Erst als Kelly Marcel und Sue Smith ihr wunderbares Drehbuch SAVING MR. BANKS beendet hatten, wurden sie sich der eigentlichen Probleme bewusst. BBC-Films wollte den Film durchaus finanzieren, doch das Buch war so durchdacht, und so auf den Punkt, dass nicht einfach nur ein anderes Studio mitproduzieren konnte. Die skurrile Geschichte um Walt Disneys Erwerb der Filmrechte an der Buchreihe MARY POPPINS würde ein anderes Studio Unsummen an Lizenzvergaben, Genehmigungen und Rechtevergaben kosten. Nicht zu vergessen die Einspruchsrechte, die eine Produktion wie SAVING MR. BANKS behindern könnten. Schließlich wäre ein rivalisierendes Studio dabei, nicht nur einfach den Namen Disney als Marke zu benutzen, sondern auch die reale Figur Walt Disney, Dreharbeiten in Disneyland, Merchandising-Produkte, Musik aus Disney-Filmen und Ausschnitte aus einem ihrer erfolgreichsten Musicals. Der Film konnte also nur mit einem Studio realisiert werden, welches der Produktion dann absurderweise noch größere Stolpersteine in den Weg legen konnte. Letztendlich zeigte sich die Angst als unbegründet, und am Ende durfte Regisseur John Lee Hancock sogar andeuten, dass Mickeys Vater starker Raucher war. Was umso erstaunlicher ist, weil es der Über-Person Walt Disney einen nur allzu menschlichen Anstrich gibt, der ihn auch als extrem ausgefuchsten Geschäftsmann zeigt. Und Kindern ein gutes Vorbild sein, dazu zählt wohl auch die Abstinenz von Tabak, gehört zweifellos zu der Taktik eines ausgefuchsten Geschäftsmannes.
Der Domainname diezukunft.de ist natürlich schon mal ein Knüller – und man wundert sich, dass der noch frei war. Unter diezukunft.de startet die Bertelsmann-Tochter Random House, offenbar genauer der Heyne-Verlag, ein Portal, das sich ausschließlich mit Science Fiction in den verschiedensten Spielarten befasst. Verblüffenderweise beschränkt sich das durchaus nicht auf Literarisches, es geht auch um Filme, Fernsehserien, Gadgets, Comics, Wissenschaft und – ich traue meinen Augen kaum – Computer- und Konsolenspiele. Das ist man von der traditionell im Gestern gefangenen Buchbranche wahrlich nicht gewohnt.
Angesichts der Aussagen von Seiten gewisser Publikumsverlage, dass sich keine Sau mehr für SF interessiert und angesichts der Tatsache, dass in den Regalen der Buchhändler leider allzu oft in diesem Bereich gähnende Leere herrscht, bin ich nicht wenig erstaunt darüber, dass man die Science Fiction auf einmal wieder als Thema entdeckt.
»Die Zukunft« bietet zum Thema SF Nachrichten, Rezensionen, Essays, Videos und Kolumnen, darunter auch welche von namhaften Autoren wie beispielsweise Cory Doctorow.
Sieht man sich die Inhalte an, dann erscheinen diese auf den ersten Blick oft etwas verkopft, man bemüht sich gerade bei der Literatur in typisch deutscher Weise und oft niedlich verzweifelt anmutend, irgendeine nebulöse Art von »Anspruch« zu konstruieren.
Natürlich nicht bei den Games, da finde ich schenkelklopfend einen Artikel, dass STAR TREK ONLINE »an den Start geht«. Das mag die Redaktion vielleicht so sehen, tatsächlich läuft dieses Spiel bereits seit mehreren Jahren, genauer seit Anfang Februar 2010, diesen Fakt hätte man leicht recherchieren können. Auch inhaltlich hat man den Eindruck, dass der Verfasser des Artikels sich nicht so richtig mit dem Spiel auseinandergesetzt hat, denn der geht quasi nicht auf die Romulaner-Erweiterung ein, die etliche der geäußerten Kritikpunkte beseitigt. Und wenn er gleich zu Anfang schreibt, dass es kein STAR TREK-Spiel je zu großer Popularität schaffte, dann weiß man: der hat keine Ahnung. Das war jetzt zugegebenermaßen nur ein schneller erster Blick auf die Inhalte des Portals, ich werde mir das bei Gelegenheit nochmal genauer ansehen.
Selbstverständlich kann man Bücher, Comics, CDs und Hörbuch-Downloads auch gleich auf der Webseite in einem eigens dafür eingerichteten Shop erwerben. Laut Aussage der Betreiber finden sich in diesem Shop derzeit ungefähr 900 Artikel. Nur 900? Ja, eine schnelle Suche zeigte mir, dass man auf englischsprachige Angebote aus mir völlig unerfindlichen Gründen lieber mal komplett verzichtet hat.
