Ich muss mir wieÂder mal an den Kopf fasÂsen, ob einer erneut vollÂanaÂloÂgen, rĂĽckÂwärtsÂgeÂwandÂten BranÂche.
Da macht RanÂdom House alles richÂtig, indem die VerÂlagsÂgrupÂpe ankĂĽnÂdigt, dass es ab 2019 fĂĽr keiÂne ihrer 40 MarÂken mehr eine gedruckÂte BuchÂvorÂschau geben wird. Was das an MenÂgen von PapierÂmĂĽll einÂspart, kann man sich bei der GröÂĂźe des AnbieÂters grob vorÂstelÂlen. Und letztÂendÂlich ist es ja auch völÂlig sinnÂvoll, solÂches WerÂbeÂmaÂteÂriÂal nachÂhalÂtiÂger anzuÂbieÂten, also beiÂspielsÂweiÂse auf BildÂschirÂmen. Es mĂĽsÂsen dann keiÂne BäuÂme mehr fĂĽr ProÂspekÂte abgeÂholzt werÂden, vom WasÂserÂverÂbrauch, der bei der PapierÂherÂstelÂlung entÂsteht, noch gar nicht gesproÂchen. Alles in allem also aus Umwelt-Sicht eine ganz granÂdioÂse Sache. Und selbstÂverÂständÂlich spart das auch der VerÂlagsÂgrupÂpe Geld: fĂĽr den Druck ebenÂso wie fĂĽr den VerÂsand, aber fĂĽr mich steÂhen die posiÂtiÂven AspekÂte in Sachen Umwelt im VorÂderÂgrund. Ich perÂsönÂlich bin schon lanÂge dafĂĽr, dass ĂĽberÂflĂĽsÂsiÂge WerÂbeÂblätÂter in jegÂliÂcher Form, die in meiÂnen Augen eine ĂĽble ResÂsourÂcenÂverÂschwenÂdung darÂstelÂlen, verÂboÂten werÂden, und nur noch elekÂtroÂnisch angeÂboÂten werÂden dĂĽrfÂten. DasÂselÂbe sage ich ĂĽbriÂgens zu TagesÂzeiÂtunÂgen, es kann doch nicht angeÂhen, dass dafĂĽr Papier verÂschwenÂdet wird, dass man die BlätÂter liest und dann sofort wegÂwirft.
Was dann pasÂsiert ist angeÂsichts dieÂser BranÂche nicht unerÂwarÂtet: Die BuchÂhändÂler fanÂgen an zu mauÂlen. Im RahÂmen einer (verÂmutÂlich eher nicht repräÂsenÂtaÂtiÂven) UmfraÂge beim BuchÂreÂport finÂden 73% der TotÂholzÂtemÂpel-BesitÂzer das doof. ErnstÂhaft.
Das darf doch alles gar nicht wahr sein. Kann die bitÂte mal jemand ins 21. JahrÂhunÂdert hieÂven? DanÂke.
Kurz vor der BuchÂmesÂse kamen RanÂdom House (einer der größÂten VerÂlaÂge weltÂweit) und Books on Demand, kurz BoD, damit aus der HöhÂle, dass sie einen »Self-PubliÂshing-VerÂlag« gegrĂĽnÂdet haben. Mal abgeÂseÂhen davon, dass es drinÂgend nötig erscheint, denen naheÂzuÂbrinÂgen, dass die WorÂte »SelfÂpuÂbliÂshing« und »VerÂlag« nun mal per DefiÂniÂtiÂon nicht zusamÂmen pasÂsen, erscheint das in meiÂnen Augen als noch ein VerÂsuch der etaÂblierÂten BranÂche, an SelfÂpuÂblishern mitÂzuÂverÂdieÂnen. Und um erfolgÂreiÂche SelbstÂverÂöfÂfentÂliÂcher fĂĽr eigeÂne VerÂlaÂge abzuÂgreiÂfen. Ein schnelÂler Blick auf die SeiÂte bestäÂtigt beiÂdes meiÂner Ansicht nach auch.
