Es ist viel die Rede von Superhero-Fatigue. Gemeint ist damit, dass die Leute Superhelden-Filme leid sind. Meiner Ansicht nach ist das ein Buzzword – und ein falsches. Tatsächlich gibt es kein Superhero-Fatigue, sondern nur Bad Movie-Fatigue. Denn Marvel hatte zwischendurch bekanntermaßen geschludert und Filme ins Kino gelassen, die zu wünschen übrig ließen. Zusätzlich brachten sie Dinge ins Streaming, bei denen man sich fragen musste, was sie bei Marvel rauchen, beispielsweise das KI-verseuchte SECRET INVASION mit seinen hundsmiserablen Drehbüchern, oder kürzlich das halbgare WONDER MAN, das man höchstens als skurriles Experiment gelten lassen könnte, wäre man wohlwollend.
Zwischendurch dann aber immer wieder auch Highlights wie DEADPOOL & WOLVERINE, THUNDERBOLTS oder FANTASTIC FOUR.
Wirft man nun einen Blick auf SPIDER-MAN: BRAND NEW DAY, dann muss man konstatieren, dass das drastische Zurücknehmen der Schlagzahl eine ausgesprochen gute Idee war, wenn das zu Filmen wie diesem führt. Andererseits standen Sony und Columbia Pictures gefühlt bei der Kinopräsentation im Vordergrund und weniger Marvel. Vielleicht war auch das gut – und es fällt einem wieder ein, dass Disney große Teile des Marvel Studios Kreativteams gefeuert hat. Zu dem Zeitpunkt war allerdings dieser Film bereits weitestgehend fertig gestellt.
Die letzten JUMANJI-Filme THE NEXT LEVEL und WELCOME TO THE JUNGLE waren ja nicht nur Überraschungserfolge, sondern innerhalb ihres Videospiel-Kontexts auch überraschend witzig und ziemlich unterhaltsam. Das lag unter anderem an der grandiosen Besetzung mit Dwayne »The Rock« Johnson, Kevin Hart, Jack Black und Karen Gillan, aber eben auch daran, dass man sich ausgiebig über Videospiel-Tropes lustig machen konnte.
Wenn man sich den Trailer so ansieht, dann wird das Prinzip diesmal gedreht, denn es sieht so aus, als kämen die Videospielfiguren in unsere Welt. Da sehe ich ebenfalls jede Menge Potential für Gags.
Regie führt wieder Jake Kasdan, geschrieben haben er, Jeff Pinkner und Scott Rosenberg.
Deutschlandstart von JUMANJI – OPEN WORLD ist voraussichtlich am 25. Dezember 2026, da ich nicht davon ausgehe, dass sie einen Kinostart auf den heiligen Abend legen werden (haben da überhaupt Kinos geöffnet?).
englisch:
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deutsch:
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CHILDREN OF BLOOD AND BONE ist ein young adult Fantasy-Roman aus dem Jahr 2018 von der nigerianisch-stämmigen US-amerikanischen Autorin Tomi Adeyemi. Es handelt sich um das erste Buch aus der »Legacy of Orïsha«-Trilogie. Das ganze handelt in einer Fantasywelt, die durch westafrikanische Mythologie und der Kultur und Sprache der Yoruba inspiriert wurde. Der Roman handelt im fiktionalen Land Orïsha, das in einem präkolonialen Nigeria existiert und dreht sich um magische und nichtmagische Charaktere.
Die Filmrechte wurden ursprünglich von Fox gekauft, Fox 2000 wurde allerdings nach der Übernahme durch Disney aufgelöst und das Projekt ging an LucasFilm. Auch daraus wurde allerdings nichts, denn Kathleen Kennedy wollte sich auf eigene Marken konzentrieren, die Rechte wurden wieder frei. 2022 kaufte Paramount diese und setzte den Film auch tatsächlich um. Adeyemi schrieb das Drehbuch und wurde auch als ausführende Produzentin genannt.
Zuletzt wurde allerdings bekannt, dass die Autorin sich vom Projekt distanziert hat und nichts mehr damit zu tun haben möchte. Vermutlich gab es das, was man in der Branche gern leicht euphemistisch »kreative Differenzen« nennt.
Abgesehen von diesen Querelen sieht der Trailer für mich sehr interessant aus.
CHILDREN OF BLOOD AND BONE soll im Januar 2027 in die Kinos kommen.
