In der FAZ erschien soeben ein Kommentar der sich in leicht jammerndem Ton damit auseinandersetzt, dass Verlage und Autoren Bücher nicht mehr veröffentlichen, weil sie Angst vor »Cancel Culture« und »Webmobs« haben.
Ich werde der FAZ an dieser Stelle keine zusätzliche Sichtbarkeit durch einen Link schenken, aber ihr dürftet den Text leicht finden, wenn ihr in der Suchmaschine eurer Wahl nach »CANCEL CULTURE: Schriftsteller vor dem Sittengericht« und »FAZ« sucht.
Mein Kommentar zum Kommentar:
Das unerträglich strunzkonservative Blatt FAZ halte ich nicht für ein geeignetes Medium, um sich mit dem Thema objektiv auseinander zu setzen. Wenn irgendwelche Personen oder Verlage irgendwas nicht veröffentlichen, dann ist der Grund dafür auch nicht in irgendeiner angeblichen »Cancel Culture« zu suchen, sondern liegt in der Verantwortung der Personen und Verlagsverantwortlichen. Das dann vorauseilend hypothetischen »Webmobs« anlasten zu wollen, die damit aber auch gar nichts zu tun haben (können), halte ich für eine äußerst armselige Begründung.
Zuletzt möchte ich LeVar Burton zitieren, der kürzlich sagte »Wir haben keine ‘Cancel Culture’, sondern eine ‘Consequence Culture’ «. Also dass Personen neuerdings mit den Konsequenzen ihres Handelns und Redens leben müssen. Auch solche, die das aufgrund ihrer Privilegien bisher nicht mussten. Das passt denen natürlich nicht und dann fangen sie an zu jammern.
p.s.: Es gibt keine »Cancel Culture«. Das ist ein Kampfbegriff von Personen, die weiter diskriminieren möchten.
Und schon wieder eine Phantastik-Serie aus dem Hause Netflix. SWEET TOOTH ist eine Art »postapokalyptisches Märchen«, das sich um mutierte Menschen dreht, aber nicht im Stil der X‑MEN.
SWEET TOOTH startet am 4. Juni 2021 bei Netflix.
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Das mit dem Hörensagen ist immer so ein Ding. Aber in der Filmindustrie will man sich in der Hinsicht seit geraumer Zeit auf nichts mehr einlassen und so nahm man Max Landis nach Missbrauchsvorwürfen das Drehbuch zu SHADOW ganz schnell weg. So geschah es auch mit seinem Produzenten-Status, angeblich von Co-Produzentin Moretz initiiert. Hörensagen. Max Landis war raus. Fakt. Schon während des ganzen Prozedere begann Regisseurin Roseanne Liang mit heftigen Überarbeitungen. So dass die eine Partei am Ende stolz verkündete, Landis‘ Spuren aus dem Buch getilgt zu haben und die Opposition stolz behauptet 95% seines Drehbuchs auf der Leinwand gesehen zu haben. Man kennt sowas und es wäre auch vollkommen irrelevant, weil sich jede Seite ihre Version schön redet. Wichtig wäre es allerdings für Filmfetischisten und Hobby-Wissenschaftler, um Lösungsansätze zu finden, wie es überhaupt zu so einem Drehbuch kommen konnte.
Auch der Animationsfilm LUCA wäre ursprünglich sicherlich fürs Kino gedacht gewesen, kommt nun aber stattdessen auf den Streamingdienst Disney+. Der Trailer ist schon mal sehr vielversprechend.
On the Italian Riviera, an unlikely but strong friendship grows between a human being and a sea monster disguised as a human.
