Soeben ist bei der Edition Roter Drache Anja Bagus´ Roman GLASBERG erschienen. Auch dieses Buch spielt in der von der Autorin erdachten Ætherwelt, es handelt sich um die Fortsetzung von WALDESRUH. Zum Inhalt:
Nach den turbulenten Ereignissen des letzten Silvesterfestes möchten Falk und Minerva ein gemeinsames Leben beginnen. Jedoch ist Minervas Familie über die bevorstehende Hochzeit geteilter Meinung, und Falks Bruder nimmt ihm seine Auszeit merklich übel. Zeitgleich tritt eine unerklärliche Krankheit bei den Laufburschen in der Glasfabrik auf: ihre Augen werden weiß wie gestockte Milch, bevor sie langsam sterben. Anfangs sind nur die Kinder der Armen betroffen … Bei ihren Nachforschungen treffen Falk und Minerva auf einen gefährlichen Widersacher. Als sie ihm zu nahe kommen, schlägt seine Falle zu: Sie müssen sich mit traumatischen Erlebnissen ihrer Vergangenheit auseinandersetzen und können einer Konfrontation in der Glasfabrik nur knapp mit dem Leben entkommen. Aber dies ist erst der Anfang der Geschehnisse. Ist das Glas des Glasbergs gefährlicher, als Falk zugeben wollte? Die Lösung finden Falk und Minerva erst, als sie zum Glasberg zurückkehren. Aber es könnte bereits zu spät sein, um das lodernde Feuer noch zu löschen.
Der Roman hat einen Umfang von 304 Seiten und ist ab sofort als broschiertes Taschenbuch und als eBook erhältlich. Die Printversion kostet 14,00 Euro, für die elektronische Variante werden 3,99 Euro fällig.
Dass Sony Pictures einen Film basierend auf der Animé-Serie ROBOTECH machen will, ist schon länger bekannt, aber so richtig ist bisher nichts daraus geworden. Das könnte sich jetzt ändern. Verschiedene US-Medien, darunter Deadline, melden, dass James Wan Regie bei einer Realverfilmung führen soll. Wan hatte gerade erst einen Mega-Erfolg mit FURIOUS 7, der weltweit eineinhalb Milliarden US-Dollar eingespielt hat.
ROBOTECH (MACROSS) ist eine japanische Zeichentrickserie aus den 1980ern. Darin findet die Menschheit das Wrack eines gigantischen Raumschiffes im Südpazifik und entwickelt aus dessen Technologie verwandelbare Kampfanzüge, um sich gegen Alien-Invasoren verteidigen zu können. ROBOTECH ist über die Grenzen Japans hinaus bekannt, es gab mehrere Anime-Serien, Filme, Mangas, Bücher, Spielzeuge und sogar Rollenspiele dazu.
James Wan verdiente seine Sporen mit der SAW-Reihe, arbeitet an THE CONJURING 2 und wird möglicherweise auch bei AQUAMAN mit Jason Momoa Regie führen. Eventuell stehen auch noch weitere FAST & FURIOUS-Filme auf seinem Terminkalender. Es könnte also eine Weile dauern, bis ROBOTECH realisiert werden wird, aber angeblich arbeiten Wan und Sony »intensiv an einer Umsetzung«.
Promofoto Robotech Copyright Harmony Gold USA & Tatsunoko
Im Rahmen der Edition CL erschien soeben der Roman TEATRO OSCURA von Jörg Kleudgen. Das Besondere dabei: Das Buch ist auf 100 Exemplare limitiert und in Leinen gebunden, mit Goldprägung auf dem Buchrücken und dem Schutzumschlag. Zum Inhalt:
»Diese Ereignisse liegen zwei Tage zurück. Seitdem mehren sich die Zeichen, dass Venedig untergehen wird. Von Zeit zu Zeit durchläuft ein Beben das Hotel Lux, und als ich gestern zum ersten Mal das Gebäude verließ, waren einige Gehwegplatten auf dem Weg zum Markt geborsten. Ein Riss setzte sich bis in die Fassade eines einst prachtvollen Bürgerpalastes fort. Daraus rann eine zähe, übel riechende Flüssigkeit wie das Harz aus einem Baum, und es war, als sei das Gebäude selbst verletzt und blute.«
Als Erich Stern in den Ruinen eines norditalienischen Klosters das Tagebuch seines Landsmannes Ernst Heinrichs findet, ahnt er nicht, dass diese Entdeckung sein Leben verändern wird. Vor der surrealen Kulisse Venedigs durchlebt er Heinrichs bizarre Abenteuer und macht bald Entdeckungen, die ihn zum unfreiwilligen Protagonisten im TEATRO OSCURA machen.
