Action

Bandit bespricht: ANGEL HAS FALLEN

ANGEL HAS FALLEN – Bun­des­start 29.08.2019

Als Matt Cook das Dreh­buch zu PATRIOTS DAY ablie­fer­te, lag allein auf­grund des Titels der Ver­dacht nahe, einen nicht ernst zu neh­men­den Film mit über­pro­por­tio­nier­tem Hur­ra-Enthu­si­as­mus erle­ben zu müs­sen. Doch der Thril­ler um den Anschlag und die Jagd nach den Atten­tä­tern auf den Bos­ton Mara­thon 2013 gestal­te­te sich als fein­sin­ni­ger und span­nen­der Ein­blick in die Zusam­men­ar­beit und die ver­wo­be­ne Kom­pe­tenz von Poli­zei­be­hör­den und Bun­des­agen­ten. Der Hauch ame­ri­ka­ni­schen Patrio­tis­mus hat sich der Film zurecht ver­dient, und war hand­lungs­tech­nisch auch rele­vant. Wie jemand wie Matt Cook dann bei einem Dreh­buch wie ANGEL HAS FALLEN der­art dane­ben schrei­ben konn­te, bleibt voll­kom­men rät­sel­haft. Natür­lich waren noch Robert Mark Kamen und Regis­seur Ric Roman Waugh mit­be­tei­ligt, aber Cook hät­te man mehr Gespür und auch Ein­fluss zuge­traut.

Bandit bespricht: FAST & FURIOS PRESENTS: HOBBS AND SHAW

Bun­des­start 01.08.2019

Da war ein klei­ner Film. Rela­tiv. Mit einem beschei­de­nen Bud­get von 38 Mil­lio­nen Dol­lar. Es war ein ein­fa­cher Film, der dem Zuschau­er erst gar nichts vor­ma­chen woll­te. Und gera­de des­we­gen rich­tig ein­schlug. Vin Die­sel war auf dem siche­ren Weg ein Star zu wer­den, und Paul Wal­ker hat­te auch das Zeug dazu, wur­de aber all­ge­mein noch nicht rich­tig wahr­ge­nom­men. Die nicht sehr tief gehen­de Geschich­te fun­dier­te auf einem Arti­kel von Ken­neth Li für Vibe, der die Sze­ne von Stra­ßen­ren­nen beleuch­tet. Viel Tief­gang hat­te der Film nicht, aber sehr viel Herz. Und das begeis­ter­te alle Zuschau­er­schich­ten. Es gab Auto­rennen und Stunt-Sequen­zen, die selbst einen Bur­schen wie den ver­rück­ten Hal Need­ham blass aus­se­hen lie­ßen. Kein Com­pu­ter, son­dern pure, rea­le Pfer­de­stär­ken die der Schwer­kraft und den Geset­zen der Phy­sik wider­spra­chen. 200 Mil­lio­nen Dol­lar Bud­get spä­ter, war es kein klei­ner, fei­ner Film mehr, THE FAST AND THE FURIOUS ist längst zu einem Mar­ken­zei­chen gewor­den.

Bandit bespricht – MEN IN BLACK: INTERNATIONAL

MEN IN BLACK: INTERNATIONAL – Bun­des­start 13.06.2019

Das Wich­tigs­te natür­lich vor­ne weg. Die Fra­gen aller Fra­gen. Nicht der Anfang, nicht der Film selbst, nicht die Auf­lö­sung. Noch bevor man sich für einen Film ent­schei­det, muss man wis­sen, hat der Film eine Post-Cre­dit-Sce­ne. Bevor man sich den Neben­säch­lich­kei­ten wid­met, sei die­se Fra­ge geklärt: Viel­leicht. Selbst her­aus­fin­den, das macht wirk­lich Spaß.

Die zwei­te der wich­tigs­ten Fra­gen über­haupt: Ist das Pferd nicht schon längst tot gerit­ten? Nein, ist es nicht. Selbst im Wahn von Sequels, Reboots und Neu­in­ter­pre­ta­tio­nen, haben die Men in Black noch lan­ge nicht ihr Plas­ma ver­schos­sen. Ein­fach selbst her­aus­fin­den, das macht näm­lich auch Spaß.

