Wer wie ich PERRY RHODAN seit der frühesten Jugend gelesen hat, der ist mit seinen Titel- und Innenillustrationen der SF-Serie aufgewachsen: Johnny Bruck steuerte bis zu seinem viel zu frühen Tod 1995 alle Titelbilder der Reihe bei und erstellte zudem zahllose Innenillustrationen der Heftromane. Die Druckauflage aller Werke mit Illustrationen des Künstlers soll bei über einer Milliarde Exemplaren liegen.
Ende Oktober erscheint beim Marlon-Verlag ein Sachbuch über Johnny Bruck. Aus dem Klappentext:
Der große Erfolg der Perry Rhodan-Serie ist auch sein Verdienst: Johnny Brucks Illustrationen waren oft der erste Kontakt des Lesers zu Perry Rhodan. Das Gesamtwerk des Künstlers wird auf mehr als fünftausend farbige Arbeiten geschätzt. Bruck malte Titelbilder für Felix Graf Luckners Seeteufel über Soldatengeschichten, Jörn Farrow, Billy Jenkins, Moewig Kriminalroman, Tarzan, Conan und Karl-Herbert Scheers ZBV-Serie wie auch für die Serien Utopia und später für Terra und die Atlan-Serie. Brucks Hauptwerk ist die wöchentliche Perry Rhodan-Romanserie, die er 35 Jahre lang illustrierte. Schon zu Lebzeiten war Johnny Bruck, der 1995 an den Folgen eines schweren Verkehrsunfalls starb, eine Legende. Seine zeitgeistgeprägten retrofuturistischen Darstellungen haben heute Kultstatus.
Verfasst wurde das unter dem Titel PERRY RHODAN ILLUSTRATOR JOHNNY BRUCK erscheinende Werk von Frank G. Gerigk, herausgegeben hat es Eckhard Schwettmann. Ab dem 31. Oktober 2012 ist das DIN-A4 große, 320 Seiten starke, Werk zum Preis von 39,95 Euro überall im Buchhandel und bei den Onlinehändlern zu erhalten.
Cover PERRY RHODAN ILLUSTRATOR JOHNNY BRUCK Copyright Merlon-Verlag
In der Ausgabe 585 von Erik Schreibers Phantastischem Bücherbrief finden sich nicht ganz überraschend … Rezensionen. :) Darunter bespielsweise Andreas Thomas´ ENGELSPAKT oder Johann Peters´ DIE GRABRÄUBER VON THEBEN, erschienen bei Acabus. In Sachen ausländischer Phantastik finden sich unter anderem VORTEX von Robert Charles Wilson, Joe Haldemans HERR DER ZEIT oder CLOCKWORK PRINCE von Cassandra Clare. Auch Heftromane werden betrachtet, sowohl die Erstauflage des SF-Urgesteins PERRY RHODAN, wie auch die Spinoff-Serie NEO sowie ein Heft der inzwischen von Bastei als eingestellt gemeldete STERNENFAUST.
Die Einführung bildet diesmal ein Nachruf auf den kürzlich leider verstorbenen US-amerikanischen Science Fiction-Autor Harry Harrison.
Der Phantastische Bücherbrief 585 liegt im PDF-Format vor und hat einen Umfang von ca. 300 kB
Huch, da hätte ich doch vor lauter arbeit fast die Verleihung der diesjährigen Hugo-Awards übersehen, glücklicherweise wies Sean auf seiner Seite Wortwellen darauf hin, Danke dafür.
Als bester Roman wurde Jo WaltonsAMONG OTHERS ausgezeichnet, eine Geschichte um ein magiebegabtes Mädchen in einem britischen Internat. Da könnte man an eine Potter-Epigone denken, aber tatsächlich ist die Herangehensweise eine deutlich andere als beim populären Zauberlehrling. AMONG OTHERS konnte sich gegen Ikonen wie Martins A DANCE WITH DRAGONS oder Miévilles EMBASSYTOWN durchsetzen. Die beste Novelle THE MAN WHO BRIDGED THE MIST stammt von Kij Johnson. Äußerst positiv finde ich die Tatsache, dass man die nominierten Novellen heutzutage oft problemlos als eBook erwerben kann, früher kam man nur schwer an das Material heran.
