Als ich Anja Bagus´ Kommentar »Ich weigere mich!« veröffentlicht habe, war mir schon klar, dass der kontroverse Reaktionen hervorrufen würde. Und das geschah dann wie erwartet auch, hauptsächlich in diversen sozialen Medien.
Es gab tatsächlich eine Menge Personen, die sich sachlich, offen, konstruktiv und vor allem mit Realismus mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Aber es gab auch haufenweise Reaktionen, die man – vorsichtig ausgedrückt – nur als »giftig« bezeichnen kann. Und insbesondere solche, die sich selbst als »professionell« bezeichneten, spuckten geradezu Gift und Galle. Aktuell wurde ein Artikel veröffentlicht, in dem man gleich haufenweise »Profis« in Stellung bringt, um dagegen zu reden. Ein solcher Diskurs und Meinungsaustausch ist selbstverständlich gewollt und erlaubt.
Ich möchte an dieser Stelle auch noch ein paar Gedanken zu dem Thema ergänzen.
»Let‘s read in English 2016« heißt eine aktuelle Kampagne bei der sogenannten Buchcommunity Lovelybooks. Man bewirbt das Ganze mit:
You are a fan of reading in English or want to read more English books? We have the perfect reading challenge for you: ‘Let’s read in English’! Read English books, join the fun and win great prizes!
Nun ist das Geschäftsmodell von Lovelybooks jedem klar: Man bietet den Leser ein soziales Netzwerk rund um Bücher, lässt sich von denen sogar im Prinzip den gesamten Content in Form von Besprechungen und Leserunden schreiben ohne einen Cent Vergütung zahlen zu müssen (und sogar die Bücher für Leserunden kommen von Autoren und Verlagen selbst – brilliantes Geschäftskonzept, da hätte ich drauf kommen sollen …), und verdient an den Affiliate-Links zu Amazon und Buchhandel. Jetzt ist man offensichtlich auf den Trichter gekommen, dass man auch mit englischsprachigen Büchern ein paar Euro machen kann. Aus Sicht von Lovelybooks sicher keine ganz schlechte Idee.
Das Problem dabei ist allerdings, dass man sowohl für englischsprachige Printbücher wie eBooks beim traditionellen Buchhandel abseits von Amazon Preise bezahlen soll, die mit »Mond« noch sehr freundlich umschrieben sind. Wer mehr zu dem Thema wissen möchte, sollte sich meinen Artikel zu Gemüte führen, in denen ich das mal detailliert analysiert hatte. Zudem hatte ich bei den verantwortlichen hiesigen Aggregatoren nachgefragt. Die Quintessenz der dabei heraus gekommenen Aussage war salopp ausgedrückt: »Die Preise sind eh egal, weil englischsprachige Bücher hier keine Sau interessieren!« Eine Reaktion, die ich als jemand der inzwischen überwiegend englische Originale liest, höchst interessant fand.
Und was ist nun mit Lovelybooks? Stimmt die mir gegenüber gemachte Aussage nicht und es werden doch so viele englische Bücher gelesen, dass sich so etwas lohnt? Oder versucht man es einfach mal, weil das ohne großen Aufwand eine zusätzliche Einnahmequelle darstellt? Ich werde mal beobachten, wie die Resonanz ist.
Und wer solche Bücher kaufen möchte, sollte ganz dringend die Preise vergleichen, denn seit dem Erscheinen des Artikels in 2013 hat sich in der Hinsicht nicht viel (bis nichts) getan.
Ich war zuerst etwas unschlüssig, ob ich darüber schreiben soll. Denn eigentlich ist das, was Electronic Arts bei STAR WARS BATTLEFRONT mit seinen Kunden macht eine grobe Unverschämtheit. Man bekommt ein Spiel mit erschreckend wenigen Inhalten und soll dann ein Heidengeld für Downloadcontent ausgeben, der nach und nach reingepatched wird. Von den spielerischen Problemen wie völlig idiotischem Gespawne noch gar nicht gesprochen.
