Gesellschaft

Deutsche Wikipedia gegen Selfpublisher

Neu­lich hat­ten wir ja das The­ma »Wiki­pe­dia« bereits. Heu­te muss ich es aus aktu­el­lem Anlass gleich noch­mal anspre­chen, dies­mal geht es um Self­pu­blisher. Per­sön­lich habe ich schon vor Jah­ren auf­ge­ge­ben, dort in der Hin­sicht etwas bei­tra­gen zu wol­len, denn den reak­tio­nä­ren Admins dort sind Self­pu­blisher nicht »gut« genug, um sie auf­neh­men zu wol­len. Nun könn­te man anneh­men, dass sogar viel­leicht in der deut­schen Wiki­pe­dia irgend­wann mal die aktu­el­le Rea­li­tät ankommt, aber lei­der ist das nicht der Fall, man gibt sich dort wei­ter evo­lu­ti­ons­re­sis­tent, wie bei ande­ren The­men auch. Man muss sich sogar fra­gen, was hin­ter dem fana­tisch zu nen­nen­den Ableh­nen ent­spre­chen­der Ein­trä­ge und Ergän­zun­gen steht, denn Infor­ma­ti­ons­wil­le und der Wunsch nach voll­stän­di­gen Infor­ma­tio­nen kann es nicht sein.

Aktu­el­les Bei­spiel: Es geht um den Text »Selbst­ver­lag«. Dort wer­den Ände­run­gen mit sinn­lo­sen Phra­sen abge­wie­sen bzw. deren Wahr­heits­ge­halt in Fra­ge gestellt.

Es soll­te bei­spiels­wei­se das Detail hin­zu­ge­fügt wer­den, dass Selfpublisher*Innen jetzt Mit­glied im Ver­band der deut­schen Schrift­stel­le­rin­nen und Schrift­stel­ler wer­den kön­nen.

Das wur­de als nicht hin­rei­chend belegt abge­bü­gelt. Der Hin­weis auf die Sat­zung des Ver­eins wur­de als Beleg ernst­haft nicht aner­kannt, aus wel­chen Grün­den auch immer (ich sehe als Grund nur die Arro­ganz des selbst­er­nann­ten Ober­be­treu­ers der Sei­te, der Nut­zer auch gleich mal ober­leh­rer­haft zusam­men­stutzt und davon aus­geht, dass jeder sämt­li­che Gepflo­gen­hei­ten der Sei­te ken­nen muss, sie­he die Dis­kus­si­ons­sei­te zum Arti­kel). Übri­gens wer­den offen­bar Blog­ar­ti­kel und ande­re Quel­len im Web nicht aner­kannt, man akzep­tiert nur Bele­ge aus Feuil­le­tons – also aus Tot­holz­me­di­en – sowie ande­re Wiki­pe­dia­ar­ti­kel (die genau­so ver­al­tet sind). Dass die Tot­holz­me­di­en prin­zip­be­dingt nicht immer aktu­ell sein kön­nen ist das ers­te Pro­blem. Das zwei­te Pro­blem ist die Tat­sa­che, dass ganz offen­sicht­lich kor­rek­te und beleg­te Quel­len mit faden­schei­ni­gen Argu­men­ten für nich­tig erklärt wer­den. Das drit­te Pro­blem ist, dass eine Pri­mär­quel­le schwe­rer wie­gen soll­te, als irgend­ei­ne Sekun­där­quel­le wie die Wiki­pe­dia.

Wenn man sich die Dis­kus­si­on durch­liest muss man lei­der erneut fest­stel­len, dass hier erneut das Ego eines Wiki­pe­dia-Admins kor­rek­ten und aus­führ­li­chen Infor­ma­tio­nen im Weg steht.

Die­ser Arti­kel ist aller­dings nicht das ein­zi­ge Pro­blem. Arti­kel zu Selfpublisher*Innen wer­den fast durch die Bank weg gelöscht, mit ähn­li­chen hane­bü­che­nen Begrün­dun­gen. Selbst­ver­ständ­lich fin­det man dazu so gut wie kei­ne Tex­te in den Feuil­le­tons von FAZ und Co. Es gibt aller­dings hau­fen­wei­se Infor­ma­tio­nen dazu im Web, die aller­dings fast immer als »nicht seriö­se Quel­len« abge­tan wer­den.

Ich fän­de es per­sön­lich ers­tens äußerst ange­nehm, wenn alten Män­ner mit Kugel­schrei­bern in der deut­schen Wiki­pe­dia end­lich mal im Jahr 2019 ankom­men wür­den und fest­stel­len, wie die Welt um sie her­um inzwi­schen tickt. Den Geist der Edi­to­ren zeigt ein­deu­tig auch das ers­te Bild im Self­pu­bli­shing-Arti­kel, das ein Cover aus dem Jahr 1847 (!) zeigt. Das nen­ne ich mal aktu­ell. Im Text steht ernst­haft:

Die Wert­schät­zung von lite­ra­ri­schen Ver­öf­fent­li­chun­gen im Selbst­ver­lag unter­lie­gen vor­der­hand den­sel­ben Kri­te­ri­en wie Ver­öf­fent­li­chun­gen durch Ver­la­ge, d. h. deren Erfolg misst sich an ver­kauf­ten Exem­pla­ren sowie an der Wahr­neh­mung durch die Lite­ra­tur­kri­tik.

Ernst­haft? »Wahr­neh­mung durch die Lite­ra­tur­kri­tik«? Ich lach mich tot! Deut­li­cher als mit die­sen Wor­ten ist wohl kaum klar­zu­stel­len woher da der Hase läuft. Man muss sich ange­sichts sol­cher Fehl­ein­schät­zun­gen fra­gen, wel­che alten Seil­schaf­ten da ihre Fin­ger im Spiel haben mögen? Aller­dings hal­te ich man­geln­de Kom­pe­tenz bei dem The­ma bei den Admins für deut­lich wahr­schein­li­cher als Ver­schwö­rungs­theo­rien. Noch ein Bei­spiel:

Doch die feh­len­de „Aus­le­se“ durch einen regu­lä­ren Ver­lag wie auch das damit ver­bun­de­ne Feh­len eines als qua­li­fi­ziert erach­te­ten Lek­to­rats lässt eben auch mehr­heit­lich „vani­ty publisher“ bzw. „Hob­by-Autoren“ als Selbst­ver­le­ger zu, deren Ver­öf­fent­li­chun­gen meist jede aner­ken­nens­wer­te lite­ra­ri­sche Text­qua­li­tät ver­mis­sen las­sen.

(Her­vor­he­bung von mir)

Ver­öf­fent­li­chun­gen von Self­pu­blishern las­sen also meist jede aner­ken­nens­wer­te lite­ra­ri­sche Text­qua­li­tät ver­mis­sen. Wenn das ein Kri­te­ri­um ist, fal­len mir auf Anhieb eine Rei­he von Ver­lags­ver­öf­fent­li­chun­gen ein, die die deut­sche Wiki­pe­dia nicht mal am Ran­de erwäh­nen dürf­te. Und wie defi­niert sich eigent­lich exakt »lite­ra­ri­sche Text­qua­li­tät«? Hier schwin­gen sich wie an so vie­len ande­ren Stel­len in der Enzy­klo­pä­die Admins unkon­trol­liert als Tor­wäch­ter auf. Edit: Und man muss den Ein­druck gewin­nen, es sei­en vor­gest­ri­ge Tot­holz-Anhän­ger für die Sei­ten ver­ant­wort­lich, die neue Publi­ka­ti­ons­we­ge und eBooks grund­sätz­lich ableh­nen.

Der Text zu Self­pu­bli­shing hat so vie­le pro­ble­ma­ti­sche Punk­te, dass ich an die­ser Stel­le nicht auf alle ein­ge­hen kann und möch­te. Wer sich mal mit der The­ma­tik aus­ein­an­der­ge­setzt hat, wird sie ohne­hin leicht erken­nen.

Zwei­tens bin ich der Ansicht, dass es mit dem Laden Wiki­pe­dia so nicht mehr wei­ter­ge­hen darf und den selbst­ver­lieb­ten Ego-Admins mit Anflü­gen von Grö­ßen­wahn end­lich das Hand­werk gelegt wer­den muss. Eben­so muss der Män­ner­club aus­ge­ho­ben wer­den, der dort femi­nis­ti­sche The­men ver­hin­dert und Edi­to­rin­nen aktiv und gera­de­zu mafi­ös her­aus­mobbt.

Mög­li­cher­wei­se muss der Spen­den sam­meln­de Ver­ein Wiki­me­dia Deutsch­land e. V. end­lich ein­grei­fen. Das wird der aller­dings nicht tun, solan­ge kein Druck ent­steht. Druck kann bei­spiels­wei­se dadurch ent­ste­hen, dass man sei­ne Spen­den­zah­lun­gen an den Ver­ein ein­stellt und dabei gleich begrün­det, war­um man das tut. Übri­gens soll­te man sich zum The­ma »Spen­den an die Wiki­pe­dia« auch gleich mal die­sen Text bei der Süd­deut­schen Zei­tung durch­le­sen. Da er von einem Tot­holz­me­di­um kommt, dürf­te er von den Admins als vali­de aner­kannnt wer­den … Es sei denn, das Ego steht im Weg.

