Linux-Gaming: Valve arbeitet an SteamOS-Unterstützung für Nvidia-Grafikkarten

Logo Steam OS

Val­ve bringt Steam­OS auf Nvi­dia-Hard­ware. Bestä­tigt hat das Val­ve-Inge­nieur Pierre-Loup Grif­fais in einem Inter­view mit The Ver­ge: Man arbei­te mit AMD, Intel und Nvi­dia zusam­men, um Steam­OS auf einer brei­te­ren Palet­te von Hard­ware zum Lau­fen zu brin­gen. Auf Blues­ky ergänz­te er, dass man mit einer AMD-Gra­fik­kar­te schon jetzt sei­ne eige­ne Steam Machi­ne bau­en kön­ne und an Unter­stüt­zung für wei­te­re GPUs gear­bei­tet wer­de.

Bis­her ist Steam­OS an AMD gebun­den: Die quell­of­fe­nen Mesa-Trei­ber für AMD-Gra­fik sind fest ins Sys­tem inte­griert, und auch die Kom­pa­ti­bi­li­täts­schicht Pro­ton ist auf AMD-Hard­ware aus­ge­legt. Nvi­di­as pro­prie­tä­re Trei­ber arbei­ten dage­gen schlecht mit der Steam­OS-Umge­bung, wes­halb Nvidia-Nutzer°Innen bis­lang oft auf Gam­ing-Linux-Geschmä­cker wie Baz­zi­te oder Noba­ra aus­wei­chen. Das ist inso­fern rele­vant, als die gro­ße Mehr­heit der PC-Spieler°Innen Nvi­dia-Kar­ten ver­wen­det (eine kon­kre­te Pro­zent­zahl nennt das Ver­ge-Inter­view nicht, die kur­sie­ren­den Wer­te von rund 94 Pro­zent stam­men aus der Steam-Hard­ware-Umfra­ge und bezie­hen sich auf den Anteil bei den dedi­zier­ten Gra­fik­kar­ten).

Schnell wird das aller­dings nicht gehen. Grif­fais rech­net nicht mehr im Jahr 2026 mit fer­ti­gen Nvi­dia-Trei­bern und beschreibt die Arbeit dar­an als etwas, das der­zeit vor allem im Hin­ter­grund lau­fe. Einen kon­kre­ten Ter­min nennt er nicht. Bran­chen­be­ob­ach­ter und Redak­tio­nen rech­nen frü­hes­tens gegen Ende 2026, eher 2027 mit ers­ten Geforce-Trei­bern. Bis dahin bleibt für Nvi­dia-Sys­te­me der Umweg über Gam­ing-Dis­tri­bu­tio­nen wie Baz­zi­te.

Par­al­lel hat Val­ve das Steam­OS-Instal­la­ti­ons­image auf Ver­si­on 3.8.10 aktua­li­siert und damit die Unter­stüt­zung für wei­te­re AMD-Hand­helds und dedi­zier­te AMD-Gra­fik­kar­ten aus­ge­wei­tet. Auch an der Kom­pa­ti­bi­li­tät mit Intels Pan­ther-Lake-Hard­ware wird gear­bei­tet. Offi­zi­ell läuft Steam­OS aktu­ell nur auf Steam Deck, Steam Machi­ne und Leno­vo Legi­on Go S.

Damit lag das Haupt­au­gen­merk bei Val­ve offen­bar gar nicht auf der zu teu­er erschei­nen­den Steam Machi­ne, son­dern viel­mehr auf Steam­OS, das man auf mög­lichst vie­le Gerä­te brin­gen möch­te. Steam­OS basiert auf Arch Linux, alle Grund­kom­po­nen­ten des Betriebs­sys­tems sind Open Source, es ent­hält aller­dings pro­prie­tä­re Trei­ber.

