Buch

PR2556 – IM INNERN DES WUNDERS – Christian Montillon

Wäh­rend Per­ry in den letz­ten vier Roma­nen mutig die ers­ten bei­den von 20.000 Schei­ben­wel­ten erkun­det hat, blen­det die Hand­lung jetzt zu Mon­dra Dia­mond um. Die hockt auf dem Han­dels­stern TALIN ANTHURESTA, wo sich auch die JULES VERNE befin­det, aus der Per­ry kein Lebens­zei­chen mehr emp­fan­gen kann. Aber die Lage ist unkri­tisch, Mon­dra hat durch­aus Zeit über sich und das Leben, das Uni­ver­sum und den gan­zen Rest nach­zu­sin­nen.

Dabei kann man durch­aus mal ein­schla­fen und von Kin­tra­dim Crux, dem Archi­tek­ten des Chao­ten­ders ZENTAPHER, und Torr Sama­ho, Kom­man­dant der Kos­mi­schen Fabrik MATERIA, träu­men. Aber Mon­dra wacht auch wie­der auf und beginnt gleich mit unkon­trol­lier­ten Akti­vi­tä­ten. So bekommt der Halb­s­pur-Chan­geur Aki­ka Uris­ma­ki,  der letz­te sei­nes Vol­kes, die hal­be Kampf­trup­pe, um die Anla­gen »aus­zu­schal­ten« die die JULES VERNE bin­den. Das macht der auch ger­ne, passt auch zu einem extrem fried­lie­ben­den Volk mit 50 Raum­sol­da­ten und etli­chen Kampf­ro­bo­tern mal los­zu­zie­hen und irgend­wel­che Anla­gen »aus­zu­schal­ten«.

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DIE LEGENDE DER WÄCHTER – LEGEND OF THE GUARDIANS – THE OWLS OF GA’HOOLE

Eine nied­li­che Maus sitzt auf dem Ast eines Baums. Kaum dass der Zuschau­er das pos­sier­li­che Tier­chen in sein Herz schlie­ßen kann, taucht hin­ter der Maus eine flie­gen­de Gestalt auf … und gro­ße Kral­len grei­fen sich das klei­ne Nage­tier! Dem über­rasch­ten Publi­kum zeigt sich nur noch der Anblick eines schwach zit­tern­den und nun lee­ren Baum­zweigs.

Eine Anfangs­sze­ne, die zeigt, dass hier nicht mit alber­nen, Pop­li­e­der sin­gen­den Tie­ren zu rech­nen ist – eine, wie ich fin­de, schon fast zur Unsit­te ver­kom­me­ne Ange­wohn­heit bei Ani­ma­ti­ons­fil­men. Die­ser Film will mehr sein. Und er wird dem hohen Anspruch voll und ganz gerecht.

Die jun­ge Schlei­er­eu­le Soren ist fas­zi­niert von den mys­ti­schen Geschich­ten um das geheim­nis­vol­le Land Ga’Hoo­le, in dem ein Bund edler Eulen­wäch­ter leben soll, der sich auf die Fah­nen geschrie­ben hat, das Böse zu bekämp­fen. Sein älte­rer Bru­der Kludd, der auf Soren nei­disch ist und es nicht ertra­gen kann, dass ihr Vater den jün­ge­ren Bru­der stets zu bevor­zu­gen scheint, hält nichts von die­sen Fan­tas­te­rei­en.

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Hau drauf, Holmes! – Guy Ritchies SHERLOCK HOLMES

Als erst­mals ruch­bar wur­de, dass gera­de Guy Rit­chie sich des von man­chen als sakro­sankt ange­se­he­nen The­mas Sher­lock Hol­mes anneh­men wür­de, waren die Zweif­ler nicht weit. Immer­hin zeich­nen sich die Fil­me des Regis­seurs durch einen gewis­sen Stil aus, der so gar nicht zur Figur  von Arthur Conan Doyl­es stil­vol­lem genia­len Gen­tle­man pas­sen woll­te und man frag­te sich, wie der klas­si­sche Stoff wohl umge­setzt wer­den wür­de.

Nach­dem ich ihn im Kino lei­der ver­passt habe, bin ich nun end­lich dazu gekom­men, mir den Film mal anzu­se­hen und muss zuge­ben: ja, Rit­chie hat sich defi­ni­tiv nicht an den vor­han­de­nen fil­mi­schen Vor­la­gen ori­en­tiert, son­dern zeigt einen ganz ande­ren Hol­mes, einen Hol­mes, der nicht nur auf Bruyé­re-Pfei­fe und Deer­s­tal­ker-Hut ver­zich­tet, son­dern auch in sei­nem Geha­be deut­lich … for­scher ist, als die bis­her gese­he­nen Vor­bil­der.

