Medium

Das bespro­che­ne Medi­um, also bei­spiels­wei­se Buch oder Film

DIE 5. WELLE

Poster Die 5. Welle

THE 5th WAVE – Bun­des­start 14.01.2016

Vor­sicht, Buch! Die­se ander­wei­tig ver­wen­de­te Kam­pa­gne soll­te all­mäh­lich auch im Kino ange­wen­det wer­den, wenn sich unbe­darf­te Kino­gän­ger ein­fach ein­mal einen ange­neh­men Film­abend gön­nen möch­ten. Denn einen schlech­ten Ein­druck macht DIE 5. WELLE vor­ab nicht. Der Trai­ler ver­spricht viel, was der Film auch hält. Mit Chloë Grace Moretz an der Spit­ze wird eine Rei­he attrak­ti­ver, aber auch talen­tier­ter, Jung­schau­spie­ler prä­sen­tiert. Und Regis­seur J Blake­son hat mit sei­nem Erst­ling DIE ENTFÜHRUNG DER ALICE CREED ordent­lich vor­ge­legt. Span­nungs­ki­no mit Ali­en-Inva­si­on, das lässt man sich ger­ne gefal­len. Wenn man es dann auch bekommt. Doch zuerst muss der geneig­te Zuschau­er eine schwe­re Hür­de meis­tern. DIE 5. WELLE basiert auf dem ers­ten Band einer Jugend­buch-Tri­lo­gie.

CREED – ROCKY´S LEGACY

Poster Creed

CREED – Bun­des­start 14.01.2016

Die ers­ten Vor­ab­pla­ka­te, mit dem wei­ßen, ver­wa­sche­nen Titel auf schwar­zen Grund, die lie­ßen auf einen neu­en Tee­nie-Slas­her ver­mu­ten. Das mach­te neu­gie­rig auf den Trai­ler, der letzt­end­lich wirk­lich zu über­ra­schen ver­stand. Die ers­ten Sze­nen lie­ßen auf eine bil­li­ge ROCKY-Kopie schlie­ßen, bis der Mann mit Hut auf­tauch­te. Der Gong­schlag zur sieb­ten Run­de. Hat­te der Fan sei­ne berech­tig­ten Schwie­rig­kei­ten mit Teil vier, mach­te es Num­mer fünf nicht bes­ser. Schließ­lich sieg­te ROCKY BALBOA wie­der ganz klar nach Punk­ten. Über Sinn und Unsinn braucht man dabei nicht zu dis­ku­tie­ren, es geht um ein Ver­mächt­nis, wel­ches weit grö­ßer ist, als sich Nörg­ler und Schlecht­red­ner jemals ernst­haft erei­fern könn­ten. Ryan Coog­ler und Aaron Coving­ton haben lan­ge auf Syl­ves­ter Stal­lo­ne ein­ge­re­det, der vehe­ment ablehn­te. Schließ­lich hat­te er sich mit ROCKY BALBOA selbst in einen gran­dio­sen Abgang geschrie­ben und insze­niert.

LEGEND – mit Tom Hardy

Poster Legend

LEGEND – Bun­des­start 07.01.2016

Ist der Name Al Capo­ne der Inbe­griff für das ame­ri­ka­ni­sche Gangs­ter­tum, kön­nen die Brü­der Regi­nald und Ronald Kray die­sen Sta­tus in Groß­bri­tan­ni­en für sich bean­spru­chen. Ihr Auf­stieg beginnt in den Sech­zi­gern. Ron­nie sitzt noch in der geschlos­se­nen Psych­ia­trie, wegen psy­chi­scher Insta­bi­li­tät und patho­lo­gi­schen Gewalt­aus­brü­chen. Er ist Fami­lie, betont Reg­gie im Ver­lauf immer wie­der, so nutzt er sei­nen Ruf, um die ärzt­li­che Dia­gno­se etwas zu beschleu­ni­gen, natür­lich in die rich­ti­ge Rich­tung. Die Zwil­lings­brü­der haben zwar unter­schied­li­che Ansich­ten, wie Geschäf­te getä­tigt wer­den soll­ten, aber genau das stellt sie noch brei­ter gegen kon­kur­rie­ren­de Ban­den auf. Dadurch wird das Geschäft aller­dings auch bru­ta­ler, und unbe­re­chen­ba­rer.