Zuerst zu VorÂteiÂlen: Bereits beim kosÂtenÂloÂsen Paket erhält man eine ISBN fĂĽr sein eBook und »interÂnaÂtioÂnaÂlen Online-VerÂtrieb«. Details zu letzÂteÂrem habe ich auf der SeiÂte auch nach länÂgeÂrem KliÂcken verÂgebÂlich gesucht. OffenÂbar ist es zwinÂgend, sich anzuÂmelÂden, um einen AutorenÂverÂtrag oder BuchÂverÂtrag einÂseÂhen zu könÂnen. TransÂpaÂrent geht anders, alle dieÂse RahÂmenÂbeÂdinÂgunÂgen sollÂten bereits vor einer AnmelÂdung einÂsehÂbar sein, wie beiÂspielsÂweiÂse bei AmaÂzon. Ich verÂsteÂhe offen gesagt nicht, was dieÂse GeheimÂnisÂtueÂrei soll – auĂźer vielÂleicht dass sie darÂin begrĂĽnÂdet ist, dass es sich eben um VerÂlagsÂbranÂchenÂdiÂnoÂsauÂriÂer hanÂdelt, die solÂche GeheimÂnisÂkräÂmeÂrei vielÂleicht ganz norÂmal finÂden.
Sehen wir uns den BuchÂkalÂkuÂlaÂtor an, dann komÂmen wir auf TanÂtieÂmen fĂĽr den Autor, die in ähnÂliÂchen GröÂĂźenÂordÂnunÂgen wie bei CreateSpace/​Amazon lieÂgen (leicht darÂunÂter). Das ginÂge wohl noch in OrdÂnung, insÂbeÂsonÂdeÂre, wenn man betrachÂtet, dass die PrintÂbĂĽÂcher (angeÂboÂten werÂden TaschenÂbuch, HardÂcoÂver, HardÂcoÂver mit FadenÂbinÂdung, RingÂbuch und BookÂlet) angebÂlich in BuchÂhandÂlunÂgen bestellÂbar sein solÂlen. Ob das tatÂsächÂlich funkÂtioÂniert, wird die Zukunft zeiÂgen, ich halÂte es allerÂdings aufÂgrund der beiÂden FirÂmen im HinÂterÂgrund fĂĽr durchÂaus wahrÂscheinÂlich.
GroÂtesk wird es dann aber, wenn es um die PreiÂse fĂĽr AutorenÂexÂemÂplaÂre geht. Ein BeiÂspiel.
Ein TaschenÂbuch in 12 x 19 cm, matÂter LamiÂnieÂrung, Papier cremeÂweiĂź 90g, 268 SeiÂten. VerÂkauft man das fĂĽr 9,99 Euro (ein recht angeÂmesÂseÂner Preis), komÂmen beim Autor geraÂde mal popÂliÂge 1,02 Euro an (knapp 11 ProÂzent). Bei AmaÂzon sind das ca. 70 Cent mehr. NatĂĽrÂlich kann man mehr einÂnehÂmen, wenn man den Preis erhöht, aber da muss man ja geraÂde als SelfÂpuÂblisher vorÂsichÂtig sein und eng kalÂkuÂlieÂren, was die Leser zu zahÂlen bereit sind.
WollÂte man dieÂses Buch fĂĽr sich als AutorenÂexÂemÂplar bestelÂlen, kosÂtet das – und ich kann es nicht anders ausÂdrĂĽÂcken – wegeÂlaÂgeÂriÂsche 8,71 Euro netÂto, 9,32 Euro brutÂto, wenn man bis zu 24 StĂĽck ordert. Bis 50 sinkt der Preis auf 7,56 netÂto /​ 8,09 brutÂto. ZuzĂĽgÂlich VerÂsandÂkosÂten. AngeÂsichts dieÂser völÂlig inakÂzepÂtaÂblen PreiÂse muss ich mich fraÂgen, was fĂĽr DroÂgen die nehÂmen.
