Kirsten Dunst in MELANCHOLIA

Kirsten Dunst

Es sieht so aus, als müs­se Kirs­ten Dunst in ihrem aktu­el­len Pro­jekt auf die Hil­fe eines Netz­schwin­gers ver­zich­ten: es wur­de bestä­tigt, dass sie die Haupt­rol­le in MELANCHOLIA spielt. Regie führt der Däne Lars von Trier, der schrieb auch das Dreh­buch. Neben Dunst geben sich nam­haf­te Mimen die Ehre: Char­lot­te Gains­bourg, Kie­fer Sut­her­land, Char­lot­te Ram­pling, Alex­an­der Skars­gård, Stel­lan Skars­gård (Vater und Sohn zusam­men in einem Film) und Udo Kier.
Die Rol­le wur­de zuers­te Pene­lo­pe Cruz ange­bo­ten, die hat­te aller­dings auf­grund ihrer Betei­li­gung an PIRATES OF THE CARIBBEAN 4 kei­ne Zeit.

Details zum Plot sind noch nicht bekannt gege­ben wor­den, man weiß bis­her nur, dass es sich um einen Sci­ence Fic­tion-Kata­stro­phen­film han­deln wird; könn­te der Titel was mit Albrecht Dürers Stich zu tun haben? Gedreht wird zwi­schen Juli und Sep­tem­ber in Süd­schwe­den(!).

Bild: Kirs­ten Dunst 2007 auf der Pre­miè­re von Spi­der-Man 3, aus der Wiki­pe­dia

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Börsenverein: »Befragung« zum Verhalten von Jugendlichen in Sachen Filesharing

Buchpiraten

Ich war zuge­ge­be­ner­ma­ßen sprach­los ob die­ses ziem­lich dreis­ten Ver­suchs, fal­sche oder zumin­dest nicht belast­ba­re Fak­ten zu gene­rie­ren…

Der Bör­sen­ver­ein des Deut­schen Buch­han­dels hat die Ergeb­nis­se einer Umfra­ge (dort gibt es eine PDF-Datei) zum Ver­hal­ten von Jugend­li­chen im Zusam­men­hang mit File­sha­ring ver­öf­fent­licht. Die­se Ergeb­nis­se sind natür­lich im Sin­ne des Bör­sen­ver­eins »alar­mie­rend«, denn »zwei Drit­tel der Jugend­li­chen« tau­schen Datei­en. Wirft man mal einen Blick auf das Pam­phlet, dann sieht man schnell, wie halt­los die Äuße­run­gen sind und dass es sich dabei tat­säch­lich um rei­ne Pro­pa­gan­da han­delt, die der Bör­sen­ver­ein in fast schon komisch anmu­ten­der Manier groß­spu­rig als »For­schungs­er­geb­nis« (!) bezeich­net.

Ein paar Punk­te, die mir sofort auf­fie­len:

  • Die Befra­gung wur­de auf der Leip­zi­ger Buch­mes­se durch­ge­führt. Aha. Da davon aus­zu­ge­hen ist, dass sich dort Buch-affi­ne Jugend­li­che auf­hal­ten, ist die Umfra­ge alles ande­re als reprä­sen­ta­tiv.
  • Es wur­den gera­de mal knapp über 300 Jugend­li­che befragt. Das reicht für belast­ba­re Zah­len deut­lich nicht aus.
  • Ers­te Fra­ge war »Hast Du schon­mal Datei­en an ande­re wei­ter gege­ben?«. Äh? Eigent­lich soll­ten hier 100% der Befrag­ten mit »ja« ant­wor­ten, denn wir geben alle stän­dig Datei­en an ande­re wei­ter – völ­lig legal. Die Fra­ge ist so dumm for­mu­liert, dass es einem weh tut (wahr­schein­li­cher für die For­mu­lie­rungs­schwä­che ist aller­dings Absicht).

