Buch

Heute startet TRANSALP – der erste »digitale Rätsel-Serien-Krimi«

Droe­mer Knaur beschrei­tet neue Wege. Heu­te erscheint der ers­te Teil einer in Form von eBooks aus­ge­führ­ten Kri­mi-Fort­set­zungs­rei­he unter dem Titel TRANSALP, ver­fasst von Marc Rit­ter. Das Beson­de­re dar­an ist, dass der Leser aktiv mit­ra­ten kann. Nach jeder Epi­so­de der geplan­ten 12 wöchent­lich erschei­nen­den Fol­gen stellt »CUS«, der »Rät­sel­papst« des Süd­deut­sche Zei­tung Maga­zins angeb­lich nicht leicht zu beant­wor­ten­de Fra­gen, die aus­schlag­ge­bend für den Fort­gang der Ermitt­lun­gen sein sol­len. Die Leser der Rei­he kön­nen dann dar­über auf Face­book dis­ku­tie­ren – dort wer­den auch die Fra­gen gestellt.

Zum Inhalt:

Eine alte Hand­schrift des Nibe­lun­gen­lieds wird aus der Münch­ner Staats­bi­blio­thek gestoh­len. Der Dieb plat­ziert am Tat­ort einen deut­li­chen Hin­weis – dem kurz vor der Ren­te ste­hen­den Haupt­kom­mis­sar Anselm Plank ist sofort klar: Sein lang­jäh­ri­ger Wider­sa­cher, Kunst­dieb Ben­no Spind­ler, for­dert ihn erneut her­aus. Gemein­sam mit sei­ner desi­gnier­ten Nach­fol­ge­rin Ste­pha­nie Gärt­ner macht er sich auf die Suche nach Spind­ler. Was Plank jedoch nicht weiß: Spind­ler hat erst vor kur­zem erfah­ren, dass er nur noch weni­ge Mona­te zu leben hat. Die­ser Coup soll sein letz­tes Meis­ter­stück wer­den. Er gibt Haupt­kom­mis­sar Plank immer wie­der neue Rät­sel auf, die ihn auf sei­ne Spur brin­gen sol­len. Ein Katz-und-Maus-Spiel von Mün­chen quer über die Alpen beginnt – und bald sind sie tie­fer in eine inter­na­tio­na­le Ver­schwö­rung ver­wi­ckelt, als sie es sich jemals hät­te vor­stel­len kön­nen…

Den ers­ten Teil kann man ab heu­te kos­ten­los auf Neo­Books her­un­ter laden, die wei­te­ren Epi­so­den kom­men im Wochen­ab­stand und sol­len dann jeweils 99 Cent kos­ten.

Die Autoren:

Marc Rit­ter, gebo­ren 1967 in Mün­chen, wuchs in Gar­misch-Par­ten­kir­chen auf. »Tran­salp« ist nach »Kreuz­zug« und »Jose­fi­bichl« sein drit­ter Roman. Mit sei­ner Fami­lie und einer wech­seln­den Anzahl von Süß­was­ser­fi­schen wohnt er in Mün­chen.

CUS ist pro­fes­sio­nel­ler Ver­fas­ser von anspruchs­vol­len bis sehr schwer lös­ba­ren Rät­seln und gilt als »gemeins­ter Fra­ge­stel­ler Deutsch­lands« (taz). Er arbei­tet regel­mä­ßig für das Süd­deut­sche Zei­tung Maga­zin und die Neue Zür­cher Zei­tung. Er soll in Mün­chen leben. Sei­ne wah­re Iden­ti­tät ist nicht bekannt.

