Spiel

HERR DER RINGE ONLINE: Europäischer free-to-play-Start verschoben

Wie seit ges­tern (!) auf der offi­zi­el­len euro­päi­schen Web­sei­te zu lesen steht, wird es nichts mit dem mor­gi­gen Start von HERR DER RINGE ONLINE als free-to-play-MMO. In der Mit­tei­lung steht zu lesen:

Wir sind mit der Leis­tung des Spiels äußerst zufrie­den und wir freu­en uns sehr über die Reak­ti­on unse­rer Spie­ler hin­sicht­lich Free-to-Play«, sagt Mike Row­land, Pro­du­zent von HdRO. »Auf­grund der Kom­ple­xi­tät und der Her­aus­for­de­run­gen, denen wir bei der Vor­be­rei­tung des neu­en Shops und sei­ner Imple­men­tie­rung in unse­re Infra­struk­tur begeg­net sind, fin­den wir jedoch, dass noch mehr Zeit benö­tigt wird, um den hohen Qua­li­täts­stan­dard bei­zu­be­hal­ten, an den unse­re Spie­ler mit Recht gewöhnt sind. Dar­um haben wir beschlos­sen, den Start zu ver­schie­ben. Wir wol­len sicher­stel­len, dass wir den erwar­te­ten immensen Zuwachs an Spie­lern tra­gen und allen ein unver­gleich­li­ches Free-to-Play-Erleb­nis bie­ten kön­nen.

Das bedeu­tet nichts ande­res, als dass Code­mas­ters es nicht geschafft haben, das Spiel bzw. die Ser­ver recht­zei­tig umzu­stel­len, was ich als Armuts­zeug­nis klas­si­fi­zie­ren wür­de, ins­be­son­de­re auch ange­sichts der Tat­sa­chen, dass die­se Ankün­di­gung erst zwei Tage vor dem Start­ter­min ver­öf­fent­licht wird und man offen­sicht­lich kei­nen neu­en Ter­min nen­nen kann. Viel­leicht hät­ten sie mal jemand fra­gen sol­len, der sich damit aus­kennt…

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Box­shot LOTRO Copy­right Tur­bi­ne, War­ner und Code­mas­ters

Update: Zur Belus­ti­gung noch einen Wer­be­spot aus den USA, wo der Start pünkt­lich von­stat­ten geht…

Der Inhalt ist nicht verfügbar.
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Wettbewerb: Gestalte ein Raumschiff für EVE ONLINE

CCP und Devi­ant­Art haben gemein­sam einen Wett­be­werb aus­ge­ru­fen, in dem Nach­wuchs­de­si­gner neue Raum­schif­fe für das Welt­raum-MMO EVE ONLINE gestal­ten und ein­rei­chen kön­nen. Es win­ken attrak­ti­ve Prei­se, das Design des Erst­plat­zier­ten wird als Schiff ins Spiel über­nom­men.

Den­noch ist die­ser Wett­be­werb nicht nur für den Haupt­ge­win­ner inter­es­sant, denn auch für Platz zwei und drei gibt es neben einem Geld­preis zudem inter­es­san­te Sach­ge­win­ne (wie Apple iPads oder Wacom Gra­fik­ta­bletts). Die 15 Erst­plat­zier­ten erhal­ten zudem einen 50-Dol­lar-Gut­schein für iTu­nes.

Die detail­lier­ten Teil­nah­me­be­din­gun­gen, Prei­se und Details dazu, wie die ein­zu­rei­chen­den Gra­fi­ken aus­zu­se­hen haben (bei­spiels­wei­se Ansicht des Schif­fes aus sechs ortho­go­na­len Ansich­ten) fin­den sich auf der Web­sei­te des Wett­be­werbs.

Heizt die 3D-Modell­er an und spitzt die Blei­stif­te, SF-Freun­de, Zeit dafür ist bis zum 13. Okto­ber… :o)

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EVE-Logo und »Crea­te A Starship«-Grafik Copy­right 2010 CCP

NEMEXIA: SF-Spiel im Browser

NEMEXIA ist ein (in der Basis­ver­si­on) kos­ten­lo­ses Sci­ence Fic­tion-Spiel, das online im Brow­ser läuft, gehört also zur der­zeit boo­men­den Gat­tung der Brow­ser­games. Prin­zi­pi­ell han­delt es sich um ein Auf­bau- und Erobe­rungs­spiel mit klas­si­schem Set­ting.