Der Rele­vanz­fe­tisch der Admins der deut­schen Wiki­pe­dia muss eben­so abge­schafft wer­den wie das gott­kai­ser­ar­ti­ge Auf­tre­ten man­cher Inhal­te­be­treu­er. Dazu bedarf es bes­se­rer neu­tra­ler Kon­trol­le der Inhal­te. Das ein­zu­füh­ren und durch­zu­set­zen müss­te die Auf­ga­be von Wiki­me­dia Deutsch­land e. V. sein, Geld um das anzu­ge­hen haben sie mehr als genug.

Noch.

Der Sumpf aus Grö­ßen­wahn, typi­schem deut­schem Büro­kra­tie­fe­tisch und Män­ner­club muss drin­gend aus­ge­ho­ben wer­den, damit aus der deut­schen Wiki­pe­dia wie­der ein neu­tral berich­ten­des Nach­schla­ge­werk wer­den kann, das detail­lier­te und kor­rek­te Infor­ma­tio­nen lie­fert. Auch zu The­men die den Admins nicht in den Kram oder ins Welt­bild pas­sen.

Ich weiß von vie­len, wirk­lich vie­len, ehe­ma­li­gen Edi­to­ren, die ihren Kampf gegen das reak­tio­nä­re Régime dort auf­ge­ge­ben haben, da der Zeit­auf­wand, um gegen die­se Cli­que anzu­tre­ten ein­fach viel zu hoch ist (ich bin einer davon und tra­ge nur noch zur eng­li­schen Aus­ga­be bei). Die und noch vie­le mehr soll­ten Wiki­me­dia Deutsch­land e. V. end­lich mal die Mei­nung sagen – und ich wie­der­ho­le mich: auch mit dem Ein­stel­len der Spen­den­zah­lun­gen dro­hen oder das tun, zumin­dest so lan­ge bis deut­li­che Ver­bes­se­run­gen ein­tre­ten.

Hier die Kon­takt­mög­lich­kei­ten zum Ver­ein:

Wiki­me­dia Deutsch­land – Gesell­schaft zur För­de­rung Frei­en Wis­sens e. V.
Tem­pel­ho­fer Ufer 23/​24
10963 Ber­lin

E‑Mail: info@wikimedia.de
Tele­fon: +49 (0)30–219 15 826–0
Fax: +49 (0)30–219 158 26–9

Quel­le der Kon­takt­an­ga­ben: https://​wiki​me​dia​.de/​d​e​/​i​m​p​r​e​s​sum

Die alten, weißen Männer bei der deutschen Wikipedia möchten keine Liste von SF-Autorinnen

Update 15.03.2019: Wie erwar­tet gibt es einen neu­en Lösch­an­trag der miso­gy­nen Kräf­te der deut­schen Wiki­pe­dia.

Dass die deutsch­spra­chi­ge Wiki­pe­dia ins­be­son­de­re in Sachen Pop­kul­tur eine grö­ße­re Kata­stro­phe ist und bei wei­tem hin­ter der eng­lisch­spra­chi­gen Aus­ga­be hin­ter­her­hinkt, ist begrün­det im Rele­vanz­fe­tisch etli­cher dort agie­ren­der Admi­nis­tra­to­ren und Mode­ra­to­ren. Das ist so weit nichts Neu­es und hat dazu geführt, dass ich die deut­sche Aus­ga­be der Wiki­pe­dia inzwi­schen wei­test­ge­hend mei­de. Ers­tens fin­det man die gesuch­ten Infor­ma­tio­nen zu Fil­men, Seri­en, Comics oder Com­pu­ter­spie­len dort nicht und zwei­tens hat man auch kei­ne Chan­ce sie hin­zu­zu­fü­gen, denn es wird garan­tiert sofort ein grö­ßen­wahn­sin­ni­ger Admin mit Block­wart-Men­ta­li­tät kom­men und den Text wegen Rele­vanz auf die Lösch­lis­te stel­len. Des­we­gen ver­lin­ke ich bei den ent­spre­chen­den The­men hier auf Phan­ta­News auch so oft auf die eng­lisch­spra­chi­ge Aus­ga­be: weil die Infor­ma­tio­nen auf der deut­schen Fas­sung unzu­rei­chend oder schlicht nicht vor­han­den sind.

Dass die deut­sche Wiki­pe­dia ein Pro­blem mit Mans­plai­nern sowie alten wei­ßen Män­nern hat, und Frau­en dort erheb­lich unter­re­prä­sen­tiert sind, ist lei­der nichts Neu­es, und das zeigt auch wie­der ein aktu­el­ler Fall:

Es wird eine Lis­te deutsch­spra­chi­ger SF-Autorin­nen erstellt und kei­ne zehn Stun­den spä­ter kommt der Lösch­an­trag wegen »Irrele­vanz«. Sie­he den Bei­trag und die zuge­hö­ri­ge Dis­kus­si­ons­sei­te des Lösch­an­trags. Es gibt bis­her noch nicht ein­mal eine Mög­lich­keit, nach Autorin­nen zu fil­tern.

Die Begrün­dung für den Lösch­an­trag lässt einen sprach­los zurück:

Über­flüs­si­ge Lis­te, die Red­un­dan­zen schafft, vom Inhalt her unklar und vom Kon­zept her dubi­os ist. – Wolf­gang Rie­ger(Dis­kus­si­on) 22:53, 12. Mär. 2019 (CET)

»Wer ent­schei­det, was für eine Gesell­schaft rele­vant ist?«, fragt die Initia­to­rin The­re­sa Han­ning auf ihrer Web­sei­te und ich möch­te mich die­ser Fra­ge zum einen anschlie­ßen, und zum ande­ren hin­zu­fü­gen: »Wiki­pe­dia-Admins mit Rele­vanz­fe­tisch soll­ten es ganz sicher nicht sein«. Wenn man sich man­che in der »Dis­kus­si­on« vor­ge­brach­ten »Argu­men­te« ansieht, hilft nur noch ein dop­pel­ter Face­palm.

Wie alt muss man im Kopf sein, wie rück­stän­dig und reak­tio­när muss man sein, um dort solch einen Lösch­an­trag für die­se abso­lut rele­van­te Lis­te zu stel­len? Lei­der zeigt das erneut deut­lich auf, was in der deut­schen Wiki­pe­dia falsch läuft und war­um man sie mei­den soll­te.

Bit­te sucht die Löschungs-Dis­kus­si­ons­sei­te auf, nehmt an der Dis­kus­si­on teil und sagt den vor­gest­ri­gen Admins aus­drück­lich, dass wir im 21. Jahr­hun­dert leben, Frau­en schon län­ger das Wahl­recht besit­zen und Teil unse­rer Gesell­schaft sind, das haben die da in der Pro­vinz-Wiki­pe­dia offen­sicht­lich nicht mit­be­kom­men, wenn sie SF-Autorin­nen in die­ser Form dis­kri­mi­nie­ren.

Dan­ke.

Edit: Ich wur­de dar­auf hin­ge­wie­sen, dass es sich mög­li­cher­wei­se auch um pick­li­ge Jüng­lin­ge statt alter wei­ßer Män­ner han­deln könn­te.

Edit 2: Wenn man ohne­hin gera­de dabei ist, könn­te man gleich auch noch »divers« als »Geschlecht« für Autor*Innen auf­neh­men.

Edit 3: Ich wur­de als »unin­for­mier­ter Fle­gel« titu­liert. Ich neh­me das als Aus­zeich­nung gern an. Dan­ke.

Edit 4: Der Lösch­an­trag wur­de in ange­pisst klin­gen­dem Ton zurück­ge­nom­men.

Edit 5: Arti­kel zum The­ma bei Vice. Da wird unter ande­rem auch dar­auf eing­agen­gen, dass man sich bei der deut­schen Wiki­pe­dia mit Hän­den und Füßen gegen Bei­trä­ge über Self­pu­blisher wehrt, was auch nicht wirk­lich ins 21. Jahr­hun­dert passt. Im Text steht des­wei­te­ren:

Femi­nis­ti­sche The­men wür­den von bestimm­ten Nut­zer­grup­pen bewusst an den Rand gedrängt, zusam­men­ge­kürzt oder direkt gelöscht … , sag­te eine deut­sche Wiki­pe­dia-Edi­to­rin gegen­über netz​po​li​tik​.org.

Edit 6: In den Kom­men­ta­ren beschwer­te man sich über mei­ne har­schen Wor­te im Text oben. Liest man sich das durch, was im vor­ste­hend ver­link­ten Arti­kel bei Netz​po​li​tik​.org über das Mob­bing von Wiki­pe­dia-Edi­to­rin­nen durch männ­li­che Voll­dep­pen geschrie­ben wur­de, und wie die deut­sche Wiki­pe­dia aggres­siv män­ner­do­mi­niert ist, waren mei­ne Wor­te noch lan­ge nicht harsch genug.

Seth MacFarlane als Teenager in einem STAR TREK-Fanfilm

Seth Mac­Far­la­ne ken­nen wir als den krea­ti­ven Kopf hin­ter der SF-Serie THE ORVILLE (sowie als Cap­tain des gleich­na­mi­gen Schif­fes), die nicht nur weni­ge Anlei­hen bei STAR TREK nimmt und offen­sicht­lich eine Hom­mage ist. Dass Mac­Far­la­ne ein Fan des Vor­bilds ist, ist auch nichts Neu­es.