Als Idee fin­de ich das über­aus span­nend und freue mich, dass ein deut­scher Ver­lag in Sachen eBooks ver­sucht, neue Wege nach US-ame­ri­ka­ni­schem und ins­be­son­de­re japa­ni­schem Vor­bild mit »inter­ak­ti­ven« Fort­set­zungs-Sto­ries zu gehen (es sei mir aber die Anmer­kung erlaubt, dass die Indie-Sze­ne in Deutsch­land hier deut­lich schnel­ler war, ich erin­ne­re bei­spiels­wei­se an Pro­jek­te wie STEAMTOWN, in deren Rah­men Steam­fan­ta­sy-Fort­set­zungs­ge­schich­ten im Web erschie­nen).
Inter­es­sant wird es aller­dings sein zu sehen, wie­viel Text man dem Leser für 0,99 Euro anbie­ten möch­te, und ob der Social-Media-Ansatz rund um das Pro­jekt her­um Anklang fin­den wird. Per­sön­lich sehe ich inbe­son­de­re den Face­book-Zwang um mit­ma­chen zu kön­nen kri­tisch, das hät­te man sicher­lich auch anders lösen kön­nen. Aber schon allein auf­grund der schie­ren Nut­zer­zah­len des sozia­len Netz­werks macht es für einen Ver­lag natür­lich Sinn, sich der Platt­form zu bedie­nen.

Alles in allem aber ein inter­es­san­tes Expe­ri­ment.

[Update:] TRANSALP liegt im ePub-For­mat vor.

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Cover­ab­bil­dung Copy­right Droe­mer Knaur/​Neobooks

Am nächsten Sonntag: GAME OF THRONES Staffel 2

Am nächs­ten Sonn­tag ist es so weit und die für Fans wahr­schein­lich schier uner­träg­lich lan­ge War­te­zeit ist been­det: HBO star­tet die zwei­te Staf­fel des Fan­ta­sy-Über­ra­schungs­er­folgs GAME OF THRONES nach Geor­ge R. R. Mar­tin.

Die Qua­li­tä­ten der Serie sind selbst­ver­ständ­lich abseits jeg­li­cher Kri­tik, die Insze­nie­rung ist straff und Aus­stat­tung sowie Kame­ra­ar­beit und Bild­kom­po­si­ti­on weit vor ande­ren US-Fern­seh­pro­duk­tio­nen, auch wenn sie tat­säch­lich kri­tisch betrach­tet nicht die Genia­li­tät auf­wei­sen mag, die man­che Fans ihr zuwei­sen wol­len. Ja, GoT ist hand­werk­lich frag­los außer­or­dent­lich gut gemacht, erfin­det aber weder das Gen­re noch die Seri­en­hand­ar­beit neu.
Bemer­kens­wert ist aber selbst­ver­ständ­lich, dass es eine Phan­tas­tik-Serie war, die inter­na­tio­nal der­art erfolg­reich wur­de, dass sie mög­li­cher­wei­se eine Rei­he ähn­li­cher Pro­duk­tio­nen nach sich zie­hen könn­te – wenn auch nicht hier­zu­lan­de, wo das Fern­se­hen seit Jah­ren in gäh­nen­der Lan­ge­wei­le und Selbst­pla­gia­ten zwi­schen Cas­ting­shows, Talk­run­den und Fuß­ball­über­tra­gun­gen ver­sinkt und die Medi­en­schaf­fen­den offen­bar bloß nichts Neu­es tes­ten wol­len, was die sub­ter­ra­ne Gleich­för­mig­keit auf­mi­schen könn­te. Wie anders nun die Lage jen­seits des gro­ßen Teichs: die US-Sen­der suchen ver­zwei­felt nach ähn­lich epi­schen Stof­fen wie Mar­tins Roma­ne, die in ähn­li­cher Art umge­setzt wer­den könn­ten.

Dabei soll­te man aller­dings nicht über­se­hen, dass HBO eini­ge Vor­tei­le auf sei­ner Sei­te hat. Zum einen ver­fü­gen sie über genug finan­zi­el­le Mit­tel, um eine ver­gleichs­wei­se teu­re Pro­duk­ti­on in der erleb­ten Art stem­men zu kön­nen. Zum ande­ren sind sie als Pay-TV-Sen­der in Sachen Dar­stel­lun­gen von Gewalt und Sex frei­er in ihren Mög­lich­kei­ten, als die durch ame­ri­ka­ni­sche Moral­vor­stel­lun­gen ein­ge­schränk­ten »her­kömm­li­chen« Kanä­le, die sich in ihrer Prü­de­rie oft selbst ein Bein stel­len.