Den Inhalt vervollständigen sieben Illustrationen des Künstlers Heiko Schulze TEATRO OSCURA hat einen Umfang von 252 Seiten und kostet 25 Euro. Bezogen werden kann es ausschließlich über den Verlag.
Im Rahmen der Neuauflage von Werken des Autors Hugh Walker (alias Hubert Straßl), erschien bei Emmerich Books & Media vor kurzem der Band ALLES LICHT DER WELT. Darin werden Hugh Walkers komplette SF-Einzelromane nachgedruckt. Die drei Romane Der Wall von Infos (Zauberkreis SF Roman Nr. 117, Zauberkreis Verlag, 1972), Rebellion der Talente (Terra Nova 182, Erich Pabel Verlag, 1971) und Das Signal (BLITZ Phantastische Romane Band 6, Blitz-Verlag, 1997) werden hierbei um die Kurzgeschichte Alles Licht der Welt ergänzt, die zusammen mit Planet der Begierde Hugh Walkers erste professionelle Veröffentlichung darstellt. Unter dem Pseudonym Madman Curry erschien die Geschichte Mitte der 1960er-Jahre in Alles Licht der Welt und andere SF-Storys (M. Curry & Peter Danner, Zusammenstellung: Lore Matthaey, Utopia-Zukunftsroman 513, Erich-Pabel-Verlag, 1966). Zum Inhalt:
DER WALL VON INFOS
Eine Forschungsstadt, welche die Errungenschaften der Menschheit in sich vereint, übersteht eine globale Katastrophe. Fast ein Jahrtausend bleibt das beinahe unzerstörbare Monument unberührt.
REBELLION DER TALENTE
Im modernen Gerichtswesen werden Fakten und Beweise aus Bewusstsein und Unterbewusstsein des Angeklagten direkt in den Geist der Geschworenen übertragen und ihr Urteil, dank computergesteuerter Koordinierung, ermittelt. Die Geschworenen bleiben anonym, da ihre Erinnerungen am Ende gelöscht werden. Doch ein Mitglied der Jury erinnert sich …
DAS SIGNAL
Für Jeff Crane sind UFOs und die Area 51 kein Thema – bis er eines Tages erkennt, dass er seinen Körper mit einem Wesen teilt, für das die Erde nur ein Horchposten in einem uralten galaktischen Krieg ist …
Das Buch beinhaltet als Bonusmaterial ein alternatives Ende zu dem Roman Das Signal und den Abdruck der Originaltitelbilder. Es hat einen Umfang von 346 Seiten und ist zum Preis von 15 Euro beim Verlag oder via Amazon zu beziehen. Die eBookfassung kostet kostet 5,95 Euro, man kann sie via Amazon oder Beam eBooks erwerben. Das Cover gestaltete Beate Rocholz.
Coverabbildung Copyright Emmerich Books & Media
Ich hatte hier über tolino-media.de, die Selfpublisher-Plattform, der Tolino-Allianz berichtet. Die scheint nun online zu sein, auch wenn so manches arg »mit heißer Nadel gestrickt« wirkt. Das war übrigens der O‑Ton eines Mitarbeiters des Betreibers auf Facebook.
Ich versuchte mich anzumelden, gab also meine Daten ein und klickte auf »absenden«. Im Browser erschien erneut dieselbe Seite, meine eingegebenen Informationen waren noch vorhanden, aber sonst passierte gar nichts. Nach mehreren Versuchen kam ich dem auf die Spur: Die Betreiber erlauben offenbar keine Sonderzeichen im Passwort (warum auch, wäre ja nur sicher), weisen aber vorsichtshalber mal nicht darauf hin, damit es für den Nutzer spannend bleibt.Weiterhin verwendet die Seite ein ungültiges falsch eingebundenes SSL-Zertifikat (siehe auch Kyrs Kommentar weiter unten), darauf weist der Browser beim Aufrufen hin. Sehr vertrauenerweckend. Wenn die einfachsten Dinge schon nicht klappen, habe ich arge Bedenken hinsichtlich des Funktionierens der restlichen Plattform.
