Ich weiß, die Berichte über Rekorde im Zusammenhang mit Camerons Blockbuster nutzen sich langsam ein wenig ab und ich gelobe Besserung. Dennoch wollte ich es mir nicht mehmen lassen, darauf hinzuweisen, dass in den USA seit dem Erstverkaufstag von AVATAR auf Silberscheibe am letzten Donnerstag mehr als 6,7 Millionen Exemplare abgesetzt wurden; 2,7 Millionen davon waren Blu-Rays – damit ist das die bestverkaufte Blu-Ray aller Zeiten (was noch nicht viel bedeutet, denn so lange gibt es das Medium noch nicht).
Der bislang bestverkaufte Film auf Silberscheibe war DARK KNIGHT, der brachte es am Erstverkaufstag auf 2.7 Millionen Einheiten, AVATAR schaffte in diesem Zeitraum 3.2 Millionen.
Der bisheriger Verkaufserlös der AVATAR-Silberlinge beläuft sich auf 130 Millionen Dollar.
Das zeigt zweierlei: zum einen werden erfolgreiche und gut gemachte Filme offenbar auch gekauft. Zum anderen fragt man sich, ob noch nicht durchgesickert ist, dass der Film in einer erweiterten Fassung im August nochmals in die Kinos kommt, oder ob das den Kunden egal ist? Aber ich hab gut reden, ich habe ihn mir ja auch sofort bestellt, denn das Amazon-Angebot war mit EUR 7,89 für die DVD herausfordernd gut…
Kinoplakat AVATAR Copyright 2009 20th Century Fox
Ja, ich weiß, ich bin zwei Tage zu spät, denn Du wurdest bereits am 24. April 1990 in den Orbit geschossen. Sorry. Aber Du musst zugeben, dass Du nicht ganz leicht zu erreichen bist. Nicht nur treibst Du Dich in 600 km Höhe im Erdorbit herum, nein, Du musst auch noch mit ungefähr 28ooo Kilometern pro Stunde um die Erde rasen. Ist das nicht ein wenig schnell, wenn man über elf Tonnen wiegt? Das macht es jedenfalls nicht ganz leicht, die Grüße persönlich zu überbringen. Deswegen habe ich das auch aufgegeben und schreibe lieber diesen Blogeintrag.
Du hattest es ja auch nicht immer ganz leicht. Ich meinen Deinen Sehfehler, ja ich weiß, dass Du darüber nicht gern sprichst. Das war aber auch Pech, dass Dein Spiegel falsch geschliffen war. Aber mach Dir keine Sorgen, ich sehe auch schlecht und meine Brille musste ich selbst bezahlen, da hattest Du noch richtig Glück. Andere NASA-Kinder hatten da mehr Pech, wenn ich daran denke, dass Sonden einschlagen und zerschellen statt landen, weil man den Unterschied zwischen Zoll und Zentimetern nicht kennt… Aber egal!
Seitdem Du die Brille verpasst bekommen hast bist Du ein stetiger Quell der Freude und versorgst uns mit spektakulären Bildern aus unendlichen Weiten, die Wissenschaftler ebenso ekstatisch werden lassen wie SF-Fans. Mach weiter so, Hubble! Glückwunsch!
Im Februar berichtete ich über den preisgekrönten Steampunk-Kurzfilm THE ANACHRONISM und stellte einen Trailer vor. Nun kann man sich das gesamte Werk online ansehen. Dankenswerterweise kann ich es hier einbetten, ich würde aber dringend vorschlagen, dass man sich die HD-Version ansieht!
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Es gibt wieder mal einen neuen Trailer zu M. Night Shyamalans THE LAST AIRBENDER – und man muss nach wie vor neidlos zugeben, dass das sehr gut aussieht. Leider wird ja auch dieser Film mit der nachträglichen Konvertierung zu 3D verhunzt, deswegen vielleicht lieber doch nur in 2D ansehen…
Kinostart im Deutschland ist am 19. August 2010, die Amerikaner bekommen ihn bereits am 2. Juli zu sehen – Neid!
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Summit Entertainment stellt einen Trailer für den dritten Teil der TWILIGHT-Saga mit dem Titel ECLIPSE (deutsch: BIS(S) ZUM ABENDROT) zur Verfügung.