Auf der anderen Seite muss man ganz klar sagen, dass die grafische Präsentation des Spiels ein Knüller ist und die Szenarien eine Augenweide. Und für einen casual gamer wie mich ist das Game im Prinzip auch genau richtig: Laden, mal eben ´ne halbe Stunde Spaß in einem STAR WARS-Szenario haben und wieder beenden. Ich habe aber auch eine Presseversion und kein Heidengeld für ein Minispiel ausgegeben.
Sei´s drum, es kann sicherlich jeder entscheiden, ob er EA Geld in den Rachen werfen möchte, oder einfach mal ein halbes Jahr wartet und BATTLEFRONT dann zum Budget-Preis kauft.
Jetzt wurden auf jeden Fall DLCs angekündigt, die aufhorchen lassen – wenn sie denn gut gemacht sind. Im nächsten erscheinenden Pack gibt es eine neue Karte auf Tatooine: Jabbas Palast. Dass es ebenfalls eine weitere Karte umd die »Fabriken von Sullust« geben wird, interessiert dagegen eher keinen, da es sich nicht um einen Schauplatz aus einem der Filme handelt.
Für die Zukunft sind zudem Maps in der Wolkenstadt Bespin und im Inneren des Todessterns angekündigt. Zudem sind weitere Karten und Szenarien für die bereits vorhandenen Planeten angekündigt. Wenn das alles grafisch so aufwendig ist, wie bisher, bekommt der Fan viel zu gucken. Wenn er eine dicke Brieftasche hat und EAs kundenfeindliche DLC-Politik unterstützen möchte. Eigentlich ist das alles sehr schade, BATTLEFRONT hätte das Zeug zu einem Klassiker gehabt.
Promografik STAR WARS BATTLEFRONT Copyright Electronic Arts
Im Original lautet der Titel der Kinderbuchreihe LEMONY SNICKET´S A SERIES OF UNFORTUNATE EVENTS und es handelt sich dabei um eine Reihe skurriler episodischer Geschichten um die Beaudelaire-Geschwister Violet, Klaus und Sunny.
2004 kam der Stoff ins Kino, hier spielte Jim Carrey den böswatzigen Onkel Graf Olaf, der sich das Vermögen der Geschwister unter den Nagel reißen will. Netflix lässt nun aus dem Stoff eine Fernsehserie machen, ein Format, das meiner Ansicht nach viel besser als ein Film geeignet ist, den Stoff umzusetzen.
Das Ganze wird von Paramount TV produziert, Showrunner ist Barry Sonnenfeld, Regisseur von MEN IN BLACK 1, 2 & 3, der auch am Kinofilm mitproduziert hatte. Für die Rolle als Count Olaf befindet sich gerade Neil Patrick Harris (HOW I MET YOUR MOTHER, AMERICAN HORROR STORY) in Gesprächen mit den Produzenten. Aber ist gibt auch bereits konkrete Besetzungen: Malina Weissman (die junge Kara aus SUPERGIRL) wurde als Violet besetzt, die Rolle des Bruders spielt Newcomer Louis Hynes.
Die Dreharbeiten sollen im März in Vancouver beginnen, damit gehe ich von einem Serienstart im Herbst 2016 oder Frühjahr 2017 aus.
Das Leben in den gefährlichen Vierteln der amerikanischen Metropolen ist ja längst auch für den weißen Mittelständler in Europa kein unbekanntes mehr. BOYZ IN THE HOOD war ganz vorne mit dabei. STAND AND DELIVER betrachtete die mexikanischen Problemviertel. Es waren die ersten zarten Anfänge, bis die Filme expliziter wurden und weiter in die Tiefe gingen. Mit FRIDAY kamen dann auch die Komödien in die Nachbarschaft. Mit STRAIGHT OUTTA COMPTON gab es zuletzt eine fantastische Reflexion nach wahren Begebenheiten. Obwohl alle Filme ihren eigentlichen Ursprung in der Realität haben. Harte Welten, in denen man zu etwas wird, was man nie wirklich sein wollte. Rick Famuyiwa geht mit seinem vierten Langfilm das Thema etwas anders an, und macht DOPE zu einem überraschenden Film, der neue Akzente zu setzen versteht.
