In der vergangenen Nacht wurden im Dolby Theater in Los Angeles zum 97. mal die güldenen Film-Männchen verliehen, also die Academy Awards, besser bekannt unter dem Namen »Oscars«. Die Jubiläumsverleihung rückt näher, schauen wir mal, ob es diese Verleihung in drei Jahren angesichts des Zustands der USA überhaupt noch geben wird. Man wird sich auch fragen müssen, was mit der kulturellen Dominanz der USA im Bereich Film, Fernsehen und Stream werden wird und ob Hollywood vor Trump und seinen Faschos einknickt oder nicht.
Doch kommen wir zur Filmkunst:
Zwei Dinge möchte ich hervorheben: Der Deutsche SFX-Künstler Gerd Nefzer hat zum dritten Mal eine der begehrten Auszeichnungen erhalten, diesmal für seine Arbeit an DUNE PART TWO (zusammen mit Paul Lambert, Stephen James und Rhys Salcombe).
Zum anderen, und darüber freue ich mich besonders, hat der Film FLOW den Oscar für den besten Animationsfilm erhalten. Das ist aus zwei Gründen bemerkenswert: Erstens wurde dieser Film vollständig in der kostenlosen Open Source- 3D-Software-Suite Blender erstellt. Zweitens ist es der allererste Oscar überhaupt, der nach Lettland ging.
Der Preis für den besten Film ging an ANORA, ebenfalls dafür heimste Sean Baker die Auszeichnung für die beste Regie ein. Mikey Madison erhielt einen Oscar als beste Hauptdarstellerin (nochmal ANORA) und der beste Hauptdarsteller ging an Adrien Brody in THE BRUTALIST.
Die Tragikomödie ANORA über eine Sexarbeiterin in den USA, die sich in den Sohn eines russischen Oligarchen verliebt, ging mit fünf Oscars als großer Gewinner aus der Verleihung hervor. Der Film hatte schon in Cannes gewonnen.
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Die komplette Liste der Gewinner°Innen und Nominierungen:
Wie erwartet überschlagen sich in Schland alle. Ein »deutscher Film« hat bei der 75. Verleihung der Oscars in der letzten Nacht im Dolby Theatre gleich mehrere der begehrten Goldmännchen abgegriffen. Es wird beschworen, dass der deutsche Film eben doch was kann, auch international. Völlig vergessen die Tatsache, dass der von Netflix produzierte IM WESTEN NICHTS NEUES (ALL QUIET ON THE WESTERN FRONT) bei seinem Erscheinen auf dem Streamingdienst von Kritikern und Feuilleton verrissen wurde. »Hat nichts mit dem Buch zu tun« war einer der Kritikpunkte. Denn die Profikritiker waren sich einig, was von einem US-Streamingdienst produziert wird, kann ja nichts sein, erst recht nicht, wenn er hollywoodartig inszeniert wurde, statt schlandisch hölzern.
Tatsächlich handelt es sich bei dem angeblich so deutschen Film auch um eine internationale Produktion und tatsächlich musste erst Netflix kommen, um so einen Erfolg zu ermöglichen, der sicherlich darauf beruht, dass IM WESTEN NICHTS NEUES während der Realisierung die engen Ketten und verfilzten, konservativen Strukturen deutscher Spielfilmproduktionen abwerfen konnte, die sonst die meisten hiesigen Filme in die erfolglose bis lächerliche Ecke drängen. Und dennoch: Es gibt ja scheinbar nur zwei Sorten deutsche Filme: Vergangenheitsbewältigung über einen der beiden Weltkriege, oder dümmliche Komödien mit Schweighöfer oder Schweiger.
Trotzdem freue ich mich für Regisseur, Schauspieler°Innen und Produktionsteam, insbesondere Musik und visuelle Effekte, die zeigen, dass deutsche Produktionen international bestehen können. IM WESTEN NICHTS NEUES erhielt insgesamt vier Oscars.