Für den Spie­ler ste­hen drei Ras­sen zur Aus­wahl, aus denen man sich eine favo­ri­sier­te aus­su­chen kann, näm­lich die Kon­fö­de­ra­ti­on (das sind die Men­schen), die Ter­teth und die Nox, die sich in der Spiel­wei­se unter­schei­den. Die Men­schen bei­spiels­wei­se bau­en die kampf­stärks­ten Raum­schif­fe, die Ter­teth sind intel­li­gen­te Robo­ter, die sich aus der Skla­ve­rei der Mensch­heit befreit haben, sie sind von ihren Fähig­kei­ten her aus­ge­gli­chen. Und zuletzt sind da noch die Nox, die einen quan­ti­ta­ti­ven Vor­teil haben, also schnel­ler und mehr bau­en kön­nen.

Die eige­nen Pla­ne­ten sind in drei Zonen auf­ge­teilt, die unter­schied­lich Auf­ga­ben über­neh­men: in der Res­sour­cen­zo­ne wer­den not­wen­di­ge Grund­stof­fe wie Metal­le abge­baut, aber auch Ener­gie erzeugt. In der Indus­trie­zo­ne wird pro­du­ziert und gela­gert, mit den hier vor­han­de­nen Gütern kann man auch in den galak­ti­schen Han­del ein­stei­gen. In der Mili­tär­zo­ne schließ­lich kann man sei­ne Flot­te pro­du­zie­ren, aber auch For­schung betrei­ben.

Spiel­zie­le sind wie üblich das Res­sour­cen­ma­nage­ment und die Expan­si­on, indem man mit erschaf­fe­nen Flot­ten unbe­wohn­te Pla­ne­ten oder die von Mit­spie­lern erobert. Zudem ist der Anschluss an eine Alli­anz wich­tig, da eine sol­che im Spiel wich­ti­ge Unter­stüt­zung lie­fern kann; mög­lich sind als Fea­ture, das ähn­li­che Spiel­ver­tre­ter nicht bie­ten kön­nen soge­nann­te Team­pla­ne­ten, die man gemein­sam besie­delt und auf denen man dann von den Boni der ande­ren Spie­ler pro­fi­tie­ren kann.

NEMEXIA

ist grund­sätz­lich kos­ten­los, wie beim Geschäfts­mo­dell Brow­ser­game üblich kann man gegen Bezah­lung Pre­mi­um­in­hal­te erwer­ben.

Screen­shots Web­sei­te und Spiel Copy­right mad​moo​.com

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STAR TREK ONLINE – wöchentliche Episode 2 – OUT IN THE COLD

Nach der ers­ten »weekly mis­si­on« dach­te ich in der letz­ten Woche »das kann nur bes­ser wer­den«. Ich hät­te mich kaum mehr täu­schen kön­nen.

Of­fen­bar wer­den die wö­chent­li­chen Mis­si­on in Staf­feln zu­sam­men­ge­fasst, das be­deu­tet, immer eine ge­wis­se Zahl davon in Ab­fol­ge hat ein ge­mein­sa­mes Über­the­ma. In die­sem Fall haben alle mit den De­fe­ri und ins­be­son­de­re den Breen zu tun, denn der Name der ers­ten »Staf­fel« lau­tet »SE­RIES 1: THE BREEN«. Es ist wei­ter­hin ab­zu­se­hen, dass alle wö­chent­li­chen Epi­so­den der ers­ten Staf­fel das Wort »cold« in ihrem Titel haben (nach COLD CALL und OUT IN THE COLD wer­den noch COLD COM­FORT, COLD CASE und COLD STO­R­A­GE fol­gen). Über­aus krea­tiv – und über­aus ba­na­ne, denn der­glei­chen gab es in den Se­ri­en, auf die man sich mit die­sen wö­chent­li­chen Epi­so­den ja ex­pli­zit be­zieht, nicht.

Gab es bei der ers­ten Epi­so­de neben dem Ge­pha­ser we­nigs­tens noch An­sät­ze von Hin­ter­grund und Sto­ry, lässt man das bei OUT IN THE COLD lie­ber mal gleich ge­pflegt weg und kommt so­fort und ohne Um­schwei­fe zu dem, was die Ent­wick­ler bei STO am bes­ten (man könn­te auch sagen: na­he­zu aus­schließ­lich) be­herr­schen: hoh­le Bal­ler­mis­sio­nen.