Im Bereich bewegte Bilder (lang) ließ die Fernsehserie GAME OF THRONES nicht ganz unerwartet alle anderen hinter sich, darunter auch HARRY POTTER und HUGO (CABRET). Als beste TV-Episode wurde erneut eine DOCTOR WHO-Folge ausgezeichnet, nämlich THE DOCTOR´S WIFE. Insgesamt waren drei Episoden der britischen Kultserie nominiert worden.
[Update 11:00 Uhr:] Der Livestream von der Veranstaltung wurde aufgrund angeblicher Urheberrechtsverstöße unterbrochen (englischer Artikel auf io9). Konkreter Grund waren Clips aus nominierten Fernsehserien. Das ist natürlich ein großer Lachschlager, dass von auf Drängen der Verwertermafia eingeführten automatisierten Maßnahmen gerade ein solcher Stream weggeboxt wird. Und es wirft ein bezeichnendes Licht darauf, was mit dem Netz geschehen könnte (und schon geschieht), wenn man die Verwerterlobbies weiter machen lässt.
Alle Auszeichnungen finden sich im vollständigen Artikel.
Da auf der Funkausstellung selbstverständlich neben haufenweise Krams wie derzeit überflüssigen 4K-Fernsehgeräten auch diverse neue eReader vorgestellt wurden, fallen die Preise für ältere Modelle. Älter bedeutet im Falle des TrekStorPyrus Mai 2012, denn zu diesem Zeitpunkt ist er auf dem Markt erschienen, ein durchaus aktuelles Gerät also.
Ab sofort geht der Pyrus zu einem Preis von gerade mal 69 Euro über die Theke, wenn man bei den richtigen Onlinehändlern bestellt sogar ohne Versandkosten. Das Gerät verfügt über ein ePaper-Display (der Hersteller nennt es »Digital Ink Display«), das ist zwar nicht ganz so gut wie die eInk-Anzeigen der Konkurrenz, aber allemal besser als irgendwelche TFT-Krücken. An Textformaten beherrscht der Pyrus EPUB (unterstützt Adobe® DRM), FB2, HTML, PDB, PDF (unterstützt Adobe® DRM), RTF, TXT, weiterhin die Bildformate BMP, GIF (max. 2.5 MP, nicht animiert), JPEG, PNG (max. 2.5 MP) und TIFF. Audiounterstützung bietet das Gerät nicht. Der Pyrus bietet 4GB Speicherkapazität und kann mit MicroSD- oder MicroSDHC-Karten erweitert werden. Mit dem Rechner kommuniziert das Gerät über USB, das Display ist sechs Zoll groß, hat eine Auflösung von 600 x 800 Pixeln, der eReader wiegt ca. 216 Gramm.
An eBooks Interessierte, die bisher durch die Preise der Lesegeräte abgeschreckt wurden, sollten vielleicht mal einen Blick werfen, denn preiswerter ist der Einstieg ins digitale Lesen derzeit nirgendwo anders möglich. Man muss allerdings darauf hinweisen, dass das Display nicht ganz so kontraststark ist wie bei den Geräten der anderen Anbieter. Bei Amazon hatte der niedrige Preis bereits Auswirkungen: dort hat der Pyrus derzeit eine Lieferzeit von zwei bis vier Wochen, ist man bereits ca. drei bis fünf Euro mehr auszugeben, erhält man ihn jedoch bei alternativen Anbietern.
Wenn ich ohnehin schon an der Tastatur sitze, kann ich auch gleich noch einen Artikel schreiben. Und der hat es in sich. Die beiden Nerd-Ikonen und SF-Autoren Charles Stross und Cory Doctorow haben sich zusammen getan, um gemeinsam einen Roman zu verfassen. Und wie man es bei einer Kollaboration solcher Koryphäen erwarten kann, ist der inhaltlich … ungewöhnlich!
Welcome to the fractured future, at the dusk of the twenty-first century.
Earth has a population of roughly a billion hominids. For the most part, they are happy with their lot, living in a preserve at the bottom of a gravity well. Those who are unhappy have emigrated, joining one or another of the swarming densethinker clades that fog the inner solar system with a dust of molecular machinery so thick that it obscures the sun.
The splintery metaconsciousness of the solar-system has largely sworn off its pre-post-human cousins dirtside, but its minds sometimes wander…and when that happens, it casually spams Earth’s networks with plans for cataclysmically disruptive technologies that emulsify whole industries, cultures, and spiritual systems. A sane species would ignore these get-evolved-quick schemes, but there’s always someone who’ll take a bite from the forbidden apple.
