Medien

Daniel Radcliffe in WOMAN IN BLACK

Die Tage in der Robe des Nach­wuchs­zau­be­rers und Aus­er­wähl­ten HARRY POTTER sind für Dani­el Rad­clif­fe offen­sicht­lich vor­bei, des­we­gen kann er sich in ande­ren Film­pro­jek­ten umtun. Er bleibt aller­dings auch bei sei­nem aktu­el­len Pro­jekt WOMAN IN BLACK beim Über­na­tür­li­chen.

Ihm zur Sei­te ste­hen Ciarán Hinds (ROME), der gera­de erst eine Rol­le in DEATHLY HALLOWS als Dum­ble­do­res Bru­der gespielt hat, und Janet McTeer, das Dreh­buch basiert auf dem gleich­na­mi­gen Roman von Sus­an Hill (Erst­aus­ga­be 1983) sowie dem Thea­ter­stück und wur­de ver­fasst von Jane Gold­man (KICK ASS), Regie führt James Wat­kins (EDEN LAKE). Der Stoff wur­de in Eng­land im Jahr 1989 bereits als Fern­seh­film umge­setzt.

Rad­clif­fe spielt den jun­gen bri­ti­schen Anwalt Arthur Kipps, der in der vik­to­ria­ni­schen Zeit den Auf­trag erhält, in eine abge­le­ge­ne Gegend Eng­lands zu rei­sen, um sich dort um den letz­ten Wil­len eines kürz­lich ver­stor­be­nen Kun­den zu küm­mern. Wäh­rend er allein in einem uralten und iso­lier­ten Haus arbei­tet, beginnt er tra­gi­sche Geheim­nis­se zu ent­de­cken. Sein Unbe­ha­gen wächst, als er fest­stellt, dass das gesam­te Dorf vom rach­süch­ti­gen Geist einer ver­schmäh­ten Frau als Gei­seln genom­men wur­de. Hinds wird einen Land­be­sit­zer dar­stel­len, der dem Anwalt hilft, wäh­rend der ver­sucht, das vik­to­ria­ni­sche Rät­sel zu lösen; McTeer spielt die Frau die­ses Land­be­sit­zers.

Vik­to­ria­ni­scher Gru­sel, in Groß­bri­tan­ni­en pro­du­ziert, hört sich nach Pflicht­pro­gramm an. Bleibt nur die Fra­ge, ob das in Deutsch­land über­haupt eine Kino­lein­wand sehen wird…

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Bild: Dani­el Rad­clif­fe 2007, aus der Wiki­pe­dia

NEMEXIA: SF-Spiel im Browser

NEMEXIA ist ein (in der Basis­ver­si­on) kos­ten­lo­ses Sci­ence Fic­tion-Spiel, das online im Brow­ser läuft, gehört also zur der­zeit boo­men­den Gat­tung der Brow­ser­games. Prin­zi­pi­ell han­delt es sich um ein Auf­bau- und Erobe­rungs­spiel mit klas­si­schem Set­ting.

Für den Spie­ler ste­hen drei Ras­sen zur Aus­wahl, aus denen man sich eine favo­ri­sier­te aus­su­chen kann, näm­lich die Kon­fö­de­ra­ti­on (das sind die Men­schen), die Ter­teth und die Nox, die sich in der Spiel­wei­se unter­schei­den. Die Men­schen bei­spiels­wei­se bau­en die kampf­stärks­ten Raum­schif­fe, die Ter­teth sind intel­li­gen­te Robo­ter, die sich aus der Skla­ve­rei der Mensch­heit befreit haben, sie sind von ihren Fähig­kei­ten her aus­ge­gli­chen. Und zuletzt sind da noch die Nox, die einen quan­ti­ta­ti­ven Vor­teil haben, also schnel­ler und mehr bau­en kön­nen.

