Film, TV & Stream

I’ll be back – TERMINATOR: DARK FATE

Spoi­ler­frei

Eins vor­weg: Wir reden hier über einen Film, in dem Kil­ler­ro­bo­ter aus einer Zukunft durch die Zeit rei­sen, um … Din­ge zu tun, wäh­rend derer mög­lichst viel spek­ta­ku­lär in die Luft fliegt. Ange­sichts des­sen soll mit bit­te nie­mand mit zu gro­ßen Ansprü­chen an … Anspruch und Logik kom­men, man bekommt das, was ange­kün­digt ist. You have been war­ned. Wer sowas nicht sehen will liest nicht wei­ter, sieht sich den Film nicht an und motzt auch nicht rum.

Bis zu DARK FATE hat das TER­MI­NA­TOR-Fran­chise drei Mil­li­ar­den US-Dol­lar ein­ge­spielt, und das trotz eini­ger Fil­me, die – sagen wir mal – semi-erfolg­reich waren. Dazu zäh­le ich auch den letz­ten, TERMINATOR GENISYS, den ich tat­säch­lich nicht so schlecht fand, wie er all­ge­mein gemacht wird, son­dern wenigs­tens unter­halt­sam. Davor gab es wel­che … naja, abge­bro­che­ne Tri­lo­gien sagen eigent­lich schon alles, das wirk­te stel­len­wei­se unin­spi­riert und nur als wol­le man schnel­les Geld ver­die­nen.

Gut, dass nicht nur Fran­chise-Erfin­der James Came­ron wie­der die Zügel in die Hand genom­men hat, noch bes­ser, dass er die Regie an jeman­den über­gab, der weiß was er tut: Tim Mil­ler, den DEADPOOL 1 & 2‑Heroen.

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Bandit bespricht: Joaquin Phoenix – JOKER

JOKER – Bun­des­start 10.10.2019

Wenn ein Film mit soviel Wucht im Kino ein­schlägt und schlag­ar­tig aus den Fugen gera­te­ne Kon­tro­ver­sen her­vor ruft, hat das was zu bedeu­ten. Wenn die­ser Film den­noch von den kri­ti­sie­ren­den Moral­apos­teln wie begeis­ter­ten Film­kri­ti­kern glei­cher­ma­ßen in höchs­ten Tönen gelobt wird, dann scheint die Film­welt schon seit gerau­mer Zeit etwas ver­misst zu haben. Wie nähert man sich einem Film an, der bei Kino­gän­gern schon der­art beliebt ist, dass sie ihn nicht erst ein­mal sehen müs­sen. Schon die aller­ers­te Sze­ne, Phoe­nix in extre­mer Nah­ein­stel­lung schminkt sich ein Clowns­ge­sicht, und das Audi­to­ri­um erup­tiert in fre­ne­ti­schen Jubel. Augen­blick­lich wird der Wunsch frei­ge­setzt, den Film als Scree­ner in den befrie­de­ten Wän­den des eige­nen Hei­mes sehen zu kön­nen. Die­ser Wunsch wird ad absur­dum geführt, wenn die Abspann­ti­tel lau­fen.

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Bandit bespricht: EVEREST – Ein Yeti will hoch hinaus

 

ABOMINABLE – Bun­des­start 26.09.2019

Nie­mand kann Fami­li­en­un­ter­hal­tung so aus­ge­klü­gelt und berech­nend wie Pix­ar. Da muss man sich einig sein. Dream­Works Ani­ma­ti­on woll­te da von Anfang an in nichts nach­ste­hen. Dis­ney funk­tio­nier­te gene­ra­tio­nen­über­grei­fend durch sei­nen Nied­lich­keits­fak­tor und die mora­li­schen Ansprü­che, zudem war ein heu­te erwach­se­nes Publi­kum schon von Kind­heit an durch die Mar­ke geprägt. Pix­ar hat­te durch ande­re Ansät­ze sei­ne Erfol­ge auf­ge­baut. Witz und The­ma­tik sind gleich­be­rech­tigt geteilt und umge­setzt, um der Anfor­de­run­gen an alle Alters­grup­pen gerecht zu wer­den, und zwar in einem ste­ten Wech­sel der jede Grup­pe stän­dig bei Lau­ne hält und bei kei­ner die Auf­merk­sam­keits­span­ne abrei­ßen lässt. Zwangs­läu­fig erge­ben sich dar­aus auch Schnitt­men­gen. Dream­Works Ani­ma­ti­on hat­te das Kon­zept für ANTZ noch leicht holp­rig über­nom­men, mit SHREK aber für sich bril­lant ver­voll­komm­net. Bei EVEREST ist davon kaum mehr etwas übrig geblie­ben.