Aus der Tat­sa­che, dass die­se Fra­ge von 62,8% der Befrag­ten mit »ja« beant­wor­tet wur­de, lei­tet der Bör­sen­ver­ein natür­lich sofort den Unter­gang des Abend­lan­des ab, denn es heißt im Fazit:

  • 1. Datei­en wer­den heut­zu­ta­ge ohne nach­zu­den­ken wei­ter­ge­ge­ben.
  • Obwohl knapp 87 % der Befrag­ten wis­sen, dass File­sha­ring ver­bo­ten ist, geben knapp zwei Drit­tel der Befrag­ten Datei­en an ande­re wei­ter.

Nein, die­se Inter­pre­ta­ti­on ist offen­sicht­lich falsch, denn die Fra­ge ist falsch gestellt: sie dreht sich nicht um ille­ga­les File­sha­ring, son­dern um den Aus­tausch von Datei­en – und das ist was ganz ande­res.

Noch ein Fazit:

  • 2. Ein Groß­teil der befrag­ten Jugend­li­chen weiß zwar, dass File­sha­ring ver­bo­ten ist, ein ver­gleichs­wei­se gro­ßer Teil hält es aber nicht für falsch.
  • Obwohl 86,8 % der Befrag­ten wis­sen, dass File­sha­ring ver­bo­ten ist, beur­tei­len nur 55,3 % File­sha­ring als falsch.

Seit wann ist »File­sha­ring ver­bo­ten«? Tat­säch­lich lau­te­te die Fra­ge »Ist Dir bewusst, dass die­se Wei­ter­ga­be (d.h. File­sha­ring) unter Umstän­den ver­bo­ten ist?«, und das ist etwas völ­lig ande­res als »Weißt Du, dass File­sha­ring ver­bo­ten ist?«. Wie man auf die­se Inter­pre­ta­ti­on kom­men kann, weiss wohl nur die Pro­pa­gan­da-Abtei­lung des Zen­tral­kom­mit­tes des Bör­sen­ver­eins. Inter­es­sant auch das man­tra­ar­ti­ge Wie­der­ho­len des Pas­sus´ »File­sha­ring ist ver­bo­ten«. Ver­bo­ten ist das Her­un­ter­la­den von »offen­sicht­lich rechts­wid­rig her­ge­stell­ten Vor­la­gen«, um mal kon­kre­te Geset­zes­tex­te zu zitie­ren.

Das Pam­phlet ist wei­ter­hin gespickt mit Pole­mik und so offen­sicht­lich pro­pa­gan­dis­tisch geprägt aus­ge­such­ten Aus­sa­gen der befrag­ten Jugend­li­chen, dass auch unkri­ti­schen Lesern auf­fal­len dürf­te, dass die Aus­wahl nicht ganz zufäl­lig ist, son­dern die Befrag­ten in ein beson­ders schlech­tes Licht rücken soll. Auch die paar aus­ge­such­ten Ant­wor­ten auf die »ergän­zen­den Inter­views« erschei­nen deut­lich »gesiebt«. War­um wer­den nicht alle Ant­wor­ten ver­öf­fent­licht, dar­aus könn­te man tat­säch­lich Stim­mun­gen ent­neh­men. Nur ein paar davon offen zu legen ist pure Mani­pu­la­ti­on.

Die geball­te Sach­kom­pe­tenz der Ver­fas­ser des Schrift­stücks zeigt sich in Sät­zen wie

Ob File­sha­ring, der pri­va­te Tausch von CDs, Blue­tooth, E‑Mail oder USB: Es gibt eine Viel­zahl von unkom­pli­zier­ten und vor allem kos­ten­lo­sen Mög­lich­kei­ten, Musik, Fil­me und ande­re Datei­en an Drit­te wei­ter­zu­ge­ben.

Ey, tauschs Du »USB«, Alder? … Und wer hat schon­mal einen Film per Email ver­schickt? Bit­te bei mir mel­den, ich ver­lei­he dann dafür spon­tan den gol­de­nen Blöd­mann aus Pap­pe. (face­palm) Ja, es gibt einen Hau­fen Mög­lich­kei­ten, Datei­en »kos­ten­los« wei­ter­zu­ge­ben, was soll uns das aber sagen? Außer­dem wer­den Daten auf alle die­se Wege nicht »wei­ter gege­ben« son­dern kopiert! Wahr­schein­lich wun­dern sich die Ver­fas­ser aber auch immer noch dar­über, dass ihr Fax wie­der aus dem­sel­ben Gerät fällt…

