Spiel

GUILD WARS 2: neue Inhalte kostenlos

Bis­her war es üblich, dass man für MMO-Erwei­te­run­gen Geld berap­pen muss. Das galt sowohl für den Ex-Bran­chen­pri­mus WORLD OF WARCRAFT eben­so wie free-2-play-Ver­tre­ter wie GUILD WARS. Aren­aNets Game Direc­tor Colin Johan­son gab aller­dings jetzt im offi­zi­el­len Forum zu Pro­to­koll, dass es neu­en Con­tent bei GUILD WARS 2 erst ein­mal kos­ten­los geben wer­de. Er sprach sogar von »gro­ßen Men­gen« sowie immer wie­der ingame-Events.

Johan­son ant­wor­tet damit auf eine Fra­ge im Forum, wann es kos­ten­pflich­ti­ge Zusät­ze, also Erwei­te­rungs­packs ana­log zum Vor­gän­ger geben wer­de. Er ant­wor­te­te dar­auf, dass man den Spie­lern die­sen neu­en Con­tent lie­ber kos­ten­los zur Ver­fü­gung stel­len wol­le:

Our goal is to make it so you get more from Gw2 for free than you get from a game you pay a sub­scrip­ti­on for.
On top of a lar­ge amount of free bonus con­tent, we will be expan­ding on offe­rings in the Black Lion Tra­ding Com­pa­ny going for­ward, as well as be doing lar­ge-sca­le expan­si­on con­tent down the road.
We’ll cover a lot of the details on the kind of sup­port and plans we have in place over the next month or so on the Gw2 blog and with our press part­ners.
We do app­re­cia­te that you’d like to buy lots of new con­tent, but we’d pre­fer to give a lot of it to you for free, cau­se that’s what we think a respon­si­ble MMO com­pa­ny does!

Ver­blüf­fend. Aren­aNet hat zwar an ein paar Stel­len durch­aus Pro­ble­me (Account­klau und Sup­port), macht aber viel rich­tig. Um das zu fei­ern hier noch ein (halb­wegs) neu­er Trai­ler, bei dem angeb­lich James McTei­gue (V WIE VENDETTA) Regie geführt haben soll.

http://​www​.you​tube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​c​w​n​w​m​q​P​N​Suo

HUMBLE INDIE BUNDLE 6

Und schon wie­der gibt es ein HUMBLE INDIE BUNDLE, bei dem man für einen Sta­pel von Inde­pen­dent-Com­pu­ter­spie­len zah­len kann, was man möch­te. Berappt man dabei mehr als den durch­schnitt­lich gezahl­ten Betrag, erhält man ein zusätz­li­ches Spiel sowie Sound­tracks.

Dies­mal mit dabei sind TORCHLIGHT, SHATTER, ROCHARD, VESSEL und SPACE PIRATES AND ZOMBIES. Alle Spie­le sind DRM-frei, lau­fen auf PC, Mac OS sowie Linux und haben hohe Meta­cri­tic-Wer­te, es sind also kei­ne Games dabei, die ohne­hin nie­mand haben will.

Wie immer wird der Erlös auf­ge­teilt zwi­schen den Ent­wick­lern und wohl­tä­ti­gen Zwe­cken. Preis­wer­ter kann man nicht an coo­le neue Games kom­men. Zeit zu kau­fen hat man noch knapp zwei Wochen, denn so lan­ge läuft die Akti­on.

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Steam macht sich unbeliebt – Verbraucherzentrale mahnt ab

Wenn man Spie­le über Val­ves Online­platt­form Steam kauft, dann bezahlt man dafür Geld – in man­chen Fäl­len sogar mehr als bei­spiels­wei­se beim Händ­ler oder bei Ama­zon. Die gekauf­ten Spie­le sind dann an das Steam-Kon­to gebun­den. Bis hier­hin eigent­lich kein Pro­blem, soll­te man mei­nen; aller­dings macht sich Val­ve gera­de damit unbe­liebt, dass sie die Geschäfts­be­din­gun­gen geän­dert haben und man als Kun­de die­sen zustim­men muss. Tut man das nicht, hat man kei­nen Zugriff mehr auf sein Kon­to und kann die teu­er gekauf­ten Games nicht mehr nut­zen.

