Musikpiraten

MusikpiratenWar­ner Music gehört mit zu denen, die am Lau­tes­ten über die angeb­lich doch ach so bösen Raub­mord­ter­ror­ko­pie­rer schimp­fen. Hier aber wie­der ein­mal ein Fall, der auf­zeigt, wo die Musik­pi­ra­ten, die sich an den Künst­lern berei­chern, tat­säch­lich sit­zen: In den Chef­eta­gen der Musik­in­dus­trie.

Auf der Web­sei­te von Too Much Joy, einer Punk­band, wird detail­liert erläu­tert, wie War­ner Music den Künst­lern die Ein­nah­men durch Online-Inhal­te vor­zu­ent­hal­ten trach­tet. Man ver­sucht vor­zu­täu­schen, dass es kaum Ein­nah­men gibt. Dum­mer­wei­se arbei­tet jedoch der Web­mas­ter der Inter­net­prä­senz der Band bei Rhaps­o­dy, kann schon allein dort genau ver­fol­gen, wel­ches Mate­ri­al der Band gestreamt wird und weiss des­we­gen genau, dass die Anga­ben auf der Abrech­nung falsch sind, von den Abrech­nun­gen bei IODA mal ganz abge­se­hen.

Drei Alben * fünf Jah­re online (Down­loads und Streams) ergibt sagen­haf­te $ 62,47 (wahr­schein­lich vor Steu­ern). Was man sich eben­falls mal auf der Zun­ge zer­ge­hen las­sen muss, steht wei­ter unten auf der Sei­te: War­ner berech­net der Band fast 400000 Dol­lar Auf­wand für die Pro­duk­ti­on der Alben, ein Betrag, der für Too Much Joy auf der Minus­sei­te steht. Der Knül­ler ist aller­dings, dass sich die­ser Betrag zwar ver­rin­gert, aller­dings aus­schließ­lich durch den Anteil an Ver­käu­fen, der der Band zusteht. Heißt im Klar­text: die rest­li­chen Erlö­se sackt sich War­ner kom­plett ein und die Künst­ler gehen größ­ten­teils leer aus.

Noch Fra­gen zum The­ma Musik­pi­ra­ten?

PERRY RHODAN-Weltcon Webseite geht online

Perry RhodanAm 27.11.2009 geht die offi­zi­el­le Web­sei­te zum PERRY RHO­DAN-Welt­con im Jahr 2011 im Rosen­gar­ten Mann­heim online, das ver­mel­det die Redak­ti­on auf www.perry-rhodan.net.
Auf der Sei­te sol­len Inter­es­sier­te regel­mä­ßig über aktu­el­le Details zum Welt­con anläß­lich des 50. Seri­en­ge­burts­tags infor­miert wer­den.

Wei­ter­hin hat man den soge­nann­ten Welt­Con Brief­kas­ten ein­ge­rich­tet, eine eMail-Adres­se, unter der PR-Anhän­ger ihre Vor­stel­lun­gen und Vor­schlä­ge zu die­sem Ereig­nis dem Team bekannt geben kön­nen. Die Redak­ti­on ist nach eige­nem Bekun­den sehr inter­es­siert an Feed­back zu die­sem The­ma:

Damit die Redak­ti­on wei­ter­hin rei­bungs­los ihren Haupt­auf­ga­ben und dem Tages­ge­schäft nach­kom­men kann, wir aber sehr an euren Ide­en inter­es­siert sind, haben wir uns die­ses »Post­fach« aus­ge­dacht. So gelan­gen eure Gedan­ken und Vor­schlä­ge direkt zu den rich­ti­gen Ansprech­part­nern.
Aller­dings erhal­tet ihr auf eure Mails im WCB kei­ne direk­te Ant­wort. Hier­für bit­ten die Ver­ant­wort­li­chen um euer Ver­ständ­nis. Wir ver­spre­chen jedoch, dass alle Bei­trä­ge sorg­fäl­tig gele­sen und geprüft wer­den. Die bes­ten Ide­en wer­den in das Pro­gramm ein­flie­ßen, und als klei­nes Dan­ke­schön wer­den unter allen Teil­neh­mern wert­vol­le Prei­se ver­lost.

Spä­ter soll auf der Sei­te auch ein spe­zi­el­les Con-Forum ein­ge­rich­tet wer­den. Ich hal­te die­se Ein­bin­dung der Leser für vor­bild­lich!

