Film, TV & Stream

Und der Oscar 2023 ging an: Einen verschmähten Film

 

Wie erwar­tet über­schla­gen sich in Schland alle. Ein »deut­scher Film« hat bei der 75. Ver­lei­hung der Oscars in der letz­ten Nacht im Dol­by Theat­re gleich meh­re­re der begehr­ten Gold­männ­chen abge­grif­fen. Es wird beschwo­ren, dass der deut­sche Film eben doch was kann, auch inter­na­tio­nal. Völ­lig ver­ges­sen die Tat­sa­che, dass der von Net­flix pro­du­zier­te IM WESTEN NICHTS NEUES (ALL QUIET ON THE WESTERN FRONT) bei sei­nem Erschei­nen auf dem Strea­ming­dienst von Kri­ti­kern und Feuil­le­ton ver­ris­sen wur­de. »Hat nichts mit dem Buch zu tun« war einer der Kri­tik­punk­te. Denn die Pro­fik­ri­ti­ker waren sich einig, was von einem US-Strea­ming­dienst pro­du­ziert wird, kann ja nichts sein, erst recht nicht, wenn er hol­ly­wood­ar­tig insze­niert wur­de, statt schlan­disch höl­zern.

Tat­säch­lich han­delt es sich bei dem angeb­lich so deut­schen Film auch um eine inter­na­tio­na­le Pro­duk­ti­on und tat­säch­lich muss­te erst Net­flix kom­men, um so einen Erfolg zu ermög­li­chen, der sicher­lich dar­auf beruht, dass IM WESTEN NICHTS NEUES wäh­rend der Rea­li­sie­rung die engen Ket­ten und ver­filz­ten, kon­ser­va­ti­ven Struk­tu­ren deut­scher Spiel­film­pro­duk­tio­nen abwer­fen konn­te, die sonst die meis­ten hie­si­gen Fil­me in die erfolg­lo­se bis lächer­li­che Ecke drän­gen. Und den­noch: Es gibt ja schein­bar nur zwei Sor­ten deut­sche Fil­me: Ver­gan­gen­heits­be­wäl­ti­gung über einen der bei­den Welt­krie­ge, oder dümm­li­che Komö­di­en mit Schweig­hö­fer oder Schwei­ger.

Trotz­dem freue ich mich für Regis­seur, Schauspieler°Innen und Pro­duk­ti­ons­team, ins­be­son­de­re Musik und visu­el­le Effek­te, die zei­gen, dass deut­sche Pro­duk­tio­nen inter­na­tio­nal bestehen kön­nen. IM WESTEN NICHTS NEUES erhielt ins­ge­samt vier Oscars.

Dass das jetzt der Durch­bruch für Film­pro­duk­tio­nen aus Deutsch­land sein soll, und dass deut­sche Fil­me nun (end­lich) bes­ser wer­den, wie man­che Medi­en bei­na­he eupho­risch berich­ten (übri­gens auch sol­che, die den Strei­fen bei Erschei­nen ver­ris­sen hat­ten), dar­an glau­be ich per­sön­lich nicht, denn dafür müss­te sich die Pro­duk­ti­ons­land­schaft  im vor­geb­li­chen Land der Dich­ter und Den­ker grund­le­gend ändern, aber die Behar­rungs­kräf­te sind viel zu hoch und der Filz viel zu dicht. Ich gehe davon aus, dass auch in Zukunft inter­na­tio­na­le deut­sche Erfol­ge aus den Strea­ming­diens­ten kom­men wer­den.

Ich freue mich aber auch sehr dar­über, dass der ande­re gro­ße Gewin­ner EVERYTHING EVERYWHERE ALL AT ONCE aus dem Bereich Phan­tas­tik kommt, denn der hat unter ande­rem den Oscar für den bes­ten Film ver­lie­hen bekom­men. Das Bon­mot am Ran­de zu die­sem Strei­fen ist natür­lich, dass deut­sche Ver­lei­her es noch nicht ein­mal für nötig hiel­ten, den in den Kinos zu zei­gen und er nur ver­ein­zelt in Pro­gramm­ki­nos lief, auch das ein Hin­weis auf den Zustand der deut­schen Kino­land­schaft. Ins­ge­samt gin­gen an EVERYTHING EVERYWHERE ALL AT ONCE sie­ben Gold­männ­chen.