Logo Steam­OS Copy­right Val­ve

Slitherine übernimmt die BLOOD BOWL-Videospiellizenz von NACON

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Slithe­ri­ne, seit Jah­ren spe­zia­li­siert auf Stra­te­gie- und Tak­tik­spie­le, hat sich die Lizenz- und Publi­shing-Rech­te an der BLOOD BOWL-Video­spiel­rei­he gesi­chert, inklu­si­ve Back-Cata­lo­gue. Ver­käu­fer ist NACON, das die Rei­he bis­lang ver­öf­fent­licht hat. Ein run­den­ba­sier­tes Fan­ta­sy-Sport­spiel lan­det damit bei einem Ver­lag, der ohne­hin einen Schwer­punkt auf Stra­te­gie­ti­teln aus dem Games-Work­shop-Umfeld hat.

Für alle, die BLOOD BOWL nicht ken­nen: Games Work­shop erfand das Gan­ze in den 1980ern als Table­top, eine Par­odie auf Ame­ri­can Foot­ball, ange­sie­delt in einer Fan­ta­sy-Welt, bei der Orks, Elfen und Zwer­ge sich auf dem Spiel­feld gegen­sei­tig die Köp­fe ein­schla­gen und Todes­fäl­le Teil der Tak­tik sind. BLOOD BOWL ist ein eigen­stän­di­ges Fran­chise mit eige­nem Regel­werk, kein WAR­HAM­MER-Able­ger, auch wenn es die­sel­be Spiel­welt und den­sel­ben Erfin­der teilt. Die Video­spiel­um­set­zun­gen stam­men seit Jah­ren von Cya­ni­de Stu­dio, und genau die­se Zusam­men­ar­beit soll wei­ter­ge­hen. Slithe­ri­ne will laut eige­ner Aus­sa­ge nicht nur den Bestand pfle­gen, son­dern auch das bereits von NACON ange­kün­dig­te nächs­te Spiel wei­ter­füh­ren (die Pres­se­mit­tei­lung spricht durch­gän­gig von einem »WARHAMMER Blood Bowl game«, ob das der offi­zi­el­le Titel ist, geht aus dem Text nicht ein­deu­tig her­vor).

Mar­co Mino­li, Publi­shing-Direc­tor bei Slithe­ri­ne, spricht in der Pres­se­mit­tei­lung davon, man sei geehrt, die Zukunft der Rei­he gemein­sam mit Cya­ni­de und WARHAMMER mit­ge­stal­ten zu dür­fen. Cya­ni­de-CEO Patrick Plig­ers­dorf­fer nennt Slithe­ri­ne einen pas­sen­den Part­ner mit Erfah­rung in Sachen hoch­wer­ti­ger Stra­te­gie­spie­le.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum nächs­ten BLOOD BOWL-Titel will Slithe­ri­ne am 22. Juli 2026 beim Slithe­ri­ne Next Event bekannt­ge­ben, ab 18:00 Uhr MESZ auf You­Tube und Twitch.

Ob der Wech­sel für die Com­mu­ni­ty etwas Gutes bedeu­tet, wird sich zei­gen. Slithe­ri­ne hat einen Ruf als ver­läss­li­cher Stra­te­gie-Publisher mit lan­gem Sup­port-Atem. Am 22. Juli wis­sen wir mehr.

Quel­le: Pres­se­mit­tei­lung Slithe­ri­ne vom 1. Juli 2026

SHANGRI-LA

Cover Shangri La - Astronaut im All über Planet

Was wäre, wenn man das ein­zi­ge den­ken­de Indi­vi­du­um auf einem trost­lo­sen Pla­ne­ten ist und nur dar­auf war­tet, in einer Super­no­va zu ver­ge­hen? Für inter­es­sier­te und muti­ge Wis­sen­schaft­ler wären das die bes­ten Plät­ze, wo ist das Pop­corn? Für jemand, der bereits über 11 Jah­re auf die­sen Moment gewar­tet hat, ist es eine Erlö­sung!

In die­ser Sci­ence Fic­tion-Sto­ry von Mathieu Bablet ist ein Namen­lo­ser auf einem frem­den Plan­ten mit einem Raum­schiff (?) gestran­det und fris­tet sei­nem ein­sa­men Dasein. Mit den Jah­ren hat er die Tücken des Pla­ne­ten ken­nen­ge­lernt und war­ten nun sehn­süch­tig auf das Ende des Pla­ne­ten und sei­ne Erlö­sung. Im Mono­log mit einem Tablet bespricht er sich mit sei­nem ver­stor­be­nen Freund Vir­gil.