Hier ein gran­dio­ses Video, das ihn als Teen­ager in einem STAR TREK-Fan­film zeigt. Ich wür­de wirk­lich gern wis­sen, wie das wei­ter geht …

Dank an Micha­el Keu­kert fürs Fin­den.

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Grandios: GALACTIC BATTLES 2018 – The Ultimate Crossover Fanfilm

Cross­over zwi­schen Nerd-Favo­ri­ten-Fran­chi­ses sind oft eher goofy und wenn man ehr­lich ist, kann man auch die­sem Pro­jekt eine gewis­sen Goofy­ness nicht abspre­chen. Trotz­dem muss man ganz klar sagen, dass GALACTIC BATTLES 2018 ganz gran­di­os umge­setzt wur­de und ins­be­son­de­re die visu­el­len Effek­te sind der Knül­ler. Über Spocks Ohren wol­len wir an die­ser Stel­le mal nicht reden … ;)

Der Cross­over-Fan­film ver­mengt, was Puris­ten und Hard­core-Fans ver­mut­lich nie ver­mengt sehen woll­ten: STAR WARS, STAR TREK, MASS EFFECT und HALO. Die Rea­li­sie­rung hat erstaun­li­cher­wei­se nur 2000 Dol­lar gekos­tet, das ver­mag man ange­sichts des Gezeig­ten kaum zu glau­ben. Die Musik ist von Jose Pav­li.

Fun Fact am Ran­de: Com­man­der She­pard wird von Mark Meer gespro­chen, der das auch in den Spie­len tat.

Übri­gens soll­te man sich GALACTIC BATTLES 2018 unbe­dingt bis ganz zum Ende anschau­en, denn nach dem Abspann pas­siert noch was.

Dan­ke an Mar­cus R. Gil­man fürs Fin­den.

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Europäer! Sagt euren Abgeordneten, dass eure Stimme von der Ablehnung des Artikels 13 abhängt!

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Ori­gi­nal­text von Cory Doc­to­row auf der Web­sei­te der Elec­tro­nic Fron­tier Foun­da­ti­on, Text und Logo CC BY

Ende März wird das Euro­päi­sche Par­la­ment über die neue Urhe­ber­rechts­richt­li­nie abstim­men, eine bei­spiel­lo­se Kata­stro­phe in der Geschich­te der Inter­net­re­gu­lie­rung, die die Macht besitzt, den Tech­no­lo­gie­sek­tor der EU aus­zu­lö­schen und die per­ma­nen­te Kon­trol­le über das Inter­net an gro­ße US-Tech­kon­zer­ne zu über­ge­ben, alles im Namen des Schut­zes des Urhe­ber­rechts (bei gleich­zei­ti­ger Ent­rech­tung der Künst­ler).
Unmit­tel­bar nach die­ser wich­ti­gen Abstim­mung wer­den sich die Euro­pa­ab­ge­ord­ne­ten in ganz Euro­pa auf den Weg machen und in ihre Hei­mat­län­der zurück­keh­ren, um dort für die Mai-Wah­len zu kämp­fen. Die­ser Zeit­punkt ist ent­schei­dend, denn er bedeu­tet, dass die Abge­ord­ne­ten wirk­lich dar­an inter­es­siert sind, ob ihre Aktio­nen sie die Unter­stüt­zung der Wäh­ler kos­ten wer­den.

Die Wäh­ler has­sen die Urhe­ber­rechts­richt­li­nie und ihren inter­net­zer­stö­re­ri­schen Arti­kel 13. Die Peti­ti­on zur Abschaf­fung von Arti­kel 13 hat mehr Unter­schrif­ten als jede ande­re in der Geschich­te der EU erhal­ten, und wenn es in die­sem Tem­po wei­ter geht, wird die Peti­ti­on in weni­gen Tagen zur belieb­tes­ten Peti­ti­on in der Geschich­te der Mensch­heit wer­den.

Wenn Sie in Euro­pa leben, kön­nen Sie Ihrem Abge­ord­ne­ten mit­tei­len, dass Ihre Stim­me von sei­ner Stim­me abhängt: Das »2019 Pledge«, das Ihnen von Epi­cen­ter Works zur Ver­fü­gung gestellt wird, for­dert die Abge­ord­ne­ten auf, sich öffent­lich zu ver­pflich­ten, Arti­kel 13 zurück­zu­wei­sen. 44 Abge­ord­ne­te des Euro­päi­schen Par­la­ments haben es bis­her unter­zeich­net, und die Arbeit hat gera­de erst begon­nen.

Auf der Web­site von »2019 Pledge« kön­nen Sie Ihr Land und Ihre Tele­fon­num­mer ein­ge­ben, und Sie wer­den mit Mit­glie­dern des Euro­päi­schen Par­la­ments ver­bun­den, die die Zusa­ge noch nicht ange­nom­men haben, und Sie kön­nen mit ihnen dar­über spre­chen, war­um es wich­tig ist, dass sie es tun.

Dies ist ein Schlüs­sel­punkt, ein Moment, in dem das Schick­sal des Inter­nets selbst in der Schwe­be ist (und nicht nur in Euro­pa). Es ist auch ein Moment, in dem dei­ne Stim­me wirk­lich zählt. Kei­ner die­ser Abge­ord­ne­ten wird auf der Grund­la­ge sei­ner Arbeit zur Ver­ab­schie­dung der Urhe­ber­rechts­richt­li­nie für eine Wie­der­wahl kan­di­die­ren, aber sie wis­sen, dass ihre Geg­ner ihre Kam­pa­gne star­ten wer­den, um jeden Abge­ord­ne­ten, der für die Zer­stö­rung des Inter­nets gestimmt hat, bloß­zu­stel­len.

  • Upload­fil­ter wer­den das Inter­net zer­stö­ren:
  • Schlecht für die Benut­zer: Zen­sur­ma­schi­nen
    Alles, was wir pos­ten wol­len, muss zuerst von feh­ler­an­fäl­li­gen Upload-Fil­tern geneh­migt wer­den Weni­ger Din­ge, die wir online erle­di­gen müs­sen.
  • Mil­lio­nen von Web­sites, Apps, Kanä­len, Vide­os und mehr wer­den in der EU gesperrt.
  • Schlecht für die Schöp­fer: Krea­ti­vi­tät blo­ckiert
  • Par­odien, Film­kri­ti­ken, Let’s Play Vide­os, Memes und alles ande­re, was auf urhe­ber­recht­lich geschütz­tem Mate­ri­al basiert, wer­den in den Fil­tern auf­ge­hal­ten.
  • Schul­dig bis zum Beweis der Unschuld: Die Schöp­fer müs­sen stän­dig kämp­fen, um Fil­ter­feh­ler zu behe­ben.
  • Schlecht für Inno­va­tio­nen: Big Play­er wer­den grö­ßer
    Rie­si­ge Inter­net­platt­for­men wer­den die ein­zi­gen sein, die es sich leis­ten kön­nen, die Anfor­de­run­gen zu erfül­len.
  • Weni­ger Inno­va­ti­on: In der EU wer­den weni­ger neue Apps und Web­sites ein­ge­führt, weil sie zu ris­kant sind.

HIER LANG: Pledge 2019 [Epi­cen­ter Works]

Über­setzt mit www​.DeepL​.com/​T​r​a​n​s​l​a​tor, Über­set­zung schwer über­ar­bei­tet von mir.

Künster gegen Artikel 13: Wenn große Techfirmen und große Verwerter sich die Künstler zum Fressen zurechtlegen ist es egal, wer das größere Stück bekommt

Ori­gi­nal­text von Cory Doc­to­row auf der Web­sei­te der Elec­tro­nic Fron­tier Foun­da­ti­on, Text und Logo CC BY

Arti­kel 13 ist der immer wie­der umstrit­te­ne Vor­schlag, prak­tisch jede Online-Com­mu­ni­ty, jeden Online-Dienst und jede Online-Platt­form für rechts­ver­let­zen­des Mate­ri­al, das von ihren Nut­zern ver­öf­fent­licht wur­de, recht­lich haft­bar zu machen, auch wenn es für den Online-Dienst­leis­ter kei­ne denk­ba­re Mög­lich­keit gab, von einer Urhe­ber­rechts­ver­let­zung zu erfah­ren.

Dies erfor­dert unvor­stell­ba­re Sum­men, um es über­haupt zu ver­su­chen, und der Ver­such wird schei­tern. Das Ergeb­nis von Arti­kel 13 wird eine radi­ka­le Ver­rin­ge­rung der Alter­na­ti­ven zu den US-Big-Tech-Platt­for­men und den rie­si­gen Medi­en­kon­zer­nen sein. Das bedeu­tet, dass Medi­en­un­ter­neh­men in der Lage sein wer­den, Krea­ti­ve weni­ger für ihre Arbeit zu bezah­len, denn die Krea­ti­ven wer­den kei­ne Alter­na­ti­ve zu den mul­ti­na­tio­na­len Unter­hal­tungs­rie­sen haben.