Nicht ganz uner­war­tet ver­lieh man den Oscar für die bes­ten visu­el­len Effek­te an AVATAR – THE WAY OF WATER und das hal­te ich ob der bahn­bre­chen­den neu­en Tech­ni­ken im Bereich VFX auch für gerecht­fer­tigt. BLACK PANTHER – WAKANDA FOREVER konn­te mit einer Aus­zeich­nung für das bes­te Kos­tüm­de­sign nach Hau­se gehen.

Im fol­gen­den die Lis­te der Nomi­nier­ten, die jewei­li­gen Gewin­ner sind fett her­vor­ge­ho­ben.

BEST PICTURE

Ever­y­thing Ever­y­whe­re All at Once
The Fabel­mans
The Bans­hees of Inis­he­rin
Top Gun: Maverick
Tár
Elvis
Ava­tar: The Way of Water
All Quiet on the Wes­tern Front
Tri­ang­le of Sad­ness
Women Tal­king

BEST DIRECTOR

Dani­el Kwan and Dani­el Schein­ert — Ever­y­thing Ever­y­whe­re All at Once
Ste­ven Spiel­berg — The Fabel­mans
Mar­tin McDo­nagh — The Bans­hees of Inis­he­rin
Todd Field — Tár
Ruben Öst­lund — Tri­ang­le of Sad­ness

BEST ACTOR

Brendan Fraser — The Wha­le
Colin Far­rell — The Bans­hees of Inis­he­rin
Aus­tin But­ler — Elvis
Paul Mes­cal — After­sun
Bill Nig­hy — Living

BEST ACTRESS

Cate Blan­chett — Tár
Michel­le Yeoh — Ever­y­thing Ever­y­whe­re All at Once
Ana de Armas — Blon­de
Andrea Rise­bo­rough — To Les­lie
Michel­le Wil­liams — The Fabel­mans

BEST ANIMATED FEATURE FILM

Guil­ler­mo del Toro’s Pinoc­chio
Tur­ning Red
Mar­cel the Shell with Shoes On
Puss in Boots: The Last Wish
The Sea Beast

BEST SUPPORTING ACTOR

Ke Huy Quan — Ever­y­thing Ever­y­whe­re All at Once
Brendan Glee­son — The Bans­hees of Inis­he­rin
Bar­ry Keog­han — The Bans­hees of Inis­he­rin
Bri­an Tyree Hen­ry — Cau­se­way
Judd Hirsch — The Fabel­mans

BEST SUPPORTING ACTRESS

Ange­la Bas­sett — Black Pan­ther: Wakan­da Fore­ver
Ker­ry Con­don — The Bans­hees of Inis­he­rin
Jamie Lee Cur­tis — Ever­y­thing Ever­y­whe­re All at Once
Hong Chau — The Wha­le
Ste­pha­nie Hsu — Ever­y­thing Ever­y­whe­re All at Once

BEST DOCUMENTARY FEATURE

All the Beau­ty and the Bloodshed
All That Brea­thes
Fire of Love
Naval­ny
A House Made of Splin­ters

BEST LIVE ACTION SHORT FILM

Le Pupil­le
An Irish Good­bye
The Red Suit­ca­se
Iva­lu
Night Ride

BEST CINEMATOGRAPHY

All Quiet on the Wes­tern Front
Empire of Light
Bar­do, Fal­se Chro­nic­le of a Handful of Truths
Elvis
Tár

BEST MAKEUP AND HAIRSTYLING

The Wha­le
Elvis
The Bat­man
All Quiet on the Wes­tern Front
Black Pan­ther: Wakan­da Fore­ver

BEST COSTUME DESIGN

Black Pan­ther: Wakan­da Fore­ver
Elvis
Baby­lon
Ever­y­thing Ever­y­whe­re All at Once
Mrs. Har­ris Goes to Paris

BEST INTERNATIONAL FEATURE FILM

All Quiet on the Wes­tern Front
Argen­ti­na, 1985
Clo­se
The Quiet Girl
EO

BEST DOCUMENTARY SHORT SUBJECT

The Ele­phant Whispe­rers
How Do You Mea­su­re a Year?
Hau­lout
The Mar­tha Mit­chell Effect
Stran­ger At the Gate

