eBook

BuchKnall – Das neue kuratierte SciFi-Lexikon für deutschsprachige Science Fiction

Screenshot Webseite Buchknall

Wer auf Ama­zon nach Sci­ence Fic­tion sucht, bekommt gern mal immer wie­der die­sel­ben Titel vor­ge­setzt. THE EXPANSE, DUNE, PROJECT HAIL MARY – alles pri­ma Bücher, kei­ne Fra­ge, aber gera­de die deutsch­spra­chi­ge SF hat deut­lich mehr zu bie­ten als das, was der Algo­rith­mus von Bezos’ Bauch­la­den einem vor­set­zen möch­te (wobei man klar sagen muss, dass die Emp­feh­lun­gen auf­grund eige­ner Käu­fe tat­säch­lich fast erschre­ckend gut funk­tio­nie­ren). Den­noch blei­ben Nischen­ti­tel und Selfpublisher°Innen gern mal unsicht­bar. Und genau da setzt Buch­knall an.

Buch­knall ist ein kura­tier­tes »Lexi­kon« deutsch­spra­chi­ger Sci­ence Fic­tion (das mit dem Lexi­kon steht auf der Web­sei­te, eigent­lich han­delt es sich eher um einen Buch­ka­ta­log mit ange­schlos­se­ner Sci­Fi-pedia) – betrie­ben von Stef­fen Vogt, kos­ten­los, wer­be­frei und mit dem erklär­ten Ziel, Bücher sicht­bar zu machen, die es auf Ama­zon nie aus dem algo­rith­mi­schen Kel­ler schaf­fen wür­den. Nach Eigen­be­zich­ti­gung auf der Sei­te der­zeit in einer Beta-Pha­se. Die Daten­bank umfasst der­zeit über 6400 Titel aus 31 Sub­gen­res, wobei Self­pu­bli­shing-Titel und Ver­lags­ver­öf­fent­li­chun­gen gleich­be­rech­tigt behan­delt wer­den (Buch­knall selbst nennt das »Indie«, was im deut­schen Sprach­raum aller­dings eigent­lich unab­hän­gi­ge Klein­ver­la­ge bezeich­net – gemeint sind hier aber Selbst­ver­öf­fent­li­chun­gen, vul­go Self­pu­bli­shing). Sor­tiert wird nach Rele­vanz, nicht nach Ver­kaufs­zah­len.

Aber das ist noch nicht alles. Es gibt ein Sci­Fi-Glos­sar mit über 750 Ein­trä­gen, die, zumin­dest laut der Web­sei­te, deut­lich les­ba­rer daher­kom­men als das, was Wiki­pe­dia so anbie­tet (dazu kommt der ohne­hin äußerst trau­ri­ge Zustand der Pop­kul­tur in der deut­schen Wiki­pe­dia). Was ist ein Uplift? Wie funk­tio­niert ein Alcu­bierre-Antrieb? Die Ein­trä­ge ver­lin­ken direkt auf pas­sen­de Bücher, sodass man sich beim Stö­bern qua­si auto­ma­tisch durch den nächs­ten Lese­stoff han­gelt. Dazu kom­men Rat­ge­ber (Sci­ence Fic­tion für Ein­stei­ger, Bücher wie DUNE, eine WAR­HAM­MER-40K-Lese­rei­hen­fol­ge), ein Gen­re-Kom­pass und – das dürf­te die Her­zen der Nerds höher­schla­gen las­sen – eine inter­ak­ti­ve 3D-Gala­xy-Map, auf der jedes Buch einen Ort hat und man sich durch Spi­ral­ar­me und Nebel klickt. Das ist zumin­dest kon­zep­tio­nell schon ziem­lich inno­va­tiv und sehens­wert.

Für Autorin­nen und Autoren, ins­be­son­de­re aus dem Self­pu­bli­shing-Bereich, bie­tet Buch­knall eben­falls eini­ges: Der Ein­trag ist kos­ten­los, dau­ert laut Betrei­ber etwa zwei Minu­ten (Titel, Ama­zon-Link, Sub­gen­re, Beschrei­bung – das Cover wird auto­ma­tisch gela­den) und erfor­dert weder Account noch Regis­trie­rung. Der haus­ei­ge­ne Algo­rith­mus behan­delt Self­pu­bli­shing und Ver­lag gleich – kein Buch wird bevor­zugt, weil der Ver­lag Wer­be­geld in die Hand nimmt. Und da die Sei­te offen­bar für diver­se Sci­Fi-Such­be­grif­fe bei Goog­le rankt, bekom­men ein­ge­tra­ge­ne Titel Sicht­bar­keit, die sie auf Ama­zon allein nie­mals errei­chen wür­den. 216 Self­pu­bli­shing-Titel ste­hen aktu­ell gleich­wer­tig neben Hey­ne, Tor und Fischer.

Dabei sind KI-Bücher laut Anga­ben auf Buch­Knall aus­ge­schlos­sen; offen bleibt aller­dings, wie man die erken­nen möch­te. Es gibt zwar Algo­rith­men, die vor­ge­ben, KI-erstell­te Tex­te iden­ti­fi­zie­ren zu kön­nen, dabei sind die Fehl­leis­tun­gen aller­dings immer noch enorm hoch und die­se Tools erzeu­gen sowohl hau­fen­wei­se fal­se posi­ti­ves, erken­nen also men­schen­ge­mach­te Tex­te als KI-gene­riert, als auch umge­kehrt. Man muss bei deren Ein­satz somit enorm vor­sich­tig sein, um nicht KI-Hal­lu­zi­na­tio­nen auf­zu­sit­zen – die dann Autor°Innen fälsch­lich beschul­di­gen. Die auf der Sei­te beschrie­be­nen Veri­fi­zie­rungs­maß­nah­men wie »Bild mit dem Buch« oder »Screen­shots des Arbeits­pro­zes­ses« erschei­nen ins­be­son­de­re bei rei­nen eBook-Publi­ka­tio­nen nicht son­der­lich rea­li­täts­nah.

