Während Perry in den letzten vier Romanen mutig die ersten beiden von 20.000 Scheibenwelten erkundet hat, blendet die Handlung jetzt zu Mondra Diamond um. Die hockt auf dem Handelsstern TALIN ANTHURESTA, wo sich auch die JULES VERNE befindet, aus der Perry kein Lebenszeichen mehr empfangen kann. Aber die Lage ist unkritisch, Mondra hat durchaus Zeit über sich und das Leben, das Universum und den ganzen Rest nachzusinnen.
Dabei kann man durchaus mal einschlafen und von Kintradim Crux, dem Architekten des Chaotenders ZENTAPHER, und Torr Samaho, Kommandant der Kosmischen Fabrik MATERIA, träumen. Aber Mondra wacht auch wieder auf und beginnt gleich mit unkontrollierten Aktivitäten. So bekommt der Halbspur-Changeur Akika Urismaki, der letzte seines Volkes, die halbe Kampftruppe, um die Anlagen »auszuschalten« die die JULES VERNE binden. Das macht der auch gerne, passt auch zu einem extrem friedliebenden Volk mit 50 Raumsoldaten und etlichen Kampfrobotern mal loszuziehen und irgendwelche Anlagen »auszuschalten«.
Eine niedliche Maus sitzt auf dem Ast eines Baums. Kaum dass der Zuschauer das possierliche Tierchen in sein Herz schließen kann, taucht hinter der Maus eine fliegende Gestalt auf … und große Krallen greifen sich das kleine Nagetier! Dem überraschten Publikum zeigt sich nur noch der Anblick eines schwach zitternden und nun leeren Baumzweigs.
Eine Anfangsszene, die zeigt, dass hier nicht mit albernen, Poplieder singenden Tieren zu rechnen ist – eine, wie ich finde, schon fast zur Unsitte verkommene Angewohnheit bei Animationsfilmen. Dieser Film will mehr sein. Und er wird dem hohen Anspruch voll und ganz gerecht.
Die junge Schleiereule Soren ist fasziniert von den mystischen Geschichten um das geheimnisvolle Land Ga’Hoole, in dem ein Bund edler Eulenwächter leben soll, der sich auf die Fahnen geschrieben hat, das Böse zu bekämpfen. Sein älterer Bruder Kludd, der auf Soren neidisch ist und es nicht ertragen kann, dass ihr Vater den jüngeren Bruder stets zu bevorzugen scheint, hält nichts von diesen Fantastereien.
Als erstmals ruchbar wurde, dass gerade Guy Ritchie sich des von manchen als sakrosankt angesehenen Themas Sherlock Holmes annehmen würde, waren die Zweifler nicht weit. Immerhin zeichnen sich die Filme des Regisseurs durch einen gewissen Stil aus, der so gar nicht zur Figur von Arthur Conan Doyles stilvollem genialen Gentleman passen wollte und man fragte sich, wie der klassische Stoff wohl umgesetzt werden würde.
Nachdem ich ihn im Kino leider verpasst habe, bin ich nun endlich dazu gekommen, mir den Film mal anzusehen und muss zugeben: ja, Ritchie hat sich definitiv nicht an den vorhandenen filmischen Vorlagen orientiert, sondern zeigt einen ganz anderen Holmes, einen Holmes, der nicht nur auf Bruyére-Pfeife und Deerstalker-Hut verzichtet, sondern auch in seinem Gehabe deutlich … forscher ist, als die bisher gesehenen Vorbilder.
Nach einigem hin und her wegen Streiks und Gewerkschaftsforderungen war es bekanntermaßen unklar, ob der HOBBIT wie die HDR-Filme in Neuseeland gedreht werden würden, als alternative Drehorte waren unter anderem Osteuropa und England im Gespräch.
Doch die Zitterparie für die Kiwis hat nun ein Ende. Theonering.net berichtete es und bestätigt wird vom Wall Street Journal: nach Gesprächen mit Neuseelands Premierminister John Key gab dieser heute bekannt, dass die Produktion im Kiwi-Land bleiben wird. Zugesagt wurden offenbar deutliche Steuererleichterungen sowie Änderungen im Arbeitsrecht, um einen Verlust der Dreharbeiten des Films zu verhindern, was einen herben Schlag für die lokale Wirtschaft bedeutet hätte.