MEN IN BLACK INTERNATIONAL

Garan­tiert spoi­ler­frei.

Die Geheim­or­ga­ni­sa­ti­on MEN IN BLACK, die die Erde vor dem Abschaum des Uni­ver­sums schützt, eig­net sich auf­grund des The­mas natür­lich per­fekt für eine Film­rei­he, bei der auch mal die Haupt­fi­gu­ren wech­seln kön­nen. Nach­dem wir Tom­my Lee Jones zwei­ein­vier­tel­mal und Will Smith drei­mal im schwar­zen Anzug sehen konn­ten, bekom­men wir es dies­mal mit Tes­sa Thomp­son und Chris Hems­worth als … äh … Women In Black zu tun.

Und – soviel will ich vor­weg­neh­men – auch wenn der Film nicht der ganz gro­ße Wurf ist, habe ich mich über die gesam­te Lauf­zeit aus­ge­spro­chen gut unter­hal­ten gefühlt.

Bandit bespricht: GODZILLA – KING OF THE MONSTERS

GODZILLA: KING OF THE MONSTERS
Bun­des­start 30.05.2019

Für die Nerds eine klei­ne Aus­wahl von Tita­nen die in GODZILLA erschei­nen, anwe­send aber nicht zu sehen sind, oder als mög­li­che Geg­ner für wei­te­re Fil­men in Fra­ge kom­men: Angui­rus, Bara­gon, Bat­tra, Bio­lan­te, Des­to­royah, Dogo­ra, Ebi­rah, Gigan, God­zil­la, Goro­sau­rus, Hedo­rah, Kama­cu­ras, King Cae­sar, King Ghi­do­rah, King Kong, Kumon­ga, Man­da, Mega­gui­rus, Mega­lon, Mothra, Ookon­doru, Orga, Rodan, Rok­mu­tul, Space­God­zil­la, Spi­ga, Tita­nosau­rus, und/​oder Varan.
Auch in Deutsch­land, genau­er bei Mün­chen, ist ein Titan ver­bor­gen. Für den Film voll­kom­men irrele­vant, aber für Inter­es­sier­te könn­te es viel­leicht Rok­mu­tul sein, oder sogar Angui­rus. Der Trai­ler ist dafür zu unge­nau.

Es gibt Fil­me, die nur weni­ge Zwe­cke erfül­len müs­sen. Sie sol­len Spaß machen, sie sol­len die selbst gestell­ten Ansprü­che lie­fern, sie müs­sen kei­nen tie­fe­ren Sinn erge­ben. Pop­corn-Kino vom Feins­ten. Mehr als zwei Stun­den ein­fach abschal­ten kön­nen und dür­fen. Über­haupt nicht mehr, aber dafür auch nicht weni­ger, erwar­tet man von einem Film, des­sen Haupt­dar­stel­ler von  Com­pu­tern ani­miert wur­de, grö­ßer als man­ches Hoch­haus ist, und sich mit gleich gro­ßen Fies­lin­gen ordent­lich in die Wol­le kriegt. Bei solch ein­lei­ten­den Wor­ten ist vor­aus­zu­le­sen, dass hier noch ein ganz gro­ßes »Aber« fol­gen wird. Doch wo fängt man da an? God­zil­la ist ja schließ­lich nicht irgend­ein Hol­ly­wood-Schnell­schuss. Im Abspann kann man sogar lesen, dass es extra einen Beauf­trag­ten für das soge­nann­te »Mons­ter­Ver­se« gibt.

AVENGERS: ENDGAME

Kann Spu­ren­ele­men­te von Spoi­lern ent­hal­ten, aber nix Schlim­mes. Ehr­lich.

