Buch

Ende Oktober – Sachbuch zum PERRY RHODAN ILLUSTRATOR JOHNNY BRUCK

Wer wie ich PERRY RHODAN seit der frü­hes­ten Jugend gele­sen hat, der ist mit sei­nen Titel- und Innen­il­lus­tra­tio­nen der SF-Serie auf­ge­wach­sen: John­ny Bruck steu­er­te bis zu sei­nem viel zu frü­hen Tod 1995 alle Titel­bil­der der Rei­he bei und erstell­te zudem zahl­lo­se Innen­il­lus­tra­tio­nen der Heft­ro­ma­ne. Die Druck­auf­la­ge aller Wer­ke mit Illus­tra­tio­nen des Künst­lers soll bei über einer Mil­li­ar­de Exem­pla­ren lie­gen.

Ende Okto­ber erscheint beim Mar­lon-Ver­lag ein Sach­buch über John­ny Bruck. Aus dem Klap­pen­text:

Der gro­ße Erfolg der Per­ry Rho­dan-Serie ist auch sein Ver­dienst: John­ny Brucks Illus­tra­tio­nen waren oft der ers­te Kon­takt des Lesers zu Per­ry Rho­dan. Das Gesamt­werk des Künst­lers wird auf mehr als fünf­tau­send far­bi­ge Arbei­ten geschätzt. Bruck mal­te Titel­bil­der für Felix Graf Luck­ners See­teu­fel über Sol­da­ten­ge­schich­ten, Jörn Far­row, Bil­ly Jenk­ins, Moe­wig Kri­mi­nal­ro­man, Tar­zan, Conan und Karl-Her­bert Sche­ers ZBV-Serie wie auch für die Seri­en Uto­pia und spä­ter für Ter­ra und die Atlan-Serie. Brucks Haupt­werk ist die wöchent­li­che Per­ry Rho­dan-Roman­se­rie, die er 35 Jah­re lang illus­trier­te. Schon zu Leb­zei­ten war John­ny Bruck, der 1995 an den Fol­gen eines schwe­ren Ver­kehrs­un­falls starb, eine Legen­de. Sei­ne zeit­geist­ge­präg­ten retro­fu­tu­ris­ti­schen Dar­stel­lun­gen haben heu­te Kult­sta­tus.

Ver­fasst wur­de das unter dem Titel PERRY RHODAN ILLUSTRATOR JOHNNY BRUCK erschei­nen­de Werk von Frank G. Gerigk, her­aus­ge­ge­ben hat es Eck­hard Schwett­mann. Ab dem 31. Okto­ber 2012 ist das DIN-A4 gro­ße, 320 Sei­ten star­ke, Werk zum Preis von 39,95 Euro über­all im Buch­han­del und bei den Online­händ­lern zu erhal­ten.

Cover PERRY RHODAN ILLUSTRATOR JOHNNY BRUCK Copy­right Mer­lon-Ver­lag

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Der Phantastische Bücherbrief 585

In der Aus­ga­be 585 von Erik Schrei­bers Phan­tas­ti­schem Bücher­brief fin­den sich nicht ganz über­ra­schend … Rezen­sio­nen. :) Dar­un­ter bespiels­wei­se Andre­as Tho­mas´ ENGELSPAKT oder Johann Peters´ DIE GRABRÄUBER VON THEBEN, erschie­nen bei Aca­bus. In Sachen aus­län­di­scher Phan­tas­tik fin­den sich unter ande­rem VORTEX von Robert Charles Wil­son, Joe Hal­dem­ans HERR DER ZEIT oder CLOCKWORK PRINCE von Cas­san­dra Cla­re. Auch Heft­ro­ma­ne wer­den betrach­tet, sowohl die Erst­auf­la­ge des SF-Urge­steins PERRY RHODAN, wie auch die Spin­off-Serie NEO sowie ein Heft der inzwi­schen von Bas­tei als ein­ge­stellt gemel­de­te STERNENFAUST.

Die Ein­füh­rung bil­det dies­mal ein Nach­ruf auf den kürz­lich lei­der ver­stor­be­nen US-ame­ri­ka­ni­schen Sci­ence Fic­tion-Autor Har­ry Har­ri­son.