Die eige­nen Pla­ne­ten sind in drei Zonen auf­ge­teilt, die unter­schied­lich Auf­ga­ben über­neh­men: in der Res­sour­cen­zo­ne wer­den not­wen­di­ge Grund­stof­fe wie Metal­le abge­baut, aber auch Ener­gie erzeugt. In der Indus­trie­zo­ne wird pro­du­ziert und gela­gert, mit den hier vor­han­de­nen Gütern kann man auch in den galak­ti­schen Han­del ein­stei­gen. In der Mili­tär­zo­ne schließ­lich kann man sei­ne Flot­te pro­du­zie­ren, aber auch For­schung betrei­ben.

Spiel­zie­le sind wie üblich das Res­sour­cen­ma­nage­ment und die Expan­si­on, indem man mit erschaf­fe­nen Flot­ten unbe­wohn­te Pla­ne­ten oder die von Mit­spie­lern erobert. Zudem ist der Anschluss an eine Alli­anz wich­tig, da eine sol­che im Spiel wich­ti­ge Unter­stüt­zung lie­fern kann; mög­lich sind als Fea­ture, das ähn­li­che Spiel­ver­tre­ter nicht bie­ten kön­nen soge­nann­te Team­pla­ne­ten, die man gemein­sam besie­delt und auf denen man dann von den Boni der ande­ren Spie­ler pro­fi­tie­ren kann.

NEMEXIA

ist grund­sätz­lich kos­ten­los, wie beim Geschäfts­mo­dell Brow­ser­game üblich kann man gegen Bezah­lung Pre­mi­um­in­hal­te erwer­ben.

Screen­shots Web­sei­te und Spiel Copy­right mad​moo​.com

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Natalie Portman in GRAVITY?

Knapp über eine Deka­de nach­dem sie als Mut­ter von Luke und Leia besetzt wur­de, mel­det der Hol­ly­wood Repor­ter, dass Nata­lie Port­man sich viel­leicht wie­der ein­mal im Welt­raum umtun wird. Nach­dem ihr Thril­ler BLACK SWAN in der letz­ten Woche in Vene­dig von der Kri­tik Lob ein­heims­te, trat War­ner Bros. an sie her­an, um ihr die Haupt­rol­le in Alfon­so Cuaróns SF-Geschich­te GRAVITY anzu­bie­ten.

Bereits seit Mona­ten sucht man nach einer geeig­ne­ten (und wil­li­gen) Schau­spie­le­rin, um die­se Haupt­rol­le in der epi­schen 3D-Sur­vi­val-Sto­ry zu beset­zen, erst kürz­lich sag­te Ange­li­na Jolie dan­kend ab. Nata­lie Port­man wür­de zum bereits besetz­ten Robert Dow­ney jr. sto­ßen. Das Dreh­buch stammt von Alfon­so und Jonas Cuarón, die Dreh­ar­bei­ten sol­len Ende Janu­ar 2011 in Groß­bri­tan­ni­en begin­nen, das Pro­jekt hat ein Bud­get von 80 Mil­lio­nen Dol­lar.

Kon­zept: Die Geschich­te dreht sich um eine Frau, die auf einer Raum­sta­ti­on stran­det, nach­dem Satel­li­ten­trüm­mer die­se tref­fen und den Rest der Besat­zung töten. Robert Dow­ney hat zwar eben­falls eine wich­ti­ge Rol­le, aller­dings liegt der Fokus des Plots auf dem weib­li­chen Haupt­cha­rak­ter, der völ­lig auf sich allein gestellt über­le­ben muss.

Bild: Nata­lie Port­man 2009 auf dem Toron­to Inter­na­tio­nal Film Fes­ti­val, aus der Wiki­pe­dia, von gdc­gra­phics

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STAR TREK ONLINE – wöchentliche Episode 2 – OUT IN THE COLD

Nach der ers­ten »weekly mis­si­on« dach­te ich in der letz­ten Woche »das kann nur bes­ser wer­den«. Ich hät­te mich kaum mehr täu­schen kön­nen.