Net­ter Ver­such, Bör­sen­ver­ein. Wir hal­ten fest: kei­ne wis­sen­schaft­li­che Her­an­ge­hens­wei­se, kei­ne reprä­sen­ta­ti­ven Zah­len, Ergeb­nis­auf­be­rei­tung nicht sach­neu­tral son­dern soll den Leser mit geziel­ter Pole­mik mani­pu­lie­ren. Zudem ist das Tau­schen von deut­schen Büchern in Tausch­bör­sen qua­si non­e­xis­tent, sehen wir mal von ganz weni­gen Best­sel­lern ab. Lan­ge Tex­te liest nie­mand auf dem Com­pu­ter-Bild­schirm (schon gar kei­ne Bücher) und eRea­der sind noch nicht weit ver­brei­tet (behaup­tet zumin­dest der­sel­be Ver­ein, der näm­lich so gut wie kei­ne eBooks ver­kauft). Was soll uns das alles also sagen, außer der Tat­sa­che, dass der Bör­sen­ver­ein poten­ti­el­le Kun­den als Rechts­bre­cher brand­markt? Statt eine gan­ze Gene­ra­ti­on zu kri­mi­na­li­sie­ren, soll­te man nach Wegen suchen, die Pro­duk­te legal an den Kun­den zu bekom­men. Mit völ­lig über­höh­ten Buch- und eBook-Prei­sen wird das aller­dings nicht gelin­gen, eben­so wenig wie mit einer untaug­li­chen Ver­kaufs­ver­hin­de­rungs­platt­form wie Libre­ka…

Edit: Dank an Kyr für den Hin­weis auf einen Arti­kel bei Golem vom gest­ri­gen Tage, der dar­über berich­tet, dass der US-Rech­nungs­hof die Zah­len der Musik­in­dus­trie zum The­ma »Ver­lus­te durch File­sha­ring« für nicht belast­bar hält.

Edit zum Edit: Hier der Link zum Ori­gi­nal­ar­ti­kel auf Zeit Online. Zitat:

Der Rech­nungs­hof weist auch die bis­her häu­fig ver­wen­de­ten Zah­len zurück. Die Stu­die, die Ver­lus­te von 200 bis 250 Mil­li­ar­den Dol­lar jähr­lich ver­an­schlagt, dür­fe auf­grund feh­len­der Daten­la­ge und Metho­do­lo­gie in offi­zi­el­len Regie­rungs­be­rich­ten nicht mehr ver­wen­det wer­den.

und:

Zumal die Regie­rung in dem Bericht auch dar­auf hin­weist, dass eini­ge Exper­ten der Über­zeu­gung sei­en, dass File­sah­ring (sic!) »auch posi­ti­ve Effek­te haben könn­te, die man eben­falls berück­sich­ti­gen müs­se«.

Bild »Buch­pi­ra­ten«, von mir, unter Ver­wen­dung eines Bil­des von peacay auf flickr, CC-Lizenz

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»Copying Is Not Theft« – Zeichentrick-Version

Gefun­den auf Boing­Bo­ing: die Initia­ti­ve Ques​tion​Co​py​right​.org (und man soll­te sich die­se Sei­te mal genau anse­hen und lesen (und vor allem ver­ste­hen), was dort steht) hat­te einen ani­mier­ten Clip im klas­si­schen Zei­chen­trick-Stil erstellt und um einen pro­fes­sio­nel­len Sound­track gebe­ten. Der kam schnell. Das Ergeb­nis kann man hier sehen.

Ja, ich weiss, das The­ma ist kom­plex. Der Film ist aber pri­ma. Und nach wie vor sehe ich das Pro­blem eher dar­in, dafür zu sor­gen, dass die Urhe­ber ihr Geld bekom­men, statt den Medi­en­mul­tis wie bis­her.