Der Phan­tas­ti­sche Bücher­brief 585 liegt im PDF-For­mat vor und hat einen Umfang von ca. 300 kB

Der Phan­tas­ti­sche Bücher­brief 585

Die Hugo-Awards 2012 (Update)

Huch, da hät­te ich doch vor lau­ter arbeit fast die Ver­lei­hung der dies­jäh­ri­gen Hugo-Awards über­se­hen, glück­li­cher­wei­se wies Sean auf sei­ner Sei­te Wort­wel­len dar­auf hin, Dan­ke dafür.

Als bes­ter Roman wur­de Jo Walt­ons AMONG OTHERS aus­ge­zeich­net, eine Geschich­te um ein magie­be­gab­tes Mäd­chen in einem bri­ti­schen Inter­nat. Da könn­te man an eine Pot­ter-Epi­go­ne den­ken, aber tat­säch­lich ist die Her­an­ge­hens­wei­se eine deut­lich ande­re als beim popu­lä­ren Zau­ber­lehr­ling. AMONG OTHERS konn­te sich gegen Iko­nen wie Mar­tins A DANCE WITH DRAGONS oder Mié­vil­les EMBASSYTOWN durch­set­zen. Die bes­te Novel­le THE MAN WHO BRIDGED THE MIST stammt von Kij John­son. Äußerst posi­tiv fin­de ich die Tat­sa­che, dass man die nomi­nier­ten Novel­len heut­zu­ta­ge oft pro­blem­los als eBook erwer­ben kann, frü­her kam man nur schwer an das Mate­ri­al her­an.

Im Bereich beweg­te Bil­der (lang) ließ die Fern­seh­se­rie GAME OF THRONES nicht ganz uner­war­tet alle ande­ren hin­ter sich, dar­un­ter auch HARRY POTTER und HUGO (CABRET). Als bes­te TV-Epi­so­de wur­de erneut eine DOCTOR WHO-Fol­ge aus­ge­zeich­net, näm­lich THE DOCTOR´S WIFE. Ins­ge­samt waren drei Epi­so­den der bri­ti­schen Kult­se­rie nomi­niert wor­den.

[Update 11:00 Uhr:] Der Live­stream von der Ver­an­stal­tung wur­de auf­grund angeb­li­cher Urhe­ber­rechts­ver­stö­ße unter­bro­chen (eng­li­scher Arti­kel auf io9). Kon­kre­ter Grund waren Clips aus nomi­nier­ten Fern­seh­se­ri­en. Das ist natür­lich ein gro­ßer Lach­schla­ger, dass von auf Drän­gen der Ver­wert­er­ma­fia ein­ge­führ­ten auto­ma­ti­sier­ten Maß­nah­men gera­de ein sol­cher Stream weg­ge­boxt wird. Und es wirft ein bezeich­nen­des Licht dar­auf, was mit dem Netz gesche­hen könn­te (und schon geschieht), wenn man die Ver­wer­ter­lob­bies wei­ter machen lässt.

Alle Aus­zeich­nun­gen fin­den sich im voll­stän­di­gen Arti­kel.

IFA: Trekstor Pyrus ist der aktuell preiswerteste eReader

Da auf der Funk­aus­stel­lung selbst­ver­ständ­lich neben hau­fen­wei­se Krams wie der­zeit über­flüs­si­gen 4K-Fern­seh­ge­rä­ten auch diver­se neue eRea­der vor­ge­stellt wur­den, fal­len die Prei­se für älte­re Model­le. Älter bedeu­tet im Fal­le des TrekS­tor Pyrus Mai 2012, denn zu die­sem Zeit­punkt ist er auf dem Markt erschie­nen, ein durch­aus aktu­el­les Gerät also.

Ab sofort geht der Pyrus zu einem Preis von gera­de mal 69 Euro über die The­ke, wenn man bei den rich­ti­gen Online­händ­lern bestellt sogar ohne Ver­sand­kos­ten. Das Gerät ver­fügt über ein ePa­per-Dis­play (der Her­stel­ler nennt es »Digi­tal Ink Dis­play«), das ist zwar nicht ganz so gut wie die eInk-Anzei­gen der Kon­kur­renz, aber alle­mal bes­ser als irgend­wel­che TFT-Krü­cken. An Text­for­ma­ten beherrscht der Pyrus EPUB (unter­stützt Ado­be® DRM), FB2, HTML, PDB, PDF (unter­stützt Ado­be® DRM), RTF, TXT, wei­ter­hin die Bild­for­ma­te BMP, GIF (max. 2.5 MP, nicht ani­miert), JPEG, PNG (max. 2.5 MP) und TIFF. Audio­un­ter­stüt­zung bie­tet das Gerät nicht. Der Pyrus bie­tet 4GB Spei­cher­ka­pa­zi­tät und kann mit MicroSD- oder MicroSDHC-Kar­ten erwei­tert wer­den. Mit dem Rech­ner kom­mu­ni­ziert das Gerät über USB, das Dis­play ist sechs Zoll groß, hat eine Auf­lö­sung von 600 x 800 Pixeln, der eRea­der wiegt ca. 216 Gramm.