Gut, dass mein Ava­tar Cap­tain Lydia van Dijk (Ähn­lich­kei­ten mit einer Ad­mi­ra­lin oder Ge­ne­ra­lin der »Schnel­len Raum­ver­bän­de« sind selbst­ver­ständ­lich rei­ner Zu­fall!) immer noch ihre »Mir­ror-Uni­ver­se«-Uni­form trägt, denn ir­gend­wie be­schleicht mich mehr und mehr das Ge­fühl, dass die­ses Spiel tat­säch­lich in einer sol­chen al­ter­na­ti­ven ge­walt­tä­ti­gen Rea­li­tät spielt und nicht in der von »Clas­sic STAR TREK«. An­ders kann man sich ei­gent­lich nicht er­klä­ren, dass so ziem­lich jedes Pro­blem aus­schließ­lich mit Waf­fen­ge­walt ge­löst wer­den muss, sei es im All oder auf Pla­ne­te­n­ober­flä­chen.

Wei­ter­le­sen

Neu bei Pegasus: KINGS & THINGS

Im Sep­tem­ber erscheint bei Pega­sus die deut­sche Ver­si­on eines der größ­ten Fan­ta­sy-Brett­spiel­klas­si­ker abseits des Main­streams in zwei­ter Auf­la­ge: KINGS & THINGS. Für die­se zwei­te Auf­la­ge wur­den das Spiel­ma­te­ri­al und die Optik über­ar­bei­tet. Pega­sus schreibt zum Spiel:

Das magi­sche Land Kad­ab – gebeu­telt von unfä­hi­gen Hexen­meis­tern, die aus Ver­se­hen die Land­schaft in ewi­ge Unru­he brach­ten – sucht einen wür­di­gen Thron­er­ben, der das Land mit star­ker Hand regiert. Und das könn­test DU sein.

Dei­ne Auf­ga­be als nied­ri­ger Land­ad­li­ger besteht dar­in, dei­ne Baro­nie zu ver­grö­ßern und über 200 ver­schie­de­ne Bewoh­ner des Lan­des dazu zu brin­gen, für dei­ne Sache zu kämp­fen. Dabei darfst du dich nicht wun­dern, wenn dei­ne Armee aus Elfen, Goblins, Zwer­gen, Dra­chen, Flug­eich­hörn­chen, Dino­sau­ri­ern, Mör­der­pin­gui­nen, Büf­feln, Eski­mos, Ske­let­ten, Bären, Rit­tern und vie­len ande­ren Wesen besteht, die alle ihre beson­de­ren Fähig­kei­ten haben. Neben Füh­rungs­qua­li­tä­ten soll­test du auch über die nöti­gen Bestechungs­küns­te ver­fü­gen und eben­so im Umgang mit magi­schen Gegen­stän­den geübt sein.

Wenn du dann auch noch genü­gend Gold anhäufst, um das wah­re Zei­chen der Macht, eine Zita­del­le, zu bau­en, bist du end­lich der neue Herr­scher Kababs! Nur zu dumm, dass bis zu drei wei­te­re Ade­li­ge auf die­sel­be Idee gekom­men sind und dir dei­nen wah­ren Anspruch auf den Thron strei­tig machen wol­len. Lächer­lich!

KINGS & THINGS – ein tak­ti­sches Fan­ta­sy­spiel mit stark humo­ris­ti­schen Ein­la­gen – wur­de in den frü­hen 80er Jah­ren von Tom Wham ent­wi­ckelt und erschien erst­ma­lig unter dem Namen KING OF THE TABLETOP als Bei­la­ge der Zeit­schrift DRAGON. West End Games ver­öf­fent­lich­te 1986 die ers­te Ver­si­on als eigen­stän­di­ges Brett­spiel, zeit­gleich brach­te Games Work­shop eine euro­päi­sche Lizenz her­aus. Die ers­te deutsch­spra­chi­ge Fas­sung erschien 1997 bei Pega­sus.

Die zwei­te deut­sche Auf­la­ge ist über den Pega­sus-Shop zum Preis von EUR 39,95 erhält­lich, auch Spiele­lä­den soll­ten es beschaf­fen kön­nen; bei Ama­zon ist es bis­lang noch nicht gelis­tet.

