Am Samstag, den 13. September findet in Soest eine Lesung statt, genauer in Markus Bücherkiste. Zudem gibt es auch noch Live-Musik von den Groovespecials Ralf und Petra Smuda.
Thorsten Küper und Bernhard Giersche lesen aus KARL, AUSGELIEFERT, danach trägt Kirsten Riehl ihre Kurzgeschichte aus 24 KURZE ALPTRÄUME vor, und schließlich betreten die ersten beiden Protagonisten wieder die Bühne, um einen längeren Ausschnitt aus Thorstens Geschichte VALERIUS VON ARBOGAST UND SEIN FABELHAFTER KRAKUN vorzutragen. Letzteres ist lupenreiner Steampunk und stammt aus der bei Amrun erschienenen Storysammlung VOLL DAMPF.
Das Ganze findet wir oben bereits gesagt am 13. September 2014 in MarkusBücherkiste statt, die findet man an der Werder Landstraße 260 in Soest-Ampen. Los geht es um 19:00 Uhr, der Eintritt kostet zehn Euro.
Im Atlantis Verlag ist mit BRÜDER IM GEISTE von Stefan Burban Band sieben aus der Military-SF-Reihe DER RUUL-KONFLIKT erschienen.
Die Ruul haben ihre Offensive erneut aufgenommen. Aus der Not heraus, die entstandenen Lücken schnell zu schließen, entscheidet sich das terranische Militär, auch weniger geeignete Rekruten einzuziehen und in Freiwilligenregimentern zu organisieren. Schlecht ausgerüstet und nur unzureichend ausgebildet, versehen diese Einheiten als Garnisonstruppen weit hinter den eigenen Linien ihren Dienst, um reguläre Truppen für den Einsatz an der Front freizustellen. Eine dieser Einheiten ist das 171. Freiwilligenregiment auf dem Planeten Alacantor. Doch dann suchen sich die Ruul ausgerechnet Alacantor als Ziel für einen ihrer Überfälle aus und plötzlich muss das 171. Regiment unter Beweis stellen, was es wirklich wert ist …
Das Paperback hat einen Umfang von 308 Seiten, das Cover schuf Allan J. Stark. Es ist zum Preis von 13,90 Euro überall im Handel erhältlich. Die eBook-Fassung kostet 8,99 und kann beispielsweise via Amazon oder Beam-eBooks bezogen werden. Auch eine Hardcover-Ausgabe gibt es, die kann man nur direkt beim Verlag kaufen.
BRÜDER IM GEISTE
DER RUUL-KONFLIKT 7
Stefan Burban
Military-SF
Paperback, Hardcover und eBook, 308 Seiten
August 2014
Taschenbuch:
EUR 13,90
ISBN: 978–3864021640
eBook (Kindle):
EUR 8,99
ASIN: B00M215ROO
Atlantis Verlag
Meistens gibt es in den Humble Bundles Computerspiele für verschiedene Plattformen. Hin und wieder hauen sie auch eBook-Pakete raus, zumeist mit Phantastik-Themen. Und auch Comics gibt es bisweilen. So auch diesmal wieder und beim Humble STAR TREK Bundle sollten, wie der Name bereits andeutet, die Trekker aufmerken.
Wie immer kann man zahlen, was man möchte, um an einen Haufen digitaler Comics von IDW zu kommen. Dabei sind Abenteuer der alten Helden aus TOS, aber auch TNG mit Picard und Co, DEEP SPACE NINE oder Comics zu J. J. Abrams´ Reboot des Universums.
Wie immer erhält man zusätzlichen Inhalt, wenn man mehr als den Durchschnitt berappt, zahlt man mehr als 15 Dollar kommen nochmals weitere Vierfarb-Abenteuer hinzu. Und wie immer darf man sich darauf freuen, dass demnächste weitere virtuelle Comichefte nachgeschoben werden, wenn man mehr als den Durchschnitt zahlt. Nimmt man das gesamte Paket, hätten die Comics einen Wert von ungefähr 270 Dollar.