Dass das jetzt der Durchbruch für Filmproduktionen aus Deutschland sein soll, und dass deutsche Filme nun (endlich) besser werden, wie manche Medien beinahe euphorisch berichten (übrigens auch solche, die den Streifen bei Erscheinen verrissen hatten), daran glaube ich persönlich nicht, denn dafür müsste sich die Produktionslandschaft im vorgeblichen Land der Dichter und Denker grundlegend ändern, aber die Beharrungskräfte sind viel zu hoch und der Filz viel zu dicht. Ich gehe davon aus, dass auch in Zukunft internationale deutsche Erfolge aus den Streamingdiensten kommen werden.
Ich freue mich aber auch sehr darüber, dass der andere große Gewinner EVERYTHING EVERYWHERE ALL AT ONCE aus dem Bereich Phantastik kommt, denn der hat unter anderem den Oscar für den besten Film verliehen bekommen. Das Bonmot am Rande zu diesem Streifen ist natürlich, dass deutsche Verleiher es noch nicht einmal für nötig hielten, den in den Kinos zu zeigen und er nur vereinzelt in Programmkinos lief, auch das ein Hinweis auf den Zustand der deutschen Kinolandschaft. Insgesamt gingen an EVERYTHING EVERYWHERE ALL AT ONCE sieben Goldmännchen.
Nicht ganz unerwartet verlieh man den Oscar für die besten visuellen Effekte an AVATAR – THE WAY OF WATER und das halte ich ob der bahnbrechenden neuen Techniken im Bereich VFX auch für gerechtfertigt. BLACK PANTHER – WAKANDA FOREVER konnte mit einer Auszeichnung für das beste Kostümdesign nach Hause gehen.
Im folgenden die Liste der Nominierten, die jeweiligen Gewinner sind fett hervorgehoben.
BEST PICTURE
Everything Everywhere All at Once The Fabelmans The Banshees of Inisherin Top Gun: Maverick Tár Elvis Avatar: The Way of Water All Quiet on the Western Front Triangle of Sadness Women Talking
BEST DIRECTOR
Daniel Kwan and Daniel Scheinert — Everything Everywhere All at Once
Steven Spielberg — The Fabelmans
Martin McDonagh — The Banshees of Inisherin
Todd Field — Tár
Ruben Östlund — Triangle of Sadness
BEST ACTOR
Brendan Fraser — The Whale
Colin Farrell — The Banshees of Inisherin
Austin Butler — Elvis
Paul Mescal — Aftersun
Bill Nighy — Living
BEST ACTRESS
Cate Blanchett — Tár Michelle Yeoh — Everything Everywhere All at Once
Ana de Armas — Blonde
Andrea Riseborough — To Leslie
Michelle Williams — The Fabelmans
BEST ANIMATED FEATURE FILM
Guillermo del Toro’s Pinocchio Turning Red Marcel the Shell with Shoes On Puss in Boots: The Last Wish The Sea Beast
BEST SUPPORTING ACTOR
Ke Huy Quan — Everything Everywhere All at Once
Brendan Gleeson — The Banshees of Inisherin
Barry Keoghan — The Banshees of Inisherin
Brian Tyree Henry — Causeway
Judd Hirsch — The Fabelmans
BEST SUPPORTING ACTRESS
Angela Bassett — Black Panther: Wakanda Forever
Kerry Condon — The Banshees of Inisherin Jamie Lee Curtis — Everything Everywhere All at Once
Hong Chau — The Whale
Stephanie Hsu — Everything Everywhere All at Once
BEST DOCUMENTARY FEATURE
All the Beauty and the Bloodshed All That Breathes Fire of Love Navalny A House Made of Splinters
BEST LIVE ACTION SHORT FILM
Le Pupille An Irish Goodbye The Red Suitcase Ivalu Night Ride
BEST CINEMATOGRAPHY
All Quiet on the Western Front Empire of Light Bardo, False Chronicle of a Handful of Truths Elvis Tár
BEST MAKEUP AND HAIRSTYLING
The Whale Elvis The Batman All Quiet on the Western Front Black Panther: Wakanda Forever
BEST COSTUME DESIGN