BEST ANIMATED SHORT FILM

The Boy, the Mole, the Fox, and the Hor­se
The Fly­ing Sail­or
My Year of Dicks
Ice Mer­chants
An Ost­rich Told Me the World Is Fake and I Think I Belie­ve It

BEST PRODUCTION DESIGN

Baby­lon
Ava­tar: The Way of Water
Elvis
All Quiet on the Wes­tern Front
The Fabel­mans

BEST ORIGINAL SCORE

Baby­lon
The Fabel­mans
The Bans­hees of Inis­he­rin
All Quiet on the Wes­tern Front
Ever­y­thing Ever­y­whe­re All at Once

BEST VISUAL EFFECTS

Ava­tar: The Way of Water
Top Gun: Maverick
The Bat­man
All Quiet on the Wes­tern Front
Black Pan­ther: Wakan­da Fore­ver

BEST ORIGINAL SCREENPLAY

Ever­y­thing Ever­y­whe­re All at Once
The Bans­hees of Inis­he­rin
The Fabel­mans
Tár
Tri­ang­le of Sad­ness

BEST ADAPTED SCREENPLAY

Women Tal­king
All Quiet on the Wes­tern Front
Living
Glass Oni­on: A Kni­ves Out Mys­tery
Top Gun: Maverick

BEST SOUND

Top Gun: Maverick
Ava­tar: The Way of Water
Elvis
All Quiet on the Wes­tern Front
The Bat­man

BEST ORIGINAL SONG

Naa­tu Naa­tu” — RRR
“Lift Me Up” — Black Pan­ther: Wakan­da Fore­ver
“Hold My Hand” — Top Gun: Maverick
“Applau­se” — Tell It Like a Woman
“This Is a Life” — Ever­y­thing Ever­y­whe­re All At Once

BEST FILM EDITING

Top Gun: Maverick
Ever­y­thing Ever­y­whe­re All at Once
Elvis
The Bans­hees of Inis­he­rin
Tár

EHRENOSCARS

  • Euz­han Pal­cy – fran­zö­si­sche Film­re­gis­seu­rin, Dreh­buch­au­to­rin und Film­pro­du­zen­tin
  • Dia­ne War­ren – US-ame­ri­ka­ni­sche Song­wri­te­rin (erhielt zwi­schen 1988 und 2022 drei­zehn Nomi­nie­run­gen in der Kate­go­rie Bes­ter Film­song, ohne den Preis je zu gewin­nen)
  • Peter Weir – aus­tra­li­scher Film­re­gis­seur, Dreh­buch­au­tor und Film­pro­du­zent (erhielt zwi­schen 1986 und 2004 sechs Nomi­nie­run­gen in den Kate­go­rien Bes­ter FilmBes­te Regie und Bes­tes Ori­gi­nal­dreh­buch, ohne den Preis je zu erhal­ten)

Zudem wur­de dem US-ame­ri­ka­ni­schen Schau­spie­ler Micha­el J. Fox der Jean Hers­holt Huma­ni­ta­ri­an Award ver­lie­hen.

Pro­mo­pos­ter Copy­right 

STAR TREK DISCOVERY: fünfte Staffel wird die letzte sein

Wie die Macher der Sci­ence Fic­tion-Serie STAR TREK DISCOVERY kürz­lich bestä­tig­ten, wird die kom­men­de fünf­te Staf­fel die letz­te sein.

CBS Stu­di­os kün­dig­ten an, dass Sea­son fünf irgend­wann »früh in 2024« star­ten soll. Man bereits sich auf den Abschluss unter ande­rem dadurch vor, dass die Schau­spie­ler und Crew im Jahr 2023 als Vor­be­rei­tung zahl­rei­che Ver­an­stal­tun­gen besu­chen sol­len.

Der Inhalt der fina­len Staf­fel wird beschrie­ben als

Cap­tain Burn­ham (Sonequa Mar­tin-Green) and her crew go on an epic adven­ture across the gala­xy to find an anci­ent power who­se very exis­tence has been deli­bera­te­ly hid­den for cen­tu­ries.

Da darf man wie­der rät­seln, ob sie sich am STAR TREK-Lore bedie­nen, oder sich eine neue »uralte Macht« aus­ge­dacht haben. Bereits exis­ten­te Mög­lich­kei­ten gibt es ein paar, bei­spiels­wei­se die Pre­ser­ver oder die Ico­nia­ner.