Das ist so natür­lich nicht hin­zu­neh­men, dach­te sich auch die Ver­brau­cher­zen­tra­le Bun­des­ver­band (VZBV) und mahnt Val­ve ab. Caro­la Elbrecht vom Pro­jekt »Ver­brau­cher­rech­te in der digi­ta­len Welt« sagt dazu:

Die­se Geschäfts­pra­xis ist rechts­wid­rig. Das wäre in etwa so, als wenn ich im Laden ein Brett­spiel kau­fe und ich das Spiel nur im Geschäft unter Beob­ach­tung des Ver­käu­fers spie­len darf. Ändert der Ver­käu­fer sei­ne AGB, bleibt mir kei­ne Wahl: Ent­we­der ich stim­me den Ände­run­gen zu oder ich kann das Spiel nicht mehr nut­zen, es ver­bleibt im Laden, und den bereits gezahl­ten Kauf­preis erhal­te ich auch nicht zurück.

Auch wenn der Ver­gleich hinkt: die Inten­ti­on ist die rich­ti­ge. Die­ses Pro­blem dürf­te sich aller­dings nicht auf Steam beschrän­ken, ich gehe davon aus, dass bei ande­ren Anbie­tern genau das­sel­be gesche­hen wür­de, wenn man geän­der­te Nut­zungs­be­din­gun­gen ablehnt, von daher hat die Abmah­nung oder eine even­tu­el­le spä­te­re Kla­ge Sym­bol­wir­kung für die Bran­che.

Gibt Val­ve bis zum 26. Sep­tem­ber kei­ne Unter­las­sungs­er­klä­rung ab und ändert sei­ne Geschäfts­prak­ti­ken in die­ser Sache nicht, dann wird geklagt. Und das kann dann dau­ern …

Sei­tens Val­ve gibt es kei­ne Kom­men­ta­re. Natür­lich nicht.

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Steam-Logo Copy­right Val­ve

Kickstarter: PROJECT ETERNITY

Wer mal wie­der etwas Geld auf Kick­star­ter las­sen möch­te, der kann das tun, oder aber auch davon abse­hen, denn PROJECT ETERNITY von Obsi­di­an Enter­tain­ment hat sein Ziel inner­halb von nur zwei Tagen erreicht. Das ist ins­be­son­de­re des­we­gen höchst bemer­kens­wert, weil die­ses Ziel nicht eben nied­rig gesteckt war: 1,1 Mil­lio­nen Dol­lar soll­ten ein­ge­sam­melt wer­den. Jetzt ist sogar noch 30 Tage Zeit, um wei­te­re Gel­der ent­ge­gen zu neh­men.

Das Spiel soll eine nost­al­gi­sche Neu­erfin­dung von iso­me­tri­schen Klas­si­kern wie BALDUR´S GATE, PLANESCAPE: TORMENT oder FALLOUT wer­den. Obsi­di­an hat jetzt knapp unter zwei Jah­re Zeit das auch tat­säch­lich umzu­set­zen, zudem müs­sen sie ein old­school-Spiel­prin­zip mit moder­ner Tech­nik anrei­chern. Es dürf­te span­nend wer­den zu sehen, ob das auch tat­säch­lich klappt. Erfah­rung haben sie, denn von Ihnen stam­men Spie­le wie KNIGHTS OF THE OLD REPUBLIC II, NEVERWINTER NIGHTS 2 oder FALLOUT: NEW VEGAS.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen hier­zu fin­det man auf der Kick­star­ter-Sei­te von PROJECT ETERNITY.

