Ha! Diesmal sogar noch im alten Monat. Erik Schreibers PHANTASTISCHER BÜCHERBRIEF mit der Nummer 637 für den Monat November ist da. Wie immer geht es um Phantastik und Krimi/Thriller, diesmal liegt allerdings ein deutlicher Schwerpunkt auf Hörspielen.
In Sachen Deutsche Phantastik geht es unter anderem um ARRION und CAJAN von Tanja Rast, erschienen im Amrûn Verlag, bei der Internationalen Phantastik wird Richard Laymons DAS UFER vorgestellt. Im Bereich Jugendliteratur liest man über Tommy Krappweis´ GHOSTSITTER-Romane GEISTER GEERBT und VORSICHT POLTERGEIST. Ebenfalls besprochen werden Veröffentlichungen rund um DOCTOR WHO von Panini und Cross Cult und eben reichlich Hörspiele, insgesamt 15 Stück.
DER PHANTASTISCHE BÜCHERBRIEF liegt wie immer im PDF-Format vor und kann hier kostenlos herunter geladen werden.
Bei Emmerich Books & Media ist der dritte Band der HEXER STANLEY CHRONIKEN von H.J. Müggenburg erschienen. Der Verlag schreibt dazu:
Mit den HEXER STANLEY CHRONIKEN III wird die Werkausgabe von H.J. Müggenburgs Gesamtwerk fortgesetzt. Die Originalromane erschienen zwischen 1973 und 1981 im Zauberkreis-Verlag.
Vier Jahrzehnte schlummerten die Manuskripte in den »Grüften« der Archive. Nun werden sie zu neuem Leben erweckt! Sir Stanley, Großmeister der Weißen Loge, bekämpft das organisierte Böse weltweit! Unterstützt von seiner Frau Anne und dem Butler George, ihrerseits Adepten der magischen Zünfte, schickt er seine dämonischen Widersacher dorthin zurück, wo sie hingehören – und zwar endgültig. Die Romane waren schon zu Zeiten der Erstveröffentlichung in den 70er-Jahren ein Geheimtipp. Denn wo gab es das schon: Humor im Horror-Genre!
Die Erstausgaben – unter dem Pseudonym Hexer Stanley veröffentlicht – erschienen in insgesamt sieben Abenteuern zwischen 1974 und 1978 in der Reihe Silber-Grusel-Krimi im Zauberkreis-Verlag, Rastatt. EMMERICH Books & Media wird diese in insgesamt fünf Büchern herausgeben und sie mit bislang zwei unveröffentlichten Romanen ergänzen. Soweit es möglich ist, werden auf vorhandene Originalmanuskripte zurückgegriffen und Kürzungen der Zauberkreisausgabe wieder eingefügt.
Die Pyramide von Meidum (… und die Mumie umarmte ihn – Silber Grusel-Krimi Nr. 103, Zauberkreis-Verlag, Rastatt, 04.11.1975). Satans Hoflieferanten (Erstveröffentlichung) … spielt im Jahr 1974 und ist das zweite der bislang
unveröffentlichten Manuskripte.
Weiterhin enthalten sind ein Vorwort von Horst Hermann von Allwörden, sowie Anhänge: Informationen zu den Originaltexten, ein Kurzportrait des Autors und eine Vorstellung der Coverkünstlerin Beate Rocholz. Bestellt werden kann das Buch beim Verlag oder via Amazon, es gibt auch eine eBook-Fassung.
HEXER STANLEY CHRONIKEN III
H.J. Müggenburg
Grusel
31.10.2016
Buchausgabe:
20,3 x 12,7 x 1,5 cm / 232 Seiten
12,95 Euro
ISBN: 978–1539471462
eBook: 4,95 Euro
Emmerich Books & Media
Coverabbildung Copyright Emmerich Books & Media
Auch im Oktober hat Erik Schreiber wieder rekordmäßig viele Bücher gelesen und lässt uns in seinem PHANTASTISCHEN BÜCHERBRIEF daran teilhaben, wie er sie fand. Wie immer finden sich Besprechungen über verschiedene Medien des Genres Phantastik und Krimi. Diesmal sind sogar zwei Conberichte dabei.