Finan­ziert wird das Gan­ze über das Ama­zon-Part­ner­pro­gramm: Wer über Buch­knall kauft, zahlt den­sel­ben Preis, die Autoren­tan­tie­men blei­ben iden­tisch, Buch­knall erhält eine klei­ne Pro­vi­si­on von Ama­zon. Kei­ne Wer­be­an­zei­gen, kei­ne gespon­ser­ten Plat­zie­run­gen, kein Pay-to-Play – bis auf Goog­le Ana­ly­tics, das zum Ein­satz kommt.

Und damit kom­men wir zum Punkt, der mich – bei aller Freu­de über solch ein Pro­jekt (wer Phan­ta­News schon lan­ge folgt, dürf­te sich über die­se Freu­de auch nicht wun­dern) – dann doch ein wenig stirn­run­zeln lässt: Sämt­li­che Kauf­links füh­ren aus­schließ­lich zu Ama­zon. Aus­schließ­lich. Kein Kobo, kei­ne ande­ren deutsch­spra­chi­gen Alter­na­ti­ven, nichts. Man muss fai­rer­wei­se sagen, dass das Ama­zon-Part­ner­pro­gramm natür­lich ein unkom­pli­zier­tes und bewähr­tes Finan­zie­rungs­mo­dell ist – aber wir schrei­ben das Jahr 2026 und die Zei­ten, in denen man Ama­zon beden­ken­los als Ver­kaufs­platt­form behan­deln konn­te, sind lan­ge vor­bei. Jeff Bezos hat sich mit sei­ner Washing­ton-Post-Kurs­än­de­rung und sei­ner demons­tra­ti­ven Nähe zur Trump-Admi­nis­tra­ti­on nicht gera­de als Leucht­turm demo­kra­ti­scher Wer­te posi­tio­niert. In einer Zeit, in der digi­ta­le Sou­ve­rä­ni­tät und die Fra­ge, bei wem man sein Geld lässt (und ob die­ses Geld in die USA gehen soll­te), für immer mehr Men­schen eine bewuss­te Ent­schei­dung ist, wäre es wün­schens­wert, wenn Buch­knall in Zukunft auch Links zu Alter­na­ti­ven inte­grie­ren wür­de. Es gibt durch­aus Leser°innen – und es wer­den ste­tig mehr –, die bei Ama­zon schlicht nicht mehr kau­fen wol­len. Denen soll­te man die Tür nicht vor der Nase zuschla­gen, nur weil das Affi­lia­te-Modell dort am bequems­ten ist und die Aus­schüt­tun­gen am höchs­ten (hier auf Phan­ta­News habe ich die Ama­zon-Affi­lia­te-Links wegen die­ser Beden­ken schon lan­ge ein­ge­stellt und kau­fe mei­ne eBooks inzwi­schen bei Kobo, gele­sen auf einem Kobo-Rea­der mit instal­lier­ter Open Source-Soft­ware KOrea­der).

Das soll die Leis­tung hin­ter Buch­knall nicht schmä­lern. Über 6400 Titel zu kura­tie­ren, ein Glos­sar mit 750+ Ein­trä­gen zu pfle­gen, eine Gala­xy-Map zu bau­en und das Gan­ze wer­be­frei und kos­ten­los anzu­bie­ten – das ist eine beein­dru­cken­de Men­ge Arbeit für ein Ein-Per­so­nen-Pro­jekt. Die deutsch­spra­chi­ge Sci­Fi-Sze­ne kann so eine Anlauf­stel­le gut gebrau­chen, gera­de eine, die Self­pu­bli­shing-Titel nicht als Bücher zwei­ter Klas­se behan­delt. Ich bin sehr gespannt, wie sich das Pro­jekt ent­wi­ckeln wird und hof­fe sehr, dass in Zukunft wei­te­re Buch­markt­plät­ze inte­griert wer­den.

Auf buch​knall​.com kann man sich selbst ein Bild machen.

Amazons entfernter eBook-Download und verschwundene oder inhaltlich geänderte eBooks

Amazon Kartons durchkreuzt

Ich hat­te kürz­lich dar­über berich­tet, dass Ama­zon dar­an arbei­tet zu ver­hin­dern, dass man gekauf­te eBooks via USB her­un­ter laden und bei­spiels­wei­se auf ein ande­res Gerät über­tra­gen kann.

Vom offen­sicht­li­chen Hin­ter­grund, ver­hin­dern zu wol­len, dass man die Elek­tro­bü­cher auf ande­ren Gerä­ten nut­zen oder das DRM ent­fer­nen kann, gibt es aller­dings noch zwei wei­te­re Aspek­te, auf den man im Licht der rechts­re­ak­tio­nä­ren Kräf­te in den USA hin­wei­sen soll­te:

Ers­tens: Ama­zon kann jeg­li­che Bücher aus euren Kon­tos ent­fer­nen. Und das tun sie auch, es ist in der Ver­gan­gen­heit immer wie­der vor­ge­kom­men, dass Bücher klamm­heim­lich aus Kon­ten ver­schwan­den. Ama­zon hat­te dafür die ver­schie­dens­ten Aus­re­den, vie­le davon albern. Ange­sichts der Tat­sa­che, dass jetzt zahl­lo­se Bücher, dar­un­ter Klas­si­ker, für bestimm­te US-Schu­len ver­bo­ten wer­den, ist es kein gro­ßer Schritt mehr dahin, dass Ama­zon Bücher ent­fernt, um Trump und Co zu Gefal­len und zu Diens­ten zu sein. Bezos ist Trump-Fan und war auf des­sen Inthro­ni­sie­rung, des­we­gen darf man sicher davon aus­ge­hen, dass auch hier die Ens­hit­ti­fi­ca­ti­on dras­tisch zuneh­men wird.