In Neuseeland hat sich in den letzten Jahren eine bemerkenswerte Filmindustrie gebildet, etabliert durch die überaus erfolgreichen HERR DER RINGE-Filme, es entstanden Werke wie KING KONG oder PRINCE CASPIAN dort. Im letzten Jahr hat die neuseeländische Filmindustrie 2,8 Milliarden New Zealand Dollars erwirtschaftet (das entspricht ca. 2,1 Milliarden US-Dollars).
Abgesehen von der neuseeländischen Wirtschaft werden sich aber auch die Fans freuen, die mit großer Mehrheit für die einzigartige Kulisse des Landes als Hintergrund für die Dreharbeiten am HOBBIT stimmten.
Weiter geht es auf der Scheibenwelt der Frerin. Perry und sein Trupp sichern den Wissenschaftlern der Frerin Unterstützung bei der Erforschung des Problems am Rande ihrer Scheibenwelt zu. Sie wollen die nächste Expedition zum Rand der Welt beschützen. Der Frerin Orcizu hat durch die heilige Reliquie mentale Fähigkeiten, mit denen er nicht nur die Frerin sondern auch die Terraner zur Durchsetzung seines Willens zwingt. Während die Terraner zunehmend von einer Müdigkeit befallen sind geht es dem Kristallwesen Clun’stal zunehmend besser.
Am Rand der Welt herrschen chaotische Zustände, die Expeditionsteilnehmer können beobachten, wie ihre Welt abbröckelt. Schuld daran ist (natürlich) entartete Psi-Materie. Orcizu öffnet die heilige Reliquie und (nicht entartete?) Psi-Materie entweicht, kann den Vorgang des Zerfalls für einige Augenblicke stoppen, dann müssen sie jedoch erkennen, dass der Verfall nun umso heftiger fortschreitet. Ohne die Psi-Materie aus der heiligen Reliquie verliert Orcizu seine hypnotischen Fähigkeiten, zudem verlieren auch viele der Frerin auf dieser Expedition ihr Leben. Orcizu wird schwer verletzt, die Terraner erleiden keine Verluste.
Dimension Films haben jemanden gefunden, der für sie das Remake der HELLRAISER-Reihe als Regisseur betreuen soll: Shock Till You Drop berichten, dass Patrick Lussier (GOD’S ARMY 3) für den Job ausgewählt wurde, eine moderne Sicht auf die Pinheads zu kreieren. Das Drehbuch stammt von Todd Farmer (JASON X), die beiden haben bereits bei MY BLOODY VALENTINE und dem noch erscheinenden DRIVE ANGRY 3D zusammen gearbeitet.
Wie das Remake durchgeführt werden soll, darüber gibt es noch keine Details außer der Tatsache, dass Gerüchte über eine geplante PG13-Freigabe als unwahr abgetan wurden.
Von den acht HELLRAISER-Filmen, die produziert wurden, haben es nur die ersten vier ins Kino geschafft und spielten insgesamt 48,5 Millionen Dollar ein. Bei Dimension versucht man seit Jahren erfolgos ein Remake in die Lichtspielhäuser zu bringen, jeder Versuch bislang scheiterte; erst der von Julien Maury und Alexandre Bustillo an »kreativen Differenzen«, dann der des französischen Filmemachers Pascal Laugier, der geplant hatte einen Mix aus dem ersten Film und Clive Barkers ursprünglichem Roman THE HELLBOUND HEART machen wollen. Das Projekt wurde weggeaxt. Warten wir mal ab, ob Lussier und Farmer erfolgreicher sein werden…
[cc]
Bild: DVD-Cover HELLRAISER 1 (1987), Copyright Anchor Bay Home Entertainment, bei uns nie ungeschnitten erschienen und nur als Import erhältlich.
Über Sean O´Connells Roman und Hörbuch »Tír na nÓg« hatte ich hier bereits des Öfteren berichtet. Das Hörbuch ist nun fertig, wird gegen Ende des Monats endlich ausgeliefert und kann beim Action-Verlag bestellt werden.
Meister Aki und sein junger Schüler Cornelis begeben sich auf die Suche nach den letzten Geheimnissen der Welt.