Cover­ab­bil­dung Copy­right 2010 Pega­sus Spie­le Ver­lag

STAR TREK ONLINE – erste wöchentliche Episode COLD CALL

Ich habe vor Kur­zem die ers­te der neu­en wöchent­li­chen Epi­so­den für STAR TREK ONLINE gespielt. Die­se »weekly epi­so­des« wur­den im Zusam­men­hang mit dem SEASON 2‑Update ange­kün­digt, das vor Kur­zem auf dem Pro­duk­tiv-Ser­ver live ging. Cryp­tic möch­te damit dem Kri­tik­punkt abhel­fen, es gäbe zu wenig Con­tent – ab sofort soll es jede Woche eine neue Mis­si­on geben, in Anleh­nung der wöchent­li­chen Epi­so­den an die STAR TREK-Fern­seh­se­ri­en.

Die ers­te die­ser Mis­sio­nen heißt COLD CALL und führt den Spie­ler in einen noch neu­en Raum­sek­tor (pas­siert in die­sem Spiel des Öfte­ren: »Huch, Lieu­ten­ant Wer­ner­sen, kiek mol, da ischa´n neu­er Sek­tor… Lech den mol op´n Sen­sor!«). Dort fin­det sich die eben­so neue Ras­se der Defe­ri, die vor­sich­ti­gen und freund­schaft­li­chen Kon­takt mit der Föde­ra­ti­on auf­ge­nom­men hat, aber auch den Klin­go­nen gegen­über posi­tiv ein­ge­stellt ist, da die­se in der Ver­gan­gen­heit mal gegen Über­grif­fe von ande­ren Ali­ens gehol­fen haben. Ja, so sind sie, die gut­her­zi­gen Bat´leth-Schwinger vom Pla­ne­ten Qo’noS.
Sobald man in den Defe­ri-Raum­sek­tor ein­warpt, wird einem die Mis­si­on ange­bo­ten, nimmt man sie an, wird man auf­ge­for­dert, das Hei­mat­sys­tem anzu­flie­gen. Dort muss man ein Defe­ri-Schiff zum Hei­mat­plan­ten eskor­tie­ren, zwi­schen­durch erscheint kurz ein unbe­kann­ter Raum­er auf den Sen­so­ren, auch das Scan­nen der Warps­i­gna­tur bringt einen aller­dings nicht wei­ter (was haben mei­ne Brü­cken­of­fi­zie­re auf der Aka­de­mie eigent­lich gemacht? Fizz­bin gespielt?). Am Pla­ne­ten ange­kom­men flugs her­un­ter gebeamt und mit einem Diplo­ma­ten getrof­fen (gut, dass ich noch vor­her die Mir­ror-Uni­ver­se-Uni­form über­ge­streift habe…), der einem ein wenig über die Kul­tur und His­to­rie der Defe­ri erzählt. Man bemüht sich um »Balan­ce« als zen­tra­len Punkt der Phi­lo­so­phie. Aha. Offen­bar gibt es zudem Ver­bin­dun­gen zu den Pre­ser­vern, also jener Ras­se, die im TREK-Uni­ver­sum die Huma­no­iden gleich­mä­ßig über die Gala­xis ver­streut hat (was in der Nach­schau viel­leicht doch nicht so ein guter Plan war…).

Wäh­rend die­ses Gesprächs kommt es zu einem Angriff der Breen und man hat alle Hän­de voll damit zu tun, meh­re­re Ein­satz­trupps der übel­lau­ni­gen Mas­ken­trä­ger abzu­weh­ren – wie üblich steht ein Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ver­such nicht zur Debat­te, das Pro­blem wird mit dem Pha­ser gelöst (und der steht nicht auf »Betäu­ben«). Inter­es­san­ter­wei­se ist man auf der Defe­ri-Hei­mat­welt (!) in der Defe­ri-Haupt­stadt (!) offen­sicht­lich die ein­zi­ge (!) Trup­pe, die sich um die Ein­dring­lin­ge küm­mern kann, die Ein­woh­ner selbst ren­nen nur kopf­los durch die Gegend. Sowas wie Poli­zei oder Mili­tär scheint es nicht zu geben, obwohl die Ras­se sonst eigent­lich einen eher wehr­haf­ten Ein­druck macht. Naja, wie auch immer, man bal­lert nach und nach in gewohn­ter Manier die fünf Breen-Squads weg. Dass man dabei auch mal durch uuur­alte Pre­ser­ver-Rui­nen eiert erschließt sich erst spä­ter, auch den dor­ti­gen Breen-Boss­mob erkennt man nur dar­an, dass er unse­rem Pha­ser­feu­er knapp fünf Sekun­den län­ger stand­hält als sei­ne Unter­ge­be­nen und vor dem Ver­glü­hen über­flüs­si­ges Zeug brab­belt.
Noch bevor die Pha­ser aus­ge­kühlt sind, wird man vom Schiff ange­funkt, dass auch im Orbit Ärger mit den Breen droht (die sind her­ein­ge­warpt und grei­fen das anfangs eskor­tier­te Schiff an, die mas­kier­ten Lüm­mel) und man zügig zurück an Bord gebeamt wer­den muss, um sich des­sen anzu­neh­men. Dann auch im All das­sel­be, was man aus STO schon bis zum Abwin­ken kennt: Gebal­ler bis der Schiffs­arzt kommt…