An eBooks Inter­es­sier­te, die bis­her durch die Prei­se der Lese­ge­rä­te abge­schreckt wur­den, soll­ten viel­leicht mal einen Blick wer­fen, denn preis­wer­ter ist der Ein­stieg ins digi­ta­le Lesen der­zeit nir­gend­wo anders mög­lich. Man muss aller­dings dar­auf hin­wei­sen, dass das Dis­play nicht ganz so kon­trast­stark ist wie bei den Gerä­ten der ande­ren Anbie­ter. Bei Ama­zon hat­te der nied­ri­ge Preis bereits Aus­wir­kun­gen: dort hat der Pyrus der­zeit eine Lie­fer­zeit von zwei bis vier Wochen, ist man bereits ca. drei bis fünf Euro mehr aus­zu­ge­ben, erhält man ihn jedoch bei alter­na­ti­ven Anbie­tern.

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Pro­mo­fo­to Treks­tor Pyrus Copy­right TrekS­tor

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Doctorow und Stross: THE RAPTURE OF THE NERDS

Wenn ich ohne­hin schon an der Tas­ta­tur sit­ze, kann ich auch gleich noch einen Arti­kel schrei­ben. Und der hat es in sich. Die bei­den Nerd-Iko­nen und SF-Autoren Charles Stross und Cory Doc­to­row haben sich zusam­men getan, um gemein­sam einen Roman zu ver­fas­sen. Und wie man es bei einer Kol­la­bo­ra­ti­on sol­cher Kory­phä­en erwar­ten kann, ist der inhalt­lich … unge­wöhn­lich!

Wel­co­me to the frac­tu­red future, at the dusk of the twen­ty-first cen­tu­ry.

Earth has a popu­la­ti­on of rough­ly a bil­li­on homi­ni­ds. For the most part, they are hap­py with their lot, living in a pre­ser­ve at the bot­tom of a gra­vi­ty well. Tho­se who are unhap­py have emi­gra­ted, joi­ning one or ano­ther of the swarm­ing dens­ethin­ker clades that fog the inner solar sys­tem with a dust of mole­cu­lar machi­nery so thick that it obscu­res the sun.

The splin­tery meta­con­scious­ness of the solar-sys­tem has lar­ge­ly sworn off its pre-post-human cou­sins dirts­ide, but its minds some­ti­mes wander…and when that hap­pens, it casual­ly spams Earth’s net­works with plans for cata­clys­mi­cal­ly dis­rup­ti­ve tech­no­lo­gies that emul­si­fy who­le indus­tries, cul­tures, and spi­ri­tu­al sys­tems. A sane spe­ci­es would igno­re the­se get-evol­ved-quick sche­mes, but there’s always someone who’ll take a bite from the for­bidden apple.

So until the over­minds bore of stir­ring Earth’s ant­hill, there’s Tech Jury Ser­vice: ran­dom humans, sel­ec­ted arbi­tra­ri­ly, char­ged with asses­sing dozens of new inven­ti­ons and ruling on whe­ther to let them loo­se. Young Huw, a tech­no­pho­bic, mis­an­thro­pic Welsh­man, has been sel­ec­ted for the latest jury, a task he does his best to per­form despi­te an itchy tech­no­vi­rus, the apa­thy of the pro­le­ta­ri­at, and a cou­ple of tru­ly awful moments on bath­room flo­ors.

RAPTURE OF THE NERDS erscheint am nächs­ten Diens­tag, also dem 4. Sep­tem­ber 2012, bei Tor Books als Hard­co­ver, der Preis beträgt 17,95 Euro, für die Kind­le-Ver­si­on muss man 14,62 Euro hin­blät­tern. Natür­lich in eng­lisch, auf eine deut­sche Aus­ga­be wird man – wie immer – wahr­schein­lich noch etwas war­ten müs­sen.