In meinen Augen aber höchst bedenklich ist, dass es keinerlei AGB hinsichtlich vom Nutzer hochgeladener eBooks gibt. Die auf der Seite verlinkten Nutzungsbedingungen befassen sich ausschließlich mit der Nutzung der Webseite. Rechtssichere Hinweise dazu, unter welchen Bedingungen man seine Werke hochlädt, fehlen vollständig (oder ich habe sie trotz intensiver Suche nicht gefunden). Mir persönlich wäre es deswegen derzeit viel zu gefährlich, dort eBooks hochzuladen, denn man weiß nicht, welchen Regeln man sich damit unterwirft.
p. s.: Nach wie vor wird damit geworben, dass das Einstellen der Bücher kostenfrei ist. Allerdings nur bis Jahresbeginn 2016. Da das immer wieder so betont wird, würde ich davon ausgehen, dass ab diesem Zeitpunkt dafür ein Obolus erhoben wird, zusätzlich zu den 30% die tolino media ohnehin bereits erhält. Möglicherweise werden etliche Selfpublisher dann diese zusätzlichen Kosten zähneknirschend auf sich nehmen, um in den angeschlossenen Shops präsent zu bleiben. Transparenz und autorenfreundliches Verhalten sieht in meinen Augen jedoch anders aus. Wenn man ab Anfang 2016 mehr nehmen möchte, könnte man das einfach mal ganz ehrlich sagen, statt sich um die Antwort herum zu lavieren.
p. p. s. (29.04.2015): Nutzer berichten von massiven Problemen bei der Nutzung und beim Hochladen, wenn man andere Browser als den Internet Explorer benutzt, also beispielsweise Firefox. Tja, sowas kommt dabei raus, wenn man Seiten nicht mit mehreren Browsern testet. Mir scheint aber ohnehin, dass kein umfangreicher Test der Plattform stattgefunden hat. Aufgrund der offensichtlichen Probleme schon bei Kleinigkeiten mache ich mir ernsthafe Sorgen über das Sicherheitskonzept. Wie lange mag es dauern, bis das System von Internetkriminellen gehackt wird und die Nutzerdaten abgegriffen werden?
Logo tolino media Copyright tolino media GmbH & Co. KG
Endzeitkulturen, Traumreiche und Buchspringer sind die Themenschwerpunkte der Mai-Ausgabe des monatlichen F&SF-Magazin NAUTILUS – Abenteuer & Phantastik. Und als Gimmick gibt es einen Auszug aus George R.R. Martins Game of Thrones-Weltenbuch WESTEROS.
In der Endzeitwelt von MAD MAX: FURY ROAD flüchten Mad Max und Charlize Theron als die Imperatorin Furiosa vor degenerierten Gesetzlosen, und in Disneys A WORLD BEYOND suchen George Clooney als spleeniger Erfinder und ein junges Mädchen in einem imaginären Tomorrowland Rettung vor dem drohenden Kollaps der Erde. Die NAUTILUS schaut sich daher parallel zu den Vorstellungen dieser Filme einmal genauer an, welche Kulturen und Gesellschaftsformen die Menschen gemäß den Vorstellungen der Phantastik nach einer weltzerstörenden Katastrophe ausbilden. Und die Bandbreite in Roman und Film reicht von kannibalistischen Morlocks bis zu Hungerspielen, von Überwachungsstaaten mit Bewußtseinskontrolle bis zu in Silos eingelagerten Cryoschläfern, von nach Ressourcen jagenden Freaks bis zu Endzeit-Vampiren, die Menschen wie Vieh halten. Und in Ryan Goslings aktuellem Regiedebüt LOST RIVER ist schon die Jetztzeit eine albtraumhafte Kastastrophe aus Gewalt und Zerstörung, und die jugendlichen Helden des Films suchen zwischen Fantasie und Wirklichkeit einen Weg in eine imaginäre Wasserunterwelt, um ihre zerfallende Stadt zu erlösen.
Wie ein entsprechender Sachartikel im Heft zeigt, sind magische Passagen von einer Welt in die andere schon seit jeher ein Stilmittel der Phantastik. Mythenforscher Joseph Campbell hat es als den fünften Punkt der klassischen Heldenreise beschrieben, und die Schwellen der Weltentore können sich als Wandschränke, Kaninchenlöcher, Spiegel, für Uneingeweihte unsichtbare Bahnsteige oder sogar als Bücher materialisieren. Denn wie ein Interview mit der Schriftstellerin Mechthild Gläser zu ihrem neuen Roman BUCHSPRINGER zeigt, führen manche Romane direkt hinein in real werdende Bücherwelten. Ein Artikel weist hierzu auf Klassiker des Weltenwechsel-Genres wie Michael Endes DIE UNENDLICHE GESCHICHTE, Cornelia Funkes TINTENWELT-Trilogie, Jasper Ffordes THURSDAY NEXT-Saga und andere mehr hin.
