Mit DES TEUFELS MAGIE wird der Nachdruck der ursprünglich im Erich-Pabel-Verlag erschienenen Horror-Veröffentlichungen von Hugh Walker (alias Hubert Straßl) abgeschlossen. Das Buch enthält zwei Romane sowie zwei Kurzgeschichten, nämlich DIE ROBOT-MÖRDER (Vampir Horror Roman 190, 1976), LEBENDIG BEGRABEN (Vampir Horror Roman 24, 1973), DER GOTT AUS DER VERGANGENHEIT (Kurzgeschichte, Vampir Horror Taschenbuch 12, 1974) und UMLEITUNG IN EINEN ALPTRAUM (VPN Nr. 5, 1984).
LEBENDIG BEGRABEN: Wenn jemand lebendig begraben wird, liegt der Fehler nicht immer beim Leichenbeschauer. Womöglich kann der Betreffende gar nicht sterben. Genauso ergeht es Gerrie Bermann, der diese Besonderheit auf seine Weise missbraucht. Unter dem Deckmantel des Normalen hinterlässt er auf seinem Weg eine Spur menschlicher Verwüstung.
DIE ROBOT-MÖRDER: Fritz Kühlberg zweifelt an seinem Verstand, als ihm genau die Frau begegnet, die er vor Kurzem überfahren und für tot gehalten hat. Auf den ersten Blick wirkt sie unverletzt, doch ist sie wirklich lebendig? Ihre beunruhigende Wesensveränderung scheint sich auf Fritz zu übertragen. Er gerät unter den Einfluss eines bizarren Rituals, das seine Persönlichkeit auszulöschen droht.
Das Buch beinhaltet umfangreiches Zusatzmaterial: Neben den Exposés zu den zwei Romanen finden sich die Begleitartikel »Hugh Walkers LEBENDIG BEGRABEN« und »Hugh Walker und der Abgott« von Horst Hermann von Allwörden. Weiterhin gibt es einen Abriss über die Covergestalter der Erstausgaben: C.A.M. Thole und Nicolai Lutohin (inklusive des Abdrucks der Originaltitelbilder), verfasst von Peter Emmerich.
PHOENIX – ERBE DES FEUERS – Ann-Kathrin Karschnick
Im Jahr 2034, genau 121 Jahre nach dem fehlgeschlagenen Experiment, flüchtet Tavi mit Leon vor einer totalitären Staatsmacht nach Paris. Eine Mordserie unter den Seelenlosen, die sich zu einem Untergrund zusammengeschlossen haben, zerrüttet die Gemeinschaft. Der eskalierende Krieg zwischen der Menschenrasse und den Seelenlosen wird jedoch nicht nur für die Phoenix zur Gefahr.
DUNKELLICHT – Martin Ulmer
Seit langer Zeit wahren die verfeindeten Bruderschaften des Lichtes und der Dunkelheit im Verborgenen das Gleichgewicht der Kräfte. Doch kurz vor der zweiten Jahrtausendwende droht beiden die Auslöschung, da Ordensbrüder ermordet werden oder spurlos verschwinden. Gejagt von den Söldnern des ominösen Büro 13 geraten Johannes Sturm, ein Krieger des Lichtes, und Antoine Chevallier, ein Gelehrter der Dunkelheit, gemeinsam zwischen die Fronten.
Hilfe erhalten sie von einem neugierigen Magiker und von der geheimnisvollen Ella, die sich den beiden auf ihrer Suche nach Antworten anschließen.
Mitten im Ruhrgebiet, in der Stadt Dortmund, kommt es zum letzten Gefecht, als auch noch eines der letzten Dunkellichtwesen in das Geschehen eingreift …
KOBRIN – DIE SCHWARZEN TÜRME – Caroline Brinkmann
Kobrin hat keinen Zugang zur Magie, wie andere Elfen in ihrem Alter, denn sie kann sie weder sehen noch lenken. Als ihre Heimat Argorn, das friedliche Lichtbaumreich, von einem unbekannten Feind angegriffen wird, muss ausgerechnet sie den Gegenstand behüten, der ihre Welt retten soll. Zur gleichen Zeit infiltriert der Mensch Daidalor das Heer des Feindes. Seine Mission führt ihn nach Argorn, wo die Schatten unheilvolle Türme errichten und mit dunkler Magie experimentieren. Um sie aufzuhalten, muss er mehr als nur sein Leben riskieren.