Bei CreaÂtespace kosÂtet mich ein Buch auch bei gerinÂgen AufÂlaÂgen ca. knapp 5 Euro inkluÂsiÂve ExpeÂdiÂted-VerÂsand aus den USA. LasÂse ich bei BooksÂfacÂtoÂry druÂcken (MinÂdestÂbeÂstellÂwert 50 Euro), kosÂtet mich ein solÂches Buch in Top-QuaÂliÂtät 3,50 Euro inkl. USt und VerÂsand. Ja, ich weiĂź, die verÂtreiÂben die BĂĽcher im BuchÂhanÂdel, aber denÂnoch ist zum einen die MarÂge viel zu gering (sie wolÂlen fĂĽr ein PrintÂbuchÂpaÂket ja auch noch einen EinÂstiegsÂpreis von 39 Euro – bis zum 21.12.2015, dann wird das verÂmutÂlich teuÂrer), zum andeÂren ist der Preis fĂĽr die AutorenÂexÂemÂplaÂre nichts andeÂres als unverÂschämt. Print On Demand ist BoDs KernÂgeÂschäft. Wenn die tatÂsächÂlich keiÂne besÂseÂren KonÂdiÂtioÂnen bieÂten könÂnen, riecht das fĂĽr mich nach AbzoÂcke.
Komisch wird es dann nochÂmal bei den zu PrintÂbĂĽÂchern vorÂgeÂschlaÂgeÂnen eBook-PreiÂsen, die sich an den MondÂpreiÂsen fĂĽr elekÂtroÂniÂsche BĂĽcher der deutÂschen VerÂlagsÂbranÂche oriÂenÂtieÂren und die fĂĽr SelfÂpuÂblisher völÂlig utoÂpisch sind. Die PreiÂse kann man allerÂdings deutÂlich verÂrinÂgern und erhält dann immer noch ganz brauchÂbaÂre ErlöÂse, die allerÂdings deutÂlich unter denen lieÂgen, die AmaÂzon zahlt. Bei dem RechenÂbeiÂspiel oben sagt der BuchÂkalÂkuÂlaÂtor einen VerÂkaufsÂpreis von 6,99 Euro an, dabei wäre die eBook-NetÂtoÂmarÂge 2,67 Euro, verÂrinÂgert man den Preis auf 3,49 Euro bleibt eine NetÂtoÂmarÂge von geraÂde mal 1,33 Euro. SollÂte das eBook fĂĽr null Euro EinÂstiegsÂpauÂschaÂle damit tatÂsächÂlich in allen BranÂchenÂshops zu finÂden sein, könnÂte man darÂĂĽber tatÂsächÂlich mal nachÂdenÂken, aber das kann nur die Zukunft zeiÂgen. AngeÂprieÂsen wird:
Sie werÂden in allen releÂvanÂten BuchÂhandÂlunÂgen und Online-Shops wie AmaÂzon, Apple iBooks, ToliÂno, GoogÂle Play, ThaÂlia und HugenÂduÂbel gelisÂtet.
Aber was genau bedeuÂtet in dieÂsem ZusamÂmenÂhang das Wort »releÂvant«?
BedenÂken sollÂte man bei den PreiÂsen, dass keiÂnerÂlei WerÂbung oder MarÂkeÂting mit den PakeÂten und den pro VerÂkauf einÂbeÂhalÂteÂnen GebĂĽhÂren einÂher gehen. Das muss man als SelfÂpuÂblisher immer noch selÂber machen.
Soweit ein kurÂzer EinÂblick, vielÂleicht tesÂte ich das bei vorÂhanÂdeÂner Zeit mal intenÂsiÂver, auch weil ich mir die geprieÂseÂnen Online-EdiÂtoÂren fĂĽr InhalÂte und insÂbeÂsonÂdeÂre auch die VerÂträÂge anseÂhen möchÂte, aber meiÂner MeiÂnung nach hanÂdelt es sich um eine weiÂteÂre MogelÂpaÂckung der VerÂlagsÂbranÂche, um an SelfÂpuÂblishern mitÂzuÂverÂdieÂnen.