Of­fen­bar wer­den die wö­chent­li­chen Mis­si­on in Staf­feln zu­sam­men­ge­fasst, das be­deu­tet, immer eine ge­wis­se Zahl davon in Ab­fol­ge hat ein ge­mein­sa­mes Über­the­ma. In die­sem Fall haben alle mit den De­fe­ri und ins­be­son­de­re den Breen zu tun, denn der Name der ers­ten »Staf­fel« lau­tet »SE­RIES 1: THE BREEN«. Es ist wei­ter­hin ab­zu­se­hen, dass alle wö­chent­li­chen Epi­so­den der ers­ten Staf­fel das Wort »cold« in ihrem Titel haben (nach COLD CALL und OUT IN THE COLD wer­den noch COLD COM­FORT, COLD CASE und COLD STO­R­A­GE fol­gen). Über­aus krea­tiv – und über­aus ba­na­ne, denn der­glei­chen gab es in den Se­ri­en, auf die man sich mit die­sen wö­chent­li­chen Epi­so­den ja ex­pli­zit be­zieht, nicht.

Gab es bei der ers­ten Epi­so­de neben dem Ge­pha­ser we­nigs­tens noch An­sät­ze von Hin­ter­grund und Sto­ry, lässt man das bei OUT IN THE COLD lie­ber mal gleich ge­pflegt weg und kommt so­fort und ohne Um­schwei­fe zu dem, was die Ent­wick­ler bei STO am bes­ten (man könn­te auch sagen: na­he­zu aus­schließ­lich) be­herr­schen: hoh­le Bal­ler­mis­sio­nen.

Gut, dass mein Ava­tar Cap­tain Lydia van Dijk (Ähn­lich­kei­ten mit einer Ad­mi­ra­lin oder Ge­ne­ra­lin der »Schnel­len Raum­ver­bän­de« sind selbst­ver­ständ­lich rei­ner Zu­fall!) immer noch ihre »Mir­ror-Uni­ver­se«-Uni­form trägt, denn ir­gend­wie be­schleicht mich mehr und mehr das Ge­fühl, dass die­ses Spiel tat­säch­lich in einer sol­chen al­ter­na­ti­ven ge­walt­tä­ti­gen Rea­li­tät spielt und nicht in der von »Clas­sic STAR TREK«. An­ders kann man sich ei­gent­lich nicht er­klä­ren, dass so ziem­lich jedes Pro­blem aus­schließ­lich mit Waf­fen­ge­walt ge­löst wer­den muss, sei es im All oder auf Pla­ne­te­n­ober­flä­chen.

Wei­ter­le­sen

Neu bei Pegasus: KINGS & THINGS

Im Sep­tem­ber erscheint bei Pega­sus die deut­sche Ver­si­on eines der größ­ten Fan­ta­sy-Brett­spiel­klas­si­ker abseits des Main­streams in zwei­ter Auf­la­ge: KINGS & THINGS. Für die­se zwei­te Auf­la­ge wur­den das Spiel­ma­te­ri­al und die Optik über­ar­bei­tet. Pega­sus schreibt zum Spiel:

Das magi­sche Land Kad­ab – gebeu­telt von unfä­hi­gen Hexen­meis­tern, die aus Ver­se­hen die Land­schaft in ewi­ge Unru­he brach­ten – sucht einen wür­di­gen Thron­er­ben, der das Land mit star­ker Hand regiert. Und das könn­test DU sein.

Dei­ne Auf­ga­be als nied­ri­ger Land­ad­li­ger besteht dar­in, dei­ne Baro­nie zu ver­grö­ßern und über 200 ver­schie­de­ne Bewoh­ner des Lan­des dazu zu brin­gen, für dei­ne Sache zu kämp­fen. Dabei darfst du dich nicht wun­dern, wenn dei­ne Armee aus Elfen, Goblins, Zwer­gen, Dra­chen, Flug­eich­hörn­chen, Dino­sau­ri­ern, Mör­der­pin­gui­nen, Büf­feln, Eski­mos, Ske­let­ten, Bären, Rit­tern und vie­len ande­ren Wesen besteht, die alle ihre beson­de­ren Fähig­kei­ten haben. Neben Füh­rungs­qua­li­tä­ten soll­test du auch über die nöti­gen Bestechungs­küns­te ver­fü­gen und eben­so im Umgang mit magi­schen Gegen­stän­den geübt sein.