Die Schöpfer ordentlich vorgeführt

Die Medi­en­un­ter­neh­men brach­ten die Urhe­ber­grup­pen dazu, Arti­kel 13 zu unter­stüt­zen, indem sie argu­men­tier­ten, dass Medi­en­un­ter­neh­men und die von ihnen ver­trie­be­nen Urhe­ber die glei­chen Inter­es­sen hät­ten. Aber im End­spiel von Arti­kel 13 haben die Medi­en­un­ter­neh­men ihre Schöp­fer­kol­le­gen ordent­lich ver­arscht und for­der­ten die Strei­chung von Klau­seln, die die Rech­te der Künst­ler auf eine ange­mes­se­ne Ent­schä­di­gung durch die Medi­en­un­ter­neh­men schütz­ten, was zu völ­lig gerecht­fer­tig­ten Zorn bei die­sen ver­ra­te­nen Künst­ler­rechts­grup­pen führ­te.

Aber die Rea­li­tät ist, dass Arti­kel 13 immer schlecht für die Urhe­ber sein wür­de. Bes­ten­falls konn­te Arti­kel 13 nur hof­fen, dass er ein paar Euro von der Bilanz von Big Tech in die Bilanz von Big Con­tent ver­schie­ben wür­de (und das wäre wahr­schein­lich ohne­hin eine vor­über­ge­hen­de Situa­ti­on). Weil Arti­kel 13 die Mög­lich­kei­ten für Schöp­fer ver­rin­gern wür­de, indem er unab­hän­gi­ge Medi­en- und Tech­no­lo­gie­un­ter­neh­men zer­schlägt, wür­den alle Mit­nah­me­ef­fek­te, die Medi­en­un­ter­neh­men mach­ten, an ihre Füh­rungs­kräf­te und Aktio­nä­re gehen, nicht an die Künst­ler, die kei­ne ande­re Wahl hät­ten, als das zu schlu­cken und das zu neh­men, was ihnen ange­bo­ten wird.

Denn: Wann hat ein Medi­en­un­ter­neh­men zuletzt ein beson­ders pro­fi­ta­bles Jahr gefei­ert, indem es sei­ne Lizenz­ab­ga­ben erhöht hat?

Es sollten schon immer Filter sein.

Die ers­ten Ver­sio­nen von Arti­kel 13 for­der­ten Unter­neh­men auf, Urhe­ber­rechts­fil­ter nach dem Vor­bild des »Con­tent ID«-Systems von You­Tube zu bau­en: You­Tube lädt eine aus­ge­wähl­te Grup­pe ver­trau­ens­wür­di­ger Rech­te­inha­ber ein, Mus­ter von Wer­ken hoch­zu­la­den, die sie als ihr Urhe­ber­recht gel­tend machen, und blo­ckiert dann das Video eines Benut­zers, das die­sen Urhe­ber­rechts­an­sprü­chen zu ent­spre­chen scheint (oder lei­tet Ein­nah­men davon ab).

Es gibt vie­le Pro­ble­me mit die­sem Sys­tem. Einer­seits beschwe­ren sich gro­ße Medi­en­un­ter­neh­men dar­über, dass sie für enga­gier­te Ver­let­zer viel zu leicht zu umge­hen sind, und ande­rer­seits erkennt Con­tent ID alle mög­li­chen Arten von legi­ti­men Aus­drucks­for­men, ein­schließ­lich Stil­le, Vogel­ge­sang und Musik, die der eigent­li­che Künst­ler zur Ver­brei­tung auf You­Tube hoch­ge­la­den hat. Manch­mal liegt das dar­an, dass ein Rech­te­inha­ber fälsch­li­cher­wei­se Urhe­ber­rech­te bean­sprucht hat, die ihm nicht gehö­ren; manch­mal liegt es dar­an, dass Con­tent ID ein »fal­se posi­ti­ve« erzeugt hat (d.h. einen Feh­ler macht); und manch­mal liegt es dar­an, dass Soft­ware ein­fach nicht den Unter­schied zwi­schen einer ver­let­zen­den Nut­zung eines urhe­ber­recht­lich geschütz­ten Wer­kes und einer Nut­zung, die unter »fai­res Han­deln« fällt erken­nen kann, wie bei­spiels­wei­se Kri­tik, Kom­men­tar, Par­odie, etc. Nie­mand hat einen Algo­rith­mus zur Erken­nung von Par­odien trai­niert, und nie­mand wird dies in naher Zukunft tun (es wäre schon toll, wenn wir Men­schen dazu brin­gen könn­ten, Par­odien zuver­läs­sig zu erken­nen!).

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Copy­right-Fil­ter sind eine schreck­li­che Idee. Goog­le hat 100 Mil­lio­nen Dol­lar (und mehr) aus­ge­ge­ben, um einen sehr begrenz­ten Urhe­ber­rechts­fil­ter zu erstel­len, der nur Vide­os betrach­tet und nur Bei­trä­ge einer aus­ge­wähl­ten Grup­pe von vor­ab geprüf­ten Rech­te­inha­bern blo­ckiert. Arti­kel 13 umfasst alle mög­li­chen urhe­ber­recht­lich geschütz­ten Wer­ke: Text, Audio, Video, Fotos, Soft­ware, Über­set­zun­gen. Und eini­ge Ver­sio­nen von Arti­kel 13 ver­lan­gen von Platt­for­men, dass sie rechts­ver­let­zen­de Ver­öf­fent­li­chun­gen jedes urhe­ber­recht­lich geschütz­ten Wer­kes blo­ckie­ren, selbst sol­che, von denen ihnen nie­mand erzählt hat: Irgend­wie wird Ihr For­umd für Hun­de­freun­de sei­ne Nut­zer dar­an hin­dern müs­sen, 50 Jah­re alte Zei­tungs­ar­ti­kel, Bei­trä­ge von ande­ren Mes­sa­ge-Boards, Fotos, die von Social Media her­un­ter­ge­la­den wur­den, zu pla­gi­ie­ren, etc. Sogar die mil­de­ren »Kom­pro­miss­ver­sio­nen« von Arti­kel 13 sahen vor, dass Online-Diens­te die Ver­öf­fent­li­chung von allem, wor­über sie infor­miert wor­den waren, blo­ckie­ren muss­ten, mit schwe­ren Stra­fen für die Nicht­ein­hal­tung einer For­de­rung und kei­ner­lei Stra­fen für fal­sche Ansprü­che sei­tens der Ver­wer­ter.

Aber selbst wenn Fil­ter Din­ge blo­ckie­ren, die kei­ne Urhe­ber­rechts­ver­let­zung dar­stel­len, so ermög­li­chen sie doch dedi­zier­ten Schutz­rechts­ver­let­zern, ohne grö­ße­re Pro­ble­me wei­ter zu machen. Das liegt dar­an, dass Fil­ter rela­tiv ein­fa­che, sta­ti­sche Tech­ni­ken ver­wen­den, um Benut­zer-Uploads zu inspi­zie­ren, und Ver­let­zer kön­nen die Blind­stel­len der Fil­ter aus­tes­ten und ver­schie­de­ne Tech­ni­ken aus­pro­bie­ren, bis sie auf Mög­lich­kei­ten tref­fen, sie zu umge­hen. Bei­spiels­wei­se kön­nen eini­ge Bild­fil­ter umgan­gen wer­den, indem man das Bild von links nach rechts dreht oder es anstel­le von Far­be in Schwarz-Weiß wie­der­gibt. Fil­ter sind »Black Boxes«, die von enga­gier­ten Schutz­rechts­ver­let­zern wie­der­holt getes­tet wer­den kön­nen, um zu sehen, was durch­kommt.

Für ehr­lich eNut­zer – die Del­fi­ne, die in den Thun­fisch­net­zen des Urhe­ber­rechts gefan­gen sind – gibt es kei­nen Unter­grund mit Hin­weis­ge­bern, die Nie­der­la­ge­tech­ni­ken tei­len, um Ihre Inhal­te zu ent­stau­en. Wenn Sie ein AIDS-For­scher sind, des­sen Vide­os fälsch­li­cher­wei­se von AIDS-Leug­nern bean­sprucht wur­den, um sie zu zen­sie­ren, oder Gege­ner von Poli­zei­bru­ta­li­tät, deren Body­cam-Vide­os von Poli­zei­dienst­stel­len blo­ckiert wur­den, die ver­su­chen, der Kri­tik zu ent­ge­hen, ope­rie­ren Sie bereits an der Gren­ze Ihrer Fähig­kei­ten und ver­fol­gen nur Ihre eige­ne Sache. Sie kön­nen ver­su­chen, zusätz­lich zu Ihrer For­schung, Akti­vis­mus oder Kom­mu­ni­ka­ti­on ein Fil­ter-bre­chen­der Exper­te zu wer­den, aber es gibt nur 24 Stun­den am Tag, und die Über­schnei­dung zwi­schen Men­schen die etwas zu sagen haben und Men­schen, die her­aus­fin­den kön­nen, wie man über­eif­ri­ge (oder kaput­te) Urhe­ber­rechts­fil­tern umgeht, ist schlicht nicht sehr groß.