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Ab dem 30. April zeigt Streamingdienst Netflix THE MITCHELLS VS. THE MACHINES, einen Science Fiction-Animationsfilm um eine nur semi-gut funktionierende Familie, die sich einem Roboteraufstand entgegenstellen muss. Die offizielle Umschreibung liest sich wie folgt:
An animated action-comedy about an ordinary family who find themselves in the middle of their biggest family challenge yet…saving the world from the robot apocalypse. No big deal, right? It all starts when creative outsider Katie Mitchell is accepted into the film school of her dreams and is eager to leave home and find »her people,« when her nature-loving dad insists on having the whole family drive her to school and bond during one last totally-not-awkward-or-forced road trip. But just when the trip can’t get any worse, the family suddenly finds itself in the middle of the robot uprising. Everything from smart phones, to roombas, to evil Furbys are employed to capture every human on the planet. Now it’s up to the Mitchells, including upbeat mom Linda, quirky little brother Aaron, their squishy pug, Monchi, and two friendly, but simple-minded robots to save humanity.
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Seit Jahren habe ich die Szene der Hobby-Kartenmacher beobachtet und auch die diversen Ausprägungen an Software un Landkarten fiktionaler Länder zu erstellen, beispielsweise für Romane oder Rollenspiel-Kampagnen.
Der bekannte Platzhirsch CAMPAIGN CARTOGRAPHER fällt einem in dem Zusammenhang natürlich als erstes ein, der hat inzwischen im vergleich mit früher auch einen angemessenen Preis, ist aber nach wie vor ein benutzerunfreundliches Bedienmonster. Für viele ist der Funktionumfang und die nonstandard-Benutzeroberfläche schlicht Overkill (womit ich nichts über die fraglose Qualität der Software aussagen möchte, ich besitze das komplette Paket).
Jeztzt bin ich über WONDERDRAFT gestolpert und bin begeistert. Es ist damit so einfach wie nie, Fantasy-Karten zu erstellen. Wonderdraft beschränkt sich dabei auf das Nötigste, bietet aber trotzdem diverse höchst clevere Funktionen wie Zufallsgeneratoren für grundlegende Kartentypen, Unregelmäßigkeitsfunktionen für Landschaftlinien oder das zufällig Platzieren verschiedener Symbolausprägungen, beispielsweise für Bergketten, die dann eben aus verschiedenen Bergsymbolen bestehen. Dabei bleiben Symbole einzeln handhab- und verschiebbar, auch ein Ebenensystem bietet Wondershare.
Die von mir erstellte letzte Karte (Rügen) entstand noch in Photoshop. Das war auch okay, aber in Wonderdraft hätte ich das deutlich schneller zustande bekommen – und man hat natürlich auch immer noch die Option die Grundkarte in Wonderdraft zu erstellen und Feinheiten in Photoshop (oder einer anderen Grafikbearbeitungssoftware wie Affinity) hinzuzufügen, wenn man etwas mehr Möglichkeiten haben möchte.
Disclaimer: Ich bekomme kein Geld für die Werbung, ich schreibe diesen Hinweis weil ich die Software gestern entdeckt habe und für großartig halte, insbesondere für den äußerst niedrigen Preis von 30 Dollar, der für das Gebotene spottbillig ist. Außerdem finde ich, dass Indie-Entwickler unterstützt werden sollten.
Details und eine Kaufoption findet man auf der Webseite zum Projekt, der kauf wird über Humble Bundle abgewickelt, man muss zum Erwerb dort ein Konto besitzen oder eröffnen.
Netflix bleibt die erste Anlaufstelle für phantastische Inhalte im Fernsehen, was die in letzter Zeit an Mengen an Content rausgehauen haben, geht auf keine Kuhhaut. Währenddessen sind die öffentlich-rechtlichen Sender im #neuland immer noch der Ansicht, dass es für Phantastik keine Zielgruppe gibt.
Hier ein Trailer zum SF-Film OXYGEN bei dem Horrospezialist Alexandre Aja Regie geführt hat und bei dem Mélanie Laurent die Hauptrolle spielt.
Das Ganze ist eine Art SF-Kammerspiel: Eine Frau erwacht in einer Cryokammer, hat keinerlei Erinnerung wer sie ist und hat nur noch für 90 Minuten Atemluft. Sie muss einen Weg raus finden, bevor der Sauerstoff ausgeht.
OXYGEN läuft ab dem 12. Mai 2021 auf dem Streamingdienst Netflix.
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Es gibt etwas überaus Bemerkenswertes von den diesjährigen Oscar-Verleihungen zu berichten, deswegen spendiere ich dem einen Extraartikel.