Ansonsten gibt es diesmal Besprechungen zu den Themen: Deutsche und internationale Phantastik, Jugendliteratur, Krimi & Thriller, DVD, Fanzines & Magazine, Hörspiele, Comics und Sekundärliteratur.
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In einem Kommentar auf der Webseite der Zeit wirft Autorin Karen Köhler Martin Vogel ernsthaft vor, dass er durch seinen Rechtsstreit Verlage zerstören wird. Ich muss es ganz offen sagen: Bei so einem Rechtsverständnis wird mir schlecht. Vogel hat einen Rechtsverstoß gesehen, von dem er persönlich betroffen ist, und hat den korrekten Weg gewählt: Den durch die Instanzen der Gerichte. Und die haben Recht gesprochen, und höchstrichterlich festgestellt, dass die Praxis der VG Wort-Ausschüttung an Verlage rechtswidrig ist.
Rechtswidrig. Höchstrichterlich.
Das sind Vokabeln, die einem zu denken geben sollten, bevor man sich als Autorin vor den Karren von Börsenverein und Co. spannen lässt und einen Kommentar veröffentlicht, der inhaltlich dermaßen daneben ist und das Opfer zum Täter machen soll.
Grund für den Artikel dürfte sein, dass die VG Wort jetzt Rückzahlungen der rechtswidrig ausgeschütteten Beträge einfordert. Und das tun sie in kompromissloser Weise, die für mich absolut nicht nachvollziehbar ist. Selbst kleinste Verlage sollen sofort den gesamten, über Jahre aufgelaufenen, Betrag überweisen.
Man muss sich hier mehrere Fragen stellen:
An erster Stelle natürlich, warum sich die Verwertungsgesellschaft so vehement weigert, Stundungs- oder Ratenzahlungsvereinbarungen anzubieten (Update: siehe unten – verantwortlich ist die Autorenversammlung, bitte den Rest des Artikels unter dieser für mich neuen Voraussetzung sehen). Man könnte fast den Eindruck gewinnen, als wolle man in voller Absicht ein paar kleine Verlage über die Klinge springen lassen, um zu zeigen: »seht ihr, wir haben es doch gesagt!«. Die Gerichtsurteile geben in letzter Konsequenz nicht her, dass es keine Flexibilität bei der Rückzahlung geben könnte, es wurde allein die Auszahlungspraxis für rechtswidrig erklärt. Deswegen wiederhole ich meine Frage: Warum zeigt die VG Wort keinerlei Entgegenkommen bei den Rückforderungen? Warum gibt es keine Härtefallregelungen? Weil es ihnen zuviel Arbeit ist? Weil sie konkrete Ziele mit der starren Haltung verfolgen (siehe oben)? Meiner Ansicht nach könnte man das Verhalten der VG Wort beinahe als mafiös bezeichnen.
Eine weitere Frage ist: Warum hat man seitens des Börsenvereins und der VG Wort jahrelang so getan, als sei das alles überhaupt kein Problem und werde am Ende irgendwie weggehen, statt sich und die Verlage auf den absehbar kommenden Ernstfall vorzubereiten? Es hätte konkrete Warnungen geben müssen, sich durch Rücklagen auf Rückzahlungen einzustellen, das hätte über all die Jahre, die das Verfahren läuft, bereits geschehen können. Stattdessen hat man medienwirksam und propagandaartig die ganze Zeit kolportiert, dass Vogel am Ende eh verlieren wird. Das war hoch gepokert und der Bluff ist am Ende geplatzt. Hätten VG Wort und Börsenverein statt »Hurra-Wir-Gewinnen!«-Tamtam nicht die Aufgabe gehabt, die Verlage realistisch auf das vorzubereiten, was kommt? Warum ist das weitestgehend unterblieben? Was ist von einem Verein zu halten, der seine Mitglieder derart falsch berät?