Dass Ridley Scotts Projekt einer Fortsetzung seines Klassikers BLADE RUNNER (1982) kommen würde, war klar. Zuerst sah es auch so aus, als würde er prsönlich die Regie übernehmen, aber das ist inzwischen vom Tisch, den Job macht nun Denis Villeneuve (SICARIO). Im Film wird Harrison Ford erneut in der Rolle des Replikantenjägers Deckard zu sehen sein, die eigentliche Hauptrolle spielt aber Ryan Gosling.
Das war so weit alles schon bekannt und nur eine Wissensauffrischung. Das Drehbuch ist inzwischen ebenfalls fertig und wurde von Hampton Fancher sowie Michael Green verfasst, die Story zum Film, der einige Jahrzehnte nach dem ersten handeln soll, stammt von Scott und Fancher. Ach ja: Der Film wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht BLADE RUNNER 2 heißen. :)
Die Dreharbeiten werden im Juli 2016 beginnen, die Distribution für USA und Kanada übernimmt Warner Bros, im Rest der Welt tut das Sony. Einen Termin gibt e snoch nicht, man dürfte allerdings Ende 2017 annehmen. Da er dann allerdings gegen die STAR WARS-Episode VIII antreten müsste, würde ich eher auf Anfang 2018 tippen.
In diversen sozialen Medien (und anderswo) meldeten sich gleich mehrere Korinthenkacker zu Wort, die sich nicht inhaltlich mit Anjas Artikel befassten, sondern auf einer ihrer Ansicht nach unerträglichen Häufung von Ausrufezeichen herumritten. Die Autorin kommentierte dies wie folgt: »Ich hab noch so viele, die müssen bis zum Monatsende verbraucht werden!!!!!«
Ich widme den Thavmastikóphoben folgendes schnell gerenderte Bild:
Some books seem like they’d be almost identifiable by their punctuation.Alice in Wonderland, for example, has an abundance of exclamation marks (»Off with their heads!«)
Aber wir können es auch gern so machen wie James Joyce und auf Interpunktion weitestgehend verzichten. Käme heute vermutlich an keinem Lektor mehr vorbei.
Wir erinnern uns: Arnold Schwarzenegger wollte nochmal einen CONAN-Film machen, in der er erneut die Rolle von Howards cimmerischem Barbaren übernehmen will. Was zuerst unglaublich klang, machte nach der Erklärung Sinn, dass der Film das Leben des älteren König Conan beleuchten sollte. Der geplante Titel für den Streifen war LEGEND OF CONAN.
Dann hörte man lange nichts Konkretes mehr über den Film. Auch wenn vor einiger Zeit ein Poster veröffentlicht wurde (das auch ein Fake gewesen sein kann), geschah ansonsten nichts. Man kann sich vorstellen, dass es nicht ganz einfach sein dürfte, Geldgeber von dem Projekt zu überzeugen, denn die Zeiten in denen der Name Schwarzenegger eine Garant für volle Kinos war, ist nun einmal vorbei.
Aber es wird tatsächlich immer noch am Film gearbeitet. Während eines Events in Birmingham bestätigte Schwarzenegger das, und ergänzte, dass er und Autor und Produzent Chris Morgan (FAST AND FURIOUS 7) soeben ein Drehbuch fertiggestellt haben und sich derzeit mit Regisseuren treffen, um einen auszuwählen. Der Titel hat sich dabei offenbar zu CONAN THE CONQUEROR geändert. Zum Inhalt sagte Arnie:
Conan sitzt schon seit Jahren um Jahren auf dem Thron, seit Jahrzehnten,und es kommt eine Zeit, wo er abgesetzt werden soll. Diese Geschichte wollen wir erzählen. Und dieser Film wird gemacht.
Das klingt – nicht ganz unerwartet – nach einem ganz persönlichen Anliegen des Gouvernators und es dürfte spannend sein zu sehen, ob und welches Studio zugreift. Was das Konzept angeht: Ich habe schon schlechtere Ideen gehört, als den gealterten König Conan zu zeigen, immerhin gab es den tatsächlich auch in den Buchvorlagen.