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Neuer Trailer: WRECK-IT RALPH

Sieht ein­deu­tig nach einem Pflicht­pro­gramm für jeman­den wie mich aus, der nicht nur auf Com­pu­ter­spie­le steht, son­dern zudem in der 8‑bit-Ära hau­fen­wei­se Mark­stü­cke in Arca­de-Auto­ma­ten ver­senkt hat. Dis­neys Ani­ma­ti­ons­film WRECK-IT RALPH um einen Spiel­cha­rak­ter, der nicht mehr der Böse­wicht sein möch­te, zeigt im neu­en Trai­ler erneut sei­nen Charme.

http://​www​.you​tube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​f​v​4​d​G​Z​I​3​HsA

GUILD WARS 2 wird wieder verkauft

NCSoft hat­te nach eige­nen Anga­ben den Ver­kauf digi­ta­ler Ver­sio­nen ihres der­zeit höchst erfolg­rei­chen MMOs GUILD WARS 2 ein­ge­stellt. Das ist soweit nichts Neu­es. Wie jetzt her­aus kam, wur­de aber auch der Ein­zel­han­del nicht mehr mit Box­ver­sio­nen belie­fert, die Aus­lie­fe­run­gen wur­den bereits zwei Tage nach dem Launch ein­ge­stellt. Das hat­te ich mir schon gedacht, denn die Prei­se stie­gen bei­spiels­wei­se bei Ama­zon in völ­lig unver­ständ­li­che Höhen, weil Schlau­ber­ger ver­such­ten, aus der Ver­knap­pung Pro­fit zu schla­gen. Das konn­te tat­säch­lich nur durch eine künst­li­che Ein­schrän­kung der Ver­füg­bar­keit ent­ste­hen.

Hin­ter­grund ist laut Mike O´Brien von Aren­aNet (Chef und Mit­grün­der), dass man erst ein­mal die Kapa­zi­tä­ten der Ser­ver (und wohl auch des Sup­ports) erhö­hen woll­te, so dass es für die­je­ni­gen, die bereits spie­len, nicht zu tech­ni­schen Pro­ble­men kom­men wür­de. Die­se Ein­stel­lung steht in kras­sem Gegen­satz zur Hand­ha­bung bei ande­ren Anbie­tern, bei denen es den Publishern in aller Regel völ­lig egal ist, ob es zu Eng­päs­sen durch über­lau­fe­ne Ser­ver kommt und/​oder die Kun­den sich nicht ein­log­gen kön­nen.

Per­sön­lich hal­te ich das für vor­bild­lich. Jetzt muss Aren­aNet nur noch sei­ne zum Teil erheb­li­chen Defi­zi­te in Sachen Sup­port (unter­ir­di­sche Ant­wort­zei­ten), Sicher­heits­pro­ble­men (Account-Klau) und tech­ni­schen Ärger­nis­sen in den Griff bekom­men. Das Spiel selbst ist bis jetzt groß­ar­tig (ich spie­le aktu­ell eine mensch­li­che Die­bin Stu­fe 20 und eine Asu­ra-Mes­mer Stu­fe 13), ich bin schon sehr gespannt, ob das auch auf höhe­ren Stu­fen so bleibt.

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Cover GUILD WARS 2‑Box Copy­right NC Soft

Trailer – MASS EFFECT: PARAGON LOST

MASS EFFECT: PARAGON LOST ist ein Ani­mé-Film des Stu­di­os Funi­ma­ti­on Enter­tain­ment, der in Zussam­men­ar­beit mit Bio­Wa­re ent­wi­ckelt wur­de. Der Film, der Ende Dezem­ber auf DVD und Blu-Ray erschei­nen wird (wahr­schein­lich lei­der erst ein­mal nur in den USA), erzählt eine Vor­ge­schich­te zum Com­pu­ter­spiel MASS EFFECT 3.

Der aus dem Spiel bekann­te James Vega, Mit­glied der Alli­ance Mari­nes, bekommt es mit den Coll­ec­tors zu tun, jener mys­te­riö­sen Ali­en­ras­se, die in ME2 Kolo­nis­ten ent­führ­te. Vegas Team macht sich auf den Weg zu einem abge­le­ge­nen Pla­ne­ten, um die Angrei­fer zu stop­pen.