Zwei­tens: Ama­zon kann eBooks inhalt­lich ver­än­dern. Auch das ist in der Ver­gan­gen­heit bereits vor­ge­kom­men. Ursprüng­lich ist das eigent­lich eine gute Sache, denn wenn in eBooks Feh­ler ent­deckt wer­den, kann man ein­fach eine neue Ver­si­on aus­rol­len. Aber auch hier muss man befürch­ten, dass die Funk­ti­on genutzt wer­den könn­te, um eBooks aus Grün­den zu ver­än­dern, die deut­lich sinis­trer sind, bei­spiels­wei­se weil den USA-Regie­rungs­na­zis gewis­se Inhal­te nicht gefal­len.

Bei­des sind kei­ne Ver­schwö­rungs­theo­rien, bei­des ist in der Ver­gan­gen­heit pas­siert und wird auch in Zukunft pas­sie­ren.

Die ein­zi­ge Mög­lich­keit dage­gen ist es, alle gekauf­ten eBooks her­un­ter zu laden, sie­he den oben ver­link­ten Bei­trag, der erläu­tert, wie da bei Ama­zon noch bis Ende Febru­ar mög­lich ist.

Und auch wenn es in Deutsch­land streng genom­men ver­bo­ten ist, Kopier­schutz­maß­nah­men zu umge­hen, kann man mal einen Blick auf Tex­te zum The­ma Pri­vat­ko­pie bei t‑online oder Chip wer­fen.

Ein wei­te­rer Weg ist es, nur noch eBooks ohne Kopier­schutz zu erwer­ben. Es gibt auch noch ande­re Anbie­ter als Ama­zon und eBooks mit Soft-DRM kön­nen auf belie­bi­gen End­ge­rä­ten genutzt wer­den. Ob und wie ein eBook DRM-geschützt ist, muss beim Kauf ange­ge­ben wer­den.

Enshittification: Amazon entfernt Downloadmöglichkeit für eBooks

Amazon Kartons durchkreuzt

Eine neue Run­de von Ens­hit­ti­fi­ca­ti­on: Wie von ver­schie­de­nen Stel­len im Web gemel­det wird, will Ama­zon Ende Febru­ar die Mög­lich­keit ent­fer­nen, gekauf­te eBooks von Gerä­ten auf PCs oder Macs zu über­tra­gen. Ich gehe davon aus, dass auch die Mög­lich­keit des Down­loads via Kind­le For PC ent­fernt wer­den wird. ver­mut­lich ist Ama­zon ein Dorn im Auge, dass man bei über­tra­ge­nen eBooks das DRM ent­fer­nen und sie auch auf ande­ren Gerä­ten nut­zen kann.

Ich weiß, dass ich vor Jah­ren ein Freund des  Kau­fens bei Ama­zon war, aber die­se Zei­ten sind lan­ge vor­bei. Zu schlecht sind Ser­vice­qua­li­tät und Zustel­lung gewor­den, mein Prime-Kon­to habe ich gekün­digt, unter ande­ren auch des­we­gen, weil Jeff Bezos mit den Nazis um Trump und Musk kuschelt.

Da ich fast aus­schließ­lich eng­lisch­spra­chi­ge eBooks lese war Ama­zon im Prin­zip immer noch die ein­zi­ge mög­li­che Quel­le für sol­che Elek­tro­bü­cher, denn bis heu­te sagen alle deut­schen Shops Mond­prei­se dafür an, die dop­pelt, drei­fach oder noch höher über den Prei­sen von Ama­zon lie­gen. Und das ist schlicht­weg inak­zep­ta­bel, weil das Geld nicht bei den Autor°Innen oder Buchhändler°Innen ankommt, son­dern es sich deut­sche Zwi­schen­händ­ler ohne jede dafür ange­mes­se­ne Leis­tung in die Tasche ste­cken. Die Lösung dafür habe ich bereits gefun­den: bei Rakuten/​Kobo kos­ten die eBooks auch nicht mehr als bei Ama­zon.

Screenshot Digitale Inhalte Amazon Konto

Man soll­te als aller­ers­tes sei­ne bei Ama­zon gekauf­ten eBooks sichern. Dazu geht man ins Kon­to -> Digi­ta­le Ser­vices -> Inhal­te und Gerä­te ver­wal­ten -> Inhalt. Dort fin­det man alle sei­ne gekauf­ten eBooks. Man kann lei­der immer nur 25 davon aus­wäh­len, das tut man und klickt auf »An Gerät lie­fern«. Dort wählt man dann »Kind­le For PC«, das man natür­lich vor­her auf einem Gerät instal­liert haben muss. Das soll­te die Ver­si­on 2.4.0 sein, kei­ne höhe­re, man fin­det die rela­tiv leicht im Web. Bei mei­nen knapp 600 Büchern seit 2011 hat das manu­el­le Ansto­ßen der Down­loads unge­fähr eine Vier­tel­stun­de gedau­ert; bis sie dann tat­säch­lich auf dem Rech­ner auf­tau­chen dau­ert es etwas län­ger. Sie lie­gen unter Doku­men­te -> »My Kind­le eBooks« oder »Mei­ne Kind­le eBooks«, zumin­dest unter Win­dows.

Wenn alle her­un­ter gela­den sind, kopiert man den gesam­ten Ord­ner an einen siche­ren Ort.