Die Lesung beginnt um 19:00 Uhr, Einlass ist bereits ab 18:00 Uhr, der Eintritt kostet fünf Euro.
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Am Wochenende war ich zusammen mit Anja Bagus auf dem BuchmesseCon in Dreieich. Hauptsächlich um sie dort zu unterstützen und um Werbung für ihre Bücher, unsere Webserie ÆTHERANGELEGENHEITEN und den frisch gedruckten ersten Band der ÆTHERWESTERN zu machen (dazu an anderer Stelle mehr). Doch dann war da auch noch eine Preisverleihung, nämlich die des Deutschen Phantastik-Preises.
Eigentlich hatte ich mich nach den Erfahrungen des letzten Jahres darauf vorbereitet, wieder motzen zu müssen. Erstaunlicherweise lief bis auf ein paar unnötigen Querelen mit einzelnen Veranstaltern im Vorfeld aber alles prima. Die Besucher waren nett, die Stimmung war klasse und am Ende erhielt dann auch noch die bei Feder und Schwert erschienene Steampunk-Anthologie EIS UND DAMPF den DPP als beste Storysammlung des verflossenen Jahres. Eine Geschichte darin ist übrigens von mir, aber ich glaube, damit hatte ich bereits mehrfach angegeben. ;) Somit bin ich dann wohl auch Preisträger – zumindest einer kleinen Ecke des DPP …
Hier folgen nun diejenigen, die es auf die Nominiertenliste geschafft haben, die Preisträger sind fett gekennzeichnet (und stehen an erster Stelle). Erneut sei mir die Kritik erlaubt, dass ich es sehr merkwürdig finde, wenn bei der Bewertung der besten Webseite Phantastik-Couch als firmenbetriebene Profiseite in derselben Kategorie antritt wie rein privat betriebene Blogs und Seiten von Fans, die nicht die finanziellen Mittel aufbringen können, um Werbung für ihr Projekt zu machen und Mitarbeiter zu bezahlen.
Bestes deutschsprachiges Romandebüt: Gaby Wohlrab: “Eldorin – Das verborgene Land” (Vier Raben)
Sabrina Železný: “Kondorkinder – Die Suche nach den verlorenen Geschichten” (Mondwolf)
Simon André Kledtke: “Sarania – Das Vermächtnis der Magier” (UBV)
Alessandra Reß: “Vor meiner Ewigkeit” (Art Skript Phantastik)
Selma J. Spieweg: “Rattenauge … etwas Besseres als den Tod …” (Qindie)
Bester internationaler Roman: Terry Pratchett: “Dunkle Halunken” (ivi)
George R. R. Martin: “Der Heckenritter von Westeros – Das Urteil der Sieben” (Penhaligon)
Stephen King: “Doctor Sleep” (Heyne)
Ben Aaronovitch: “Ein Wispern unter Baker Street” (dtv)
Peter V. Brett: “Die Flammen der Dämmerung” (Heyne)
Tad Williams: “Die dunklen Gassen des Himmels” (Klett-Cotta)
Brent Weeks: “Die blendende Klinge” (Blanvalet)
Jo Walton: “In einer anderen Welt” (Golkonda)
Erik Schreibers PHANTASTISCHER BÜCHERBRIEF befasst sich in der Ausgabe 611 erneut mit deutscher und internationaler phantastischer Literatur, Krimis und Thrillern. Eröffnet wie die aktuelle Nummer durch ein sechseitiges Interview mit der Phantastik-Autorin Eva Siegmund.
Rezensiert werden unter anderem:
Deutsche Phantastik:
LUM – Zwei wie Licht und dunkel von Eva Siegmund, Michael Endes UNENDLICHE GESCHICHTE und die von Michael Schmidt herausgegebene Storysammlung AM ENDE DES REGENS.
Internationale Phantastik:
Kendall Kulpers FÜR EWIGE ZEITEN, Anthony Ryans DAS LIED DES BLUTES und ALLER ANFANG IST BÖSE von Libba Bray.
Krimi & Thriller:
Ivonne Kellers HIRN-GESPENSTER, DAS ENGLISCHE MÄDCHEN von Daniel Silvy und SCHAUT NICHT ZURÜCK von Wiley Cash.