Black Panther: Wakanda Forever Elvis Babylon Everything Everywhere All at Once Mrs. Harris Goes to Paris
BEST INTERNATIONAL FEATURE FILM
All Quiet on the Western Front Argentina, 1985 Close The Quiet Girl EO
BEST DOCUMENTARY SHORT SUBJECT
The Elephant Whisperers How Do You Measure a Year? Haulout The Martha Mitchell Effect Stranger At the Gate
BEST ANIMATED SHORT FILM
The Boy, the Mole, the Fox, and the Horse The Flying Sailor My Year of Dicks Ice Merchants An Ostrich Told Me the World Is Fake and I Think I Believe It
BEST PRODUCTION DESIGN
Babylon Avatar: The Way of Water Elvis All Quiet on the Western Front The Fabelmans
BEST ORIGINAL SCORE
Babylon The Fabelmans The Banshees of Inisherin All Quiet on the Western Front Everything Everywhere All at Once
BEST VISUAL EFFECTS
Avatar: The Way of Water Top Gun: Maverick The Batman All Quiet on the Western Front Black Panther: Wakanda Forever
BEST ORIGINAL SCREENPLAY
Everything Everywhere All at Once The Banshees of Inisherin The Fabelmans Tár Triangle of Sadness
BEST ADAPTED SCREENPLAY
Women Talking All Quiet on the Western Front Living Glass Onion: A Knives Out Mystery Top Gun: Maverick
BEST SOUND
Top Gun: Maverick Avatar: The Way of Water Elvis All Quiet on the Western Front The Batman
BEST ORIGINAL SONG
“Naatu Naatu” — RRR
“Lift Me Up” — Black Panther: Wakanda Forever
“Hold My Hand” — Top Gun: Maverick
“Applause” — Tell It Like a Woman
“This Is a Life” — Everything Everywhere All At Once
BEST FILM EDITING
Top Gun: Maverick Everything Everywhere All at Once Elvis The Banshees of Inisherin Tár
EHRENOSCARS
Euzhan Palcy – französische Filmregisseurin, Drehbuchautorin und Filmproduzentin
Diane Warren – US-amerikanische Songwriterin (erhielt zwischen 1988 und 2022 dreizehn Nominierungen in der Kategorie Bester Filmsong, ohne den Preis je zu gewinnen)
Peter Weir – australischer Filmregisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent (erhielt zwischen 1986 und 2004 sechs Nominierungen in den Kategorien Bester Film, Beste Regie und Bestes Originaldrehbuch, ohne den Preis je zu erhalten)
Das Goldmännchen für den besten Film erhielt die Apple TV+-Produktion CODA um eine Familie mit tauben Eltern. Will Smith erhielt trotz der Ohrlasche für Moderator Chris Rock (Details werden auf so vielen Webseiten beschrieben, dass ich hier nicht weiter darauf eingehen werde) den Preis als bester Schauspieler für seine Rolle in KING RICHARD. Die Auszeichnung für die beste Schauspielerin ging an Jessica Chastain für THE EYES OF TAMMY FAYE.
Gute Nachrichten für Genre-Faninnen: Der große Abräumer der Oscar-Verleihungen war die Verfilmung des SF-Klassikers DUNE. Die konnte zwar keine der »großen« Kategorien abräumen, aber erhielt Oscars für »beste Filmmusik« (Hans Zimmer), »bester Ton«, »bestes Produktionsdesign«, »beste Kameraarbeit«, »bester Schnitt« und »beste visuelle Effekte«.
Anmerkenswert aus meiner Sicht noch der Preis für Billie Eilish für den besten Filmsong mit NO TIME TO DIE.
Im Folgenden alle Gewinner°Innen und Nominierten.
Es war völlig klar, dass die Verleihung der 93. Academy-Awards (volkstümlich auch Oscars genannt) in diesem Jahr völlig anders sein würde, Grund dafür ist selbstverständlich die Pandemie. Zahllose Filme hat man gar nicht erst gesehen, da sie aufgrund geschlossener Kinos bislang nicht gezeigt wurden. Der Termin für die Veranstaltung war zwei Monate nach hinten verschoben worden.