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Trailer: BLACK PROPHECY

Es steht ein wei­te­res Sci­ence Fic­tion-MMO in den Start­lö­chern, das um die Spie­ler im noch spär­lich bedien­ten SF-Seg­ment buh­len will. Bei BLACK PROPHECY soll es sich um eine Mischung aus Welt­raum-Flie­ge­rei und First-Per­son-Action han­deln, man kann sich aktu­ell für die Clo­sed Beta anmel­den. Wenn die Sze­nen im Trai­ler tat­säch­lich ingame-Sze­nen sind, dann beein­druckt mich das nach­hal­tig, wenn nicht – auch egal, denn der Trai­ler ist ein­fach schön anzu­se­hen und die Musik ist groß­ar­tig.

BLACK PROPHECY soll ein free-to-play-MMO wer­den, das sich über einen Item­shop finan­ziert, es wird von Reakk­tor Media aus Han­no­ver ent­wi­ckelt, des­wei­te­ren steht Gami­go dahin­ter. Sehr span­nend!

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Erschienen: STEAMPUNK MAGAZINE #7

Steampunk Magazine #7

Soeben ist die sieb­te Aus­ga­be des STEAMPUNK MAGAZINE erschie­nen, die Her­aus­ge­ber bezeich­nen die aktu­el­le Num­mer unter dem Sub­ti­tel »New And Future Worlds« als die bes­te die sie bis­her her­aus­ge­bracht haben.

Man fin­det in der Nume­ro sie­ben wohl­fei­le Arti­kel über die Bezie­hung zwi­schen Steam­punk und Poli­tik, die Zukunft der Steam­punk-Mode, den Schmelz­tie­gel Euro­pa im 19. Jahr­hun­dert, Gedich­te über ALICE IN WONDERLAND, Sto­ries über Luft­schif­fe und Heiß­luft­bal­lons, und eine Anlei­tung, wie man sei­ne eige­ne Insel aus den Flu­ten des Oze­ans heben kann.

In Ame­ri­ka kann man das Maga­zin in einer Druck­fas­sung bei Stran­gers In A Tan­gled Wil­der­ness erwer­ben, im Rest der Welt bei Vagrants Among Ruins. Das Bes­te: man kann es auch ein­fach kos­ten­los als PDF auf der Web­sei­te her­un­ter laden.

Für’s iPho­ne (und ande­re eRea­der) gibt es eine opti­mier­te Fas­sung, die man eben­falls auf der Down­load­sei­te bekommt, die belas­tet den Geld­beu­tel aller­dings mit einem bri­ti­schen Pfund.

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Nerdgasm: Führt Whedon Regie bei AVENGERS?

Joss Whedon

Laut den Aus­sa­gen ver­schie­de­nen Quel­len im Netz befin­det sich Joss Whe­don (BUFFY, FIREFLY, DOLLHOUSE) in den letz­ten Ver­hand­lun­gen mit Mar­vel bzw. Dis­ney, um Regie beim ers­ten Teil der Ver­fil­mung der Super­hel­den-Trup­pe THE AVENGERS zu füh­ren. Mar­vel und sei­ne vier­farb-Hel­den sind Whe­don durch­aus nicht fremd, denn er rea­li­siert bei­spiels­wei­se der­zeit auch gera­de die Comic­rei­he ASTONISHING X‑MEN.

Soll­te der Deal klap­pen, wür­de er eine illus­tre Rei­he von Hel­den und Mimen durch das Film­pro­jekt füh­ren, denn die AVENGERS bestehen aus Robert Dow­ney Jr. als Tony Stark ali­as Iron Man, Chris Evans als Cap­tain Ame­ri­ca, Chris Hems­worth als Thor and Samu­el L. Jack­son als Nick Fury.

Das wäre der zwei­te Kino­film bei dem Whe­don Regie füh­ren wür­de, sein ers­ter war SERENITY, bei den Fans beliebt, an der Kino­kas­se jedoch ein Flop.

IESB mel­de­te dies bereits am 1. April, zu dem Zeit­punkt wur­de die Mel­dung jedoch als April­scherz abge­tan, inzwi­schen bestä­tig­ten aber ver­schie­de­ne Sei­ten, dass er sich in Ver­hand­lun­gen befin­det, und das obwohl er in frü­he­ren Inter­views ange­deu­tet hat­te, die­sen Job nicht zu wol­len.

US-Kino­start des Spek­ta­kels soll am 4. Mai 2012 sein.