Wenn du dann auch noch genü­gend Gold anhäufst, um das wah­re Zei­chen der Macht, eine Zita­del­le, zu bau­en, bist du end­lich der neue Herr­scher Kababs! Nur zu dumm, dass bis zu drei wei­te­re Ade­li­ge auf die­sel­be Idee gekom­men sind und dir dei­nen wah­ren Anspruch auf den Thron strei­tig machen wol­len. Lächer­lich!

KINGS & THINGS – ein tak­ti­sches Fan­ta­sy­spiel mit stark humo­ris­ti­schen Ein­la­gen – wur­de in den frü­hen 80er Jah­ren von Tom Wham ent­wi­ckelt und erschien erst­ma­lig unter dem Namen KING OF THE TABLETOP als Bei­la­ge der Zeit­schrift DRAGON. West End Games ver­öf­fent­lich­te 1986 die ers­te Ver­si­on als eigen­stän­di­ges Brett­spiel, zeit­gleich brach­te Games Work­shop eine euro­päi­sche Lizenz her­aus. Die ers­te deutsch­spra­chi­ge Fas­sung erschien 1997 bei Pega­sus.

Die zwei­te deut­sche Auf­la­ge ist über den Pega­sus-Shop zum Preis von EUR 39,95 erhält­lich, auch Spiele­lä­den soll­ten es beschaf­fen kön­nen; bei Ama­zon ist es bis­lang noch nicht gelis­tet.

Cover­ab­bil­dung Copy­right 2010 Pega­sus Spie­le Ver­lag

PARANORMAL ACTIVITY-Team macht RIVER

Dream­works TV und ABC Stu­di­os tun sich laut dem Hol­ly­wood Repor­ter mit den Erfin­dern von PARANORMAL ACTIVITY zusam­men, um ein neu­es Fern­seh­kon­zept namens THE RIVER zu rea­li­sie­ren. Es heißt, dass der Dreh­buch­au­tor und Regis­seur des ers­ten Teils, Oren Peli, zusam­men mit dem Skript­schrei­ber des zwei­ten Teils, Emmy-Gewin­ner Micha­el R. Per­ry, das Kon­zept für die neue Serie erson­nen hat, die den Stil des Hor­ror-Hits auf den Fern­seh­schirm brin­gen soll.

Dream­works ist offen­bar kurz vor dem Abschluß eines Ver­trags für einen Pilot­film mit ABC, die offen­bar sehr agres­siv für das Pro­jekt gebo­ten und dabei NBC aus dem Ren­nen gekickt haben. Die­ser Ver­trag beinhal­tet sogar eine Kon­ven­tio­nal­stra­fe für den Fall, dass der Pilot­film dann doch nicht pro­du­ziert wer­den soll­te.

Kon­zept: Die Geschich­te beinhal­tet eine Suche nach einer Per­son, die irgend­wo im Gebiet des Ama­zo­nas ver­schwun­den ist und stützt sich sti­lis­tisch auf Hand­ka­me­ra-Auf­nah­men wie sie schon bei BLAIR WITCH, CLOVERFIELD und natür­lich PARANORMAL ACTIVITY ein­ge­setzt wur­den. Offen­bar ent­hält der Plot über­na­tür­li­che Ele­men­te.

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Bild: Oren Peli 2010, von fcorn aus der Wiki­pe­dia, CC-Lizenz

STAR TREK ONLINE – erste wöchentliche Episode COLD CALL

Ich habe vor Kur­zem die ers­te der neu­en wöchent­li­chen Epi­so­den für STAR TREK ONLINE gespielt. Die­se »weekly epi­so­des« wur­den im Zusam­men­hang mit dem SEASON 2‑Update ange­kün­digt, das vor Kur­zem auf dem Pro­duk­tiv-Ser­ver live ging. Cryp­tic möch­te damit dem Kri­tik­punkt abhel­fen, es gäbe zu wenig Con­tent – ab sofort soll es jede Woche eine neue Mis­si­on geben, in Anleh­nung der wöchent­li­chen Epi­so­den an die STAR TREK-Fern­seh­se­ri­en.