Etli­che der her­un­ter gela­de­nen eBooks sind DRM-geschützt (DRM = Digi­tal Rights Manage­ment, Kopier­schutz). Ich kann hier lei­der kei­ne Anlei­tung dafür geben, wie man das los­wird, aber eine Web­su­che sorgt schnell für Ergeb­nis­se, es gibt bei­spiels­wei­se Plug­ins für die belieb­te eBook-Ver­wal­tungs­soft­ware Calib­re, aber auch dedi­zier­te Tools.

Ich wei­se an die­ser Stel­le dar­auf hin, dass das Ent­fer­nen von Kopier­schutz­me­cha­nis­men nach deut­schem Recht ille­gal ist. Auf der ande­ren Sei­te ist eine Pri­vat­ko­pie aus­drück­lich erlaubt. Anwäl­te wie­sen bereits dar­auf hin, dass das Gesetz hier wider­sprüch­lich und bür­ger­feind­lich ist und geän­dert gehört. Da es auf Wunsch der Con­tent­in­dus­trie her­beilob­by­isiert wur­de ist das aller­dings äußerst unwahr­schein­lich.

Phantastik-Spezialist Wurdack-Verlag schließt

Logo Wurdack Verlag

Der 2004 durch Ernst Wur­dack gegrün­de­te Wur­dack-Ver­lag aus Nit­ten­dorf bei Regens­burg schließt sei­ne Pfor­ten, da der Betrei­ber in eine wohl­ver­dien­te Ren­te geht. Für deutsch­spra­chi­ge Phan­tas­tik-Fans ist das eine schlech­te Nach­richt, denn Wur­dack gehör­te zu den Stand­bei­nen deut­scher Sci­ence Fic­tion und Fan­ta­sy abseits der auf Pro­fit gebürs­te­ten Sor­ti­men­te der gro­ßen Publi­kums­ver­la­ge. Bei­spiels­wei­se leg­te man beim Ver­lag ein Augen­merk auf Sto­ry­samm­lun­gen, die ande­re Her­aus­ge­ber in Deutsch­land nicht mal mit der Kneif­zan­ge anfas­sen, weil die in Deutsch­land angeb­lich nie­mand kauft.

Die Publi­ka­tio­nen des Ver­lags wur­den immer wie­der aus­ge­zeich­net, bei­spiels­wei­se mit dem Deut­schen Phan­tas­tik-Preis, dem Kurd Laß­witz-Preis oder den Deut­schen Sci­ence Fic­tion-Preis.

Ab 2008 ver­leg­te Wur­dack zudem eine Neu­auf­la­ge von Niko­lai von Mich­alew­skys Roma­nen aus der Rei­he WELTRAUMPARTISANEN um den Hel­den Mark Bran­dis.

Dem Ver­neh­men nach lis­ten die Bar­sor­ti­men­ter die Bücher aus dem Ver­lag bis Ende August aus, bis Ende Novem­ber wird man Rest­be­stän­de noch über die Web­sei­te bei Wur­dack direkt ordern kön­nen. Auch die eBooks wer­den dann nicht mehr ver­füg­bar sein.

Wer noch Bücher kau­fen möch­te, soll­te sich des­we­gen beei­len.

Sehr scha­de.

Logo Copy­right Wur­dack-Ver­lag

Am 9. Juli erscheint THE DALLERGUT DREAM DEPARTMENT STORE: A NOVEL

Cover The Dallergut Dream Department Store

Genau­er müss­te man sagen, erscheint die Hard­co­ver-Ver­si­on, denn Taschen­buch und eBook gibt es bereits seit Novem­ber 2023. Der Roman von Miye Lee wur­de von San­dy Joos­un Lee aus dem Korea­ni­schen über­setzt, nach­dem er dort über eine Mil­li­on mal ver­kauft wur­de. Die Prä­mis­se ist wie folgt:

What if the­re was a store that sold dreams? Which would you buy? And who might you beco­me when you wake up?

In a mys­te­rious town hid­den in our coll­ec­ti­ve sub­con­scious there’s a depart­ment store that sells dreams. Day and night, visi­tors both human and ani­mal shuff­le in to purcha­se their latest adven­ture. Each flo­or spe­cia­li­zes in a spe­ci­fic type of dream: child­hood memo­ries, food dreams, ice ska­ting, dreams of star­dom. Fly­ing dreams are almost always sold out. Some seek dreams of loved ones who have died.

For Pen­ny, an enthu­si­a­stic new hire, working at Dal­ler­gut is the oppor­tu­ni­ty of a life­time. As she unco­vers the workings of this whim­si­cal world, she bonds with a cast of unfor­gettable cha­rac­ters, inclu­ding Dal­ler­gut, the flam­boy­ant and wise owner, Baby­nap Rockabye, a famous dream desi­gner, Maxim, a night­ma­re pro­du­cer, and the many cus­to­mers who dream to heal, dream to grow, and dream to flou­rish.

Ich fin­de, das hört sich sehr viel­ver­spre­chend und vor allem ori­gi­nell an.

Die am 9. Juli 2024 erschei­nen­de Hard­co­ver-Ver­si­on die­ser Cozy Fan­ta­sy ist 233 Sei­ten stark und kos­tet knapp 20 Euro (ISBN 978–1335081179). Es gibt aber auch noch das frü­her erschie­ne­ne Taschen­buch zum Preis von 8,49 Euro oder ein eBook für 5,49 Euro. Es gibt auch eine deut­sche Fas­sung, die erschien am 22. Juni 2024 bei Gol­kon­da, kos­tet als Paper­back 20 Euro und als eBook 15,99 Euro.