Die Comics liegen in verschiedenen Formaten vor, verfügbar sind PDF, ePUB, CBZ und MOBI, damit sollte man die weitaus meisten gängigen Lesegeräte abdecken können. Und wie immer geht ein Teil der Einnahmen an wohltätige Zwecke.
Erwerben kann man das Humble STAR TREK Bundle wie immer auf der Seite von Humble Bundle.
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Britische Ermittler und hartgesottene Detektive sowie verruchte und mörderische Femme fatales sind die Themen der September-Ausgabe des monatlich erscheinenden Fantasyfilm-Magazins NAUTILUS – Abenteuer & Phantastik.
Für den britischen Meisterdetektiv Sherlock Holmes war seine ebenso raffinierte wie erotische Gegenspielerin Irene Adler schon immer DIE eine Frau. Und sein Biograph Watson protokollierte, sie sei scharfsinniger und entschlossener als alle anderen ihres Geschlechts, hätte ein Gesicht, für das Männer sterben würden, und sie verdrehe sämtlichen Männen den Kopf. Passend zum Heftthema sind daher Sherlock und Irene vereint auf dem Cover der NAUTILUS 126 zu sehen. Denn im Mittelpunkt der Ausgabe stehen einerseits die männermordenden Vamps des Film noirs, andererseits die starken Frauen-Charaktere in der Fantasy-Welt von GAME OF THRONES und nicht zuletzt die britischen Ermittler in Roman und TV-Serie wie Sherlock Holmes, Hercule Poirot, Inspektor Barnaby & Co.:
Zum Filmstart von SIN CITY 2: A DAME TO KILL FOR nach der Graphic Novel Eine Braut, für die man mordet von Frank Miller beleuchtet das Magazin ausführlich das Genre der schwarzen Krimis um gebrochene Helden und Detektive in düsteren Metropolen und ebenso sinnliche wie tödliche Schönheiten. Es werden die wichtigsten Vetreter des Film noir und Neo noir präsentiert und sowohl die besonderen filmischen und dramaturgischen Merkmale wie auch die historische Entwicklung dieses Filmstils erklärt, der mit den Gangsterfilmen der dreißiger Jahre und dunklen Großstadtdramen seinen Anfang nahm und bis heute auch die Science Fiction und die Dark Fantasy beeinflußt. Ein eigener Artikel berichtet begleitend über die männerverhexenden Femme fatales und Diven der Filmleinwand und listet die sehenswertesten Filme mit den zerstörerischen Überfrauen ohne Gewissen.
Wie weit die mythischen, religiösen und historischen Wurzeln der Belle Dames sans Merci, der schönen Damen ohne Gnade, zurückreichen, zeigen Vertreterinnen wie Lilith, Kali, Salome oder Mata Hari. Ein Sachartikel erläutert, was Sirenen, Nymphen, Todesfeen, Dämonninen, Sukkubi und Göttinnen der alten Kulturen und Sagenwelten mit den Femme fatales der modernen Pop-Kultur zu tun haben.
Das Thema klingt auch im norwegischen Mystery-Thriller WHEN ANIMALS DREAM an, in dem sich eine heranwachsende junge Frau damit auseinandersetzen muß, dass aus ihr die wilde Natur einer wölfischen Bestie hervorbricht. Im Interview berichtet der Regisseur über die Intention seiner Coming-of-Age-Geschichte mit Phantastik-Twist.