Er ist das Ergeb­nis einer Rei­he von mehr als 20 Fil­men (plus Fern­seh­se­ri­en) über einen Zeit­raum von elf Jah­ren. Ein gigan­ti­sches Expe­ri­ment, das so vor­her noch nie­mand gemacht hat­te: Ein zusam­men­hän­gen­des Kino­uni­ver­sum, in dem die Fil­me zwar im Prin­zip unab­hän­gig sind, aber doch alle zusam­men­hän­gen. Nach AVENGERS: INFINITY WAR muss­te Mar­vel lie­fern, die Fort­set­zung und damit auch der abschlie­ßen­de Teil deser Pha­se des Mar­vel Cine­ma­tic Uni­ver­se wur­de sehn­süch­tig erwar­tet und die Macher hät­ten das übel in den Sand set­zen kön­nen, denn wie soll man der­art viel Erwar­tungs­hal­tung erfül­len kön­nen? Muss ein der­art gehyp­ter Film nicht bei­na­he zwangs­läu­fig sein Ziel nicht errei­chen und die Erwar­tun­gen nicht erfül­len?

Ja, AVENGERS: ENDGAME hät­te übel ins Auge gehen kön­nen, aber eben nicht bei Mar­vel, denn die wis­sen ganz offen­sicht­lich was sie tun. Und dazu gehört eben auch an ers­ter Stel­le die Zuschau­er zu über­ra­schen und sie trotz­dem zufrie­den­zu­stel­len.

Bandit bespricht: CAPTAIN MARVEL

CAPTAIN MARVEL – Bun­des­start 07.03.2019

Nein, hier wer­den kei­ne Tie­re bespro­chen.

Pha­se drei des »Mar­vel Cine­ma­tic Uni­ver­se« nähert sich rasend schnell dem Ende. Nicht ohne noch ein­mal ein alles ste­chen­des Ass aus dem Ärmel zu zie­hen. Vers, oder spä­ter auch Carol Dan­vers genannt. Der unbe­darf­te Zuschau­er soll­te in die­ser Bezie­hung immer etwas auf­pas­sen, wo ihn die Geschich­te mit der Figur gera­de hin­ge­führt hat. Der Nerd tut sich viel­leicht etwas ein­fa­cher. Aber kei­ne Sor­ge, ein gro­ßer Bluff wird das nicht. Auf den Namen »Cap­tain Mar­vel« wer­den aller­dings alle ver­ge­bens war­ten, jeden­falls in die­sem Film. Die Film­hel­din hat schon selbst genug damit zu tun, bis alle Kar­ten auf dem Tisch lie­gen. Nicht nur, wer denn über­haupt der Böse, noch wer sie selbst ist. Ein­her geht die Fra­ge, was dann eigent­lich ihre Bestim­mung sein soll? Natür­lich der letz­te Trumpf, aber das hat man sich für ein ande­res Mal auf­ge­ho­ben.

Excelsior! CAPTAIN MARVEL

Kann Spu­ren­ele­men­te von Spoi­lern ent­hal­ten

Bemer­kens­wert vor­weg: Beim Mar­vel-Intro vor deren Fil­men sieht man übli­cher­wei­se Sze­nen und Figu­ren aus ver­gan­ge­nen Pro­duk­tio­nen, durch die »geblät­tert wird« und dar­aus ent­steht das Logo. Das Blät­tern wird auch hier natür­lich wie­der ver­wen­det, alle Sze­nen sind aller­dings Stan Lee-Came­os, dem der Film auch gewid­met wur­de. Da kann man schon mal ein Trän­chen ver­drü­cken.

Nach AVENGERS: INFINITY WAR frag­te man sich: Was wür­de Mar­vel tun, um da noch einen drauf­zu­set­zen? Die Ant­wort ist so ein­fach wie uner­war­tet: Sie tun es nicht. CAPTAIN MARVEL nimmt sich in Sachen Bom­bast und Epik im Ver­gleich mit INFINITY WAR ganz erheb­lich zurück – und das hat dem Film sehr gut getan.

Noch dazu ist es der ers­te Strei­fen des Mar­vel Cine­ma­tic Uni­ver­se mit einer Hel­din als Haupt­rol­le – vie­le hat­ten gesagt, das sei längst über­fäl­lig, und das sicher voll­kom­men zu recht. Und wie fast schon zu erwar­ten lie­fert Mar­vel nicht nur, sie tun das auch noch in einer erfreu­lich unauf­ge­reg­ten, undog­ma­ti­schen und unter­halt­sa­men Wei­se.

