Wie gestern berichtet ging der Online-Kopierschutz von Ubisoft aufgrund von Serverausfällen gründlich in die Hose. Der Publisher beeilt sich jetzt zu behaupten, der Grund liege nicht in einer Unterdimensionierung der Server oder Fehlern in der Infrastruktur oder Software, vielmehr lägen gezielte DDOS-Attacken vor, mit denen Angreifer die Authentifizierungsserver lahmlegen wollen.
Es gibt offenbar schon wieder – oder weiterhin? – Schwierigkeiten mit den Servern, so dass Kunden ihre legal erworbenen Programme nicht nutzen können, da sich diese nicht zum Zwecke der Authentifizierung anmelden können. Ein Ubisoft-Mitarbeiter twitterte daraufhin:
»Unsere Server werden wieder angegriffen. Einige Spieler haben Probleme beim Anmelden. Wir arbeiten daran und halten Euch auf dem Laufenden«
Bei einer DDOS (Distributed Denial Of Service)-Attacke werden Server gezielt mit einer großen Menge von (meist übernommenen) Rechnern angegriffen, um ihre Kapazität zu überlasten. Man möge mir vergeben, aber für mich liest sich das wie eine ganz schlechte Ausrede…
Und selbst wenn tatsächlich eine DDOS-Attacke unbekannter Angreifer vorliegen sollte, zeigt das dennoch eindeutig und eindringlich, warum diese Art von »Kopierschutz« kundenfeindlicher Bullshit ist! Lösung: Spiele von Ubisoft boykottieren.
Ubisoft hatte angekündigt, dass ihre Spiele mit einem Online-Kopierschutz versehen werden sollten. Diese DRM-Maßnahme sollte dafür sorgen, dass man Spiele des Publishers nur noch mit einer aktiven Onlineverbindung spielen kann: Das Produkt prüft auf einem Server, ob der Spieler berechtigt ist es zu starten. Diese Gängelung der Konsumenten führte bereits zu höchst negativem Echo in den Medien und bei den Nutzern.
Am letzten Wochenende hat Ubisoft selbst aber die besten Argumente gegen ihren neuen Kopierschutz geliefert: Der Authentifizierungsserver ging aufgrund der Menge der Anfragen in die Knie und Käufer von ASSASSINS CREED 2 waren deswegen über mehrere Stunden (man spricht von sieben) nicht in der Lage, ihr legal erworbenes Spiel zu installieren oder zu spielen. In den Foren war der Teufel los und die Ubisoft-Mitarbeiter offensichtlich massiv überfordert. Weiterhin konnten sie die Probleme nicht nachvollziehen, da sie keine Kopie des Spiels zur Verfügung hatten – mit »unprofessionell« ist das nur sehr ungenügend umschrieben.
Der kundenunfreundliche Online-Kopierschutz ist bislang bei SILENT HUNTER 5 und ASSASSINS CREED 2 im Einsatz, soll aber auch bei SIEDLER 7 Verwendung finden, aufgrund der Popularität der Siedler-Reihe dürfte das Release für den nächsten Zusammenbruch sorgen. Inzwischen laufen die Server offenbar wieder problemfrei, aber der gestern aufgetretene Ausfall zeigt exakt, warum man solche Einschränkungen als Kunde nicht akzeptieren sollte. Mir kommen keine Spiele von Ubisoft mehr ins Haus, solange die diese Unverschämtheit weiter durchführen; deswegen gibts in diesem Artikel und in Zukunft auch keine Links zu dem Publisher.
Nachdem Universal Pictures im letzten Jahr angekündigt hatte, aus dem Atari-Arcade-Klassiker ASTEROIDS einen Kinofilm machen zu wollen, hat man offenbar auch bei Warner das immense Potential von alten Videospielen neu im Kino gesehen, hastig an der Buddel Hörnertee genippt und dann ein bahnbrechendes Filmkonzept rausgehauen:
Bei SPACE INVADERS (dem Link folgen, um es zu spielen) dürfte es sich um eines der bekanntesten Videospiele überhaupt handeln, es wurde im Jahr 1978 vom japanischen Hersteller Taito entwickelt, trat danach einen Siegeszug um die Welt an und brachte ungezählte Epigonen hervor. In Amerika wurde SPACE INVADERS an die Firma Midway Games lizensiert, die wiederum wurde im vergangenen Jahr von den Warner Brüdern aufgekauft.