Der PHANTASTISCHE BÜCHERBRIEF liegt wie immer als PDF-Datei vor und kann hier herunter geladen werden:
Beim Papierverzierer Verlag ist soeben der Roman WÄCHTER DER LETZTEN PFORTE von den Autoren Henning Mützlitz und Christian Kopp erschienen. Aktuell kann man das eBook bereits erwerben, die Taschenbuchversion folgt in Kürze.
Knappe Liocas und Kriegerin Moriana erwachen am Schauplatz einer Katastrophe. Ein unbekannte Macht hat die Heere der Allianz von Valdora und der wilden Tequari vernichtet. Gemeinsam versuchen die Todfeinde
herauszufinden, was geschehen ist. Gejagt von den Häscherndes valdorischen Königs und den Inquisitoren der Hohen Priesterschaft stoßen sie auf eine mörderische Verschwörung geheimnisvoller Magier. Ihre Spur führt nach Amhas, ins Reich der Handelsfürsten und Söldnergilden, und erst dort offenbart sich das ganze Ausmaß der Bedrohung. Moriana, Liocas und ihre Gefährten werden zu Wächtern der letzten Pforte, hinter der das Licht der Schwarzen Sonne darauf lauert, die Welt Caldris zu verzehren.
In einer Welt voller Magie, Intrigen und Verschwörungen erscheint dir die ultimative Macht wie der Schlüssel, der Ordnung in das Chaos bringen wird. Greif nach dieser Macht, lass dich von ihr lenken und leiten und tauche ein in die Geheimnisse, die die Welt zusammenhalten …
Laut Pressetext ist die Geschichte »garantiert frei von Elfen und Zwergen«. Der Roman ist in der Printversion beeindruckende 488 Seiten stark. Das bereits erhältliche eBook kostet 7,99 Euro, für das Paperback mit Klappenbroschur muss man 17,95 berappen.
WÄCHTER DER LETZTEN PFORTE
Henning Mützlitz und Christian Kopp
Fantasy-Roman
Paperback in Klappenbroschur und eBook
September 2014
488 Seiten
Paperback:
ISBN 978–3944544670, EUR 17,95
eBook:
ASIN B00NLDSRXU, EUR 7,99
Papierverzierer Verlag
Voodoo Press hat sich einen neuen Webauftritt geleistet und das sieht jetzt deutlich besser aus als vorher. Auch dort setzt man nun schlauerweise auf WordPress. Neu auf der Homepage finden sich unter anderem Angebote des Monats, eine Wunschliste, eine eBook Kategorie und einen neuen Newsbereich.
Außerdem gibt es bis Mitte Oktober eBooks zum Sonderpreis von 99 Cent:
Seit die junge Frau in den Mittelstand einer englischen Industriestadt erhoben wurde, führt sie ein gewöhnliches und belangloses Leben. Insgeheim sehnt sie sich danach, der Mittelpunkt von ‘Etwas’ zu sein, nichts, was bedeutsam und elementar wäre. Sie träumt davon, Spuren auf der Welt zu hinterlassen.
Ihr neuer Job als Haushälterin in der Grace-Villa ist kaum spannender, aber er erlaubt ihr, in der Nähe der Aristokraten zu weilen und die Gewohnheiten des mysteriösen Dr. Edward Grace zu beobachten. Fasziniert von den Erzählungen seiner Reisen nach Afrika, verfällt Isabel in eine turbulente Beziehung mit ihm, welche das dunkle Erbe der Grace-Familie offenbart, Geheimnisse enthüllt, auch wenn sie diese von sich fernhalten will.
Donny Lynch ist die Gründerin und Sängerin der Darkwave/Industrial Band Ego Likeness. Als Taschenbuch (folgt demnächst) wäre das werk 280 Seiten stark, der Originaltitel der deutschen Erstveröffentlichung lautet DEAD CELLS, die Übersetzung stammt von Michael Preissl.
William Shatner? William Shatner. WILLIAM SHATNER!!! Es ist die erste Shatnercon mit William Shatner als Ehrengast! Nach dem fehlgeschlagenen Attentat der Campbellians, einem durchgeknallten Bruce Campbell verehrenden Terroristen Kult, geraten alle Charaktere die William Shatner je gespielt hat, in unsere Welt. Ihre Mission, den echten William Shatner zu jagen und zu vernichten.
Featuring: Captain Kirk, TJ Hooker, Denny Crane, Rescue 911 Shatner, Singer Shatner, Shakespearean Shatner, Twilight Zone Shatner, Cartoon Kirk, Esperanto Shatner, Priceline Shatner, SNL Shatner, und – natürlich – William Shatner!