Wie im Com­pu­ter­spiel wird Vega auch im Film von Fred­die Prin­ze jr. syn­chro­nis­ert. Man darf anneh­men, dass der Cha­rak­ter, der im Spiel etwas farb­los daher kam, im Ani­mé deut­lich mehr Kon­tu­ren bekom­men dürf­te.

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GUILD WARS 2: der nächste Skandal – benutzt den Gem-Store nicht!

War der kürz­lich erzähl­te Schwank zu dau­er­haf­ten Kon­to­sper­run­gen für ver­meint­li­ches Aus­nut­zen von Feh­lern im Spiel eigent­lich eher ein klei­ne­res Pro­blem, tun sich nun grö­ße­re Ärger­nis­se im Zusam­men­hang mit Aren­aNets GUILD WARS 2 auf. Dies­mal betref­fen die Pro­ble­me den Gem-Laden, in dem man für ech­tes Geld vir­tu­el­le Wäh­rung erwer­ben kann, um damit Spiel­ge­gen­stän­de und Boni zu kau­fen.

Die Benut­zer­ober­flä­che und all­ge­mei­ne tech­ni­sche Imple­men­tie­rung ist offen­bar man­gel­haft. Man erhält wer­der eine Trans­ak­ti­ons-ID noch irgend­ei­ne Art von Bestä­ti­gung wenn man etwas gegen Gems erwirbt. Kommt es zu Lag oder ähn­li­chen Pro­ble­men und ver­sucht man dann die­sen Kauf auf­grund der Ansicht, dass er nicht funk­tio­niert hat, mehr­fach, dann kann es dazu kom­men, dass einem die Gems auch mehr­fach abge­zo­gen wer­den. Ein­deu­tig ein tech­ni­sches Pro­blem, das durch bes­se­re Imple­men­tie­rung des Shops hät­te umgan­gen wer­den kön­nen. Erschwe­rend kommt der­zeit natür­lich hin­zu, dass das Spiel zahl­lo­se Feh­ler hat und zusätz­lich die Ser­ver des öfte­ren heil­los über­for­dert schei­nen.

Ins­be­son­de­re auf­grund letz­te­rer Tat­sa­chen soll­te man mei­nen, dass die Sache ein­fach zu lösen wäre: man öff­net ein Sup­port-Ticket und Aren­aNet (oder NCSoft, wer auch immer letzt­end­lich zustän­dig ist) schreibt die Gems ein­fach wie­der gut. Aller­dings benö­tigt der Sup­port wie bekannt meh­re­re Tage für Ant­wor­ten und die Ant­wort, die man zu lesen bekommt, sagt: ver­gesst es! Es wird auf die Nut­zung­be­din­gun­gen hin­ge­wie­sen und in denen steht, dass der Spie­ler schlicht Pech hat, wenn es zu sol­chen tech­ni­schen Pro­ble­men kommt und dass man kei­ner­lei Gut­schrif­ten erhält.

Once gems are used, we are unable to rever­se or alter any tran­sac­tions that you make with them, inclu­ding, but not limi­t­ed to, tra­ding gems for gold, buy­ing unwan­ted items (inclu­ding mul­ti­ple purcha­ses due to lag), or refun­ding par­ti­al amounts of gems from their full quan­ti­ty, For more infor­ma­ti­on regar­ding gems and gem purcha­ses, plea­se take a look at the Guild Wars 2 User Agree­ment, spe­ci­fi­cal­ly sec­tion 4, sub-sec­tion d: http://​us​.ncsoft​.com/​e​n​/​l​e​g​a​l​/​u​s​e​r​-​a​g​r​e​e​m​e​n​t​s​/​g​u​i​l​d​-​w​a​r​s​-​2​-​u​s​e​r​-​a​g​r​e​e​m​e​n​t​.​h​tml

Quel­le: Red­dit

In der TOS steht unter ande­rem:

(vii) You ack­now­ledge that Gems are digi­tal mate­ri­al with no cash value, that no inte­rest is paid or ear­ned with respect to Gems, that Gems are not per­so­nal pro­per­ty, that the quan­ti­ty of Gems in Your Account may be increased or decreased by NCsoft in its sole and abso­lu­te dis­cre­ti­on for any reason or no reason whatsoe­ver, that You have no right to a refund rela­ted to Gems, that the­re is no right to trans­fer or exch­an­ge Gems, and that NCsoft may limit Your licen­se to use Gems with respect to any Item, ser­vice, Con­tent or time peri­od rela­ted the­re­to. You fur­ther ack­now­ledge that addi­tio­nal rest­ric­tions rela­ted to Gems, as deter­mi­ned in the sole and abso­lu­te dis­cre­ti­on of NCsoft, may be appli­ca­ble if, and when, Gems are made available to You or the­re­af­ter. NCsoft may rest­rict the award or use of Gems based on Your coun­try of resi­dence or other fac­tors.

deut­sche Fas­sung:

(vii) Sie erken­nen an, dass es sich bei Gems um digi­ta­les Mate­ri­al ohne reel­len Geld­wert han­delt, dass für Gems kei­ne Ver­zin­sung, Über­wei­sung oder kein Umtausch mög­lich ist, und dass NCsoft die Mög­lich­keit und den Zeit­raum der Ver­wen­dung von Gems für Items, Ser­vices oder Inhal­te ein­schrän­ken kann. Sie erken­nen wei­ter­hin an, dass gemäß dem allei­ni­gen und abso­lu­ten Ermes­sen von NCsoft zusätz­li­che Beschrän­kun­gen in Bezug auf Gems wäh­rend oder nach der Bereit­stel­lung von Gems gel­ten kön­nen. NCsoft kann die Ver­tei­lung oder Nut­zung von Gems auf­grund des Lan­des, in dem Sie woh­nen, oder ande­rer Fak­to­ren ein­schrän­ken.

Das wider­spricht natür­lich so ziem­lich jeder Ver­brau­cher­schutz­recht­spre­chung in Deutsch­land, nur wird das nie­man­dem etwas nüt­zen, denn weder Aren­anet noch NCSoft haben soweit ich weiß hier­zu­lan­de einen Fir­men­sitz. Mei­nes Wis­sens ist die euro­päi­sche Depen­dance in Wales ansäs­sig, ein recht­li­ches Vor­ge­hen ist somit mehr als auf­wän­dig.

Man kann der­zeit also vor der Benut­zung des Gem-Shops nur war­nen, oder aber dar­auf hin­wei­sen, dass man über­aus vor­sich­tig sein soll­te, wenn man ihn nutzt. Kommt es näm­lich zu tech­ni­schen Pro­ble­men, ist man sei­ne rea­le Koh­le los. Die nach Ansicht der Betrei­ber gar kei­ne rea­le Koh­le mehr ist, sobald man sie in Gems umge­wan­delt hat … gewag­te Inter­pre­ta­ti­on. Das ist unge­fähr so, als wür­de ein Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­un­ter­neh­men argu­men­tie­ren, dass Pre­paid-Gut­ha­ben ja eigent­lich gar kei­nen rea­len Wert haben und sie damit ver­fah­ren kön­nen, wie sie wol­len, auch löschen.

Der schwar­ze Peter liegt hier ein­deu­tig bei den Betrei­bern, denn es wäre tech­nisch pro­blem­los mög­lich, sol­che Pro­ble­me zu unter­bin­den, sie es durch Trans­ak­ti­ons-IDs oder auch durch ein bes­ser imple­men­tier­tes Benut­zer­inter­face. Die Pro­ble­ma­tik ist hier­bei deut­lich grö­ßer als bei rei­nen ingame-Pro­ble­men, denn immer­hin geht es um rea­les Geld – und da hört der Spaß auf!