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Cover RAPTURE OF THE NERDS Copy­right Tor Books

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FANDOM OBSERVER 279

Nor­ma­ler­wei­se schrei­be ich ja Sams­tags kei­ne News, doch heu­te muss ich mal eine Aus­nah­me machen. Denn: um Mit­ter­nacht (oder bes­ser gesagt kurz danach, nicht dass der Mül­ler mich wie­der ver­bes­sert) :o) erschien die 279. Aus­ga­be des FANDOM OBSERVER.

Chef­re­dak­teur Olaf Fun­ke prä­sen­tiert auf 18 Sei­ten die fol­gen­den The­men:

- Kul­tis­ten unter sich – Mar­kus Wid­mer berich­tet über den Cthul­hu-Con auf Burg Rieneck im Spes­sart
Urlaubs-Con und Meer: Simo­ne Edel­berg war auf dem SFCD-Jah­res­con in Kiel
- Zwei Aus­flü­ge in die Bren­nen­de Stadt: Olaf Brill liest DIE DREI ???

Und das erwar­tet euch außer­dem:

Peter Her­furth-Jes­se rezen­siert Ian McDo­nalds CYBERABAD, Rüdi­ger Schä­fer war im Kino, Robert Musa auch …

Den FO 279 gibt es wie immer zum kos­ten­lo­sen Down­load auf der Web­sei­te des Fan­zines. Er liegt im PDF-For­mat vor, die Datei­grö­ße ist mit über 8 MB recht üppig.

Cover FO279 Copy­right Fan­dom Obser­ver

FASA ist zurück!

Dank eines Hin­wei­ses der Teil­zeit­hel­den auf Goog­le+ stol­per­te ich soeben dar­über, dass auf dri​ve​th​ru​s​tuff​.com, einer Sei­te die Rol­len­spiel­ma­te­ri­al in eBook-Form ver­kauft, neu­er­dings Mate­ri­al unter dem Publisher­na­men FASA ange­bo­ten wird. Das war natür­lich in hohem Maße über­ra­schend, denn FASA, immer­hin ver­ant­wort­lich für bis heu­te erfolg­rei­che Klas­si­ker wie BATTLETECH oder SHADOWRUN – und nicht zu ver­ges­sen das Rol­len­spiel zu clas­sic STAR TREK – war bereits im Jahr 2001 bank­rott gegan­gen.

Auf der dri­ve­th­ru­s­tuff-Sei­te fand sich ein Logo mit einer URL: fasa​ga​mes​.com. Da ist aller­dings noch nicht viel zu sehen, näm­lich eben die­ses Logo sowie Copy­right-Hin­wei­se. Kurz dar­auf fand ich die Face­book-Sei­te von Fasa­ga­mes, die vor 22 Stun­den ange­legt wor­den war. Dort wird dar­auf hin­ge­wie­sen, dass man auf Face­book wei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­den wird, im Hin­ter­grund arbei­tet man dar­an, die Web­sei­te mit rich­ti­gem Inhalt star­ten zu kön­nen.

Auf Face­book fand sich dann auch eine Ant­wort auf die Fra­ge nach Rech­ten. Die US-Rech­te an SHADOWRUN und BATTLETECH hält dem­nach der­zeit Topps (durch deren Kauf von Wiz­kids), Cata­lyst Game Labs hat bei­des lizen­siert. Die Rech­te an Com­pu­ter­spie­len in bei­den Set­tings hält Jor­dan K. Weis­man, einer der bei­den ursprüng­li­chen FASA-Grün­der im Jahr 1980.

Aktu­el­ler Chef des auf­ers­ten­de­nen FASA ist James D. Sut­ton, in einem Inter­view mit dem Role­play­ers Chro­nic­le sag­te der, dass man aktu­ell an einer EARTHDAWN-Kon­ver­tie­rung für die Sys­te­me SAVAGE WORLDS und PATHFINDER arbei­tet, wei­ter­hin wird es eine über­ar­bei­te­te zwei­te Auf­la­ge von FADING SUNS geben (offen­bar haben sie die Rech­te gekauft, denn eigent­lich ist FADING SUNS von Holi­stic Design). Eben­falls im Port­fo­lio befin­det sich BLUE PLANET, ehe­mals Fan­ta­sy Flight Games.