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Bandit bespricht: AD ASTRA

AD ASTRA – Bun­des­start 19.09.2019

Im Vor­feld wur­de James Grays Visi­on von AD ASTRA immer wie­der mit Joseph Con­rads IM HERZ DER FINSTERNIS in Zusam­men­hang gebracht. Fil­misch gese­hen, voll­zieht die­ser vor­lie­gen­de Exkurs nicht den Wahn­sinn, wie ihn Fran­cis Cop­po­la mit Con­rads Vor­la­ge zele­brier­te. Aber AD ASTRA folgt im Grun­de der sel­ben nar­ra­ti­ven Struk­tur wie APOCALYPSE NOW. Man nimmt dem Film aller­dings nichts vor­weg, auch wenn die Ver­glei­che eigent­lich so viel offen legen. Von Anfang an macht er den Ein­druck, als wol­le er kein her­kömm­li­cher Film sein, son­dern viel­mehr eine nie enden wol­len­de Meta­pher. Erkennt­nis anstel­le von Unter­hal­tung. Am Ende wird man ver­ste­hen, war­um sich Brad Pitt als Pro­du­zent lan­ge und hart dafür ein­ge­setzt hat, dass AD ASTRA umge­setzt wird.

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AD ASTRA: ZU DEN STERNEN

AD ASTRA: Deutsch­land­start am 19. Sep­tem­ber 2019

Ent­hält am Ende Spoi­ler, ohne die man den Film nicht bespre­chen könn­te

Schon die Trai­ler lie­ßen ver­mu­ten, dass der Sci­ence Fic­tion-Film AD ASTRA nicht gera­de der Action­kra­cher-Block­bus­ter wer­den wür­de, die ansons­ten so die Kinos (und inzwi­schen auch die Fern­se­her) domi­nie­ren. Ein deut­lich geal­ter­ter Brad Pitt spielt einen Astro­nau­ten in einer ver­gleichs­wei­se nahen Zukunft, der sich auf den Weg macht, um sei­nen Vater zu suchen, eben­falls ein Astro­naut, der vor 30 Jah­ren auf einer Mis­si­on zum Nep­tun ver­schol­len ist. Was dabei her­aus­kam ist deut­lich näher am Art­house als am Block­bus­ter.

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Bandit bespricht: I AM MOTHER – von Netflix

I AM MOTHER – Bun­des­start 22.08.2019

Fluch und gleich­zei­tig Segen, das nennt man unter Film­freun­den Net­flix. Der Segen ist die sofor­ti­ge Ver­füg­bar­keit vom Fern­seh­ses­sel aus. Dass es pas­sie­ren kann sich doch ein­mal ins Kino bewe­gen zu müs­sen, um einen Film zeit­nah erle­ben zu dür­fen, könn­te man als Fluch anse­hen. Und doch ist es ein enor­mer Vor­teil, dass einem in man­chen Län­dern doch die Mög­lich­keit gege­ben wird, bestimm­te Fil­me im Vor­feld im Kino prä­sen­tiert zu bekom­men. Und in Deutsch­land ist es bei I AM MOTHER der Fall. Viel­leicht nicht bewusst nach die­sen Kri­te­ri­en erko­ren, recht­fer­tigt aus­ge­rech­net das redu­zier­te Umfeld der Film­hand­lung ein gro­ßes Bild, den maxi­mal bes­ten Raum­klang und die Wei­te eines Audi­to­ri­ums. Eigent­lich ist I AM MOTHER etwas, das man Kam­mer­spiel nen­nen könn­te, weil sich eben die Reduk­ti­on auf alle Ebe­nen aus­wirkt. Das Set-Design, die Anzahl der Dar­stel­ler, selbst die Musik­un­ter­ma­lung. Aber alles zusam­men ist stim­mig und effi­zi­ent.

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Bandit bespricht: ANGEL HAS FALLEN

ANGEL HAS FALLEN – Bun­des­start 29.08.2019

Als Matt Cook das Dreh­buch zu PATRIOTS DAY ablie­fer­te, lag allein auf­grund des Titels der Ver­dacht nahe, einen nicht ernst zu neh­men­den Film mit über­pro­por­tio­nier­tem Hur­ra-Enthu­si­as­mus erle­ben zu müs­sen. Doch der Thril­ler um den Anschlag und die Jagd nach den Atten­tä­tern auf den Bos­ton Mara­thon 2013 gestal­te­te sich als fein­sin­ni­ger und span­nen­der Ein­blick in die Zusam­men­ar­beit und die ver­wo­be­ne Kom­pe­tenz von Poli­zei­be­hör­den und Bun­des­agen­ten. Der Hauch ame­ri­ka­ni­schen Patrio­tis­mus hat sich der Film zurecht ver­dient, und war hand­lungs­tech­nisch auch rele­vant. Wie jemand wie Matt Cook dann bei einem Dreh­buch wie ANGEL HAS FALLEN der­art dane­ben schrei­ben konn­te, bleibt voll­kom­men rät­sel­haft. Natür­lich waren noch Robert Mark Kamen und Regis­seur Ric Roman Waugh mit­be­tei­ligt, aber Cook hät­te man mehr Gespür und auch Ein­fluss zuge­traut.

