Einen neuen Comic um den Urvater aller Blutsauger gibt es bei Splitter: Der Band um DRACULA erscheint gerade noch pünktlich vor Weihnachten am 18. Dezember 2020:
DRACULA von Georges Bess ist keine experimentelle oder freie Interpretation von Stokers Roman, sondern vielmehr eine auf grafische und erzählerische Exzellenz ausgelegte werkgetreue Überführung in die Neunte Kunst. Kunst ließe sich in diesem Zusammenhang mit Recht in Großbuchstaben schreiben, denn mit Georges Bess, der vor allem für seine Kooperationen mit dem legendären Alejandro Jodorowsky bekannt wurde (bei Der weiße Lama, Anibal 5 oder Juan Solo), widmet sich einer der bekanntesten Altmeister der frankobelgischen Comickunst dem Stoff. In ausufernden, schwarz-weißen Tuschezeichnungen erforscht Bess den fundamentalen Grusel von Dracula auf über 200 Comic-Seiten – ein monumentales Werk, das seine bibliophile Aufmachung mit doppelt vergoldetem Cover im Splitter-Überformat mehr als verdient.
Der Band ist sagenhafte 200 Seiten dick und erleichtert die Geldbörse um 39,80 Euro, die ISBN ist 978–3‑96219–570‑0. Weitere Informationen findet man direkt beim Verlag.
Vermutlich war es ursprünglich als Companion zu Villeneuves Kinfofilm gedacht: Es gibt eine neue Graphic Novel-Version von Frank Herberts Science Fiction Klassiker DUNE. Die deutsche Fassung erscheint bei Splitter:
Der genredefinierende und mehrfach ausgezeichnete Klassiker der Science-Fiction erscheint als umfangreiche Graphic Novel neu erzählt bei Splitter.
Dune erzählt die Geschichte von Paul Atreides und seiner Familie, die auf dem Wüstenplaneten Arrakis die Vorherrschaft über die Förderung des Spice übernehmen, der mystischen Droge, die das Reisen zwischen den Sternen ermöglicht. Frank Herbert revolutionierte mit Dune und seiner einzigartigen Mischung aus Abenteuer, Mystizismus, Ökologie und politischem Ränkespiel das Science-Fiction-Genre.
Gemeinsam mit Bestseller-Autor Kevin J. Anderson adaptiert sein Sohn Brian Herbert das Meisterwerk in drei Bänden als Graphic Novel, um eine neue Generation von Lesern zu begeistern. Mit Raúl Allén zeichnet einer der profiliertesten Künstler der Comic-Szene für die graphische Umsetzung der Vision Herbert Verantwortung, und die Cover-Illustrationen von Legende Bill Sienkiewicz heben das Projekt endgültig auf ein Niveau, das Exzellenz verspricht.
DUNE Band eins (von drei) erscheint als Hardcover, ist 176 Seiten stark und wird 25 Euro kosten. Der Releasetermin ist am 18. Dezember 2020. Auf diese Weise können sich DUNE-Fans vielleicht um den drastisch nach hinten verschobenen Start des Kinofilms hinwegtrösten.
DUNE
Band 1 von 3
Szenario: Brian Herbert und Kevin J. Anderson nach Frank Herbert
Zeichnung: Raúl Allén und Patricia Martin
176 Seiten, Hardcover
Band 1 von 3
ISBN 978–3‑95839–449‑0
25,00 €
Ab heute ist bei dani books eine um 30 Seiten erweiterte und neu übersetzte Fassung von James O‘Barrs düsterem Comicklassiker THE CROW erhältlich, die das Werk so zeigt, wie der Künstler es ursprünglich gedacht hatte. Pressetext:
Als James O’Barr den Schmerz und die Qual einer persönlichen Tragödie in die Zeichnungen von THE CROW einfließen ließ, fand seine äußerst kathartische Geschichte von Eric – der von den Toten aufersteht, um den brutalen Mord an sich und seiner Verlobten zu rächen – bei Lesern auf der ganzen Welt Anklang.