Wei­ter­hin ange­kün­digt ist ein neu­es Spiel namens 1879, dabei han­delt es sich, wie Sut­ton sagt, nicht so rich­tig um ein Steam­punk-Set­ting, son­dern um eine par­al­le­le His­to­rie und Pas­sa­gen zu ande­ren Pla­ne­ten des Mul­ti­ver­sums, genaue­res wird man wohl sehen, wenn der ers­te Band erschie­nen ist. Zusätz­lich sol­len Minia­tu­ren dazu her­ge­stellt wer­den, denn es wird offen­bar auch (oder aus­schließ­lich?) ein Table­top wer­den, zudem ist eine Ver­si­on für iOS-Gerä­te geplant. Erschei­nen soll 1879 zum Gen Con 2013. Ich fin­de, das hört sich von der Grund­idee her sehr viel­ver­spre­chend an!

Im Gespräch für Ver­öf­fent­li­chun­gen ist auch DEMONWORLD, pro Sys­tem sol­len zukünf­tig zwei bis drei Ver­öf­fent­li­chun­gen im Jahr erschei­nen. Und wer weiß, viel­leicht kommt ja auch CRIMSON SKIES zurück …

Was soll ich sagen? FASA ist wie­der da …

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FASA-Logo Copy­right FASA

NAUTILUS 102: Maske des Roten Todes

Wahn­sinn, Ver­bre­chen, Ver­nunft: Auf den Spu­ren der ers­ten Detek­ti­ve seit Vidocq und Pin­ker­ton folgt die Aus­ga­be 102, 09/​2012, des monat­lich erschei­nen­den Fan­ta­sy-Maga­zins NAUTILUS Aben­teu­er & Phan­tas­tik einem Duell zwi­schen para­nor­ma­ler Magie und ratio­na­ler Wis­sen­schaft, über Spuk und Hexen­flü­che bis hin zu alp­traum­haf­ten Mons­tern und Zom­bies der Zukunft.

Der im Zeit­al­ter des Schau­er­ro­mans leben­de Dich­ter und Schrift­stel­ler Edgar Allan Poe, bekannt durch Gru­sel­ge­schich­ten wie DER FALL DES HAUSES USHER, DIE GRUBE UND DAS PENDEL, DIE MASKE DES ROTEN TODES oder das düs­te­re Gedicht DER RABE, gilt als der Erfin­der des heu­ti­gen Detek­tiv-Sujets, und sein Werk bestimmt gleich mehr­fach den Cover-Schwer­punkt der aktu­ell erschie­ne­nen Sep­tem­ber-Aus­ga­be der NAUTILUS 102: Poes stets logisch und deduk­tiv arbei­ten­de Ermitt­ler unter­su­chen grau­sa­me und sinist­re Ver­bre­chen, die von psy­cho­pa­thi­schen Irren oder moder­nen Seri­en­kil­lern stam­men könn­ten oder nur unter über­na­tür­li­chen Umstän­den erklär­bar zu sein schei­nen. Die Auf­lö­sung ist aber stets wis­sen­schaft­lich und ratio­nal oder in der Psy­che des Täters begrün­det. Damit hat Poe das Gen­re spä­te­rer Lite­ra­tur-Kri­mi­na­lis­ten wie Sher­lock Hol­mes. Her­cu­le Poi­rot oder Gideon Fell vor­weg­ge­nom­men, in der stets die Ver­nunft und Logik des Meis­ter­de­tek­tivs über Ver­bre­chen, Illu­si­on und Täu­schung tri­um­phiert. Die neue Aus­ga­be der NAUTILUS unter­sucht nicht nur die Metho­den der frü­hen Ermitt­ler in Lite­ra­tur und Rea­li­tät von Fran­çois Vidocq über Pin­ker­ton bis Sher­lock Hol­mes, son­dern auch das vir­tuo­se Grau­en des Schrift­stel­lers Edgar Allan Poe in Roma­nen und fil­mi­schen Umset­zun­gen.