Den­noch ist es durch­aus denk­bar und sogar wahr­schein­lich, dass GAME OF THRONES auf ande­ren Sen­dern wei­te­re Fan­ta­sy- und viel­leicht auch SF-Seri­en nach klas­si­schen Roma­nen oder Roman­se­ri­en fol­gen, die ver­su­chen wer­den einen ähn­li­chen Erfolg zu errin­gen wie HBOs epi­sche Ver­fil­mung der Mar­tin-Roma­ne. Ob das gelin­gen wird dürf­te span­nend wer­den zu sehen.

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Pro­mo­fo­tos GAME OF THRONES Copy­right Home Box Office Inc.

Game of Thrones Season 2: Character Featurette – Stannis Baratheon

Ange­sichts der Kom­pakt­aus­strah­lung von GAME OF THRONES an die­sem Wochen­en­de auf RTL II (geschnit­ten und schlecht syn­chro­ni­siert) sei mir der Hin­weis auf die­se Fea­tur­et­te zur zwei­ten Staf­fel gestat­tet.

http://​www​.you​tube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​m​i​p​8​2​-​G​L​Pe0

CWs ARROW – erstes Bild

Die Mar­ke­ting-Abtei­lung  des Sen­ders The CW stellt im Rah­men einer Pres­se­info ein ers­tes Pro­mo-Bild des Hel­den der neu­en Serie ARROW nach den GREEN ARROW-Comics zur Ver­fü­gung. Der Held wird dar­ge­stellt von Ste­phen Amell (THE VAMPIRE DIARIES).

Aus dem Pres­se­text (von mir über­setzt):

Nach­dem er fünf Jah­re lang auf einer ein­sa­men und unzu­gäng­li­chen Insel ver­schol­len war, kehrt der mil­li­ar­den­schwe­re Play­boy Oli­ver Queen zurück – und er hat eine geheim­nis­vol­le Auf­ga­be und neue, gefähr­li­che Fähig­kei­ten, um sie durch­zu­füh­ren.

Das Design des neu­en Kos­tüms stammt von der drei­ma­li­gen Oscar-Gewin­ne­rin Col­leen Atwood (GEISHA, ALICE IN WONDERLAND). Der Regis­seur und aus­füh­ren­de Pro­du­zent des Pilo­ten ist David Nut­ter (SMALLVILLE, EASTWICK, SARAH CONNOR CHRONICLES) und der sagt:

Als ich Regie beim Pilo­ten zu SMALLVILLE führ­te, wuss­te ich, dass ein Schlüs­sel um Clark Kent beim Publi­kum als Hel­den glaub­wür­dig zu machen, dar­in lie­gen wür­de, ihn nach­voll­zieh­bar und als »nor­ma­len Men­schen« zu gestal­ten. Doch ARROW ist eine ganz ande­re Show – düs­te­rer und här­ter – aber die Kern­idee bleibt die­sel­be. Wir erschaf­fen eine ech­te, glaub­wür­di­ge Welt, in der Oli­ver Queen erstaun­li­che Din­ge voll­brin­gen kann. Col­leen Atwoods groß­ar­ti­ge Arbeit am ARROW-Kos­tüm spie­gelt die­se Bemü­hung wie­der.

Aus­füh­ren­de Pro­du­zen­ten bei ARROW sind Greg Ber­lan­ti, Marc Gug­gen­heim, Andrew Kreis­berg und David Nut­ter, das Dreh­buch und die Hand­lung zum Pilo­ten stam­men von Kreis­berg & Gug­gen­heim.

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Pro­mo­fo­to Copy­right The CW und War­ner Bros.