Kein kostümierter Conbesucher wird von der Welle der Zerstörung verschont. Kein Träger eines roten T‑Shirts kann sich gegen den irren Captain Kirk mit seinem Lichtschwert wehren. Aber die Shatner Klone lernen dabei eine harte Lektion … der wahre William Shatner übernimmt nicht jedermanns Charaktereigentschaften. Nichtmal von sich selbst.
Es ist Shatnertastisch!
Ursprünglich erschienen im Juni 2012, nun für 99 Cent als eBook zu haben. Die Übersetzung stammt von Torsten Scheib.
Eine verrückte, märchenhafte Erzählung über eine eingelegte Gurke, einen Pfannkuchen und die Apokalypse.
Es ist Gaston Glews sechzehnter Trauertag – der sechzehnte traurigste Tag seines Lebens. Sein Geburtstag – und jener Tag, an dem seine Eltern sich das Leben nahmen. Gaston Glew hat die Traurigkeit satt. Deswegen konstruiert er eine Rakete, um mit ihr hinaus in den Weltraum zu reisen, mit der Hoffnung, dem salzigen Schicksal zu entkommen.
In der Zwischenzeit wird Fanny Fod, das schönste Pfannkuchen Mädchen der Welt, von einer geheimnissvollen Traurigkeit überwältigt, während sie die Quelle des Glücks bewacht. Das mysteriöse Knuddelmonster.
Als Gastons Raumschiff in das Arhornsirupmeer stürzt, wird für ihn, als auch für Fanny Fod nichts mehr so sein, wie es einmal war.
Captain Pickle sagt: »Befreie dich aus dem salzigen Schicksal, oh eingelegter Gefangener, und lies Cameron Pierces Die eingelegte Apokalypse der Pfannkucheninsel. Eine Tragödie für Leute die Nahrung zu sich nehmen!«
Die Apokalypse erschien erstmalig im April 2012, das Original trägt den Titel THE PICKLED APOCALYPSE OF PANCAKE ISLAND. Auch hier zeichnet Michael Preissl für die Übersetzung verantwortlich.
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Der E‑Book Leseproben-Wettbewerb für Self-Publisher wurde in der Jubiläums-Ausgabe 125, 08/2014, des monatlich erscheinenden Phantastik-Magazins NAUTILUS – Abenteuer & Phantastik gestartet. Themen dieser Ausgabe waren neue digitale Trends im Bereich Roman, Film und Video-Game. So referiert im Heft u.a. der erfolgreiche E‑Book Self-Publisher und SF-Bestseller-Autor Hugh Howey (Silo, Level) über seine Erfahrungen über das Selbstverlegen von E‑Books, und er gibt dazu konkrete Praxis-Tipps: Schriiftsteller im Selbstverlag sollen ihre E‑Books per Leseprobe nachhaltig einem großen Leserkreis präsentieren.
Genau diese Möglichkeit bietet die Veröffentlichung einer Leseprobe des eigenen Romans im Magazin NAUTILUS: Mit dem E‑Book Leseproben-Wettbewerb können E‑Book-Autoren und ‑Selbstverleger die auflagenstarke Veröffentlichung eines Auszugs aus ihrem E‑Book in der Heftmitte der Gesamt-Ausgabe der NAUTILUS print, digital und online gewinnen. Und da die Leseproben in der Heftmitte vom Magazin jeweils aufwändig auf der Basis des Covers gestaltet werden, gewinnen die Teilnehmer auf Wunsch auch noch die Cover-Gestaltung und das Lektorat ihres Romans.
Teilnahmeberechtigt sind 2014 im Selbstverlag erschienene bzw. noch nicht veröffentlichte E‑Books des Phantastik-Genres von selbstpublizierenden Autoren. Verlage dürfen nicht teilnehmen. Für noch nicht erschienene E‑Books erstellt die NAUTILUS optional auf Wunsch und als Starthilfe auch ein professionell gestaltetes Buchcover und leistet das Korrektorat und Lektorat. Die Experten-Jury aus erfahrenen Buchmachern, Journalisten und Bloggern wählt aus der Shortlist drei Gewinner, deren Leseproben dann Anfang 2015 im Magazin NAUTILUS erscheinen werden.