Wenn man das als SelfÂpuÂblisher tatÂsächÂlich tesÂten will, sollÂte man in ErwäÂgung zieÂhen, die AutorenÂexÂemÂplaÂre einÂfach bei einem andeÂren AnbieÂter wie beiÂspielsÂweiÂse BooksÂfacÂtoÂry deutÂlich gĂĽnsÂtiÂger druÂcken zu lasÂsen; wenn man tatÂsächÂlich weiÂtestÂgeÂhend alle RechÂte behält, wie das auf der SeiÂte meiÂner Ansicht nach sugÂgeÂriert wird, mĂĽssÂte das verÂtragÂlich geseÂhen proÂblemÂlos mögÂlich sein.
Logo TwenÂtyÂsix und ScreenÂshot CoypÂright VerÂlagsÂgrupÂpe RanÂdom House GmbH
Als letzÂte der groÂĂźen VerÂlagsÂgrupÂpen in DeutschÂland schafft das zu BerÂtelsÂmann gehöÂrenÂde RanÂdom House die kunÂdenÂunÂfreundÂliÂche UnverÂschämtÂheit AdoÂbe DRM ab und setzt ab dem 1. OktoÂber ausÂschlieĂźÂlich auf sofÂtes DRM, also WasÂserÂzeiÂchen. VorÂanÂgeÂganÂgen waren Ende Juni BonÂnier, kurz darÂauf HoltzÂbrinck.
FĂĽr den KunÂden ist das natĂĽrÂlich eine groĂźÂarÂtiÂge Sache, AdoÂbe dĂĽrfÂte verÂmutÂlich weniÂger fröhÂlich sein, das stört mich allerÂdings nicht die BohÂne, das VerÂfahÂren war unausÂgeÂreift, äuĂźerst unerÂgoÂnoÂmisch und in der VerÂganÂgenÂheit gab es FehÂler, die dazu fĂĽhrÂten, dass man rechtÂmäÂĂźig erworÂbeÂne eBooks (zeitÂweiÂlig) nicht mehr lesen konnÂte.
Damit sind allerÂdings nicht alle ProÂbleÂme vorÂbei, denn nach wie vor gibt es Soft-DRM, die BĂĽcher werÂden also mit sogeÂnannÂten WasÂserÂzeiÂchen gekennÂzeichÂnet. Wenn solÂcherÂart einÂdeuÂtig den KunÂden zuzuÂordÂnenÂde eBooks geklaut werÂden (man kann sich Viren vorÂstelÂlen, die den RechÂner gezielt nach eBooks durchÂsuÂchen und dieÂse irgendÂwo hochÂlaÂden) und beiÂspielsÂweiÂse auf TauschÂbörÂsen oder einÂschläÂgiÂgen WebÂseiÂten angeÂboÂten werÂden, kann das fĂĽr den KunÂden zu ProÂbleÂmen fĂĽhÂren. Denn RanÂdom House will mit der einÂschläÂgig berĂĽchÂtigÂten KanzÂlei WalÂdorf & FromÂmer verÂstärkt gegen UrheÂberÂrechtsÂverÂletÂzunÂgen vorÂgeÂhen. Ich bin schon sehr auf die ersÂten GerichtsÂverÂfahÂren gespannt, wenn man nachÂweiÂsen will, wer konÂkret das Zeug irgendÂwo hochÂgeÂlaÂden hat. Ein solÂcher NachÂweis dĂĽrfÂte nämÂlich abseits von TauschÂbörÂsen naheÂzu unmögÂlich sein. Und: Wer garanÂtiert mir, dass die Soft-DRM-VerÂfahÂren fehÂlerÂfrei sind? KönÂnen gleiÂche SchlĂĽsÂsel mehrÂfach verÂgeÂben werÂden? Das lässt sich nur ermesÂsen, wenn die VerÂfahÂren offen gelegt werÂden, das werÂden die VerÂlaÂge nicht wolÂlen. Auch das wird sicherÂlich in der Zukunft GerichÂte beschäfÂtiÂgen.