Der einfachste Übertritt in imaginäre Welten geschieht im Traum. Im Heft berichtet Independent-Regisseur Huan Vu über sein per Crowdfunding und Crowdinvestment von Fans finanziertes Fantasy-Filmprojekt THE DREAMLANDS, das die Traumlande-Geschichten von H.P. Lovecraft auf die Kinoleinwand bringen wird. Ein begleitender Artikel untersucht die verschiedenen Wege des Traums als Tagtraum, Hingespinst, Albtraum, Schachteltraum, Traumfalle und Traummanipulation. Passend dazu wird der mehrfach preisgekrönte Independent-Gruselfilm DER BABADOOK vorgestellt, der nun auch in Deutschland startet und in dem ein dunkles Wesen aus einem Kinderbuch ausbricht und sich in Träumen und als Monster unter dem Bett manifestiert und damit eine alleinerziehende Mutter und ihr Kind terrorisiert.
Gimmicks der Ausgabe NAUTILUS 134, 05/2015, sind ein exklusiver Auszug aus dem Weltenbuch WESTEROS: DIE WELT VON EIS UND FEUER – GAME OF THRONES von George R.R. Martin, das die Vorgeschichte seiner Fantasy-Saga als reich illustriertes Sachbuch präsentiert, die Steampunk-Leseprobe AUSSERGEWÖHNLICHE AUTOMATONS von Independent-Autor Martin Riesen als einem der Gewinner des E‑Book Leseproben-Wettbewerbs sowie Werkstattberichte aus der Autorenwerkstatt der Fantasy-Schriftsteller Brian Staveley, Tom Jacuba und Tanja Kummer.
Bereits seit Anfang April läßt sich die komplette Ausgabe kostenlos auf www.fantasymagazin.de online durchblättern, und verfügbar sind zwischenzeitlich auch die gedruckte Ausgabe am Kiosk sowie die digitalen Versionen für alle Plattformen von PC bis Smartphone. Zusammen mit dem Erscheinen der Print-Ausgabe gibt es nun auch tägliche Infos zum Magazin auf einer eigenen Facebook-Seite – etwa die Vorschau auf die folgende Ausgabe mit Saurierwelten, menschenfressenden Bestien, Kindermördern, Hexern und Monsterjägern.
NAUTILUS erscheint im Abenteuer Medien Verlag und kann sowohl im gutsortierten Zeitschriftenhandel wie auch elektronisch erworben werden. Auch bei Amazon erhält man das Magazin, dort allerdings ausschließlich im Abo – neuerdings nicht mehr nur als Printausgabe, sondern auch digital als App.
Momentan tönt durch die Medien, dass SPD-Chef Gabriel sich mal wieder vor einer Lobby verneigt hat, diesmal geht es um die Buchpreisbindung. Das Buchpreisbindungsgesetz soll so angepasst werden, dass es auch für eBooks gilt. Das würde im Umkehrschluss bedeuten, dass es, entgegen allen bisherigen Beteuerungen des Börsenvereins des deutschen Buchhandels bisher eben NICHT für eBooks gilt. Denn sonst gäbe es keinen Handlungsbedarf, und man müsste nicht Lobbyisten in Gang setzen, um eine Gesetzesänderung anzuschieben. Ich habe einfach mal nachgefragt – und die Antwort kam in Rekordzeit:
Sehr geehrte Damen und Herren,
derzeit geht es durch die Medien, dass die Bundesregierung aufgrund Ihrer Intervention das Buchpreisbindungsgesetz so ändern will, dass es auch für eBooks gilt.
Bisher war die Aussage des Börsenvereins, das BuchPrG gelte ohnehin für eBooks und Sie haben auch ausgeführt, dass durch ihre Treuhänder durchsetzen zu lassen. Dies wurde mir gegenüber mehrfach durch Ihre Rechtsabteilung bestätigt.
Darf ich aus der Gesetzesinitiative entnehmen, dass das BuchPrG Ihrer Ansicht nach derzeit DOCH nicht für eBooks gilt?
Für eine Antwort bedanke ich mich im voraus und weise darauf hin, dass diese im Rahmen eines Artikels auf meinem Webportal veröffentlicht werden wird.
Mit freundlichem Gruß,
Holzhauer
Wie gesagt: Eine Reaktion kam extrem zügig, das bin ich gar nicht gewohnt. Vermutlich war ich nicht der erste, der das wissen wollte:
Sehr geehrter Herr Holzhauer,
der Gesetzgeber will in diesem Fall bisher richterrechtlich – d.h. durch Auslegung des momentanen Textes des BuchPrG – geltendes Recht durch eine ausdrückliche gesetzliche Regelung ersetzen.