DISCOVERY hat­te es nicht leicht. Zum einen wegen stel­len­wei­se hane­bü­che­ner Dreh­bü­cher und Plot­lö­cher, zum ande­ren, weil sie ins­be­son­de­re in ihrer ers­ten Staf­fel zu weit vom Bekann­ten abwi­chen (was spä­ter min­des­tens in Tei­len zu kor­ri­gie­ren ver­sucht wur­de). Aber es ist natür­lich auch eine Bin­sen­weis­heit, dass gewis­se soge­nann­te STAR TREK-Fans alles Neue immer erst ein­mal ableh­nen (per­sön­lich war ich auch nicht mit allem zufrie­den, den­ke aber, dass man die Show deut­lich dif­fe­ren­zier­ter betrach­ten muss, als über­sim­pli­fi­ziert mit »schlecht«, wie man­che soge­nann­te Fans es mei­nen tun zu müs­sen).

Bemer­kens­wert fin­de ich auch, dass es nach dem Ende von Staf­fel vier zwei Jah­re dau­ert, bis die nächs­te star­tet. Das ist eine lan­ge Zeit und könn­te dar­auf hin­wei­sen, dass über eine abschlie­ßen­de Sea­son beim Stu­dio mög­li­cher­wei­se län­ger dis­ku­tiert wur­de.

Pro­mo­gra­fik Copy­right CBS Stu­di­os

Trailer: TV-Serie SILO nach Hugh Howeys Roman WOOL

Apple TV+ hat­te sich die Rech­te an Hugh How­eys Roman­tri­lo­gie WOOL (SHIFT, DUST) gesi­chert. Der war um 2011 einer der ers­ten gro­ßen Self­pu­bli­shing-Erfol­ge. How­ey hat­te den ers­ten Teil im Juli des Jah­res als Sto­ry ver­öf­fent­licht, da die Leser mehr woll­ten, hat­te er die Erzäh­lung dann nach und nach erwei­tert.

Die für Apple TV von AMC Stu­di­os pro­du­zier­te Seri­en­um­set­zung trägt den Titel SILO und soll ab dem 5. Mai 2023 beim Strea­ming­dienst lau­fen. Also mal wie­der eine Post­apo­ka­lyp­se, sie hän­gen mir zum Hals raus, die wer­den wir in 20 Jah­ren eh haben. Sor­ry. Zusam­men­fas­sung:

Men and women live in a giant silo under­ground with a lot of regu­la­ti­ons which they think are sup­po­sed to pro­tect them from the toxic and rui­ned world on the sur­face.

Regie bei den Epi­so­den füh­ren David Semel (HEROES) und Mor­ten Tyld­um (THE IMITATION GAME) nach Dreh­bü­chern von ver­schie­de­nen Autor°Innen. Aus­füh­ren­de Produzent°Innen sind Fred GolanRebec­ca Fer­gu­sonGra­ham YostIngrid Esca­je­daRemi AubuchonNina Jack und Hugh How­ey. Es spie­len u.a. Rebec­ca Fer­gu­sonIain GlenFer­di­nand King­s­leyTim Rob­binsShane McRaeRick GomezHen­ry Gar­rett und Ange­la Yeoh.

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STRANGER THINGS: Netflix-Show geht ins Theater

Dass Thea­ter­stü­cke in Fil­me oder Fern­seh­se­ri­en adap­tiert wer­den ist nichts Außer­ge­wöhn­li­ches, der umge­kehr­te Weg schon eher.

Wie der Strea­ming­dienst Net­flix mel­det, soll »spä­ter im Ver­lauf des Jah­res 2023« im Phoe­nix Theat­re (im Lon­do­ner West End) ein Stück star­ten, das auf ihrer äußerst erfolg­rei­chen Mys­tery/Hor­ror-Serie STRANGER THINGS basiert und den Titel STRANGER THINGS: THE FIRST SHADOW trägt.

Geschrie­ben hat das Stück die STRANGER THINGS-Autorin und aus­füh­ren­de Pro­du­zen­tin Kate Tefry und Matt Thor­ne (ENOLA HOLMES, HIS DARK MATERIALS TV), nach einer Sto­ry von den Seri­en­er­fin­dern, den Duffy-Brü­dern. Regie beim Stück führt Ste­phen Dal­dry zusam­men mit Jus­tin Mar­tin.