Denn mit dem glei­chen Set­ting spielt auch der neue, ver­stö­ren­de Mys­tery-Thril­ler RED LIGHTS von BURIED-Regis­seur Rodri­go Cor­tés mit Sigour­ney Wea­ver, Cil­li­an Mur­phy und Robert De Niro in den Haupt­rol­len: Hier geht es um ein töd­li­ches Duell zwi­schen Wis­sen­schaft und Zau­be­rei, denn der Ver­such zwei­er Uni­ver­si­täts-For­scher, einen para­nor­ma­len Büh­nen-Men­ta­lis­ten des Betrugs über­füh­ren zu wol­len, führt zu einem gänz­lich uner­war­te­ten Ende. In Inter­views erkä­ren der Regis­seur und sei­ne Haupt­dar­stel­le­rin, war­um der Film absicht­lich den Pakt mit dem Zuschau­er bricht und einen dra­ma­ti­schen Twist prä­sen­tiert, der alle Ereig­nis­se letzt­lich in einem ande­ren Licht dar­stellt.
Auch im neu­en Stop Moti­on Fan­ta­sy-Film PARANORMAN der Macher von CORALINE geht es um Über­na­tür­li­ches: der para­nor­mal begab­te Teen­ager Nor­man kann mit Geis­tern und Unto­ten spre­chen und auf die­se Wei­se einen schreck­li­chen Hexen­fluch und eine Zom­bie-Inva­si­on von sei­nem Hei­mat­städ­chen abwen­den. Im Inter­view erzählt Chef-Ani­ma­tor Tra­vis Knight über den Ent­ste­hungs­pro­zess des gru­se­li­gen, aber fami­li­en­taug­li­chen Pup­pen­films. Mons­trö­ser geht es im neu­en RESIDENT EVIL RETRIBUTION zu: Im fünf­ter Teil der Film­rei­he muß die Hel­din Ali­ce her­aus­be­kom­men, ob die infi­zier­ten Zom­bie-Hor­den und gei­fern­den Unge­heu­er real sind oder nur die Aus­ge­burt einer mani­pu­lier­ten Traum­welt. Und im Gothic-Thril­ler THE RAVEN, der in Deutsch­land direkt auf DVD erscheint, wird John Cusack in der Rol­le als Edgar Allan Poe selbst zum Detek­tiv des Grau­ens, denn ein mas­kier­ter Seri­en­kil­ler mor­det genau wie in den maka­ba­ren Hor­ror­ge­schich­ten des Dich­ters.
Im Lite­ra­tur-Teil der Aus­ga­be gibt es neben Neu­hei­ten­vor­schau­en und Rezen­sio­nen zu Roma­nen, Hör­bü­chern und Comics zudem Inter­views mit den Fan­ta­sy-Autoren Wolf­gang Hohl­bein und Gesa Schwartz, dem Hör­buch-Spre­cher Oli­ver Kalk­ofe sowie einen Werk­statt­be­richt von Mascha Vas­se­na.

Beson­de­re Gim­micks der Print-Aus­ga­be sind eine Hör­buch-CD mit Lesun­gen aus DIE ABENTEUER DES SHERLOCK HOLMES, DER NAME DES WINDES und DER HOBBIT, eine Lese­pro­be aus Cor­ne­lia Fun­kes Gru­sel­mär­chen Reck­less: Leben­di­ge Schat­ten sowie ein Aus­zug aus dem Man­ga RESIDENT EVIL: MARHAWA DESIRE. Die Lese­pro­ben sind auch in der 82-sei­ti­gen digi­ta­len ePa­per-Aus­ga­be für PC iund mobi­le Gerä­te ent­hal­ten sowie in der kos­ten­lo­sen Home­page-Ver­si­on, die bereits seit Anfang August auf www​.fan​ta​sy​m​a​ga​zin​.de kom­plett durch­ge­blät­tert wer­den kann. Online gibt es auch eine Vor­schau auf die kom­men­de Okto­ber-Aus­ga­be. Dar­in geht es um eine Zeit­rei­se zur eige­nen Ermor­dung, um aus­ge­dach­te Figu­ren, die plötz­lich leben­dig wer­den, um Abra­ham Lin­coln als Vam­pir­jä­ger, um Gauk­ler und Komö­di­an­ten in der Fan­ta­sy und SF, um Papp­na­sen-Hor­ror durch Mas­ken, Frat­zen und böse Clowns sowie eine Fan­ta­sy­welt, in der Lachen und Musik ver­bo­ten sind.

NAUTILUS erscheint monat­lich im Aben­teu­ert Medi­en Ver­lag und kann sowohl im gut­sor­tier­ten Zeit­schrif­ten­han­del, wie auch via Ama­zon bezo­gen wer­den, dort aller­dings nur im Abon­ne­ment. Beim Pres­se­ka­ta­log gibt es zudem eine ePa­per-Aus­ga­be.