Nein, Martin Vogel hat hier nicht mal einen Ansatz von Schuld, denn der hat das Rechtssystem genutzt, und dieses hat ihm durch alle Instanzen das ihm zustehende Recht auch zugebilligt. Wenn Verlagen und auch manchen Autoren das nicht passt, kann ich das nachvollziehen, aber auch Verlage stehen nicht außerhalb des Rechtssystems. Sie haben die Möglichkeit, auf den Gesetzgeber Einfluss zu nehmen, oder es zumindest zu versuchen, um Änderungen herbeizuführen. Wenn Autoren weiter wollen, dass Verlage mehr Geld bekommen, steht es ihnen sogar ohne Gesetzesänderungen frei, entsprechende Verträge mit ihren Verlagen abzuschließen.
An der nun konkret entstandenen Misere vieler Kleinverlage hat in erster Linie die VG Wort Schuld, indem sie keine Möglichkeit zur Stundung oder Ratenzahlung einräumt – aus Gründen, die nur die Verantwortlichen bei der Verwertungsgesellschaft kennen. Die verständliche Wut sollte sich gegen den diejenigen richten, die die Zahlungen nun kompromisslos einfordern, und die sitzen bei der VG Wort. Und man könnte auch einen Groll gegen den Börsenverein hegen, der wider besseren Wissens jahrelang behauptet hat, dass Vogel niemals erfolgreich sein wird.
Aber bitte versucht nicht, mit Propagandamaßnahmen das Opfer zum Täter zu machen.
Ich habe großes Verständnis für die zum Teil prekäre Situation der Klein- und Kleinstverlage. Und bin dafür, dass die Verantwortlichen für diese Situation deutlich benannt werden: diese sitzen in meinen Augen im Vorstand der VG Wort und verweigern ohne Ansehen von Härtefällen jegliche Stundungen und Ratenzahlungen. Das ist der eigentliche Skandal. Wenn jemand gegen irgendwas protestieren möchte, dann sollte er überlegen, ob dieser Protest bei der VG Wort nicht erheblich besser aufgehoben ist, als gegen Martin Vogel.
[Update:] Holger Kliemannel kommentiert auf Facebook:
Zu Deiner Frage: »An erster Stelle natürlich, warum sich die Verwertungsgesellschaft so vehement weigert, Stundungs- oder Ratenzahlungsvereinbarungen anzubieten.« Das hatten sie gemacht, wurde jedoch auf der Hauptversammlung von den anwesenden Autoren blockiert (müsste jetzt mal die Unterlagen durchforsten, irgendwo im Brief der VG Wort steht »Stundungsmöglichkeiten, die die Leitung der VG Wort vorgeschlagen hat, wurden abgelehnt.«). Vogel hatte ja dazu aufgerufen, dass Autoren Mitglied werden um bei der Versammlung diese Pläne zu verhindern.
Ich korrigiere mich demnach insofern, dass nicht der Vorstand der VG Wort verantwortlich ist, sondern die Autorenversammlung der VG Wort.
In der Edition Chulhu Libria ist die Anthologie HINTER DEM QUECKSILBER erschienen, welche 25 klassische phantastische Geschichten enthält. Die Herausgeber schreiben dazu:
Jüngst ist in der Edition CL die Anthologie „Hinter dem Quecksilber“ erschienen. Dieser Band vereint 25 klassisch-phantastische Geschichten, die zwischen 1890 bis 1945 entstanden sind. Neben renommierten Schriftstellern wie Paul Leppin oder Max Brod finden sich darin Namen wie Erik E. Elwood oder Henri de Régnier, die heute fast vollständig in Vergessenheit geraten sind. Egal ob man stimmungsvoller Phantastik, die einem langsam eiskalte Schauer über den Rücken laufen lässt, oder phantastischen Schockmomenten, die einem den Atem rauben, den Vorzug gibt – das Talent dieser 25 Phantasten zieht den Leser in seinen Bann.
HINTER DEM QUECKSILBER ist auf 150 Exemplare limitiert, signiert und wurde von Heiko Schulze illustriert.
Das Buch ist in Leinen gebunden und 289 Seiten stark, es kostet 30 Euro. Leider fehlen in der nicht besonders aussagekräftigen Pressemitteilung sowohl die bibliografischen Daten, wie auch die Bezugsquelle, ich gehe deswegen mal davon aus, dass es nur direkt über Cthulhu Libria bezogen werden kann. Eine eBook-Fassung gibt es offenbar nicht.