Cover­ab­bil­dung Copy­right Hano­ver Squa­re Press

Erschienen: STERNENLICHT 22 – und: Ausschreibung

Cover Sternenlicht 22

Im Ver­lag Saphir Im Stahl erscheint seit eini­ger Zeit die Roman­rei­he STERNENLICHT. Dabei han­delt es sich im Prin­zip um eine Fort­schrei­bung der Kult-Fern­seh­se­rie RAUMPATROUILLE in einer fer­ne­ren Zukunft. Die Kon­text­be­schrei­bung lau­tet wie folgt:

Man schreibt das Jahr 3166. Seit den Ver­häng­nis­vol­len Krie­gen gegen die Frogs sind über ein­hun­dert Jah­re ver­gan­gen. Das Staats­ge­bil­de der Mensch­heit, die von küh­nen Raum­pio­nie­ren erschlos­se­ne Raum­ku­gel, ist in eine Viel­zahl von klei­ne­ren Rei­chen zer­fal­len oder wird von Hasar­deu­ren und Pira­ten beherrscht. Eines der auf­stre­bends­ten neu­en Rei­che ist die Ster­nen­licht Ver­ei­ni­gung mit der Haupt­welt Tyros. Die Ster­nen­licht Ver­ei­ni­gung sieht sich in der Nach­fol­ge der Mensch­heit, wie sie vor den Krie­gen bestand. Die Frogs ver­schwan­den so plötz­lich, wie sie auf­tauch­ten.

In die­sem Rah­men erschien soeben der von Joa­chim Stahl ver­fass­te Band 22 mit dem Titel IRRFLUG INS VERDERBEN. Der Klap­pen­text liest sich wie folgt:

Man schreibt das Jahr 3170. Seit den ver­häng­nis­vol­len Krie­gen gegen die Frogs sind über hun­dert Jah­re ver­gan­gen. Die erschöpf­te Erde wur­de von den Men­schen weit­ge­hend ver­las­sen und fris­tet nur noch ein Schat­ten­da­sein. In dem Macht­va­ku­um ist eine Viel­zahl neu­er Rei­che ent­stan­den. Eines davon ist die Ster­nen­licht Ver­ei­ni­gung, in der sich zwölf von Men­schen besie­del­te Pla­ne­ten­sys­te­me ver­bün­det haben. Sie sehen sich in der poli­ti­schen und kul­tu­rel­len Nach­fol­ge der Mensch­heit vor dem Erschei­nen der Frogs, die plötz­lich und geheim­nis­voll auf der kos­mi­schen Bild­flä­che erschie­nen und wie­der ver­schwan­den.

Ter­ror­an­schlä­ge gegen Ange­hö­ri­ge der Raum­flot­te erschüt­tern die Ster­nen­licht Ver­ei­ni­gung. Vie­les deu­tet dar­auf hin, dass die Draht­zie­her dahin­ter geis­tes­ma­ni­pu­lie­ren­de Intel­li­genz­we­sen aus den Tie­fen des Alls sind. Der mora­ni­sche For­schungs­kreu­zer GIORDANO BRUNO‑I/​DIANA unter dem Kom­man­do von Major Petrus Taun­send bekommt den Geheim­auf­trag, zum Hei­mat­pla­ne­ten der Wesen zu flie­gen, um sie durch eine Demons­tra­ti­on der Stär­ke ein­zu­schüch­tern. Gleich­zei­tig ver­sucht auf Moran Kri­mi­nal­in­spek­tor Zau­ner, eine von den Vlock gelenk­te Ter­ror­grup­pe zu über­füh­ren.

STERNENLICHT 22 – IRRFLUG INS VERDERBEN ist 240 Sei­ten stark und kos­tet als Taschen­buch mit der ISBN: 978–3‑96286–082‑0 13,00 Euro. Erhält­lich ist der Roman zum Bei­spiel über die Shop­sei­te von Saphir im Stahl. Eine eBook-Fas­sung gibt es eben­falls, die kos­tet 4,99 Euro.

Sternenlicht Anthologie Covervorschau

STER­NEN­LICHT-Aus­schrei­bung

Wei­ter­hin gibt es pas­send zur Neu­erschei­nung von IRRFLUG INS VERDERBEN eine Aus­schrei­bung für eine Sto­ry­samm­lung zum The­ma STERNENLICHT, deren Text ich hier eben­falls wie­der­ge­ben möch­te:

Mit dem eige­nen Raum­schiff durch die Gala­xie

Der Ver­lag Saphir im Stahl sucht Sci­ence Fic­tion Autoren für Kurz­ge­schich­ten … und noch mehr.

Raum­pa­trouil­le – Die phan­tas­ti­schen Aben­teu­er des Raum­schif­fes Ori­on“. Wer bei die­sem zuge­ge­be­ner­ma­ßen sper­ri­gen Titel der 1960er Jah­re TV Serie auf­horcht, könn­te hier eine inter­es­san­te Chan­ce erhal­ten. Doch auch ambi­tio­nier­ten Freun­den der Sci­ence Fic­tion, die die­se Serie nicht ken­nen, kann sich eine Gele­gen­heit bie­ten, eine span­nen­de Kurz­ge­schich­te über ein Raum­schiff mit einer sie­ben­köp­fi­gen Besat­zung zu ver­fas­sen. Im bes­ten Fall lan­det die eige­ne Geschich­te dann sogar in einer Kurz­ge­schich­ten­samm­lung, die im Ver­lag Saphir im Stahl ver­öf­fent­licht wer­den soll. Aber das ist noch nicht alles.

Autoren, die das Ster­nen­licht-Team mit ihrer Geschich­te beson­ders über­zeu­gen, winkt die Mög­lich­keit, sich dem Team anzu­schlie­ßen und selbst einen, oder auch meh­re­re Roma­ne in der Rei­he schrei­ben zu dür­fen.