Neu bei Del Rey: Naomi Noviks CRUCIBLE OF GOLD

Soeben ist bei Del Rey (Ran­dom House) ein wei­te­rer Roman aus Nao­mi Noviks TEMERAIRE-Rei­he (deutsch: DIE FEUERREITER SEINER MAJESTÄT) erschie­nen. Die Dra­chen­rei­ter-Saga auf einer alter­na­ti­ven Erde zur napo­leo­ni­schen Zeit han­delt vom bri­ti­schen Cap­tain Will Lau­rence und sei­nem Dra­chen mit dem Seri­en-geben­den Namen Temer­ai­re. Nach­dem es die Prot­ago­nis­ten unter ande­rem bereits nach Afri­ka, Aus­tra­li­en und Chi­na ver­schla­gen hat­te, han­delt der neue Roman in Süd­ame­ri­ka – und man trifft auf das Reich der Inka.

Wer­be­text:

Nao­mi Novik’s bel­oved series returns, with Cap­tain Will Lau­rence and his fight­ing dra­gon Temer­ai­re once again taking to the air against the broadsi­des of Napoleon’s forces and the friendly—and some­ti­mes not-so-friendly—fire of Bri­tish sol­diers and poli­ti­ci­ans who con­ti­nue to suspect them of divi­ded loyal­ties, if not out­right tre­ason.
For Lau­rence and Temer­ai­re, put out to pas­tu­re in Aus­tra­lia, it seems their part in the war has come to an end just when they are nee­ded most. But per­haps they are no lon­ger alo­ne in this opi­ni­on. New­ly allied with the powerful Afri­can empire of the Tswa­na, the French have occu­p­ied Spain and brought revo­lu­ti­on and bloodshed to Bra­zil, threa­tening Britain’s last despe­ra­te hope to defeat Napo­le­on.
And now the govern­ment that side­lined them has deci­ded they have the best chan­ce at nego­tia­ting a peace with the angry Tswa­na, who have besie­ged the Por­tu­gue­se roy­al fami­ly in Rio—and thus offer to rein­sta­te Lau­rence to his for­mer rank and senio­ri­ty as a cap­tain in the Aeri­al Corps. Temer­ai­re is deligh­ted by this sud­den rever­sal of for­tu­ne, but Lau­rence is by no means san­gui­ne, kno­wing from expe­ri­ence that per­so­nal honor and duty to one’s coun­try do not always run on par­al­lel tracks.
None­thel­ess, the pair embark for Bra­zil, only to meet with a string of unmi­ti­ga­ted dis­as­ters that force them to make an unex­pec­ted landing in the hosti­le ter­ri­to­ry of the Incan empire, whe­re they face new unan­ti­ci­pa­ted dan­gers.
Now with the suc­cess of the mis­si­on balan­ced on a razor’s edge, and fail­ure loo­king more likely by the minu­te, the unex­pec­ted arri­val of an old ene­my will tip the sca­les toward ruin. Yet even in the midst of dis­as­ter, oppor­tu­ni­ty may lurk—for one bold enough to grasp it.

Die deut­sche Aus­ga­be des Romans erscheint laut Ama­zon am 25. Juni bei Pen­hali­gon. Der deut­sche Klap­pen­text ist … deut­lich »kom­pak­ter«:

Die Bewäh­rungs­pro­be des Feu­er­rei­ters
Cap­tain Will Lau­rence und sein Him­mels­dra­che Temer­ai­re wur­den wegen Ver­rats nach Aus­tra­li­en ver­bannt. Doch nun bie­tet ihnen das Bri­ti­sche Empire die völ­li­ge Wie­der­her­stel­lung ihres Rufs, wenn sie sofort nach Bra­si­li­en auf­bre­chen, um die por­tu­gie­si­sche Königs­fa­mi­lie vor Napo­le­ons Ver­bün­de­ten zu ret­ten. Lau­rence ist zwar skep­tisch, doch wel­che Wahl hat er schon? Die Rei­se nach Rio birgt aller­dings uner­war­te­te Gefah­ren. Nicht nur wer­den Temer­ai­re und sein Rei­ter dort bereits von einem alten Feind erwar­tet. Sie gera­ten außer­dem ins Visier des so mäch­ti­gen wie grau­sa­men Inka­reichs, das nach der Macht über ganz Süd­ame­ri­ka strebt.