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HOBBIT bleibt in Neuseeland

Nach eini­gem hin und her wegen Streiks und Gewerk­schafts­for­de­run­gen war es bekann­ter­ma­ßen unklar, ob der HOBBIT wie die HDR-Fil­me in Neu­see­land gedreht wer­den wür­den, als alter­na­ti­ve Dreh­or­te waren unter ande­rem Ost­eu­ro­pa und Eng­land im Gespräch.

Doch die Zit­ter­pa­rie für die Kiwis hat nun ein Ende. The​o​ne​ring​.net berich­te­te es und bestä­tigt wird vom Wall Street Jour­nal: nach Gesprä­chen mit Neu­see­lands Pre­mier­mi­nis­ter John Key gab die­ser heu­te bekannt, dass die Pro­duk­ti­on im Kiwi-Land blei­ben wird. Zuge­sagt wur­den offen­bar deut­li­che Steu­er­erleich­te­run­gen sowie Ände­run­gen im Arbeits­recht, um einen Ver­lust der Dreh­ar­bei­ten des Films zu ver­hin­dern, was einen her­ben Schlag für die loka­le Wirt­schaft bedeu­tet hät­te.

In Neu­see­land hat sich in den letz­ten Jah­ren eine bemer­kens­wer­te Film­in­dus­trie gebil­det, eta­bliert durch die über­aus erfolg­rei­chen HERR DER RIN­GE-Fil­me, es ent­stan­den Wer­ke wie KING KONG oder PRINCE CASPIAN dort. Im letz­ten Jahr hat die neu­see­län­di­sche Film­in­dus­trie 2,8 Mil­li­ar­den New Zea­land Dol­lars erwirt­schaf­tet (das ent­spricht ca. 2,1 Mil­li­ar­den US-Dol­lars).

Abge­se­hen von der neu­see­län­di­schen Wirt­schaft wer­den sich aber auch die Fans freu­en, die mit gro­ßer Mehr­heit für die ein­zig­ar­ti­ge Kulis­se des Lan­des als Hin­ter­grund für die Dreh­ar­bei­ten am HOBBIT stimm­ten.

via Sean O’Con­nell

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Bild: Hob­bit­höh­len in Auck­land, aus der Wiki­pe­dia

PR2555 – KANTE DES UNTERGANGS – Leo Lukas

Wei­ter geht es auf der Schei­ben­welt der Fre­rin. Per­ry und sein Trupp sichern den Wis­sen­schaft­lern der Fre­rin Unter­stüt­zung bei der Erfor­schung des Pro­blems am Ran­de ihrer Schei­ben­welt zu. Sie wol­len die nächs­te Expe­di­ti­on zum Rand der Welt beschüt­zen. Der Fre­rin Orci­zu hat durch die hei­li­ge Reli­quie men­ta­le Fähig­kei­ten, mit denen er nicht nur die Fre­rin son­dern auch die Ter­ra­ner zur Durch­set­zung sei­nes Wil­lens zwingt. Wäh­rend die Ter­ra­ner zuneh­mend von einer Müdig­keit befal­len sind geht es dem Kris­tall­we­sen Clun’stal zuneh­mend bes­ser.

Am Rand der Welt herr­schen chao­ti­sche Zustän­de, die Expe­di­ti­ons­teil­neh­mer kön­nen beob­ach­ten, wie ihre Welt abbrö­ckelt. Schuld dar­an ist (natür­lich) ent­ar­te­te Psi-Mate­rie. Orci­zu öff­net die hei­li­ge Reli­quie und (nicht ent­ar­te­te?) Psi-Mate­rie ent­weicht, kann den Vor­gang des Zer­falls für eini­ge Augen­bli­cke stop­pen, dann müs­sen sie jedoch erken­nen, dass der Ver­fall nun umso hef­ti­ger fort­schrei­tet. Ohne die Psi-Mate­rie aus der hei­li­gen Reli­quie ver­liert Orci­zu sei­ne hyp­no­ti­schen Fähig­kei­ten, zudem ver­lie­ren auch vie­le der Fre­rin auf die­ser Expe­di­ti­on ihr Leben. Orci­zu wird schwer ver­letzt, die Ter­ra­ner erlei­den kei­ne Ver­lus­te.