Sie treffen auf kleine schwarze Puppen, die den Verstand ihrer Wirte beherrschen, auf Metamorphen, die die Gestalt ihrer Opfer annehmen, auf eine furchtbare Kreatur sowie auf eine Gruppe Unsterblicher, die vor dem Untergang der Erde Zuflucht am ungewöhnlichsten Ort des Universums gefunden hat:
Auf der geheimnisvollen Insel Tír na nÓg.
Als kleine Kaufhilfe hier eine Hörprobe:
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SUMMER WARS ist ein Animé, das nicht nur in Japan diverse Preise abgesahnt hat, unter anderem:
Award of the Japanese Academy – Best Animated Film
Tokyo Anime Awards – Animation of the Year
Mainichi Film Concours – Best Animated Film
Sitges International Film Festival of Catalonia – Best Animated Film
Fantasia Film Festival – Best Animated Film
FUNimation wird den Film zumindest in den USA in die Kinos bringen, in Europa wird daraus wahrscheinlich wie üblich nichts. Seufz.
Plot: Verfolgt wird die Geschichte um den Jungen Kenji, einen eigentlich ganz normalen Teenager. Er ist gut in Mathe, aber schlecht mit Mädchen und verbringt den größten Teil seiner Freizeit in der Online-Community OZ. Dieses zweite Leben ist eigentlich das einzige, das er wirklich hat – zumindest bis das Mädchen seiner Träume ihn auf einem Familientreffen als falschen Verlobten ausgeben möchte. Ab da werden die Geschehnisse allerdings etwas skurril: eine Email, die spät Nachts eingeht und ein kryptologisch-mathematisches Rätsel enthält, führt dazu, dass eine künstliche Intelligenz entsteht, die über die virtuelle Welt OZ die reale Welt zerstören will. Es handelt sich bei SUMMER WARS um »eine Mischung aus Sozialsatire und Science Fiction«.
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Mit seiner ersten, in den 50er Jahren entstandenen Comicfigur SIGURD schuf Hansrudi Wäscher nicht nur einen mutigen und tollkühnen Ritter, der an der Seite seiner Freunde Bodo und Cassim für Gerechtigkeit kämpft, sondern auch eine bis heute unsterbliche und populäre Kultfigur.
Auch TIBOR zog eine ganze Generation Jugendlicher in seinen Bann: Erzählt wird die Heldengeschichte des Millionärs Gary Swanson alias TIBOR, der über dem Dschungel abstürzt und fortan mit dem Gorilla Kerak und den beiden Äffchen Pip und Pop zahlreiche Abenteuer besteht.
Mit FALK kehrte Wäscher wieder zum Ritterabenteuer zurück. Der Ritter ohne Furcht und Tadel begeisterte die Jugend der 60er Jahre und entführte seine jugendlichen Leser auf phantastische Reisen in eine mittelalterliche Welt.
Hansrudi Wäscher wurde im Jahr 1928 in St. Gallen in der Schweiz geboren. Er zog im Jahr 1940 nach Hannover um und begann nach dem Abschluss der Mittleren Reife eine Lehre als Plakatmaler, studierte dann aber Gebrauchsgrafik. In dieser Zeit zeichnete er unter dem Titel DER HERR BOLL für den »Schwarzwald-Verlag« Heftchen zur Verkehrserziehung.
In diesem ersten Teil eines Doppelromans beschreibt Leo Lukas die nächste der 20.000 Scheibenwelten. Diesmal hat es der Leser mit der klerikalen Gerontokratie der Frerin zu tun, man könnte es auch als totalitäre Theokratie beschreiben. Die Frerin sind dreigeschlechtlich und die Zahl drei nimmt wesentlichen Raum in ihrem Dasein ein, kein Wunder, haben sie doch auch drei Arme, drei Beine, drei Hirne und einen dreigeteilten Rumpf.
Alles wird gelenkt von der Pontifikalklause; der Pontifex, das Staatsoberhaupt, hat sich jedoch seit Jahren nicht gezeigt. Macht nichts, alle Andersdenkenden werden unterdrückt. Trotzdem (oder gerade deshalb) gibt es eine Gruppe von Andersdenkenden. Und diese haben auch noch heraus bekommen, dass das Schutzschild oder die Kuppe, von der diese Scheibenwelt geschützt wird, »undicht« geworden ist und in der Folge die Welt vom Untergang bedroht ist.
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