Den Preis für die beste Kurzdoku erhielt COLETTE. Das ist deswegen bemerkenswert, weil der Film aus einem Videospiel stammt, nämlich dem Virtual Reality-Titel MEDAL OF HONOR: ABOVE AND BEYOND. Der erhielt nur so mittelmäßige Kritiken, unter anderem weil er mit 170 Gigabyte unfassbar dick war. Das rührt daher, dass im Spiel jede Menge historisch korrektes Geschichtsmaterial eingefügt ist, das in Form von Dokumentationen gezeigt wird. COLETTE ist einer dieser Filme.
COLETTE, bei dem Anthony Giacchino Regie geführt hat, dreht sich um Colette Marin-Catherine, eine Überlebende des französischen Widerstands gegen die Nazis, die zum ersten Mal seit dem Ende des zweiten Weltkriegs nach Deutschland zurück kehrt, um ein Arbeitslager zu besuchen, in dem ihr Bruder getötet wurde.
Nach der Veröffentlichung im VR-Spiel kümmerte sich die britische Zeitung THE GUARDIAN um eine Verbreitung des Films.
Das ist das erste mal, dass ein von Videospielfirmen produzierter Film (in diesem Fall Oculus Studios und Respawn Entertainment via Electronic Arts) einen Oscar erhält.
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Es war völlig klar, dass die Verleihung der 93. Academy-Awards (volkstümlich auch Oscars genannt) in diesem Jahr völlig anders sein würde, Grund dafür ist selbstverständlich die Pandemie. Zahllose Filme hat man gar nicht erst gesehen, da sie aufgrund geschlossener Kinos bislang nicht gezeigt wurden. Der Termin für die Veranstaltung war zwei Monate nach hinten verschoben worden.
Es fand auch keine ganz große Gala statt, anwesend waren nur eine paar handvoll Protagonisten (170 Personen) und die Veranstaltung wurde auch nicht wie üblich im Dolby Theater als Hauptort durchgeführt, sondern im historischen Bahnhofsgebäude der Union Station in Los Angeles. Manche Laudatoren und Kandidaten nahmen nur per Videoschalte teil.
Großer Gewinner ist das Roadmovie NOMANDLAND, hier erhielt Frances McDormand den Preis für die weibliche Hauptrolle und Chloé Zhao erhielt als erst dritte Frau überhaupt und als erste Nichtweiße den Regie-Oscar. Weiterhin wurde der Streifen als bester Film ausgezeichnet.
Die güldene Statue für den besten Schauspieler ging an Anthony Hopkins für die Darstellung eines Demenzkranken in THE FATHER.
Die Phantastik findet man eher unter ferner liefen. Nicht ganz unerwartet aber erfreulich der Preis für visuelle Effekte an TENET. Aber auch Pixars Animationsfilm SOUL konnte ein paar Preise nach Hause tragen.
Alle Nominierten und Gewinner in der folgenden Liste:
Aspyr, die Entwickler hinter den Remakes von Republic Commando and Jedi Knight II: Jedi Outcast, arbeiten an einer Neuausgabe von KNIGHTS OF THE OLD REPUBLIC. Nach Meinung nicht weniger Fans ist das 2003 erschienene Game das beste STAR WARS-Spiel aller Zeiten.
Möglich geworden ist das nicht zuletzt dadurch, dass Disney LucasFilm Games wiederbelebt hat und Electronic Arts zeitgleich ihre exklusive Lizenz für STAR WARS-Spiele verloren haben.
Eine offizielle Bestätigung seitens Aspyr und LucasFilm Games steht noch aus, aber es berichten bereits diverse glaubwürdige Medien darüber, darunter in den USA der renommierte Journalist Jason Schreier, der interne Quellen zitiert.
Unklar ist derzeit natürlich, wie weit das Remake gehen wird. Sicher sind grafische Überarbeitungen, die das Game an aktuelle Standards anpassen, denkbar wären auch Verbesserungen im Gameplay oder sogar neue Storylines, denn es gibt Handlung, die es damals nicht in die Bioware-Veröffentlichung schafften.
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