Wir befin­den uns im Pro­log der Geschich­te, der mit einem spek­ta­ku­lä­ren Knall und visu­ell ein­drucks­vol­len Bil­dern been­det wer­den wird.

Erschienen: PHANTAST 32 – »Verbrechen«

Cover Phantast 32

Soeben ist die 32. Auf­ga­be des Maga­zins PHANTAST erschie­nen, bereits aus dem Titel kann man unschwer ent­neh­men, um wel­che The­men es sich bei die­sem Maga­zin dreht. :) Dies­mal ist der The­men­schwer­punk »Ver­bre­chen«.

Die Her­aus­ge­be­rin schreibt:

Lie­be Leser*innen,

etwas ver­zö­gert durch die Hit­ze­wel­le im Juni ist end­lich unse­re 32te PHAN­TAST-Aus­ga­be erschie­nen! Die­ses Mal dreht sich alles um »Ver­bre­chen« und wir bie­ten Euch unter ande­rem:

- Werk­statt­be­rich­te von Marie Mei­er und Swant­je Nie­mann
– Essays zu »Was wir wis­sen kön­nen« von Ian McE­wan und »The Refor­ma­to­ry« von Tana­na­ri­ve Due
– Arti­kel zu Cyber­punk, »Ter­ra Igno­ta« von Ada Pal­mer und »Stal­ker« von Arka­di und Boris Stru­gatz­ki
– Inter­view mit Elea Brandt und Micha­el Pein­ko­fer
– Illus­tra­tio­nen von Kajo Bal­disi­mo aus dem Comic »Tre­se«
– diver­se Rezen­sio­nen zum The­ma
– 125 Sei­ten Ver­bre­chen – wie immer kos­ten­los!

Das Maga­zin kann man wie immer kos­ten­los auf litera​to​pia​.de als PDF-Datei her­un­ter laden, dort fin­det man auch die in der Ver­gan­gen­heit erschie­ne­nen Aus­ga­ben.

Beiträge auf PhantaNews ab sofort nur noch digital

PhantaNews-Schriftzug auf Space-Hintergrund

Ab sofort wer­den auf Phan​ta​News​.de kei­ne Inhal­te mehr ana­log zur Ver­fü­gung gestellt. Phan­ta­News reagiert damit auf sich ändern­de Trends in den Gewohn­hei­ten der Leser°Innen.

Da sich die Vor­lie­ben der Leser°Innen immer mehr weg von bemal­tem Papy­rus ver­än­dern, und die all­ge­mei­ne Fan­zine-Indus­trie sich sogar bereits vom Spi­ri­tus­um­druck hin zu Blei­let­tern bewegt, wer­den mit sofor­ti­ger Wir­kung alle Arti­kel hier auf Phan­ta­News nur noch in digi­ta­ler Form ver­öf­fent­licht  wer­den. Auch alle vor­he­ri­gen Arti­kel hier auf Phan­ta­News wer­den ab sofort nur noch als digi­ta­le Inhal­te  ver­füg­bar sein, denn wir sind am Puls der Zeit.

Dies ist die natür­lich Evo­lu­ti­on für ein Fan­zine wie Phan­ta­News, um sich den Wün­schen der Leser°Innen anzu­pas­sen, deren per­sön­li­che Prä­fe­ren­zen inzwi­schen digi­ta­le Inhal­te statt Höh­len­ma­le­rei­en bevor­zu­gen. Die­se Ver­än­de­rung wird uns ermög­li­chen uns den Wün­schen unse­rer Leser­schaft in der heu­ti­gen Zeit deut­lich bes­ser anzu­pas­sen.

Wir wer­den unse­re Resour­cen wei­ter­hin dahin­ge­hend prio­ri­sie­ren, neue Wege zu fin­den, den Leser°Innen unse­re Inhal­te in zeit­ge­mä­ßer Form zu prä­sen­tie­ren. Ob das die Pro­jek­ti­on der Inhal­te in die Augen der Nutzer°innen ist, oder ob wir Neu­r­al­kopp­lung benut­zen, es wird jeder­zeit eine Welt­klas­se-Erfah­rung sein. Wir bedan­ken uns für eure fort­ge­setz­te Unter­stüt­zung.