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Dass man beim Bastei-Verlag insbesondere im Bereich der Heftromane in der Vergangenheit auch gern auf (billigen) Sexismus gesetzt hat, um die Verkäufe anzukurbeln, ist nichts Neues. Beispiele gibt es viele, beispielsweise die barbusige Druuna bei MADDRAX, hier sollen vermutlich gewissen Zielgruppen angesprochen werden, vielleicht Pubertierende oder Lustgreise.
Nun hätte man annehmen können, dass vielleicht auch Bastei mal im 21. Jahrhundert ankommt und auf andere Werbemaßnahmen setzt. Wie schlecht muss die Lage im Verlag sein, dass man jetzt mit der angekündigten Horrorserie HORROTICA erneut offensiv auf Sexismus setzt, der wie aus der Zeit gefallen wirkt? Ist keine der Debatten der letzten Jahre bei den Verantwortlichen angekommen?
Dazu kommt, dass man es offenbar so billig haben möchte, dass die Coverillustration aus irgendeinem KI-Bildgenerator genommen wurde. Und man kann kaum besser demonstrieren, dass es hier ausschließlich um den schnellen Euro geht, als durch die Nutzung von KI-Covern, denn die signalisieren einer Zielgruppe sehr deutlich »für euch reichts!«, auch wenn die das vermutlich nicht mal bemerken wird.
Als ich die Ankündigung gesehen habe, war ich ehrlich gesagt fassungslos und ich frage mich ernsthaft, was die Verantwortlichen bei Bastei geritten hat, mit einer derart sexistischen Nummer im Jahr 2026 aus dem Keller zu kommen? Und dann auch noch der »in your face«-Titel … Klebstoff geschnüffelt?
Ich dachte zuerst an einen Aprilscherz, was ein Blick aufs Datum schnell widerlegte. Dann dachte ich, es handel sich bei »Bastei Abenteuerlust« auf Facebook und instagram vielleicht um eine Fanseite, auf der irgendwer schnell ein Fake-Cover zusammengeklatscht hatte. Zumal auf der Facebook-Seite jegliche vorgeschriebenen rechtlichen Angaben, wie ein Link auf ein Impressum fehlen, sie allerdings auf der offiziellen Webseite des Verlag im Footer verlinkt wird, weswegen ich davon ausgehe, dass die beiden Social Media-Präsenzen tatsächlich vom Verlag betrieben werden.
Alles in allem kann ich ob so viel Unprofessionalität im Web und des Setzens auf völlig unzeitgemäßen Sexismus nur den Kopf schütteln. Sexismus wird nicht moderner oder akzeptabler, nur weil man ihn durch KIs erstellen lässt.
Vielleicht sollte man den Verantwortlichen bei Bastei mal erläutern, dass es das wöchentliche Heftroman-Cover nicht mehr braucht, um sich aufzugeilen, es existiert dieses ominöse »Internet«.
[Edit] Nachtrag: Dabei haben wir noch gar nicht darüber gesprochen, ob der Inhalt vielleicht auch KI-generiert sein wird. Dass auf Bastei-Romanen keine Autor°Innennamen stehen, ist nichts Neues, aber heutzutage und in diesem Kontext fällt das doppelt auf.
Zu sagen, William Gibsons NEUROMANCER sei ein Klassiker, untertreibt wohl, denn der Roman hat ein ganzes neues Genre definiert, das bis heute hochaktuell ist: CYBERPUNK (und angesichts der Entwicklungen mit korrupter Politik, die Konzernen hörig ist, oder wenn Konzerne gleich die Gesetze schreiben, angesichts von US-Techbros und angesichts der KI-Entwicklungen ist das Genre nicht nur aktuell, sondern holt uns gerade ein).
Apple TV hat eine Fernsehserie daraus machen lassen und dazu gibt es nun den ersten Trailer. Ich kann inhaltlich ehrlich nicht viel dazu sagen, denn es ist fast 40 Jahre her, dass ich den Roman gelesen habe. Vielleicht sollte ich ihn mir nochmal vornehmen. Aber vielleicht erst nachdem ich die Serie gesehen habe…
Die Show ist von Graham Roland and J. D. Dillard, wobei ersterer als Showrunner agiert und letzterer bei den ersten drei Episoden Regie geführt hat. Es spielen Callum Turner als Case, Briana Middleton als Molly, Joseph Lee als Hideo, Mark Strong als Armitage, Clémence Poésy as Marie-France Tessier, Peter Sarsgaard as John Ashpool, Emma Laird as Linda Lee und andere.
