GONE GIRL – Das perfekte Opfer

GONE GIRL – Das perfekte Opfer

Poster Gone GirlGONE GIRL – Bun­des­start 02.10.2014

Von einem Aus­nah­me-Regis­seur zu spre­chen, ist nicht über­trie­ben, wenn das The­ma auf David Fin­cher kommt. Sei­ne Fil­me sind alles ande­re, als leich­te Kost, und weit ab vom bekannt bekömm­li­chen Kino. Selbst bei belieb­ten, berühm­ten Vor­la­gen kennt Fin­cher kei­ne Scheu. Mit ALIEN 3 konn­te er die Serie tat­säch­lich wie­der in eine neue Rich­tung brin­gen, so wie sich zuvor Came­rons ALIENS von Scotts Vor­bild unter­schied. Und mit VERBLENDUNG hät­te er fast ein Meis­ter­werk der Lite­ra­tur­ver­fil­mun­gen auf die Lein­wand gebracht. Nur fast, weil sich schon das schwe­di­sche Ori­gi­nal als per­fek­te Adap­ti­on prä­sen­tier­te, mit sei­ner sehr eige­nen, düs­te­ren Atmo­sphä­re. Mit dem erst vor zwei Jah­ren erschie­nen Best­sel­ler GONE GIRL konn­te sich jetzt der Aus­nah­me-Regis­seur erneut bewei­sen. Das erstaun­li­che Ergeb­nis ist aber nicht nur David Fin­chers Talent zu ver­dan­ken, son­dern einer gan­zen Rei­he von Talen­ten, allen vor­an der Buch­au­torin Gil­li­an Flynn, die selbst das Dreh­buch ver­fass­te.

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Fantasy Film Fest 2014: THE NOVEMBER MAN

Fantasy Film Fest 2014: THE NOVEMBER MAN

Poster November ManTHE NOVEMBER MAN – Kei­ne bekann­ten Ver­öf­fent­li­chungs­ter­mi­ne

Es ist eini­ge Jah­re her, da woll­te sich Regis­seur Roger Donald­son als einer der füh­ren­den Spie­ler in der Hol­ly­wood-Liga aus­zeich­nen. Nach einem eher belä­chel­ten DIE BOUNTY wur­de mit NO WAY OUT Donald­sons Kar­rie­re erst rich­tig wahr genom­men. Den­noch zog sich sei­ne Vita nur leid­lich dahin, wo er sich aller­dings mit SPECIES oder THIRTEEN DAYS immer wie­der in Erin­ne­rung rufen konn­te. MIT HERZ UND HAND – THE WORLDS FASTEST INDIAN kehr­te er ein­mal dem fff2014Thril­ler den Rücken, bewies aber auch im Dra­ma sei­ne Hand für Insze­nie­rung und Cha­rak­te­re. Nach glück­lo­sen Jason Stat­ham- und Nicho­las Cage-Fil­men, soll­te Pier­ce Bros­nan Donald­sons Ruf für hand­fes­te Thril­ler erneu­ern. Für einen pen­sio­nier­ten CIA-Agen­ten ist Bros­nan ein­fach eine genia­le Wahl, der lan­ge nicht im Action-Fach tätig sein konn­te.
Vor fünf Jah­ren lei­te­te Peter Devereaux eine Mis­si­on, zur Ver­ei­te­lung eines Atten­ta­tes. Sein gera­de erst ein­ge­ar­bei­te­ter Schütz­ling David Mason glaubt sich aller­dings Herr der Lage, was fata­le Fol­gen nach sich zog. Für Devereaux ein ange­mes­se­ner Grund, end­lich dem Geheim­dienst den Rücken zu keh­ren.