All dies brach­te die Fil­ter in einen so mie­sen Ruf, dass deren Erwäh­nung aus Arti­kel 13 gestri­chen wur­de, aber trotz der Ver­schleie­rung war klar, dass der Zweck von Arti­kel 13 dar­in bestand, Fil­ter ver­pflich­tend zu machen: Es gibt ein­fach kei­ne Mög­lich­keit, sich vor­zu­stel­len, dass jeder Tweet, jedes Face­book-Update, jeder Mes­sa­ge-Board-Kom­men­tar, jedes Social Media Foto und ande­re benut­zer­ge­ne­rier­te Inhal­te ohne ein auto­ma­ti­sier­tes Sys­tem auf die Ein­hal­tung der Urhe­ber­rech­te eva­lu­iert wer­den kön­nen. Und wenn Sie Online-Foren für die Ver­let­zung durch ihre Nut­zer ver­ant­wort­lich machen, müs­sen sie einen Weg fin­den, um alles zu bewer­ten, was deren Nut­zer ver­öf­fent­li­chen.

Nur weil Künstler Medienunternehmen unterstützen, bedeutet das nicht, dass Medienunternehmen Künstler unterstützen.

Hun­der­te von Mil­lio­nen Euro für den Bau von Fil­tern aus­zu­ge­ben, die nicht Urhe­ber­rechts­ver­let­zer zu stop­pen, statt­des­sen aber legi­ti­me Mate­ria­li­en unzu­läs­sig zen­sie­ren (sei es auf­grund von Bos­heit, Inkom­pe­tenz oder Schlam­pe­rei), wird kein Geld in die Taschen der Künst­ler brin­gen.

Das heißt nicht, dass die­se (zumin­dest für eine Wei­le) nicht das Gleich­ge­wicht zu den Medi­en­un­ter­neh­men beein­flus­sen wer­den. Weil Fil­ter immer min­des­tens eini­ge Zeit aus­fal­len wer­den, und weil Arti­kel 13 Unter­neh­men nicht von der Haf­tung befreit, wenn dies geschieht, muss Big Tech zu einer Art Über­ein­kunft mit den größ­ten Medi­en­un­ter­neh­men kom­men – »Du kommst aus dem Gefäng­nis frei«-Karten, zusam­men mit direk­ten Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ka­nä­len, die Medi­en­un­ter­neh­men ver­wen­den kön­nen, um ihr eige­nes Mate­ri­al zu ent­fer­nen, wenn es fälsch­li­cher­wei­se durch einen Fil­ter blo­ckiert wird. (Es ist erstaun­lich, wie oft ein Teil eines gro­ßen Medi­en­kon­zerns sei­ne eige­nen Inhal­te sperrt, die von einem ande­ren Teil des­sel­ben Rie­sen­kon­zerns hoch­ge­la­den wur­den.)

Aber es ist ziem­lich naiv sich vor­zu­stel­len, dass der Geld­trans­fer von Big Tech zu Big Con­tent Künst­ler berei­chern wird. Da es sich klei­ne­re euro­päi­sche Tech­no­lo­gie­un­ter­neh­men nicht leis­ten kön­nen, Arti­kel 13 ein­zu­hal­ten, wer­den Künst­ler kei­ne ande­re Wahl haben, als sich bei den gro­ßen Medi­en­un­ter­neh­men anzu­mel­den, auch wenn ihnen der ange­bo­te­ne Deal nicht gefällt.

Klei­ne­re Unter­neh­men spie­len heu­te eine wich­ti­ge Rol­le im Tech­no­lo­gie-Öko­sys­tem der EU. Es gibt natio­na­le Alter­na­ti­ven ähn­lich wie Insta­gram, Goog­le und Face­book, die die US Big Tech in ihren Her­kunfts­län­dern über­tref­fen. Die­se wer­den den Kon­takt mit Arti­kel 13 nicht über­le­ben. Die win­zi­gen Aus­nah­men von Arti­kel 13 für klei­ne­re Tech­no­lo­gie­un­ter­neh­men waren ohne­hin nur Maku­la­tur, und die neu­es­te Ver­si­on von Arti­kel 13 macht die­se Aus­nah­men nutz­los.

Klei­ne­re Tech­no­lo­gie­un­ter­neh­men wer­den auch nicht in der Lage sein, die unver­meid­li­che Flut von Ansprü­chen von Copy­right-Trol­len und klein­ka­rier­ten Betrü­gern zu bewäl­ti­gen, die eine sich bie­ten­de Gele­gen­heit wit­tern.

Klei­ne­re Medi­en­un­ter­neh­men – oft von unab­hän­gi­gen Künst­lern geführt, um ihre eige­nen Krea­tio­nen oder die eini­ger weni­ger Freun­de zu ver­mark­ten – wer­den eben­falls kei­nen Platz am Tisch mit Big Tech fin­den und die­se klei­nen Anbie­ter müs­sen sich aus­schließ­lich dar­auf kon­zen­trie­ren, die Medi­en­rie­sen davon abzu­hal­ten, die Bestim­mun­gen von Arti­kel 13 zu nut­zen, um sie ganz aus dem Geschäft zu drän­gen.

In der Zwi­schen­zeit wer­den »Fil­ter für alles« eine Gold­gru­be für Betrü­ger und Gau­ner sein, die Künst­ler aus­nut­zen. Arti­kel 13 wird die­se Sys­te­me zwin­gen, sich auf der Sei­te der Über­blo­ckie­rung poten­zi­el­ler Urhe­ber­rechts­ver­let­zun­gen zu irren, und das ist ein Glücks­fall für Erpres­ser, die gefälsch­te Urhe­ber­rechts­an­sprü­che nut­zen kön­nen, um die Feeds von Künst­lern abzu­schal­ten und Geld zu ver­lan­gen, um die Ansprü­che auf­zu­he­ben. Theo­re­tisch kön­nen auf die­se Wei­se schi­ka­nier­te Künst­ler ver­su­chen, die Platt­for­men dazu zu brin­gen, den Betrug zu erken­nen, aber ohne den Schutz eines gro­ßen Medi­en­un­ter­neh­mens mit sei­nen Rück­ka­nä­len in die gro­ßen Tech­no­lo­gie­un­ter­neh­men müs­sen sich die­se Künst­ler hin­ter Mil­lio­nen ande­rer Men­schen anstel­len, die zu Unrecht gefil­tert wur­den, um ihren Fall zu ver­tre­ten.

Wenn du jetzt schon denkst, dass Big Tech schlecht ist…

Kurz­fris­tig kippt Arti­kel 13 das Spiel­feld in Rich­tung Medi­en­un­ter­neh­men, aber die­ser Vor­teil wird schnell dahin sein.

Ohne die Not­wen­dig­keit, auf­stre­ben­de Kon­kur­ren­ten in Euro­pa zu kau­fen oder zu ver­nich­ten, wer­den die ame­ri­ka­ni­schen Tech­no­lo­gie­rie­sen nur grö­ßer und schwie­ri­ger zu zäh­men sein. Selbst die aggres­si­ve Kar­tell­ar­beit der Euro­päi­schen Kom­mis­si­on wird wenig zur För­de­rung des Wett­be­werbs bei­tra­gen, wenn der Wett­be­werb gegen Big Tech im Rah­men der Geschäfts­tä­tig­keit Hun­der­te von Mil­lio­nen Euro für die Ein­hal­tung des Urhe­ber­rechts erfor­dert – Kos­ten, die Big Tech wäh­rend des Wachs­tums nie zu tra­gen hat­te, und die die Tech­no­lo­gie­un­ter­neh­men ver­nich­tet hät­ten, bevor sie wach­sen konn­ten.

Zehn Jah­re nach der Ver­ab­schie­dung von Arti­kel 13 wird Big Tech grö­ßer denn je und noch ent­schei­den­der für den Betrieb von Medi­en­un­ter­neh­men sein. Die Big Tech-Unter­neh­men wer­den die­se Macht nicht als eine öffent­li­che Treu­hand­ge­sell­schaft behan­deln, die für alle gerecht ver­wal­tet wird: Sie wer­den sie als einen wirt­schaft­li­chen Vor­teil behan­deln, der auf jede erdenk­li­che Wei­se genutzt wer­den kann. Wenn der Tag kommt, an dem die FIFA, Uni­ver­sal oder Sky die Techrie­sen Goog­le, Face­book oder Apple viel mehr benö­ti­gen als umge­kehrt, wer­den die Tech­no­lo­gie­un­ter­neh­men aus­pres­sen, aus­pres­sen und aus­pres­sen.

Dies wird natür­lich dem Ergeb­nis der Medi­en­un­ter­neh­men scha­den. Aber weißt du, wem es noch scha­den wird?

Künst­lern.

Denn Medi­en­rie­sen, wie ande­re Unter­neh­men, die einen Käu­fer­markt für ihre Roh­stof­fe – also Kunst und ande­re krea­ti­ve Arbei­ten – haben, tei­len ihre Ein­nah­men nicht mit ihren Lie­fe­ran­ten, aber sie erwar­ten von ihren Lie­fe­ran­ten unbe­dingt, dass sie ihre Ver­lus­te mit­tra­gen.

Wenn Medi­en­un­ter­neh­men ver­hun­gern, neh­men sie Künst­ler mit. Wenn Künst­ler kei­ne ande­re Wahl haben, wer­den sie von den Medi­en­un­ter­neh­men noch stär­ker aus­ge­presst.

Was ist zu tun?

Weder Medi­en­rie­sen noch Tech­no­lo­gie­rie­sen haben die Inter­es­sen von Künst­lern im Blick.