Ich will jetzt nicht zu sehr über das Portal maulen. Die Idee an sich ist gut, aber bisher überzeugt mich die Artikelqualität insbesondere bei den Games nicht. Auch der Shop ist mit gerade mal 900 Artikel äußerst übersichtlich. Mal sehen, was daraus noch wird. Immerhin bemüht man sich, die SF in Deutschland wieder etwas populärer zu machen. Zumindest aus der Sicht der Buchbranche, anderswo ist sie ohnehin so populär wie nie.
CAPTAIN AMERICA: THE WINTER SOLDIER macht da weiter, wo AVENGERS aufgehört hat. Steve Rogers versucht seine Rolle in der modernen Welt zu finden. Er tut sich dabei mit Natasha Romanoff alias Black Widow zusammen, um einen undurchsichtigen aber mächtigen Feind in Washington D.C. zu bekämpfen.
Bei uns hat sich der Verleiher in seiner unendlichen Weisheit (facepalm) wieder mal entschlossen, einen englischen Titel durch einen anderen englischen Titel zu ersetzen, der Film kommt als CAPTAIN AMRICA 2: THE RETURN OF THE FIRST AVENGER in die Lichtspielhäuser.
Kinostart in Deutschland ist am 27. März 2014, in den USA erst am 4. April.
Dass es eine TV-Serie um den kettenrauchenden Detektiv CONSTANTINE nach den gleichnamigen Comics geben wird, war bereits bekannt. Jetzt hat NBC Details zur Besetzung nicht nur der Hauptfigur veröffentlicht.
Die Titelrolle wird vom britischen Schauspieler Matt Ryan übernommen. Fans der Comicreihe werden sich vermutlich darüber freuen, das der Schauspieler bisweilen dunkelblond ist. Er hatte bisher Gastauftritte in TUDORS und TORCHWOOD, sowie eine Hauptrolle in CRIMINAL MINDS: TEAM RED.
Die weibliche Hauptrolle im Piloten ging an Lucy Griffiths (TRUE BLOOD), weiterhin mit dabei sind Harold Perrineau (LOST) und Charles Halford (TRUE DETECTIVE).
Griffith spielt Liv, die feststellen muss, dass sie übernatürliche Fähigkeiten hat, das macht sie zu einer »idealen Gefährtin für Constantine«. Perrineau ist ein herrischer Engel, der den Auftrag hat, über Constantine zu wachen – zu diesem Zweck kann er bei Bedarf in Körper wechseln und sie übernehmen. Halford gibt Chas, Constantines besten Freund, der entdecken wird, ob er ebenfalls über besondere Fähigkeiten verfügt oder nicht. Wenn das schon so angekündigt wird, darf man einmal raten …
Das Drehbuch schreibt Daniel Cerone, der ist üblicherweise ausführender Produzent bei THE MENTALIST. Als Co-Autor steht ihm David S. Goyer (MAN OF STEEL) zur Seite. Ich bin schon sehr gespannt, ob sie ihm das im US-Fernsehen verpönte Rauchen abgewöhnen …
Bild: John Constantine auf dem Cover von HELLBLAZER VOL. 2 – THE DEVIL YOU KNOW, Copyright Vertigo
Sind found footage-Filme denn immer noch nicht durch? Man sollte annehmen, dass das brechreizerregende Handkameragewackel inzwischen keinen mehr hinter dem Ofen hervor lockt, aber Indie-Filmer scheinen nach wie vor der Ansicht zu sein, dass man solche Streifen machen darf.
Bei ALIEN ABDUCTION führt Matty Beckerman Regie, es spielen unter anderem Katherine Sigismund, Corey Eid, Jillian Clare, Peter Holden und Riley Polanski. Der Film basiert auf »wahren Begebenheiten« um die sogenannten »Brown Mountain Lights«.
ALIEN ABDUCTION wird am 4. April in den USA »in ausgewählten Kinos« starten und zudem via Video On Demand erhältlich sein.
Demnächst erscheint bei Voodoo Press der Grusel-Roman ISABELS FEUER von Donny Lynch.
Seit die junge Frau in den Mittelstand einer englischen Industriestadt erhoben wurde, führt sie ein gewöhnliches und belangloses Leben. Insgeheim sehnt sie sich danach, der Mittelpunkt von ‘Etwas’ zu sein, nichts, was bedeutsam und elementar wäre. Sie träumt davon, Spuren auf der Welt zu hinterlassen.
Ihr neuer Job als Haushälterin in der Grace-Villa ist kaum spannender, aber er erlaubt ihr, in der Nähe der Aristokraten zu weilen und die Gewohnheiten des mysteriösen Dr. Edward Grace zu beobachten. Fasziniert von den Erzählungen seiner Reisen nach Afrika, verfällt Isabel in eine turbulente Beziehung mit ihm, welche das dunkle Erbe der Grace-Familie offenbart, Geheimnisse enthüllt, auch wenn sie diese von sich fernhalten will.