Inter­es­siert? Dann am bes­ten gleich die Home­page der Aus­schrei­bung unter saphir​-im​-stahl​.de besu­chen und eine phan­tas­ti­sche Geschich­te schrei­ben.

(Text: Ver­lag Saphir im Stahl /​ Peter R. Krü­ger)

Für sämt­li­che Details folgt man am bes­ten dem obi­gen Links zur Aus­schrei­bungs­sei­te. Wer mehr über Ster­nen­licht erfah­ren möch­te um zu sehen, ob ihm oder ihr das The­ma liegt, kann auch einen Blick ins Ster­nen­licht-Wiki wer­fen.

Cover­ab­bil­dun­gen Copy­right Saphir im Stahl

Erschienen: PHANTAST 29 – »Near Future«

Cover Phantast 29 - utopische grüne Stadt aus Luftansicht

Soeben ist die 29. Aus­ga­be des Maga­zins PHANTAST erschie­nen, dies­mal ist das The­ma der lang­jäh­rig erschei­nen­den Publi­ka­ti­on »Near Future«, man fin­det dar­in Arti­kel, die sich mit den The­men Cli­ma­te Fic­tion, Cyber­punk und Solar­punk beschäf­ti­gen.

- Inter­views mit Chris­ti­an End­res, Caro­li­ne Hof­stät­ter und Chris­ti­an
Gün­ther
– Aiki Mira schreibt über »Near Future: SF als Gegen­warts­li­te­ra­tur«
– Ales­san­dra Reß schreibt über Solar­punk als »Naher Opti­mis­mus, fer­ne
Uto­pie«
– Swant­je Nie­mann schreibt über »Cli­ma­te Fic­tion als Kos­mi­scher Hor­ror«
– wei­te­re Arti­kel zu Cli­ma­te Fic­tion und Cyber­punk
– diver­se Rezen­sio­nen und Illus­tra­tio­nen zum The­ma

PHANTAST 29 ist 152 Sei­ten stark und kann wie immer kos­ten­los bei Litera­to­pia her­un­ter gela­den wer­den.

Phantastikpreis der Stadt Wetzlar 2023 ging an Maja Illisch

Aus einer Pres­se­mit­tei­lung der Stadt Wetz­lar:

Phan­tas­tik­preis geht an Maja Illisch

Die Autorin Maja Illisch ist für ihr Buch UNTEN mit dem Phan­tas­tik­preis 2023 der Stadt Wetz­lar aus­ge­zeich­net wor­den. Ober­bür­ger­meis­ter Man­fred Wag­ner über­gab die mit 4.000 Euro dotier­te Urkun­de am Frei­tag, den 8. Sep­tem­ber in der Phan­tas­ti­schen Biblio­thek Wetz­lar. Mit dem Preis wer­den seit 1983 sowohl die Preis­trä­ger gewür­digt, als auch das Anse­hen der phan­tas­ti­schen Lite­ra­tur gestei­gert. 130 Bücher wur­den für den Preis ein­ge­reicht und von einer Jury aus Wetz­la­rer Bür­gern, die durch ihre beruf­li­che Tätig­keit an Uni­ver­si­tä­ten Schu­len, Biblio­the­ken und Redak­tio­nen eine enge Bezie­hung zur Lite­ra­tur haben, bewer­tet.

In der Begrün­dung für das preis­ge­krön­te Buch heißt es, Illisch gelin­ge es, für jün­ge­re Leser die Frus­tra­ti­on an einer Welt greif­bar zu machen, die sich auf­grund ihrer Regeln dem gesun­den Men­schen­ver­stand ent­zie­he.

Die Lau­da­tio hielt die stell­ver­tre­ten­de Lei­te­rin des Kreis­ju­gend­am­tes, Eva Schlei­fer. Mit dem Buch von Maja Illisch wer­de die Wirk­lich­keit unse­res Lebens in vol­ler Band­brei­te abge­bil­det. Das Buch sei wie ein apo­ka­lyp­ti­scher Ritt durch unse­re Gesell­schaft. Ein unschein­ba­res Mäd­chen leh­ne sich gegen das Sys­tem auf und über­win­de die eige­ne Angst.

Die Autorin sag­te in ihrer Dan­kes­re­de, ihr Buch sei mit dem Coro­na-Lock­down von der Wirk­lich­keit ein­ge­holt wor­den. 2019 habe sie sich eine Welt aus­ge­dacht, die in einem ein­zi­gen Haus wohnt und wo nie­mand mehr vor die Tür tre­ten kann.
Das Buch UNTEN von Maja Illisch ist im Ham­bur­ger Dress­ler-Ver­lag erschie­nen.

Foto: v.l. Ober­bür­ger­meis­ter Wag­ner, Preis­trä­ge­rin Maja Illisch und Lau­da­to­rin Eva Schlei­fer (Copy­right Foto: Stadt Wetz­lar)

Fediverse-Alternative zu Lovelybooks, Goodreads und Co: BookWyrm

Love­ly­books, Good­reads und ähn­li­che Platt­for­men sind Sozia­le Medi­en, die als zen­tra­les The­ma den Aus­tausch von Buchliebhaber°Innen haben. Man kann lis­ten wel­che Bücher man besitzt und man kann Rezen­sio­nen ver­fas­sen.