Regie führt David Slade (30 DAYS OF NIGHT), es spielen Kristen Stewart, Robert Pattinson, Taylor Lautner, Bryce Dallas Howard, Ashley Greene, Billy Burke, Peter Facinelli, Elizabeth Reaser, Nikki Reed, Kellan Lutz, Jackson Rathbone und Dakota Fanning nach einem Drehbuch von Melissa Rosenberg.
Internationaler Kinostart ist am 30 Juni 2010.
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YouTube, Hitler und Ubisoft – die hatten wir kürzlich hier im Gespräch, weil Rechteinhaber (und/oder arrogante Wichtigtuer) von YouTube verlangt haben, Clips offline zu nehmen. Prominenteste aktuelle Beispiele waren die Hitler-Parodien aus DER UNTERGANG oder DarkSidePhyls Spiele-Walkthroughs.
Google hat jetzt reagiert und weist deutlicher als bisher darauf hin, dass man bei einem angeblichen Copyright-Verstoß als Gegenmaßnahme den »fair use«-Button betätigen kann – damit geht das beanstandete Video sofort wieder online.
»Fair use« ist nun eine US-amerikanische Rechtsform, die bei uns so leider keine Gültigkeit hat. Dennoch ist das ein guter Ansatz, denn es reicht nicht mehr, wenn ein US-Rechteinhaber einfach mal eine angebliche Urheberrechtsverletzung als solche bei Google moniert – klickt der Benutzer auf den »fair use«-Button, nachdem der Clip offline ging, geht der wieder online, und muss der Beschwerdeführer ab sofort vor Gericht, um seine Behauptungen zu beweisen und durchzusetzen.
Das ist ein ziemlich schlauer Plan von Google, den zum einen werden sich die meisten YouTube-Nutzer (die mit Hirn) genau überlegen, was sie tun, zum anderen werden die Jungs von der Copyright-Mafia sich überlegen, ob sie vor Gericht gehen und damit Präzedenzfälle provozieren wollen – denn in vielen Fällen ist es fraglich ob sie mit ihren Behauptungen und Forderungen durchkommen würden.
Ich hatte hier bereits über Sean O´Connells Roman und Hörbuch »Tír na nÓg« berichtet. Sean hatte auf seinem Blog »Wortwellen« immer wieder mal kleine Schnipsel zu dem Roman bereit gestellt und gab nun dort auch eine Zusammenfassung heraus. Ich hielt es für eine gute Idee, diesen Überblick auch hier nochmal zu veröffentlichen und bedanke mich ausdrücklich für die freundliche Erlaubnis, dies tun zu dürfen.
Im Folgenden also nochmal eine elaborierte Zusammenfassung und Übersicht zu einem Roman, der sich inhaltlich wohltuend vom Fantasy-Einheitsbrei abhebt und sich erfrischender Weise nicht um Genregrenzen schert.
Als Hörbuch erscheint »Tír na nÓg« leider aufgrund einer Terminverschiebung erst im Juli (statt wie ursprünglich geplant im Mai) im Action-Verlag, zum Erscheinungtermin der Druckausgabe werde ich die PhantaNews-Leser selbstverständlich auf dem Laufenden halten.
Beim Lesen bitte nicht über Wiederholungen wundern, sondern daran denken, dass es sich hier um einzelne Blogeinträge handelt, die der Übersicht wegen zusammen gefasst wurden.
Auf YouTube gab es einen Channel von DarkSydePhil. Darin hat der passionierte Spieler über die letzten Jahre ca. 7000 (!) Videos online gestellt, die Komplettlösungen von Computerspielen gezeigt hatten. DarkSydePhil hatte gecaptured, wie er sich durch angesagte Spiele arbeitet und dies mit – zum Teil bissigen – Kommentaren versehen; er hatte Kultstatus und das bescherte etlichen seiner Clips fünfstellige Zugriffszahlen.
Jetzt ist der Kanal weg. Unerwartet und ohne jegliche Vorankündigung oder Warnung wurde er seitens YouTube entfernt, ein Zugriff über Login/Paßwort ist nicht mehr möglich.