FĂĽr NutÂzer von AmaÂzons KindÂle ist das eine gute NachÂricht, denn wenn harÂtes DRM fehlt, kann man ePubs andeÂrer AnbieÂter mitÂtels der SoftÂware CalibÂre völÂlig proÂblemÂlos in ein ForÂmat wanÂdeln, das der eReaÂder der AmeÂriÂkaÂner darÂstelÂlen kann, man wird somit ein klein wenig unabÂhänÂgiÂger vom geschlosÂseÂnen AmaÂzon-Ă–koÂsysÂtem. AufÂgrund der unzeitÂgeÂmäÂĂźen BuchÂpreisÂbinÂdung wäre das allerÂdings nur interÂesÂsant, wenn man fremdÂspraÂchiÂge BĂĽcher lesen möchÂte – und die sind ohneÂhin bei AmaÂzon um LänÂgen gĂĽnsÂtiÂger als bei den andeÂren AnbieÂtern in DeutschÂland. Ich bezweifÂle allerÂdings, dass das DRM-UmdenÂken aller groÂĂźen deutÂschen VerÂlaÂge den OnlineÂhändÂler dazu bringt, ebeÂfalls auf KopierÂschutz zu verÂzichÂten, insÂbeÂsonÂdeÂre, da der KunÂde gar nichts davon bemerkt.
Die RanÂdom House-PresÂseÂmitÂteiÂlung im VollÂtext:
VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE SETZT AUF SOFT-DRM
Die VerÂlagsÂgrupÂpe RanÂdom House verÂöfÂfentÂlicht seit mehr als 15 JahÂren digiÂtaÂle AusÂgaÂben der BĂĽcher ihrer AutorinÂnen und Autoren. Um die HandÂhaÂbung von E‑Books zu verÂeinÂfaÂchen und den Markt weiÂterÂhin dynaÂmisch zu entÂwiÂckeln, ermögÂlicht die VerÂlagsÂgrupÂpe ihren VerÂtriebsÂpartÂnern ab 1. OktoÂber, E‑Books auch mit Soft-DRM anzuÂbieÂten.
DRM hat sich als MarktÂstanÂdard bei der AusÂlieÂfeÂrung von E‑Book-DateiÂen etaÂbliert. BisÂlang wurÂde der Zugriff mit HilÂfe von „harÂtem“ DigiÂtal Rights ManageÂment (DRM) konÂtrolÂliert. Auch wenn dieÂse Art des KopierÂschutÂzes innerÂhalb der PlattÂforÂmen einiÂger AnbieÂter gut funkÂtioÂniert, gibt es auch SysÂteÂme und SituaÂtioÂnen, die den Leser stark einÂschränÂken. Mit der UmstelÂlung auf Soft-DRM könÂnen Leser E‑Books noch einÂfaÂcher auf allen PlattÂforÂmen und EndÂgeÂräÂten lesen und ihre perÂsönÂliÂche E‑Book-BiblioÂthek verÂwalÂten.
GleichÂzeiÂtig wird auch durch Soft-DRM ein sinnÂvolÂler Schutz vor MissÂbrauch gewährÂleisÂtet, da sich der Weg von E‑Books mitÂtels MarÂkieÂrunÂgen wie z. B. digiÂtaÂlen WasÂserÂzeiÂchen zurĂĽckÂverÂfolÂgen lässt. Mit HilÂfe solÂcher und weiÂteÂrer MaĂźÂnahÂmen wird die VerÂlagsÂgrupÂpe auch kĂĽnfÂtig die WerÂke ihrer AutorinÂnen und Autoren vor MissÂbrauch schĂĽtÂzen und aktiv gegen UrheÂberÂrechtsÂverÂstöÂĂźe vorÂgeÂhen.
„Wir wolÂlen das InterÂesÂse am digiÂtaÂlen Lesen weiÂter förÂdern und es Lesern mögÂlichst einÂfach machen, E‑Books zu lesen. Der VerÂzicht auf harÂtes DRM erleichÂtert Lesern und VerÂtriebsÂpartÂnern den Umgang mit E‑Book-DateiÂen, erhöht die KunÂdenÂzuÂfrieÂdenÂheit und reduÂziert KomÂpleÂxiÂtät. GleichÂzeiÂtig könÂnen auch HändÂler und PlattÂforÂmen belieÂfert werÂden, die kein harÂtes DRM anbieÂten. Mit der UmstelÂlung auf Soft-DRM schlieÂĂźen wir uns auch einem immer breiÂter werÂdenÂden BranÂchenÂkonÂsens an, mit dem Ziel den digiÂtaÂlen Markt in DeutschÂland konÂtiÂnuÂierÂlich weiÂterÂzuÂentÂwiÂckeln“, so Dr. Frank SamÂbeth, CEO der VerÂlagsÂgrupÂpe RanÂdom House. Die VerÂlagsÂgrupÂpe RanÂdom House ist ein UnterÂnehÂmensÂbeÂreich der BerÂtelsÂmann SE & Co. KGaA.