Es fand auch keine ganz große Gala statt, anwesend waren nur eine paar handvoll Protagonisten (170 Personen) und die Veranstaltung wurde auch nicht wie üblich im Dolby Theater als Hauptort durchgeführt, sondern im historischen Bahnhofsgebäude der Union Station in Los Angeles. Manche Laudatoren und Kandidaten nahmen nur per Videoschalte teil.
Großer Gewinner ist das Roadmovie NOMANDLAND, hier erhielt Frances McDormand den Preis für die weibliche Hauptrolle und Chloé Zhao erhielt als erst dritte Frau überhaupt und als erste Nichtweiße den Regie-Oscar. Weiterhin wurde der Streifen als bester Film ausgezeichnet.
Die güldene Statue für den besten Schauspieler ging an Anthony Hopkins für die Darstellung eines Demenzkranken in THE FATHER.
Die Phantastik findet man eher unter ferner liefen. Nicht ganz unerwartet aber erfreulich der Preis für visuelle Effekte an TENET. Aber auch Pixars Animationsfilm SOUL konnte ein paar Preise nach Hause tragen.
Alle Nominierten und Gewinner in der folgenden Liste:
Die Academy of Motion Pictures Arts and Sciences hat sich entschieden, die Verleihung der Academy-Awards (umgangssprachlich: Oscars) um zwei Monate zu verschieben, vom ursprünglichen 28. Februar 2021 auf den 25. April. Grund dafür ist natürlich der Hollywood-Stillstand sowie die geschlossenen Kinos durch die COVID-19-Pandemie.
Doch das ist nicht die einzige Neuigkeit rund um die Academy. In einer in meinen Augen geradezu revolutionär zu nennenden Äußerung bekannte man sich dazu, die Verleihungen inklusiver zu machen und mehr Preise an People Of Color zu vergeben, das soll unter anderem durch eine Veränderung der Jury geschehen, die deutlich repräsentativer sein soll, Oder im Klartext: Sie soll in Zukunft nicht mehr nur aus alten, weißen Männern bestehen, die Preise bevorzugt an Weiße vergeben. Das war ein Vorwurf, der in den vergangenen Jahren immer wieder laut wurde – und das vollkommen berechtigt. Neben der Erneuerung der Jury soll es auch Schulungsmaßnahmen für Mitglieder und Angestellte der Academy sowie Filmschaffende geben, um unbewusste Stereotype zu erkennen und um Diversität vor und hinter der Kamera zu fördern-
Eine längst überfällige Maßnahme, allerdings finde ich sie angesichts der eingefahrenen Traditionen und verknöcherten Strukturen im US-Filmbusiness dann doch bemerkenswert. Was aus der selbstverschriebenen Umgestaltung der Jury tatsächlich werden wird, wird die Zukunft zeigen.
Das ist dann schon eine Überraschung und auch ein klein wenig eine Sensation. Bei der Verleihung der Academy Awards, auch als Oscars bekannt, in der vergangenen Nacht im Dolby Theatre in Los Angeles war der südkoreanische Film PARASITE der große Gewinner. Der sahnte in den Kategorien bester Film, beste Regie, bestes Originaldrehbuch und bester internationaler Film ab. Damit ist er die erst nicht-englischsprachige Produktion, die in der Kategorie bester Film die Auszeichnung verliehen bekam. Und das ist fürs konservative Hollywood dann eben doch eben ziemlich ungewöhnlich. Wie erwartet kam das güldene Männchen für Joaquin Phoenix als bester Hauptdarsteller für seine Darstellung der Titelfigur in JOKER, der Preis für die beste Hauptdarstellerin ging an Renee Zellweger für JUDY, das Biopic über Judy Garland.