Fazit: Ein schlech­ter Scherz. Eine unin­spi­rier­te Sto­ry, die zum einen dünn ist und zum ande­ren unglaub­wür­dig und auch durch das Ein­brin­gen des Pre­ser­ver-Mythos den lang­jäh­ri­gen ST-Fan nicht ansatz­wei­se über­zeu­gen kann. Dass man allei­ne mit sei­nen paar Brü­cken­of­fi­zie­ren den Haupt­pla­ne­ten gegen Breen-Trupps ver­tei­di­gen soll, ohne dass auch nur irgend­ein Defe­ri einen Fin­ger krumm macht, kauft man den Mis­si­ons­de­si­gnern eben­falls schlicht­weg nicht ab. Der größ­te Teil der Mis­si­on besteht wie­der ein­mal aus lang­an­hal­ten­dem Gebal­ler, wobei ins­be­son­de­re beim Raum­kampf nicht ein­mal im Ver­gleich zu älte­ren Ques­ten vari­iert wur­de: erst nach­ein­an­der meh­re­re Grup­pen von Schif­fen weg­pus­ten und zum Abschluß ein Groß­kampf­schiff. Für mich sieht die­se ers­te »wöchent­li­che Mis­si­on« schnell und (ich wie­der­ho­le mich) unin­spi­riert zusam­men­ge­schus­tert aus. Lächer­lich. Damit lockt man garan­tiert kei­nen weg­ge­gan­ge­nen Spie­ler hin­ter dem Ofen her­vor und ins Spiel zurück.

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Bild­schirm­fo­to Breen-Angriff Copy­right 2010 Cryp­tic und Ata­ri, Inhal­te Bild­schirm­fo­to Cap­tain van Dijk in der Defe­ri-Haupt­stadt Copy­right Cryp­tic und Ata­ri, Bild­kom­po­si­ti­on von mir.

ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT wird fortgesetzt – als Computerspiel

In die­sem Jahr fei­ern wir ein Jubi­lä­um im Zusam­men­hang mit einer Zeit­ma­schi­ne, die mehr als 88 Mei­len pro Stun­de fah­ren muss, damit der Flux-Kom­pen­sa­tor arbei­ten kann: BACK TO THE FUTURE beleuch­te­te in den 80er Jah­ren die Aben­teu­er von Mar­ty McFly und Doc Brown bei den Ver­su­chen, die Zeit­li­nie zu repa­rie­ren, die sie vor­her ordent­lich ver­strub­belt hat­ten.

Auf­grund des 25-jäh­ri­gen Jah­res­ta­ges der Pre­miè­re des ers­ten Films kommt in die­sem Jahr natür­lich eine Spe­cial-Edi­ti­on-Sam­mel­box auf Blu­Ray und DVD her­aus. Zeit­gleich ist aber auch geplant, die Aben­teu­er von Mar­ty und Doc fort­zu­set­zen – als Com­pu­ter­spiel. Erwor­ben hat die­se Lizenz Tell­ta­le Games, die die neu­en Rei­sen in Form von monat­lich erschei­nen­den Adven­ture-Epi­so­den her­aus­brin­gen wol­len. Die­ses Prin­zip haben sie bereits mehr­fach erfolg­reich ange­wandt, bei­spiels­wei­se bei den neue­ren Spie­len um SAM & MAX oder TALES OF MONKEY ISLAND. Auf­grund der Mach­art der genann­ten Games kann man auch sicher davon aus­ge­hen, dass auch die BACK TO THE FUTURE-Spie­le qua­li­ta­tiv hoch­wer­tig wer­den.