Das Stück basiert zwar auf der Serie, han­delt aller­dings vie­le Jah­re vor­her, in der offi­zi­el­len Beschrei­bung des Stücks heißt es:

Haw­kins, 1959: a regu­lar town with regu­lar worries. Young Jim Hopper’s car won’t start, Bob Newby’s sis­ter won’t take his radio show serious­ly and Joy­ce Mal­do­na­do just wants to gra­dua­te and get the hell out of town. When new stu­dent Hen­ry Cre­el arri­ves, his fami­ly finds that a fresh start isn’t so easy… and the shadows of the past have a very long reach. Brought to life by a mul­ti-award-win­ning crea­ti­ve team, who take thea­tri­cal sto­rytel­ling and stage­craft to a who­le new dimen­si­on, this grip­ping new adven­ture will take you right back to the begin­ning of the STRANGER THINGS sto­ry – and may hold the key to the end.

Haw­kins, 1959: eine ganz nor­ma­le Stadt mit ganz nor­ma­len Sor­gen. Das Auto des jun­gen Jim Hop­per springt nicht an, Bob New­bys Schwes­ter nimmt des­sen Radio­sen­dung nicht ernst und Joy­ce Mal­do­na­do will nur noch ihren Abschluss machen und aus der Stadt ver­schwin­den. Als der neue Stu­dent Hen­ry Cre­el ankommt, stellt sei­ne Fami­lie fest, dass ein Neu­an­fang nicht so ein­fach ist und dass die Schat­ten der Ver­gan­gen­heit eine gro­ße Macht haben. Zum Leben erweckt von einem mehr­fach preis­ge­krön­ten Krea­tiv­team, das dem thea­tra­len Geschich­ten­er­zäh­len und der Büh­nen­kunst eine ganz neue Dimen­si­on ver­leiht, wird dich die­ses fes­seln­de neue Aben­teu­er direkt an den Anfang der Geschich­te von STRANGER THINGS füh­ren – und viel­leicht den Schlüs­sel zum Ende ent­hal­ten.

Bemer­kens­wert fin­de ich an die­ser Zusam­men­fas­sung, dass sie offen dar­auf hin­wei­sen, dass sich Inhal­te des Stücks direkt auf die kom­men­de letz­te Staf­fel der Show bezie­hen könn­ten.

Dank an Ban­dit für den Hin­weis.

Pro­mo­fo­to STRANGER THINGS Copy­right Net­flix

Arnold Schwarzenegger in Netflixens Action-Comedyserie FUBAR

FUBAR ist ein Akro­nym aus dem mili­tä­ri­schen Slang und steht für »fucked up bey­ond all repair«. In der Serie gleich­na­mi­gen Titels, die für Net­flix pro­du­ziert wur­de, kehrt Arnold Schwar­zen­eg­ger zurück zum Action-Gen­re, das ihn berühmt gemacht hat.

In FUBAR spielt er einen geal­ter­ten CIA-Agen­ten kurz vor der Pen­sio­nie­rung, der auf eine letz­te Mis­si­on gehen muss. Die offi­zi­el­le Zusam­men­fas­sung liest sich wie folgt:

A CIA Ope­ra­ti­ve on the ver­ge of reti­re­ment dis­co­vers a fami­ly secret. Forced to go back into the field for one last job, the series tack­les uni­ver­sal fami­ly dyna­mics set against a glo­bal back­drop of spies, action and humor.

Der Teaser ist rela­tiv nichts­sa­gend und erweckt erst ein­mal einen eher belie­bi­gen Ein­druck – und es sieht aus, als habe sich Arnie hier eine Serie auf sich und sein Image zuschrei­ben las­sen. War­ten wir mal ab, ob die Komö­die gut genug ist, um das tra­gen zu kön­nen.

Regie führ­te Phil Abra­ham (DAREDEVIL TV, OZARK), das Dreh­buch schrieb Nick San­to­ra (SCORPION, PRISON BREAK). Neben Schwar­zen­eg­ger spie­len Moni­ca Bar­ba­roAdam Pal­lyFabia­na Ude­nioFor­tu­ne Feims­terApar­na Bri­el­leBar­ba­ra Eve Har­ris und ande­re.