Frauenpower beweist auch die Fantasy-Saga DAS LIED VON EIS UND FEUER von George R.R. Martin und deren erfolgreiche TV-Umsetzung GAME OF THRONES. Die NAUTILUS spürt in dieser Ausgabe dem Weltenkonzept des Autors nach und hinterfragt, ob das Frauenbild in den Königreichen von Westeros irgendwie der historischen Realität vom Mittelalter bis zur beginnennnenden Neuzeit entspricht, eher dem Konzept von erdichteten Einzelschicksalen herausragender Frauengestalten im Genre des historischen Romans folgt oder aber mit den Standardklischees der Fantasy spielt, in denen es schüchterne Prinzessinnen ebenso gibt wie fiese Hexen, tapfere Kriegerinnen und intrigante Herrscherinnen. Eine mehrseitige Galerie stellt dazu die wichtigsten starken Frauen im Spiel der Throne und ihre TV-Darstellerinnen vor inkl. einem Interview mit Carice van Houten, der Darstellerin der roten Hexe Melisandre, die Einblick in ihre Figur in der vierten TV-Staffel gibt, die ab dem 10. September auf deutsch auf TNT-Serie ausgestrahlt wird.
Mit einer Vorstellung der zwanzig wichtigsten aktuellen Roman- und TV-Serien aus England um Ermittler wie Sherlock Holmes, Inspektor Barnaby oder George Gently und einer Übersicht der wichtigsten Videogames im Noir-Stil schließt sich dann der inhaltliche Kreis dieser Ausgabe. Dazu gibt es noch ein Interview mit dem Hörspielmacher Marc Gruppe zur Hörspiel-Reihe SHERLOCK HOLMES: DIE GEHEIMEN FÄLLE DES MEISTERDEKTEKTIVES, DVD-Tipps zu aktuellen Krimi-Serien wie SHERLOCK, ELEMENTARY oder RIPPER STREET sowie weitere Filmfeatures, Romanbesprechungen, Werkstattberichte von Fantasy-Autoren und eine mehrseitige Leseprobe in der Heftmitte, die auch auf den laufenden Leseproben-Wettbewerb für E‑Book Self-Publisher unter www.fantasymagazin.de/e‑book verweist.
Die komplette Ausgabe läßt sich bereits seit Anfang August online auf www.fantasymagazin.de kostenlos durchblättern. Mitte des Monats sind die digitalen Ausgaben für PC und die Apps für Apple iOS, Amazon Kindle Fire und Android erschienen, und nun gibt es auch die Print-Ausgabe.
NAUTILUS erscheint monatlich im Abenteuer Medien Verlag und kann im gut sortierten Zeitschriftenhandel bezogen werden. Man bekommt das Magazin auch via Amazon, dort allerdings nur im Abonnement.
Beim Luzifer-Verlag ist soeben DIE ANDERE SEITE DER REALITÄT von A. P. Glonn erschienen. Der Phantastik-Thriller dreht sich um Jack The Ripper.
London 1888. Als Inspector Seth Aspen in Whitechapel über eine Frauenleiche stolpert, ist das erst der Auftakt einer ungeheuren Mordserie, welche ganz London erschüttert. Der Mörder scheint ein nicht fassbares Phantom, von der Presse bald als »Jack the Ripper« betitelt. Um ihn zu stellen, verfolgt Aspen den Täter quer über den Atlantik, durch die USA und Kanada und darüber hinaus – zur anderen Seite der Realität … nach Innes, einer Welt, aus welcher der Ripper seine Macht schöpft. Obwohl selbst als Fremdling verfolgt, bleibt ihm Aspen auf den Fersen; mit nur einem Ziel: Den Ripper zu finden – koste es, was es wolle.
DIE ANDERE SEITE DER REALITÄT ist 528 Seiten stark und liegt als Klappenbroschur zum Preis von 14,95 vor. Eine eBook-Fassung ist ebenfalls erhältlich, diese zum Preis von EUR 4,99.
DIE ANDERE SEITE DER REALITÄT
A. P. Glonn
Phantastik-Roman
Klappenbroschur, 528 Seiten
August 2014
Taschenbuch:
EUR 14,95
ISBN: 978–3943408409
eBook:
EUR 4,99
ASIN: B00KWD82EQ
Luzifer-Verlag
Im Rahmen des offenen Briefes in Sachen Selfpublishing war die Information aufgetaucht, dass der Buchgroßhändler libri offenbar nahezu sämtliche Bücher der Amazon-Tochter CreateSpace ausfiltert. Ich war durch einen Kommentar von Philipp Winterberg auf seine Artikel zu dem Thema gestoßen.