Mit THE CROW – ULTIMATE EDITION liegt die illustrierte Erzählung, die die Grundlage für den »überwältigenden« (Roger Ebert) Kinoerfolg voller »unauslöschlicher Bilder« (Rolling Stone) bildete, nicht nur erstmals nach über 25 Jahren in komplett neuer Übersetzung wieder auf Deutsch vor, sondern gleichzeitig auch zum ersten Mal in der vom Autor ursprünglich beabsichtigten Fassung mit dreißig nie zuvor gesehenen Seiten. Die bei Erstveröffentlichung aus produktionstechnischen Gründen entfernten Szenen wurden für die erweiterte Neuausgabe von James O’Barr aufwendig in seiner Originaltechnik restauriert.
Dies ist THE CROW, wie es noch nie zu sehen war: Die in ihren Bann ziehende Reise eines Racheengels und eine Feier wahrer Liebe … so eindringlich, intelligent und unvergesslich, wie sie ursprünglich
erdacht wurde.
Käufer des Buchs erhalten zusätzlich eine kostenlose Digital Copy im PDF Format.
ZHE CROW _ ULTIMATE EDITION
Story und Zeichnungen: James O’Barr
Übersetzung: Jano Rohleder
Hardcover, 17 x 26 cm, 272 Seiten
ISBN 978–3‑95956–130‑3
Empfohlenes Lesealter: ab 16 Jahren
25,00 EUR
Bei Humble gibt es wieder mal ein eBook-Paket und das dürfte für Phantastikfreunde mit Englischkenntnissen interessant sein, denn es besteht aus SF- und Fantasyromanen von namhaften Autor°Innen.
Darunter William Shatners komplette TEKWAR-Serie (immerhin neun Bücher), Romane von Timothy Zahn, Tim Powers, Jane Yolen oder Kate Elliott.
Für knapp 13 Euro (man darf natürlich auch mehr geben und bestimmen, wie viel Geld an wohltätige Zwecke geht, diesmal an die Science Fiction & Fantasy Writers of America) bekommt man 35 Romane.
Die Preisstaffeln sind (aktuell): 84, Cent, 6,76 Euro und 12,69 Euro. Günstiger kommt man an Phantastik-Befüllung für den eReader kaum heran. Alles weitere auf der Webseite zum eBook-Bundle, Stand heute hat man noch über 20 Tage Zeit, es zu erwerben.
In Deutschland sind solche eBook-Bundle leider auch im Jahr 2020 aufgrund des Klammerns an die fossile Buchpreisbindung leider nicht möglich.
Der vollständige Titel der von Felix Woitkowski herausgegebenen und beim Blitz-Verlag erschienenen Storysammlung lautet WENN DIE WELT KLEIN WIRD UND BEDROHLICH. SCHREIBEN AUS DER CORONA-ISOLATION. Klappentext:
Ich möchte glauben, dass auch diese Pandemie etwas Gutes besitzt; dass sie nicht umsonst ausbrach. Gut möglich, dass sie der außer Kontrolle geratene Blutdruck unseres Planeten war, der nun die Möglichkeit nutzte, für mehrere Wochen oder Monate in Kur zu dürfen.
Ich möchte glauben, dass wir aus diesem Ereignis etwas lernen werden. Nicht alle, aber genug von uns.
Ich möchte glauben, dass kommende Generationen von ihren Eltern gewarnt werden, es nicht so weit kommen zu lassen.
Ich möchte …
30 Phantastik-Autorinnen und ‑Autoren begleiten den ersten Monat der Corona-Isolation.
30 Perspektiven auf eine Welt im Krisenzustand.
Ein literarisch-phantastisches Tagebuch zwischen realer Dystopie und erschreckender Wirklichkeit.
Mit Beiträgen von Vincent Voss, Michael Schmidt, Jörg Kleudgen, Arthur Gordon Wolf, Nele Sickel, Silke Brandt, Petra Hartmann, Marianne Labisch, Markus K. Korb, Sascha Dinse, Gerd Scherm, Tatjana Stöckler, Sebastian von Arndt, Christian Veit Eschenfelder, Nicole Rensmann, Tobias Bachmann, Günter Wirtz, Tobias Reckermann, Martina Sprenger, Julia Annina Jorges, Thorsten Küper, Torsten Scheib, Jana Oltersdorff, Nadine Muriel, Matthias Attig, Alessandra Reß, Isabella Benz, Frank Hebben, Carolin Zwergfeld und Michael Marrak.