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SIN CITY 2 – A DAME TO KILL FOR

Poster Sin City 2FRANK MILLER´S SIN CITY: A DAME TO KILL FOR – Bun­des­start 18.09.2014

Attri­bu­te wie die eines revo­lu­tio­nä­ren Fil­me­ma­chers haben immer die­sen Bei­geschmack des zu hoch Gegrif­fe­nen. Doch man muss Robert Rodri­guez zuge­ste­hen, dass dies genau auf ihn zutrifft. Er ist ein revo­lu­tio­nä­rer Fil­me­ma­cher. Einer, der mit EL MARIACHI eine Visi­ten­kar­te pro­du­zier­te, um DESPERADO rea­li­sie­renn zu kön­nen. Der mit FROM DUSK TILL DAWN zwei voll­kom­men unter­schied­li­che Fil­me insze­nier­te, die nicht bes­ser har­mo­nie­ren konn­ten. Der Ers­te, der 3D mit offe­nen Armen emp­fing, und dies voll­kom­men rich­tig umzu­set­zen wuss­te. Einer, der es wag­te, sieb­zi­ger Jah­re Exploi­ta­ti­on-Fil­me mit Erfolg ins neue Jahr­tau­send zu trans­por­tie­ren. Und schließ­lich ist er der ers­te gewe­sen, der mit SIN CITY eine Gra­phic Novel ver­film­te, die tat­säch­lich den Stil und Cha­rak­ter einer Gra­phic Novel behielt. Acht Jah­re ist das bereits her, dass ein Groß­auf­ge­bot an Lein­wand-Ido­len sich zu einem opti­schen Feu­er­werk tra­fen, wel­ches Maß­stä­be setz­te. Es gibt die ein oder ande­re Ände­rung in der Beset­zung, wie Cli­ve Owens Rol­le des Dwight, die jetzt von Josh Bro­lin über­nom­men wur­de. Aber weit­ge­hend sind sie alle wie­der mit dabei. Rour­ke, Alba, Daw­son, Boot­he, Clar­ke Dun­can, Wil­lis, und wie sie alle hei­ßen. Auf alle Fäl­le ein bru­ta­les Schlach­ten­ge­mäl­de aus Blut, Schweiß und Trä­nen, das an Fas­zi­na­ti­on und Anzie­hungs­kraft nichts ver­lo­ren hat.

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Fantasy Film Fest 2014 – 13 SINS

Fantasy Film Fest 2014 – 13 SINS

Poster 13 Sins13 SINS – ab 9. Okto­ber in Deutsch­land auf Blu­Ray & DVD

Nichts treibt den Ame­ri­ka­ner mehr an, als ein erfolg­rei­cher und zudem sehr ori­gi­nel­ler Film aus dem asia­ti­schen Raum. Daher ist es ver­wun­der­lich, dass die thai­län­di­sche Pro­duk­ti­on 13: GAME OF DEATH tat­säch­lich acht Jah­re benö­tig­te, um eine ame­ri­ka­ni­sche Zweit­ver­wer­tung zu fin­den. Wie immer sind sol­che Pro­jek­te gera­de in Fan-Krei­sen sehr umstrit­ten. Nur weni­ge Adap­tio­nen von asia­ti­schen Fil­men fin­den Zustim­mung. Das ist natür­lich auch den Puris­ten geschul­det, die so etwas grund­sätz­lich ableh­nen, ohne den pro­duk­ti­ons­tech­ni­schen Ver­gleich objek­tiv zu zie­hen. Doch die fff2014Wirk­lich­keit sieht eben ein­fach etwas anders aus, egal wie wider­sin­nig man über Remakes dis­ku­tie­ren mag. Der Ame­ri­ka­ner sieht sich kei­ne Fil­me mit Unter­ti­teln an, und er schaut auch kei­ne Fil­me die syn­chro­ni­siert sind. Das betrifft den Durch­schnitt von Kino­gän­gern. Es ist eigent­lich nur eine logi­sche Kon­se­quenz, dass man einen guten Stoff zwangs­läu­fig mit dem ent­spre­chen­den Per­so­nal neu ver­fil­men muss. Rich­tig begon­nen hat das mit RINGU und dem ame­ri­ka­ni­schen Äqui­va­lent THE RING, wo die Umset­zung für ein »west­li­ches Publi­kum« noch funk­tio­nier­te. Wie es bei 13 SINS aus­sieht, dar­über kön­nen sich selbst­er­nann­te Kri­ti­ker und Kunst­ex­per­ten gegen­sei­tig die Köp­fe ein­schla­gen. Doch ist 13 SINS für sich gese­hen ein gelun­ge­ner Film?