NEUROMANCER startet am 22. Januar 2027 bei Apple TV+.
englisch:
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deutsch:
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BLADE RUNNER 2099 ist eine Miniserie, die Amazon hat produzieren lassen. Showrunnerin ist Silka Luisa (HALO TV), die hat hauch die Story geschrieben, und der dritte Teil des BLADE RUNNER-Franchise handelt, wie der Titel bereits sagt, 50 Jahre nach dem zweiten Film. Michelle Yeoh spielt eine Replikanten-Blade Runnerin kurz vor dem Ende ihres Lebenszyklusses und Hunter Schafer ist ihre Partnerin, ein Mensch der vorgibt, eine Replikantin zu sein.
Ridley Scott ist einer in einer schier endlosen Reihe von ausführenden Produzenten (»viele Köche …«).
Der Teaser hat mich noch nicht so richtig überzeugt. Es wirkt auf mich irgendwie bemüht, wie man auf der einen Seite versucht, das BLADE RUNNER-Look & Feel zu kopieren, es aber mit den sinnlosen anamorphischen Lensflares gleich wieder versaut. Aber es gilt wie immer die Binsenweisheit, dass man von einem Trailer nicht auf das fertige Produkt schließen darf.
Starttermin von BLADE RUNNER 2099 soll der 25. November 2026 sein, zumindest wenn man Amazon Prime Video abonniert hat.
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Verschiedene Quellen im Netz berichten: Atari hat gemeinsam mit der Produktionsfirma Entertainment 360 einen Deal mit Universal Pictures geschlossen, der dem Studio die Filmrechte an zehn Marken sichert: ASTEROIDS, ADVENTURE, BERZERK, BREAKOUT, CENTIPEDE, CRYSTAL CASTLES, MILLIPEDE, MISSILE COMMAND, PONG und YARS’ REVENGE.
Ein Drehbuch von Matt Reilly und Carl Hampe hat Universal bereits gekauft. Produzieren wird Guymon Casady von Entertainment 360, die beiden Autoren sind ebenfalls als Produzenten an Bord. Welches der zehn Spiele die Vorlage liefert, darüber sagt Universal nichts. Ob mehrere Marken am Ende in einem gemeinsamen Filmuniversum zusammenlaufen sollen, ebenso wenig. Angepeilt werden großformatige Action-Adventure-Filme.
Guymon Casidy von Entertainment 360 sagte:
The best Atari games dropped you into a world and let your imagination do the rest. Carl and Matt saw an opportunity to take that same spirit and build an original, large-scale adventure around it. From the moment we read the screenplay, we believed there was a great movie here.
Die besten Atari-Spiele warfen Dich in eine Welt und überließen den Rest der Fantasie. Carl und Matt sahen die Möglichkeit, in demselben Geist ein originelles, großformatiges Abenteuer zu bauen. Wir haben das Drehbuch gelesen und waren sofort sicher, dass wir einen großartiger Film vor uns hatten.
Atari-Chef Wade Rosen sagte dazu:
For more than five decades, Atari has created games and worlds that have remained part of popular culture long after their original release. We are excited to work with Universal and Entertainment 360 to bring the spirit of our iconic brand and games to a new medium.
Seit mehr als fünf Jahrzehnten hat Atari Spiele und Welten geschaffen, die noch lange nach ihrer Veröffentlichung Teil der Popkultur geblieben sind. Wir freuen uns darauf, mit Universal und Entertainment 360 den Geist unserer Marke und unserer Spiele in ein neues Medium zu bringen.
(Wobei man anmerken muss, dass das heutige Atari und die verantwortlichen Figuren im Prinzip nichts mehr mit der von Nolan Bushnell gegründeten Firma zu tun haben, sondern nur den Namen und manche Rechte halten.)
Der erste Versuch ist das nicht. Universal hatte sich schon 2009 die Rechte an einer ASTEROIDS-Verfilmung gesichert, ins Kino kam allerdings nichts.
Dass die Studios derzeit Spielelizenzen einsammeln, hat mit den Einspielergebnissen der MARIO‑, SONIC- und MINECRAFT-Filme zu tun. Bei denen gab es allerdings Figuren, Namen und eine erzählbare Welt, bei den Atari-Titeln gibt es Spielprinzipien mit Minimalstgrafik. Aus ASTEROIDS, BERZERK oder MISSILE COMMAND lässt sich mit kreativer Drehbucharbeit sicher etwas bauen, bei PONG habe ich so meine Zweifel.