Die kompletten Teilnahmebedingungen, Beispiele für bislang im Magazin erschienene Leseproben von Autoren wie Jonathan Stroud, Cornelia Funke, Sergej Lukianenko, Kami Garcia, Wolfgang Hohlbein, Nina Blazon, Bernd Perplies und auch von erfolgreichen Print- und E‑Book Self-Publishern wie Juliane Maibach und Ivo Pala sowie redaktionelle Tipps für erfolgreiche Leseproben und ein FAQ zum Wettbewerb gibt es auf der Wettbewerbsseite.
Über das Magazin
Heute wissen, was nächsten Monat in die Kinos und die Buchläden kommt: NAUTILUS – Abenteuer & Phantastik ist das einzige monatlich erscheinende Printmagazin des deutschsprachigen Phantastik-Genres und berichtet vorab über phantastische Filme im Kino und auf DVD/Blu-Ray, Fantasy & SF-Literatur im Roman und Hörbuch, PC-Adventures und Online-Rollenspiele sowie phantastische Themen aus Science, Mystery und History. Ob Besuche am Set von großen Filmen, Interviews mit Regisseuren und Darstellern, Berichte von Roman-Autoren über ihre Werke oder Einblicke in die Entstehung von Fantasy-Comics oder Adventure-Games: Kein anderes Printmagazin gibt einen so umfassenden Einblick in das Genre Abenteuer & Phantastik. Das Magazin erscheint seit 22 Jahren.
Ende August hatte ich thematisiert, dass Alex Jahnkes satirisches Buch NEUES AUS NEUSCHWABENLAND bei KNV zwar im Katalog gelistet wird, aber als nicht lieferbar gekennzeichnet ist – und es dadurch Buchhändler gibt, die das Buch nicht bestellen können – oder wollen (weil zuviel Aufwand).
Man hatte mich auf meine diesbezügliche Anfrage angerufen und mitgeteilt »die Kollegin die dafür verantwortlich ist, wäre aber noch bis Mitte September in Urlaub und man könne sie erst dann dazu befragen.« Weiterhin wurde mir zugesagt, dass man »meine Anfrage der Dame vorlegen will, wenn sie aus dem Urlaub zurück ist, und ich soll dann Mitte September eine Antwort erhalten, warum das Buch ausgelistet wurde.«
Ich hatte mir das auf Wiedervorlage gelegt und am 16.09.2014 nochmals nachgefragt.
Reaktionen: gar keine.
Daraufhin habe ich gestern nochmal eine Email geschickt. Heute kam tatsächlich eine Reaktion, allerdings ist die an Arroganz kaum zu überbieten:
vielen Dank für Ihre Anfrage. Wir möchten dazu jedoch keine Stellung nehmen.
Unglaublich. Man antwortet dem Verlag nicht auf die Anfrage, man antwortet mir nicht auf die Anfrage, und das obwohl Ende August eine Antwort zugesagt wurde.
Wir halten fest: KNV listet ein Buch als über ihren Katalog nicht lieferbar und entzieht sich jeder Stellungnahme darüber, warum das Buch nicht lieferbar ist. Und das sowohl dem Verlag wie auch mir gegenüber. Ich halte das für ein unfassbares und unfassbar arrogantes Verhalten. Warum möchte man diese Auskunft nicht geben? Weil es sich nur um einen Kleinverlag handelt, und die in der Branche ohnehin keinen interessieren? Würde einer der der deutschen Publikumsverlagsdinosaurier ebenfalls keine Antwort auf eine solche Anfrage bekommen? Ich bezweifle es. Meinen die etwa aufgrund des Titels, es handle sich um Naziliteratur? Falls ja, wurde die Zensur betrieben, ohne den Inhalt zu kennen, denn das Gegenteil ist der Fall.
Es bleiben die Fragen offen: Warum weigert sich KNV ohne nachvollziehbare Begründung, das Buch auszuliefern? Wie viele andere Bücher werden von KNV unilateral und ohne nachvollziehbare Gründe als nicht lieferbar angezeigt?
Ab sofort ist der Roman LONDON MACABRE von Steven Savile bei Voodoo Press als eBook vorbestellbar. Auch eine Taschenbuchversion wird erscheinen. Der Verlag bezeichnet das Buch als eine Mischung aus Fantasy, Horror und Steampunk.