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Cover Nau­ti­lus 102 Copy­right Aben­teu­er Medi­en-Ver­lag

Orci und Kurtzman schreiben DRAGONOLOGY

Dugald A. Steers DRAGONOLOGY ist bei uns wei­test­ge­hend unbe­kannt, obwohl es deut­sche Über­set­zun­gen der Bücher durch­aus gibt – und das auch schon seit ein paar Jah­ren. Den­noch wur­de die Rei­he hier­zu­lan­de nicht zu einem der­art gro­ßen Erfolg wie bei­spiels­wei­se in Groß­bri­tan­ni­en. Eigent­lich selt­sam, ein gewis­ser Zau­ber­lehr­ling hat das doch schließ­lich auch geschafft.

Schüt­zen­hil­fe für die Geschich­ten um Spe­zia­lis­ten für Dra­chen, die soge­nann­ten »Dra­go­no­lo­gen«, könn­te jetzt aus Tin­sel­town kom­men, denn die SF-Spe­zia­lis­ten Rober­to Orci und Alex Kurtzman wur­den laut dem Hol­ly­wood Repor­ter von Uni­ver­sal ange­heu­ert, um einen Film aus dem The­ma zu machen. Das Stu­dio hat­te die Rech­te im Jahr 2008 erwor­ben, eigent­lich soll­te Leo­nard Hart­man das Dreh­buch schrei­ben, doch der ist jetzt nur noch aus­füh­ren­der Pro­du­zent und das Skript wird von den bei­den Hol­ly­wood-Wun­der­kna­ben ver­fasst.

Die Geschich­te dreht sich um eine Grup­pe von Dra­go­no­lo­gen, die sich zusam­men tun müs­sen, um zu ver­hin­dern, dass ein Böse­wicht sich der letz­ten leben­den Dra­chen bedient, um die Mensch­heit aus­zu­lö­schen. Das Gan­ze spielt in der Vor­la­ge in Groß­bri­tan­ni­en.

Inter­na­tio­nal hat die Serie bis­her nicht nur zwölf Roma­ne her­vor gebracht, son­dern auch reich­lich Mer­chan­di­sing wie Model­le, Spiel­zeug und Brett­spie­le. Nur eben nicht bei uns …

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Cover THE DRAGON’S EYE Copy­right Cand­le­wick Press

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ROCKETEER reloaded?

ROCKETEER aus dem Jahr 1991 ist mit der Bezeich­nung »Flop« nur sehr freund­lich umschrie­ben. An den US-Kino­kas­sen spiel­te die in den 1930ern han­deln­de Pulp-Ver­fil­mung gera­de mal 50 Mil­lio­nen Dol­lar ein. Den­noch scheint die neue Chef­eta­ge des Dis­ney-Film­stu­di­os – nament­lich Alan Horn, ehe­mals War­ner Bros. – der Ansicht zu sein, dass das genau der Stoff ist, den man jetzt in die Kinos brin­gen muss.

ROCKETEER war ursprüng­lich (Anfang der 1980er) ein Comic des inzwi­schen nicht mehr exis­ten­ten Indie-Ver­lags Paci­fic Comics; der 2008 ver­stor­be­ne Zeich­ner Dave Ste­vens sah es als Hom­mage an die Seri­en­hel­den der drei­ßi­ger Jah­re.

Im Moment sieht es jeden­falls so aus, als sei ein Remake von ROCKETEER eines der ers­ten Pro­jek­te, die das neu struk­tu­rier­te Stu­dio des Ohren­kon­zerns in Angriff nimmt. Es dürf­te anzu­neh­men, dass man dabei auf die Erfol­ge von Super­hel­den-Fil­men schielt, die ja ins­be­son­de­re in letz­ter Zeit die Kino­sä­le domi­nie­ren. Gewis­se grund­le­gen­de Ähn­lich­kei­ten zum neu­en IRON MAN sind schwer zu über­se­hen.

Per­sön­lich freue ich mich als Pulp-Fan natür­lich über eine sol­che Umset­zung, gut gemacht könn­te das tat­säch­lich was wer­den. Offen­sicht­lich sieht Horn sei­nen neu­en Job bei Dis­ney Stu­di­os nicht als den eines Port­fo­lio-Mana­gers, der die ein­ge­kauf­ten Rech­te an Mar­vel, Mup­pets und Pix­ar ver­wal­tet, son­dern er will das Stu­dio mög­li­cher­wei­se als eigen­stän­di­ge Mar­ke auf Vor­der­mann brin­gen. Span­nend!

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Cover ROCKETEER-DVD Copy­right 2007 Euro Video

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