Bild: Per­ry Rho­dan von Rena­to Casa­ro, Copy­right VPM

Welches »Recht« haben Volksvertreter an Städten?

Rathaus AugsburgEs ging ges­tern durch die Blo­go­sphä­re und die Oldie-Medi­en: Ein Blog­ger hat­te bei der Ver­wal­tung der Stadt Augs­burg um Erlaub­nis gebe­ten, unter der Web­adres­se augsburgr.de ein Blog betrei­ben zu dür­fen. Statt eines ein­fa­chen »nein« oder »ja« war ihm dann eine Unter­las­sungs­auf­for­de­rung eines von der Stadt­ver­wal­tung beauf­trag­ten Anwalts samt Kos­ten­no­te in Höhe von über 1800 Euro ins Haus geflat­tert. Auch wenn der Bür­ger­meis­ter von Augs­burg inzwi­schen eher halb­her­zig zurück­ge­ru­dert ist und der Blog­ger nicht mehr zah­len soll, bleibt die Hand­lungs­wei­se der Ver­wal­tung bür­ger­feind­lich, büro­kra­tisch und ins­be­son­de­re mensch­lich nicht nach­voll­zieh­bar.

Es stellt sich aber in die­sem Zusam­men­hang ganz klar eine Fra­ge: Wel­che Rech­te haben die Stadt­ver­wal­tun­gen tat­säch­lich an den Städ­te­na­men? Immer­hin han­delt es sich bei den in den Städ­ten am Ruder ste­he­nen Poli­ti­kern um gewähl­te Ver­tre­ter des Vol­kes, die im Rah­men der par­la­men­ta­ri­schen Demo­kra­tie im Auf­trag der Bür­ger han­deln, dadurch aber an der Bun­des­re­pu­blik oder deren Tei­len kei­ne Besitz­rech­te erwer­ben. Auch die Ver­wal­tun­gen sind Insti­tu­tio­nen, die für den Bür­ger und gesteu­ert von der Poli­tik eben die Orga­ni­sta­ti­on von Län­dern, Städ­ten und Gemein­den über­neh­men, aber des­we­gen noch lan­ge kein Besitz­recht dar­an erhal­ten. Und auch Beam­te sind soge­nann­te »Staats­die­ner« – und der Staat sind wir alle!
Die Recht­spre­chung mag das viel­leicht anders sehen (im vor­lie­gen­den Fall darf aller­dings deut­lich bezwei­felt wer­den, dass Augs­burg vor Gericht durch­ge­kom­men wäre), aber »gehö­ren« letzt­end­lich die Rech­te an Städ­te­na­men und ähn­li­chem nicht den Bür­gern, also mit­hin uns allen? Es ist viel­leicht noch nach­zu­voll­zie­hen, wenn Domains mit dem genau­en Namen der Gemein­de der Ver­wal­tung zuge­spro­chen wer­den, aber es kann nicht ange­hen, dass alle damit zusam­men­hän­gen­den Adres­sen vom Amts­schim­mel auto­ma­tisch als »meins« gese­hen wer­den.

Hier ein Update (27.11.2009): Oder war es gar Vet­tern­wirt­schaft?

Bild: Rat­haus Augs­burg, aus der Wiki­pe­dia

AVATAR: »Interaktiver Trailer«

Poster Avatar20th Cen­tu­ry Fox und Regis­seur James Came­ron haben auf der offi­zi­el­len Web­sei­te zum kom­men­den Film AVATAR einen »inter­ak­ti­ven Trai­ler« ver­öf­fent­licht. Der Vor­gu­cker beinhal­tet zum Bei­spiel Pro­fi­le der Haupt­cha­rak­te­re, Inter­views mit den Dar­stel­lern und Design­stu­di­en der Krea­tu­ren des Pla­ne­ten Pan­do­ra.

Der inter­es­sier­te Nut­zer hat die Mög­lich­keit, sich die­sen Trai­ler lokal abzu­spei­chern und soll damit regel­mä­ßig mit neu­en Inhal­ten zu dem Sci­ence Fic­tion-Film ver­sorgt wer­den, zumin­dest dann, wenn der Com­pu­ter über Inter­net­zu­gang ver­fügt. Die soge­nann­te »AVATAR Desk­top App« basiert auf Ado­be Air und stellt jeder­zeit die aktu­ells­ten Infor­ma­tio­nen zur Ver­fü­gung, ohne dass man die Web­sei­te auf­su­chen muss. Ado­be Air gibt es für Win­dows, Mac OS X und Linux.