Das Leben von Nathaniel Seth, Mitglied einer okkulten Schattengesellschaft endet in wenigen Stunden. Ab dann dient er als Wirt einer dämonische Macht, die aus den Tiefen der Erde hochgekrochen ist. Die Dinge nehmen ihren Lauf. Selbst die Löwen von Trafalgar gehen ihrer uralten Prophezeiung nach – der Verteidigung der Stadt –, während der Dämon durch Whitechapel zieht und dort Ausschau nach Beute hält. Seine Opfer sind Frauen, doch sind es keine gewöhnlichen Frauen. Durch ihre Adern fließt das Blut der Engel. Sein Ziel ist es, das Aldtor zu öffnen, eines der sieben Tore von London – und dem letzten Eingang nach Eden –, um heimzukehren, selbst wenn dies bedeutet, ganz London zu zerstören.
Der Autor Steven Savile hat bereits äußerst erfolgreiche Romane zu Lizenzen wie beispielsweise BATTLEFIELD 3, PRIMEVAL, TORCHWOOD, STARGATE und DOCTOR WHO verfasst. Die Taschenbuchversion ist 550 Seiten stark und kostet 13,95 Euro. Die eBook-Fassung kann für 4,99 bezogen werden.
LONDON MACABRE
Steven Savile
Phantastik-Roman
Oktober 2015
55 Seiten
Taschenbuch:
13,95 Euro
ISBN 978–3‑902802–83‑5
eBook:
4,99 Euro
ISBN 978–3‑902802–87‑3
ASIN: B00NGLV5IQ
Voodoo Press
Das Börsenblatt feiert das Ende eines Rechtsstreits gegen Amazon. Amazon gibt eine Unterlassunsgerklärung wegen eines Verstoßes gegen die Buchpreisbindung ab. Darüber freut sich der Hüter des heiligen Preisbindungs-Grals der Buchbranche natürlich.
Die Unterlassungserklärung vor dem OLG Frankfurt verpflichtet Amazon, in Zukunft keine Nachlässe im Zusammenhang mit Kundenbeschwerden beim Verkauf von Büchern zu gewähren, da dem Unternehmen sonst eine Vertragsstrafe von bis zu 250.000 Euro droht. In der Verhandlung hatte das OLG darauf hingewiesen, dass eine Revision keinen Erfolg haben würde, daraufhin hatte der Onlineversender die Unterlassungserklärung abgegeben.
Die erste Verhandlung hatte vor dem LG Wiesbaden stattgefunden, bereits dort hatte Amazon verloren, jedoch Berufung eingelegt.
Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins freut sich ausgiebig und sagt:
Die Buchpreisbindung gilt für alle. Das wurde vor dem Oberlandesgericht nachdrücklich klargestellt. Der Börsenverein fühlt sich nach diesem Verfahren bestätigt: Auch Amazon muss sich daran gewöhnen, sich an die Gesetze zu halten.
Was ich daran bemerkenswert finde, ist die Tatsache, dass man abfeiert, weil Amazons Kundenfreundlichkeit bestraft worden ist. Der Hintergrund war folgender: Ein Kunde hatte auf Amazons Marketplace von einem Dritthändler ein gebrauchtes Buch gekauft. Der Händler weigerte sich allerdings, dafür eine Rechnung auszustellen. Daraufhin hatte der Amazon-Support dem Kunden ein neues Buch für den Gebrauchtpreis zur Verfügung gestellt – inklusive Rechnung.
Aus Kundensicht und auch objektiv gesehen ist die Vorgehensweise Amazons höchst kulant und kundenfreundlich. Diese Kundenfreundlichkeit ist aber genau das, was Amazon deutlich vom Buchhandel und den Onlineplattformen der Branche unterscheidet. Hier ist der Onlineversender einfach um Lichtjahre besser – und genau da liegt eins der Probleme der Branche (die zahllosen anderen aufzuzählen ist müßig, ich habe es hier auf PhantaNews oft genug getan). Und statt es anzugehen und gleich gut oder sogar besser zu werden wird lieber auf den Beelzebub Bezos geschimpft.
Dass man gegen diese Kundenfreundlichkeit unter dem Deckmantel der Buchpreisbindung mit Klagen vorgeht, statt einfach selbst kundenorientierter zu werden, zeigt meiner Ansicht nach auf eindrucksvolle Weise, die selbstzentrierte, verstaubte und kundenfeindliche Denke beim Börsenverein – und somit auch bei dessen Mitgliedern. Ich gehe davon aus, dass die ausgesprochene Aufforderung zur Abgabe einer Unterlassungserklärung auch von vielen Buchhändlern abgefeiert werden wird.
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