So until the overminds bore of stirring Earth’s anthill, there’s Tech Jury Service: random humans, selected arbitrarily, charged with assessing dozens of new inventions and ruling on whether to let them loose. Young Huw, a technophobic, misanthropic Welshman, has been selected for the latest jury, a task he does his best to perform despite an itchy technovirus, the apathy of the proletariat, and a couple of truly awful moments on bathroom floors.
RAPTURE OF THE NERDS erscheint am nächsten Dienstag, also dem 4. September 2012, bei Tor Books als Hardcover, der Preis beträgt 17,95 Euro, für die Kindle-Version muss man 14,62 Euro hinblättern. Natürlich in englisch, auf eine deutsche Ausgabe wird man – wie immer – wahrscheinlich noch etwas warten müssen.
Normalerweise schreibe ich ja Samstags keine News, doch heute muss ich mal eine Ausnahme machen. Denn: um Mitternacht (oder besser gesagt kurz danach, nicht dass der Müller mich wieder verbessert) :o) erschien die 279. Ausgabe des FANDOM OBSERVER.
Chefredakteur Olaf Funke präsentiert auf 18 Seiten die folgenden Themen:
- Kultisten unter sich – Markus Widmer berichtet über den Cthulhu-Con auf Burg Rieneck im Spessart
– Urlaubs-Con und Meer: Simone Edelberg war auf dem SFCD-Jahrescon in Kiel
- Zwei Ausflüge in die Brennende Stadt: Olaf Brill liest DIE DREI ???
Und das erwartet euch außerdem:
Peter Herfurth-Jesse rezensiert Ian McDonalds CYBERABAD, Rüdiger Schäfer war im Kino, Robert Musa auch …
Den FO 279 gibt es wie immer zum kostenlosen Download auf der Webseite des Fanzines. Er liegt im PDF-Format vor, die Dateigröße ist mit über 8 MB recht üppig.
Dank eines Hinweises der Teilzeithelden auf Google+ stolperte ich soeben darüber, dass auf drivethrustuff.com, einer Seite die Rollenspielmaterial in eBook-Form verkauft, neuerdings Material unter dem Publishernamen FASA angeboten wird. Das war natürlich in hohem Maße überraschend, denn FASA, immerhin verantwortlich für bis heute erfolgreiche Klassiker wie BATTLETECH oder SHADOWRUN – und nicht zu vergessen das Rollenspiel zu classic STAR TREK – war bereits im Jahr 2001 bankrott gegangen.
Auf der drivethrustuff-Seite fand sich ein Logo mit einer URL: fasagames.com. Da ist allerdings noch nicht viel zu sehen, nämlich eben dieses Logo sowie Copyright-Hinweise. Kurz darauf fand ich die Facebook-Seite von Fasagames, die vor 22 Stunden angelegt worden war. Dort wird darauf hingewiesen, dass man auf Facebook weitere Informationen finden wird, im Hintergrund arbeitet man daran, die Webseite mit richtigem Inhalt starten zu können.
Auf Facebook fand sich dann auch eine Antwort auf die Frage nach Rechten. Die US-Rechte an SHADOWRUN und BATTLETECH hält demnach derzeit Topps (durch deren Kauf von Wizkids), Catalyst Game Labs hat beides lizensiert. Die Rechte an Computerspielen in beiden Settings hält Jordan K. Weisman, einer der beiden ursprünglichen FASA-Gründer im Jahr 1980.
Weiterhin angekündigt ist ein neues Spiel namens 1879, dabei handelt es sich, wie Sutton sagt, nicht so richtig um ein Steampunk-Setting, sondern um eine parallele Historie und Passagen zu anderen Planeten des Multiversums, genaueres wird man wohl sehen, wenn der erste Band erschienen ist. Zusätzlich sollen Miniaturen dazu hergestellt werden, denn es wird offenbar auch (oder ausschließlich?) ein Tabletop werden, zudem ist eine Version für iOS-Geräte geplant. Erscheinen soll 1879 zum Gen Con 2013. Ich finde, das hört sich von der Grundidee her sehr vielversprechend an!
