt ging an Lucas­Film. Auch dar­aus wur­de aller­dings nichts, denn Kath­le­en Ken­ne­dy woll­te sich auf eige­ne Mar­ken kon­zen­trie­ren, die Rech­te wur­den wie­der frei. 2022 kauf­te Para­mount die­se und setz­te den Film auch tat­säch­lich um. Adey­e­mi schrieb das Dreh­buch und wur­de auch als aus­füh­ren­de Pro­du­zen­tin genannt.

Zuletzt wur­de aller­dings bekannt, dass die Autorin sich vom Pro­jekt distan­ziert hat und nichts mehr damit zu tun haben möch­te. Ver­mut­lich gab es das, was man in der Bran­che gern leicht euphe­mis­tisch »krea­ti­ve Dif­fe­ren­zen« nennt.

Abge­se­hen von die­sen Que­re­len sieht der Trai­ler für mich sehr inter­es­sant aus.

Regie führt Gina Prin­ce-Bythe­wood, die hat auch am Dreh­buch mit­ge­schrie­ben. Es spie­len Idris Elba, Chi­we­tel Ejio­for, Tosin Cole, Cyn­thia Eri­vo, Vio­la Davis, Dam­son Idris, Amandla Sten­berg, Lasha­na Lynch, Thuso Mbe­du, Sani­y­ya Sid­ney und ande­re.

CHILDREN OF BLOOD AND BONE soll im Janu­ar 2027 in die Kinos kom­men.

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Kommentar: Aus der Zeit gefallen – Bastei und der Sexismus

Promografik Horrorotica Bastei Verlag

Dass man beim Bas­tei-Ver­lag ins­be­son­de­re im Bereich der Heft­ro­ma­ne in der Ver­gan­gen­heit auch gern auf (bil­li­gen) Sexis­mus gesetzt hat, um die Ver­käu­fe anzu­kur­beln, ist nichts Neu­es. Bei­spie­le gibt es vie­le, bei­spiels­wei­se die bar­bu­si­ge Druuna bei MADDRAX, hier sol­len ver­mut­lich gewis­sen Ziel­grup­pen ange­spro­chen wer­den, viel­leicht Puber­tie­ren­de oder Lust­grei­se.

Nun hät­te man anneh­men kön­nen, dass viel­leicht auch Bas­tei mal im 21. Jahr­hun­dert ankommt und auf ande­re Wer­be­maß­nah­men setzt. Wie schlecht muss die Lage im Ver­lag sein, dass man jetzt mit der ange­kün­dig­ten Hor­ror­se­rie HORROTICA erneut offen­siv auf Sexis­mus setzt, der wie aus der Zeit gefal­len wirkt? Ist kei­ne der Debat­ten der letz­ten Jah­re bei den Ver­ant­wort­li­chen ange­kom­men?

Dazu kommt, dass man es offen­bar so bil­lig haben möch­te, dass die Cover­il­lus­tra­ti­on aus irgend­ei­nem KI-Bild­ge­ne­ra­tor genom­men wur­de. Und man kann kaum bes­ser demons­trie­ren, dass es hier aus­schließ­lich um den schnel­len Euro geht, als durch die Nut­zung von KI-Covern, denn die signa­li­sie­ren einer Ziel­grup­pe sehr deut­lich »für euch reichts!«, auch wenn die das ver­mut­lich nicht mal bemer­ken wird.

Als ich die Ankün­di­gung gese­hen habe, war ich ehr­lich gesagt fas­sungs­los und ich fra­ge mich ernst­haft, was die Ver­ant­wort­li­chen bei Bas­tei gerit­ten hat, mit einer der­art sexis­ti­schen Num­mer im Jahr 2026 aus dem Kel­ler zu kom­men? Und dann auch noch der »in your face«-Titel … Kleb­stoff geschnüf­felt?
Ich dach­te zuerst an einen April­scherz, was ein Blick aufs Datum schnell wider­leg­te. Dann dach­te ich, es han­del sich bei »Bas­tei Aben­teu­er­lust« auf Face­book und insta­gram viel­leicht um eine Fan­sei­te, auf der irgend­wer schnell ein Fake-Cover zusam­men­ge­klatscht hat­te. Zumal auf der Face­book-Sei­te jeg­li­che vor­ge­schrie­be­nen recht­li­chen Anga­ben, wie ein Link auf ein Impres­sum feh­len, sie aller­dings auf der offi­zi­el­len Web­sei­te des Ver­lag im Foo­ter ver­linkt wird, wes­we­gen ich davon aus­ge­he, dass die bei­den Social Media-Prä­sen­zen tat­säch­lich vom Ver­lag betrie­ben wer­den.