Das ist schon fast eine kleine Sensation: am 21.10.2020 erscheint bei Egmont Ehapa Media ein neuer Asterix-Band, allerdings keiner der neuen Zeichner und Texter Didier Conrad und Jean-Yves Ferri, sondern einer, der streng genommen noch von Uderzo und Goscinny selbst stammt.
DER GOLDENE HINKELSTEIN basiert auf einem Hörspiel mit illustriertem Beiheft, das 1967 in Frankreich erschien. Die vorhandenen Zeichnungen und Texte wurden 2019 für eine Ausgabe als Album überarbeitet, das fand noch unter der Ägide des im März 2020 verstorbenen René Goscinny selbst statt. Hörspiel und damaliges Heft sind in Deutschland nie erschienen.
Zum Inhalt:
Das ganze Dorf ist in Aufruhr: Troubadix hat beschlossen, am
legendären Gesangswettbewerb für die Barden Galliens teilzunehmen.
Der Gewinner des Wettbewerbs wird traditionell mit dem goldenen
Hinkelstein ausgezeichnet.
Weil auch die Römer großes Interesse an diesem Wettbewerb haben,
werden Asterix und Obelix beauftragt, Troubadix zu seinem Schutz zu
begleiten. Sie dürfen ihm nicht von der Seite weichen – koste es, was
es wolle!
DER GOLDENE HINKELSTEIN wird 48 Seiten stark werden und ist ab dem 21. Oktober 2020 im handel erhältlich, Der Preis für das Softcover beträgt 6,90, für die Hardcoverausgabe muss man 13 Euro berappen.
Den Namen Simon Stålenhag kennt inzwischen nicht mehr nur der Eingeweihte, denn er hat bereits verschiedene Bildbände mit seinen fantastischen Kreationen veröffentlicht, darunter beispielsweise THINGS FROM THE FLOOD, THE ELECTRIC STATE oder TALES FROM THE LOOP, letzteres wurde von Amazon sogar in eine ziemlich abgefahrene Fernsehserie adaptiert.
Das neue Werk trägt den Titel THE LABYRINTH und anhand der Informationen auf der Crowdfunding-Seite bei Kickstarter dazu, führt es die Tradition seiner Bücher fort, indem fantastische Elemente in ganz gewöhnliche Landschaften eingefügt werden. Zur Story:
A world covered by ruins and ash, the remnants of an otherwordly phenomenon that has ravaged the earth’s atmosphere and forced the few survivors deep underground. Matt, Sigrid and Charlie leave the safe harbor of the enclave for an expedition onto the wastelands of the surface world. During their journey they are forced to confront dark secrets from the time before civilization’s fall.
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Im Verlag Saphir im Stahl erschien mit RÜCKSTURZ NACH TYROS von Johannes Anders ein Roman, der sich an die nach wie vor beliebte Kult-Fernsehserie RAUMPATROUILLE anlehnt. Es handelt sich bereits um den zweiten Roman der Reihe STERNENLICHT.
Der Verlag schreib dazu:
Man schreibt das Jahr 3166. Seit den verhängnisvollen Kriegen gegen die Frogs sind über hundert Jahre vergangen. Das Staatsgebilde der Menschheit, die von kühnen Raumpionieren erschlossene Raumkugel, ist in eine Vielzahl von kleineren Reichen zerfallen oder wird von Hasardeuren und Piraten beherrscht. Eines der aufstrebendsten neuen Reiche ist die »Sternenlicht-Vereinigung« mit der Hauptwelt Tyros, einem der verwüsteten Erde sehr ähnlichen Planeten. Die Vereinigung sieht sich in der politischen und kulturellen Nachfolge der Menschheit vor dem Erscheinen der Frogs, die ebenso plötzlich und geheimnisvoll wieder von der kosmischen Bildfläche verschwunden sind, wie sie kamen.
Dies ist der Hintergrund der Hommage an die Serie RAUMPATROUILLE ORION. In der Reihe STERNENLICHT werden immer wieder Themen, Figuren und anderes aufgegriffen, ohne die Geschichte zu wiederholen.