MR. HOLMES – mit Ian McKellen

Poster Mr Holmes

MR. HOLMES – Bun­des­start 24.12.2015

Sher­lock Hol­mes ist der­zeith ein ziem­lich umtrie­bi­ger Cha­rak­ter. Das begann mit der Guy Rit­chie-Ver­fil­mung 2009, die den Detek­tiv cha­rak­ter­lich so zeig­te, wie sie Arthur Conan Doyl­es Vor­la­ge an nächs­ten kam. Die jetzt schon legen­dä­re BBC-Serie mit Bene­dict Cum­ber­batch, wel­che die alten Geschich­ten gran­di­os in die Neu­zeit ver­leg­te. Dann ist da noch ELEMENTARY, wel­che eben­falls in der Neu­zeit spielt, einen weib­li­chen Wat­son prä­sen­tiert, und eben mal nach New York ver­legt wur­de. Und nicht zu ver­ges­sen die vie­len neu ver­fass­ten Geschich­ten, die seit gerau­mer Zeit in emsi­gen Klein­ver­la­gen ver­öf­fent­licht wer­den. 2005 schrieb auch Mitch Cul­lin sei­nen sechs­ten Roman A SLIGHT TRICK OF MIND mit Sher­lock Hol­mes als Haupt­cha­rak­ter. Und Cul­lin geht mit der Figur noch ein­mal einen Schritt wei­ter.

THE REVENANT – Der Rückkehrer

Poster The Revenant

THE REVENANT – Bun­des­start 06.01.2016

Ale­jan­dro Gon­zá­lez Iñár­ri­tu ist ein Fil­me­ma­cher, der sich kaum in Geschich­te und Insze­nie­rung wie­der­holt. Ein äußerst abwechs­lungs­rei­cher Regis­seur, der dabei immer wie­der zu über­ra­schen ver­steht. Die­se Über­ra­schun­gen haben ihm nicht umsonst für BIRDMAN die vier obers­ten Kate­go­rien bei den Oscars gewin­nen las­sen. Jetzt hat Iñár­ri­tu wie­der einen kom­plett ande­ren Film gemacht, aber THE REVENANT wird der Film sein, an dem er sich zukünf­tig immer wird mes­sen las­sen müs­sen. Fast könn­te man das über alle vor­an­ge­gan­ge­nen Fil­me sagen, wie 21 GRAMS nach AMORES PERROS, oder BIUTIFUL nach BABEL. Und nun eben THE REVENANT nach BIRDMAN. Jetzt pro­du­ziert Iñár­ri­tu erst ein­mal die Fern­seh­se­rie THE ONE PERCENT, und danach wird man sich über­ra­schen las­sen müs­sen. Auf kei­nen Fall wird es ein schlech­ter Film, aber an die fil­mi­sche Kraft die­ses Epos´ wird schwer noch ein­mal her­an­zu­kom­men sein.

MORGEN HÖR ICH AUF – SCHÖNER SCHEIN

Promofoto "Morgen hör ich auf"

Als Dr. Nor­bert Himm­ler, der Pro­gramm­chef des ZDF, mit der Aus­sa­ge »Wir machen ein deut­sches BREAKING BAD« aus der ver­staub­ten öffent­lich-recht­li­chen Höh­le kam, blieb dem Fern­seh­zu­schau­er, der US- und bri­ti­sche Seri­en kennt eigent­lich nur eins: mit­lei­di­ges Hohn­la­chen. Denn deut­sche Pro­duk­tio­nen gera­de bei den öffent­lich-recht­li­chen Sen­dern zeich­nen sich durch alles aus, aber garan­tiert nicht durch Ori­gi­na­li­tät, Cool­ness und fri­sche Ideen. Eher durch abge­dro­sche­ne The­men, tau­send­fach kopier­te Kli­schee-Cha­rak­te­re und in den meis­ten Fäl­len gäh­nen­de Lan­ge­wei­le, also alles kom­plett anders als bei den auf­wän­dig pro­du­zier­ten und von Kri­ti­kern wie Fans gelob­ten aus­län­di­schen Seri­en. Es ist mir auch völ­lig schlei­er­haft, wie jemand in einer sol­chen Posi­ti­on eine der­art dum­me Aus­sa­ge machen kann, von der jeder weiß, dass sie in kei­nem Fall ein­ge­hal­ten wer­den kann, auch wenn natür­lich der Wer­be­ef­fekt eines sol­chen mar­ki­gen Spru­ches nicht unter­schätzt wer­den darf. Damit wird aber natür­lich eine Erwar­tungs­hal­tung und ein Druck auf die Krea­ti­ven erzeugt, die völ­lig unfair sind, denn hier­zu­lan­de ste­hen übli­cher­wei­se weder die tech­ni­schen noch die finan­zi­el­len Mög­lich­kei­ten zur Ver­fü­gung wie eben bei­spiels­wei­se für BREAKING BAD. Ich glau­be inten­siv, dass es mehr als genug Krea­ti­ve gibt, die so etwas den­noch schaf­fen könn­ten, aber die wer­den von den Ver­ant­wort­li­chen bei den Sen­dern ent­we­der igno­riert oder an einer ganz kur­zen Ket­te gehal­ten.