FUBAR star­tet am 25. Mai 2023 bei Net­flix.

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HELLBOY wird mal wieder rebooted

Vor fast 20 Jah­ren (2004) kam Guil­ler­mo del Toros HELL­BOY-Film, basie­rend auf den Comics von Mike Migno­la, in dem Ron Perl­man die Haupt­fi­gur spiel­te, in die Kinos und wur­de all­ge­mein recht gut auf­ge­nom­men. Auch die Fort­set­zung THE GOLDEN ARMY (2008) war kein Flop. Nicht ganz so war das mit dem Reboot HELLBOY: CALL OF DARKNESS aus dem Jahr 2019, in dem David Har­bour die Rol­le über­nom­men hat­te. Dreh­buch und Umset­zung lie­ßen doch lei­der zu viel zu wün­schen über, der Film flopp­te mas­siv (50 Mil­lio­nen Dol­lar Pro­duk­ti­ons­kos­ten, inter­na­tio­na­les Ein­spiel­ergeb­nis an den Kino­kas­sen nur 55 Mil­lio­nen Dol­lar).

Jetzt ist ein neu­er Film um den roten Prot­ago­nis­ten in Arbeit. Der trägt den Titel HELLBOY: THE CROOKED MAN, dies­mal wird das Dreh­buch von Migno­la selbst geschrie­ben, zusam­men mit Chris Gol­den. Fun Fact am Ran­de: Die bei­den hat­ten auch das Skript für die 2019er Ver­si­on ver­fasst, die war aber zuguns­ten eines ande­ren von Andrew Cos­by ver­wor­fen. Regie füh­ren soll Bri­an Tay­lor (CRANK), es pro­du­ziert Mill­en­ni­um Media. Zum Inhalt heißt es:

The new film will see Hell­boy and a roo­kie BPRD agent stran­ded in 1950s rural Appa­la­chia. The­re, they dis­co­ver a small com­mu­ni­ty haun­ted by wit­ches, led by a local devil with a troubling con­nec­tion to Hellboy’s past: the Croo­ked Man.

Im neu­en Film wer­den Hell­boy und ein neu­er BPRD-Agent in den länd­li­chen Appa­la­chen der 1950er Jah­re gestran­det sein. Dort ent­de­cken sie eine klei­ne Gemein­de, die von Hexen heim­ge­sucht wird, ange­führt von einem loka­len Teu­fel mit einer beun­ru­hi­gen­den Ver­bin­dung zu Hell­boys Ver­gan­gen­heit: dem Croo­ked Man.

THE CROOKED MAN war auch der Ttiel eines HELL­BOY-Comics aus dem Jahr 2008.

Wer die Titel­rol­le spie­len soll wur­de noch nicht bekannt gege­ben, aller­dings erwar­tet man bei Mil­le­ni­um Media offen­bar einen Erfolg, denn der Prä­si­dent Jef­frey Green­stein redet bereits von einer Film­rei­he.

Pro­mo­fo­to HELLBOY: CALL OF DARKNESS Copy­right Sum­mit Enter­tain­ment und Mil­le­ni­um Media

Trailer: SHADOW AND BONE Staffel 2

Die ers­te Staf­fel der Net­flix-Fan­ta­sy­se­rie SHADOWN AND BONE hat­te mir aus­ge­spro­chen gut gefal­len, ins­be­son­de­re nach­dem ich mich durch den gleich­na­mi­gen Roman von Leigh Bard­u­go gequält hat­te und beschloss, kei­ne wei­te­ren Bücher der Rei­he zu lesen. Die Serie mach­te vie­les rich­tig, indem sie auf die ner­vi­ge­ren Aspek­te des Buchs ver­zich­te­te (zum Bei­spiel: magisch begab­te Teen­age­rin weiß nicht, ob sie sich zu ihrem lang­jäh­ri­gen Freund oder dem mäch­ti­gen Schön­ling hin­ge­zo­gen fühlt – und das wird immer wie­der the­ma­ti­siert; das ist schon in der Show vor­han­den, aber nicht so episch-ner­vig aus­ge­walzt wie im Buch) und zudem zwei Buch­rei­hen aus dem­sel­ben Gris­ha­ver­se zusam­men­fass­te.