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Fantasy Film Fest 2014 – NURSE 3D

Fantasy Film Fest 2014 – NURSE 3D

Poster Nurse 3DIn einem Film mit dem Hin­ter­grund von NURSE bedarf es unbe­dingt einer Dar­stel­le­rin wie Paz de la Huer­ta, die kei­ner­lei Pro­ble­me damit hat, sich stän­dig nackt durchs Bild zu räkeln. Seit sie das ers­te Mal einem wei­te­ren Publi­kum auf­ge­fal­len war, hat man eher das Gefühl, sie hät­te ein Pro­blem, sich nicht aus­zie­hen zu dür­fen. Doch der Ansatz von NURSE ist eine bit­ter­bö­se Sati­re. Und auch eine bit­ter­bö­se Sati­re braucht etwas wie eine Leit­fi­gur. Und eine Leit­fi­gur muss einen aus­ge­präg­ten Cha­rak­ter haben. Nun ist es so, dass Huer­ta wohl eine nicht zu ver­ach­ten­de Figur hat, die bei den einen Neid und bei den ande­ren Erek­tio­nen her­vor zu rufen ver­steht. Das ist bei einer Sati­re, wo es um betrü­gen­de Män­ner und Sex-Fan­ta­si­en geht, ein sehr unter­stüt­zen­des Mit­tel. Aber Huer­ta hat nicht das Gesicht, nicht das Cha­ris­ma, und auch nicht das Talent, eine Sati­re funk­tio­nie­ren zu las­sen. Schön­heit liegt im Auge des Betrach­ters, des­we­gen muss man sich hier vor­sich­tig aus­drü­cken. Ihre viel zu schma­le und fal­ti­ge Augen­par­tie, die schma­le Nase, der über­pro­por­tio­nier­te Mund. Es macht fff2014sie ein­fach nicht attrak­tiv. Wobei man strikt zwi­schen Schön­heit und Attrak­ti­vi­tät unter­schei­den muss. Jetzt kann man dage­gen hal­ten, dass gera­de die­ser Umstand die Sati­re erhöht, weil die Män­ner ledig­lich Huer­tas Kör­per wahr­neh­men. Das wäre ein schö­ner Gedan­ke. Aller­dings ist sie auch kei­ne Schau­spie­le­rin. Wenn sie ver­sucht mit ver­füh­re­ri­schem Ton­fall zu über­zeu­gen, ihrer Wut frei­en Lauf lässt, oder Ver­zweif­lung zei­gen möch­te. Paz de la Huer­ta macht aus der schrä­gen Prä­mis­se  des Films ein Par­cours, bei dem man nur schnell zum nächs­ten Schau­wert kom­men möch­te.