Zu den 45 VerÂlaÂgen der VerÂlagsÂgrupÂpe RanÂdom House in DeutschÂland zähÂlen u.a. BlanÂvaÂlet,
C. BerÂtelsÂmann, DVA, GoldÂmann, HeyÂne, LuchÂterÂhand und SiedÂler
Der DomainÂnaÂme die​zu​kunft​.de ist natĂĽrÂlich schon mal ein KnĂĽlÂler – und man wunÂdert sich, dass der noch frei war. Unter die​zu​kunft​.de starÂtet die BerÂtelsÂmann-TochÂter RanÂdom House, offenÂbar genauÂer der HeyÂne-VerÂlag, ein PorÂtal, das sich ausÂschlieĂźÂlich mit SciÂence FicÂtion in den verÂschieÂdensÂten SpielÂarÂten befasst. VerÂblĂĽfÂfenÂderÂweiÂse beschränkt sich das durchÂaus nicht auf LiteÂraÂriÂsches, es geht auch um FilÂme, FernÂsehÂseÂriÂen, GadÂgets, Comics, WisÂsenÂschaft und – ich traue meiÂnen Augen kaum – ComÂpuÂter- und KonÂsoÂlenÂspieÂle. Das ist man von der traÂdiÂtioÂnell im GesÂtern gefanÂgeÂnen BuchÂbranÂche wahrÂlich nicht gewohnt.
AngeÂsichts der AusÂsaÂgen von SeiÂten gewisÂser PubliÂkumsÂverÂlaÂge, dass sich keiÂne Sau mehr fĂĽr SF interÂesÂsiert und angeÂsichts der TatÂsaÂche, dass in den RegaÂlen der BuchÂhändÂler leiÂder allÂzu oft in dieÂsem Bereich gähÂnenÂde LeeÂre herrscht, bin ich nicht wenig erstaunt darÂĂĽber, dass man die SciÂence FicÂtion auf einÂmal wieÂder als TheÂma entÂdeckt.
»Die Zukunft« bieÂtet zum TheÂma SF NachÂrichÂten, RezenÂsioÂnen, Essays, VideÂos und KolumÂnen, darÂunÂter auch welÂche von namÂhafÂten Autoren wie beiÂspielsÂweiÂse Cory DocÂtoÂrow.
Sieht man sich die InhalÂte an, dann erscheiÂnen dieÂse auf den ersÂten Blick oft etwas verÂkopft, man bemĂĽht sich geraÂde bei der LiteÂraÂtur in typisch deutÂscher WeiÂse und oft niedÂlich verÂzweiÂfelt anmuÂtend, irgendÂeiÂne nebuÂlöÂse Art von »Anspruch« zu konÂstruÂieÂren.
NatĂĽrÂlich nicht bei den Games, da finÂde ich schenÂkelÂklopÂfend einen ArtiÂkel, dass STAR TREK ONLINE »an den Start geht«. Das mag die RedakÂtiÂon vielÂleicht so sehen, tatÂsächÂlich läuft dieÂses Spiel bereits seit mehÂreÂren JahÂren, genauÂer seit Anfang FebruÂar 2010, dieÂsen Fakt hätÂte man leicht recherÂchieÂren könÂnen. Auch inhaltÂlich hat man den EinÂdruck, dass der VerÂfasÂser des ArtiÂkels sich nicht so richÂtig mit dem Spiel ausÂeinÂanÂderÂgeÂsetzt hat, denn der geht quaÂsi nicht auf die RomuÂlaÂner-ErweiÂteÂrung ein, die etliÂche der geäuÂĂźerÂten KriÂtikÂpunkÂte beseiÂtigt. Und wenn er gleich zu Anfang schreibt, dass es kein STAR TREK-Spiel je zu groÂĂźer PopuÂlaÂriÂtät schaffÂte, dann weiĂź man: der hat keiÂne Ahnung. Das war jetzt zugeÂgeÂbeÂnerÂmaÂĂźen nur ein schnelÂler ersÂter Blick auf die InhalÂte des PorÂtals, ich werÂde mir das bei GeleÂgenÂheit nochÂmal genauÂer anseÂhen.