Und so hab ich mir die Pilo­t­epi­so­de von MORGEN HÖR ICH AUF dann mal ange­se­hen, ohne all­zu viel zu erwar­ten – aber meckern soll man eben erst, wenn man etwas gese­hen hat, nicht vor­her.

DIE PEANUTS – DER FILM

Poster Peanuts

THE PEANUTS MOVIE – Bun­des­start 23.12.2015

25 Jah­re nach ihrem letz­ten Kino­auf­tritt haben es die LITTLE FOLKS end­lich wie­der auf die Lein­wand geschafft. 65 Jah­re nach dem ers­ten Comic-Strip von Charles M. Schulz, und 50 Jah­re nach dem ers­ten Kurz­film. Schulz selbst benann­te sei­ne Rei­he L’IL FOLKS, nach Rech­te­pro­ble­men muss­te der Ver­lag aller­dings auf einen ande­ren Titel aus­wei­chen. Es hat den Comic-Zeich­ner nie glück­lich gemacht, so taucht der Titel PEANUTS auch nir­gend­wo auf, wo Schulz einen kon­kre­ten Ein­fluss dar­auf hat­te. Wie zum Bei­spiel bei den Kino­fil­men.

Seit 15 Jah­ren ist Schulz nun nicht mehr unter uns, und hin­ter­ließ eine Lücke, wel­che sein Sohn und der Enkel fül­len woll­ten. Zum Glück.

Ein höchst subjektiver Bericht: Die erste German Comic Con …

Logo German Comic Con

… fing so rich­tig schlimm an. Der Stau auf der Auto­bahn war furcht­bar. Ich woh­ne wirk­lich nicht weit weg, aber ich habe mehr als eine Stun­de allein in dem Stau für die Park­plät­ze gestan­den. Da kann der Ver­an­stal­ter nichts dafür, ich weiß, aber das war schlimm. Dann im eisi­gen Wind zur Hal­le lau­fen … kei­ne Bus­se, wie bei ande­ren Mes­sen. Nein, die Mes­se Dort­mund ist wirk­lich mies.
Dann war ich im Vor­feld als Pres­se zwar gemel­det, und zwar als Ersatz für den Herrn Holz­hau­er, aber ich bekam kei­ner­lei Infos per Mail. Nichts. Null. Auch eine Anfra­ge zwei Tage vor­her wur­de nicht beant­wor­tet. (Anm. d. Red: der Herr Holz­hau­er hat­te auch mehr­fach ange­fragt und eben­falls kei­ner­lei Ant­wor­ten bekom­men. Pro­fes­sio­nell geht anders.)
Ich lief also mit zwei aus­ge­druck­ten Emails an der ca. zwei Kilo­me­ter lan­gen Schlan­ge vor­bei. Ja, man hat rich­tig gele­sen, die bra­ven Fan­ta­sy- und Comic­lieb­ha­ber stan­den in Zwei­er­rei­he und war­te­ten auf Ein­lass durch exakt einen Ein­gang. Der sich dann nicht als der her­aus­stell­te, in den wir muss­ten. Aber wohin wir soll­ten, wuss­te da auch nie­mand.