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THE PURGE: ANARCHY

THE PURGE: ANARCHY

Poster THE PURGE: ANARCHYTHE PURGE: ANARCHY – Bun­des­start 31.07.2014

Nach nur einem Jahr schiebt Autor und Regis­seur James DeMo­na­co eine Fort­set­zung zu dem Über­ra­schungs­hit THE PURGE nach. Ein Film, bei dem die Fas­zi­na­ti­on über die Logik sieg­te. War die­ser aller­dings noch ein kam­mer­spiel­ar­ti­ger Thril­ler, geht DeMo­na­co dem Gesetz der Serie zufol­ge natür­lich einen Schritt wei­ter. Erleb­te man die­se neue ame­ri­ka­ni­sche Ord­nung anfangs aus der Per­spek­ti­ve des in sich geschlos­se­nen Refu­gi­ums der ver­meint­li­chen Opfer, zeigt uns DeMo­na­co nun die Welt drau­ßen auf der Stra­ße, wenn Pur­ge im Gan­ge ist.
Der Hin­ter­grund ist auf der einen Sei­te tat­säch­lich hirn­ris­sig, auf der ande­ren Sei­te birgt er unver­hoh­len eine anzie­hen­de Begehr­lich­keit. Ame­ri­ka war wirt­schaft­lich und sozi­al am Boden, was in 2016 sein wird. Die »Neu­en Grün­dungs­vä­ter von Ame­ri­ka« erlie­ßen ein Ver­ord­nung, dass ein­mal im Jahr für genau 12 Stun­den alle Geset­ze auf­ge­ho­ben sind. Alle Ver­bre­chen wer­den in die­ser Zeit straf­frei blei­ben, erlaubt sind aller­dings nur Waf­fen, so klärt einen der Film auf, bis Klas­se 4. Was bedeu­tet, dass man sich auch noch mit einem schwe­ren Maschi­nen­ge­wehr aus­to­ben kann. »Pur­ge« bedeu­tet Säu­be­rung, und so funk­tio­niert auch die­ses Sys­tem. Wäh­rend Rei­che und der geho­be­ne Mit­tel­stand sich mit ent­spre­chen­den Sicher­heits­vor­keh­run­gen in die­ser bestimm­ten Nacht ver­bar­ri­ka­die­ren kön­nen, wer­den natür­lich Arme und Obdach­lo­se die ers­ten Opfer von Men­schen, die ger­ne mor­den und fol­tern. Die Pur­ge-Night, also die Nacht der Säu­be­rung, hat die Kri­mi­na­li­täts­ra­te gesenkt, und die Armut fast abge­schafft. Eine Insti­tu­ti­on, die also auf­geht.

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MINDSCAPE als eindringliches Kopfkino

MINDSCAPE als eindringliches Kopfkino

mindscape

MINDSCAPE – Bun­des­start 03.07.2014

Obwohl MINDSCAPE von Stu­dio­Ca­nal ver­trie­ben wird, stellt Stu­dio­Ca­nal kein Wer­be­ma­te­ri­al auf sei­nem Pres­se­ser­ver zur Ver­fü­gung. Aus uner­find­li­chen Grün­den gibt es kaum Kinos, die MINDSCAPE im Pro­gramm haben. Über Ama­zon ist der Film längst als Import erhält­lich, aber ledig­lich in eng­li­scher und spa­ni­scher Sprach­fas­sung.
 

Erin­ne­rungs­de­tek­ti­ve haben den Lügen­de­tek­tor noch nicht abge­löst, fin­den aber immer mehr Beach­tung. Men­schen mit die­ser Bega­bung, wie John Washing­ton, kön­nen durch Berüh­rung an den Erin­ne­run­gen ihres Gegen­übers teil­ha­ben, die­se dann unvor­be­las­tet ana­ly­sie­ren und aus­wer­ten. Nach einem Trau­ma und zwei Jah­ren Pau­se soll John Washing­ton erst ein­mal mit einem ein­fa­chen Fall wie der jun­gen Anna begin­nen. Ist Anna wirk­lich eine Sozio­path­in, und woll­te drei Mit­schü­le­rin­nen umbrin­gen, oder ist sie selbst Opfer eines Kind­heits­trau­mas? »Ich bin kei­ne Sozio­path­in,« sagt Anna bei ihrer ers­ten Begeg­nung, »aber ich habe die Fähig­keit wie eine zu den­ken.«

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Fantasy Filmfest Nights: ENEMY