Ob aus der Ankündigung mehr werden wird, oder ob die Ideen zerplatzen wie Asteroiden in ASTEROIDS muss die Zukunft zeigen. Und wer soll da die Zielgruppe sein? Alte Säcke wie ich, die in den 1970ern diese Spiele auf einem 2600 oder in der Spielhalle gespielt haben?
Bild Atari 2600 von Retro Gaming Banter, aus der Wikipedia, CC BY
In nur knapp einer Woche ist es so weit: Ein Film aus dem deutlich rarer gewordenen Marvel Cinematic Universe kommt in die Lichtspielhäuser. Erneut übernimmt Tom Holland die Rolle des freundlichen Netzschwingers aus der Nachbarschaft und dass der in Wirklichkeit Peter Parker heißt, daran kann sich niemand mehr erinnern. Warum, wissen Spidey-Anhängerinnen aus dem letzten Film.
Und natürlich ist es abzusehen, dass er seine Geheimidentität nicht wirklich lange verbergen kann – zumindest vor gewissen Personen.
Regie füht Destin Daniel Cretton??? (SHANG-SHI, NARUTO) nach einem Drehbuch von Chris McKenna & Erik Sommers. Neben Holland spielen u.a. ??Zendaya, ??Sadie Sink, ??Jacob Batalon, ??Jon Bernthal, ??Tramell Tillman, ??Michael Mando uand Mark Ruffalo.
Deutschlandstart ist am kommenden Mittwoch, also dem 29.07.2026.
englisch:
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Schau an, da hat Marvel dann doch endlich mal einen Trailer zu AVENGERS DOOMSDAY spendiert, auch wenn das natürlich nur mäßig überraschend kommt, da bereits angekündigt. Nach einigen Rückschlägen und angeblicher Superhero-Fatigue (die eigentlich eher eine Fatigue wegen schlechter Filme war) hatte man ja beim Comicladen und bei Disney die Schlagzahl deutlich zurückgenommen, so dass man nicht mehr jeden Monat mit einem neuen Streifen oder einer weiteren Streamingserie vollgeballert wurde.
Regie führen erneut die Russo-Brothers, die schon für INFINITY WAR und ENDGAME verantwortlich zeichneten. Ich gehe mal davon aus, dass wir es auch hier möglicherweise wieder mit einem Zweiteiler zu tun bekommen werden, da ja auch die Comic-Vorlage recht … ausladend ist.
In Sachen Schauspielende gibt es natürlich ein Wiedersehen mit den alten Bekannten aus dem MCU, allerdings sind jetzt auch die FoX-Mutanten mit an Bord. Die Casting-Liste ist deswegen … illuster.
Der deutsche Kinostart steht noch nicht offiziell fest, ich würde vermuten, dass AVENGERS: DOOMSDAY ab dem 16. Dezember 2026 in unseren Lichtspielhäusern zu sehen sein wird (was auch der Text unter dem deutschen Trailer bestätigt).
englisch:
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Gestern berichtete ich hier über die Klage von zwölf US-Bundesstaaten gegen die Fusion von Paramount Skydance und Warner Bros. Discovery. Nun hat die US-Autorengewerkschaft WGA ebenfalls Klage eingereicht.
Writers Guild of America East und West gingen am 14. Juli 2026 gemeinsam vor Gericht. Sie sehen in der Fusion einen Verstoß gegen das US-Kartellrecht und machen konkrete Schäden für die eigene Berufsgruppe geltend: Der fusionierte Konzern wäre der mit Abstand größte Arbeitgeber für Autor°Innen und wäre motiviert, hätte die Mittel und vor allem dann auch die Marktmacht, Honorare zu drücken und weniger zu produzieren, entgegen aller Produktionszusagen. Weniger Aufträge, schlechtere Bezahlung, und Studios, die eher auf risikoarme Projekte setzen als auf originelle Stoffe. Paramount behauptet natürlich das Gegenteil, man wolle den Autor°Innen mehr Möglichkeiten geben, nicht weniger. In meinen Augen wenig glaubwürdig, denn die Vergangenheit hat immer wieder gezeigt, wie diese Spielchen in Hollywood gespielt werden; wir erinnern uns an die monatelangen Streiks in Tinseltown.
Mit der zweiten Klage binnen weniger Tage wächst der Druck auf den Deal. Spannend wird zu sehen, ob sich den Bundesstaaten und der WGA noch weitere Akteure anschließen werden.
Logo Paramount Copyright Paramount, Logo Warner Bros. Discovery Copyright Warner Bros. Discovery
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