Die Kinofassung soll produziert werden von Mark Gordon (SAVING PRIVATE RYAN), Jason Blum and Guymon Casady; weitere Details wurden noch nicht bekannt gegeben.
Universal gab bereits im Juli 2009 bekannt, dass man den Vektor-Klassiker ASTEROIDS (der Link führt zu einem Klon des Spiels) als Film umsetzen wolle. Matthew Lopez (RACE TO WITCH MOUNTAIN) wird das Drehbuch verfassen, Lorenzo di Bonanventura (TRANSFORMERS 2, GI JOE) soll produzieren.
Ich halte beides für eine Schnapsidee, aber was weiß ich schon, ich hatte ja auch über den Plan gelacht, aus einem Piratenfahrgeschäft in Disneyland einen Film zu machen…
Üblicherweise erhält man als Vorbesteller eines Spiels Boni, denn man pumpt Geld in ein Produkt, von dem man noch nicht einmal weiss, ob es einem grundsätzlich gefällt, ob es überhaupt auf den Markt kommt, oder ob es den Erwartungen entspricht. Über dieses Risiko wissen natürlich auch die Publisher und deswegen werden dem »early adopter« in aller Regel Zusatzfeatures angeboten. Im Falle von MMOs nicht zuletzt auch deswegen, weil man sich vorstellen kann, was beim Start eines solchen Spiels nicht nur schief gehen kann, sondern auch wird.
Bei STO war das zwar grundsätzlich nicht anders, allerdings hat man sich jetzt offenbar bei Atari dazu entschlossen, die Vorbesteller für ihre finanzielle Unterstützung und für ihre Bereitschaft, in der Open Beta Bugs zu jagen, zu bestrafen.
Nicht einmal einen Monat nach dem offiziellen Start des Spiels veröffentlichte Atari auf ihrer Webseite einen Deal, der nicht nur 10 Dollar preiswerter war, als der bislang übliche Preis für die Retailversion, nein, zusätzlich erhielten neue Spieler auch noch 60 zusätzliche Tage Spielzeit (also insgesamt 90). In Europa ist war der Rabatt nicht zu erhalten. Gegen eine Preissenkung ist nun grundsätzlich überhaupt nichts einzuwenden (außer vielleicht gegen den Zeitpunkt aufgrund des schlechten Stils gegenüber den Vorbestellern), die zusätzliche freie Spielzeit hingegen bringt die Spieler auf die Barrikaden und sorgte für einen der längsten Protestthreads, die das offizielle Forum bislang gesehen hat. Von den zahllosen weiteren Threads zu diesem Thema, die schnell geschlossen wurden, gar nicht gesprochen. Auch das durch einen Moderator zunächst fixierte Mammutthema wurde inzwischen mit nicht nachvollziehbaren Gründen geschlossen und ein weiterer eröffnet, in dem man seinen Unmut kund tun sollte – was für weiteren Mißmut sorgte, denn immerhin hatten unzählige Spieler bereits im ersten ausführlich und in zum Teil sehr sachlichen Worten geschildert, wo sie die Probleme verorten. Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, wurden zahllose Forennutzer, die einfach nur ihre Frustration und ihren Ärger ausdrücken wollten und das zwar in deutlicher Kritik aber nicht durch Trollerei taten, durch offensichtlich überforderte Moderatoren zeitweilig oder dauerhaft gesperrt; das dürfte auch der hauptsächliche Grund dafür sein, dass der neue Thread erst ca. 1500 Beiträge aufzuweisen hat (er existiert seit gestern abend 17:50 MEZ).