Bild: Joss Whe­don 2007, von RavenU auf flickr, CC-Lizenz

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Featurette: PREDATORS

20th Cen­tu­ry Fox hat eine Fea­tur­et­te zu Robert Rodriguez´Sicht auf die PRE­DA­TOR-The­ma­tik ver­öf­fent­licht, in der Ein­bli­cke in die Arbeit an dem Film gege­ben wer­den. In PREDATORS spie­len unter ande­rem Adri­en Bro­dy, Lau­rence Fishb­ur­ne, Ali­ce Bra­ga, Dan­ny Tre­jo, Walt­on Gog­gins, Oleg Takt­a­rov, Mahers­ha­lal­hash­baz Ali und Louiz Oza­wa; Regie führt Nim­rod Antal nach einem Dreh­buch von Robert Rodri­guez, Alex Lit­vak und Micha­el Finch.

In der Fea­tur­et­te geht es um den Cha­rak­ter »Edwin«.

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Edwin

Copy​.Right​.Now

Logo Heinrich Böll Stiftung

… unter die­sem Titel hat die Hein­rich Böll Stif­tung zusam­men mit iRights​.info einen Rea­der zum The­ma Copy­right in der Inter­net-Ära her­aus­ge­bracht. Der Unter­ti­tel lau­tet »Plä­doy­ers für ein zukunfts­taug­li­ches Urhe­ber­recht«. In die­sem Rea­der neh­men renom­mier­te Autoren unter ande­rem Stel­lung zum Urhe­ber­recht in der moder­nen ver­netz­ten Welt, zum Kopie­ren und zum Leis­tungs­schutz-Gejam­mer der eta­blier­ten Ver­le­ger.

Der Rea­der steht unter einer Crea­ti­ve Com­mons-Lizenz, die es mir ermög­licht, einen der Arti­kel hier zu ver­öf­fent­li­chen. Es han­delt sich dabei um die Betrach­tun­gen von Moni­ka Ermert zum ACTA-Abkom­men, dass soeben hin­ter ver­schlos­se­nen Türen und wei­test­ge­hend ohne den Ein­fluss demo­kra­ti­scher Prin­zi­pi­en ver­han­delt wird und das zu ein­schnei­den­den Ein­schrän­kun­gen unse­rer Bür­ger­rech­te in der digi­ta­len Welt füh­ren wird – wenn es nicht recht­zei­tig gestoppt und auf eine demo­kra­ti­sche Basis geho­ben wird.

War­um ich das hier the­ma­ti­sie­re? Das hat ver­schie­de­ne Grün­de. Zum einen stammt das heu­te genutz­te Urhe­ber­recht aus einer grau­en Vor­zeit und passt nicht mehr zur »digi­ta­len Gesell­schaft«. Zum ande­ren kann es mei­ner Ansicht nach nicht ange­hen, dass Volks­ver­tre­ter die Inter­es­sen des Vol­kes das sie ver­tre­ten sol­len an die Ver­tre­ter von Medi­en­kon­zer­nen ver­kau­fen. Und drit­tens sehe ich die Gefahr, dass Bür­ger­jour­na­lis­ten ihre Blogs und Spe­cial-Inte­rest-Sei­ten (so wie bei­spiels­wei­se die­se hier) zuma­chen kön­nen, wenn die Ver­le­ger von Baum­fäll-Zei­tun­gen (und Kon­sor­ten) ihre For­de­run­gen mit­tels mas­si­ver Poli­tik-Mani­pu­la­tio­nen durch­set­zen kön­nen – ein ers­ter Ansatz ist mit dem Jugend­me­di­en­staats­ver­trag und sei­nen abstru­sen For­de­run­gen bereits getan.

Man muss die­se Infor­ma­tio­nen ver­brei­ten, damit auch die viel­leicht end­lich auf­wa­chen, die unre­flek­tiert die Paro­len der Medi­en­in­dus­trie und ihrer Hand­pup­pen nach­plap­pern.