Die ers­te die­ser Mis­sio­nen heißt COLD CALL und führt den Spie­ler in einen noch neu­en Raum­sek­tor (pas­siert in die­sem Spiel des Öfte­ren: »Huch, Lieu­ten­ant Wer­ner­sen, kiek mol, da ischa´n neu­er Sek­tor… Lech den mol op´n Sen­sor!«). Dort fin­det sich die eben­so neue Ras­se der Defe­ri, die vor­sich­ti­gen und freund­schaft­li­chen Kon­takt mit der Föde­ra­ti­on auf­ge­nom­men hat, aber auch den Klin­go­nen gegen­über posi­tiv ein­ge­stellt ist, da die­se in der Ver­gan­gen­heit mal gegen Über­grif­fe von ande­ren Ali­ens gehol­fen haben. Ja, so sind sie, die gut­her­zi­gen Bat´leth-Schwinger vom Pla­ne­ten Qo’noS.
Sobald man in den Defe­ri-Raum­sek­tor ein­warpt, wird einem die Mis­si­on ange­bo­ten, nimmt man sie an, wird man auf­ge­for­dert, das Hei­mat­sys­tem anzu­flie­gen. Dort muss man ein Defe­ri-Schiff zum Hei­mat­plan­ten eskor­tie­ren, zwi­schen­durch erscheint kurz ein unbe­kann­ter Raum­er auf den Sen­so­ren, auch das Scan­nen der Warps­i­gna­tur bringt einen aller­dings nicht wei­ter (was haben mei­ne Brü­cken­of­fi­zie­re auf der Aka­de­mie eigent­lich gemacht? Fizz­bin gespielt?). Am Pla­ne­ten ange­kom­men flugs her­un­ter gebeamt und mit einem Diplo­ma­ten getrof­fen (gut, dass ich noch vor­her die Mir­ror-Uni­ver­se-Uni­form über­ge­streift habe…), der einem ein wenig über die Kul­tur und His­to­rie der Defe­ri erzählt. Man bemüht sich um »Balan­ce« als zen­tra­len Punkt der Phi­lo­so­phie. Aha. Offen­bar gibt es zudem Ver­bin­dun­gen zu den Pre­ser­vern, also jener Ras­se, die im TREK-Uni­ver­sum die Huma­no­iden gleich­mä­ßig über die Gala­xis ver­streut hat (was in der Nach­schau viel­leicht doch nicht so ein guter Plan war…).

Wäh­rend die­ses Gesprächs kommt es zu einem Angriff der Breen und man hat alle Hän­de voll damit zu tun, meh­re­re Ein­satz­trupps der übel­lau­ni­gen Mas­ken­trä­ger abzu­weh­ren – wie üblich steht ein Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ver­such nicht zur Debat­te, das Pro­blem wird mit dem Pha­ser gelöst (und der steht nicht auf »Betäu­ben«). Inter­es­san­ter­wei­se ist man auf der Defe­ri-Hei­mat­welt (!) in der Defe­ri-Haupt­stadt (!) offen­sicht­lich die ein­zi­ge (!) Trup­pe, die sich um die Ein­dring­lin­ge küm­mern kann, die Ein­woh­ner selbst ren­nen nur kopf­los durch die Gegend. Sowas wie Poli­zei oder Mili­tär scheint es nicht zu geben, obwohl die Ras­se sonst eigent­lich einen eher wehr­haf­ten Ein­druck macht. Naja, wie auch immer, man bal­lert nach und nach in gewohn­ter Manier die fünf Breen-Squads weg. Dass man dabei auch mal durch uuur­alte Pre­ser­ver-Rui­nen eiert erschließt sich erst spä­ter, auch den dor­ti­gen Breen-Boss­mob erkennt man nur dar­an, dass er unse­rem Pha­ser­feu­er knapp fünf Sekun­den län­ger stand­hält als sei­ne Unter­ge­be­nen und vor dem Ver­glü­hen über­flüs­si­ges Zeug brab­belt.
Noch bevor die Pha­ser aus­ge­kühlt sind, wird man vom Schiff ange­funkt, dass auch im Orbit Ärger mit den Breen droht (die sind her­ein­ge­warpt und grei­fen das anfangs eskor­tier­te Schiff an, die mas­kier­ten Lüm­mel) und man zügig zurück an Bord gebeamt wer­den muss, um sich des­sen anzu­neh­men. Dann auch im All das­sel­be, was man aus STO schon bis zum Abwin­ken kennt: Gebal­ler bis der Schiffs­arzt kommt…