Ich kann mich nur wie­der­ho­len: Aren­aNet soll­te äußerst vor­sich­tig sein, wie es mit sei­nen Kun­den umspringt. Schon ande­re Betrei­ber muss­ten auf die har­te Tour fest­stel­len, dass der schein­ba­re ers­te Erfolg mit zahl­lo­sen unzu­frie­de­nen Spie­lern schnell wie­der abwan­dern kann.

p.s.: die­je­ni­gen, für die das Auk­ti­ons­haus bereits wie­der frei­ge­schal­tet ist, soll­ten übri­gens auch hier Vor­sicht wal­ten las­sen, denn ver­kauf­te Gegen­stän­de tau­chen gern mal nicht unter erfolg­rei­chen Ver­käu­fen auf: Gegen­stand und Koh­le weg.

p.p.s.: die Käu­fer beka­men die Gegen­stän­de eben­falls nicht, der Han­dels­pos­ten ist wie­der off­line.

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Logo GUILD WARS 2 Copy­right Aren­aNet & NCSoft

GUILD WARS 2 hat seinen ersten kleinen Skandal

Am letz­ten Diens­tag star­te­te die MMO-Hoff­nung GUILD WARS 2 offi­zi­ell, nach­dem Vor­be­stel­ler bereits seit Sams­tag ins Spiel durf­ten. Der Launch ging weni­ger glatt als ich es erwar­tet hat­te, diver­se Din­ge, die in der Beta pro­blem­los funk­tio­niert hat­ten, klapp­ten nicht mehr, als es »real« zur Sache ging, dar­un­ter ein paar wirk­lich ärger­li­che, wie bei­spiels­wei­se die Tat­sa­che, dass man durch die Zwangs­in­stan­zie­rung beim Ein­log­gen und beim Wech­sel der Gegend bei zu vie­len Spie­lern nicht mit sei­nen Grup­pen­mit­glie­der auf den­sel­ben »Überfluss«-Server kommt und Grup­pen­spiel unmög­lich ist. Wei­ter­hin wur­de schon im Pre-Launch das Han­dels­haus kom­lett abge­schal­tet und ist bis­lang nicht ver­füg­bar (genau­er: nur zu Test­zwe­cken für ca. 15% der Spie­ler). Dass die Log­in­ser­ver sowohl am Sams­tag wie auch am Diens­tag hef­ti­ge Pro­ble­me hat­ten ist bei einem Launch nichts Unge­wöhn­li­ches, das habe ich schon viel schlim­mer erlebt (aller­dings auch deut­lich bes­ser, Tri­on Worlds hat auf ein­drucks­vol­le Wei­se mit RIFT vor­ge­macht, wie gut ein Launch lau­fen kann).

Der im Titel ange­spro­che­ne klei­ne Skan­dal ist, dass meh­re­re tau­send Spie­ler wegen eines angeb­li­chen Exploits gebannt wur­den. Irgend­wo gibt es offen­bar einen Händ­ler, der Aus­rüs­tung gegen Kar­ma ver­kauft (Kar­ma ist ein Zah­lungs­mit­tel, das man für das Erfül­len von Ques­ten erhält). Offen­bar hat­te ein Pro­gram­mie­rer hier einen viel zu nied­ri­gen Preis ein­ge­ge­ben, so dass man konn­te sich gro­ße Men­gen die­ser Waf­fen kau­fen und dann wie­der ver­kau­fen konn­te. Ergeb­nis: Gold zuhauf!

Die­se Spie­ler wur­den gebannt. Auf­grund von Pro­tes­ten nahm man die­sen Bann wie­der zurück, aller­dings nur dann, wenn die gebann­ten Spie­ler sich frei­wil­lig von den Gegen­stän­den und dem Gold tren­nen. In die­sem Fall wur­den aus den dau­er­haf­ten Bans 72-Stun­den Aus­zei­ten gemacht. Ein Geschmäck­le hat dabei die Tat­sa­che, dass Aren­aNet bereits von einem Exploit spricht, wenn man nur einen (!) der falsch bepreis­ten Gegen­stän­de gekauft hat – und das hal­te ich obwohl nicht selbst betrof­fen für über­aus lächer­lich.