Johannes Anders ist der Autor des zweiten Bandes mit dem Titel RÜCKSTURZ NACH TYROS.
Nach der wirtschaftlichen Erholung hat eine neue Phase der Expansion begonnen. Riesige Expeditionsmutterschiffe stoßen in unerforschte Regionen der Galaxis vor.
Admiralin Charlene Armstrong und die Crew des Expeditionsschiffs FERDINAND MAGELLAN sind vom Pech verfolgt. Bei einer missglückten Mission auf dem Planeten Vlock verlieren sie vier Erkundungskreuzer. Und auch die nächste Mission droht schon im Ansatz zu scheitern. Kein Wunder, dass Stimmen immer lauter werden, die den Rücksturz nach Tyros fordern. Aber die Admiralin bleibt unbeugsam.
Mit Johannes Anders tritt ein neuer Autor in die Reihe STERNENLICHT. Mit seinen eigenen Romanen um die unfreiwillige Agentin Miranda Wohlfahrt konnte er bereits Achtungserfolge vorweisen. Mit seinen neuen Handlungsträgern bereichert er die Welt des Sternenlicht-Universums.
RÜCKSTURZ NACH TYROS ist im Verlag Saphir im Stahl erschienen, man bekommt es aber auch bei Amazon, das Buch in Form eines broschierten Softcovers ist 182 Seiten stark und kostet 13 Euro, die ISBN lautet 978–3‑96286–047‑9. Ob es eine eBook-Version gibt, gab die Pressemitteilung nicht her, es sieht aber nicht so aus.
Buchhandel und Börsenverein wischen sich verwundert die Augen, aber irgendwie sollte es angesichts der Pandemie und ihrer Auswirkungen niemanden verwundern: Der Verkauf von eBooks hat im ersten Halbjahr 2020 deutlich zugelegt.
Laut Pressemitteilung des Börsenvereins des deutschen Buchhandels stieg der Umsatz mit eBooks um 17,8 Prozent, bei einem Absatzzuwachs von 15,3 Prozent. Das sind 18,8 Millionen verkaufte eBooks und das ist weiterhin 7,5 Prozent des gesamten Umsatzes auf dem Publikumsmarkt.
Man weist darauf hin, dass dieser Zuwach mit Einführung der Anti-Corona-Maßnahmen begonnen hat. Ich möchte mit Loriot sprechen und sagen: »Ach was?«
Im zweiten Quartal 2020 steigerten sich die Umsätze im Vergleich zum Vohrjahresquartal um fast 39%. Dieser hohe eBook-Umsatz bliebt übrigens auch stabil, als die Buchläden wieder öffnen durften. Man darf also davon ausgehen, dass etliche Leser die Vorteile des eBooks erkannt haben. Interessant aber angesichts von Lockdowns und erzwungenen Zuhause Hockens absolut nicht überraschend ist auch die Erkenntnis, dass die Leser°Innen mehr eBooks erworben haben, als vorher.
Wie kommen diese Zahlen eigentlich zustande? Konkrete Umsatzzahlen, gemeldet von Verlagen sind es nicht, insbesondere von Amazon würde der Börsenverein die Zahlen ohnehin nicht bekommen. GfK Entertainment befragt im Rahmen des »GfK Consumer Panel Media*Scope Buch« 20000 Personen die angeblich »repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab zehn Jahren« sind. Erfasst werden nur eBooks ab einen Preis von 0,49 Euro. Wie alle Statistiken und Hochrechnungen sind die Zahlen also mit etwas Vorsicht zu genießen.
Die Entwicklung war abzusehen, aber letztendlich wurde sie durch Corona nur beschleunigt. Die Vorteile von eBooks sind offensichtlich: Zoom der Seiten, schnell gedrehte Publikumsromane müllen einem nicht die Bücherregale voll, das eBook kann sofort herunter geladen und konsumiert werden, um nur ein paar zu nennen. Bei einem jahrelang genutzten eReader ist bei eBooks auch der ökologische Footprint nach kurzer Zeit, bzw. der Anzahl gelesener Bücher, deutlich besser als bei Büchern, die hergestellt und durch die Republik gekarrt werden müssen, vom Stromverbrauch und anderen Nebenfaktoren im Buchladen haben wir da noch gar nicht gesprochen.