Robert Picardo über die Absetzung von STARFLEET ACADEMY

Robert Picardo als Holodoc in Starfleet Academy

Robert Picar­do ken­nen wir in ers­ter Linie als Holo­doc, im STAR TREK-Uni­ver­sum, erst in VOYAGER, aktu­ell in STARFLEET ACADEMY. Der hat sich auf der Space­con 2026 in San Anto­nio zur Abset­zung der Serie geäu­ßert – und das in ziem­lich deut­li­chen Wor­ten (sieht so aus, als rech­ne  er eh nicht mehr mit einem Job bei Para­mount).

STAR TREK: STARFLEET ACADEMY star­te­te am 15. Janu­ar 2026 auf Para­mount+, wur­de sofort von den übli­chen Trol­len als »zu divers« oder »zu woke« kon­zer­tiert in Bespre­chun­gen ver­ris­sen und zwei Mona­te spä­ter abge­setzt. Staf­fel 2 war da bereits abge­dreht und soll 2027 lau­fen, ist aber die letz­te, die Kulis­sen wur­den bereits zer­schla­gen. Die offi­zi­el­le Begrün­dung: zu weni­ge Zuschauer°Innen.

Picar­do sieht das laut sei­nen Aus­sa­gen auf der Space­con (via Pop­ver­se) anders. Er macht die neu­en Eigen­tü­mer von Para­mount ver­ant­wort­lich (Sky­dance über­nahm wäh­rend der Pro­duk­ti­ons­zeit der Serie). Die Show sei unter der vor­he­ri­gen CBS-Para­mount-Füh­rung ent­wi­ckelt wor­den, und nach dem Eigen­tü­mer­wech­sel habe es kei­ner­lei Unter­stüt­zung gege­ben. Kei­ne Wer­bung, kei­ne Plat­zie­rung im Menü von Para­mount+. Picar­do wört­lich auf der Space­con:

Our show was con­cei­ved under the pri­or owner­ship régime at CBS Para­mount and once the new owners took over, we had no sup­port with the release of the show. We did­n’t get any ads. You could­n’t even find us. I had fri­ends who said, whe­re is STARFLEET ACADEMY? I said, it’s on Para­mount+. And they said, I have Para­mount+, I can’t find it. And I thought, well that’s weird. After the pre­miè­re epi­so­de, it kind of drop­ped off the menu. Usual­ly if peo­p­le have a histo­ry on Para­mount+ of wat­ching STAR TREK, you would pitch them the new STAR TREK show, but that didn’t hap­pen on mine. I wish we had got­ten more sup­port.

Unse­re Serie wur­de noch unter der frü­he­ren Unter­neh­mens­füh­rung von CBS Para­mount kon­zi­piert, und als die neu­en Eigen­tü­mer das Ruder über­nah­men, erhiel­ten wir kei­ner­lei Unter­stüt­zung bei der Ver­öf­fent­li­chung der Serie. Wir beka­men kei­ner­lei Wer­bung. Man konn­te uns nicht ein­mal fin­den. Ich hat­te Freun­de, die frag­ten: »Wo ist die STARFLEET ACADEMY?« Ich ant­wor­te­te: „Sie läuft auf Para­mount+.“ Und sie sag­ten: »Ich habe Para­mount+, aber ich kann sie nicht fin­den.« Und ich dach­te mir: „Das ist ja selt­sam.“ Nach der ers­ten Fol­ge ist die Serie irgend­wie aus dem Ange­bot ver­schwun­den. Nor­ma­ler­wei­se wür­de man Leu­ten, die bei Para­mount+ bereits STAR TREK geschaut haben, die neue STAR TREK-Serie emp­feh­len, aber bei mir war das nicht der Fall. Ich hät­te mir mehr Unter­stüt­zung gewünscht.