Das wäre natürlich ein Hammer, wenn es eigentlich möglich sein sollte, über CreateSpace publizierte Bücher auch im deutschen Buchhandel bestellen zu können, das dann allerdings doch nicht funktioniert, weil diese bei libri konsequent ausgelistet werden.
Weil mich das interessierte, stellte ich am vergangenen Montag (25.08.2014) eine entsprechende Anfrage an die Pressekontakt-Email bei libri:
Sehr geehrte Damen und Herren,
es geht um die Frage, warum Bücher des Anbeiters CreateSpace nicht im libri-Katalog zu finden sind. Nach einer Anfrage beim Zulieferer Ingram Content Group äußerte dieser, dass sämtliche CreateSpace-Bücher an libri übermittelt werden. Dennoch tauchen diese bis auf vereinzelte Ausnahmen nicht in den Buchhändler-Katalogen auf.
Ich bitte an dieser Stelle um eine Stellungnahme, warum dies so ist und warum libri offenbar global alle CreateSpace-Bücher ausfiltert. Ich weise darauf hin, dass die Antwort im Rahmen eines Artikels thematisiert werden wird.
Für eine Antwort bedanke ich mich im voraus.
Da bis zum heutigen Tag keine Antwort einging, fragte ich erneut nach und fügte den Inhalt der ursprünglichen Mail nochmals bei. Daraufhin kam soeben tatsächlich eine Antwort – wenn man das dann als »Antwort« werten möchte:
Sehr geehrter Herr Holzhauer,
wir freuen uns über alle Informationen, die unseren Katalog verbessern und danken Ihnen für den Hinweis.
Falls hier ein technisches Probleme vorliegen sollte, werden wir dieses in Abstimmung mit unserem Lieferanten klären.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Marketing Team
Eindeutiger kann Abwimmeln kaum aussehen. Statt meine Anfrage zu beantworten zieht man sich auf inhaltslose Worthülsen zurück. Die Problematik ist bei libri bekannt, denn auch Philipp Winterberg hatte deswegen bereits angefragt und offenbar zumindest eine etwas ausführlichere Antwort bekommen. Diese Entgegnung auf meine Anfrage kann man nur als lächerlich bezeichnen, denn sie beantwortet nichts und nimmt auch nicht Stellung. Auch war meine Mail inhaltlich eindeutig nicht als Hinweis zu erkennen, sondern als Anfrage gedacht, die konkret um eine Stellungnahme bat. Um diese möchte sich libri offensichtlich drücken. Es mag sich jeder selbst einen Reim darauf machen, warum man dort nicht antworten will …
p.s.: Entlarvend finde ich zudem, dass noch nicht einmal ein Ansprechpartner namentlich genannt wird, sondern der Absender schlicht (und unhöflich) »Ihr Marketing Team« lautet.
Onlineversender Amazon verkauft aktuell im Rahmen einer Aktion 24 Fantasy-eBooks besonders günstig. Ein Teil davon sind natürlich Indie-Bücher aus dem hauseigenen KDP-Programm (die kann man auch leicht billiger anbieten, da sie nirgendwo anders zu bekommen sind und es so keine Probleme mit der Buchpreisbindung gibt). Es befinden sich aber auch Werke aus dem hauseigenen Crossing-Programm darunter.
Darunter natürlich auch die unvermeidliche Romantasy alias Paranormal Romance, also allerlei Herzschmerz mit verschiedenen Gestalten aus Mythen und Legenden, glücklicherweise aber auch anderes Material. Zum Beispiel das prämierte RABENBLUT DRÄNGT von Nicola Hotel.