Fantasy Filmfest Nights: ENEMY

Enemy

ENEMY – Bun­des­start 22.05.2014

Denis Ville­neuve hat zuvor PRISONERS gemacht. Einer der eigen­wil­ligs­ten Thril­ler der letz­ten Jah­re, von vie­len ver­göt­tert, und von eben­so vie­len gehasst. PRISONERS war in der Tat auch des­halb etwas Außer­ge­wöhn­li­ches, weil die Kunst des puren und effek­ti­ven Thril­lers im Kino kaum noch zu sehen ist. PRISONERS hat Ville­neuve inter­na­tio­na­le Auf­merk­sam­keit beschert und den Blick des Main­stream-Publi­kums auf ihn gelenkt. Auch wenn PRISONERS pola­ri­sier­te, war sein Nach­fol­ge­pro­jekt zumin­dest im Fokus expe­ri­men­tier­freu­di­ger Film­ver­rück­ter. ENEMY wur­de im Rah­men der Fan­ta­sy Film­fest Nights gezeigt, und war einer der am meis­ten dis­ku­tier­ten Fil­me. Auf alle Fäl­le war die Erwar­tungs­hal­tung hoch gewe­sen, in bei­den Rich­tun­gen des künst­le­ri­schen Gehal­tes. Schei­tern und Erfolg lagen bei die­sen Erwar­tun­gen dicht bei­ein­an­der.

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3 DAYS TO KILL

3 DAYS TO KILL

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3 DAYS TO KILL – Bun­des­start 08.05.2014

Wird am Ende aus dem Post­man der mit dem Wolf tanzt eine der neu­en Inkar­na­tio­nen des Action-Film? Mit JACK RYAN brach­te sich Kevin Cost­ner zurück auf die gro­ße Büh­ne des Kinos, nur lei­der zog da der Erfolg des Films nicht mit. Aber jetzt hat ihn Euro­pa­Corp für sich ent­deckt, und unter dem Luc-Bes­son-Label könn­te die Kar­rie­re des FELD DER TRÄU­ME-Erbau­ers neu­en Auf­wind bekom­men. Bes­son hat ja schon aus dem, mit Ver­laub, altern­den Liam Nee­son einen spä­ten Action-Star gemacht – der über­zeugt und sei­ne Rei­fe mit Dyna­mik kom­bi­niert, was ihn glaub­wür­di­ger mach­te, als so manch auf­ge­pump­ten Jung­spund. Nun scheint Cost­ner ein ähn­li­ches, durch­aus glück­li­ches, Schick­sal zu wider­fah­ren. Wo Bes­son drauf steht, ist nicht immer Tief­gang drin, aber zumin­dest ent­spricht die Grö­ße der Packung der Men­ge des Inhalts.

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PRISONERS verstören und bewegen

PRISONERS verstören und bewegen

Poster PrisonersPRISONERS – Bun­des­start 10.10.2013

Wer ein Fai­ble für exzel­len­te Thril­ler hat, der wird bei PRISONERS mit dem Bes­ten belohnt, wel­ches das Gen­re in den ver­gan­ge­nen Jah­ren auf die Lein­wand los­ließ. Die­ser Film wird kei­nen sei­ner Zuschau­er unbe­rührt las­sen, die über weni­ge Logik­lö­cher hin­weg­se­hen kön­nen. PRISONERS legt dabei eine Span­nung vor, wel­che die­se Feh­ler in der Logik voll­kom­men über­de­cken. Es ist kein har­ten Ritt, son­dern ein inten­si­ver Schwe­be­zu­stand, wie in den Träu­men, wo man flie­gen kann, obwohl man sich durch­aus bewusst ist, gar nicht flie­gen zu kön­nen. Es darf nicht sein, was nicht sein kann. Die Fami­li­en Dover und Birch ver­fal­len in die­sen hilf­lo­sen Zustand, einem Alp­traum, aus dem man sich nicht selbst erwe­cken kann. Nach einem gemüt­li­chen Thanks­gi­ving-Din­ner, sind die jüngs­ten Töch­ter bei­der Fami­li­en ver­schwun­den. Wie das Grau­en in die­se Fami­li­en ein­bricht, das allein ist schon so erschre­ckend real umge­setzt, und das, obwohl der Zuschau­er natür­lich längst weiß, was pas­sie­ren wird. Bis dahin. Denn was folgt, ist eine Hand­lung mit vie­len Ver­läu­fen, und allen Mög­lich­kei­ten. Doch sein stärks­tes Poten­ti­al spielt PRISONERS mit sei­nen Cha­rak­te­ren aus, und den Dar­stel­lern, die sie ver­kör­pern.