AVATAR star­tet welt­weit am 17. Dezem­ber 2009 in den Kinos, es spie­len unter ande­rem Sam Wort­hing­ton, Zoë Sal­daña, Sigour­ney Wea­ver, Michel­le Rodri­guez, Gio­van­ni Ribi­si, Joel David Moo­re, CCH Poun­der, Peter Men­sah, Laz Alon­so, Wes Stu­di, Ste­phen Lang und Matt Gerald.

Pos­ter AVATAR Copy­right 20th Cen­tu­ry Fox.

STAR TREK ONLINE: Offene Beta im Januar

Cover Star Trek OnlineCryp­tic Stu­di­os haben einen offe­nen Beta­test für ihr im TREK-Uni­ver­sum ange­sie­del­tes MMORPG ange­kün­digt: Die­ser soll vom 12. bis 26. Janu­ar 2010 statt­fin­den und ist damit gera­de mal zwei Wochen lang. Die Cryp­tic-Ent­wick­ler sind ent­we­der sehr von ihrer Arbeit über­zeugt, oder aber Opti­mis­ten, denn der offi­zi­el­le Start des Spiels ist bereits für den 2. Febru­ar 2010 ange­setzt wor­den. Auf der offi­zi­el­len Web­sei­te kann man sich für den Beta­test anmel­den (was ich bereits vor eini­ger Zeit tat).

Spie­ler steu­ern in STAR TREK ONLINE als Cap­tain ihr eige­nes Raum­schiff und bea­men sich zu Außen­mis­sio­nen auf Pla­ne­ten oder ande­re Raum­fahr­zeu­ge. Damit der Kampf zwi­schen Spie­lern (PVP) nicht zu kurz kommt, gibt es zwei Frak­tio­nen: Die Föde­ra­ti­on und das Klin­go­ni­sche Empi­re – zurück zu lieb­ge­won­ne­nen Feind­bil­dern. :o)

STO spielt im »Classic«-Universum, also nicht in der Zeit­li­nie, die durch J. J. Abrams´ Film ent­stand, es führt somit die Gescheh­nis­se nach NEMESIS fort.

Im Gegen­satz zu frü­he­ren Sta­di­en sehen die Cha­rak­te­re jetzt deut­lich bes­ser aus, die Screen­shots der Welt­raum­sze­nen sind teil­wei­se nicht anders als spek­ta­ku­lär zu nen­nen. Nach all den Ent­täu­schun­gen und Flops im MMORPG-Bereich der letz­ten Mona­te (ich sage nur AGE OF CONAN oder WARHAMMER) wäre es schön, wenn mal ein Spiel funk­tio­nie­ren wür­de…

Bild: Boxart STAR TREK ONLINE, Copy­right 2009 Cryp­tic und Ata­ri

Springer-Chef: »Freier Zugang zu Informationen ist kommunistisch«

BLÖD!Auf dem soeben statt­ge­fun­de­nen Mona­co Media Forum sag­te Axel-Sprin­ger-Chef Mathi­as Döpf­ner im Rah­men einer Podi­ums­dis­kus­si­on:

»Es ist ein­fach falsch zu den­ken, im Web müs­se alles kos­ten­los sein. Die Theo­rie, dass es einen frei­en Zugang zu Infor­ma­tio­nen geben soll, gehört zum Absur­des­ten, was ich jemals gehört habe. Dies ist ein spä­tes ideo­lo­gi­sches Ergeb­nis von Web­kom­mu­nis­ten: Nur wenn alles kos­ten­los ist, ist es demo­kra­tisch.«

Er füg­te hin­zu, dass es auch Bier im Super­markt nicht umsonst gebe und ana­log dazu ein Geschäfts­mo­dell mit frei­en Inhal­ten im Web nicht funk­tio­nie­ren kön­ne.

Dem möch­te ich zustim­men, denn es dürf­te schwie­rig wer­den, Per­so­nen zu fin­den, die Wil­lens sind, für min­der­wer­ti­ge Inhal­te wie die der BILD-Zei­tung online etwas bezah­len zu wol­len. Abge­se­hen davon will da offen­sicht­lich einer krampf­haft völ­lig ver­al­te­te Geschäfts­mo­del­le in eine Zeit por­tie­ren, in der die­se nicht mehr funk­tio­nie­ren kön­nen, statt sich neue aus­zu­den­ken. Sym­pto­ma­tisch für die Bran­che.