Bei­de Arten von Unter­neh­men sind voll von Men­schen, die sich um Künst­ler küm­mern, aber insti­tu­tio­nell han­deln sie für ihre Aktio­nä­re, und jeder Cent, den sie einem Künst­ler geben, ist ein Cent, den sie nicht an die­se Inves­to­ren zurück­ge­ben kön­nen.

Eine wich­ti­ge Kon­trol­le die­ser Dyna­mik ist der Wett­be­werb. Den Kar­tell­be­hör­den ste­hen vie­le Instru­men­te zur Ver­fü­gung, die seit mehr als einer Gene­ra­ti­on weit­ge­hend unge­nutzt sind. Unter­neh­men wur­de erlaubt durch Fusio­nen oder durch die Über­nah­me auf­kom­men­der Wett­be­wer­ber zu wach­sen, so dass Künst­ler weni­ger Medi­en­un­ter­neh­men und weni­ger Tech­no­lo­gie­un­ter­neh­men als Ansprech­part­ner haben, was bedeu­tet, dass die­se Unter­neh­men Künst­ler noch enger in den Wür­ge­griff neh­men und ihnen noch weni­ger Geld für ihre Arbeit geben kön­nen. Kar­tell­äm­ter könn­ten das ver­hin­dern.

Ein wei­te­rer wich­ti­ger Mecha­nis­mus könn­te eine ech­te Urhe­ber­rechts­re­form sein, wie die Neu­or­ga­ni­sa­ti­on des bestehen­den Rechts­rah­mens für das Urhe­ber­recht oder die För­de­rung neu­er Sys­te­me zur Auf­tei­lung der Ein­nah­men, wie frei­wil­li­ge Rah­men­li­zen­zen, die es Künst­lern ermög­li­chen könn­ten, sich für einen Pool von Urhe­ber­rech­ten gegen Lizenz­ge­büh­ren zu ent­schei­den.

Ein sol­ches Sys­tem muss dar­auf aus­ge­rich­tet sein, his­to­ri­sche For­men der Kor­rup­ti­on zu bekämp­fen, wie z.B. Ver­wer­tungs­ge­sell­schaf­ten, die Lizenz­zah­lun­gen unge­recht­fer­tigt ver­tei­len, oder Medi­en­un­ter­neh­men, die die­se bean­spru­chen. Das wäre die Art von zukunfts­si­che­rer Reform, die die Urhe­ber­rechts­richt­li­nie hät­te beschrei­ten kön­nen, bevor sie von den Inter­es­sen­ver­tre­tern in Beschlag genom­men wur­de.

Ohne die­se Richt­li­ni­en wer­den wir am Ende die Medi­en­un­ter­neh­men berei­chern, aber nicht die Künst­ler, deren Wer­ke sie ver­kau­fen. Auf einem unfai­ren Markt­seg­ment ein­fach mehr Urhe­ber­rech­te an Ver­wer­ter zu ver­ge­ben, ist wie einem gemobb­ten Kind zusätz­li­ches Essens­geld zu geben: Die Bul­lies neh­men sich das zusätz­li­che Geld auch noch, und das Kind wird wei­ter­hin hung­rig sein.

Künst­ler soll­ten auf der Sei­te des frei­en Aus­tauschs ste­hen.
Es ist ein­fach, sich auf Medi­en und Kunst zu kon­zen­trie­ren, wenn man an Arti­kel 13 denkt, aber dort wird des­sen pri­mä­re Wir­kung nicht zu sehen sein.

Die Platt­for­men, auf die sich Arti­kel 13 rich­tet, sind nicht in ers­ter Linie Unter­hal­tungs­me­di­en: Sie wer­den für alles genutzt, von der Roman­tik bis zum Fami­li­en­le­ben, von der Beschäf­ti­gung bis zur Unter­hal­tung, von Gesund­heit bis Frei­zeit, von Poli­tik und Staats­bür­ger­schaft und mehr.

Urhe­ber­rechts­fil­ter wer­den sich auf alle die­se Akti­vi­tä­ten aus­wir­ken, da sie alle mit den glei­chen Pro­ble­men wie Fal­se-Posi­ti­ves, Zen­sur, Betrug und mehr kon­fron­tiert sein wer­den.

Die Kunst hat sich schon immer für die freie Mei­nungs­äu­ße­rung für alle ein­ge­setzt, nicht nur für Künst­ler. Big Tech und Big Media üben bereits eine enor­me Kon­trol­le über unser öffent­li­ches und gesell­schaft­li­ches Leben aus. Die­se Kon­trol­le noch­mals zu erhö­hen ist schlecht für uns alle, nicht nur für die­je­ni­gen von uns die Künst­ler sind.

Künst­ler und Publi­kum haben ein gemein­sa­mes Inter­es­se dar­an, das Leben von Künst­lern zu för­dern: Men­schen kau­fen kei­ne Bücher, Musik oder Fil­me, weil sie Medi­en­un­ter­neh­men unter­stüt­zen wol­len, sie tun es, um Krea­ti­ve zu unter­stüt­zen. Wie immer ist für Künst­ler die rich­ti­ge Sei­te, auf der sie sein kön­nen, die Sei­te des Publi­kums: die Sei­te der frei­en Mei­nungs­äu­ße­rung, ohne unter­neh­me­ri­sche Tor­wäch­ter jeg­li­cher Art.

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Über­setzt mit www​.DeepL​.com/​T​r​a​n​s​l​a​tor, Ände­run­gen von mir (ja, ich weiß, dass eini­ge For­mu­lie­run­gen bes­ser sein könn­ten, ich habe bereits diver­se üble Pat­zer von DeepL ent­fernt, aber hier geht es mei­ner Ansicht nach mehr um die Sache als um per­fek­te Form)

Die Nebula Award-Finalisten 2018

Sci­ence Fic­tion and Fan­ta­sy Wri­ters of Ame­ri­ca haben die Lis­te mit den Fina­lis­ten für die 54. Ver­lei­hung der Nebu­la Awards her­aus­ge­ge­ben, die im Rah­men der jähr­li­chen »Nebu­la Con­fe­rence« ver­lie­hen wer­den sol­len. Die fin­det vom 16. bis zum 19. Mai 2019 im War­ner Cen­ter Mar­riott Wood­land Hills statt. Der Ein­tritt ist übri­gens frei.

Aus­ge­zeich­net wer­den Ver­öf­fent­li­chun­gen aus dem Vor­jahr. Wer auf der Suche nach Phan­tas­tik-Lese­stoff ist, wird mit die­ser Lis­te ganz sicher fün­dig.

Novel

The Cal­cu­la­ting Stars, Mary Robi­net­te Kowal (Tor)

The Pop­py War, R.F. Kuang (Har­per Voy­a­ger US; Har­per Voy­a­ger UK)

Black­fi­sh City, Sam J. Mil­ler (Ecco; Orbit UK)

Spin­ning Sil­ver, Nao­mi Novik (Del Rey; Macmil­lan)

Witch­mark, C.L. Polk (Tor​.com Publi­shing)

Trail of Light­ning, Rebec­ca Roan­horse (Saga)

Novella

Fire Ant, Jona­than P. Bra­zee (Sem­per Fi)

The Black God’s Drums, P. Djè­lí Clark (Tor​.com Publi­shing)

The Tea Mas­ter and the Detec­ti­ve, Ali­et­te de Bodard (Sub­ter­ra­ne­an)

Ali­ce Pay­ne Arri­ves, Kate Heart­field (Tor​.com Publi­shing)

Gods, Mons­ters, and the Lucky Peach, Kel­ly Rob­son (Tor​.com Publi­shing)

Arti­fi­ci­al Con­di­ti­on, Mar­tha Wells (Tor​.com Publi­shing)

Novelette

The Only Harm­less Gre­at Thing, Broo­ke Bol­an­der (Tor​.com Publi­shing)

The Last Ban­quet of Tem­po­ral Con­fec­tions”, Tina Con­nol­ly (Tor​.com 7/​11/​18)

An Agent of Uto­pia”, Andy Dun­can (An Agent of Uto­pia)

The Sub­s­tance of My Lives, the Acci­dents of Our Births”, José Pablo Iri­ar­te (Lightspeed 1/​18)

The Rule of Three”, Law­rence M. Schoen (Future Sci­ence Fic­tion Digest 12/​18)

Mes­sen­ger”, Yud­han­ja­ya Wije­rat­ne and R.R. Vir­di (Expan­ding Uni­ver­se, Volu­me 4)

Short Story

Inter­view for the End of the World”, Rhett C. Bru­no (Bridge Across the Stars)

The Secret Lives of the Nine Negro Tee­th of Geor­ge Washing­ton”, Phen­der­son Djè­lí Clark (Fire­si­de 2/​18)

Going Dark”, Richard Fox (Back­blast Area Clear)

And Yet”, A.T. Green­blatt (Uncan­ny 3–4/18)

A Witch’s Gui­de to Escape: A Prac­ti­cal Com­pen­di­um of Por­tal Fan­ta­sies”, Alix E. Har­row (Apex 2/​6/​18)

The Court Magi­ci­an”, Sarah Pins­ker (Lightspeed 1/​18)

Game Writing

Black Mir­ror: Ban­ders­natch, Char­lie Broo­ker (House of Tomor­row & Net­flix)