Das Pro­blem dar­an: Die­se Platt­for­men sind fest in der Hand von Kon­zer­nen. Good­reads gehört Ama­zon, Love­ly­books gehört der Ver­lags­grup­pe Holtz­brinck, einer der größ­ten Ver­lags­mo­lo­che über­haupt. Da soll­te einen nicht wun­dern, dass es zum einen Algo­rith­men für Sicht­bar­keit gibt. Und zum ande­ren ist der Haupt­zweck der Platt­for­men eben NICHT der Aus­tausch zwi­schen Buchenthusiast°Innen, son­dern das Gene­rie­ren von Koh­le für die Betrei­ber. Alle Links die man zu den jewei­li­gen Büchern auf den Platt­for­men fin­det, sind Affi­lia­te-Links, durch die die Betrei­ber an jedem Ver­kauf mit­ver­die­nen (oder im Fall von Good­reads ver­dient Ama­zon direkt), das ist der Haupt­grund für die Exis­tenz die­ser Sei­ten.

Aber es exis­tiert eine nicht­kom­mer­zi­el­le Alter­na­ti­ve. Ich hat­te in mei­nem letz­ten Jah­res­end-Gruß­wort bereits über das Fedi­ver­se geschrie­ben, eine Rei­he von Web-Appli­ka­tio­nen wie Mast­o­don, Peer­tu­be, Pixel­fed, Funk­wha­le, Hub­zil­la und vie­le wei­te­re. Die haben alle unter­schied­li­che Zwe­cke (Mast­o­don ist ein Twit­ter-Ersatz, Peer­tu­be eine You­tube-Alter­na­ti­ve, Pixel­fed sowas Ähn­li­ches wie insta­gram,  Funk­wha­le für Pod­cas­ting, oder Hub­zil­la ähn­lich wie Face­book). Alle die­se Ser­ver sind mit­ein­an­der ver­netzt und bil­den das soge­nann­te Fedi­ver­se. Und sie kön­nen über das Pro­to­koll Acti­vi­ty­Pub mit­ein­an­der kom­mu­ni­zie­ren. Alle die­se Platt­for­men sind Open Source, also quell­of­fen, und im Prin­zip kann jede/​r einen Ser­ver auf­set­zen. Das schal­tet den Platt­form­ka­pi­ta­lis­mus aus, denn man ist nicht mono­li­thi­schen Platt­for­men wie Meta oder einem beklopp­ten Mil­li­ar­där wie Musk aus­ge­lie­fert, eben­falls nicht deren toxi­schen Algo­rith­men, die Hass und Streit bevor­zu­gen, um Auf­merk­sam­keit zu bin­den. Wenn einem der Admin der Platt­form, auf der man  im Fedi­ver­se zuhau­se ist, nicht zusagt, zieht man ein­fach um und nimmt sei­ne Follower°Innen via Export/​Import mit.

Seit­dem Elon Musk Twit­ter gekauft hat und zugrun­de rich­tet, hat ins­be­son­de­re Mast­o­don immensen Zuwachs.

Und jetzt kom­men wir wie­der zu den Buch­lieb­ha­bern:

Auch für die gibt es eine Fedi­ver­se-Appli­ka­ti­on. Die nennt sich Book­wyrm und ist eine wei­te­re spe­zia­li­sier­te Art von Fedi­ver­se-Soft­ware, wie die oben bereits ange­spro­che­nen. Wie auch im rest­li­chen Fedi­ver­se ist das unkom­mer­zi­ell und nicht von einer mono­li­thi­schen, kapi­ta­lis­ti­schen Platt­form abhän­gig, die Dich nur sehen las­sen will, was gut für sie ist.

Hier ein Bei­spiel­link zu einem Buch (THE LORD OF THE RINGS) auf der Instanz book​wyrm​.social:
https://bookwyrm.social/book/96747/s/fellowship-of-the-ring-the-lord-of-the-rings-book‑1

Ein wei­te­res Bei­spiel auf einer ande­ren Instanz (bue​cher​.pnpde​.social):
https://​bue​cher​.pnpde​.social/​b​o​o​k​/​9​5​/​s​/​l​e​g​e​n​d​s​-​l​a​t​tes 

Man kann sehen, dass das älte­ren, kom­mer­zi­el­len Buch­platt­for­men ähnelt. Man bekommt biblio­gra­fi­sche Anga­ben zum Buch, eine Lis­te pas­sen­der Gen­res oder The­men, und eine Lis­te von Bespre­chun­gen ver­schie­de­ner Leser°Innen von ver­schie­de­nen Book­wyrm-Instan­zen. Unter­halb der Rezen­sio­nen fin­den sich zudem Ster­ne-Bewer­tun­gen von Per­so­nen, die das Buch bewer­tet haben, aber kei­ne Bespre­chung schrie­ben. Und es fin­det sich oft ein Link zur Open Libra­ry des Inter­net Archi­ve. Auch Buch­lis­ten gibt es. Benutzer°Innen habe eine Pro­fil­sei­te mit ihren Büchern und Links zu ihren ande­ren Pro­fi­len im Fedi­ver­se oder Web­prä­sen­zen anders­wo. Wenn man das auf einem Smart­phone nutzt, kann man sogar einen Buch-Bar­code scan­nen und damit auf der Instanz nach dem Buch suchen (man könn­te mei­nen, man wäre im 21. Jahr­hun­dert … ;) ).

Wie kann man mit­ma­chen und die kapi­ta­lis­mus­ge­trie­be­nen, algo­rith­mi­schen und mono­li­thi­schen alten Platt­for­men hin­ter sich las­sen? Ein­fach: Man sucht sich in der Ser­ver­lis­te eine Instanz, die zu einem passt. Dar­un­ter gibt es auch deut­sche Instan­zen, auch wenn dort nicht nur deut­sche Bücher bespro­chen wer­den.

Auf vie­len Instan­zen ist noch rela­tiv wenig los, kein Wun­der, Book­wyrm ist noch rela­tiv neu. Aber durch die Ver­bin­dung ins rest­li­che Fedi­ver­se dürf­te sich das bald ändern – und man kann sich eben mit allen mög­li­chen Benut­zern ande­rer Appli­ka­tio­nen und Ser­ver aus­tau­schen.