Als »Web­kom­mu­nist« ver­zich­te ich in die­sem Arti­kel bewußt auf direk­te Links zum Axel Sprin­ger Ver­lag oder Mathi­as Döpf­ner und ver­lin­ke statt­des­sen in das Zen­tral­or­gan des kom­mu­nis­ti­schen Web: Wiki­pe­dia. :o)

PERRY RHODAN-Fragestunde mit Uwe Anton

Uwe AntonMor­gen, also am 4. Novem­ber 2009, wird im (Galak­ti­schen) Forum der PERRY RHO­DAN-Home­page eine Fra­ge­stun­de mit dem Autoren Uwe Anton statt­fin­den. Der soeben ein­ge­tru­del­te Extra-Info­trans­mit­ter von Chris­ti­an Mon­til­lon infor­miert:

Am 4. Novem­ber 2009 wird Uwe Anton für eine Fra­ge­stun­de im PERRY RHO­DAN-Forum zur Ver­fü­gung ste­hen und in der Zeit von 19 bis 20 Uhr ein offe­nes Ohr für eure Fra­gen, Lob und Kri­tik haben. Natür­lich kann Uwe Anton in einer Stun­de – je nach Anzahl der Teil­neh­mer – nicht alle Fra­gen beant­wor­ten. Des­halb bit­ten wir um Ver­ständ­nis, dass er eine Aus­wahl tref­fen muss und ver­su­chen wird, vor­ran­gig die Fra­gen zu beant­wor­ten, die für die All­ge­mein­heit am inter­es­san­tes­ten sind.
Uwe Anton ist seit 1998 im fes­ten Team der PERRY RHO­DAN-Autoren und Expo­sé-Autor des aktu­ell lau­fen­den Stardust-Zyklus. Zuletzt erschie­nen sein Roman UNTERNEHMEN STARDUST-SYSTEM mit der Band­num­mer 2508.

Chef­re­dak­teur Klaus N. Frick schrieb gera­de erst im PR-Blog: Uwe Anton gibt mir Stoff zum Nach­den­ken: Der PERRY RHO­DAN-Expo­sé-Autor hat mir ein rela­tiv »klei­nes« Arbeits­pa­pier geschickt, im Prin­zip gera­de mal ein­ein­halb Sei­ten lang. Damit ich’s mal durch­le­sen möge.
Das habe ich getan. Seit­her rotiert mein Gehirn. Mir fal­len aller­lei Fra­gen ein, die ich Uwe Anton stel­len müss­te, dazu hau­fen­wei­se Ide­en und kri­ti­sche Ein­wän­de. Mein Haupt­ge­dan­ke: Wenn wir das umset­zen, sind wir für die einen Hel­den, für die ande­ren Ver­bre­cher…

Da dürf­te es an Spe­ku­la­tio­nen nicht man­geln… :o)

Bild: Uwe Anton, Copy­right VPM

Creative präsentiert Multimedia-eReader

Zii Mediabook?Der Sound­kar­ten- und Audio­zu­be­hör-Spe­zia­list Crea­ti­ve Labs aus Sin­ga­pur stell­te soeben einen funk­ti­ons­fä­hi­gen Pro­to­ty­pen eines eRe­aders vor, mit dem man sich ein Stück­chen des boo­men­den Mark­tes reser­vie­ren möch­te. Der Reader soll auf Crea­ti­ves Zen-Model­len basie­ren, das sind mul­ti­me­dia­taug­li­che MP3-Play­er. Ganz zum bis­he­ri­gen Port­fo­lio und den Gerä­te­fä­hig­kei­ten pas­send, soll das Zii Media­Book (so der augen­blick­li­che durch­aus mas­sen­taug­li­che Arbeits­ti­tel) neben der Dar­stel­lung von eBooks auch Medi­en­da­tei­en wie Fil­me oder Musik wie­der­ge­ben kön­nen und von vor­ne­her­ein den Zugriff auf RSS-Feeds oder bei­spiels­wei­se Face­book ermög­li­chen. Geplant sind Ver­trä­ge mit loka­len Con­tent-Anbie­tern, um den Kun­den so auch Inhal­te wie Zei­tun­gen und Maga­zi­ne anbie­ten zu kön­nen.