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Bandit bespricht: An Alexandre Aja Film – CRAWL

CRAWL – Bun­des­start 22.08.2019

Eine klei­ne Berich­ti­gung, bevor wei­ter­hin Miss­ver­ständ­nis­se ver­brei­tet wer­den: In Ame­ri­ka sind Ein­fa­mi­li­en­häu­ser oft­mals nicht mit Kel­lern geseg­net. Die­se Häu­ser haben dafür einen soge­nann­ten Crawl-Space zwi­schen Grund und dem Boden des Hau­ses. Hier ver­lau­fen meist die Was­ser­lei­tun­gen und Abwas­ser­roh­re und kön­nen zwecks even­tu­el­ler Repa­ra­tu­ren auf Knien erreicht wer­den. Gera­de in Flo­ri­da lie­gen die meis­ten Gebäu­de auf Mee­res­hö­he oder dar­un­ter, da wür­den Kel­ler nur ein ewig feuch­tes Ärger­nis sein. Das Haus von Dave und sei­ner Toch­ter liegt auf einer win­zi­gen Stei­gung, wes­we­gen ihr Crawl-Space etwas höher aus­fällt, aber man dar­in noch immer nicht auf­recht ste­hen kann. Daher auch der Titel, der eben nicht auf Kro­ko­di­le bezo­gen ist. Und Kri­ti­ker die mäkeln, es gäbe in Flo­ri­da über­haupt kei­ne Kel­ler, haben zwar recht, soll­ten sich in Bezug auf den Film die­sen auch erst ein­mal anse­hen.

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Bandit bespricht: A TOY STORY – Alles hört auf kein Kommando

TOY STORY 4 – Bun­des­start 15.08.2019

Eigent­lich möch­te man jeman­den bei Dis­ney-Deutsch­land knut­schen, die wie­der ein­mal einen Titel anders ins Deut­sche über­tra­gen haben. Aber die­ses mal zurecht. Lässt man den Zusatz weg, hat man mit A TOY STORY die Bat­te­rien genau rich­tig ein­ge­setzt. Und Zuschau­er wel­che glau­ben die Rei­he wäre längst been­det gewe­sen, die haben nicht Unrecht. TOY STORY 3 war der per­fek­te Abschluss einer per­fek­ten Tri­lo­gie. Zwei­fel waren daher durch­aus ange­bracht. Durch die Absenz der Num­mer 4 eröff­nen sich aber auch neue Mög­lich­kei­ten. Und mit sei­nen enor­men Abstän­den zwi­schen den ein­zel­nen Fil­men konn­ten Woo­dy, Buzz und der Rest der Spiel­zeug­kis­te mehr Kin­der ins Erwach­se­nen­al­ter beglei­ten als HARRY POTTER. Der Zau­ber­lehr­ling brach­te es zwar in zehn Jah­ren auf acht Fil­me, doch TOY STORY tobt nun schon 24 Jah­re durch die Her­zen aller Alters­schich­ten. Das ist eben die Kunst von Pix­ar-Fil­men: sie zie­hen die Jun­gen von damals nicht nur mit, son­dern gewin­nen heut­zu­ta­ge durch ihre nun zu Eltern gewor­de­nen Fans eine neue Gemein­schaft hin­zu.

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Bandit bespricht: ONCE UPON A TIME … IN HOLLYWOOD

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Bun­des­start 15.08.2019

Vol­ler Stolz ver­kün­de­te Quen­tin Taran­ti­no in Can­nes, Brad Pitt und Leo­nar­do DiCa­prio wären das bes­te Lein­wand­duo seit New­man und Red­ford. Das mag in den Augen von Taran­ti­no so erschei­nen, dazu müss­te er aber selbst ein­mal Fil­me wie BUTCH CASSIDY AND THE SUNDANCE KID oder DER CLOU schrei­ben und insze­nie­ren. Das hat er bis­her nicht annä­hernd erreicht. Was Taran­ti­no in sei­ner Fil­mo­gra­fie fehlt, ist etwas Eigen­stän­di­ges, etwas ori­gi­nell Neu­es. Das kann man – mit viel gutem Wil­len – dem Fil­me­ma­cher bereits zuge­ste­hen. Das Eige­ne bei Taran­ti­no ist sein unend­li­cher Zita­ten­schatz, den er sich zusam­men­setzt wie ein Spiel mit Bau­klöt­zen. Bei ihm steht stets die Lie­be zu Film, des­sen Geschich­te und sei­ner Indus­trie im Vor­der­grund. Jetzt ist Hol­ly­wood also direkt an der Rei­he. Näher wird er der Traum­fa­brik wahr­schein­lich auch nicht mehr kom­men. Eben­falls in Can­nes soll er gesagt haben, ONCE UPON A TIME … IN HOLLYWOOD wäre sein Magnum Opus.

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