Wei­ter­le­sen

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Kritik: STAR TREK ONLINE – The Good, The Bad And The Ugly

Logo Star Trek

Neu im Arti­kel­por­tal:

Be­spre­chung und Er­fah­rungs­be­richt

Als ich zum ers­ten Mal davon hör­te, dass es ein MMO im Star Trek-Uni­­ver­­­sum geben soll­te, war ich gleich­zei­tig hoch­er­freut und ent­setzt. Hoch­er­freut, weil ich auf so etwas wohl seit Jah­ren ge­war­tet hat­te und ent­setzt, weil ich Be­fürch­tun­gen hin­sicht­lich einer an­ge­mes­se­nen Um­set­zung hat­te. Der ers­ten Fir­ma, die sich an die­sem am­bi­tio­nier­ten Pro­jekt ver­such­te, ging dann auch die Luft aus; Per­pe­tu­al En­ter­tain­ment hat­te einen Bro­cken ab­ge­bis­sen, der of­fen­sicht­lich zu groß war – und das ist scha­de, denn et­li­che ihrer An­sät­ze waren rich­tungs­wei­send und über­aus krea­tiv, aber of­fen­sicht­lich hat­te man den Auf­wand deut­lich un­ter­schätzt.
Cryp­tic Stu­di­os er­warb die nun brach lie­gen­den Rech­te vor knapp über zwei Jah­ren und mach­te sich selbst ans Werk, das Uni­ver­sum von Kirk, Spock und Co. in ein Mul­­ti­­play­er-Spiel um­zu­set­zen, fi­nan­zi­el­ler Hin­ter­grund kam vom Pu­blis­her Ata­ri, der das Ent­wick­ler­stu­dio im De­zember 2008 er­warb.

Bei der Be­trach­tung des Spiels muss man ganz si­cher zwei Per­spek­ti­ven an­wen­den, die des STAR TREK-Fans und die des MMO-Spie­­lers – jede wird ihren Fokus auf an­de­re As­pek­te legen. Cryp­tic sah sich vor der Her­aus­for­de­rung, nicht nur dem Fran­chise und des­sen nichts ver­ge­ben­den Har­d­­co­re-Fans eben­so ge­recht zu wer­den, wie den Spie­lern, unter denen es eben­sol­che Hard­li­ner gibt – und da­zwi­schen auch die Ge­le­gen­heits­spie­ler zu be­die­nen, die mög­li­cher­wei­se STAR TREK zwar kann­ten, es aber nicht zu einer Re­li­gi­on er­ho­ben hat­ten, eine Grat­wan­de­rung.

Ich bin lang­jäh­ri­ger Trek-Fan – aber nicht Fa­na­tic – und eben­falls lang­jäh­ri­ger Spie­ler auch von MMOs, des­we­gen bin ich in der Lage, ab­zu­schät­zen, was rich­tig und was falsch ge­macht wur­de. Davon ab­ge­se­hen krankt STO al­ler­dings grund­sätz­lich an einem viel sim­ple­ren Pro­blem: Es wur­de mas­siv un­fer­tig auf den Markt ge­bracht, ich kann nur ver­mu­ten, dass Ata­ri schnel­les Geld sehen woll­te…

Das hier ist nur eine Über­sicht, der Ar­ti­kel hät­te auf­grund wei­te­rer De­fi­zi­te beim Spiel und beim Sup­port noch län­ger wer­den kön­nen, aber das hät­te den jetzt be­reits be­trächt­li­chen Um­fang einer Bespre­chung im Web ein­deu­tig ge­sprengt.

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ALLODS ONLINE – ein erster Blick

allods-online-logo

Nach dem Abschluss des Expe­ri­ments, das ich in der Rück­schau als »das STAR TREK ONLINE-Desas­ter« bezeich­nen möch­te, war ich auf der Suche nach einem neu­en Online-Spiel, um die Zeit bis zur nächs­ten WOW-Erwei­te­rung CATACLYSM zu über­brü­cken. Gro­ße Hoff­nun­gen hat­te ich eigent­lich nicht, denn im Gro­ßen und Gan­zen ist mir der MMO-Markt bekannt und ich rech­ne­te nicht mit Über­ra­schun­gen. So kann man sich täu­schen…