Zeitgleich wurde in einer Aktion – die man nur als sehr schlechtes Timing bezeichnen kann – ohne vorherige Ankündigung die Option beendet, von seinem Lifetime-Abo zurückzutreten und sich das hierfür gezahlte Geld erstatten zu lassen. Diese Möglichkeit wurde im Rahmen einer Kulanz für solche Spieler geschaffen, die mit dem Spiel massiv unzufrieden waren (allein die Schaffung dieser kulanten Handhabung trotz gegenteiliger Vertragsbedingungen beim Verkauf des Lebenszeit-Abos deutet bereits größere Probleme an, als man Willens war, an die Öffentlichkeit dringen zu lassen). Das LTA zum Sonderpreis konnte nur vor dem Beginn der Open Beta abgeschlossen werden. Das Zusammentreffen beider Aktionen verstärkt den Unmut.
Es handelt sich bei den letzten Ereignissen um die neuesten in einer Kette von Vorfällen, mit denen Cryptic (und somit Atari) die Spieler verärgert – nun sogar solche, die bisher als vehemente Unterstützer des Spiels aufgetreten sind – trotz all seiner offensichtlichen Schwächen und der Tatsache, dass es mit »unfertig« nur sehr milde umschrieben werden kann. Weiterhin waren die Server wochenlang instabil und eine Nutzung des Spiels war oft kaum adäquat möglich. Kann bei einem Start passieren, andere Entwickler kompensieren das durch Spielzeitgutschriften oder andere Gimmicks – von Cryptic kam die überraschende Rückmeldung, dass es so etwas pauschal nicht geben wird.
Über den Grund für die Preissenkung und das Spielzeitangebot kann man natürlich nur spekulieren. Es sind aber Stimmen zu hören, die mutmaßen, dass es zu solch einer Aktion nur kommen kann, weil Cryptic die Spieler weglaufen und man dringend neue benötigt (bzw. deren Geld). Das ist auch nicht ganz abwegig, wenn man bedenkt, dass das Special ganz kurz vor dem Ende der mit dem Erwerb des Spiels erhaltenen freien Onlinezeit gestartet wurde. Auch habe ich subjektiv den Eindruck, eine deutliche Abnahme der Spielerpopulation feststellen zu können, aber hier mag ich mich irren.
Was auch immer davon stimmen mag – Cryptic und Atari tun sich definitiv keinen Gefallen damit, die Vorbesteller durch den Spielzeitbonus für neue Spieler zu dupieren, ohne für entsprechende Kompensationen zu sorgen. Zu den sonstigen Problemen des Spiels demnächst an anderer Stelle mehr.
Update: Atari hat offenbar laut Berichten verschiedender MMO-Webseiten das Angebot über 60 Tage zusätzliche Spielzeit zurück genommen. Dummerweise allerdings auch nachträglich für Kunden, die bestellt hatten, als es noch galt. Da steht offensichtlich der nächste PR-Supergau ins Haus, auch wenn man inzwischen hastig beteuert, dass Personen, die am letzten Wochenende bestellt haben, die beworbenen Leistungen auch erhalten werden. Zwischenzeitlich machten unterschiedliche Cryptic-Mitarbeiter verschiedene Aussagen zu der Thematik, ein weiterer Hinweis, dass da etwas grundsätzlich und schwer schief läuft.
Update 2: Ich hatte bereits im STO-Forum gelesen, dass es Atari finanziell nicht so gut geht. Auf Golem wurde vor Kurzem noch kolportiert, dass es zu einer Rendite-Steigerung im letzten Jahr gekommen sei, tatsächlich sieht die Situation allerdings offenbar anders aus: 320 Millionen Dollar Nettoverlust kann einen Spielepublisher wohl zu gewissen unpopulären Maßnahmen animieren. Ob das allerdings auf Dauer hilft, wage ich zu bezweifeln.
Cover STAR TREK ONLINE Copyright 2009 Cryptic & Atari
Ab sofort gibt es eine neue Rubrik hier auf PhantaNews: unter dem Titel »für umme« werde ich auf legal kostenlos Erhältliches im Netz hinweisen, seien es Open Source-Spiele, sonstige Software, eBooks oder Musik. Den Anfang macht ein Spiel.