Erstaunlicherweise finden sich aber auch eBooks von Publikumsverlagen in der liste. Zum einen DIE ELFEN von Bernhard Hennen, 912 Buchseiten zum Schnäppchenpreis von nur 5,49 Euro. Weiterhin Daniel H. Wilsons ROBOCALYPSE (im original: ROBOPOCALYPSE), das gerade verfilmt werden soll, für 4,99 Euro (Buchausgabe: 464 Seiten). Die Bücher aus Publikumsverlagen sind aufgrund der Buchpreisbindung auch auf anderen Plattformen zum selben Preis erhältlich.
Phoenix – Erbe des Feuers – Im Jahr 2034, genau 121 Jahre nach dem fehlgeschlagenen Experiment, flüchtet Tavi mit Leon vor einer totalitären Staatsmacht nach Paris. Eine Mordserie unter den Seelenlosen, die sich zu einem Untergrund zusammengeschlossen haben, zerrüttet die Gemeinschaft. Der eskalierende Krieg zwischen der Menschenrasse und den Seelenlosen wird jedoch nicht nur für die Phoenix zur Gefahr.
»Auf welcher Seite sie gestanden hatte, wusste sie nicht mehr – wenn es denn überhaupt Seiten in Kriegen gab. Sie verteidigte ein paar Menschen, die sich selbst nicht verteidigen konnten. Bauern, die in den Krieg gezwungen worden waren. Die Seite, die sich nicht wehren konnte, die sich nur aussuchen konnte, wo sie starb. Tausende starben, abertausende erlitten Verletzungen, aber sie war jedes Mal ohne einen Kratzer vom Schlachtfeld gegangen. Doch der Geruch hatte sich in ihre Nase gebrannt. Der Geruch zog mit bitterer Note übers brennende Schlachtfeld und schmeckte immer nur nach einem endgültigen Meister: Tod. Die einzige Seite, die im Krieg immer gewann.«
Das broschierte Taschenbuch ist 440 Seiten stark und ab September zum Preis von 14,95 Euro zu haben. Das eBook kann bereits erworben werden und kostet 6,99 Euro.
Ende September erscheint bei Folgenreich die dritte und letzte Staffel der Mystery-Hörbuchserie PORTERVILLE. Wie schon die mehrfach preisgekrönte Hörbuchserie DARKSIDE PARK (»Hörbuch des Monats«, »Beste Lesung 2009«, »Innovationspreis«, »Beste Sprecherin einer Lesung«, Prädikat »Sehr gut«), ist auch die Fortsetzung PORTERVILLE ein hypnotischer Psychothriller. Genau wie bei DARKSIDE PARK baut keine der düsteren Geschichten um die geheimnisumwitterte Stadt Porterville direkt aufeinander auf, vielmehr ist jede Folge wie ein neues Puzzle-Teilchen. Mit jeder Episode erhält man tiefere Einblicke in die Stadt und ihre Bewohner, bis sich das rätselhafte Gesamtbild immer mehr zusammenfügt und am Ende die Frage geklärt wird: Was ist das dunkle Geheimnis der Stadt Porterville?
Auch in der dritten und letzten Staffel schafft es Regisseur Ivar Leon Menger mit seinem Autorenteam eine unheimliche, düstere Atmosphäre zu erzeugen, und auch die bekannten Synchronsprecher von Natalie Portman, Leonardo DiCaprio, Elijah Wood, Jake Gyllenhaal, Ben Stiller, Seth Rogen und Ben Affleck vertiefen die gespenstische und unheilschwangere Stimmung.
PORTERVILLE 3 erscheint als mp3-CD-Box und als Download, enthält die Episoden 13 – 18 und hat eine Gesamtspielzeit von achteinhalb Stunden. Der Veröffentlichungstermin ist der 26.09.2014, ab sofort kann vorbestellt werden, beispielsweise bei Amazon. Die CD-Fassung kostet 22,99 Euro.