ALLODS ONLINE wird vom Anbie­ter gPo­ta­to feil gebo­ten, die kennt man ansons­ten durch Über­set­zun­gen von Spie­len asia­ti­scher Her­kunft wie FLYFF, CASTLE OF HEROES oder RAPPELZ. Wei­test­ge­hend unbe­merkt (zumin­dest von mir) haben die aber auch ALLODS ONLINE auf den euro­päi­schen Markt gebracht, das ursprüng­lich vom rus­si­schen (!) Ent­wick­ler Astrum Nival stammt. ALLODS ist »free to play«, das bedeu­tet, es ent­ste­hen weder Kos­ten für einen Kauf des Spiel noch monat­li­che Abo­ge­büh­ren. gPo­ta­to ver­dient sein Geld, wie ande­re Anbie­ter von »free to play«-Games auch, über einen Item­shop, in dem man Gegen­stän­de gegen har­te Euros erwer­ben kann. Wie das zu Buche schlägt, dazu kann (und wer­de) ich erst spä­ter mehr sagen. Grund­sätz­lich muss man in eine Berech­nung mit ein­be­zie­hen, dass es kei­ne Anschaf­fungs­kos­ten gibt und man auf­grund feh­len­der monat­li­cher Abo-Gebüh­ren auch pro­blem­los mal eine Zeit lang aus­set­zen kann.

Schiff der Liga
Astral­raum-Schiff der Liga

ALLODS hat einen unge­wöhn­li­chen Hin­ter­grund, der lupen­rei­ne Fan­ta­sy mit Welt­raum (auch der ist aber ein sehr phan­tas­tisch gepräg­ter »Astral­raum«) und einem gerüt­tel­ten Maß an Steam­punk mischt. Der ers­te Ein­druck (nach meh­re­ren Stun­den Spiel) ist höchst posi­tiv, sowohl was die Spiel­me­cha­nis­men, als auch Gra­fik und Umset­zung angeht (hier soll­te sich Cryp­tic mond­gro­ße Schei­ben abschnei­den, die haben im Gegen­satz für ein mas­siv unfer­ti­ges Spiel den vol­len Ver­kaufs­preis genom­men und erdreis­ten sich auch noch, jeden Monat 15 Euro kas­sie­ren zu wol­len). Beson­ders gelun­gen ist auf den ers­ten Blick die lie­be­vol­le und detail­rei­che Umset­zung des Set­tings und der Ques­ten. Wei­ter­hin ist bemer­kens­wert, dass man Astral­schif­fe kon­stru­ie­ren kann und die­se dann mit meh­re­ren Spie­lern in unter­schied­li­chen Posi­tio­nen auf einem Vehi­kel (wie bei­spiels­wei­se Kapi­tän, Steu­er­mann, Inge­nieur, Kano­nie­re) gleich­zei­tig in Gefech­te schickt. Das ist aber erst­mal nur Hören­sa­gen, denn so weit bin ich noch nicht gekom­men.

Ich wer­de wei­ter berich­ten. Erst­ein­druck ist aber: Dau­men hoch!

Edit: ich hab noch einen ver­ges­sen: Nach­dem ich erst die deut­sche Ver­si­on ange­spielt hat­te, bin ich auf­grund der gru­se­li­gen Über­set­zung schnell auf die eng­li­sche umge­stie­gen. Der Trick hier­bei ist: lädt man sich den deut­schen Cli­ent her­un­ter, hat man auch nur Zugriff auf die deut­schen Ser­ver. Instal­liert man den eng­li­schen Cli­ent, spielt man auto­ma­tisch auf den eng­li­schen Ser­vern. Ich hof­fe, hier wird noch nach­ge­bes­sert, mir per­sön­lich macht es aller­dings nichts aus, auf einem eng­li­schen Ser­ver zu spie­len – im Gegen­teil…

Noch´n Edit: Man soll­te sich gut über­le­gen was man tut, wenn man sich einen Ser­ver und eine Frak­ti­on aus­sucht, man kann auf einem Ser­ver näm­lich immer nur eine Frak­ti­on spie­len, nicht bei­de. Das kann dann inter­es­sant wer­den, wenn man mit Freun­den zusam­men spie­len möch­te.

Bil­der: Copy­right 2010 gPo­ta­to

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