Da das Zii Media­book nicht auf ein eInk-Dis­play zurück­greift, son­dern auf einen LED-beleuch­te­ten Touch­screen, dürf­te län­ge­res Lesen nicht son­der­lich ange­nehm sein. Auch ande­re Her­stel­ler wie Apple oder Asus arbei­ten an ähn­li­chen Kon­zep­ten – mög­li­cher­wei­se ent­steht hier das­sel­be Pro­blem wie bei Mobil­te­le­fo­nen, von denen etli­che alles kön­nen, außer brauch­bar tele­fo­nie­ren…

Auf der ande­ren Sei­te könn­te sol­che ein kom­pak­tes, viel­sei­ti­ges Gerät auch abseits des eBooks durch­aus sei­ne Vor­tei­le haben, wenn es meh­re­re sinn­vol­le Funk­tio­nen mit Ergo­no­mie und einem guten Preis kom­bi­niert und sich damit als Alter­na­ti­ve zu bei­spiels­wei­se Net­books oder Smart­pho­nes plat­ziert.

Das Foto ist lei­der schlecht und stammt aus einem Video, offen­bar hat­te bei der Crea­ti­ve-Prä­sen­ta­ti­on jemand heim­lich mit­ge­filmt. Inter­es­sant auf alle Fäl­le die Grö­ße des Geräts und die Tat­sa­che, dass jeg­li­che Hard­ware-Knöp­fe feh­len. Oder han­delt es sich doch nur um ein Fake?

Vodafone kündigt »eReader-Plattform« an

vodafoneSchon bis zur Cebit im Jahr 2010 möch­te das Unter­neh­men in Zusam­men­ar­beit mit Zei­tungs­häu­sern deren Inhal­te für eRe­ader auf­be­rei­tet online anbie­ten. Bereits dabei ist die nie­der­säch­si­sche Ver­lags­grup­pe Mad­sack (u.a. HAZ, Neue Pres­se), mit wei­te­ren, wie zum Bei­spiel Axel Sprin­ger, wird noch ver­han­delt.

Man setzt auf offe­ne For­ma­te, damit mög­lichst vie­le elek­tro­ni­sche Lese­ge­rä­te die Platt­form nut­zen kön­nen. In einer Pres­se­mit­tei­lung heißt es:

Voda­fone plant eine offe­ne Platt­form, an der alle E-Reader ando­cken kön­nen, die bestimm­te tech­ni­sche Stan­dards erfül­len. »Wir wäh­len eine offe­ne Platt­form, weil wir uns nicht von vorn­her­ein beschrän­ken wol­len«, zitiert W&V Hans-Gün­ther Bro­si­us, Head of Sales E-Reader bei dem Mobil­fun­ker.

Mit »bestimm­te tech­ni­sche Stan­dards« dürf­te der Netz­zu­gang über WLAN, UMTS oder Edge gemeint sein, damit die bereit­ge­stell­ten Inhal­te über­haupt auf die Gerä­te gelan­gen kön­nen. Da letz­te Erhe­bun­gen zei­gen, dass die Ver­brau­cher nur ganz sel­ten bereit sind, für Web-Inhal­te zu bezah­len, dürf­te das ein inter­es­san­tes Expe­ri­ment wer­den.

Mal sehen, was dar­aus wird, über den von Voda­fone Anfang Juli für den Herbst ange­kün­dig­ten eige­nen eRe­ader hört man inzwi­schen kein Ster­bens­wört­chen mehr…

Voda­fone-Logo © und ® Voda­fone

Blizzard patched Bier-Questen aus WORLD OF WARCRAFT

Inner­halb des Spie­les WORLD OF WARCRAFT wird soeben, wie auch schon in den ver­gan­ge­nen Jah­ren, der Son­de­re­vent »Brau­fest« began­gen, der sich auf das eben­falls der­zeit statt­fin­den­de Okto­ber­fest bezieht. Vor der Zwer­gen­haupt­stadt Ironf­or­ge fin­det man Fest­zel­te und Zwer­ge in krach­le­der­nem Out­fit, unter­malt von pas­sen­der volks­tüm­li­cher Schram­mel­mu­sik (auf Hor­den­sei­te fin­det das­sel­be vor der Orkhaupt­stadt Orgrim­mar statt – Orks in baye­ri­schem Gewand sind sehens­wert…). Wie  der Name schon nicht nur andeu­tet, dreht sich das Brau­fest unter ande­rem um Bier.