Computer-Veteranen werden sich mindestens seit Amiga-Zeiten an WORMS von Team 17 erinnern können: putzige Miniaturwürmer liefern sich, durch die Spieler gesteuert, Schlachten mit Bazookas, Handgranaten, Landminen oder Baseballschlägern. Das Spielprinzip der Urversion war so simpel wie spaßig: Die Spieler haben eine gewisse Anzahl von Würmern zur Verfügung, die auf eine beschränkte Menge Waffen zugreifen können. In einem von der Seite zu sehenden zweidimensionalen Szenario wird nun so rundenbasiert lange aufeinander losgegangen, bis nur einer übrig bleibt.
Das Ur-Spiel hat inzwischen einige Iterationen hinter sich, es entstanden in den letzten Jahren auch Varianten in vollem 3D, die jedoch nicht immer überzeugen konnten. Für die Wii wurde das zweidimensionale Ur-Prinzip wiederbelebt, krankte aber an eigentümlicher Steuerung und Feature-Overkill.
Als Open Source-Variante der Würmer steht HEDGEWARS zur Verfügung, das im Prinzip das Originalspiel zurück bringt, aber behutsam erweitert wurde und sich vielfältig konfigurieren lässt, was die Spieloptionen angeht. Der Clou ist dabei natürlich, dass die Igel auch im Multiplayermodus aufeinander los gehen können, und das sowohl via Internet wie auch im heimischen LAN. Im Vergleich mit dem ähnlichen SOLDAT punktet HEDGEWARS eindeutig mit der Knuffelgrafik, deutlich größerer Zugänglichkeit und viel Liebe zum Detail.
HEDGEWARS steht für Linux, BSD und Windows zum freien Download zur Verfügung, eine iPhone-Version ist offenbar in der Pipeline. Spenden sind gern gesehen. Einer zünftigen Igelklopperei mit Freunden steht somit außer einem Download nichts mehr im Weg. (piepsige Stimme: incomiiiiing!)
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Seit Jahren wartet die Fangemeinde der verschiedenen STARGATE-Inkarnationen auf das MMORPG STARGATE WORLDS, das vom Entwicklerstudio Cheyenne Mountain Entertainment erstellt werden sollte. Ebenso seit Jahren fehlten die vorzeigbaren Fortschritte, so dass manch ein Spötter bereits von Vaporware sprach.
Tatsächlich hat sich das eher unbekannte Studio aus Mesa, Arizona mit der Lizenz offenbar übernommen, denn wie heute bekannt wurde, hat man vor einem US-Gericht Insolvenzantrag gestellt. Im Rahmen des »Chapter 11″-Verfahrens kann das Unternehmen versuchen, seine Firmenfinanzen unter der Aufsicht eines Gerichts zu reorganisieren.
Der offenbar letzte Versuch, noch an etwas Geld zu kommen, war die Veröffentlichung des eher simplen Multiplayer-Spiels STARGATE RESISTANCE für 15 Dollar über die Steam-Plattform, das war aber offensichtlich nicht von Erfolg gekrönt. Weiterhin gibt es Berichte, dass das Studio selbst sowie Investoren aufgrund verschiedener »Unregelmäßigkeiten« zivilrechtliche Schritte gegen den ehemaligen Unternehmenschef und ‑Inhaber Gary Whiting eingeleitet haben.
Trotz der Insolvenz meldeten Entwickler des Spiel in Foren, dass es weitergehen solle mit STARGATE WORLDS, ob daran etwas Wahres ist, muss man wohl abwarten.
Damit ist offenbar ein weiterer Kandidat für den Markt der SF-MMORPGs aus dem Rennen, Nutznießer dürften EVE ONLINE, STAR TREK ONLINE und STAR WARS – THE OLD REPUBLIC sein.
Logo STARGATE WORLDS Copyright Cheyenne Mountain Entertainment
Publisher Activision Blizzard, mit massig Moneten ausgestattet solange WOW noch brummt, kündigte soeben den Start der Beta-Phase ihres lange erwarteten SciFi-Strategicals STARCRAFT 2 noch für diesen Februar an; bewerben kann man sich dafür bereits seit über zwei Jahren. Bekannt gegeben wurde das im Rahmen der Veröffentlichung der wirtschaftlichen Ergebnisse des Jahres 2009.