Was Picar­do beschreibt, klingt nicht nach einer Serie, die geschei­tert ist, son­dern nach einer, die man hat schei­tern las­sen, weil das Kon­zept nicht zu den Ansich­ten der neu­en Inha­ber passt, egal ob immer wie­der behaup­tet wird, Elli­son sei Fan von STAR TREK. Eine Strea­ming-Serie, die vom eige­nen Strea­ming­dienst nicht bewor­ben und nicht in den Vor­schlä­gen ange­zeigt wird, noch nicht mal bei Nutzer°Innen, die sonst STAR TREK schau­en, hat deut­lich weni­ger Chan­cen auf Zuschauer°Innen, egal wie gut oder schlecht sie ist. Dass die neu­en Eigen­tü­mer dann nied­ri­ge Zuschau­er­zah­len als Abset­zungs­grund anfüh­ren, hat defi­ni­tiv ein Geschmäck­le.

Wenn Staf­fel 2 2027 vor­bei sein wird, steht STAR TREK zum ers­ten Mal seit einem Jahr­zehnt ohne lau­fen­de oder bestell­te Serie da, zumin­dest falls bis dahin nichts Neu­es pro­du­ziert wer­den wird, wonach es im Moment nicht aus­sieht. STRANGE NEW WORLDS endet eben­falls mit der fünf­ten Staf­fel. Danach: Pau­se. Picar­do hofft, dass die Fran­chise irgend­wann zurück­kommt. Die Fra­ge ist, in wel­cher Form und unter wel­cher Füh­rung – und vor allem: in wel­chem Stil?

STAR TREK has been, and always will be, woke. Um mal ein Zitat eines gewis­sen Vul­ka­ni­ers abzu­än­dern.

Pro­mo­fo­to Copy­right Para­mount

TINY BOOKSHOP erscheint am 9. Juli für iOS und Android

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Es gibt Spie­le bei denen man sich fragt, war­um sie nicht von Anfang an auf dem Han­dy waren. TINY BOOKSHOP von Ent­wick­ler neo­lu­dic gehört defi­ni­tiv dazu. Das Cozy-Manage­ment-Spiel, in dem man einen Second­hand-Buch­la­den in einem umge­bau­ten Trai­ler in der fik­ti­ven Küs­ten­stadt Books­ton­bu­ry-by-the-Sea betreibt, kommt am 9. Juli 2026 in den App Store und auf Goog­le Play. Preis: 7,99 Dol­lar, ohne Wer­bung, ohne Mikro­trans­ak­tio­nen und ohne Abo: Ein­fach kau­fen und spie­len. Dass so etwas im Jahr 2026 expli­zit als Fea­ture bewor­ben wer­den muss, sagt eini­ges über den Zustand des Mobi­le-Games-Mark­tes.

Die PC-Ver­si­on hat auf Steam bei über 7.000 Reviews eine Bewer­tung von 97 Pro­zent posi­tiv (Over­whel­mingly Posi­ti­ve), und die mobi­le Vari­an­te soll den kom­plet­ten Inhalt der PC- und Kon­so­len­ver­si­on mit­brin­gen. Man bestückt Rega­le mit Lyrik, Kri­mis, Pulp und gele­gent­li­chen Rari­tä­ten, emp­fiehlt Kund°Innen pas­sen­de Bücher, deko­riert den Laden mit Lich­ter­ket­ten und Pflan­zen und wird lang­sam Teil einer Klein­stadt mit eige­nen Geschich­ten. Kein Kampf, kei­ne Zeit­li­mits, kein Game Over, dazu hand­ge­zeich­ne­te Gra­fik und Kla­vier­mu­sik. Die Touch-Steue­rung wur­de laut Publisher Skys­tone Games spe­zi­ell für Ein­hand­be­die­nung ent­wi­ckelt. Eine kos­ten­lo­se Demo zum Test­spie­len gibt es eben­falls.

TINY BOOKSHOP ist außer­dem auf Steam, Nin­ten­do Switch, Play­Sta­ti­on 5 und Xbox Series X|S erhält­lich. Publisher Skys­tone Games wur­de übri­gens von David Bre­vik mit­ge­grün­det, den die Älte­ren unter uns als Schöp­fer von DIABLO ken­nen. Wer nach Dia­blo-arti­ger Fins­ter­nis sucht, ist bei TINY BOOKSHOP aller­dings falsch.