In vor­pre­schen­dem Gehor­sam (oder mög­li­cher­wei­se aus Angst wegen des Jugend­schut­zes und der ohne­hin der­zeit statt­fin­den­den – meist unsach­li­chen – Dis­kus­sio­nen um Com­pu­ter­spie­le) hat Bliz­zard nun zwei Ques­ten aus dem Spiel ent­fernt. Bei bei­den muss­te man reich­lich vir­tu­el­les Bier zu sich neh­men, um sie abschlie­ßen zu kön­nen: War man hin­rei­chend bezecht (das wird übri­gens beglei­tet von gra­fi­schen Effek­ten wie Frosch­au­gen­blick und neb­li­gem Bild, sowie der Tat­sa­che, dass die Spiel­fi­gur nicht mehr gera­de­aus­lau­fen kann und im Chat zusätz­li­che »s« oder »hic»s nach dem Zufalls­prin­zip ein­ge­fügt wer­den), konn­te man Wol­per­tin­ger oder rosa Elekks (Ele­fan­ten) sehen, die man dann fan­gen soll­te. Was über meh­re­re Jah­re nie­man­den stör­te, wur­de ges­tern ohne viel Feder­le­sens aus dem Spiel ent­fernt. Auf den US-ame­ri­ka­ni­schen Ser­vern sind die ent­spre­chen­den Ques­ten vor­han­den.

Bliz­zard hält sich bis auf »Die Brau­fest­quests ›Para­de der rosa Elekks‹ und ›Fangt die wil­den Wol­per­tin­ger‹ wur­den ent­fernt um sicher­zu­stel­len, dass World of War­craft Inhal­te bie­tet, die mit regio­na­len Anfor­de­run­gen bezüg­lich der Alters­frei­ga­be kon­form sind« mit Aus­sa­gen zurück.

Mir ist bekannt, dass es hin­sicht­lich der Jugend­frei­ga­be mit Gewalt Pro­ble­me geben könn­te – aber bei rein vir­tu­el­lem Bier­trin­ken? Und ande­re Bezech-Ques­ten sind noch vor­han­den? Lächer­lich! Ins­be­son­de­re ein­ge­denk der Tat­sa­che, dass man die Ques­ten dank eines neu­en Objekts auch gänz­lich ohne die Nut­zung vir­tu­el­len Alko­hols erfül­len konn­te. Aber ich plä­die­re ja schon lan­ge dafür, die Alters­frei­ga­be für WOW auf min­des­tens 16, wenn nicht sogar 18, anzu­he­ben.

AION ohne Gameguard – dafür mit Startproblemen

aion coverDas MMORPG AION wird nach wie vor als hei­ßer Anwär­ter dar­auf gehan­delt, an der Vor­macht­stel­lung von WORLD OF WARCRAFT zu krat­zen. Einen her­ben Rück­schlag für Her­stel­ler NC Soft bedeu­te­te die über­aus schlech­te Kri­tik von Fach­welt und Spie­lern wegen der »Sicher­heits­soft­ware« Game­guard, die ein­ge­setzt wer­den soll­te, um Betrug im Spiel (soge­nann­tes »Chea­ten«) zu ver­hin­dern (wir berich­te­ten). Game­guard wird von Fach­leu­ten höchst nega­tiv beur­teilt, da es alle Anzei­chen einer Schad­soft­ware hat, sich tief ins Sys­tem ein­gräbt und kaum wie­der ent­fernt wer­den kann.

Doch bei NC Soft woll­te man sich den Euro­pa­start offen­bar nicht ver­ha­geln las­sen und gab des­we­gen bekannt, dass man hier­zu­lan­de auf den Ein­satz der Sicher­heits­soft­ware (vor­erst?) ver­zich­tet. Bei der Beta­ver­si­on des Spiels wur­de Game­guard noch mit­in­stal­liert. NC Soft: »Nach Ana­ly­se unse­rer Resul­ta­te aus der offe­nen Beta haben wir uns ent­schlos­sen, Game­guard zum Launch des Spiels nicht ein­zu­set­zen. Wir wer­den wei­ter­hin dar­an arbei­ten, Game­guard inner­halb AIONs kom­pa­ti­bel zu machen, aber im Moment ist es für uns das Wich­tigs­te, dass unse­re Spie­ler AION so pro­blem­los wie mög­lich erle­ben kön­nen.«