Joker hatte mit elf Nominierungen die Favoriten angeführt, dahinter kamen mit jeweils zehn Nominierungen Sam Mendes´1917 und Martin ScorsesesTHE IRISHMAN (offensichtlich hatte man große Probleme damit, einer Produktion für einen Streamingdienst die Auszeichnung zu verleihen). 1917 ging allerdings als großer Verlierer des Abends aus, die üblichen Prophezeihungen aufgrund der BAFTAs erwiesen sich in diesem Jahr als grundfalsch, auch wenn er drei Preise in technischen Kategorien erhielt, darunter allerdings auch der für die beste Kamera.
Die folgende Liste der Gewinner und Nominierten stammt aus der Wikipedia (und WordPress beherrscht keine koreanischen Schriftzeichen, deswegen die Fragezeichen).
Gestern Nacht wurden im Dolby Theatre in Los Angeles zum 91. Mal die Academy Awards verliehen, die auch als Oscars bekannt sind. Einen Moderator gab es diesmal nicht, nachdem der geplante Host Kevin Hart aufgrund von früheren homophoben Aussagen zwei Tage nach der Bekanntgabe zurücktrat.
Fürs Genre sieht es diesmal nicht gut aus, denn wie ich bereits erwartet hatte bekam BLACK PANTHER den Preis für den besten Film nicht. Der ging an die Tragikomödie GREEN BOOK. Bei der besten Regie gab es keine Überraschungen, die ging an die Netflix-Produktion ROMA von Alfonso Cuarón. Den besten Hauptdarsteller Rami Malek für sene Darstellung von Freddie Mercury in BOHEMIAN RHAPSODY ein, die beste Hauptdarstellerin ging an Olivia Colman für THE FAVOURITE.
BLACK PANTHER finden wir dann erstmal beim Goldmännchen für das »beste Szenenbild«, der Film bekam weiterhin die Auszeichnung für die beste Filmmusik. Als bester Animationsfilm wurde völlig berechtigt SPIDER-MAN INTO THE SPIDER-VERSE ausgezeichnet, denn der hat in Sachen Animation und Stil Maßstäbe gesetzt.
Nachfolgend die vollständige Liste der Gewinner und Nominierten.
Das war sie also, die Verleihung der 86. Academy Awards 2014 – und es ist das geschehen, was abzusehen war: GRAVITY ist der große Abräumer, erhielt allerdings nicht den Preis für den besten Film. Der ging an 12 YEARS A SLAVE. Auch der beste Hauptdarsteller und die beste weibliche Hauptrolle gingen nicht an das Astronauten-Drama, sondern an Matthew McConaughey für DALLAS BUYERS CLUB und an Cate Blanchett für BLUE JASMINE. Aber schon bei der Regie ist GRAVITY erstmalig mit dabei, das Goldmännchen ging an Regisseur Alfonso Cuarón. Insgesamt sieben Oscars konnte das Orbit-Drama einsammeln.
Ebenfalls gesetzt war AMERICAN HUSTLE, doch der ging leer aus, für viele Beobachter erstaunlich.
Hervorzuheben ist noch der Oscar für den animierten Kurzfilm MR HUBLOT, sowie der für UNVERFROREN. Die Preise für das beste Szenenbild und die besten Kostüme gingen gerechtfertigt an DER GROSSE GATSBY.
Als bester Song war unter anderem YOU ARE NOT ALONE von Bruce Broughton und Dennis Spiegel aus dem gleichnamigen Film im Rennen, der wurde von der Jury allerdings disqualifiziert, weil Broughton während der Nominierungswahlperiode bei einigen der Mitglieder der Academy mittels E‑Mail Werbung für Film und Song gemacht hatte. Das wurde als schwerer Regelverstoß gewertet.
In der letzten Nacht vergab man in Hollywood wieder die güldenen Strahlemänner. Dass es sich dabei um eine gigantische Selbstbeweihräucherunge der Filmindustrie und ihrer Erfüllungsgehilfen handelt, hat inzwischen hoffentlich auch der letzte begriffen, dass das Spektakel nichtsdestoweniger unterhaltsam ist, ebenfalls.