SelbstÂverÂständÂlich kann man BĂĽcher, Comics, CDs und HörÂbuch-DownÂloads auch gleich auf der WebÂseiÂte in einem eigens dafĂĽr einÂgeÂrichÂteÂten Shop erwerÂben. Laut AusÂsaÂge der BetreiÂber finÂden sich in dieÂsem Shop derÂzeit ungeÂfähr 900 ArtiÂkel. Nur 900? Ja, eine schnelÂle Suche zeigÂte mir, dass man auf engÂlischÂspraÂchiÂge AngeÂboÂte aus mir völÂlig unerÂfindÂliÂchen GrĂĽnÂden lieÂber mal komÂplett verÂzichÂtet hat.
Ich will jetzt nicht zu sehr ĂĽber das PorÂtal mauÂlen. Die Idee an sich ist gut, aber bisÂher ĂĽberÂzeugt mich die ArtiÂkelÂquaÂliÂtät insÂbeÂsonÂdeÂre bei den Games nicht. Auch der Shop ist mit geraÂde mal 900 ArtiÂkel äuĂźerst ĂĽberÂsichtÂlich. Mal sehen, was darÂaus noch wird. ImmerÂhin bemĂĽht man sich, die SF in DeutschÂland wieÂder etwas popuÂläÂrer zu machen. ZuminÂdest aus der Sicht der BuchÂbranÂche, andersÂwo ist sie ohneÂhin so popuÂlär wie nie.
Alan Dean FosÂter gehört defiÂniÂtiv zu meiÂnen LiebÂlingsÂauÂtoren. SeiÂne AbenÂteuÂer um Flinx und seiÂnen MiniÂdrach Pip habe ich ebenÂso verÂschlunÂgen wie andeÂre AbenÂteuÂer aus dem Humanx-UniÂverÂsum, besonÂders blieb mir hier NOR CRYSTAL TEARS (dt. AUCH KEINE TRĂ„NEN AUS KRISTALL) im GedächtÂnis, eine brilÂliÂanÂte ErzähÂlung, die berichÂtet, wie die MenÂschen und die insekÂtoÂiden Thranx trotz erhebÂliÂcher SchwieÂrigÂkeiÂten zu einem sich perÂfekt ergänÂzenÂden SterÂnenÂbund (dem Humanx-ComÂmonÂwealth) werÂden konnÂten. UnbeÂdingt zu erwähÂnen ist selbstÂverÂständÂlich MIDWORLD (DIE DENKENDEN WĂ„LDER), ein Ă–koÂloÂgie-Roman ohne erhoÂbeÂnen ZeiÂgeÂfinÂger. Aber auch RomaÂne abseits dieÂses HinÂterÂgrunds sind immer wieÂder äuĂźerst lesÂbar, zudem hat er diverÂse RomaÂne und StoÂries zu FilÂmen (ALIEN, RIDDICK, TRANSFORMERS) und FernÂsehÂseÂriÂen (STAR TREK LOGS) verÂfasst. Doch genug der SchwärÂmeÂrei.
Jetzt ist ein neuÂes Buch erschieÂnen, es trägt den Titel BODY, INC. und befasst sich mit geneÂtiÂschen ManiÂpuÂlaÂtioÂnen (KlapÂpenÂtext, ĂśberÂsetÂzung von mir):
BODY, INC. erschien Ende März bei RanÂdom House, als Trade PaperÂback kosÂtet der Roman ca. 11,00 Euro, als eBook ca. 7,50 Euro. BODY, INC. ist der zweiÂte Roman der TRIPPING POINT-TriÂloÂgie, Band eins erschien unter dem Titel THE HUMAN BLEND im NovemÂber 2011.