Regis­seur Peter Jack­son hat­te 2009 Inter­es­se bekun­det, die Roman-Rei­he zu ver­fil­men.

Cover CRUCIBLE OF GOLD Copy­right 2012 Del Rey

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M. A. R. Barker (1929 – 2012)

Am am Frei­tag den 16.03.2012 ver­starb nach lan­ger Krank­heit Muham­mad Abd-al-Rah­man (kurz M. A. R.) Bar­ker im Alter von 83 Jah­ren. Der ame­ri­ka­ni­sche Pro­fes­sor für Lin­gu­is­tik hat neben ande­ren eher welt­li­chen Din­gen durch sei­ne Rol­len­spie­le und Roma­ne um die Welt Téku­mel vie­len Spie­lern unzäh­li­ge schö­ne Stun­den ver­schafft.

Bar­ker wur­de am 3. Novem­ber 1929 in Ida­ho unter dem Namen Phil­ip Bar­ker als Sohn eines Schul­lei­ters mit bri­ti­schen Vor­fah­ren gebo­ren. Nach Abschluss der Schu­le stu­dier­te er Lin­gu­is­tik; in die­sem Bereich ver­fass­te er auch sei­ne Dis­ser­ta­ti­on, forsch­te spä­ter an ver­schie­de­nen Spra­chen und ver­öf­fent­lich­te Bücher dazu.

Oft­mals als »ver­ges­se­ner Tol­ki­en« bezeich­net, basie­ren sei­ne Ideen im Bereich Phan­tas­tik jedoch auf ganz ande­ren Grund­la­gen. Wo Tol­ki­en auf euro­pä­isch-mit­tel­al­ter­li­chen Mythen auf­bau­te, ließ sich Bar­ker eher von Sci­ence-Fic­tion, indi­scher, nah­öst­li­cher und Maya-Kul­tur inspi­rie­ren. Die dar­aus resul­tie­ren­de Welt Téku­mel hat ihren ganz eige­nen Charme, den zwar nicht so vie­le ken­nen wie die Wel­ten von Tol­ki­en, sie steht ihnen in Punk­to Detail­liert­heit und lie­be­vol­ler Aus­ar­bei­tung jedoch in nichts nach.

Das ers­te Téku­mel-Rol­len­spiel erschien 1975 bei TSR unter dem Titel EMPIRE OF THE PETAL THRONE, auf dem auch ABENTEUER IN MAGIRA der Ver­ei­ni­gung Fol­low basiert. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu Teku­mel fin­det man auf der zuge­hö­ri­gen Web­sei­te.

Mit M.A.R. Bar­ker geht eines der Urge­stei­ne der Rol­len­spiel­sze­ne von uns, hin­ter­lässt aber ein gan­zes Uni­ver­sum an Ideen, Erin­ne­run­gen und Erzäh­lun­gen.

Bild: M. A. R. Bar­ker Copy­right The Teku­mel Foun­da­ti­on

Neu bei Evolver: SUPER PULP 2

Bei Evol­ver Books ist bereits die zwei­te Aus­ga­be des Sto­ry­ma­ga­zins SUPER PULP erschie­nen, genau­er gesagt ist der Titel etwas »aus­la­den­der«, wie es sich fürs Gen­re auf das Bezug genom­men wird gehört, näm­lich: Super Pulp, das Fach­blatt für Pulp-Thril­ler, Hor­ror & Sci­ence Fic­tion. No. 2. Groß­ar­tig. :o)

Her­aus gege­ben wird der zwei­te Teil wie schon der ers­te von r.evolber und Dr. Trash, bei der­Co­ver­ge­stal­tung hat der jun­ge Gra­fi­ker Sil­vio Ebner »ent­schei­dend mit­ge­wirkt«. Zum Inhalt:

Der Öster­rei­cher Alex De ver­passt dem Cyber­punk-Gen­re mit sei­ner Sto­ry COOKING KANGOO einen kräf­ti­gen Schuss Adre­na­lin: Kon­zern­kämp­fe, Street­fights und Copy­right-Schlach­ten im Netz; garan­tiert span­nen­der als jedes Com­pu­ter­spiel. Der Ham­bur­ger Autor Geor­ge T. Basier demons­triert in sei­nem span­nen­den Kurz-Psy­cho­thril­ler DAS GIGAMAN-SYNDROM, was pas­sie­ren kann, wenn sich ein von allen Sei­ten gepie­sack­ter Schü­ler ein Bei­spiel zuviel an Super­hel­den-Comics nimmt und mit ganz neu­en Metho­den zurück­schlägt … wie IF mit einem jun­gen Joker als Haupt­dar­stel­ler. Und Hel­muth Sant­ler aus Wien treibt in SUICIDE NEW! das böse Spiel mit den Rea­li­ty-Fern­seh­shows auf die Spit­ze: der insze­nier­te Selbst­mord live via Bild­schirm in Ihrem Wohn­zim­mer.
In unse­rem »wis­sen­schaft­li­chen Mit­tel­teil« berich­tet Deutsch­lands Kri­mi­ex­per­te Mar­tin Com­part (Ver­fas­ser des Noir-Scho­ckers DIE LUCIFER CONNECTION – natür­lich bei EVOLVER BOOKS) über den bekann­tes­ten deut­schen Geheim­agen­ten, Six­ties-Super­man MR. DYNAMIT, und sei­nen Erfin­der C. H. Guen­ter: FROM PULLACH WITH LOVE, Teil 1.

Das 38 Sei­ten star­ke SUPER PULP 2 ist bei Ama­zon oder im Buch­han­del unter der ISBN 978–3‑9502558–5‑0 zum Preis von EUR 2,80 erhält­lich und wird im Heft­ro­man­for­mat aus­ge­lie­fert (allein für die Wahl des For­mats soll­ten die Her­aus­ge­ber schon einen Preis bekom­men).

Super Pulp, das Fach­blatt für Pulp-Thril­ler, Hor­ror & Sci­ence Fic­tion. No. 2
Dr. Trash und r.evolver
Maga­zin im Heft­ro­man­for­mat
38 Sei­ten, € 2,80
März 2012
ISBN 978–3‑9502558–5‑0
EVOLVER BOOKS

[aartikel]3950255850[/aartikel][aartikel]3950255826[/aartikel]

Independent-eBook: SCHATTENJUWEL – DAS HERZ VON ELOWIA

Wie an ande­rer Stel­le bereits ange­merkt möchj­te ich hier auf Phan­ta­News auch auf im Rah­men von Self­pu­bli­shing erschie­ne­ne Inde­pen­dent-eBooks auf­merk­sam machen. In die­sem Fall han­delt es sich um einen Fan­ta­sy-Roman der Autorin Robin Black unter dem Titel SCHATTENJUWEL – DAS HERZ VON ELOWIA. Wer sich vor dem Kauf ein Bild vom Inhalt machen möch­te, der fin­det am Ende die­ses Arti­kels eine Lese­pro­be als PDF zum her­un­ter­la­den. Das Cover gefällt mir per­sön­lich schon mal aus­ge­spro­chen gut.

Die Welt Elo­wia steht am Abgrund und droht in einen wei­te­ren Krieg zu ver­sin­ken. Ein­zig und allein ein Dämo­nen­mäd­chen mit einem Stein der Unwis­sen­heit kann Elo­wia noch ret­ten, aber der Preis für die Erret­tung Elo­wi­as ist hoch, denn das Juwel bringt nicht nur den erhoff­ten Frie­den, son­dern auch den Tod mit sich. Gejagt von den macht­hung­ri­gen Regen­ten Elo­wi­as fin­det das Dämo­nen­mäd­chen Lilith aus­ge­rech­net bei einem der gefürch­tets­ten Män­nern Elo­wi­as Zuflucht. Aber bald muss Lilith erken­nen, dass sich hin­ter der Fas­sa­de ihres Beschüt­zers ein dunk­les Geheim­nis ver­birgt

SCHATTENJUWEL gibt es als Ver­si­on für den Kind­le bei Ama­zon und als ePub auf den übli­chen Platt­for­men wie bei­spiels­wei­se bol​.de oder libri​.de. Bei einer Stär­ke von 622 Taschen­buch­sei­ten kann man zu einem Preis von nur 1,49 Euro eigent­lich kaum etwas falsch machen, ins­be­son­de­re, wenn es eine über 40 Sei­ten lan­ge Lese­pro­be gibt.

