Random House – Bertelsmann: eBooks ohne Adobe DRM

FĂĽr den KunÂden ist das natĂĽrÂlich eine groĂźÂarÂtiÂge Sache, AdoÂbe dĂĽrfÂte verÂmutÂlich weniÂger fröhÂlich sein, das stört mich allerÂdings nicht die BohÂne, das VerÂfahÂren war unausÂgeÂreift, äuĂźerst unerÂgoÂnoÂmisch und in der VerÂganÂgenÂheit gab es FehÂler, die dazu fĂĽhrÂten, dass man rechtÂmäÂĂźig erworÂbeÂne eBooks (zeitÂweiÂlig) nicht mehr lesen konnÂte.
Damit sind allerÂdings nicht alle ProÂbleÂme vorÂbei, denn nach wie vor gibt es Soft-DRM, die BĂĽcher werÂden also mit sogeÂnannÂten WasÂserÂzeiÂchen gekennÂzeichÂnet. Wenn solÂcherÂart einÂdeuÂtig den KunÂden zuzuÂordÂnenÂde eBooks geklaut werÂden (man kann sich Viren vorÂstelÂlen, die den RechÂner gezielt nach eBooks durchÂsuÂchen und dieÂse irgendÂwo hochÂlaÂden) und beiÂspielsÂweiÂse auf TauschÂbörÂsen oder einÂschläÂgiÂgen WebÂseiÂten angeÂboÂten werÂden, kann das fĂĽr den KunÂden zu ProÂbleÂmen fĂĽhÂren. Denn RanÂdom House will mit der einÂschläÂgig berĂĽchÂtigÂten KanzÂlei WalÂdorf & FromÂmer verÂstärkt gegen UrheÂberÂrechtsÂverÂletÂzunÂgen vorÂgeÂhen. Ich bin schon sehr auf die ersÂten GerichtsÂverÂfahÂren gespannt, wenn man nachÂweiÂsen will, wer konÂkret das Zeug irgendÂwo hochÂgeÂlaÂden hat. Ein solÂcher NachÂweis dĂĽrfÂte nämÂlich abseits von TauschÂbörÂsen naheÂzu unmögÂlich sein. Und: Wer garanÂtiert mir, dass die Soft-DRM-VerÂfahÂren fehÂlerÂfrei sind? KönÂnen gleiÂche SchlĂĽsÂsel mehrÂfach verÂgeÂben werÂden? Das lässt sich nur ermesÂsen, wenn die VerÂfahÂren offen gelegt werÂden, das werÂden die VerÂlaÂge nicht wolÂlen. Auch das wird sicherÂlich in der Zukunft GerichÂte beschäfÂtiÂgen.
FĂĽr NutÂzer von AmaÂzons KindÂle ist das eine gute NachÂricht, denn wenn harÂtes DRM fehlt, kann man ePubs andeÂrer AnbieÂter mitÂtels der SoftÂware CalibÂre völÂlig proÂblemÂlos in ein ForÂmat wanÂdeln, das der eReaÂder der AmeÂriÂkaÂner darÂstelÂlen kann, man wird somit ein klein wenig unabÂhänÂgiÂger vom geschlosÂseÂnen AmaÂzon-Ă–koÂsysÂtem. AufÂgrund der unzeitÂgeÂmäÂĂźen BuchÂpreisÂbinÂdung wäre das allerÂdings nur interÂesÂsant, wenn man fremdÂspraÂchiÂge BĂĽcher lesen möchÂte – und die sind ohneÂhin bei AmaÂzon um LänÂgen gĂĽnsÂtiÂger als bei den andeÂren AnbieÂtern in DeutschÂland. Ich bezweifÂle allerÂdings, dass das DRM-UmdenÂken aller groÂĂźen deutÂschen VerÂlaÂge den OnlineÂhändÂler dazu bringt, ebeÂfalls auf KopierÂschutz zu verÂzichÂten, insÂbeÂsonÂdeÂre, da der KunÂde gar nichts davon bemerkt.