Phil vermutet, dass dies mit einem Video zu Ubisofts SPLINTER CELL CONVICTION zusammen hängt und der Publisher YouTube (aka Google) wegen eines angeblichen Urheberrechtsverstoßes aufgefordert hat, den Channel offline zu nehmen (Update: inzwischen ist es eine Gewissheit). Da fragt man sich natürlich: Warum ist ein Walkthrough zwingend eine Urheberrechtsverletzung und weswegen wird gleich der gesamte Channel des Nutzers entfernt statt ausschließlich das inkriminierte Video? <satire>Und was haben die bei Ubisoft für Drogen genommen?</satire>
In einem Video-Statement findet DarkSydePhil dann auch sehr deutliche Worte in Richtung YouTube:
»They don’t give a fuck about anyone who uses their website. All they care about is making money.« (das hätte man aber vorher wissen können… :o)
Hier das erste Video (natürlich auch auf auf YouTube, via gamecrashers.net), die anderen finden sich auf gamecrashers.net und man sollte sie sich mal ansehen, insbesondere dasjenige, in dem er über das Thema Urheberrechtsfragen bei Spielevideos spricht.
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Die Konsequenz ist einfach: Kauft keine Spiele von Ubisoft. Sie wollen euch zwingen zum Benutzen von Offline-Spielen online sein zu müssen und sie verhalten sich gegenüber der Spielergemeinde wie despotische [wegen potentieller Beleidigung selbstzensiert].
Ein weiteres Thema, das einen Reboot bekommen soll ist THE CROW. Ein Projekt ist seit einiger Zeit in Arbeit, jetzt erklärte der Regisseur und Verfasser des Drehbuchs Stephen Norrington, dass man eventuell in Detroit drehen wird.
Hintergrund hierfür ist, dass die originalen Comics ebenfalls in der Motor-Stadt spielten, und man deswegen darüber nachdenkt »on location« zu drehen. Zudem gäbe es steuerliche Vorteile, wenn man die Dreharbeiten in Michigan durchführen würde.
Der Erfinder von THE CROW, James O´Barr, stammt aus Detroit und hatte die Stadt als Setting für seine Comics gewählt, wohl nicht zuletzt wegen des heruntergekommenen Images der Stadt, deren Bewohner als liebgewonnene Tradition alljährlich zur »Devil’s Night« auch gern mal leerstehende Häuser abfackeln.
Laut Norrington ist man sich aber noch nicht ganz sicher, denn möglicherweise wäre eine Produktion in Montréal – wie ursprünglich geplant – mit deutlich weniger finanziellem und logistischem Aufwand zu ermöglichen. Der Regisseur sagte weiterhin, dass die Reaktion der Geldgeber auf seinen ersten Drehbuchentwurf »sensationell« war und er sich nun an eine Endbearbeitung machen möchte, wenn er Zeit dafür findet.
Bild: Kinoplakat THE CROW (1994), Copyright Miramax, DVD erhältlich z. B. bei Amazon
Das seit den achtziger Jahren laufende Slasher-Duell zwischen Freddie Krueger (A NIGHTMARE ON ELM STREET) und Jason Vorhees (FRIDAY THE 13TH) konnte offenbar der mit dem gestreiften Rollkragenpullover für sich entscheiden:
2009 realisierte Platinum Dunes für New Line und Paramount ein Remake des Klassikers FRIDAY THE 13TH, Regie führte Marcus Nispel, in der Rolle des Jason war der Stuntman und Schauspieler Derek Mears zu sehen. Danach meldeten verschiedene Quellen, dass es eine Fortsetzung geben werde – dem ist offenbar aber nicht so: Platinum Dunes-Produzent Brad Fuller antwortete soeben auf eine entsprechende Frage: »Das (Projekt) ist tot – wird nicht passieren.«
Diese Aussage kommt zwei Wochen vor dem Termin, an dem Platinum Dunes und New Line ihre neue Sicht auf Freddie Krueger vorstellen, der in dieser Inkarnation von Jackie Earle Haley gespielt wird.
Die Produktion der 2009er-Variante von Jason Vorhees kostete 19 Millionen Dollar und spielte an den Kinokassen seit seiner Première im vorletzten Februar weltweit insgesamt 91 Millionen Bucks ein. Eigentlich also ein ganz guter Schnitt, aber für die Blockbuster-verwöhnten Jungs von Platinum Dunes wahrscheinlich Peanuts.
Bild: DVD-Cover FREITAG DER 13. 2009 – Copyright
Paramount Home Entertainment 2009, erhältlich beispielsweise bei Amazon
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