The Road to Can­ter­bu­ry, Kate Heart­field  (Choice of Games)

God of War, Matt Sophos, Richard Zan­g­ran­de Gau­bert, Cory Bar­log, Ori­on Wal­ker, and Adam Dolin (San­ta Moni­ca Studio/​Sony/​Interactive Enter­tain­ment)

Rent-A-Vice, Nata­lia Theo­do­ri­dou (Choice of Games)

The Mar­ti­an Job, M. Dar­u­sha Wehm (Choice of Games)

The Ray Bradbury Award for Outstanding Dramatic Presentation

The Good Place: “Jere­my Bea­ri­my”, Writ­ten by: Megan Amram

Black Pan­ther, Writ­ten by: Ryan Coog­ler and Joe Robert Cole

A Quiet Place, Screen­play by: John Kras­in­ski and Bryan Woods & Scott Beck

Spi­der-Man: Into the Spi­der-Ver­se, Screen­play by: Phil Lord and Rod­ney Roth­man

Dir­ty Com­pu­ter, Writ­ten by: Janel­le Monáe and Chuck Light­ning

Sor­ry to Bother You, Writ­ten by: Boots Riley

The Andre Norton Award for Outstanding Young Adult Science Fiction or Fantasy Book

Child­ren of Blood and Bone, Tomi Adey­e­mi (Hen­ry Holt; Macmil­lan)

Aru Shah and the End of Time, Rosha­ni Chok­shi (Rick Rior­dan Pres­ents)

A Light in the Dark, A.K. DuB­off (BDL)

Tess of the Road, Rachel Hart­man (Ran­dom House)

Dread Nati­on, Jus­ti­na Ire­land (Bal­zer + Bray)

Peas­p­rout Chen: Future Legend of Skate and Sword, Hen­ry Lien (Hen­ry Holt)

Logo Nebu­la Awards Copy­right SFWA, die sind auch die Quel­le der Lis­te

Die Gewinner der BAFTA Awards 2019

 

Ges­tern wur­den in der alt­ehr­wür­di­gen Roy­al Albert Hall in Lon­don die 72. bri­ti­schen Film­prei­se, die BAFTA Awards, ver­ge­ben (BAFTA ist eine Abkür­zung von »Bri­tish Aca­de­my Of Film And Tele­vi­si­on Arts«). Die gel­ten wie immer als Hin­weis auf mög­li­che Gewin­ner bei den Oscars in zwei Wochen.

Nicht ganz über­ra­schend ist der gro­ße Gewin­ner Alfon­so Cuaróns ROMA. Das ist inter­es­san­ter­wei­se gar kein Kino­film, er wur­de für den Strea­ming­dienst Net­flix pro­du­ziert. Ein wei­te­rer Hin­weis, dass Strea­ming längst sei­nen Platz in der  Film­welt erobert hat, auch wenn eini­ge Kino­be­sit­zer und Ver­lei­her das immer noch nicht begrif­fen zu haben schei­nen und das Spie­len von Net­flix-Pro­duk­tio­nen in den Licht­spiel­häu­sern mit Hin­weis auf das Erst­ver­wer­tungs­fens­ter ver­wei­gern.

Das Gen­re ist nur spar­sam ver­tre­ten: Der bes­te Ani­ma­ti­ons­film geht an SPIDER-MAN: INTO THE SPIDER-VERSE und BLACK PANTHER erhielt eine Aus­zeich­nung für visu­el­le Effek­te.

Die kom­plet­te Lis­te der Nomi­nier­ten und Gewin­ner im Fol­gen­den, die Preis­trä­ger sind fett her­vor­ge­ho­ben.

BEST FILM

  • BLACKkKLANS­MAN Jason Blum, Spike Lee, Ray­mond Mans­field, Sean McKittrick, Jor­dan Pee­le
  • THE FAVOURITE Ceci Demp­sey, Ed Gui­ney, Yor­gos Lan­t­hi­mos, Lee Mag­iday
  • GREEN BOOK Jim Bur­ke, Bri­an Cur­rie, Peter Far­rel­ly, Nick Val­le­lon­ga, Charles B. Wess­ler
  • ROMA Alfon­so Cuarón, Gabrie­la Rodrí­guez
  • A STAR IS BORN Brad­ley Coo­per, Bill Ger­ber, Lynet­te Howell Tay­lor

 

OUTSTANDING BRITISH FILM

  • BEAST Micha­el Pear­ce, Kris­ti­an Bro­die, Lau­ren Dark, Iva­na MacK­in­non
  • BOHEMIAN RHAPSODY Gra­ham King, Antho­ny McCar­ten
  • THE FAVOURITE Yor­gos Lan­t­hi­mos, Ceci Demp­sey, Ed Gui­ney, Lee Mag­iday, Debo­rah Davis, Tony McNa­ma­ra
  • McQUEEN Ian Bon­hô­te, Peter Etted­gui, Andee Ryder, Nick Taus­sig
  • STAN & OLLIE Jon S. Baird, Faye Ward, Jeff Pope
  • YOU WERE NEVER REALLY HERE Lyn­ne Ramsay, Rosa Attab, Pas­cal Cau­cheteux, James Wil­son

 

OUTSTANDING DEBUT BY A BRITISH WRITER, DIRECTOR OR PRODUCER

  • APOSTASY Dani­el Koko­ta­j­lo (Writer/​Director)
  • BEAST Micha­el Pear­ce (Writer/​Director), Lau­ren Dark (Pro­du­cer)
  • A CAMBODIAN SPRING Chris Kel­ly (Writer/​Director/​Producer)
  • PILI Lean­ne Wel­ham (Writer/​Director), Sophie Har­man (Pro­du­cer)
  • RAY & LIZ Richard Bil­ling­ham (Writer/​Director), Jac­qui Davies (Pro­du­cer)

 

FILM NOT IN THE ENGLISH LANGUAGE

  • CAPERNAUM Nadi­ne Labaki, Kha­led Mouz­a­nar
  • COLD WAR Pawe? Paw­li­kow­ski, Tanya Seg­hat­chi­an, Ewa Puszczy?ska
  • DOGMAN Matteo Gar­ro­ne
  • ROMA Alfon­so Cuarón, Gabrie­la Rodrí­guez
  • SHOPLIFTERS Hiro­ka­zu Kore-eda, Kao­ru Mat­su­za­ki

 

DOCUMENTARY

  • FREE SOLO Eliza­beth Chai Vas­ar­he­lyi, Jim­my Chin, Shan­non Dill, Evan Hayes
  • McQUEEN Ian Bon­hô­te, Peter Etted­gui
  • RBG Julie Cohen, Bet­sy West
  • THEY SHALL NOT GROW OLD Peter Jack­son, Cla­re Ols­sen
  • THREE IDENTICAL STRANGERS Tim Ward­le, Grace Hug­hes-Hal­lett, Becky Read

 

ANIMATED FILM

  • INCREDIBLES 2 Brad Bird, John Wal­ker
  • ISLE OF DOGS Wes Ander­son, Jere­my Daw­son
  • SPIDER-MAN: INTO THE SPIDER-VERSE Bob Per­si­chet­ti, Peter Ram­sey, Rod­ney Roth­man, Phil Lord

 

DIRECTOR

  • BLACKkKLANS­MAN Spike Lee
  • COLD WAR Pawe? Paw­li­kow­ski
  • THE FAVOURITE Yor­gos Lan­t­hi­mos
  • ROMA Alfon­so Cuarón
  • A STAR IS BORN Brad­ley Coo­per

 

ORIGINAL SCREENPLAY

  • COLD WAR Janusz G?owacki, Pawe? Paw­li­kow­ski
  • THE FAVOURITE Debo­rah Davis, Tony McNa­ma­ra
  • GREEN BOOK Bri­an Cur­rie, Peter Far­rel­ly, Nick Val­le­lon­ga
  • ROMA Alfon­so Cuarón
  • VICE Adam McK­ay

 

ADAPTED SCREENPLAY

  • BLACKkKLANS­MAN Spike Lee, David Rabi­no­witz, Char­lie Wach­tel, Kevin Will­mott
  • CAN YOU EVER FORGIVE ME? Nico­le Holof­ce­ner, Jeff Whit­ty
  • FIRST MAN Josh Sin­ger
  • IF BEALE STREET COULD TALK Bar­ry Jenk­ins
  • A STAR IS BORN Brad­ley Coo­per, Will Fet­ters, Eric Roth

 

LEADING ACTRESS

  • GLENN CLOSE The Wife
  • LADY GAGA A Star Is Born
  • MELISSA McCAR­THY Can You Ever For­gi­ve Me?
  • OLIVIA COLMAN The Favou­ri­te
  • VIOLA DAVIS Widows

 

LEADING ACTOR

  • BRADLEY COOPER A Star Is Born
  • CHRISTIAN BALE Vice
  • RAMI MALEK Bohe­mi­an Rhap­so­dy
  • STEVE COOGAN Stan & Ollie
  • VIGGO MORTENSEN Green Book

 

SUPPORTING ACTRESS

  • AMY ADAMS Vice
  • CLAIRE FOY First Man
  • EMMA STONE The Favou­ri­te
  • MARGOT ROBBIE Mary Queen of Scots
  • RACHEL WEISZ The Favou­ri­te

 