Die RanÂdom House-PresÂseÂmitÂteiÂlung im VollÂtext:
VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE SETZT AUF SOFT-DRM
Die VerÂlagsÂgrupÂpe RanÂdom House verÂöfÂfentÂlicht seit mehr als 15 JahÂren digiÂtaÂle AusÂgaÂben der BĂĽcher ihrer AutorinÂnen und Autoren. Um die HandÂhaÂbung von E‑Books zu verÂeinÂfaÂchen und den Markt weiÂterÂhin dynaÂmisch zu entÂwiÂckeln, ermögÂlicht die VerÂlagsÂgrupÂpe ihren VerÂtriebsÂpartÂnern ab 1. OktoÂber, E‑Books auch mit Soft-DRM anzuÂbieÂten.
DRM hat sich als MarktÂstanÂdard bei der AusÂlieÂfeÂrung von E‑Book-DateiÂen etaÂbliert. BisÂlang wurÂde der Zugriff mit HilÂfe von „harÂtem“ DigiÂtal Rights ManageÂment (DRM) konÂtrolÂliert. Auch wenn dieÂse Art des KopierÂschutÂzes innerÂhalb der PlattÂforÂmen einiÂger AnbieÂter gut funkÂtioÂniert, gibt es auch SysÂteÂme und SituaÂtioÂnen, die den Leser stark einÂschränÂken. Mit der UmstelÂlung auf Soft-DRM könÂnen Leser E‑Books noch einÂfaÂcher auf allen PlattÂforÂmen und EndÂgeÂräÂten lesen und ihre perÂsönÂliÂche E‑Book-BiblioÂthek verÂwalÂten.
GleichÂzeiÂtig wird auch durch Soft-DRM ein sinnÂvolÂler Schutz vor MissÂbrauch gewährÂleisÂtet, da sich der Weg von E‑Books mitÂtels MarÂkieÂrunÂgen wie z. B. digiÂtaÂlen WasÂserÂzeiÂchen zurĂĽckÂverÂfolÂgen lässt. Mit HilÂfe solÂcher und weiÂteÂrer MaĂźÂnahÂmen wird die VerÂlagsÂgrupÂpe auch kĂĽnfÂtig die WerÂke ihrer AutorinÂnen und Autoren vor MissÂbrauch schĂĽtÂzen und aktiv gegen UrheÂberÂrechtsÂverÂstöÂĂźe vorÂgeÂhen.
„Wir wolÂlen das InterÂesÂse am digiÂtaÂlen Lesen weiÂter förÂdern und es Lesern mögÂlichst einÂfach machen, E‑Books zu lesen. Der VerÂzicht auf harÂtes DRM erleichÂtert Lesern und VerÂtriebsÂpartÂnern den Umgang mit E‑Book-DateiÂen, erhöht die KunÂdenÂzuÂfrieÂdenÂheit und reduÂziert KomÂpleÂxiÂtät. GleichÂzeiÂtig könÂnen auch HändÂler und PlattÂforÂmen belieÂfert werÂden, die kein harÂtes DRM anbieÂten. Mit der UmstelÂlung auf Soft-DRM schlieÂĂźen wir uns auch einem immer breiÂter werÂdenÂden BranÂchenÂkonÂsens an, mit dem Ziel den digiÂtaÂlen Markt in DeutschÂland konÂtiÂnuÂierÂlich weiÂterÂzuÂentÂwiÂckeln“, so Dr. Frank SamÂbeth, CEO der VerÂlagsÂgrupÂpe RanÂdom House. Die VerÂlagsÂgrupÂpe RanÂdom House ist ein UnterÂnehÂmensÂbeÂreich der BerÂtelsÂmann SE & Co. KGaA.
Zu den 45 VerÂlaÂgen der VerÂlagsÂgrupÂpe RanÂdom House in DeutschÂland zähÂlen u.a. BlanÂvaÂlet,
C. BerÂtelsÂmann, DVA, GoldÂmann, HeyÂne, LuchÂterÂhand und SiedÂler
Logo RanÂdom House CopyÂright BerÂtelsÂmann