Ich hatte bereits auf den demnächst erscheinenden Bildband STEAMPUNK MECHANICS – MADE IN GERMANY von Admiral Ravensdale und Company hingewiesen, in dem deutsche Maker ihre Projekte vorstellen, und der bei der Edition Roter Drache erscheint. Das Buch ist zweisprachig, die Texte zu den Exponaten liegen in englisch und deutsch vor.
Man kann das Werk nach wie vor zum günstigen Subskriptionspreis von 25 Euro beim Verlag vorbestellen, das Angebot gilt aber nicht mehr lange, danach kostet es 29,95 Euro.
Wer sich vor dem Kauf einen Eindruck verschaffen möchte, kann das jetzt tun, denn es gibt eine Leseprobe im PDF-Format:
Disclaimer: Dieser Hinweis ist selbstverständlich völlig uneigennützig, aber … psst: Das Cover ist von mir … :)
Steampunk Mechanics – Made in Germany
Admiral Aaron Ravensdale and Company
232 komplett farbige Seiten
29,7 x 21 cm, Hardcover
EUR 29,95
ISBN 978–3946425106
Edition Roter Drache
Passend zur Meldung über die Gewinner des Deutschen Phantastik-Preises heute morgen:
Wie geschrieben, ist der Gewinner in Sachen Sekundärliteratur das bei der Edition Roter Drache erschienene GROSSE STEAMPANOPTIKUM von Clara Lina Wirtz und Alex Jahnke. Leider kann man das Buch allerdings nicht mehr erwerben, da es bereits einige Zeit ausverkauft ist. Dank der Preisverleihung wird sich das allerdings demnächst ändern:
Wie der Verlag auf seiner Facebook-Seite meldet, wird es im Frühjahr 2017 eine Neuauflage des Hardcovers geben. Und die ist sogar erweitert und wird 16 Seiten mehr umfassen als die erste Ausgabe. Der Preis bleibt unverändert bei für das Gebotene spottbilligen 20 Euro.
Wenn ich mehr über den Erscheinungstermin weiß, werde ich euch selbstverständlich informieren.
Am vergangenen Samstag wurde wie in jedem Jahr im Rahmen des Buchmesse Convent der Deutsche Phantastik-Preis verliehen. Besonders gefreut hat mich dabei der erste Platz für das beste Sekundärwerk an Clara Lina Wirz und Alex Jahnke für DAS GROSSE STEAMPANOPTIKUM (erschienen bei der Edition Roter Drache), denn da sind auch zwei von mir gestaltete Doppelseiten drin. :) Und erneut wurden zwei Werke aus dem bereich Steampunk ausgezeichnet, denn auch Die dunkelbunten Farben des Steampunk aus dem Art Skript Phantastik-Verlag hat einen Preis erhalten, nämlich den für die beste Original-Anthologie. Damit bleibt das Genre Steampunk beim DPP weiter stark vertreten, und das, obwohl die Publikumsverlage es nicht mal mehr mit der Kneifzange anfassen.
Gratulation auch an Jürgen Eglseer, aus dessen Verlag Amrûn zwei weitere Preisträger stammen.
Auf der Buchmesse Frankfurt erlaubte man Branchenfeind Nummer Eins Amazon heute großherzig, den Gewinner des Kindle Storyteller Awards zu küren. Gewonnen hat Halo Summers Roman ASCHENKINDEL – EINE WAHRE GESCHICHTE. Auch in diesem Jahr scheint es sich wieder um Phantastik zu handeln – irgendwie zumindest, so richtig konnte ich das aus dem Werbetext nicht entnehmen. aber die Besprechungen auf Amazon deuten darauf hin, dass es sich um eine aufgefrischte Aschenputtel-Variante mit Fantasy-Elementen handelt. Werbetext:
»Du bist schon ein komisches Mädchen«, sagt meine gute Fee. »Jedes andere Mädchen in deiner Situation wäre überglücklich, auf so einen Ball gehen zu dürfen. Noch dazu auf einen, bei dem es sich in einen Prinzen verlieben und damit seinem Elend entkommen könnte!« Tja, wo sie recht hat, hat sie hat recht. Ich bin ein komisches Mädchen. Und ich habe fest vor, eins zu bleiben!