Einen offiziellen Releasetermin für STARCRAFT 2 gibt es derweil allerdings nach wie vor nicht. Eingeweihte Kreise gehen von einem Start in der zweiten Jahreshälfte aus, aber man muss wirklich kein Hellseher sein, um das so vorhersagen zu können. Zusammen mit STARCRAFT 2 soll auch Blizzards Battle.net deutlich aufgefeatured werden, mit Funktionen, von denen einem manche aus Games For Windows Live™ bekannt vorkommen mögen…
Bild: Logo STARCRAFT 2, Copyright Activision Blizzard
Aufgrund angenommener Probleme mit dem bundesdeutschen Jugendschutz und damit einer Freigabe, hatte man sich beim Publisher Sega entschieden, das Spiel ALIENS VS. PREDATOR in Deutschland nicht auf den Markt zu bringen (wir berichteten). Unverständlicherweise, wie ich finde, denn es wäre für Erwachsene auch dann noch käuflich zu erwerben gewesen, wenn es auf den Index gekommen wäre, denn Indizierung bedeutet nicht Verkaufsverbot – wie viele fälschlich annehmen – sondern »nur« Werbeverbot. Möglicherweise hatte man aber bei Sega Angst vor schlechter Publicity aufgrund der »Killerspiele«-Hexenjagd mancher Politiker (die nach der Wahl glücklicherweise und nicht ganz unerwartet eingeschlafen zu sein scheint).
Selbstverständlich kann man sich das Spiel im Ausland bestellen und dort gibt es auch bereits eine Demoversion zum Herunterladen. Aktiviert werden müssen sowohl die Demo (siehe den Link links für Tricks, wie das funktioniert) wie auch eine zukünftige Vollversion allerdings über Steam und da stellte sich die Frage, ob man ein im Ausland erwobenes Exemplar des Spiels beim deutschen Steam-Ableger überhaupt aktivieren kann. Bislang wurde das von Sega-Support-Mitarbeitern verneint, das Produktmanagement allerdings behauptet nun laut Aussage der Zeitschrift Gamestar, dass eine Aktivierung doch möglich sein soll. Wer sicher gehen will, dem wird wohl nur übrig bleiben, bis nach der Veröffentlichung zu warten, dann weiß man mehr. AVP erscheint in Europa am 19. Februar.
Wer nicht im Ausland kaufen möchte, bekommt das Spiel gegen Vorlage eines Altersnachweises (aufgrund fehlender Alterseinstufung) allerdings auch bei Amazon.de. Fragt sich, wie lange… Andererseits sollte man davon ausgehen, dass das Spiel auch aktiviert werden kann, wenn Amazon es offiziell in Deutschland anbietet, sonst hätte der Onlineversender wohl ein Problem.
Ich bin auf dem Weg in das romulanische Hoheitsgebiet, bereit für die vor mir liegenden Missionen.
Ich entscheide mich, erstmal mit ein paar Patrouillen anzufangen, denn ich habe wenig Zeit, setze einen Kurs und überlasse dem Autopiloten die Arbeit. Während ich mich zurücklehne muss ich beobachten, wie mein Schiff eine Reihe von eigentümlichen Kurven und Schlenkern vollführt. Als ich meinen Wissenschaftsoffizier befrage, ob der Navcomputer von einer Art Virus befallen wurde, der dafür sorgt, dass das Schiff fliegt wie ein Betrunkener mit ungefähr 2,4 Promille, antwortet der, ich möge eine »Fehlermeldung« an die »Supportabteilung der Sternenflotte« senden.
Das ist jetzt eine Woche her, eine Antwort habe ich noch nicht bekommen. Ich zucke mit den Schultern und bin froh, dass wenigstens die Inertialdämpfer auf diesem Schiff funktionieren – nicht so wie auf der alten Constitution, meinem ersten Kommando, die uns alle fünf Minuten von den Sitzen geschüttelt hatte…
Plötzlich und ohne jegliche vorherige Warnung erscheint ein Hirogen-Schiff auf dem Hauptschirm. Wir sind im Gefecht! ROTALARM!