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LOST PLACE – verlorene Chance

LOST PLACE – verlorene Chance

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LOST PLACE – Bun­des­start 19.09.2013

Wer errich­tet einen Cam­ping platz inner­halb eines Sperr­ge­bie­tes? Das ist vor­erst nicht wich­tig, weil zuerst ein­mal die Hand­lung in Gang kom­men muss. Dani­el und Tho­mas tref­fen sich mit den Inter­net-Bekannt­schaf­ten Elli und Jes­si­ca zum Geo-Caching im Pfäl­zer­wald. Die eigent­lich unter­ein­an­der Unbe­kann­ten, fin­den schnell Sym­pa­thi­en für­ein­an­der. Dani­el und Elli, weil sie Geo-Caching als moder­ne Schnit­zel­jagd total klas­se fin­den. Tho­mas und Jes­si­ca, weil sie das Gan­ze für Schwach­sinn hal­ten und sich nur aus ihrer jewei­li­gen Freund­schaft her­aus ver­pflich­tet füh­len. Zwi­schen Moti­va­ti­on und Dau­ernör­ge­lei fragt sich ledig­lich der Zuschau­er, war­um eine Not­ruf­säu­le anstatt neben der klei­nen Neben­stra­ße weit ab mit­ten im Wald steht.

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PARANOIA – RISKANTES SPIEL

PARANOIA – RISKANTES SPIEL

Poster "Paranoia"PARANOIA – Bun­des­start 19.09.2013

Wie oft hat man es schon gese­hen – und wie oft wer­den wir es noch sehen. Der ein­fa­che Töl­pel, der von einem ver­meint­lich bösen Chef erpresst wird, einen unlieb­sa­men Geg­ner zu unter­wan­dern. Die­ser wie­der­um, stellt sich als kum­pel­haf­ter Typ mit Sym­pa­thie her­aus. Zu allem Über­fluss hat sich der spä­ter zum Held her­an­rei­fen­de Töl­pel kurz zuvor gera­de in eine Frau ver­liebt, gegen deren Fir­ma er vor­ge­hen muss. Sehr span­nend ist das Sze­na­rio bei PARANOIA wirk­lich nicht, weil es in kei­nem Moment über­ra­schen kann. Wenn der über­mo­ti­vier­te Adam vom über­heb­li­chen Fir­men­boss Nico­las Wyatt auf die Stra­ße gesetzt wird, um ihm kurz danach wie­der gegen­über­zu­sit­zen, dann weiß man im All­ge­mei­nen wie es kom­men muss. Dass der ver­hass­te Geg­ner Jock God­dard auch noch von Har­ri­son Ford ver­kör­pert wird, macht Kom­men­des noch vor­her­seh­ba­rer. Es geht um Tech­no­lo­gie-Kon­zer­ne, und ihre neu­en Smart­pho­nes. Es geht um die Ver­net­zung der Welt, und die Zukunft sozia­ler Netz­wer­ke. Wenigs­tens hier wäre der Ansatz mög­lich gewe­sen, die alt­be­kann­te Geschich­te mit einem inno­va­ti­ven Anstrich zu ver­se­hen. Am Ende steht dann aber doch nur das Wesen um Loya­li­tät und Gerech­tig­keit.

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