Wirkliche Überraschungen gab es in der von Seth McFarlane moderierten Veranstaltung nicht. Erwartungsgemäß gewann Daniel Day Lewis für die Darstellung des US-Präsidenten im Spielberg-Film LINCOLN seinen inzwischen dritten Oscar, laut Medienberichten ein Rekord. Ben Afflecks Polit-Drama ARGO gewann, ebenfalls erwartet, die Auszeichnung für den besten Film. Christoph Waltz erhielt den Award für die beste Nebenrolle für seine Darstellung eines Kopfgeldjägers in DJANGO UNCHAINED; damit seine zweite Auszeichnung, die rst erhielt er für INGLORIOUS BASTERDS, ebenfalls ein Tarantino-Streifen. Bei den Damen gingen die Figuren an Jennifer Jawrence als beste Schauspielerin für die Darstellung einer Nymphomanin in SILVER LININGS PLAYBOOK und die beste Nebendarstellerin an Anne Hathaway für LES MISÉRABLES.
Einen »großen« Gewinnerfilm gab es eigentlich nicht, allerdings wurde LIFE OF PI gleich vier mal mit einem Preis bedacht. Regisseur Ang Lee konnte den Oscar für die beste Regie mit nach Hause nehmen, zudem sackte der Film Auszeichnungen für die Filmmusik, Kamera und Spezialeffekte ein.
Zum Genre brauchen wir nicht viel zu sagen, BRAVE als bester animierter Film, wenn man den als Phantastik einstufen möchte. Der HOBBIT fand trotz seiner grandiosen 3D-Cinematografie nur am Rande statt. Was rauchen die in Hollywood eigentlich? Ansonsten ist vielleicht noch erwähnenswert, dass Adele für ihren BOND-Song SKYFALL eins der güldenen Männchen erhielt – auch nicht überraschend.
Interessant ist in diesem Zusammenhang noch, zu erwähnen, dass sich aufgrund der Verleihung des Oscar für die besten Spezialeffekte an LIFE OF PI Widerstand bei den SFX-Künstlern Hollywoods regt, die erbost darüber sind, dass die Arbeitsbedingungen bei der Produktion der SFX für den Film unschön gewesen sind, das Budget unzureichend war, dass der Regisseur darüber klagte, »die Entwicklungsabteilungen für Effekte seinen so teuer« und er diese gern billiger hätte. Die Firma »Rhythm & Hues Studio«, verantwortlich für die Spezialeffekte in SNOW WHITE AND THE HUNTSMAN sowie LIFE OF PI musste aufgrund der schlechten Bezahlung gerade Bankrott anmelden. Dadurch fühlen sich die Spezialeffekt-Künstler herabgesetzt – und das meiner Ansicht nach zu Recht. Einen offenen Brief von Philip Ray Broste an Ang Lee zu diesem Thema findet sich im Blog VFX Soldier . Mehr Details dazu auch auf der Facebook-Seite »VFX Solidarity International«.
Als die Nominierungen für die siebzigsten Golden Globes bekannt gegeben worden sind, da berichtete man in Amerikas Presse ausführlichst, aber auch mit dem notwendigen Augenzwinkern. Schon immer waren gewisse Nominierungen äußerst fragwürdig und die Absichten der Hollywood Foreign Press Association offensichtlich gewesen. Und spätestens seitdem THE TOURIST mit Angelina Jolie und Johnny Depp 2010 drei Nominierungen erhalten hatte, wäre ein differenzierterer Umgang von Seiten des deutschen Qualitätsjournalismus zu erwarten gewesen. Süffisant berichteten amerikanische Branchenseiten auch dieses Jahr wieder über die diesjährigen Entscheidungen der 84-köpfigen Journalistenriege der Hollywood Foreign Press Association. Warum die ausführliche Berichterstattung dennoch anhält, erklärt sich zum einen aus dem Star-Rummel und zum anderen wegen des schönen Party-Charakters im Preise-Zirkus.
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