Hin­zu kommt, dass die bei­den Haupt­fi­gu­ren – eben Mar­ty McFly und Doc Emmett Brown von den Schau­spie­lern gespro­chen wer­den, die sie auch damals in den Fil­men dar­ge­stellt haben, also Micha­el J. Fox und Chris­to­pher Lloyd. Spä­tes­tens an die­ser Stel­le wird der Fan je nach Ver­an­la­gung in andäch­ti­ges Schwei­gen aus­bre­chen oder freu­dig durch die Woh­nung hüp­fen.

Das (US-)Debut der Blu­Ray ist am 26. Okto­ber 2010, die ers­te Epi­so­de des Spiels soll »kurz danach« fol­gen.

Pro­mo-Bild BACK TO THE FUTURE Copy­right 2010 Tell­ta­le Games

TERA: kein IP-Block und M‑Rating

Inter­es­san­te neue Details zu einem der meis­ter­war­te­ten MMOs in der Pipe­line:

Nach­dem ver­kün­det wur­de, dass die Umset­zung von TERA in Euro­pa von Frogs­ter durch­ge­führt wird, gab es – wie berich­tet – mas­si­ve Fan­pro­tes­te, denn auf­grund der Erfah­run­gen die die Spie­ler mit die­ser Fir­ma bei ande­ren Spie­len in Sachen Sicher­heit, Sup­port und Foren­zen­sur mach­ten, befürche­te man das Schlimms­te. Zumin­dest wird es laut einer offi­zi­el­len Ver­laut­ba­rung kei­ne IP-Blocks geben, das bedeu­tet, man kann auch auf den US-Ser­vern spie­len, wenn man ent­we­der Frogs­ter nicht traut oder aber (in letz­ter Zeit auch immer mehr ein The­ma) mit ame­ri­ka­ni­schen Freun­den gemein­sam auf Ques­ten zie­hen möch­te. Das also eine gute Nach­richt.

Die zwei­te Mel­dung wird man wohl unter­schied­lich bewer­ten, je nach­dem wie alt man ist. En Mas­se Enter­tai­ne­ment-Pro­du­zent Patrick Wyatt hat in einem Inter­view berich­tet, dass man davon aus­geht, dass TERA ein M‑rating erhal­ten wird, dies bedeu­tet eine Frei­ga­be ab 17 Jah­ren. Zudem wur­de bereits zu einem frü­he­ren Zeit­punkt aus­ges­dagt, dass man nicht vor­ha­be, das Spiel für irgend­ei­nen Markt zu beschnei­den. Man darf jetzt spe­ku­lie­ren, ob TERA tat­säch­lich auch hier­zu­lan­de in der US-Ver­si­on erschei­nen wird – aber soll­te das nicht der Fall sein, hat man immer­hin die Mög­lich­keit auf einem ame­ri­ka­ni­schen Ser­ver zu spie­len.
Ich wür­de aller­dings ver­mu­ten, dass das ange­streb­te M‑rating in den USA auf die offen­her­zi­ge Beklei­dung der weib­li­chen Ava­tare zurück zu füh­ren sein dürf­te, die hier­zu­lan­de beim Jugend­schutz wohl nur für ein müdes Lächeln sor­gen soll­te (poten­ti­ell zu bemän­geln­de Kör­per­tei­le sind züch­tig bedeckt). Über­gro­ße oder pla­ka­ti­ve Gewalt konn­te ich beim Test­spie­len auf der Games­Com eben­falls nicht fest­stel­len, noch nicht mal ansatz­wei­se (natür­lich konn­te ich noch nicht wirk­lich viel Inhalt sehen)…

TERA-Logo Copy­right En Mas­se Enter­tain­ment und Blue­hole Stu­dio

METROID: OTHER M Clips

In der nächs­ten Woche erscheint METROID: OTHER M für Nin­ten­dos Wii. Gera­de noch recht­zei­tig gibt es Wer­bung in Form von Video­clips. Der ers­te ist ver­blüf­fen­der­wei­se ein Clip mit einer ech­ten Dar­stel­le­rin als Samus Aran. Im zwei­ten wird die gesam­te Geschich­te der Kopf­geld­jä­ge­rin und ihres Kamp­fes gegen die Metro­ids noch­mals erzählt; man soll­te sich defi­ni­tiv nicht davon abschre­cken las­sen, dass Sze­nen aus uralten Spie­len gezeigt wer­den, die Art und Wei­se wie durch eine Erzäh­le­rin berich­tet wird ist näm­lich toll!