UnfassÂbar, der ersÂte Band ist völÂlig an mir vorÂbei geganÂgen, wofĂĽr bezieÂhe ich eigentÂlich den RanÂdom House-NewsÂletÂter? ;o) Sieht so aus, als mĂĽssÂte ich das AufÂhoÂlen bei PERRY RHODAN unterÂbreÂchen, um die beiÂden neuÂen FosÂters zu lesen.
LucasÂfilm und RanÂdom House haben heuÂte bekannt gegeÂben, dass am 28. Juni 2011 alle STAR WARS-RomaÂne, die in den letzÂten 30 JahÂren unter den Labels Del Rey und BanÂtam SpecÂtra verÂöfÂfentÂlicht wurÂden, als eBooks verÂfĂĽgÂbar gemacht werÂden. NochÂmal deutÂlich: alle auf einÂmal!
Damit werÂden ĂĽber hunÂdert bereits erschieÂneÂne RomaÂne erstÂmaÂlig als eBooks bereit gestellt, zusätzÂlich solÂlen selbstÂverÂständÂlich auch alle noch folÂgenÂden BĂĽcher als digiÂtaÂle VerÂsioÂnen erscheiÂnen. Ca. 30 aktuÂelÂle Titel sind bereits als eBooks erhältÂlich.
ZusätzÂlich zum oriÂgiÂnaÂlen Inhalt werÂden alle RomaÂne am Ende zusätzÂliÂche InforÂmaÂtioÂnen entÂhalÂten:
eine aktuaÂliÂsierÂte ZeitÂliÂne der STAR WARS RomaÂne
eine EinÂfĂĽhÂrung in die sechs STAR WARS-Ă„ren: die Alte RepuÂblik, AufÂstieg des ImpeÂriÂums, RebelÂliÂon, die Neue RepuÂblik, der neue Jedi-Orden und VerÂmächtÂnis.
Ăśber ein halÂbes DutÂzend LeseÂproÂben aus einiÂgen der beliebÂtesÂten STAR WARS-RomaÂne der letzÂten 30 JahÂre
WorÂĂĽber sich die ErkläÂrung auf star​wars​.com allerÂdings leiÂder ausÂschweigt sind ForÂmaÂte und PreiÂse…
JonaÂthan Strouds Djinn BarÂtiÂmäÂus hat in BuchÂform bereits mehÂreÂre InkarÂnaÂtioÂnen hinÂter sich gebracht, nun gibt es ihn auch als Comic. Und sogar in deutÂscher SpraÂche. In den USA erschien die GraÂphic Novel BarÂtiÂmäÂus – The AmuÂlet of SamarÂkand bei HypeÂriÂon US, bei uns wurÂde er von der RanÂdom House-TochÂter CBJ unter dem naheÂlieÂgenÂden Titel BarÂtiÂmäÂus – Das AmuÂlett von SamarÂkand herÂaus gebracht.
Die IllusÂtraÂtioÂnen zeichÂneÂte Lee SulÂliÂvan, fĂĽr die deutÂsche ĂśberÂsetÂzung waren KathaÂriÂna OrgaĂź und Gerald Jung verÂantÂwortÂlich; das PaperÂback in KlapÂpenÂbroÂschur umfasst 144 SeiÂten in 17,0 x 24,0 cm. Um in den Besitz der VierÂfarbÂvaÂriÂanÂte der AbenÂteuÂer des DämoÂnen zu gelanÂgen, muss man 12,99 Euro auf den echÂten oder virÂtuÂelÂlen TreÂsen blätÂtern (in Ă–sterÂreich EUR 13,40, in der Schweiz CHF 21,90).
Es dĂĽrfÂte davon ausÂgeÂganÂgen werÂden, dass zuminÂdest die beiÂden weiÂteÂren TeiÂle der TriÂloÂgie folÂgen werÂden, falls der ersÂte nicht in den RegaÂlen verÂsauÂert… :)
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Cover BarÂtiÂmäÂus – Das AmuÂlett von SamarÂkand CopyÂright 2011 CBJ, erhältÂlich beiÂspielsÂweiÂse bei AmaÂzon
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