Im Gespräch für Veröffentlichungen ist auch DEMONWORLD, pro System sollen zukünftig zwei bis drei Veröffentlichungen im Jahr erscheinen. Und wer weiß, vielleicht kommt ja auch CRIMSON SKIES zurück …
Wahnsinn, Verbrechen, Vernunft: Auf den Spuren der ersten Detektive seit Vidocq und Pinkerton folgt die Ausgabe 102, 09/2012, des monatlich erscheinenden Fantasy-Magazins NAUTILUS Abenteuer & Phantastik einem Duell zwischen paranormaler Magie und rationaler Wissenschaft, über Spuk und Hexenflüche bis hin zu alptraumhaften Monstern und Zombies der Zukunft.
Der im Zeitalter des Schauerromans lebende Dichter und Schriftsteller Edgar Allan Poe, bekannt durch Gruselgeschichten wie DER FALL DES HAUSES USHER, DIE GRUBE UND DAS PENDEL, DIE MASKE DES ROTEN TODES oder das düstere Gedicht DER RABE, gilt als der Erfinder des heutigen Detektiv-Sujets, und sein Werk bestimmt gleich mehrfach den Cover-Schwerpunkt der aktuell erschienenen September-Ausgabe der NAUTILUS 102: Poes stets logisch und deduktiv arbeitende Ermittler untersuchen grausame und sinistre Verbrechen, die von psychopathischen Irren oder modernen Serienkillern stammen könnten oder nur unter übernatürlichen Umständen erklärbar zu sein scheinen. Die Auflösung ist aber stets wissenschaftlich und rational oder in der Psyche des Täters begründet. Damit hat Poe das Genre späterer Literatur-Kriminalisten wie Sherlock Holmes. Hercule Poirot oder Gideon Fell vorweggenommen, in der stets die Vernunft und Logik des Meisterdetektivs über Verbrechen, Illusion und Täuschung triumphiert. Die neue Ausgabe der NAUTILUS untersucht nicht nur die Methoden der frühen Ermittler in Literatur und Realität von François Vidocq über Pinkerton bis Sherlock Holmes, sondern auch das virtuose Grauen des Schriftstellers Edgar Allan Poe in Romanen und filmischen Umsetzungen.
Denn mit dem gleichen Setting spielt auch der neue, verstörende Mystery-Thriller RED LIGHTS von BURIED-Regisseur Rodrigo Cortés mit Sigourney Weaver, Cillian Murphy und Robert De Niro in den Hauptrollen: Hier geht es um ein tödliches Duell zwischen Wissenschaft und Zauberei, denn der Versuch zweier Universitäts-Forscher, einen paranormalen Bühnen-Mentalisten des Betrugs überführen zu wollen, führt zu einem gänzlich unerwarteten Ende. In Interviews erkären der Regisseur und seine Hauptdarstellerin, warum der Film absichtlich den Pakt mit dem Zuschauer bricht und einen dramatischen Twist präsentiert, der alle Ereignisse letztlich in einem anderen Licht darstellt.
Auch im neuen Stop Motion Fantasy-Film PARANORMAN der Macher von CORALINE geht es um Übernatürliches: der paranormal begabte Teenager Norman kann mit Geistern und Untoten sprechen und auf diese Weise einen schrecklichen Hexenfluch und eine Zombie-Invasion von seinem Heimatstädchen abwenden. Im Interview erzählt Chef-Animator Travis Knight über den Entstehungsprozess des gruseligen, aber familientauglichen Puppenfilms. Monströser geht es im neuen RESIDENT EVIL RETRIBUTION zu: Im fünfter Teil der Filmreihe muß die Heldin Alice herausbekommen, ob die infizierten Zombie-Horden und geifernden Ungeheuer real sind oder nur die Ausgeburt einer manipulierten Traumwelt. Und im Gothic-Thriller THE RAVEN, der in Deutschland direkt auf DVD erscheint, wird John Cusack in der Rolle als Edgar Allan Poe selbst zum Detektiv des Grauens, denn ein maskierter Serienkiller mordet genau wie in den makabaren Horrorgeschichten des Dichters.
Im Literatur-Teil der Ausgabe gibt es neben Neuheitenvorschauen und Rezensionen zu Romanen, Hörbüchern und Comics zudem Interviews mit den Fantasy-Autoren Wolfgang Hohlbein und Gesa Schwartz, dem Hörbuch-Sprecher Oliver Kalkofe sowie einen Werkstattbericht von Mascha Vassena.