Plea­se note that anyo­ne who used the exploit has been flag­ged. If you used it 1 time or 1,000 times, you have chea­ted items or wealth in your inven­to­ry.

Zitat­quel­le: Aren­aNet-Sup­port auf Red­dit

Es ist nach­voll­zieh­bar, dass Aren­aNet das Aus­nut­zen von Spiel­feh­len unter­bin­den möch­te, aber dau­er­haf­te Bans sind eine dra­ko­ni­sche Maß­nah­me, ins­be­son­de­re für Spie­ler, die – mög­li­cher­wei­se in völ­li­ger Unkennt­nis – einen ein­zel­nen Gegen­stand gekauft haben. Wenn ich in irgend­ei­ner abge­le­ge­nen Gegend einen Händ­ler fin­de, der mir ein Schwert für 1000 Kar­ma ver­kauft, muss ich dann ab sofort immer dar­über nach­den­ken, ob ein Pro­gram­mie­rer hier viel­leicht eine Zeh­ner­po­tenz ver­ges­sen hat und ich gebannt wer­den, weil das Schwert eigent­lich 10000 Kar­ma hät­te kos­ten sol­len? Mei­ner Ansicht nach macht Aren­aNet es sich hier viel zu leicht.

Ein wei­te­res Pro­blem, mit dem auch ande­re MMOs bereits zu kämp­fen hat­ten, sind Bans auf­grund angeb­li­chen Bot­tings. Aller­dings mel­den etli­che der raus­ge­wor­fe­nen Spie­ler, dass sie aus­schließ­lich Makros ihres Logi­tech G15-Key­boards ver­wen­det haben – und das muss­ten auch ande­re Anbie­ter zäh­ne­knir­schend zulas­sen oder still­schwei­gend dul­den. Immer­hin kann man nie­man­dem die Wahl der Tas­ta­tur vor­schrei­ben, obwohl es natür­lich Argu­men­te gegen die Nut­zung sol­cher Hilfs­mit­tel geben könn­te. Es ist aller­dings mehr als selt­sam, dass Aren­aNet die­ses Pro­blem nicht im Vor­feld gese­hen und ein­deu­ti­ge Richt­li­ni­en dazu genannt hat. Das konn­ten ande­re Anbie­ter ja auch.

Es gibt zudem durch­aus glaub­wür­di­ge Stim­men, die behaup­ten, gebannt wor­den zu sein und nicht zu wis­sen, war­um. Soll­te das zutref­fen hat Aren­aNet ein grö­ße­res Pro­blem als bis­her ange­nom­men. Der Sup­port hilft hier der­zeit nicht das Gerings­te, denn der ist auf­grund der zahl­lo­sen Bugs völ­lig über­las­tet und ant­wor­tet ohne­hin nicht in einer ange­mes­se­nen Zeit.

Abschlie­ßend der Hin­weis dar­auf, dass die Ver­käu­fe der Down­load­ver­sio­nen ab sofort ein­ge­schränkt wer­den (vul­go: sie sind »aus­ver­kauft«), da man Sor­ge wegen der Ser­ver­ka­pa­zi­tä­ten hat. Auch das eine etwas eigen­ar­ti­ge Lösung, denn immer­hin kön­nen inter­es­sier­te Spie­ler statt­des­sen ein­fach in einen Laden gehen und sich dort die Box kau­fen, auch gibt es digi­ta­le Ver­sio­nen nach wie vor bei ande­ren Händ­lern – nur eben nicht über die offi­zi­el­le Web­sei­te.
Laut Aus­sa­gen von Aren­aNet sind übri­gens inzwi­schen alle deut­schen Ser­ver voll – neue will man »hin­zu­fü­gen, wenn es not­wen­dig wird«. Im Gegen­satz zu SWTOR gibt es aller­dings von Anfang an die Mög­lich­keit zum Ser­ver­wech­sel. Was jedoch nicht wirk­lich etwas nutzt, wenn alle erreich­ba­ren Ser­ver eben­falls über­füllt sind …