Ich weiß nicht, wie oft ich mich darüber schon aufgeregt habe. Und jetzt ist es auch mal wieder soweit. Mir ist vor ein paar Tagen förmlich der Kopf geplatzt und das hört nicht auf.
Worum geht´s?
Es geht mal wieder um das unsägliche Ding mit dem Lektorat. Und als Clickbait: es geht auch um Bücherklau und meinen Status als Autorin.
Ich weigere mich.
Ich bin dagegen, dass ein vorhandenes Lektorat (und am Besten noch ein bezahltes), ein Qualitätskriterium für Bücher ist.
Wikipedia: Als Bearbeitungsform umfasst das Lektorat für gewöhnlich die rechtschreibliche, stilistische,grammatikalische und inhaltliche Verbesserung von Texten. Das Aufgabenfeld eines Lektors umfasst über die Tätigkeit des Lektorierens hinaus aber auch die Prüfung der eingehenden Manuskripte oder Typoskripte, die Zusammenstellung eines Verlagsprogramms, das Publikationsmarketing und die Begleitung von Skripten bis zur Veröffentlichung. Durch einen Korrektor werden Texte rechtschreiblich und grammatikalisch überprüft. Die stilistische Bearbeitung wird als stilistisches Lektorat bezeichnet, das zwar zumeist ein Korrektorat einschließt, jedoch stets darüber hinausgeht.
Es gab vor einiger Zeit einen konkreten Plan, eine Fortsetzung des Kult-Klassikers LABYRINTH zu drehen. Und auch bereits vor dem Tod des Koboldkönigs David Bowie gab es Gerüchte über einen möglichen Reboot. Das konkretisiert sich jetzt, und auch wenn Drehbuchautorin Nicole Perlman (GUARDIANS OF THE GALAXY) twittert, dass es sich nicht um einen Reboot handelt, kann man das Timing doch etwas merkwürdig finden.
Auf jeden Fall: Sony hat sich mit seiner Tochterfirma Tri-Star Pictures mit der Jim Henson Company zusammen getan, um irgendeine Art von LABYRINTH-Film zu produzieren. Wenn es tatsächlich kein Reboot ist, was ist es dann? Sequel? Fortsetzung? Vermutlich eher letzteres. Produzieren soll Lisa Henson.
Weitere Details gibt es noch nicht, aber die dürften nicht lange auf sich warten lassen. Die Frage ist natürlich, wer in der Lage ist, in die übergroßen Schuhe des Koboldkönigs zu schlüpfen … Sicher ist ein David Bowie unersetzlich, aber ich kann mir durchaus derzeitige Schauspieler vorstellen, die die Rolle verkörpern können. Nein, nicht der Cumberbatch. Na gut … gerade der Cumberbatch …
Promografik LABYRINTH Copyright Columbia Tristar Home Video
Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies und von eingebundenen Skripten Dritter zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest (Navigation) oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst Du Dich damit einverstanden. Dann können auch Cookies von Drittanbietern wie Amazon, Youtube oder Google gesetzt werden. Wenn Du das nicht willst, solltest Du entweder nicht auf "Akzeptieren" klicken und die Seite nicht weiter nutzen, oder Deinen Browser im Inkognito-Modus betreiben, und/oder Anti-Tracking- und Scriptblocker-Plugins nutzen.
Mit einem Klick auf "Akzeptieren" werden zudem extern gehostete Javascripte freigeschaltet, die weitere Informationen, wie beispielsweise die IP-Adresse an Dritte weitergeben können. Welche Informationen das genau sind liegt nicht im Einflussbereich des Betreibers dieser Seite, das bitte bei den Anbietern (jQuery, Google, Youtube, Amazon, Twitter *) erfragen. Wer das nicht möchte, klickt nicht auf "akzeptieren" und verlässt die Seite.
Wer wer seine Identität im Web schützen will, nutzt Browser-Erweiterungen wie beispielsweise uBlock Origin oder ScriptBlock und kann dann Skripte und Tracking gezielt zulassen oder eben unterbinden.