Pro­blem­los? Vor­be­stel­ler dür­fen das Spiel bereits seit dem letz­ten Wochen­en­de spie­len, da der frü­he Zugang ein Gim­mick für sol­che Vor­or­dern war. Theo­re­tisch, muss man hin­zu­fü­gen, denn es wird von mas­si­ven Pro­ble­men berich­tet. Offen­bar sind die Ser­ver völ­lig über­las­tet, Spie­ler kla­gen über bis zu sie­ben Stun­den (!) War­te­zeit bevor man sich ein­log­gen kann, wei­ter­hin wird von Ser­ver­ab­stür­zen und kryp­ti­schen Feh­ler­mel­dun­gen gespro­chen.

Da NC Soft sicher­lich recht genau über die Anzahl der vor­ver­kauf­ten Exem­pla­re infor­miert war, fragt man sich, war­um hier nicht für die ent­spre­chen­de Ser­ver- und Soft­ware­in­fra­struk­tur gesorgt wur­de, wei­ter­hin dürf­te das für den offi­zi­el­len Start am Frei­tag Übles erwar­ten las­sen. Der deut­sche Sup­port hüllt sich nach Anga­ben von gefrus­te­ten Spie­lern offen­bar wei­test­ge­hend in Schwei­gen und lässt die­se im Regen ste­hen.

NC Soft reagiert eher flap­sig: »Hand aufs Herz, wer hät­te nicht mit War­te­schlan­gen gerech­net? Ja, wir haben sehr vie­le Vor­be­stel­ler, aber trotz allem wol­len wir nicht den Feh­ler machen, kurz­fris­tig zu vie­le Ser­ver auf­zu­stel­len und dann spä­ter, wenn nicht alle gleich­zei­tig ver­su­chen zu spie­len, halb­vol­le Ser­ver zu haben.«

Erschwe­rend kommt hin­zu, dass man für ein Gleich­ge­wicht der Spiel­er­zahl bei den bei­den Frak­tio­nen – Asmo­dier und Ely­os – sor­gen will, was dazu führt, dass man even­tu­ell auf dem Wunsch­ser­ver nicht die Sei­te spie­len kann, die man gern möch­te – was eben­falls zu Unmut füh­ren dürf­te.

NC Soft soll­te hier schnells­tens nach­bes­sern, um aus dem auf­ge­hen­den Stern nicht eine schnell ver­glü­hen­de Stern­schnup­pe wer­den zu las­sen. Auf der ande­ren Sei­te: Erin­nert sich noch jemand an den offi­zi­el­len Start von WORLD OF WARCRAFT? – der ging eben­falls alles ande­re als glatt… :o)

Google druckt Bücher

Die Ansa­ge des Such­ma­schi­nen­pri­mus und der­zeit Lieb­lings­fein­des der deut­schen Ver­le­ger dürf­te die­sen wei­te­re Schweiss­per­len und Zor­nes­rö­te auf die Stirn trei­ben (auch wenn das momen­tan nur in den USA ange­bo­ten wird, soll­te klar sein, dass man das Ange­bot inter­na­tio­nal aus­wei­ten dürf­te):

Goog­le kün­digt an, rund zwei Mil­lio­nen gemein­frei­er Bücher aus sei­nem Fun­dus zum Aus­dru­cken anzu­bie­ten. Wer die Wer­ke also nicht am Bild­schirm lesen möch­te, der kann sich eine Papier­ver­si­on bestel­len. Gedruckt wer­den sol­len die Bücher von der Espres­so Book Machi­ne, einer Kom­bi­na­ti­on aus Laser­dru­cker, Bin­de- und Schnei­de­ma­schi­ne, die in Buch­lä­den auf­ge­stellt wird; sie wird vom New Yor­ker Unter­neh­men On Demand Books her­ge­stellt und kos­tet ca. 100000 Dol­lar. Die Espres­so Book Machi­ne benö­tigt ca. vier Minu­ten, um aus einem 300-Sei­ten-Text ein fer­ti­ges Buch zu erstel­len.

Die ca. 2 Mil­lio­nen Bücher erschie­nen vor 1923 und damit ist ihr Urhe­ber­schutz abge­lau­fen – da hilft den Ver­le­gern auch kein Lamen­tie­ren. Für Gen­re-Freun­de dürf­te eini­ges Inter­es­san­tes dar­un­ter zu fin­den sein…