Besondere Gimmicks der Print-Ausgabe sind eine Hörbuch-CD mit Lesungen aus DIE ABENTEUER DES SHERLOCK HOLMES, DER NAME DES WINDES und DER HOBBIT, eine Leseprobe aus Cornelia Funkes Gruselmärchen Reckless: Lebendige Schatten sowie ein Auszug aus dem Manga RESIDENT EVIL: MARHAWA DESIRE. Die Leseproben sind auch in der 82-seitigen digitalen ePaper-Ausgabe für PC iund mobile Geräte enthalten sowie in der kostenlosen Homepage-Version, die bereits seit Anfang August auf www.fantasymagazin.de komplett durchgeblättert werden kann. Online gibt es auch eine Vorschau auf die kommende Oktober-Ausgabe. Darin geht es um eine Zeitreise zur eigenen Ermordung, um ausgedachte Figuren, die plötzlich lebendig werden, um Abraham Lincoln als Vampirjäger, um Gaukler und Komödianten in der Fantasy und SF, um Pappnasen-Horror durch Masken, Fratzen und böse Clowns sowie eine Fantasywelt, in der Lachen und Musik verboten sind.
NAUTILUS erscheint monatlich im Abenteuert Medien Verlag und kann sowohl im gutsortierten Zeitschriftenhandel, wie auch via Amazon bezogen werden, dort allerdings nur im Abonnement. Beim Pressekatalog gibt es zudem eine ePaper-Ausgabe.
Dugald A. SteersDRAGONOLOGY ist bei uns weitestgehend unbekannt, obwohl es deutsche Übersetzungen der Bücher durchaus gibt – und das auch schon seit ein paar Jahren. Dennoch wurde die Reihe hierzulande nicht zu einem derart großen Erfolg wie beispielsweise in Großbritannien. Eigentlich seltsam, ein gewisser Zauberlehrling hat das doch schließlich auch geschafft.
Schützenhilfe für die Geschichten um Spezialisten für Drachen, die sogenannten »Dragonologen«, könnte jetzt aus Tinseltown kommen, denn die SF-Spezialisten Roberto Orci und Alex Kurtzman wurden laut dem Hollywood Reporter von Universal angeheuert, um einen Film aus dem Thema zu machen. Das Studio hatte die Rechte im Jahr 2008 erworben, eigentlich sollte Leonard Hartman das Drehbuch schreiben, doch der ist jetzt nur noch ausführender Produzent und das Skript wird von den beiden Hollywood-Wunderknaben verfasst.
Die Geschichte dreht sich um eine Gruppe von Dragonologen, die sich zusammen tun müssen, um zu verhindern, dass ein Bösewicht sich der letzten lebenden Drachen bedient, um die Menschheit auszulöschen. Das Ganze spielt in der Vorlage in Großbritannien.
International hat die Serie bisher nicht nur zwölf Romane hervor gebracht, sondern auch reichlich Merchandising wie Modelle, Spielzeug und Brettspiele. Nur eben nicht bei uns …
ROCKETEER aus dem Jahr 1991 ist mit der Bezeichnung »Flop« nur sehr freundlich umschrieben. An den US-Kinokassen spielte die in den 1930ern handelnde Pulp-Verfilmung gerade mal 50 Millionen Dollar ein. Dennoch scheint die neue Chefetage des Disney-Filmstudios – namentlich Alan Horn, ehemals Warner Bros. – der Ansicht zu sein, dass das genau der Stoff ist, den man jetzt in die Kinos bringen muss.
ROCKETEER war ursprünglich (Anfang der 1980er) ein Comic des inzwischen nicht mehr existenten Indie-Verlags Pacific Comics; der 2008 verstorbene Zeichner Dave Stevens sah es als Hommage an die Serienhelden der dreißiger Jahre.
Im Moment sieht es jedenfalls so aus, als sei ein Remake von ROCKETEER eines der ersten Projekte, die das neu strukturierte Studio des Ohrenkonzerns in Angriff nimmt. Es dürfte anzunehmen, dass man dabei auf die Erfolge von Superhelden-Filmen schielt, die ja insbesondere in letzter Zeit die Kinosäle dominieren. Gewisse grundlegende Ähnlichkeiten zum neuen IRON MAN sind schwer zu übersehen.
Persönlich freue ich mich als Pulp-Fan natürlich über eine solche Umsetzung, gut gemacht könnte das tatsächlich was werden. Offensichtlich sieht Horn seinen neuen Job bei Disney Studios nicht als den eines Portfolio-Managers, der die eingekauften Rechte an Marvel, Muppets und Pixar verwaltet, sondern er will das Studio möglicherweise als eigenständige Marke auf Vordermann bringen. Spannend!
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