Lese­pro­be als PDF (ca. 600 kB)

SCHATTENJUWEL – DAS HERZ VON ELOWIA
Robin Black
Roman – Fan­ta­sy
ca. 622 Taschen­buch­sei­ten
EUR 1,49
erhält­lich für Kind­le und als ePub
ASIN B007BLTKO8
ISBN 978–3‑86479–294‑6
Selbstverlag/​BookRix

Cover Copy­right Robin Black

[aartikel]B007BLTKO8[/aartikel]

Jean Giraud – Moebius (1938 – 2012)

Der März ist bis­lang wahr­lich kein guter Monat für Anhän­ger der Phan­tas­tik. Heu­te ver­starb der fran­zö­si­sche Comic­zeich­ner Jean Giraud, bes­ser bekannt unter sei­nen Pseud­ony­men Gir und Moe­bi­us.

Giraud wur­de 1938 in Fon­ten­ay-sous-Bois nahe Paris gebo­ren und wuchs bei den Groß­el­tern auf. Nach einem Stu­di­um der ange­wand­ten Kunst an der Pari­ser Aca­dé­mie des Beaux-Arts ver­öf­fent­lich­te er im Jahr 1956 sei­nen ers­ten Comic in Maga­zin FAR WEST. 1961 wur­de er Mit­ar­bei­ter des Maga­zins SPIROU und arbei­te­te als Assis­tent von Jijé an einer Epi­so­de von JERRY SPRING mit. Ab 1963 begann er dann unter dem Pseud­onym Gir an der Arbeit für eine sei­ner bekann­tes­ten Seri­en: LEUTNANT BLUEBERRY.

Neben den Wes­tern war Giraud aller­dings der Phan­tas­tik und hier ins­be­son­de­re der Sci­ence Fic­tion sehr zuge­tan und rea­li­sier­te visio­nä­re und zum Teil für ihre Zeit höchst pro­gres­si­ve, unkon­ven­tio­nel­le und expe­ri­men­tel­le Comics. Mit Phil­ip­pe Druil­let, Jean-Pierre Dion­net und Ber­nard Far­kas (einer erfun­de­nen Per­son) grün­de­te Giraud im Jahr 1975 den Ver­lag Les Huma­noï­des Asso­ciés, der die Zeit­schrift MÉTAL HURLANT her­aus brach­te, die spä­ter auch in Deutsch­land unter dem Namen Schwer­me­tall erschien.

Zu sei­nen bekann­te­ren Wer­ken aus der SF-Schie­ne gehö­ren DIE LUFTDICHTE GARAGE DES JERRY CORNELIUS oder die JOHN DIFOOL-Comics, die er zusam­men mit dem Chi­le­nen Ale­jan­dro Jodo­row­sky rea­li­sier­te.

Jean Giraud arbei­te­te wie­der­holt für die Film­in­dus­trie und wirk­te an nam­haf­ten Pro­duk­tio­nen mit: bei­spiels­wei­se ent­warf er die Raum­an­zü­ge für ALIEN, zeich­ne­te Sto­ry­boards für TRON und THE ABYSS und ent­wi­ckel­te zusam­men mit Jean-Clau­de Méziè­res das Design für DAS FÜNFTE ELEMENT.

Jean Giraud ver­starb heu­te Mor­gen nach lan­ger Krank­heit.

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Bild: Jean Giraud 2008, von Jarek Obwa?anek, aus der Wiki­pe­dia, CC-BY-SA

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