Mal abgesehen von der Selfpublisher-Diskussion, brüstet sich der Buchhandel ja gern mal damit, jedes Buch beschaffen zu können, das im VLB gelistet und/oder in einem der Kataloge von beispielsweise libri, Umbreit oder KNV zu finden ist. So weit die Theorie. Wer schon einmal versucht hat, Bücher aus Kleinverlagen zu bestellen, der kennt aber die Realität: Trotz der teuren Eintragung ins VLB und trotz des Erwerbs einer ISBN-Nummer können Bücher nicht gefunden werden.
Aktuelles Beispiel: Ich hatte hier vor ein paar Wochen Alex Jahnkes Satire NEUES AUS NEUSCHWABENLAND vorgestellt. Es handelt sich hierbei nicht um ein Selfpublishing-Buch, es ist beim Verlag Edition Roter Drache erschienen. Sucht man auf der KNV-Seite buchkatalog.de danach, dann bekommt man die Meldung »bei Buchkatalog nicht erhältlich« – und das, obwohl das Buch durchaus lieferbar ist. Amazon kann es sofort liefern, ebenso wie der Verlag selbst und auch libri. Versucht man es über bei KNV angeschlossene Buchhandlungen zu bestellen, stellen auch die fest, dass man es über den Barsortimenter nicht bekommen kann. Damit ist es effektiv nicht erwerbbar, obwohl es definitiv lieferbar ist (bei einem neuen Buch auch kein Wunder).
Man muss sich die Frage stellen, warum KNV meint es nicht anbieten zu müssen. Wegen des Themas? Was ist an einem satirischen Roman über Antarktis-Nazis ehrenrührig? Und wenn dem tatsächlich so wäre: Wer gibt KNV das Recht, irgendwelche Bücher nach Gutsherrenart zu zensieren, und das offensichtlich ohne den Inhalt zu kennen? Und: Man darf davon ausgehen, dass es sich bei diesem Buch nicht um einen Ausnahmefall handelt.
Warum das Buch nicht gelistet wird, hat der Verlag versucht herauszubekommen und eine entsprechende Anfrage bei KNV gestellt. Es wird niemanden wirklich überraschen, dass man dort offensichtlich keinerlei Veranlassung sah, in irgendeiner Art auf die höflich gestellte Anfrage zu antworten. Diese Art von Arroganz zeigt wieder einmal ganz deutlich, dass es überhaupt keinen Sinn hat zu versuchen, sich mit den klassischen Strukturen des Buchhandels zu arrangieren. Man hält es beim Barsortimenter noch nicht einmal für nötig, auf berechtigte Fragen von Verlagen zu antworten, warum ein Buch nicht lieferbar ist.
Ich werde ebenfalls noch einmal anfragen, mit Verweis auf diesen Artikel, und dann berichten, ob es zu irgendeiner Art von Reaktion kam.
[Update 13:00 Uhr] Soeben erhielt ich einen Anruf von KNV. Die Dame sagte, es sei ihr nicht bekannt, warum das Buch im Katalog gestrichen worden sei, die Kollegin die dafür verantwortlich ist, wäre aber noch bis Mitte September in Urlaub und man könne sie erst dann dazu befragen. Es sei übrigens nicht korrekt, dass das Buch nicht bestellt werden könne, Buchhändler erhalten nach ihren Aussagen den Hinweis, es direkt beim Verlag zu bestellen. Man kann nur vermuten, dass die Buchhändler das dann nicht tun, weil ihnen der Aufwand zu groß ist. Man will meine Anfrage der Dame vorlegen, wenn sie aus dem Urlaub zurück ist, und ich soll dann Mitte September eine Antwort erhalten, warum das Buch ausgelistet wurde. Ich lege mir den Termin auf Wiedervorlage und frage ggfs. nochmals nach. Interessant finde ich allerdings dabei, dass bei KNV offenbar eine einzelne Person ohne jegliche Begründung entscheiden darf, welche Bücher als nicht lieferbar eingestuft werden und welche nicht …?
Cover NEUES AUS NEUSCHWABENLAND Copyright Edition Roter Drache
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