Für Buchläden ist das natürlich eine sehr schlechte Nachricht: Leser wandern vom Printbuch ab zum eBook und scheinen auch nicht zurück zu kommen. Die Digitalisierung schreitet fort und eine Branche schaut zu, ohne echte Konzepte zu entwickeln, wie man die lokalen Händler daran beteiligen könnte. Und ich möchte an dieser Stelle auch nochmal an die Wort von Ruprecht Frieling erinnern:
… letztlich sind nur Autoren und Leser für den Buchmarkt unentbehrlich. Es geht, wenngleich es für Kulturbeflissene ein Gräuel ist, auch ohne Verlage und Buchhändler
Das gilt insbesondere für eBooks. Jede/r Autor°in kann ohne große Probleme einen Onlineshop aufsetzen, über den Leser°Innen eBooks zum sofortigen Download verkaufen können. Nutzt man Open Source-Lösungen wie Woocommerce kostet das sogar außer Hosting fast nichts.
Ganz klar ist damit aber auch, dass Verlage es sich nicht mehr leisten können, ihre Totholzwerke nicht auch als eBooks anzubieten, wenn sie sich nicht ordentlich Umsatz entgehen lassen wollen.
Langjährige Leser werden sich erinnern, dass das Selfpublishing hier auf PhantaNews mal ein ganz zentrales Thema war. Das ist ein wenig eingeschlafen, weil es eben nicht mehr neu und inzwischen eigentlich etabliert ist.
Eigentlich, denn die Realität sieht immer noch so aus, dass die weitaus meisten Buchhandlungen Selfpublisher wie Aussätzige behandeln und deren Bücher nicht verkaufen wollen. Erst recht nicht, wenn man sich den mittelalterlichen Ritualen der Branche wie ISBN oder VLB-Eintrag nicht unterwirft und die Bücher nicht in den elitären Katalogen der Branche zu finden sind. Noch immer scheinen Buchhändler keine Suchmaschinen nutzen zu können und auch direkt beim Anbieter Bücher zu bestellen ist denen zu viel Arbeit (das gilt übrigens auch für Produkte aus Kleinverlagen). Solange das immer noch so ist, solange man weder Dienstleister der Autoren, noch der Leser die deren Bücher haben wollen, sein will, hält sich mein Mitleid für Lamentos von Buchhändlern arg in Grenzen.
Das bedeutet: Selfpublishing ist zwar seit Jahren etabliert, aber in der stetig im Gestern verharrenden Buchbranche leider immer noch nicht angekommen.
Eine der größten Vorkämpfer in Sachen Selfpublishing in Deutschland ist seit Jahren der äußerst umtriebige Ruprecht Frieling, auch liebevoll »Prinz Rupi« genannt. Der hat gerade auf Xing ein Interview zum Thema gegeben, das ich interessierten Leser°Innen ans Herz legen möchte. Eine der Kernaussagen:
Ganz wesentlich trägt zum Untergang die Arroganz der Buchbranche bei, die immer noch glaubt, Gralshüter der Formel für »gute Literatur« zu sein. Dabei unterscheiden sich die im Self-Publishing veröffentlichten Krimis, Fantasybücher, Unterhaltungsromane und Ratgeber nur in einem Punkt von anderen Titeln, die in friedlicher Koexistenz mit ihnen angeboten werden: Sie wurden ohne Verlage herausgebracht.
[…]
… letztlich sind nur Autoren und Leser für den Buchmarkt unentbehrlich. Es geht, wenngleich es für Kulturbeflissene ein Gräuel ist, auch ohne Verlage und Buchhändler.
Letzteres ist die Moneyquote, die meiner Ansicht nach in den Digitalisierungs- und Internet-fernen Verlagen bis heute niemand verstanden hat.
Es ist schier unglaublich: Seit fast zehn Jahren kritisiere ich den Umgang der Buchbranche mit Selfpublishern und mal abgesehen davon, dass gewisse Protagonisten aus dieser Branche Plattformen geschaffen haben, um Selfpublishern ordentlich Geld aus der Tasche zu ziehen, hat sich streng genommen ansonsten nichts geändert. Nichts.
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