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Remake: HELLRAISER

Dimen­si­on Films haben jeman­den gefun­den, der für sie das Remake der HELLRAISER-Rei­he als Regis­seur betreu­en soll: Shock Till You Drop berich­ten, dass Patrick Lussier (GOD’S ARMY 3) für den Job aus­ge­wählt wur­de, eine moder­ne Sicht auf die Pin­heads zu kre­ieren. Das Dreh­buch stammt von Todd Far­mer (JASON X), die bei­den haben bereits bei MY BLOODY VALENTINE und dem noch erschei­nen­den DRIVE ANGRY 3D zusam­men gear­bei­tet.

Wie das Remake durch­ge­führt wer­den soll, dar­über gibt es noch kei­ne Details außer der Tat­sa­che, dass Gerüch­te über eine geplan­te PG13-Frei­ga­be als unwahr abge­tan wur­den.

Von den acht HELL­RAI­SER-Fil­men, die pro­du­ziert wur­den, haben es nur die ers­ten vier ins Kino geschafft und spiel­ten ins­ge­samt 48,5 Mil­lio­nen Dol­lar ein. Bei Dimen­si­on ver­sucht man seit Jah­ren erfol­gos ein Remake in die Licht­spiel­häu­ser zu brin­gen, jeder Ver­such bis­lang schei­ter­te; erst der von Juli­en Mau­ry und Alex­and­re Bus­til­lo an »krea­ti­ven Dif­fe­ren­zen«, dann der des fran­zö­si­schen Fil­me­ma­chers Pas­cal Lau­gier, der geplant hat­te einen Mix aus dem ers­ten Film und Cli­ve Bar­kers ursprüng­li­chem Roman THE HELLBOUND HEART machen wol­len. Das Pro­jekt wur­de weg­ge­axt. War­ten wir mal ab, ob Lussier und Far­mer erfolg­rei­cher sein wer­den…

[cc]

Bild: DVD-Cover HELLRAISER 1 (1987), Copy­right Anchor Bay Home Enter­tain­ment, bei uns nie unge­schnit­ten erschie­nen und nur als Import erhält­lich.

Hörprobe: »Tír na nÓg«

Über Sean O´Connells Roman und Hör­buch »Tír na nÓg« hat­te ich hier bereits des Öfte­ren berich­tet. Das Hör­buch ist nun fer­tig, wird gegen Ende des Monats end­lich aus­ge­lie­fert und kann beim Action-Ver­lag bestellt wer­den.

Meis­ter Aki und sein jun­ger Schü­ler Cor­ne­lis bege­ben sich auf die Suche nach den letz­ten Geheim­nis­sen der Welt.

Sie tref­fen auf klei­ne schwar­ze Pup­pen, die den Ver­stand ihrer Wir­te beherr­schen, auf Meta­mor­phen, die die Gestalt ihrer Opfer anneh­men, auf eine furcht­ba­re Krea­tur sowie auf eine Grup­pe Unsterb­li­cher, die vor dem Unter­gang der Erde Zuflucht am unge­wöhn­lichs­ten Ort des Uni­ver­sums gefun­den hat:

Auf der geheim­nis­vol­len Insel Tír na nÓg.

Als klei­ne Kauf­hil­fe hier eine Hör­pro­be:

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Tírn­anOg-Aus­zu­g04 by sean­in­su­it

Cover »Tír na nÓg« Copy­right 2010 Action Ver­lag

Trailer: SUMMER WARS

SUMMER WARS ist ein Ani­mé, das nicht nur in Japan diver­se Prei­se abge­sahnt hat, unter ande­rem:

  • Award of the Japa­ne­se Aca­de­my – Best Ani­ma­ted Film
  • Tokyo Ani­me Awards – Ani­ma­ti­on of the Year
  • Mai­ni­chi Film Con­cours – Best Ani­ma­ted Film
  • Sit­ges Inter­na­tio­nal Film Fes­ti­val of Cata­lo­nia – Best Ani­ma­ted Film
  • Fan­ta­sia Film Fes­ti­val – Best Ani­ma­ted Film

FUNi­ma­ti­on wird den Film zumin­dest in den USA in die Kinos brin­gen, in Euro­pa wird dar­aus wahr­schein­lich wie üblich nichts. Seufz.

Plot: Ver­folgt wird die Geschich­te um den Jun­gen Ken­ji, einen eigent­lich ganz nor­ma­len Teen­ager. Er ist gut in Mathe, aber schlecht mit Mäd­chen und ver­bringt den größ­ten Teil sei­ner Frei­zeit in der Online-Com­mu­ni­ty OZ. Die­ses zwei­te Leben ist eigent­lich das ein­zi­ge, das er wirk­lich hat – zumin­dest bis das Mäd­chen sei­ner Träu­me ihn auf einem Fami­li­en­tref­fen als fal­schen Ver­lob­ten aus­ge­ben möch­te. Ab da wer­den die Gescheh­nis­se aller­dings etwas skur­ril: eine Email, die spät Nachts ein­geht und ein kryp­to­lo­gisch-mathe­ma­ti­sches Rät­sel ent­hält, führt dazu, dass eine künst­li­che Intel­li­genz ent­steht, die über die vir­tu­el­le Welt OZ die rea­le Welt zer­stö­ren will. Es han­delt sich bei SUMMER WARS um »eine Mischung aus Sozi­al­sa­ti­re und Sci­ence Fic­tion«.