Also los! Zeigt Love­ly­books, Good­reads und Co. mit ihrem Platt­form­ka­pi­ta­lis­mus den Mit­tel­fin­ger, macht euch von Kon­zer­nen und deren Algo­rith­men frei und mel­det euch bei einer Book­Wyrm-Instanz an. Oder setzt selbst eine auf (hust. Na gut: Nur wenn ihr ein Techie seid).

Wir kön­nen der Ens­hit­ti­fi­ca­ti­on des Inter­nets ent­kom­men, es liegt nur an uns!

TAKE BACK THE WEB!

Erschienen: GEFANGENE DES PANTHERS – zweiteiliger Fantasy-Roman von Ju Honisch

GEFANGENE DES PANTHERS ist der neue Fan­ta­sy-Roman von Ju Honisch. Auf­grund des Umfangs erschie­nen im April 2023 in zwei Teil­bän­den (Teil 1 – Ver­rä­te­rin­nen & Teil 2 – Mon­den-Fein­de), nimmt er ein klas­si­sches Fan­ta­sy-Motiv auf: den Kampf für Frei­heit und Gerech­tig­keit, dies­mal mit einer weib­li­chen Hel­din und ihren Gefährt*Innen. Von Ju Honischs bis­lang neun Roma­nen erhielt jeweils einer den Deut­schen Phan­tas­tik Preis (DAS OBSIDIANHERZ) und einer den SERAPH der Phan­tas­ti­schen Aka­de­mie (SCHWINGEN AUS STEIN) und zwei wei­te­re schaff­ten es auf die End­aus­wahl­lis­te der bei­den Prei­se. Die Autorin wagt es in GEFANGENE DES PANTHERS, ein seit Tol­ki­en ver­trau­tes Kon­zept mit brand­neu­em Inhalt zu fül­len:

Magie steht in Tru­ri­en als Macht­mo­no­pol aus­schließ­lich dem »Ker­end« zu ? und sei­ner wil­len­los höri­gen Ein­satz­trup­pe aus »Uner­wähl­ten«.
Magie ist hier das Instru­ment für Gedan­ken­kon­trol­le, Gewalt, Ver­hin­dern jeg­li­cher Indi­vi­dua­li­tät, Infor­ma­ti­ons­be­schrän­kung und unaus­weich­li­cher Prä­gung: das alles als Grund­stock für Schaf­fung eines qua­si reli­giö­sen Unfehl­bar­keits­my­thos eines gna­den­lo­sen Herr­schers.
Als Aëna­hya selbst zur Uner­wähl­ten wer­den soll, flüch­tet sie. Gejagt wird sie als­bald nicht nur vom Ker­end mit sei­nen magie­mäch­ti­gen Uner­wähl­ten und sei­nen erbar­mungs­lo­sen Rit­tern, son­dern auch von den Grau­wär­len, pan­ther­ar­ti­gen Wer­men­schen, die ihre eige­nen Zie­le mit ihr ver­fol­gen.
Ihre Flucht wird zum Kampf für die Frei­heit und gegen die Tyran­nei eines Herr­schers, dem es eine Freu­de ist, das Den­ken, Füh­len und Han­deln eines jeden bis ins aller­kleins­te Detail zu regie­ren: ein Reich aus glit­zern­den, leben­den Spiel­stei­nen, deren Gehor­sam abso­lut ist.

[one_half]GEFANGENE DES PANTHERS
Band1 – VERRÄTERINNEN
Fan­ta­sy
Ju Honisch
7. April 2023
Taschen­buch:
ISBN: 979–8388220448
387 Sei­ten, EUR 12,75
eBook:
ASIN: B0C2HPLQ8H
EUR 4,20[/one_half][one_half_last]GEFANGENE DES PANTHERS
Band 2 – MONDEN-FEINDE
Fan­ta­sy
Ju Honisch
7. April 2023
Taschen­buch:
ISBN: 979–8388369741
427 Sei­ten, EUR 13,86
eBook:
ASIN: B0C2J5YKPL
EUR 4,20[/​one_​half_​last]

Cover­ab­bil­dun­gen Copy­right Ju Honisch

Nach oben scrollen

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies und von eingebundenen Skripten Dritter zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest (Navigation) oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst Du Dich damit einverstanden. Dann können auch Cookies von Drittanbietern wie Amazon, Youtube oder Google gesetzt werden. Wenn Du das nicht willst, solltest Du entweder nicht auf "Akzeptieren" klicken und die Seite nicht weiter nutzen, oder Deinen Browser im Inkognito-Modus betreiben, und/oder Anti-Tracking- und Scriptblocker-Plugins nutzen.

Mit einem Klick auf "Akzeptieren" werden zudem extern gehostete Javascripte freigeschaltet, die weitere Informationen, wie beispielsweise die IP-Adresse an Dritte weitergeben können. Welche Informationen das genau sind liegt nicht im Einflussbereich des Betreibers dieser Seite, das bitte bei den Anbietern (jQuery, Google, Youtube, Amazon, Twitter *) erfragen. Wer das nicht möchte, klickt nicht auf "akzeptieren" und verlässt die Seite.

Wer wer seine Identität im Web schützen will, nutzt Browser-Erweiterungen wie beispielsweise uBlock Origin oder ScriptBlock und kann dann Skripte und Tracking gezielt zulassen oder eben unterbinden.

* genauer: eingebettete Tweets, eingebundene jQuery-Bibliotheken, Amazon Artikel-Widgets, Youtube-Videos, Vimeo-Videos

Schließen