Fazit: Ein schlech­ter Scherz. Eine unin­spi­rier­te Sto­ry, die zum einen dünn ist und zum ande­ren unglaub­wür­dig und auch durch das Ein­brin­gen des Pre­ser­ver-Mythos den lang­jäh­ri­gen ST-Fan nicht ansatz­wei­se über­zeu­gen kann. Dass man allei­ne mit sei­nen paar Brü­cken­of­fi­zie­ren den Haupt­pla­ne­ten gegen Breen-Trupps ver­tei­di­gen soll, ohne dass auch nur irgend­ein Defe­ri einen Fin­ger krumm macht, kauft man den Mis­si­ons­de­si­gnern eben­falls schlicht­weg nicht ab. Der größ­te Teil der Mis­si­on besteht wie­der ein­mal aus lang­an­hal­ten­dem Gebal­ler, wobei ins­be­son­de­re beim Raum­kampf nicht ein­mal im Ver­gleich zu älte­ren Ques­ten vari­iert wur­de: erst nach­ein­an­der meh­re­re Grup­pen von Schif­fen weg­pus­ten und zum Abschluß ein Groß­kampf­schiff. Für mich sieht die­se ers­te »wöchent­li­che Mis­si­on« schnell und (ich wie­der­ho­le mich) unin­spi­riert zusam­men­ge­schus­tert aus. Lächer­lich. Damit lockt man garan­tiert kei­nen weg­ge­gan­ge­nen Spie­ler hin­ter dem Ofen her­vor und ins Spiel zurück.

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Bild­schirm­fo­to Breen-Angriff Copy­right 2010 Cryp­tic und Ata­ri, Inhal­te Bild­schirm­fo­to Cap­tain van Dijk in der Defe­ri-Haupt­stadt Copy­right Cryp­tic und Ata­ri, Bild­kom­po­si­ti­on von mir.

ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT wird fortgesetzt – als Computerspiel

In die­sem Jahr fei­ern wir ein Jubi­lä­um im Zusam­men­hang mit einer Zeit­ma­schi­ne, die mehr als 88 Mei­len pro Stun­de fah­ren muss, damit der Flux-Kom­pen­sa­tor arbei­ten kann: BACK TO THE FUTURE beleuch­te­te in den 80er Jah­ren die Aben­teu­er von Mar­ty McFly und Doc Brown bei den Ver­su­chen, die Zeit­li­nie zu repa­rie­ren, die sie vor­her ordent­lich ver­strub­belt hat­ten.

Auf­grund des 25-jäh­ri­gen Jah­res­ta­ges der Pre­miè­re des ers­ten Films kommt in die­sem Jahr natür­lich eine Spe­cial-Edi­ti­on-Sam­mel­box auf Blu­Ray und DVD her­aus. Zeit­gleich ist aber auch geplant, die Aben­teu­er von Mar­ty und Doc fort­zu­set­zen – als Com­pu­ter­spiel. Erwor­ben hat die­se Lizenz Tell­ta­le Games, die die neu­en Rei­sen in Form von monat­lich erschei­nen­den Adven­ture-Epi­so­den her­aus­brin­gen wol­len. Die­ses Prin­zip haben sie bereits mehr­fach erfolg­reich ange­wandt, bei­spiels­wei­se bei den neue­ren Spie­len um SAM & MAX oder TALES OF MONKEY ISLAND. Auf­grund der Mach­art der genann­ten Games kann man auch sicher davon aus­ge­hen, dass auch die BACK TO THE FUTURE-Spie­le qua­li­ta­tiv hoch­wer­tig wer­den.