Quel­le: Pres­se­mit­tei­lung Skys­tone Games vom 1. Juli 2026

Polenta al Mango! MINIONS & MONSTERS

Poster Minions & Monsters - Monion in einem orangefarbenen Blob mit vielen Augen

MINIONS & MONSTERS – Deutsch­land­start 01.07.2026

Kann Spu­ren von Spoi­lern ent­hal­ten.
(Aber nicht wirk­lich. Einen Film in dem der­ma­ßen viel los ist, kann man nicht spoi­lern)

Die klei­nen gel­ben Anarcho-Wich­tel Mini­ons erfreu­en sich seit ihrem ers­ten Auf­tre­ten in DESPICCABLE ME gro­ßer Beliebt­heit. Das ist auch kein Wun­der, die unka­putt­ba­ren zitro­ni­gen Knub­bel sind ein­fach herz­er­fri­schend wit­zig in ihrer über­dreht-nai­ven Cha­os-Kla­mauk-Art.

In der Ver­gan­gen­heit hat­te sich aller­dings mei­ner Ansicht nach gezeigt, dass sie allein und mit ihren Spe­renz­chen nicht unbe­dingt in der Lage waren, eine Hand­lung zu tra­gen, da zu einem Film, den man über die gesam­te Lauf­zeit durch­hält, eben mehr gehört, als durch­ge­hen­de Come­dy-Chao­tik. Womit ich nicht sagen will, dass die Vor­gän­ger schlecht oder nicht lus­tig waren. Aber der hier ist bes­ser.

In MINIONS & MONSTERS schafft man einen Groß­teil dar­in, dem gan­zen noch wei­te­re Ebe­nen zu geben, dadurch, dass man es in der gol­de­nen Auf­bruchs­zeit Hol­ly­woods han­deln lässt, den 1920er Jah­ren.

Und das ist es dann auch, was Cine­as­ten beglückt.

EVE ONLINE: Fenris Creations stellt die Carbon Engine unter Open Source

Promografik Carbon Open Source - Logo Mit Tech-Hintergrund

Gera­de ges­tern erst habe ich über EVE: FRONTIER berich­tet, legen Fen­ris Crea­ti­ons (ehe­mals CCP Games, umbe­nannt im Mai 2026) heu­te nach: Die Car­bon Engi­ne, das tech­ni­sche Fun­da­ment hin­ter EVE ONLINE und EVE FRONTIER, ist ab sofort voll­stän­dig als Open Source auf Git­Hub ver­füg­bar. Über zwei Dut­zend Modu­le, ent­wi­ckelt und im Live­be­trieb getes­tet und ver­bes­sert über mehr als 20 Jah­re.

Car­bon ist kei­ne Engi­ne, die für den Lizenz­ver­kauf gebaut wur­de. Sie ent­stand aus der Not­wen­dig­keit her­aus, ein ein­zi­ges per­sis­ten­tes Uni­ver­sum am Lau­fen zu hal­ten, in dem sich regel­mä­ßig tau­sen­de Spieler°Innen gleich­zei­tig bekrie­gen. Die Phy­sik-Kom­po­nen­te Desti­ny (ja, der Name ist in einem Gam­ing-Kon­text etwas unglück­lich ;) ) steckt hin­ter dem Guin­ness-Welt­re­kord für die größ­te Mul­ti­play­er-PvP-Schlacht mit 8.825 gleich­zei­ti­gen Teilnehmer°Innen. Tri­ni­ty, die Gra­fik­kom­po­nen­te, ist für die Optik ver­ant­wort­lich, die EVE ONLINE seit Jah­ren unver­wech­sel­bar macht. Dazu kom­men Modu­le für Netz­werk, Audio, UI, Scrip­ting, Res­sour­cen­ver­wal­tung und Sche­du­ling.