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Constantin kauft Filmrechte an Hansrudi Wäscher-Comics

Die Con­stan­tin Film mel­det soeben in einer Pres­se­er­klä­rung, dass sie die Film­rech­te für Hans­ru­di Wäschers klas­si­sche Comics SIGURD, TIBOR und FALK erwor­ben haben.

Con­stan­tin schreibt dazu:

Mit sei­ner ers­ten, in den 50er Jah­ren ent­stan­de­nen Comic­fi­gur SIGURD schuf Hans­ru­di Wäscher nicht nur einen muti­gen und toll­küh­nen Rit­ter, der an der Sei­te sei­ner Freun­de Bodo und Cas­sim für Gerech­tig­keit kämpft, son­dern auch eine bis heu­te unsterb­li­che und popu­lä­re Kult­fi­gur.
Auch TIBOR zog eine gan­ze Gene­ra­ti­on Jugend­li­cher in sei­nen Bann: Erzählt wird die Hel­den­ge­schich­te des Mil­lio­närs Gary Swan­son ali­as TIBOR, der über dem Dschun­gel abstürzt und fort­an mit dem Goril­la Kerak und den bei­den Äff­chen Pip und Pop zahl­rei­che Aben­teu­er besteht.
Mit FALK kehr­te Wäscher wie­der zum Rit­ter­aben­teu­er zurück. Der Rit­ter ohne Furcht und Tadel begeis­ter­te die Jugend der 60er Jah­re und ent­führ­te sei­ne jugend­li­chen Leser auf phan­tas­ti­sche Rei­sen in eine mit­tel­al­ter­li­che Welt.

Hans­ru­di Wäscher wur­de im Jahr 1928 in St. Gal­len in der Schweiz gebo­ren. Er zog im Jahr 1940 nach Han­no­ver um und begann nach dem Abschluss der Mitt­le­ren Rei­fe eine Leh­re als Pla­kat­ma­ler, stu­dier­te dann aber  Gebrauchs­gra­fik. In die­ser Zeit zeich­ne­te er unter dem Titel DER HERR BOLL für den »Schwarz­wald-Ver­lag« Heft­chen zur Ver­kehrs­er­zie­hung.

In den 1950ern schuf er dann wäh­rend sei­ner Arbeit für den Wal­ter Leh­nig Ver­lag eini­ge sei­ner bekann­tes­ten Figu­ren, SIGURD, FALK, TIBOR, Nick der Welt­raum­fah­rer und ande­re, die über­wie­gend im Pic­co­lo-For­mat erschie­nen.

Cover SIGURD 2 Copy­right Hans­ru­di Wäscher /​ becker-illus­tra­tors

PR2554 – DIE LODERNDEN HIMMEL – Leo Lukas

In die­sem ers­ten Teil eines Dop­pel­ro­mans beschreibt Leo Lukas die nächs­te der 20.000 Schei­ben­wel­ten. Dies­mal hat es der Leser mit der kle­ri­ka­len Geron­to­kra­tie der Fre­rin zu tun, man könn­te es auch als tota­li­tä­re Theo­kra­tie beschrei­ben. Die Fre­rin sind drei­ge­schlecht­lich und die Zahl drei nimmt wesent­li­chen Raum in ihrem Dasein ein, kein Wun­der, haben sie doch auch drei Arme, drei Bei­ne, drei Hir­ne und einen drei­ge­teil­ten Rumpf.

Alles wird gelenkt von der Pon­ti­fi­kal­klau­se; der Pon­ti­fex, das Staats­ober­haupt, hat sich jedoch seit Jah­ren nicht gezeigt. Macht nichts, alle Anders­den­ken­den wer­den unter­drückt. Trotz­dem (oder gera­de des­halb) gibt es eine Grup­pe von Anders­den­ken­den. Und die­se haben auch noch her­aus bekom­men, dass das Schutz­schild oder die Kup­pe, von der die­se Schei­ben­welt geschützt wird, »undicht« gewor­den ist und in der Fol­ge die Welt vom Unter­gang bedroht ist.

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