ISABELS FEUER wird in der Reihe »Horror Abo« heraus gegeben, ist 300 Seiten stark und kostet 12,95 Euro. Das Ttielbild stammt von Michael Schubert, übersetzt wurde der Roman von Andreas Schiffmann. Bestellenkann man direkt beim Verlag oder über Amazon.
Normalerweise erwartet man heutzutage nicht mehr, dass etwas Innovatives im Spielebereich von einem der Major Player kommt. Deswegen war ich umso überraschter über PROJECT SPARK aus dem Hause Microsoft. Offenbar hat man sich diverse Indie-Games sehr genau angesehen und daraus ein durchaus interessant wirkendes neues Spiel gemacht. Oder eigentlich eher ein Meta-Spiel, denn so wie es aussieht, kann man damit Inhalte erstellen, die Dritte dann durchspielen können. Allerdings kennt man Microsoft, deswegen muss man sich die Frage stellen, wie die Handhabung der durch Dritte (die Nutzer) erstellten Inhalte ist. Man darf vermuten, dass es sich um ein geschlossenens System handeln wird, bei dem Microsoft die Rechte an den Kreationen der Spieler erhält und daraus Kohle ziehen will. Warten wir ab, wie es tatsächlich gehandhabt wird, aber es könnte Sinn machen, sich bei PROJECT SPARK mal die EULA genau durchzulesen.
Trotzdem gehe ich erst einmal positiv an die Sache heran. Wer ebenfalls testen möchte, ab sofort kann man sich für die Open Beta anmelden. Ich habe das soeben gemacht und werde berichten (falls es kein NDA gibt und das Spiel auch unter Windows 7 läuft, statt wie gemeldet nur unter 8). Mehr Informationen zu PROJECT SPARK auch in der Wikipedia.
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Neuer Monat, neuer Bücherbrief. Diesmal wurde Erik Schreibers monatliche Veröffentlichung angereichert mit einem Interview mit der südafrikanischen Autorin Lauren Beukes, bekannt beispielsweise durch SHINING GIRLS, einen Roman um einen zeitreisenden Serienkiller oder durch durch den Thriller ZOO CITY, in diesem geht es um Verbrechen, Magie und die Musikindustrie. Für letzteren erhielt sie 2011 den Arthur C. Clarke Award.
Ansonsten gibt´s natürlich wie immer haufenweise Buchbesprechungen der Werke deutscher und internationaler Autoren, sowie Comic-Rezensionen. Darunter finden sich: EIS & DAMPF, herausgegeben von Christian Vogt, Robert herbigs MORDE ERSTER KLASSE oder Stanislaw Lems ROBOTERMÄRCHEN.
DER PHANTASTISCHE BÜCHERBRIEF 604 liegt wie immer im PDF-Format vor und kann hier kostenlos herunter geladen werden.
Als ich neulich zufällig mal in einen TRANSFORMERS-Film reingezappt bin, hielt ich es da nicht lange aus. Ich bin ja Trash-Fan und auch zu einigen Konzessionen bereit, wenn es um Riesenroboter oder anderen Unfug geht (PACIFIC RIM fand ich großartig), aber bei Michael Bays filmischen Ergüssen um Spielzeugmecha habe ich regelmäßig den Eindruck, er hält mich entweder für vollblöd oder will mich verarschen.
Dennoch scheint das Ganze an den Kinokassen so erfolgreich zu sein, dass man einen Streifen nach dem anderen raushaut. Der neueste trägt den Titel TRANSFORMERS: AGE OF EXTINCTION. Vermutlich muss man die Handlung wieder ebenso unter dem Elektronenmikroskop suchen, wie Originalität. Dafür werden dumme Witze sicher erneut verstreut, wie es sonst nur der gut organisierte Narr mit seinen Kamelle tut … Und diesmal spielt auch noch Mark Wahlberg mit …
Kinostart ist bei uns am 17.07.2014, in den USA bereits am 27. Juni.
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Ich war zugegebenermaßen erst einmal ein wenig euphorisch, als ich las, dass Amazon für Prime-Kunden einen Video-Streaming-Zugang freischaltet, der Zugriff auf haufenweise Filme und Serien ermöglichen würde. 49 Euro sollte das im Jahr kosten, das sind gerade mal 20 Euro mehr für ein angeblich zum bisherigen Angebot erweitertes Lovefilm-Konto, also für ungefähr 1,67 Euro im Monat beliebig Video On Demand.
Als ich das dann tatsächlich zu nutzen versuchte, legte sich die Euphorie allerdings schnell.
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