Wer sich jetzt fragt, war­um ein Stu­dio sei­ne kom­plet­te Engi­ne-Tech­no­lo­gie ver­schenkt: Das dürf­te direkt mit EVE FRONTIER zusam­men­hän­gen. Fen­ris posi­tio­nie­ren das Spiel als offe­ne, mod­ba­re Platt­form, bei der Spieler°Innen ser­ver­sei­tig eige­ne Sys­te­me bau­en kön­nen. Eine offe­ne Engi­ne passt da ins Bild, weil sie Entwickler°Innen und Modder°Innen erlaubt, den Unter­bau zu ver­ste­hen, auf dem sie arbei­ten. Ben Hun­ter, Seni­or Deve­lo­p­ment Direc­tor bei Fen­ris, for­mu­liert das in der Pres­se­mit­tei­lung so: Man wol­le die Grund­la­ge sicht­bar, ver­ständ­lich und nutz­bar machen, weil die nächs­te Gene­ra­ti­on per­sis­ten­ter Wel­ten davon pro­fi­tie­re, wenn mehr Leu­te die Tech­no­lo­gie dar­un­ter stu­die­ren, hin­ter­fra­gen und dar­auf auf­bau­en kön­nen.

EVE ONLINE hat seit über 23 Jah­ren eine Com­mu­ni­ty, die Third-Par­ty-Tools, öffent­li­che APIs, Wirt­schafts­ana­ly­sen und Alli­anz-Logis­tik um das Spiel her­um auf­ge­baut hat. Mit Car­bon als Open Source gilt das jetzt auch für das tech­ni­sche Fun­da­ment selbst. Ob das außer­halb des EVE-Öko­sys­tems jeman­den inter­es­siert, wird sich zei­gen. Eine Engi­ne, die für genau einen sehr spe­zi­fi­schen Zweck opti­miert wur­de (per­sis­ten­te Wel­ten im Groß­maß­stab), ist nicht unbe­dingt das, wonach Indie-Entwickler°Innen als ers­tes grei­fen. Aber für alle, die genau das bau­en wol­len, gibt es jetzt eine kos­ten­lo­se, kampf­erprob­te Opti­on.

Die Repo­si­to­ries ste­hen unter git​hub​.com/​c​a​r​b​o​n​e​n​g​ine bereit. Die Lizenz ist MIT.

Quel­le: Pres­se­mit­tei­lung Fen­ris Crea­ti­ons vom 1. Juli 2026

DRAGONLANCE kehrt zurück: Weis, Hickman und Manganiello bei Wizards Of The Coast

Dan Ayoub mit Margaret Weis, Tracy Hickman, Laura Hickman und Joe Manganiello

Wer in den 1980ern ADVANCED DUNGEONS & DRAGONS gespielt hat, für den war DRAGONLANCE ver­mut­lich eines der prä­gen­den Erleb­nis­se: die Welt Krynn, die Dra­chen­lan­ze, Rais­t­lin, Tanis, Tas­s­le­hoff (ich hab das damals auch gespielt). Die ori­gi­na­le CHRO­NIC­LES-Tri­lo­gie von Mar­ga­ret Weis und Tra­cy Hick­man ver­kauf­te sich über 35 Mil­lio­nen Mal und mach­te das Set­ting zu einem der belieb­tes­ten in der gesam­ten D&D‑Geschichte. In den letz­ten Jah­ren war es aller­dings still gewor­den um Krynn, zumin­dest was offi­zi­el­le D&D‑Produkte anging. Doch das ändert sich gera­de.

Dan Ayoub, seit Juli 2025 neu­er Chef der D&D‑Franchise beim Rech­te­inha­ber Wizards of the Coast, hat im Okto­ber 2025 auf X ein Foto geteilt, das ihn zusam­men mit Weis, Tra­cy Hick­man, des­sen Frau Lau­ra Hick­man und Schau­spie­ler Joe Man­gani­ello im WotC-Haupt­quar­tier in Ren­ton, Washing­ton zeigt. Ayoubs Kom­men­tar:

When I took over D&D, I had some very spe­ci­fic folks I wan­ted to bring back to The Table. Today, I had the honor of wel­co­ming the­se folks back home. Ama­zing things ahead

Man­gani­ello pos­te­te das glei­che Bild auf Insta­gram mit »WE’RE BACK«, Tra­cy Hick­man schrieb auf Face­book: »Some­thing is coming…« Was genau, wur­de nicht ver­ra­ten. Man­gani­ello trug auf dem Foto wenig sub­til ein DRA­GON­LAN­CE-T-Shirt.