STAR WARS: DAS ERWACHEN DER MACHT

Poster The Force Awakens

STAR WARS: THE FORCE AWAKENS – Bun­des­start 17.12.2015

Nun ist es also voll­bracht. Vie­len Film­freun­den und Fans wird lan­ge ein Lächeln im Gesicht blei­ben. Feuil­le­to­nis­ten kön­nen wie­der über welt­frem­de Men­schen schrei­ben, die sich eine Ersatz­re­li­gi­on geschaf­fen haben. Doch die­se beson­ders in Deutsch­land immer wie­der selbst­er­nann­ten Kri­ti­ker für die Ver­nunft wer­den merk­lich weni­ger. Lang­sam erkennt man an, dass KRIEG DER STERNE kei­ne Spin­ne­rei ist, oder war, son­dern ein kul­tur­his­to­ri­sches Phä­no­men. Als Ste­ven Spiel­berg mit DER WEISSE HAI sozu­sa­gen den Block­bus­ter erfand, da wur­de der Weg frei für das alles über­la­gern­de Main­stream-Kino. Tent­po­les, Zelt­stan­gen, wie man in der Bran­che sagt. Ein Film der so kon­zi­piert ist, dass ein die größ­te Band­brei­te an Zuschau­ern anspre­chen­der Erfolg die klei­ne­ren und ris­kan­te­ren Pro­duk­tio­nen eines Stu­di­os finan­zi­ell mit auf­fan­gen konn­te. Vor KRIEG DER STERNE 1977 wuss­te man das noch nicht. Erst nach­dem das viel­fach abge­lehn­te Pro­jekt von Geor­ge Lucas  schließ­lich in die Kinos kam.

DAS ERWACHEN DER MACHT – Schwer subjektive Betrachtungen zu einem Sternenkrieg

Poster The Force Awakens

DAS ERWACHEN DER MACHT – deut­scher Kino­start am 17.12.2015

Vor­be­mer­kung: Das hier ist kei­ne Film­be­spre­chung im übli­chen Sin­ne. Dafür garan­tiert völ­lig spoi­ler­frei.

Im Jahr 1978 lief STAR WARS Epi­so­de IV im Kino, die heu­te als A NEW HOPE bekannt ist. Ich war damals zwölf Jah­re alt, und auch, wenn ich vor­her bereits SF-Fan gewe­sen war (und des­we­gen extrem heiß auf den Film), änder­te sich mit STAR WARS alles, danach war ich nicht mehr zu reso­zia­li­sie­ren, was Unter­hal­tung anging. Die danach fol­gen­den Epi­so­den waren ein wich­ti­ger Teil mei­ner Jugend und haben mich nach­hal­tig geprägt. Seit­dem hat STAR WARS mein Leben nie mehr wirk­lich ver­las­sen, irgend­was war immer, sei­en es Rol­len­spie­le (wie das legen­dä­re D6-Sys­tem von West End Games), die zahl­lo­sen Roma­ne aus der Rei­he, die heu­te »Legends« heißt, weil Lucas­Film das Expan­ded Uni­ver­se (glück­li­cher­wei­se) weg­ge­boxt hat, oder das MMO THE OLD REPUBLIC.

Nach oben scrollen

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies und von eingebundenen Skripten Dritter zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest (Navigation) oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst Du Dich damit einverstanden. Dann können auch Cookies von Drittanbietern wie Amazon, Youtube oder Google gesetzt werden. Wenn Du das nicht willst, solltest Du entweder nicht auf "Akzeptieren" klicken und die Seite nicht weiter nutzen, oder Deinen Browser im Inkognito-Modus betreiben, und/oder Anti-Tracking- und Scriptblocker-Plugins nutzen.

Mit einem Klick auf "Akzeptieren" werden zudem extern gehostete Javascripte freigeschaltet, die weitere Informationen, wie beispielsweise die IP-Adresse an Dritte weitergeben können. Welche Informationen das genau sind liegt nicht im Einflussbereich des Betreibers dieser Seite, das bitte bei den Anbietern (jQuery, Google, Youtube, Amazon, Twitter *) erfragen. Wer das nicht möchte, klickt nicht auf "akzeptieren" und verlässt die Seite.

Wer wer seine Identität im Web schützen will, nutzt Browser-Erweiterungen wie beispielsweise uBlock Origin oder ScriptBlock und kann dann Skripte und Tracking gezielt zulassen oder eben unterbinden.

* genauer: eingebettete Tweets, eingebundene jQuery-Bibliotheken, Amazon Artikel-Widgets, Youtube-Videos, Vimeo-Videos

Schließen