Seit Freitag läuft der Headstart für Cryptics MMORPG im STAR TREK-Universum. Verblüffenderweise führt das doch zu deutlichen Schwierigkeiten, nachdem gegen Ende der Beta schon eine Menge sehr rund lief. Jetzt ist das Servercluster offenbar aufgrund der schieren Spielerzahl überlastet. Auch seitens Cryptic gab es bereits Aussagen, dass die Menge an Anmeldungen (Käufen) und Spielern jede Planung bei Weitem übertroffen hat. Die Platzierungen in den Verkaufsranglisten bei Amazon oder Steam scheinen das ebenso zu bestätigen, wie die Tatsache, dass die verschiedenen Spielvarianten zeitweilig ausverkauft waren.
Am Headstart-Wochenende war der Server mehrfach offline – insgesamt dürften wohl über zehn Stunden für geplante und mehr für ungeplante Offlinezeiten zusammen kommen (von anderen Problemen wie nach wie vor ungefixten Bugs und fehlenden Bonus-Items für Spielzeit-Vorbesteller mal gar nicht gesprochen). Es ist eine deutliche Verschlechterung der Performance festzustellen, wenn Amerika online geht. Nachdem der Server wieder hochgefahren wurde, meldeten zahllose Spieler, dass sie sich nicht mehr einloggen können und stattdessen in eine Login-Queue kommen, die sie aber rauswirft, wenn sie beispielsweise das Spiel per ALT-TAB in den Hintergrund schalten, um nicht nur auf die langsam herunter zählende Liste starren zu müssen. Damit wird man dann wieder ganz am Ende der Queue eingereiht. Gestern abend befanden sich einige Spieler nach deren Aussage so lange in der Queue, bis der Server erneut abschmierte.
In den Foren macht der Begriff »STAR TREK OFFLINE« die Runde, die Community-Managerin für deutschsprachige Länder »WishStone« verstieg sich – möglicherweise überfordert – sogar in einen Rassismusvorwurf, als deutsche Spieler den deutlichen Leistungseinbruch beklagten »wenn die Amis online gehen«. Positiv muss man allerdings vermelden, dass sich die Entwickler zumindest bemühen, im Forum und über Twitter kurzfristig über Probleme und Lösungsansätze zu informieren.
Bei allem Verständnis für die Anfangsphase eines MMO: Für Cryptic besteht hier dringend Handlungsbedarf, denn ab dem Headstart zählt die »Beta-Ausrede« nicht mehr, ab sofort bezahlt man Geld für einen Service und der sollte auch geboten werden. Das Spiel gefällt mir persönlich wirklich gut, es ist aber abzusehen, dass die Kundschaft massive Einschränkungen nicht lange akzeptieren wird. Im Vergleich mit anderen MMOs funktionierte das Spiel in der Betaphase fast verblüffend gut, meiner Ansicht nach tut es das auch jetzt noch, dennoch sollte das kein Freibrief für Cryptic oder andere Anbieter sein, immer wieder Bananensoftware (»reift beim Kunden«) an die Spieler zu bringen. Wenn die Community als Betatester genutzt wird, sollte man sie dafür wenigstens angemessen entlohnen.
Auch Cryptic würde es gut zu Gesicht stehen, den Kunden irgend eine Art von Kompensation anzubieten, allerdings etwas Wertiges wie freie Tage, keine überflüssigen Ingame-Items oder »Cryptic Points«. Konkret angekündigt wurden die Aufstockung der Hardware und eine Überarbeitung der Software für diese Woche. Eile tut not, denn wenn am 2.2. der offizielle Spielstart ist (am 5.2. in Europa), dürfte sich die Situation nicht verbessern und Kunden sind deutlich schneller verloren als geworben.
[Update] Ich habe heute schon zwei ingame-Mails von Goldsellern bekommen, ich befürchte, da erwächst Cryptic das nächste Problem…
[Update] Gestern (01.02.2010) fiel der Server während der europäischen PrimeTime (ca. 22:30 Uhr) wieder unerwartet aus. Man kann sich ungefähr ausmalen, was heute zum offiziellen Start (mit Mitternachtsverkäufen und ähnlichen Werbeaktionen) geschehen wird…
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