Die Bezie­hung zwi­schen den DRA­GON­LAN­CE-Schöp­fern und WotC war zuletzt alles ande­re als har­mo­nisch. 2020 ver­klag­ten Weis und Hick­man Wizards, nach­dem eine ver­trag­lich ver­ein­bar­te Roman­tri­lo­gie ein­sei­tig gestoppt wor­den war. Die Kla­ge wur­de spä­ter ohne Urteil zurück­ge­zo­gen. Man­gani­ello, beken­nen­der DRA­GON­LAN­CE-Fan und im TTRPG-Umfeld bekannt durch sei­nen D&D‑Charakter Ark­han der Grau­sa­me (unter ande­rem bei CRITICAL ROLE), arbei­te­te par­al­lel an einer Live-Action-DRA­GON­LAN­CE-Serie, bestä­tig­te aber im Febru­ar 2024, dass WotC kein Inter­es­se an dem Pro­jekt hat­te. Er ver­such­te sogar, die DRA­GON­LAN­CE-Rech­te zu kau­fen, wur­de aller­dings abge­wie­sen. Dass jetzt alle gemein­sam am WotC-Haupt­quar­tier ste­hen, dürf­te am Füh­rungs­wech­sel lie­gen: Ayoub über­nahm, nach­dem Crea­ti­ve Direc­tor Chris Per­kins und Game Direc­tor Jere­my Craw­ford zu Dar­ring­ton Press (CRITICAL ROLE) gewech­selt waren; die bei­den hat­ten in den ver­gan­ge­nen Jah­ren eini­ge äußerst frag­wür­di­ge Ent­schei­dun­gen bei WotC getrof­fen.

Bereits auf der Gen­Con 2024 hat­ten Weis und Hick­man die Roman­tri­lo­gie DRAGONLANCE LEGACIES ange­kün­digt. Der ers­te Band, WAR WIZARD, erzählt die Geschich­te des Magi­ers Magi­us und des Rit­ters von Sol­am­nia Huma Dra­chen­tö­ter und erscheint am 4. August 2026 bei Ran­dom House Worlds (352 Sei­ten, Hard­co­ver). Auf die Fra­ge, ob die Hand­lung mit Richard A. Knaaks THE LEGEND OF HUMA kol­li­die­re, ant­wor­te­te Weis: »This is our sto­ry«. Auf die Fra­ge nach Has­bros Betei­li­gung ver­wies sie ledig­lich auf Ran­dom House Worlds als Ver­lag.

Die Roman­tri­lo­gie war zum Zeit­punkt des WotC-Tref­fens aller­dings bereits ange­kün­digt, das Foto muss also auf etwas dar­über hin­aus hin­deu­ten. Die Spe­ku­la­tio­nen rei­chen von einer Wie­der­be­le­bung der TV-Serie über ein neu­es Quel­len­buch bis hin zu einem Com­pu­ter­spiel. Für ein Quel­len­buch spricht, dass das letz­te D&D‑Produkt für Krynn, DRAGONLANCE: SHADOW OF THE DRAGON QUEEN (2022), laut Poly­gon gera­de ein­mal 20 Sei­ten Set­ting­in­for­ma­tio­nen ent­hielt. Laut Weis soll es im August 2026 Neu­ig­kei­ten geben, pas­send zum Erschei­nungs­ter­min von WAR WIZARD.

Erfah­rungs­ge­mäß tun Stu­di­os aller­dings nichts lie­ber, als Pro­jek­te zu beer­di­gen, ins­be­son­de­re WoTC hat in der Hin­sicht einen schlech­ten Ruf, aber die Zei­chen schei­nen dies­mal gut zu ste­hen; man darf also gespannt sein, was dar­aus wird.

Bild: Dan Ayoub auf X

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