Claerie Farnflee wurde vom Schicksal nicht gerade verwöhnt. Erst starb ihr Vater, dann folgte der gesellschaftliche Absturz und seither wird ihr das mühselige Leben in Armut von einer bösen Stiefmutter und zwei garstigen Schwestern versüßt. Ist Claerie deswegen unglücklich? Nein – jedenfalls nicht unglücklich genug, um sich jedem dahergelaufenen Prinzen an den Hals zu werfen.
So denkt sie, doch an einem düsteren Gewittertag begegnet sie im Verbotenen Wald einem Fremden und das, was sie für unmöglich gehalten hat, passiert: Ihr Schicksal nimmt eine geradezu verstörende Wendung – selbst Prinzen und Bälle spielen darin keine unbedeutende Rolle mehr …
ASCHENKINDEL gewinnt ein Preisgeld in Höhe von 30000 Euro sowie einen Verlagsvertrag bei Harper Collins Germany (die damit nach Bastei Lübbe, die den letztjährigen Gewinner verlegten, das neue Feindbild der Branche sein dürften). Der Roman ist als Taschenbuch und eBook bei Amazon erhältlich, ersteres kostet 9,90 euro, letztes schlägt mit 2,99 Euro zu Buche. Die Printfassung ist 276 Seiten stark.
Neulich hatte ich mich in einem Kommentar über die Konditionen beklagt, die die Verlagsgruppen Holtzbrinck und Bonnier den Onleihen der öffentlichen Bibliotheken gemacht hatten. Ein Angebot, das diese dankend ablehnten, da es auch in meinen Augen nicht nur finanziell überzogen war. Erneut sollten eBooks völlig anders als Printbücher behandelt werden, und erneut zeigte sich das bigotte Handeln der Publikumsverlage: Zum einen lobbyisiert man intensiv, um eBooks den Büchern gleichzustellen, aber gleichzeitig möchte man von diesem Status gern jede Menge Ausnahmen, die natürlich nur den Rechteverwertern nutzen sollen. Die Interessen der Nutzer bleiben außen vor, ein Ungleichgewicht, dass dank massiver Einflussnahme der Verwerter auf die Politik immer mehr in Schieflage gerät. Mit dem Vorsitzenden des Verlegerausschusses hatte sich ein Lobbyvertreter zu Wort gemeldet und in Kommentaren ordentlich Propaganda für die Haltung der Verlage gemacht.
Jetzt wird klarer, warum Holtzbrinck und Bonnier den Büchereien solche inakzeptablen Angebote machen: Tatsächlich möchte Bonnier lieber selbst an attraktiven Leihangeboten verdienen und tut sich zu diesem Zweck mit der Leseflatrate Skoobe zusammen. Ab sofort sind die Bücher der Bonnier-Verlagstöchter dort zu erhalten, Skoobe ist ohnehin bereits ein Projekt von Holtzbrinck und Random House. Die möchten halt lieber direkt an einem Entleihgeschäft verdienen, statt einen Bruchteil davon Stadtbüchereien zu überlassen. Sicher auch mit der Idee im Hinterkopf, dass der Leser vermutlich das Geld für eine Leihflatrate berappt, wenn die gewünschten eBooks in der Onleihe nicht zu erhalten sind. Das mag so sein, aber ein solcher Leser ist sich garantiert auch im Klaren darüber, dass er dann bei Amazon deutlich besser aufgehoben ist, als bei Skoobe.
Man darf anhand der bekannten Lizensierungskosten solcher Flatrates davon ausgehen, dass die Konditionen dort um Längen schlechter sind, als bei den Leihbüchereien und die Autoren von den Erlösen so gut wie nichts sehen. In diesem Licht kann man die Aussagen von Herrn Ulmer nochmal bewerten …
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