Man soll­te nicht aus den Augen ver­lie­ren, dass auch die­ses Spiel-Uni­ver­sum bereits seit 24 Jah­ren exis­tiert…

http://​www​.you​tube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​G​l​m​M​D​b​X​x​Lw4 http://​www​.you​tube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​o​L​t​c​e​C​5​X​WM0

Spiel des Jahres 2010: DIXIT

Auch wenn sie erst in knapp zwei Mona­ten statt­fin­det: es geht schon wie­der mit Rie­sen­schrit­ten auf die SPIEL 2010 in Essen zu, die Ende Okto­ber in der Gru­ga statt­fin­den wird.

Vor­her ver­leiht der Ver­ein »Spiel des Jah­res« ja regel­mä­ßig sei­nen Preis an Main­stream-Pro­duk­te der Spie­le­bran­che und die dies­jäh­ri­ge Ver­lei­hung hat auch schon wie­der statt­ge­fun­den (bereits Ende Juni) – irgend­wie ist das dies­mal an mir vor­bei gegan­gen.

Spiel des Jah­res 2010 ist DIXIT (dixit = lat. »er hat gesagt«) vom fran­zö­si­schen Erfin­der und Psy­cho­lo­gen Jean-Lou­is Rou­bi­ra. Erschie­nen ist DIXIT beim eben­falls fran­zö­si­schen Klein­ver­lag Libel­lud – erfreu­lich, dass es dies­mal kei­nen Bran­chen­rie­sen traf, mög­lich ist das aller­dings nur des­we­gen, weil das Spiel groß­flä­chig über Asmo­dee ver­trie­ben wird.

Die Jury schreibt zu DIXIT:

Wie klei­ne Kunst­wer­ke erschei­nen die 84 groß­for­ma­ti­gen Kar­ten ihren Betrach­tern. Die lie­be­voll gestal­te­ten Moti­ve regen die Fan­ta­sie an. Sechs Kar­ten ste­hen jedem zur Aus­wahl. Wer zu einer davon ein The­ma fin­det, nennt es und spielt die Kar­te ver­deckt aus. Alle ande­ren wäh­len geheim ein mög­lichst pas­sen­des Bild und legen es dazu. Nach dem Auf­de­cken wird getippt: Wer errät die Kar­te des The­men­ge­bers? Tref­fer wer­den mit Punk­ten belohnt und durch ver­spiel­te Holz­ha­sen auf der Zähl­wie­se mar­kiert. Die Wahl des The­mas spielt eine zen­tra­le Rol­le: Es darf weder zu leicht noch zu schwer sein! Tip­pen alle rich­tig oder alle falsch, geht der Ideen­ge­ber leer aus. Schnell gera­ten die Spie­ler ins Schwär­men und ent­de­cken immer neue Details auf den Bil­dern, die zum Träu­men, Nach­den­ken und Genie­ßen ein­la­den.

Ziel­grup­pe sind drei bis sechs Spie­ler ab acht Jah­ren, die Spiel­dau­er beträgt ca. 30 Minu­ten. Ich will nichts abwer­ten, bevor ich es nicht getes­tet habe (der Beschrei­bung nach könn­te das mit einer krea­ti­ven Spie­ler­grup­pe auch tat­säch­lich ganz wit­zig sein), aber auch die­ses Gewin­ner-Pro­dukt ist offen­bar wie­der ein­mal dem Main­stream zuzu­ord­nen. Es ist aller­dings kei­ne Neu­ig­keit, dass die Jury kom­ple­xe Spie­le für Erwach­se­ne igno­riert und neben dem »Kin­de­spiel des Jah­res« gern auch noch ein wei­te­res Kin­der­spiel als »Spiel des Jah­res« kürt. Naja, so eine Jury­ar­beit ist schließ­lich auch kein Kin­der­spiel… :)

Cover­ab­bil­dung DIXIT Copy­right 2008 Libellud/​Asmodee; erhält­lich ist DIXIT bei­spiels­wei­se bei Ama­zon (oder viel preis­wer­ter im Okto­ber auf der SPIEL 2010)

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