Alles in allem ist GW2 ein schö­nes Spiel, bei dem im Moment lei­der Etli­ches gar nicht rund läuft und Aren­aNet sich mei­ner Ansicht nach ernst­haf­te Gedan­ken machen muss, wie es mit sei­nen Spie­lern umspringt. Ansons­ten ist man bei GW2 deut­lich ent­spann­ter, was Pro­ble­me angeht, immer­hin zahlt man kei­ne Abo­ge­büh­ren und es sitzt einem nicht die Zeit im Nacken. Hät­te ich für die Spiel­zeit bezahlt, wäre ich sau­er, wenn ich auf­grund von Feh­lern nicht ins Game kom­me oder irgend­was nicht funk­tio­niert. Da ich kein lau­fen­des Abon­ne­ment habe sehe ich das eher locker. Die Pro­ble­me mit dem Grup­pen­spiel sind bei einem MMO aber eher ärger­lich.

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Logo GUILD WARS 2 Copy­right Aren­aNet & NCSoft

BLACK PROPHECY wird abgeschaltet

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Wie soeben auf der Face­book-Sei­te des MMOs gemel­det wird, wer­den die Ser­ver des vom Ent­wick­ler Reakk­tor Media aus Han­no­ver stam­men­de free2play Welt­raum-Shoo­ter-MMOs BLACK PROPHECY am 26. Sep­tem­ber abge­schal­tet und das Spiel damit been­det. Offen­sicht­lich wie­der ein­mal ein viel­ver­spre­chen­des Game, das sei­ne Spie­ler­schaft nicht fin­den konn­te. Spie­ler, die gegen Echt­geld ingame-Wäh­rung gekauft haben, erhal­ten einen Gut­schein, der bei einem ande­ren Gami­go-Spiel ein­ge­löst wer­den kann. Nur gibt es dum­mer­wei­se kei­nen auch nur ansatz­wei­se ver­gleich­ba­ren Titel in deren Port­fo­lio – man wirbt mit BLACK PROPHECY TACTICS, aber das ist kein Shoo­ter, son­dern ein Echt­zeit­stra­te­gie-Titel.

BLACK PROPHECY lief damit gera­de mal andert­halb Jah­re. Ich hat­te wäh­rend der Beta einen Blick gewor­fen und auch nach dem Launch mal rein­ge­se­hen, das Spiel an sich war hübsch, es hat­te spie­le­risch Ansät­ze von ande­ren Welt­raum-Kampf­schiff­si­mu­la­to­ren und die Gra­fik war sehr ansehn­lich. Auch die Auf­rüs­t­op­tio­nen für die Kampf­jä­ger waren ganz anspre­chend gemacht. War­um ich damals nicht wei­ter gespielt habe? Gute Fra­ge, ich gehe ein­fach mal davon aus, dass ich zu dem Zeit­punkt gera­de ande­re Spie­le abon­niert hat­te und des­we­gen kei­ne Zeit für BLACK PROPHECY blieb.

Die Abschal­tung zeigt aber erneut, dass man sich bei free2­play-Spie­len gut über­le­gen soll­te, wo man sein Geld sei­ne Zeit inves­tiert, denn sonst lösen sich die­se Inves­ti­tio­nen ein­fach in Luft auf, wenn der Betrei­ber das Game weg­axt. Wahr­schein­lich las­sen es die Rech­te nicht zu, aber eine denk­ba­re Mög­lich­keit wäre natür­lich, den Code frei­zu­ge­ben und die Fan­ge­mein­de ihre eige­nen Ser­ver auf­set­zen und das Spiel wei­ter ent­wi­ckeln zu las­sen.

Bis zum end­gül­ti­gen Fina­le wird es laut Anga­ben der Betrei­ber noch ein paar »Ende des Universums«-Events geben. Immer­hin.

Rest In Peace.

Weils so schön war (ins­be­son­de­re die Musik), hier noch­mal einer der Trai­ler zum Spiel:

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