SUPPORTING ACTOR

  • ADAM DRIVER BlacKkKlans­man
  • MAHERSHALA ALI Green Book
  • RICHARD E. GRANT Can You Ever For­gi­ve Me?
  • SAM ROCKWELL Vice
  • TIMOTHÉE CHALAMET Beau­tiful Boy

 

ORIGINAL MUSIC

  • BLACKkKLANS­MAN Terence Blan­chard
  • IF BEALE STREET COULD TALK Nicho­las Britell
  • ISLE OF DOGS Alex­and­re Des­plat
  • MARY POPPINS RETURNS Marc Shai­man
  • A STAR IS BORN Brad­ley Coo­per, Lady Gaga, Lukas Nel­son

 

CINEMATOGRAPHY

  • BOHEMIAN RHAPSODY New­ton Tho­mas Sigel
  • COLD WAR ?uka­sz ?al
  • THE FAVOURITE Rob­bie Ryan
  • FIRST MAN Linus Sand­gren
  • ROMA Alfon­so Cuarón

 

EDITING

  • BOHEMIAN RHAPSODY John Ott­man
  • THE FAVOURITE Yor­gos Mavrop­s­a­ri­dis
  • FIRST MAN Tom Cross
  • ROMA Alfon­so Cuarón, Adam Gough
  • VICE Hank Cor­win

 

PRODUCTION DESIGN

  • FANTASTIC BEASTS: THE CRIMES OF GRINDELWALD Stuart Craig, Anna Pin­nock
  • THE FAVOURITE Fio­na Crom­bie, Ali­ce Fel­ton
  • FIRST MAN Nathan Crow­ley, Kathy Lucas
  • MARY POPPINS RETURNS John Myh­re, Gor­don Sim
  • ROMA Euge­nio Cabal­le­ro, Ba?rbara Enri?quez

 

COSTUME DESIGN

  • THE BALLAD OF BUSTER SCRUGGS Mary Zoph­res
  • BOHEMIAN RHAPSODY Juli­an Day
  • THE FAVOURITE San­dy Powell
  • MARY POPPINS RETURNS San­dy Powell
  • MARY QUEEN OF SCOTS Alex­an­dra Byr­ne

 

MAKE UP & HAIR

  • BOHEMIAN RHAPSODY Mark Coulier, Jan Sewell
  • THE FAVOURITE Nadia Stacey
  • MARY QUEEN OF SCOTS Jen­ny Shir­co­re
  • STAN & OLLIE Mark Coulier, Jere­my Wood­head, Josh Wes­t­on
  • VICE Kate Bis­coe, Greg Can­nom, Patri­cia DeHa­ney, Chris Gal­la­her

 

SOUND

  • BOHEMIAN RHAPSODY John Casa­li, Tim Cava­gin, Nina Harts­tone, Paul Mas­sey, John War­hurst
  • FIRST MAN Mary H. Ellis, Mild­red Iatrou Mor­gan, Ai-Ling Lee, Frank A. Mon­ta­ño, Jon Tay­lor
  • MISSION: IMPOSSIBLE – FALLOUT Gil­bert Lake, James H. Mather, Chris Mun­ro, Mike Prest­wood Smith
  • A QUIET PLACE Erik Aadahl, Micha­el Baros­ky, Bran­don Proc­tor, Ethan Van der Ryn
  • A STAR IS BORN Ste­ve Mor­row, Alan Robert Mur­ray, Jason Ruder, Tom Oza­nich, Dean Zupan­cic

 

SPECIAL VISUAL EFFECTS

  • AVENGERS: INFINITY WAR Dan DeLee­uw, Rus­sell Earl, Kel­ly Port, Dan Sudick
  • BLACK PANTHER Geoffrey Bau­mann, Jes­se James Chis­holm, Craig Hammack, Dan Sudick
  • FANTASTIC BEASTS: THE CRIMES OF GRINDELWALD Tim Bur­ke, Andy Kind, Chris­ti­an Manz, David Wat­kins
  • FIRST MAN Ian Hun­ter, Paul Lam­bert, Tris­tan Myl­es, J.D. Schwalm
  • READY PLAYER ONE Matthew E. But­ler, Gra­dy Cofer, Roger Guy­ett, David Shirk

 

BRITISH SHORT ANIMATION

  • I’M OK Eliza­beth Hobbs, Abi­ga­il Addi­son, Jele­na Popo­vi?
  • MARFA Greg McLeod, Myl­es McLeod
  • ROUGHHOUSE Jona­than Hodgson, Richard Van Den Boom

 

BRITISH SHORT FILM

  • 73 COWS Alex Lock­wood
  • BACHELOR, 38 Ange­la Clar­ke
  • THE BLUE DOOR Ben Clark, Megan Pugh, Paul Tay­lor
  • THE FIELD Sand­hya Suri, Tho­mas Bide­gain, Balt­ha­zar de Ganay
  • WALE Barnaby Blackb­urn, Sophie Alex­an­der, Cathe­ri­ne Sla­ter, Edward Spe­leers

 

EE RISING STAR AWARD

  • BARRY KEOGHAN
  • CYNTHIA ERIVO
  • JESSIE BUCKLEY
  • LAKEITH STANFIELD
  • LETITIA WRIGHT

Pro­mo­fo­to Copy­right Bri­tish Aca­de­my Of Film And Tele­vi­si­on Arts (BAFTA), die sind auch die Quel­le der Gewin­ner­lis­te

Trailer für Fanfilm STAR TREK: FIRST FRONTIER

Der Fan­film STAR TREK: FIRST FRONTIER erzählt die Geschich­te des ers­ten Cap­ta­ins der USS Enter­pri­se, Robert April und des­sen Frau und ers­tem Offi­zier Dr. Sarah April sowie der Jung­fern­fahrt des iko­ni­schen Raum­schiffs.

Man darf jetzt schon gespannt sein, wie schnell Para­mount und CBS ihre Rechts­an­wäl­te von der Ket­te las­sen, um dem Pro­jekt eine Unter­las­sungs­auf­for­de­rung zuzu­stel­len. Auch dass sie den Ori­gi­nal­sound­track ver­wen­den hal­te ich für – gewagt …

Das hier ist der Trai­ler, der fer­ti­ge Film soll im März 2019 kom­men. Inter­es­sant ist, dass sowohl Nichel­le Nichols als auch John Bil­lings­ley bei der Beset­zung genannt wer­den.

Cast:
Robert Pral­go – Cap­tain Robert April
Tara Ochs – Dr. Sarah April
Bar­ry Cor­bin – John April
Nichel­le Nichols – Nyo­ta Uhura
Mark Ashworth – Com­man­der Young
Paul Tel­fer – Com­man­der McCain
Vin­ce Can­las – Lt. Com­man­der Cor­bin
Bri­an­na Fer­ris – Lieu­ten­ant Lyra
Bran­don Tha­ne Wil­son – Ensign Brooks
Autumn Dawn Niero­de – Yeo­man Nichols
Dia­ny Rodri­guez – Lieu­ten­ant Tai
James Smith – Lieu­ten­ant DePriest
Chris­ti­ne Chaf­fee – Com­pu­ter Vocals
Joshua Reid-Davis – Nur­se Jacobs
Rhys Smith – Back­ground Vocals
Stan Har­ring­ton – Cap­tain Coll­ins
Robert Bryan Davis – Admi­ral Tay­lor
Nata­lie Pero – Grace April
April Bil­lings­ley – Coun­se­lor Lynch

An der Ton­mi­schung arbei­ten sie hof­fent­lich noch mal …

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Die Golden Globes 2019

Ges­tern wur­den im Bever­ly Hil­ton Hotel in Bever­ly Hills, Kali­for­ni­en zum 76. Mal die Gol­den Glo­bes für Film und Fern­se­hen ver­lie­hen. Damit wer­den außer­ge­wöhn­li­che Pro­duk­tio­nen und Schau­spie­ler des Vor­jah­res aus­ge­zeich­net.

Ich sag’s gleich vor­weg: Es sah dies­mal für das Gen­re sehr, sehr düs­ter aus. Mit BLACK PANTHER war erst­mals eine Pro­duk­ti­on mit einem schwar­zen Haupt­dar­stel­ler als bes­ter Film nomi­niert, aber der Preis ging an BOHEMIAN RHAPSODY. Man kann sich aller­dings über SPIDER-MAN: INTO THE SPIDER-VERSE als bes­ten ani­mier­ten Film freu­en. Ansons­ten eher Fehl­an­zei­ge für Phan­tas­tik.

Rami Malek erhielt dann auch noch den bes­ten Schau­spie­ler für sei­ne Dar­stel­lung des Sän­gers Fred­die Mer­cu­ry, eben­falls in BOHEMIAN RHAPSODY, bes­te Schau­spie­le­rin ist Glenn Clo­se in THE WIFE. Der Glo­be für die bes­te Regie ging an Alfon­so Cuarón – für ROMA.

Im Bereich Fern­se­hen ging die bes­te Serie an THE AMERICANS, die bes­te Come­dy ist THE KOMINSKI METHOD. Bes­te Schau­spie­le­rin ist hier San­d­rah Oh für KILLING EVE und den Preis für den bes­ten Schau­spie­ler gewann Richard Mad­den für BODYGUARD.

Die kom­plet­te Gewin­ner­lis­te im Fol­gen­den.

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