Bandit bespricht: ALITA: BATTLE ANGEL

Bun­des­start 14.02.2019

Natür­lich stellt sich selbst­re­dend auch bei ALITA die Fra­ge, ob man das Aus­gangs­ma­te­ri­al ken­nen soll­te, oder ein Film für sich allei­ne ste­hen muss, wenn man ihn objek­tiv betrach­ten will. Ide­al ist natür­lich ein gesun­der Mit­tel­weg, der beim unbe­darf­ten Zuschau­er kei­ne Fra­gen auf­wirft oder offen lässt, und die locke­re Ein­bin­dung von Ele­men­ten, an denen sich der Fan erfreu­en kann. Bei ALITA: BATTLE ANGEL ist genau dies der Fall. Er bie­tet 122 Minu­ten Spek­ta­kel, mit ein klein wenig Tief­gang, ver­schont das Publi­kum mit end­lo­sen Action-Sequen­zen, so wie es die Wer­bung vor­gab, son­dern setzt die­se sorg­sam und nicht des Schau­wer­tes wil­len über den Film ver­teilt. Und wäh­rend das, mit Ver­laub gesagt, anspruchs­lo­se­re Sams­tag Abend-Publi­kum sei­nen Spaß hat, spürt man förm­lich, das hin­ter der einen Sze­ne oder dem ande­ren Dia­log sich doch zar­te Hin­wei­se ver­ber­gen, die einem ein­ge­fleisch­ten Fan der Vor­la­ge gerecht wer­den. Irgend­wie das Ide­al eines sol­chen Fil­mes.

THE LEGO MOVIE 2

THE LEGO MOVIE 2 – Bun­des­start 07.02.2019

»Hier ist nichts mehr super …«

Es war umge­hend ein Ohr­wurm. Für die Klei­nen zum mit­träl­lern, für die Gro­ßen aus schie­rer Freu­de über einen nicht uner­heb­li­chen Teil ihrer Kind­heits­er­in­ne­run­gen. Doch wie hat sich das Lied nun ver­än­dert, fünf Jah­re nach­dem Bau­ar­bei­ter-Lego Emmet die Wahr­heit über sei­ne Welt und deren Bestim­mung erfah­ren hat. Ja, da war hier alles super. Doch jetzt hat eine ent­setz­li­che Macht die Lego-Welt von Brick­burg gewal­tig ver­än­dert. Und ent­stan­den ist Apo­ca­lyp­se­burg. Was Emmett noch immer nicht davon abhält, mit sei­ner simp­len Art durch das Leben zu gehen, stets ver­sucht, den ande­ren Figu­ren eine posi­ti­ve Stim­mung zu ver­mit­teln. Aber: hier ist nichts mehr super.

Nach oben scrollen

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies und von eingebundenen Skripten Dritter zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest (Navigation) oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst Du Dich damit einverstanden. Dann können auch Cookies von Drittanbietern wie Amazon, Youtube oder Google gesetzt werden. Wenn Du das nicht willst, solltest Du entweder nicht auf "Akzeptieren" klicken und die Seite nicht weiter nutzen, oder Deinen Browser im Inkognito-Modus betreiben, und/oder Anti-Tracking- und Scriptblocker-Plugins nutzen.

Mit einem Klick auf "Akzeptieren" werden zudem extern gehostete Javascripte freigeschaltet, die weitere Informationen, wie beispielsweise die IP-Adresse an Dritte weitergeben können. Welche Informationen das genau sind liegt nicht im Einflussbereich des Betreibers dieser Seite, das bitte bei den Anbietern (jQuery, Google, Youtube, Amazon, Twitter *) erfragen. Wer das nicht möchte, klickt nicht auf "akzeptieren" und verlässt die Seite.

Wer wer seine Identität im Web schützen will, nutzt Browser-Erweiterungen wie beispielsweise uBlock Origin oder ScriptBlock und kann dann Skripte und Tracking gezielt zulassen oder eben unterbinden.

* genauer: eingebettete Tweets, eingebundene jQuery-Bibliotheken, Amazon Artikel-Widgets, Youtube-Videos, Vimeo-Videos

Schließen