Alles in allem kann ich ob so viel Unpro­fes­sio­na­li­tät im Web und des Set­zens auf völ­lig unzeit­ge­mä­ßen Sexis­mus nur den Kopf schüt­teln. Sexis­mus wird nicht moder­ner oder akzep­ta­bler, nur weil man ihn durch KIs erstel­len lässt.

Viel­leicht soll­te man den Ver­ant­wort­li­chen bei Bas­tei mal erläu­tern, dass es das wöchent­li­che Heft­ro­man-Cover nicht mehr braucht, um sich auf­zu­gei­len, es exis­tiert die­ses omi­nö­se »Inter­net«.

[Edit] Nach­trag: Dabei haben wir noch gar nicht dar­über gespro­chen, ob der Inhalt viel­leicht auch KI-gene­riert sein wird. Dass auf Bas­tei-Roma­nen kei­ne Autor°Innennamen ste­hen, ist nichts Neu­es, aber heut­zu­ta­ge und in die­sem Kon­text fällt das dop­pelt auf.

[Edit] Nach­trag 2: Aus gege­be­nem Anlass möch­te ich an die­ser stel­le noch­mal auf mei­nen Arti­kel zu KI-Slop im Popu­lär­li­te­ra­tur­be­reich hin­wei­sen.

Pro­mo­gra­fik Copy­right Bas­tei Lüb­be AG

Teaser: NEUROMANCER

Zu sagen, Wil­liam Gib­sons NEUROMANCER sei ein Klas­si­ker, unter­treibt wohl, denn der Roman hat ein gan­zes neu­es Gen­re defi­niert, das bis heu­te hoch­ak­tu­ell ist: CYBERPUNK (und ange­sichts der Ent­wick­lun­gen mit kor­rup­ter Poli­tik, die Kon­zer­nen hörig ist, oder wenn Kon­zer­ne gleich die Geset­ze schrei­ben, ange­sichts von US-Tech­bros und ange­sichts der KI-Ent­wick­lun­gen ist das Gen­re nicht nur aktu­ell, son­dern holt uns gera­de ein).

Apple TV hat eine Fern­seh­se­rie dar­aus machen las­sen und dazu gibt es nun den ers­ten Trai­ler. Ich kann inhalt­lich ehr­lich nicht viel dazu sagen, denn es ist fast 40 Jah­re her, dass ich den Roman gele­sen habe. Viel­leicht soll­te ich ihn mir noch­mal vor­neh­men. Aber viel­leicht erst nach­dem ich die Serie gese­hen habe…

Die Show ist von Gra­ham Roland and J. D. Dil­lard, wobei ers­te­rer als Show­run­ner agiert und letz­te­rer bei den ers­ten drei Epi­so­den Regie geführt hat. Es spie­len Callum Tur­ner als Case, Bria­na Midd­le­ton als Mol­ly, Joseph Lee als Hideo, Mark Strong als Armi­ta­ge, Clé­mence Poé­sy as Marie-France Tes­sier, Peter Sars­gaard as John Ash­pool, Emma Laird as Lin­da Lee und ande­re.

NEUROMANCER star­tet am 22. Janu­ar 2027 bei Apple TV+.

eng­lisch:

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Teaser: BLADE RUNNER 2099

BLADE RUNNER 2099 ist eine Mini­se­rie, die Ama­zon hat pro­du­zie­ren las­sen. Show­run­nerin ist Sil­ka Lui­sa (HALO TV), die hat hauch die Sto­ry geschrie­ben, und der drit­te Teil des BLADE RUN­NER-Fran­chise han­delt, wie der Titel bereits sagt, 50 Jah­re nach dem zwei­ten Film. Michel­le Yeoh spielt eine Repli­kan­ten-Bla­de Run­nerin kurz vor dem Ende ihres Lebens­zy­klus­ses und Hun­ter Scha­fer ist ihre Part­ne­rin, ein Mensch der vor­gibt, eine Repli­kan­tin zu sein.

Rid­ley Scott ist einer in einer schier end­lo­sen Rei­he von aus­füh­ren­den Pro­du­zen­ten (»vie­le Köche …«).

Der Teaser hat mich noch nicht so rich­tig über­zeugt. Es wirkt auf mich irgend­wie bemüht, wie man auf der einen Sei­te ver­sucht, das BLADE RUN­NER-Look & Feel zu kopie­ren, es aber mit den sinn­lo­sen ana­mo­r­phi­schen Lens­fla­res gleich wie­der ver­saut. Aber es gilt wie immer die Bin­sen­weis­heit, dass man von einem Trai­ler nicht auf das fer­ti­ge Pro­dukt schlie­ßen darf.

Start­ter­min von BLADE RUNNER 2099 soll der 25. Novem­ber 2026 sein, zumin­dest wenn man Ama­zon Prime Video abon­niert hat.

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