Das Ergeb­nis war sehr sehens­wert.

Am 16. März star­tet beim Strea­ming­dienst die zwei­te Staf­fel von SHADOWN AND BONE. Net­flix spen­dier­te einen Trai­ler dazu. Da das jetzt alles schon ein wenig her ist (Sea­son eins lief 2021) schaue ich mir Staf­fel eins am bes­ten vor­her noch­mal an.

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THE BAFTA AWARDS 2023 – im Westen viel Neues …

Ges­tern, am 19.02.2023, wur­den durch die Bri­tish Aca­de­my Of Film and Tele­vi­si­on Arts die BAF­TAs ver­ge­ben. Wer sich den Namen der Aka­de­mie genau­er ansieht, könn­te even­tu­ell auf die Idee kom­men, war­um die so hei­ßen. Die Zere­mo­nie wur­de mode­riert von Richard E. Grant and Ali­son Ham­mond.

Die Medi­en über­schla­gen sich ob der Tat­sa­che, dass die Net­flix-Pro­duk­ti­on IM WESTEN NICHTS NEUES der gro­ße Gewin­ner der Ver­lei­hung ist. Das fin­de ich ins­be­son­de­re des­we­gen bemer­kens­wert, weil die­sel­ben Medi­en und auch das Feuil­le­ton sich nach der Ver­öf­fent­li­chung kri­tisch und her­ab­las­send über den Film äußer­ten. Da war die Rede davon, dass das ja alles völ­lig über­zo­gen sei und vor allem nicht mehr mit dem Buch zu tun habe. In typisch deut­scher Über­heb­lich­keit war man sich einig, dass das ja allein des­we­gen schon nichts sein kön­ne, weil Net­flix pro­du­ziert hat. Und dann kamen zuerst die Oscar-Nomi­nie­run­gen sowie jetzt die BAFTA-Awards – und man muss­te fest­stel­len, dass man inter­na­tio­nal auf die Eng­stir­nig­keit und den ein­ge­bil­de­ten Kul­ture­li­tis­mus der deut­schen Pro­fik­ri­ti­ker pfiff. Min­des­tens eben­so bemer­kens­wert fin­de ich, wie urplötz­lich Wert dar­auf gelegt wird, dass es sich um einen »deut­schen Film« han­delt, tat­säch­lich ist es eine deutsch-US ame­ri­ka­nisch-eng­li­sche Copro­duk­ti­on.

Und mit einem Mal sind alle voll des Lobes über den Film, selbst die, die ihn nach der Ver­öf­fent­li­chung noch als pop­li­ge Net­flix-Pro­duk­ti­on ver­ris­sen. Mir kommt das alles ein wenig bigott vor.

Und was ist mit dem Gen­re? Bes­ter Ani­ma­ti­ons­film wur­de del Toros PINOCCHIO, den BAFTA für den bes­ten Schnitt erhielt Paul Rogers für EVERYTHING EVERYWHERE AL AT ONCE und schließ­lich ging das Gold­ge­sicht für die bes­ten visu­el­len Effek­te an AVATAR – THE WAY OF WATER.

Im Fol­gen­den die Lis­te der Gewin­ner und Nomi­nier­ten.

Kurzkritik – STAR TREK: PICARD S03E01 – THE NEXT GENERATION

Was hat­ten die Fans für Hoff­nun­gen in STAR TREK: PICARD gesetzt. Und dann fing die ers­te Staf­fel gran­di­os an, um dann lei­der sehr schnell genau­so gran­di­os zu schei­tern. Die Ver­ant­wort­li­chen hat­ten es sich zu ein­fach gemacht und auch das Ein­bau­en von Ele­men­ten aus DISCOVERY fühl­te sich äußerst auf­ge­setzt an. Vom hane­bü­che­nen Dreh­buch ab unge­fähr der Mit­te der Staf­fel wol­len wir lie­ber mal gar nicht reden. Zuge­ben muss frau aller­dings, dass es den­noch durch­aus sehens­wer­te schau­spie­le­ri­sche Ein­zel­leis­tun­gen gab.