Dass der Gesetzgeber eine von der Rechtsprechung entwickelte Rechtslage nachträglich kodifiziert, ist durchaus häufig der Fall und dient u.a. einer höheren Rechtssicherheit. Im Text des Referentenentwurf des Bundeswirtschaftsministerium (PDF) wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass E‑Books bereits unter dem geltenden Recht als preisgebunden angesehen werden.
Sie können mit dieser Antwort gerne den Justiziar des Börsenvereins, Prof. Dr. Christian Sprang, zitieren.
Beste Grüße
Tatsächlich ist es nun aber so, dass es noch gar keine höchstrichterlichen Entscheidungen zu dem Thema gibt, mir ist kein Fall bekannt, der bis zum BGH oder weiter zum EuGH gegangen ist. Ich habe die Vermutung, dass man mit dieser Gesetzesänderung unerwünschten Urteilen zuvor kommen möchte.
Jauchzet und frohlocket, liebe Selfpublisher, denn der Buchreport ist euer Heiland. In seiner unermesslichen Güte räumt er euch und euren Büchern einen Platz in seinem Novitätenkatalog ein, der im Herbst als Printfassung aber auch online erscheinen soll. Damit möchte er euch »eine Brücke zum Buchhandel bauen«.
Zumindest schreibt man das in einem Newsartikel und geriert sich als großer Gönner der Indies. Na, wenn das nicht vortrefflich zum »Welttag des Buches« passt.
Klickt man dann mal auf »weitere Infos«, wird der wahre Grund für die großzügige Aufnahme der selbstpublizierten Werke in das Pamphlet deutlich: Abgreifen von Kohle.
Für einen normalen Bucheintrag soll der Selfpublisher 99 Euro in den Klingelbeutel des Gönners werfen, für einen »Premiumeintrag« werden bereits 149 Euro fällig. Dieser Premiumeintrag unterscheidet sich auf den ersten Blick durch eine geringfügig größere Ausdehnung und eine graue Hinterlegung des Textes. Na solch ein außerordentlicher gestalterischer Mehraufwand (der gegen Null tendiert) ist aber mal entspannt 50 Tacken wert! Und das sind auch nur »Einführungspreise«, um euch zu ködern. Später wirds vermutlich teurer.
Man kann da auch Werbung schalten und ist mit geradezu lächerlichen 880 Euro für eine Halbseite dabei. Da greift man doch sofort gern zu. Ob die beim Buchreport überhaupt auch nur ahnen, was durchschnittliche Selfpublisher abseits von Liebesschmonzetten-Millionärinnen an ihren Büchern verdienen?
Netter Versuch. Ihr »öffnet euch nicht den Selfpublishern«, ihr möchtet einfach nur ihr Geld. Denn auch wenn die Indie-Bücher im Katalog stehen, werden die Buchhändler sie trotzdem nicht bestellen und auch nicht verkaufen. In meinen Augen kann man seine Euros auch einfach centweise in den Gully rollen und hat mehr davon.
Screenshots von mir, Inhalte Copyright Harenberg Kommunikation Verlags- und Medien-GmbH & Co. KG
Den hatte ich auch noch nicht gezeigt: Der Trailer zu Warners Versuch, mit DC Comics an den Erfolg von Marvel anzuknüpfen. BATMAN V SUPERMAN – DAWN OF JUSTICE heißt der Film, in dem Ben Affleck erstmalig den Caped Crusader gibt und Henry Cavill zum zweiten Mal Cape und Spandex des Stählernen überstreift. Regie führt wie bei MAN OF STEEL Zack Snyder.
Ich bin gespannt. Merkwürdig finde ich allerdings, dass jetzt schon etliche selbsternannte Fachleute wissen, dass das alles eh nur sch…lecht werden kann. Und dann sind da die, die der Ansicht sind, das wäre ohnehin völliger Mumpitz, weil Batman ohnehin keine Chance gegen Superman hat. Wartet doch erstmal den Film ab, bevor ihr mault, ihr Flachpfeifen.
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Im Moment kommen die Trailer aber knüppeldicke und stakkatoartig. Zuerst Episode VII, dann SUPERMAN VS. BATMAN (den habe ich noch gar nicht gezeigt) und jetzt FANTASTIC FOUR, der neue Versuch mit Marvels Heldengruppe aus dem Hause Fox.
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