Hin­zu kommt, dass die bei­den Haupt­fi­gu­ren – eben Mar­ty McFly und Doc Emmett Brown von den Schau­spie­lern gespro­chen wer­den, die sie auch damals in den Fil­men dar­ge­stellt haben, also Micha­el J. Fox und Chris­to­pher Lloyd. Spä­tes­tens an die­ser Stel­le wird der Fan je nach Ver­an­la­gung in andäch­ti­ges Schwei­gen aus­bre­chen oder freu­dig durch die Woh­nung hüp­fen.

Das (US-)Debut der Blu­Ray ist am 26. Okto­ber 2010, die ers­te Epi­so­de des Spiels soll »kurz danach« fol­gen.

Pro­mo-Bild BACK TO THE FUTURE Copy­right 2010 Tell­ta­le Games

THE MONGOLIAD – Neal Stephenson & Greg Bear

THE MONGOLIAD von Neal Ste­phen­son, Greg Bear »und Freun­den« ist eine His­to­ri­en­ro­man mit Fan­ta­sy-Ein­schlä­gen, der sich um die Erobe­run­gen der Mon­go­len im 13. Jahr­hun­dert dreht. Bis hier­her wäre das noch nichts Außer­ge­wöhn­li­ches, zwar eine Erwäh­nung wert, aber kei­ne gro­ße Mel­dung.

Was etwas Beson­de­res dar­aus macht, ist die Tat­sa­che, dass die­ser Roman in wöchent­li­chen Epi­so­den im Inter­net auf der zuge­hö­ri­gen Web­sei­te ver­öf­fent­licht wird. Die ers­te ist soeben erschie­nen. Man kann die­se Kapi­tel abon­nie­ren, ein Halb­jah­res­abo kos­tet $ 5,99, ein Jah­res­abo ist für $ 9,99 zu haben. Inter­es­sant ist hier im Gegen­satz zu ande­ren Ange­bo­ten, dass man auch mal aus­set­zen kann und nicht kom­plett »raus« ist, wenn man mal eine Zeit lang nicht gele­sen hat, wie bei ähn­li­chen Ange­bo­ten. Für den­je­ni­gen der erst ein­mal rein­le­sen möch­te, ohne ein Abo abzu­schlie­ßen, gibt es selbst­ver­ständ­lich Lese­pro­ben.

Man erhält übri­gens für sein Abo-Scherf­lein nicht nur jede Woche das aktu­el­le Kapi­tel, es sol­len auch Zusatz­ma­te­ria­li­en wie bei­spiels­wei­se his­to­ri­sche Hin­ter­grün­de oder Fil­me ver­öf­fent­licht wer­den.

Wei­ter ist inter­es­sant, dass man an die­sem Online-Roman als Leser aktiv teil­neh­men kann. Zum einen offen­bar durch Kom­men­ta­re und Anre­gun­gen, die dann in die wei­te­re Ent­wick­lung ein­ge­hen, zum ande­ren aber auch durch expli­zit gewoll­te und erwünsch­te Fan­fic­tion oder durch Teil­nah­me an der Wiki­pe­dia-ähn­li­chen Fak­ten- und Hin­ter­grund­samm­lung zum Pro­jekt. Man soll­te aller­dings vor dem Ein­rei­chen von wie auch immer gear­te­ten Bei­trä­gen die Nut­zung­be­stim­mun­gen genau lesen, denn man ver­liert sämt­li­che Rech­te am eige­nen Mate­ri­al…

In die­ser mas­si­ven Form ist die­se Art der Ver­öf­fent­li­chung neu und ein über­aus inter­es­san­tes Expe­ri­ment in Sachen pro­gres­si­ver Ver­triebs­we­ge und Publi­ka­ti­ons­ar­ten für Autoren. Den eta­blier­ten Ver­le­gern dürf­te die­ses Pro­jekt und sei­ne poten­ti­el­len Aus­wir­kun­gen aller­dings Angst­schweiß auf die Stirn trei­ben. Ange­sichts der Popu­la­ri­tät der bei­den Haupt­au­to­ren ist mit einem Flop wohl nicht zu rech­nen.

Cover­ab­bil­dung THE MONGOLIAD Copy­right Subu­tai Cor­po­ra­ti­on

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Midichlorian Rhapsody

Es gibt hier­zu nichts wei­ter zu sagen, als: Bril­li­ant!

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