Staf­fel zwei fand ich ganz okay, auch wenn sie mal wie­der den uralten Geld­spar-Trick anwand­ten, die Hand­lung in unse­re Jetzt­zeit zu ver­le­gen. Davon abge­se­hen war das nicht über­ra­gend, aber auch nicht voll­kom­men schlecht, ich fand es als TV-Unter­hal­tung schon in Ord­nung, ins­be­son­de­re im Ver­gleich mit Sea­son eins.

Jetzt also Staf­fel drei, mit der Ankün­di­gung, dass die rest­li­che Crew der Enterprise‑D aus der Serie THE NEXT GENERATION zurück kommt.

Nach Anse­hen der ers­ten Epi­so­de bin ich eigent­lich guter Din­ge. Ja, das besteht zu nahe­zu 100% aus Fan­ser­vice für TNG-Fan­in­nen. Aber das geht durch­aus in Ord­nung, ins­be­son­de­re wenn sich auch noch eine span­nen­de und wirk­lich anspre­chend insze­nier­te Epi­so­de dar­aus ergibt, die bis­her durch­aus mit den epi­sche­ren TNG-Fol­gen oder den TNG-Kino­fil­men mit­hal­ten kann.

Ins­be­son­de­re die Inter­ak­ti­on zwi­schen Ste­warts Picard und Fra­kes´ Riker, mit zahl­lo­sen Sprü­chen, macht viel Freu­de. Aber auch ande­re Details erfreu­en, wenn ein altes STAR TREK-Tro­pe kon­ter­ka­riert wird und ein Admi­ral und ein Cap­tain eben nicht »mal eben« ein Schiff klau­en kön­nen.

An man­chen Stel­len tra­gen sie den Fan­ser­vice für mei­nen Geschmack ein wenig zu dick auf, bei­spiels­wei­se wenn sie musi­ka­lisch James Hor­ner chan­neln, um aus der auf­ge­mot­zen Erd­or­bit-Sta­ti­on zu flie­gen und dabei auch STAR TREK II und III deut­lich zitie­ren. Oder war­um die neue USS TITAN (»Neo Con­sti­tu­ti­on Class« offen­sicht­lich mit einer Refit-Enter­pri­se Unter­tas­sen­sek­ti­on zusam­men­ge­kit­bas­hed wur­de)? Auch dass sie für den Abspann ein­fach mal die Musik aus FIRST CONTACT nut­zen, fand ich dann doch etwas befremd­lich, aber viel­leicht wol­len sie uns damit etwas sagen …

Aber abge­se­hen von dem leicht über­trie­be­nen Fan­ser­vice war ich von der ers­ten Fol­ge sehr ange­tan und freue mich dar­auf, wie es wei­ter geht. Hof­fen wir nur, dass das so bleibt und nicht wie in der ers­ten Staf­fel nach einem gran­dio­sen Start eben­so gran­di­os abstürzt.

Pro­mo­fo­tos Copy­right Para­mount & CBS

Trailer: TETRIS

TETRIS – Der Film. Wat? Nein, das ist kein Film um die Hand­lung des Spiel TETRIS (das haben wir eigent­lich schon in PIXELS gese­hen), son­dern um die angeb­lich ech­te Geschich­te, wie es dazu kam, dass TETRIS auf den Game­boy gelang­te. Man darf nach dem Anse­hen des Trai­lers davon aus­ge­hen, dass eine Men­ge hin­zu­ge­dich­tet wur­de, aber der Trai­ler ist wirk­lich sehens­wert, ins­be­son­de­re, wenn er 8‑bit chan­nelt.

Pro­du­ziert wur­de TETRIS für Apple TV+, Regie führt Jon S. Baird (FILTH, STAN & OLLIE), das Dreh­buch stammt von Noah Pink. Aus­füh­ren­der Pro­du­zen­ten sind Iain Macken­zie und Taron Eger­ton. Es pro­du­zie­ren u.a. Matthew Vaughn (KINGSMAN), Gil­li­an Ber­rie, Clau­dia Vaughn-Schif­fer, Len Blava­tnik und Gre­gor Came­ron.

Es spie­len Taron Eger­tonToby JonesSof­ya Lebe­de­vaBen MilesRick YuneRoger AllamMezi AtwoodNiki­ta Efre­mov als Niki­ta Efre­mov und ande­re.

TETRIS star­tet am 31. März 2023 bei Apple TV+.

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